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Das Christentum ist lange schon
unglaubwürdig geworden.
Friedrich Heer

Manchmal komme ich aus dem Staunen nicht heraus über unser „Qualitätsblatt“ SÜDKURIER:

Da schreibt doch der Chefredakteur Dieter Löffler sonst ganz im „Mainstream“ der Meinungsmache – einen Hauptkommentar unter dem Titel „Erzdiozöse Freiburg – Ein Abgrund“:

Es waren keine bedauerlichen Fehltritte, es war ein System, das Mißbrauch ermöglichte und för-derte.

Was die Studie im Erzbistum Freiburg in mühseliger Kleinarbeit zutage gefördert hat, öffnet den Blick in einen Abgrund.

 

Der Vatikan von unheimlicher Düsternis umgeben (Bild: DPA)

„In mühseliger Kleinarbeit“? Ja, weil die Kirche seit ihrem Bestehen von der Heuchelei lebt, von der Heuchelei, würdig zu sein, Gott zu vertreten und zu verkünden. Und welchen Gott? Den der Bibel, der selbst den Lügengeist walten ließ, um zum Ziel einer Menschheitsherde zu gelangen, zu deren Herrschaft seine Pfaffen sich das Recht anmaßen (1. Könige 22, 22)?

In früheren Jahrhunderten waren sich die Menschen des Sumpfes bewußt, in den sie mit Mönchen, Pfaffen und dem Vatikan in Rom gerieten, wenn sie mit ihm in Berührung kämen. Doch nun staunt die Welt wieder einmal über den ganzen Abgrund einer mitleidlosen Lustversklavung des Pfaffenstaates, der jetzt an den Tag gebracht ist.

In Jahrhunderten voller Sünden und Verbre-chen wurde die Kirche zur Weltmacht,

stellen auch Clemens Höges und Walter Mayr im SPIEGEL v. 18.5.2018 fest.

 

Baphomed, der Satan, mit Kindern (Bild: www.gutefrage.net)

Im Vatikan herrscht „Satan“ mit seinen Kindermord-verbrechen, mit dem Schrecken, den die „feiernden“, nach dem Blut und Fleisch von kleinen Kindern gierenden Priester-Kanibalen den bedauernswerten kleinen Wehrlosen antun. Unsagbar, wozu Menschen fähig sind!

Über das Ausmaß und die Zahl der Fälle macht sich vermutlich niemand mehr Illu-sionen.

Erschreckend ist aber, wie berechnend und mitleidlos die kirchliche Führungsspitze vor-ging, wenn es darum ging, die Täter zu schützen und die Opfer mundtot zu machen.

Selbst die Staatsanwaltschaft wurde angelo-gen, um Verbrechen an Kindern und Ju-gendlichen zu vertuschen.

Das scheint Herrn Löffler zu verwundern. Ist ihm die Kriminalgeschichte der Kirche nicht bewußt?

 

Generalversammlung im Audienzsaal des Vatikan, Baphomed beherrscht die Szene (Bild: alamy)

Ihm scheinen die Kreuzzüge, die Kriege, die mör-derischen Verfolgungen durch Inquisition, Folter und Scheiterhaufen gegen Millionen von Menschen nicht gegenwärtig zu sein, nichts von dem Jahrhunderte währenden Glaubenszwang der Kirche, nichts von der Geilheit der Pfaffen gegenüber jungen Mädchen im Beichtstuhl.

Und nun die neueste Offenbarung: die Schändung von Hunderten von ihnen abhängigen Kindern und Jugendlichen durch die scheinheiligen Vertreter des Christentums:

250 Priester mißbrauchten mehr als 500 Kinder,

(allein in Freiburg) lautet der Untertitel des Berichtes von Matthias Schmid, der aus dem Bericht

der unabhängigen Arbeitsgruppe (AG) „Machtstrukturen und Aktenanalyse“ über die Zeit von 1946 bis 2014 auf den fast 600 Seiten dokumentiert und herausgefunden hat. Demnach sind im Erzbistum Freiburg etwa 540 Jungen und Mädchen von mehr als 250 Priestern mißbraucht worden.

Diese Wahrheitsfindung bedeutet einen Lichtblick in der Düsternis des Verbrechens und der Lüge.

Ein weiterer Lichtblick ist der vor dem Freiburger Münster aufgestellte Wagen, der eine geistreiche Darstellung der Wahrheit über das Pfaffentum in Freiburg karikiert:

 

Bild: Südkurier vom 19. April 2023

Auch hier bestätigt sich: Niemand kann auf immer die Wahrheit in ihrem Lauf aufhalten. Leider aber mußten bis zu ihrem Durchbruch nach 2000 Jahren Abermillionen von Menschen schrecklichstes Leid durchleben.

Jetzt rächt sich, was schon 1958 in 40 Vorträgen einer Sendereihe des Süddeutschen Rundfunks zur Sprache kam und in Buchform unter dem Titel „Kritik an der Kirche“ erschienen ist. Da schreibt Dr. Friedrich Heer in seinem Beitrag „Christentum ohne Anziehungskraft“:

Es gibt … viele … sehr positive Motive der Verwehrung gegen das Christentum. Fromme, ja religiöse Motive. Sie lassen sich vielleicht in einem zusammenfassen: im Willen, sich ein redliches Leben aufzubauen. Ein klares Den-ken, ein reines Wollen, ein erkennbares Ziel.

Eben dafür scheint den wachsten Köpfen in anderen Hemisphären unser europäisches Christentum nicht geeignet. Denn eben die-ses Christentum kann großartig reden über „alles“ – und weiß auf nichts eine Antwort.

Als Mittel zur Überwindung dieser Macht-Mißbildung riet Erich Ludendorff, was ja heute – nach manchem Versuch in vergangenen Jahrhunderten – mit den massenhaften Kirchenaustritten endlich zunehmend in Erfüllung geht:

Nehmt ihnen die Kampfscharen!

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KWHugo
KWHugo
10 Monate zuvor

Mit der Kirchenfrage im Allgemeinen und mit Ulrich von Hutten im Besonderen beschäftigt sich ein Artikel von Lisbeth Grolitsch im neusten Heft “Deutsche Warte”. Vieles war neu für mich, u.a. dies hier:

“Er (Hutten) blies zum Generalangriff gegen die Ausplünderung Deutschlands durch Rom. Schon der berühmte Erzbischof und Vordenker eines neuen Weltbildes im Spätmittelalter, Nikolaus von Kues, hatte warnend gesagt; Die Deutschen bekommen ein Stück Papier dafür, daß sie Gold und Silber nach Rom tragen."

Die Ausbeutung Roms in deutschen Landen war gigantisch. Der deutsche Silberabbau, der damals 80% des gesamten Weltaufkommens ausmachte, floß neben den geförderten Goldmengen unablässig nach Rom, wie der Edelmetàllbestand Deutschlands ebenso Beute Roms war.

Das Mönchswesen (damals gab es in Deutschland 2.450.000 Mönche) stellte eine ungeheure Belastung des Landes und der damaligen Bevölkerung von ca. 15 Millionen dar. Heere von Bettelorden preßten mit Beichte, Fegefeuer, Ablaß und Hexenverfolgung unvorstellbare Mengen an Sach- und Nahrungsgut heraus aus Deutschland.

Als Hutten den pompösen und sittlich verkommenen Zustand Roms und seiner Kurtisanen erlebte, geißelte er in sprachgewaltigen Anklagen die Zustände Roms und erweckte mit seinen meisterlichen und großer Anschaulichkeit vorgetragenen Angriffen gegen den Papst eine antirömische Stimmung in ganz Deutschland, der nun auch bald der Angriff auf die weltliche Macht des Papstes folgte, eine kühne und gefährliche grundsätzliche Herausforderung, über die Hutten an seinen Freund Pinkheimer schrieb: "Ès ist kein Kinderspiel, was wir begonnen haben.” Und das hatte für ihn ja auch Folgen.

Er prangerte genauso die Römische Rechtsprechung an. “Das Römische Recht, begünstigt durch die Errungenschaften des Humanismus, griff um sich und wurde als günstigere rechtliche Grundlage für die eigenen Interessen von Adel, Fürsten, Klerikern und Städten gegeneinander benutzt, um sich auf dem fremden Boden dieser formalen und nicht aus der eigenen Struktur des Volkskörpers kommenden Rechtsformen eigensüchtig Vorteile zu verschaffen.

Hutten erkannte, daß das Römische Recht das volkstümliche Rechtswesen unterband und die Lebensordnung des Volkes zerstörte.” Seine Reformen konnte er natürlich nicht umsetzen.

Überhaupt hatte ich noch viel über Ulrich von Hutten gehört. Und doch war er ein großer Patriot für Deutschland. Wahrscheinlich darum.

Überhaupt nutzte die Kirche Martin Luthers Thesen nicht zur Reform, man ließ lieber eine Spaltung zu, die tragische Folgen für den einfachen Deutschen hatte, wie ich am Handeln der Nachfahren eines von Sickingen, einem Unterstützer Huttens, lesen konnte, die im Gegensatz zu ihrem Vorfahren mit Gewalt die katholische Kirche weiter unterstützte und alles Lutherische bestraften.

Spaltung ist ja die uralte Methode, um Menschen zu zerreiben und mit Nebensächlichkeiten zu beschäftigen. Es sind also nicht die auf der Hand liegenden Mißbräuche, die auch mit dem Zölibat zu tun haben, sondern der Sumpf der Kirche geht viel tiefer. Das Zölibat hat auch verhindert, daß gebildete Charaktere vom Hochadel sich nicht fortpflanzten. Auch das wird in dem Artikel bemerkt. Die Kirche als Zerstörer…

Waffenstudent
Waffenstudent
10 Monate zuvor

Nichts schweißt mehr zusammen, als gemeinsam begangene Verbrechen!

Waffenstudent
Waffenstudent
10 Monate zuvor

Die Lumpen von der EKD 1945

Als die Alliierten von der „Deutschen Theologischen Geistlichkeit mit Rückgrat“, nach der Kapitulation in ihren Umerziehungslagern unter Androhungen der Todesstrafe Gefälligkeitsgeständnisse erpreßten, nutzte unser christliches Lumpenpack deren Abwesenheit und gründete ohne jede Legitimation nur im Eigenauftrag ihre „EKD“ :

Sogleich wurden unaufgefordert Schuldbekenntnisse zusammenphantasiert und ausgefertigt. Man verhökerte Persilscheine, belastete und entlastete die „Alten Volksgenossen“. Über den Kopf der Eigentümer hinweg wurde Kirchenvermögen verschachert und Posten verteilt.

Eine Revolution hätte es nicht besser regeln können. Vor allem die Versorgung der frommen Damenwelt mit “Theologischer Erotik” war jetzt wieder in jeder Hinsicht gesichert. Ach ja, die Besatzer hatten auch gar nichts gegen Homosex, Kinderfickerei und Pädophilie!

Bernhard Frodi Schulz
10 Monate zuvor

Keine Naturreligion der Welt hat ihren Göttern so viele Millionen Menschen geopfert, wie der Monotheismus. Schriften, in denen der “Gott” selbst Völkermord begeht und seine Gläubigen zu Verbrechen aller Art aufruft, können nicht heilig sein, sondern sind Schundliteratur.

Die Eingottreligionen sind nichts anderes als politische Doktrinen und Diktaturen, die den Begriff “Religion” als Schutz-Etikett mißbrauchen, um Völker zu unterdrücken und auszubeuten. Dabei sind sie nur gefährliche Subkulturen. –

Der Kindesmißbrauch ist keine neue Sache. Kein Mensch erwähnt, daß es immer üblich war, als “Kinderkützeln” auch schon im Mittelalter.

Woher wohl stammen die vielen Hundert religiös-erotischen Witze. Nur haben die Mißbrauchten früherer Generationen still gelitten, ohne daß es je öffentlich werden durfte. Damit ist es plötzlich vorbei. Die Kirche hat ihre Scheinmoral stets nur für die dummen Gläubigen hochgehalten.

Im Islam ist das anscheinend noch viel schlimmer (siehe Film bei YT: “Die Augen des Teufels”).

HeinrichS.
HeinrichS.
10 Monate zuvor

Die Schwäche des Christentums ist die Stärke des Islam!!!
Von Übel sind sie beide, wobei das Christentum – für uns – wohl eher das Kleinere wäre.

KWHugo
KWHugo
10 Monate zuvor

@ Heinrich S.
Religionen sind Völkermörder, besonders, wenn sie sich innerlich spalten wie auch das Christentum. Der Islam hat ebenfalls Unterreligionen, die dann auch Glaubenskriege hervorrufen, wie bei uns der 30-jährige Krieg, aber nicht mal der brachte das Christentum zu einer künftigen Einheit.

Daraus ist zu sehen, daß selbst der Papst an ewigem Frieden nicht interssiert war/ist. Religionen sind global, und alles, was global ist, betrachte ich als meinen Feind.

Cochius, Markwart
Cochius, Markwart
10 Monate zuvor

Es ist sicher wesentlich, wer die christliche Religion erstmal gegründet hat und dann lange Zeit auf seinen wichtigsten Posten geführt hat. Die Gründung dieser Religion – natürlich auch des Islams – war ein Schritt der Auserwählten auf ihr Ziel. Das auserwählte Volk brauchte ein Werkzeug, um ihr Ziel zu erreichen.

Das Ziel? Nimm die Bibel, Luther hat sie getreulich übersetzt; dort liest man in Moses 1, Kapitel 27, Verse 28 und 29 klar und deutlich. Bekannt ist auch, daß das Alte Testament das Glaubensbekenntnis des auserwählten Volkes ist.

Mit dem Zölibat kam die absolute Abhängigkeit zum Papsttum; die damit aufkommende sittliche Verluderung bewiesen schon lange die Haufen von Kinderskeletten in den inzwischen trockenen Klostergräben.

Interessant ist auch die Tatsache, daß das Gesetz, von der Kirche gesetzt, die erstgeborenen Söhne der Adeligen den Kirchen/Klöstern übergeben werden mußten. Die Folge war sozusagen ein Ausbluten der Führungsschicht speziell im deutschen Sprachraum.

Diese Diskussion heute verdeckt eines: Unser Volk hat gerade heute nichts mehr an innerem Halt. Wie kann der wieder stabiler werden, gegen Schwab, gegen Zölibat und Beichtstuhl, gegen alle sittlichen Angriffe der Volksfeinde?

Ich denke daran, daß viele deutsche Soldaten in beiden Weltkriegen ihre Tapferkeit, ihren Halt in einem sehr persönlichen Pseudo-Christentum – nicht dem Bibelchristentum – hatten. Und heute? Ich denke daran, wieviele sehr gute Deutsche sich bei Kriegsende selbst entleibt haben.

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