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Eine ausführliche Dokumentation und zahlreiche Gesetzestexte

aus dem VAWS-Pressebüro schaffen Klarheit – auch für den Laien – darüber, ob in Deutschland eigenes oder doch noch immer Besatzungsrecht gilt.

Das Buch ist ein übersichtliches Nachschlagewerk, der darin enthaltene Zitatenschatz eine Fundgrube. Die Sprache aller Texte ist knapp und leicht verständlich.

Den ersten Teil bestreitet Werner Symanek:

„Besatzungsrecht und Souveränität“

In 6 Kapiteln beweist der Autor die „Mangelnde Souveränität“ Deutschlands und benennt die Beispiele:

I. Mangelnde Souveränität: Die „Feindstaatenklauseln“

Er zeigt, welche Siegermacht sich 1948, 1960, 1967 auf die Feindstaatenklauseln berief, wie sie 1968 zwar als „obsolet“ bezeichnet, aber nicht „ungültig“ wurden, 1973 als „nicht mehr anwendbar“, später (ebenfalls 1973) als „gegenstandslos“ bezeichnet, aber ebenfalls nicht ungültig wurden. Bis zum heutigen Tage hat sich daran nichts geändert.

II. Mangelnde Souveränität: Verfahrenshindernis ist Artikel III des Alliierten Kontrollratsgesetzes Nr. 4 von 1945

Hier zeigt der Autor an einem Beispiel, wie die Ermordung von 1000 deutschen Zivilisten in Treuenbrietzen am 23. April 1945, begangen von der Roten Armee, nicht gesühnt werden durfte.

Noch 2009 bekam der CSU-Abgeordnete Dr. Hans-Peter Uhl auf seine diesbezügliche Anfrage die Antwort, daß für Deutschland „das Verbot zur Rechtsprechung über Straftaten der alliierten Streitkräfte“ nach wie vor gelte.

„Durch alle Rechtsreformen hindurch blieb die Regelung bestehen, daß die deutsche Justiz keine Zuständigkeit für die Verfolgung von Straftaten erlangen kann, die von Soldaten der Siegermächte … gegenüber Deutschen (bis 1955) begangen worden sind.“

III. Mangelnde Souveränität: Alliierte Atomwaffen in Deutschland

Die schwarz-gelbe Merkel-Regierung wurde 2010 durch Mehrheitsbeschluß dazu beauftragt, sich für den Abzug der US-Atomwaffen einzusetzen. Sie erklärte sich im Gegenteil „vor den ehem. Besatzungsmächten in aller Form damit einverstanden, daß die US-amerikanischen Waffen in Deutschland bleiben könnten.“ Ja, diese Regierung ließ die USA bei uns sogar noch weiter aufrüsten: Es kamen noch neue Nuklearwaffen hinzu. Jetzt lagern in Deutschland atomare Vernichtungsmittel von einer Sprengkraft, die 80 Hiroshima-Bomben entspricht.

IV. Mangelnde Souveränität: Deutsches Gold in alliierten Depots

V. Mangelnde Souveränität: US-Geheimdienste dürfen Deutschland ausspionieren

Professor Josef Foschepoth wird zitiert:

„Aus Siegerrecht war Besatzungsrecht, aus Besatzungsrecht Vorbehaltsrecht, aus Vorbehaltsrecht Vertragsrecht, aus Vertragsrecht deutsches Recht und Verfassungsrecht geworden,

das jede Bundesregierung verpflichtete, auch künftig für die westlichen Siegermächte Post- und Fernmeldeüberwachungen durchzuführen oder von diesen selbst durchführen zu lassen …

VI. Mangelnde Souveränität: Alliierte Mächte – Souveränitätsfrage – EU-Europa

Bei der Vereinigung der beiden deutschen Staaten DDR und BRD wurden von den West-Alliierten folgende Forderungen erhoben und von der deutschen Regierung umgesetzt:

  • Gesamtdeutschland müsse der NATO angehören,

  • es müsse den Osten Deutschlands an Polen abtreten

  • und in die EU und die Europäische Währungsunion eingebunden werden.

Diesem 1. Kapitel ist ein reichhaltiges Quellenverzeichnis angeschlossen.

Den 2. Teil des Buches bestreitet die Juristin Barbara Rudolf

Sie behandelt sehr klar

Fragen zur staats- und völkerrechtlichen Lage Deutschlands

in 18 Abschnitten, deren Überschriften wegen ihrer Aktualität sehr neugierig machen:

Frage 1: Ist die BRD ein Staat?
Frage 2: Ist die BRD eine Firma oder eine GmbH?
Frage 3: Ist die BRD eine GmbH, weil sie im UPIK-Datensatz eingetragen ist?
Frage 4: Ist die BRD eine GmbH, weil es im Handelsregister des AG Frankrut/Main unter der Nummer GRB 51411 eine BRD-GmbH gibt?
Frage 5: Frage 5: Hat die Vereinigung der BRD mit der DDR nicht stattgefunden und ist die BRD im Jahre 1990 erloschen?
Frage 6: Haben deutsche Grundeigentümer im Jahre 2016 ihr Eigentum an ihren Grundstücken verloren?
Frage 7: Gibt es das Deutsche Reich und wo befindet es sich?
Frage 8: Ist die Verfassung des Deutschen Reiches von 1871 unsere Verfassung?
Frage 9: Ist die Verfassung des Deutsches Reiches von 1919 unsere Verfassung?
Frage 10: Ist die Verfassung der DDR unsere Verfassung?
Frage 11: Ist das Grundgesetz die Verfassung der BRD?
Frage 12: Gilt in der BRD auch heute noch Besatzungsrecht?
Frage 13: Gilt gemäß Art. 139 GG Besatzungsrecht weiter?
Frage 14: Befinden sich die NATO-Truppen aufgrund des Besatzungsrechtes in der BRD?
Frage 15: Ist die BRD souverän?
Frage 16: Gibt es einen Friedensvertrag, der den Zweiten Weltkrieg beendet?
Frage 17: Befindet sich die BRD daher noch im Krieg mit den genannten Staaten?
Frage 18: Ist die BRD ein Feindstaat gemäß der Charta der Vereinten Nationen?

Vom Laien wegen der klaren, fast fremdwortfreien Sprache Rudolfs leicht zu verfolgende Beweisketten zur jeweiligen Frage führen am Ende zur abschließenden Beurteilung der Rechtsgelehrten.

Möglicherweise schließt sich nicht jeder Leser ihrer Sichtweise an, wird aber am Ende vieler Kapitel darum gebeten, bei den zuständigen Verantwortlichen anzufragen und die Ergebnisse dem Verlag zuzusenden, der sie dann zu  veröffentlichen beabsichtigt.

Auch diesen Ausführungen des 2. Kapitels folgt ein reichhaltiges Quellenverzeichnis.

In einem 3. Kapitel geht Rudolf der Frage nach, ob die fremden Truppen in unserem Land anzusehen seien als

Freunde oder Besatzer?

Ihre zahlreichen schlagenden Beweise zeigen, wer jene wirklich sind. Lesen Sie selbst!

Es folgt der 4. Abschnitt, ein

Dokumentenanhang

von 85 Seiten – angefangen von der „Charta der Vereinten Nationen“ von 1945 bis hin zum „Zweiten Gesetz zur Bereinigung des Besatzungsrechts“ von 2007.

Mich hat besonders beeindruckt das

Gesetz Nr. 104 zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus

vom 5.3.1946, geändert 1947 und zweimal 1948. In Artikel 8.1. lernen wir, wer „Militarist ist“, jedenfalls in Deutschland. Die Definition paßt allerdings wie maßgeschneidert auf die Kriegspolitik der USA, aber die gehören ja bis heute im Gegensatz zu den Deutschen zu den Guten.

Deutschland war damals angefüllt mit „Belasteten“. Da hat mich besonders beeindruckt der Artikel 16. „Sühnemaßnahmen gegen Belastete“. Unter Punkt 8 heißt es:

„es ist ihnen auf die Dauer von mindestens 5 Jahren untersagt, a) in einem freien Beruf oder selbständig in einem Unternehmen oder gewerblichen Betrieb jeglicher Art tätig zu sein, sich daran zu beteiligen …“

In Abschnitt b) und c) lesen wir von weiteren Beschränkungen Deutscher in ihrem eigenen Land, und unter 9. heißt es gar in echt christlicher Nächstenliebe:

sie unterliegen Wohnungs- und Aufenthaltsbeschränkungen.

Nun war der Wohnraum in Deutschland ohnehin äußerst beschränkt dank der Einwirkung unserer Befreier, die das Land verwüstetet hatten. Wir wohnten damals ja alle – mitsamt den 12 Millionen Ostflüchtlingen und ungezählten Ausgebombten – auf engstem Wohnraum mehr oder weniger beschränkt. Wie wollten die alliierten Gutmenschen diesen Zustand denn für die „Belasteten“ noch steigern?

Beruhigend, daß die Autoren dem Buch voransetzen:

Dieses Buch ist vor Drucklegung dahingehend geprüft worden, daß weder Inhalt noch Aufmachung irgendwelche BRD-Strafgesetze verletzen oder sozialethische Verwirrung unter Jugendlichen auslösen.

Ich freue mich, im Besitz dieses wichtigen, Klarheit schaffenden Werkes aus dem VAWS-Pressebüro zu sein.

Zu beziehen beim Klosterhaus-Verlag für 24,80 €

 

Zur Ermordung Jochen Peipers

Bei Metapedia findet sich der untenstehende Eintrag.

Er spricht Bände über die Rechtsauffassung und Selbstgerechtigkeit von linken Gutmenschen.

Joachim Peiper

wurde ermordet – nicht etwa durch die Folter oder durch die fünfjährige Seelenqual tagtäglicher Erwartung des Galgens als Todeskandidat in seiner Einzelzelle oder die 11 Jahre dauernde Gefangenschaft in der Festung Landsberg – nein, er wurde hingerichtet von Mördern – in der Freiheit!

In der Freiheit? Gab es für den ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS im Nachkriegs-Deutschland oder auch im Nachkriegs-Europa überhaupt so etwas wie Freiheit?

Freiheit, innere, somit wahre Freiheit hatte Jochen Peiper sich in all den quälenden Jahren selbst errungen.

Er war selbst einer von denen, die er aus seiner Zelle gegrüßt hatte:

„Ich grüße alle, die in der Knechtschft frei geblieben sind.“

Joachim Peiper (Bild: Künstl Quotes)

Aus dem Gefängnis 1956 endlich freigelassen, gab es für ihn keine befrei-ende Geborgenheit in seiner Heimat. In den Betrieben, in denen er seine Arbeit aufgenom-men hatte, wurde ihm jeweils sehr bald auf Grund der Einwirkung von linken Gutmenschen gekündigt.

War er bereits Freiwild in dem Land, für das er sein Leben eingesetzt hatte?

Metapedia:

Hetzjagd und Ermordung

Auf der Suche nach Ruhe und Abgeschiedenheit brach Peiper seine Zelte in Deutschland ab und zog endgültig mit seiner Frau Sigurd (Sigi) 1972 nach Frankreich.

Am 11. Juli1976 kaufte er Draht für einen Hundezwinger in einem Laden in Vesoul, der Departementshauptstadt. Der Verkäufer, ein Elsässer, Paul Cacheux, Mitglied der kommunistischen Partei, erkannte an seinem Akzent, daß er Deutscher war, und fragte ihn, ob er während des Krieges in Frankreich gewesen sei.

Peiper bezahlte mit einem Scheck auf seinen Namen und seine Anschrift. Paul Cacheux schlug Peipers Namen auf der „braunen Liste“ nach, worin alle gesuchten Deutschen verzeichnet waren. Er gab seine Daten der Résistance durch.

Am 22. Juni1976 schrieb die französische kommunistische Zeitung „L’Humanite“: „Was macht dieser Nazi in Frankreich?“. Gefordert wurde, Peiper zu zwingen, Frankreich zu verlassen.

In Traves wurden Flugblätter, auf denen Peiper als Kriegsverbrecher und Nazi bezeichnet wurde, an Dorfbewohner verteilt. An Wände in Versoul schmierte man „Peiper, wir werden dir einen 14. Juli bereiten!“ (Der 14. Juli ist FrankreichsNationalfeiertag.)

Damit hatten sich seine Häscher als Angehörige der völkervernichtenden Internationale selbst zu erkennen gegeben. Unverändert bis zum heutigen Tag zeigt sie ihr wahres, ach so menschheitbeglückendes Gesicht.

Am Morgen des 13. Juli schickte Peiper seine krebskranke Frau nach Deutschland. Er selbst wollte das Haus nicht verlassen, weil er erwartete, daß man es niederbrennen wollte.

Sein Nachbar Erwin Ketelhut hatte vorgeschlagen, die Nacht auf der Wassermühle zu verbringen, aber Peiper lehnte ab. Er wollte auch nicht, daß Ketelhut bei ihm blieb, denn dieser hätte auf die Angreifer geschossen.

„Nein“, sagte er, „Es ist schon genug getötet worden“.

Jochen Peiper wartete auf der Dachterrasse seines Hauses, von dort aus konnte er den Saonefluß überwachen. Erwin Ketelhut hatte ihm sein Gewehr geliehen.

Um 23.30 Uhr hörte er ein Geräusch im Gebüsch und erblickte ein Dutzend Männer, das steile Flußufer erklimmend. Er schoß in die Luft, um die besoffenen Kerle einzuschüchtern. Sie riefen ihm zu, nach draußen zu kommen. Er tat dies und öffnete die Tür, um mit ihnen zu reden.

Was danach vorfiel, können nur die Bluttäter selbst erzählen. Die Leiche des SS-Standartenführers Jochen Peiper war verkohlt und nur noch einen Meter lang, er hatte weder Hände noch Füße. Er starb um etwa 1.00 Uhr nachts. Das Haus war abgebrannt, das Dach eingestürzt.

Was zwischen 23.30 und 1.00 Uhr geschehen ist, ob Peiper noch lebte, als er verstümmelt und verbrannt wurde, ist unklar.

Man hatte Diesel auf den Boden geschüttet und mit einer Mischung aus Benzin und gebrauchtem Motoröl angezündet. Peiper lag in seinem Bett im Schlafzimmer, auf der linken Seite, den Rücken zur Mauer, einen Arm vor der Brust gebogen. Nichts war auf ihn gefallen. Er kam durch große Hitze um. Der Körper war nicht eingeäschert, sondern zusammengeschrumpft.

Erwin Ketelhut und die Franzosen, die ihn gekannt und geschätzt haben, waren der Meinung, daß dieser ritterliche Mann, der so vielen Gefahren getrotzt hatte, nicht auf solche Weise hätte umkommen müssen.

Die Mörder waren mit ihrem Wagen über eine Weide bis ans Flußufer gefahren, wo zwei Barken bereit lagen. Damit hatten sie die Saone überquert und mußten daraufhin das steile Ufer durch Büsche hinaufklettern. Nach dem Mord liefen sie in die andere Richtung über die Weiden, vor dem Haus, zur Straße. Die Feuerwehr suchte im Fluß nach den fehlenden Körperteilen.

Untersuchungen

Die Untersuchungen der französischen Polizei dauerten sechs Monate. Die Kommunisten aus Vesoul und die Résistance-Mitglieder wurden verhört. Niemand wußte angeblich etwas. Anschließend kam der Fall zu den Akten.

Niemand wurde je verhaftet oder bestraft.

Die Gegend von Traves ist dünn besiedelt, es gibt im Schnitt 10 Einwohner pro Quadratkilometer.

Jeder kennt dort jeden, und man weiß alles voneinander; die Täter sind der Bevölkerung bekannt, aber sie schweigt.

Joachim Peiper – ein Kriegsverbrecher?

Joachim Peiper (Bild: flicks.com Ausschnitt)

War er wirklich ein Kriegsverbrecher? Oder war er eines der Opfer der Siegerjustiz, die auch bei ihm nicht von der Folter absah?

Der Text, den

Joachim Peiper

(geboren 1915, ermordet 1976)

einst an einem Herbsttag des Jahres 1952 in seiner Zelle der Festung Landsberg schrieb, ist jedenfalls in der menschlichen Größe, die aus ihm spricht, beeindruckend.

Jochen Peiper war Jahrgang 1915. Als Standartenführer – ohne Parteibuch! – geriet er 1945 in die Mühlen der Siegerjustiz und wurde auf Grund widersprüchlicher Indizien als Kriegsverbrecher zum Tode durch den Strang verurteilt. Die Todesstrafe wurde in lebenslange Haft umgewandelt.

Nach 11 Jahren Haft wurde Joachim Peiper im Dezember 1956 als letzter seiner Kampfgruppe entlassen.

Im Kriegsverbrechergefängnis der amerikanischen Besatzungsmacht von Landsberg am Lech schrieb er diesen von großer Seele zeugenden Brief:

In mönchischer Klausur sitzt ein Kriegsverbrecher auf seinem Klappbett und döst. An der Tür steht „Lebenslänglich“ und auf dem Kalender „Oktober 1952“.

Der Ofen singt, die Spinne erkundet neue Winterstellungen, und der Herbst rüttelt mit rauher Hand an den Schwedischen Gardinen.

Dreizehn Jahre getrennter Ehe, fünfmal als zum Tode verurteilt Geburtstag gefeiert und nun das achte Weihnachtsfest im Zuchthaus. Wirklich, eine sonnige Jugend. Kein Tier dürfte man so schlecht behandeln.

Überhaupt der Mensch: Welcher Opfer ist er fähig und welcher Gemeinheiten.

Wie endlos lang muß die Kette der Erfahrungen sein, will man ihn auch nur annähernd ausloten. Erfahrungen mit Menschen hat die Kriegsgeneration. In Landsberg ist obendrein auch noch Zeit zum Sichten und Einordnen.

Als wir vor siebeneinhalb Jahren die Welt des Stacheldrahts zum ersten Mal betraten, waren wir wie Kinder, welche über Nacht die Mutter verloren hatten.

Aufgewachsen und erzogen unter den klaren Gesetzen der Front, fühlten wir uns außerstande, die neuen Spielregeln zu begreifen.

Wer anfänglich noch gemeint hatte, daß einer blindwütigen Politik die Augen durch Wahrhaftigkeit zu öffnen seien, mußte bald erfahren, daß dort nur wenig Gerechtigkeit zu erwarten ist, wo zu demagogischen Zwecken eine blutrünstige Figur [die der SS] an die Wand gemalt werden soll.

Doch unser gutes Gewissen und unsere Ignoranz waren grenzenlos.

Der Staat hatte die Jugend ja nur die Handhabung von Waffen gelehrt. Das Verhalten gegenüber Verrat war nicht geübt worden. Gestern noch ein Teil der großdeutschen Wehrmacht, standen wir heute gemieden und geächtet als Prügelknaben von einer heulenden Meute umringt.

Wer bisher nur um den einen Teil des Selbsterhaltungstriebes gewußt hatte, das tapfere Zittern vor der Gefahr, konnte seine Ohren nunmehr an das „Haltet-den-Dieb-Geschrei“ gewöhnen, mußte das Denunziantentum jener traurigen Gesellen kennenlernen, die durch einen Tritt nach unten wieder nach oben kommen wollten.

Wer hat in diesen Tagen nicht an Deutschland gezweifelt, und wem verschloß der Ekel nicht den Mund?

Als sich der Lebensraum dann mählich verengte, vom Lager über die Baracke zum Käfig, wurden wir blind für das Gemeinsame und hellsichtig für das Trennende. Mißtrauen und seelischer Nihilismus traten an die Stelle von Kameradschaft. Jeder zeigte auf das Versagen des anderen und trug Anklagen wie Entschuldigungszettel für das eigene Verhalten vor sich her.

Der homo vulgaris hatte sich von der Kette losgerissen. Primitive Instinkte feierten ihre Befreiung von allen Hemmungen, und auf dem Rest trampelten mit selbstzerstö-rerischer Freude wir selber noch herum.

Der Hunger schwang die Peitsche, und die Menschenwürde duckte sich. Ehrwürdige Tradition und stolzes Standesbewußtsein verneigten sich vor einer Zigarettenkippe bis tief auf die Erde.

Was Wunder, daß der feindliche Vergeltungsangriff viele schwache Stellen bei uns traf.

Zwietracht und Mißtrauen sind schlechte Ratgeber im Gerichtssaal. Indessen, die Aufgabe wäre diesmal auch so nicht zu schaffen gewesen. Zuviel Mühe hatten die Schlingensteller auf die Vorbereitung gewandt.

Wissend betraten wir die Arena, und schweigend standen wir drei Monate lang am Pranger. An dreimal 30 Tagen wurden wir hinterm Triumphwagen des Siegers durch die Gosse geschleift.

Dann war es endlich soweit, eine letzte Woge von Geifer traf ihre Opfer und spülte sie durch die düsteren Gefängnistore. Strandgut des Zweiten Weltkrieges!

Was die Freiheit bedeutet, lehrt erst die Unfreiheit.

Welch köstliches Geschenk dünkt sie dem Eingekerkerten. Nur wer die Freiheit je verlor, vermag zu ermessen, wie lang ein Tag ist; was es bedeutet, wenn sich der Alpdruck der Sorge und Ungewißheit für vier Jahre und sieben Monate auf unsere Angehörigen senkte.

23 Kubikmeter Atemluft wurde jedem zugestanden. In ihnen stand von nun an das ganze Ich auf den Zehenspitzen.

Langsam wurde es stille um uns. Bis auf den ewig knurrenden Magen und den

das Leben verkündenden Amselgesang am Abend und am Morgen.

Oh ihr Amseln, gibt es irgendeinen Gefangenen, der nicht neue Hoffnung von euch empfangen hätte?

Die von der Geißel des Staatsanwaltes aufgepeitschten Nerven befreunden sich am ehesten mit der Einzelhaft. Die Fäuste öffneten sich langsam, und das wilde Aufbäumen gegen das Schicksal ließ nach. Übrig blieb nur das Nichtbegreifen, der Schmerz um die Liebenden und das Hadern mit der Vorsehung, die uns schnöde um die ehrliche Kugel betrogen hatte. Wir lernten im Zwielicht sitzen …

Je tiefer wir sanken und je mehr die Gegenwart verblaßte, desto näher kamen wir unseren Wurzeln, und desto stärker gewann die Vergangenheit an Leuchtkraft zurück. Die alten Schlachtfelder wurden zum Antäusboden und die gefallenen Kameraden zum Vorbild und zu Hütern unserer Haltung.

Die schwierige Erkenntnis begann zu dämmern, daß das Leben nichts umsonst gibt, daß allen Schicksalsgütern insgeheim ein Preis eingezeichnet ist.

Vor dem Feinde waren aber auch die Jüngsten unter uns nie Zechpreller gewesen.

Wir saßen in Deutschlands dunkelstem Winkel und blickten zurück auf unsere sonnenüberflutete Ikarusreise. Keiner mußte die Augen niederschlagen. Was wogen schon die Unzulänglichkeiten und Fehler gegenüber den heißen Herzen, die wir stets und überall bereit waren, in die Waagschale zu werfen.

Übermenschen, Menschen und Untermenschen haben unseren Weg gekreuzt, und immer erwiesen sich die Grenzen als fließend. Je weiter wir vorstießen und uns von der Phrase entfernten, desto klarer zeigte sich, daß das Leben gleich dem Lichte aus Komplementärfarben besteht. Nicht schwarz-weiß malt es, sondern in Zwischentönen. Ganz langsam wurde es heller.

Doch wir waren jung, und Anfechtungen blieben nicht aus. Wer stirbt auch schon gern unterm Galgen?

Wir riefen Deutschland und hörten kein Echo.

Wir spielten Schach durch die Wand, lernten Fingersprache und schrieben an unseren Nekrologen. Dann wurden wir müde und gleichgültig und hängten mit der Hoffnung auch das Lauschen an den Nagel. Ungerecht wurden wir und bitter.

Gab es damals einen anständigen Kerl, den man nicht eingesperrt hatte oder eine Hilfsbereitschaft, die man nicht zertreten hätte?

Gleichviel, so mancher sägte sich los vom Stamme der Gemeinschaft, wurde Menschenfeind und weihte Hirn- und Drüsentätigkeit hinfort der Galleerzeugung. Es ist jener Typ, den man überall an dem unerschöpflichen Gedächtnis erkennt, wo es gilt, alte Ressentiments zu pflegen.

Andere wiederum erkannten, daß die pseudodemokratische Parole „Hier sind wir alle gleich“ nichts weiter als ein dummes Geschwätz ist, ein geradezu in den Rinnstein ziehender Rettungsring mit Bleifüllung.

Mit allen Kräften wehrten sie sich gegen die Vermessung und den steten Sog nach unten. Sie wurden zu Philosophen, versuchten durch bewußte Individualisierung und Differenzierung sich die innere Freiheit zu bewahren und saßen im Zuchthaus letztlich wie im Lehnstuhl.

Am glücklichsten dran waren aber wohl jene Lebenskünstler, die ihre Weltanschauung mit der Eintagsfliege gemeinsam haben. Wer kennt sie nicht, diese frohen Gesellen, denen der Mutterwitz auch in der faulsten Situation einen immer noch fauleren Witz eingibt?

Alle begannen wir, ein ichbezogenes Eigenleben zu führen, setzten Masken auf und fletschten die Zähne. Jeder schlug sich die Flügel wund, bis dicke Hornhaut die Ellenbogen schützte.

Wenn das Leben, getrennt von Frau und Kindern, hinter Zuchthausmauern verrinnt, ist es schwer, gerecht und objektiv zu bleiben.

Junge Menschen rütteln in ohnmächtiger Wut an ihren Ketten, spürten die Kräfte schwinden und den Mut müde werden. Die Nivellierung ging um.

Die Zeit war so schwer, daß man sie schnell vergißt wie einen bösen Traum. Träge und quälend schleppte man sich dahin, trat über die Ufer und ließ sich selbst durch magische Wandeinkratzungen nicht mehr beschwören. Die Zeitrechnung der Rasier- und Puddingtage begann.

Was von draußen in unsere Todeszellen drang, war auch nicht dazu angetan, uns das Sterben leichter zu machen.

Wir erfuhren, daß wir einer verbrecherischen Organisation angehörten und einem Unrechtsstaat gedient hatten.

Die Schlammflut der Enthüllungs- und Memoirenliteratur brachte Erklärungen von Militärs und Diplomaten, die absichtlich auf die Niederlage ihres Vaterlandes hingearbeitet hatten. Man kam sich vor wie ein in einer Jauchegrube gelandeter Decius Mus.

Hinfort bestand in den düsteren Gewölben unseres Lemurenstaates keine Möglichkeit mehr für eine Besteckaufnahme.

Der einzige Festpunkt in diesem Chaos war das stille Heldentum unserer Frauen und Mütter.

Aber die Zeit trennt nicht nur, sie heilt auch zugleich. Allmählich und zaghaft begann draußen die nationale Besinnung wieder Fuß zu fassen.

Die Konjunktur der Leichenfledderer war vorbei.

Die Ordnung kam zurück und die längst erschlagen geglaubte Anständigkeit. Und mit den ersten Spähtrupps traten die solange mundtot gemachten Kameraden wieder auf den Plan.

Die Parias der Nachkriegszeit hatten ihre noch ärmeren Brüder also doch nicht vergessen.

Was tat es, daß die Einsatzbereitschaft im umgekehrten Verhältnis zum früheren Dienstgrad stand? Deutschlands treueste Söhne sind meist nur aus kleinen Hütten gekommen. Uns jedenfalls war wie einer eingeschlossenen Kampfgruppe, die endlich Luftversorgung erhält, die aufatmend feststellt, daß man sie noch nicht abgeschrieben hat.

Ein kriegsblinder Panzerfunker saß in irgendeinem feuchten Keller und webte einen Kissenbezug für seinen zu Tode verurteilten Kommandanten. Ein Doppelamputierter trennte sich von seinem Lieblingsbuch, und helfende Hände rührten sich in fernen Kontinenten.

Mußte der schwache Hoffnungsfunke nicht erneut aufflammen? Eine unsinnige Zeit begann ihren Sinn zu erhalten.

Wir waren durch ständige Prügel so trotzig und störrisch geworden, daß der Vereisungsprozeß fast nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte.

Nun spürten wir plötzlich wieder den beglückenden Atem warmer Frontkameradschaft, wurden gewahr, daß draußen nicht nur die Prämierung des Gemeinen und die Verächtlichmachung aller Werte galt.

Ein neues Verständnis für die Schwierigkeiten des Lebens vor den Toren begann, und aufhörte der Glaube, daß Landsberg der Mittelpunkt der Welt sei. Durch Druck und Gärung fanden wir zur Toleranz.

Und es mag wohl sein, daß darin der Gewinn der verlorenen Jahre liegt. Darin, daß wir erst bis in die schwer zugänglichen Bezirke der Selbsterkenntnis vordringen mußten, ehe wir die menschliche Unzulänglichkeit fanden. Daß wir auf schwere Weise lernen mußten, uns zu beneiden.

Nun kam uns in unserem Kampf um die Wahrheit und um das Wesentliche die Relativität erst ganz zum Bewußtsein, das Subjektive des Blickwinkels.

Nach harter Lehrzeit wurde aus Engstirnigkeit Gesamtschau, wir warfen die Scheuklappen ab.

Während das bisher Sinnlose unserer Leidenszeit sich solcherart fast unmerklich in Deutung und aufkeimende Erkenntnis umsetzte, ging auch draußen die große Wandlung vor sich, erhielt der große Opfergang unseres Volkes seine sichtbare Rechtfertigung.

Wo wäre heute das zerrissene Abendland ohne jene aus der Geschichte nicht mehr wegzudenkenden Deiche aus deutschen Leibern? Vom Kaukasus bis nach Finnmarken verläuft in weitem Zirkelschlag die Linie der abendländischen Gefechtsposten. Vertreter unseres gesamten Kulturkreises halten stumm die Wacht.

Und wenn ihre Grabhügel auch eingeebnet sind und viele Länder sich noch heute ihrer edelsten Söhne schämen, so ist es doch einzig dieser Avantgarde der Europaidee zu danken, wenn Dschingis Khans Erben ihre Panzer noch nicht am Atlantik in die Schwemme fahren.

Laßt uns ihretwegen den Groll begraben, Kameraden. Die Geschichte wird gerechter richten als blindwütige Zeitgenossen.

Die Gefahr ist so drohend und die Not so groß, daß niemand sich dem Ruf versagen darf.

Vergeßt nicht, daß in den Kadern der Waffen-SS die ersten Europäer gefallen sind, daß die Nachkriegserschlagenen zumeist aus unseren Reihen stammten und nur wegen ihres Glaubens an die Unteilbarkeit des Abendlandes zu Freiwild wurden.

Seid dieser Blutzeugen eingedenk. Bleibt nicht auf halbem Wege stehen. Der Europagedanke ist das einzige politische Ideal, für das zu kämpfen heute noch lohnt.

Nie waren wir seiner Verwirklichung näher. Packt die Lüge an der Gurgel, schlagt der Verleumdung ins Gesicht, helft den Nachbarn und der Kriegerwitwe.

Wenn jeder zu sich und den einfachen Werten zurückfindet, dem Egoismus abschwört, aus der Armut eine Ethik macht und sich erneut der Gemeinschaft verantwortlich fühlt, dann kriegen wir auch diesmal den Karren aus dem Dreck, sind die Dämme aufgerichtet, wenn die Sturmflut kommt.

Im Kriege galten unsere stolzen Divisionen als krisenfest. Den Gefängnisbütteln aller Länder sind wir durch Standhaftigkeit ein Begriff geworden.

Mögen unsere Kinder dereinst von uns sagen können, daß wir auch im Unglück nicht kleiner waren als unser Schicksal, daß wir selbst in der Diaspora den Sauerteig für Versöhnung und europäisches Denken abgaben.

Ich grüße alle, die im Kerker frei geblieben sind.

Joachim Peiper – nach der Entlassung aus der Festung Landsberg? (Bild: alchedron.com)

Dazu hier noch ein Blick in die andere Seelenverfassung eines „deutschen“ Exemplars der heutigen Zeit!

Gerd Ittner hatte ein kurzes Video geschaffen:

„Soldatengräber im Steigerwald“ https://youtu.be/3HV8R64MST4

Darunter fand er einen Kommentar vor:

„Die armen Jungen: Sie hätten Bier trinken können, schöne Mädchen schwängern und glücklich sein. Es war ihnen nicht vergönnt!“

Der Schreiber, „Frank Weberknecht“, ist mir [Gerd Ittner] … bekannt. Und selbstverständlich handelt es sich bei diesem Kommentar um Provokation. Um billige zumal.

Dem stellte ich [ebenfalls Gerd Ittner] das Folgende entgegen:

Dann wären Sie, wenn Sie so alt geworden wären, heute 93 und hätten ein aus materialistischer Sicht „erfülltes Leben“ hinter sich.

Doch zeichnet Deutsche dort, wo sie sich den Zugang zu ihrer Volksseele lebendig erhalten haben, etwas aus, das über dieses oberflächlich Materialistische hinausgeht.

Jene, deren Körper dort begraben sind, gaben ihr junges Leben für das Deutsche Volk – in der Hoffnung, das verhindern zu können, was nach 1945 an Verbrechen, an Niedertracht, Verleumdung, Lügen und Fremdherrschaft über Deutschland und das Deutsche Volk hereingebrochen ist.

Sie konnten es nicht verhindern. Doch haben sie mit ihrem Opfergang einen Kraftquell geschaffen für alle, die des Zugangs zu unserer Volksseele teilhaftig sind. In denen das Bewußtseins wacht, daß es, solange Deutsche die Haltung zeigen, welche jene gezeigt haben, trotz der heutigen Finsternis Hoffnung gibt für das Deutsche Volk –

solange nur wahre deutsche Herzen schlagen. Ein Herzschlag, der selbst noch und umso mächtiger aus Gräbern dringt und zu uns spricht. In der Sprache der Liebe zu unserem Deutschen Volk und Vaterland.

Nein, dort in der Erde einer Waldwiese im Steigerwald sind keine Körper von „Spaßgesellschaftlern“ zerfallen, wie alles Materielle schließlich zerfallen wird – dort west etwas Heiliges, das jeden ergreift, der von dem beseelt ist, was auch jene fünf dort Ruhenden beseelte …

Es sind die Gräber heiliger Helden unseres Volkes. Die leben, in uns. Und die immer leben werden, solange noch deutsche Herzen schlagen.

Die Herzen solcher, denen das Deutsche Volk und Vaterland mehr sind als ein Platz, an dem man „Spaß“ haben kann, in einer von Beliebigkeit und Oberfläch-lichkeit gekennzeichneten „Gesellschaft“ – statt Liebe und Zuneigung zu empfinden und wahrhaft zu leben in einem Volk und als ein Volk: unser Volk, unser liebes Deutsches Volk!

Gerd Ittner

Nürnberg, den 19. Januar 2020

100 Jahre Krieg gegen Deutschland und das Deutsche Volk

Das Reich Bismarcks schien für die Ewigkeit geschaffen und sich im Volkstum immer tiefer zu verankern,

schreibt

Erich Ludendorff

Erich Ludendorff

im 1. Band seiner Lebenserinnerungen und berichtet in seiner Schrift „Wie der Weltkrieg 1914 gemacht wurde“ vom

Plan, es wieder zu vernichten:

Am Jahrhunderttag der blutigen französischen Revolution von 1789,

die die Macht des absoluten Königtums brach, den Völkern den Parlamentarismus und den Juden die Gleichberechtigung brachte, wurde nach lange geleisteter Vorarbeit in Paris von jüdisch-freimaurerischer Seite auf einem großen

Freimaurerkongreß

die Revolutionierung der Völker und der Weltkrieg beschlossen. Dort fielen aus Freimaurermunde nach [ihm von Logenbrüdern zugänglich gemachten] Geheimquellen Worte, die um so mehr behalten werden müssen, als die Überstaatlichen ja vermeiden, „Dokumente“ der erkennenden Geschichteschreibung zu liefern:

„Wer wird der Welt zum Bewußtsein bringen, wie und durch welche Organe inmitten freier Völker die Volkssouveränität ausgeübt werden muß. Wer wird ihr immer wieder in Erinnerung rufen, daß für die wirkliche Emanzipation der Intelligenz [d.h. der Juden] die Erziehung der Massen die unentbehrliche Vorbedingung ist.

Die soziale Revolution ist es, welche unseren gemeinsamen Feind zu Fall bringen wird, wie sie alle Tyrannen Europas und der ganzen Welt untergräbt, ganz wie Heinrich Heine mit [jüdischem] Prophetenblick schon 1835 voraussagte:

 

Heinrich Heine (Bild: Preußen-Chronik)

„Ihr werdet demnächst bei unseren Nachbarn Zeuge eines Zusammenbruchs sein, in Vergleich mit welchem unsere [d.h. die jüdische von 1789] Revolution  nur ein Kinderspiel war.“

Der Tag wird kommen, an welchem bei den Völkern, die weder ein 18. Jahrhundert, noch 1789 hatten [wie Deutschland], die Monarchien und die Religionen zusammenstürzen. Dieser Tag ist nicht mehr fern …

Dann werden alle Großlogen und Groß-Oriente der ganzen Welt sich in einer Universalverbrüderung zusammenfinden. Die Spaltung und die Landesgrenzen … werden dann verschwunden sein …

… in unserem mit Dampf und Elektrizität arbeitenden Zeitalter wäre es leicht möglich, daß das Deutsche Volk einige Zwischenstufen übersprünge, um rascher ans Ziel zu gelangen.

Die Freimaurer werden sich ebensowenig einschüchtern lassen wie die Sozialisten.“

So ist es gekommen. Sozialisten taten in der ersten heißen Phase (Weltkrieg I) dieses lange geplanten und langandauernden Krieges gegen Deutschland alles, um den deutschen Kampf- und Siegwillen aufzuweichen.

Am 20. Oktober 1918 verkündete der „Vorwärts“, die Zeitschrift der deutschen Sozialdemokratie, klipp und klar seine Absichten:

Deutschland soll, das ist unser fester Wille, seine Kriegsflagge für immer streichen, ohne sie das letztemal siegreich heimgebracht zu haben.

Das hat die Linke geschafft. Es kam Versailles.

Ludendorff wußte, daß der sozialistische „Frieden“ fürchterlich werden würde, nur das Ausmaß der Ungeheuerlichkeit, mit dem die „Sieger“ Deutschland beraubten und das Deutsche Volk schindeten, hat er nicht für möglich gehalten.

 

Regimentsfeier ehemaliger “165er” in Goslar am 17. und 18. Juni 1922, vorn in der Mitte Ludendorff

Er unterstützte mit seiner Gegenwart das Wollen der Deutsch-Gebliebenen in allen Teilen Deutschlands und besonders Norddeutschlands.

Ich hielt das für eine Pflicht gegenüber dem sich gerade hier breitmachenden marxistischen Internationalismus, der jedes völkische Wollen und jede klare Überliefung aus der Vergangenheit ersticken wollte und alles, was früher Großes war, mit seinem Hohne traf.

Also schon damals erlebte man, was heute durch die Linke rasende Fahrt aufgenommen hat dem Ende Europas entgegen.

… diese Politik ging auf Weisung der Weltkapitalisten dahin, die Deutsche Wirtschaft zum völligen Verfall zu bringen. Dieser machte 1922 reißende Fortschritte.

Die Mark sank, ja, sie sank täglich. Es war selbst eine geordnete Privatwirtschaft überhaupt nicht mehr möglich, erst recht nicht eine geordnete Staatswirtschaft.

Frankreich und England machten sich zu Bütteln des Weltkapitals, um aus uns wirklich auch den letzten Besitz und die laufenden Einnahmen herauszupressen und sie in die Hand der Weltkapitalisten überzuführen …

Die Deutsche Regierung ließ Noten drucken und überschwemmte das Volk mit wertlosen Papierzeichen. Sie häufte Unrecht auf Unrecht und führte eine Enteignung des Deutschen Volkes im allergrößten Maßstabe durch.

Ungeheure Steuern wurden ausgeschrieben, aber rettende Maßnahmen nicht ergriffen …

Ein Leidensjahr von ungeheuerem Ausmaß war das Jahr 1922 für das Deutsche Volk und wurde das Jahr 1923, in dem sich der Verfall der Währung dauernd noch steigerte, bis ja bekanntlich die Mark gleich einer Billion Papiermark wurde.

Walter Rathenau (Bild: Wikipedia)

Diese Entwicklung entsprach auch Walter Rathenaus Wünschen und Vorhersagen,

der auf die Bolschewisierung Deutschlands durch die eingeleitete Enteignung des Deutschen Volkes und seine charakterlose „Intelligenz“ hoffte …

Er hatte sich und seine Mitläufer auch durch sein Wort verraten:

Es ist uns noch im letzten Augenblick gelungen, alle Schuld auf Ludendorff zu werfen.

Diese Art von „Visionären“ bestimmte, wer aus dem Blickfeld der Deutschen verschwinden sollte: die Großen des Volkes.

Von Ludendorff sollte sich das Volk abwenden. Das wurde mit beispielloser Hetze, mit Lügen und Verleumdungen und schließlich Totschweigen bewerkstelligt.

Ludendorff weiter:

Am 24.6.1922 trat nun ein Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung ein …

Walter Rathenau wurde erschossen.

… Mit ihm sank … ein gefährlicher Gegner der Weltansprüche des römischen Papstes ins Grab.

Es war damit eine entscheidende Wendung in der weltgeschichtlichen Entwicklung eingeleitet.

 

Papst Pius XI. (Bild: Wikipedia)

Der römische Papst und der ihm so ergebene Poincaré hatten freiere Bahn Deutschland gegenüber. Sie waren die Hauptgewinner an der Ermordung Rathenaus.

Schon am Tage des Mordes ging eine

… außerordentliche Aufpeitschung der … roten Internationale hervor, die in aller Welt, namentlich natürlich in Deutschland und vor allem in Berlin … anhob.

Und? Wer wurde – genau wie heute in solchen Fällen – für den Mord verantwortlich gemacht? Richtig:

Es begann nun eine unerhörte Hetze und ein unerhörtes Vorgehen gegen alles „Nationale“ und namentlich alles „Völkische“ und die nationalen und völkischen Verbände im Reiche.

Sie alle sollten aufgelöst werden und wurden auch … aufgelöst.

Auch Rom nutzte die Gelegenheit, alles zu beseitigen, was ihm unbequem war.

Raymond Poincaré (Bild: Wikipedia)

Rom trieb zur Zerstörung des Reiches eine separatistische Politik. Es wollte Bayern vom Reich abtrennen und mit Österreich vereinen.

Das war ganz im Sinne des französischen Ministerpräsidenten und Außenminister Raymond Poicaré, der noch weitergehen wollte:

Wir gehen ganz einfach – und ich fühle mich dabei sehr wohl – der dauernden Besetzung des linken Rheinufers entgegen.

Mir für meinen Teil würde es wehe tun, wenn Deutschland zahlte.

Dann müßten wir das Rheinland räumen, und so würden wir den Nutzen unserer Experimente verlieren, die wir unternehmen, um friedlich, aber mit der Waffe in der Hand, die Bevölkerung am Ufer des Grenzflusses zu erobern … und das einzige Mittel, den Vertrag von Versailles zu retten, besteht darin, es zu arrangieren, daß Deutschland ihn nicht halten kann.

Rom und Paris marschierten gemeinsam im Kampf um die Zerstörung des Deutschen Reiches. Die Franzosen schienen noch nicht zu ahnen, daß sie damit auch ihr eigenes Land und ganz Europa aufs Spiel setzten.

Mit schwerster Sorge konnte ich die Lage unseres Volkes betrachten, die nach wie vor von Rom wie von Paris, aber auch von Moskau aus aufs schwerste gefährdet war.

Die römische Gefahr blieb weniger aufdringlich. Viele Deutsche sahen sie nicht einmal oder wollten sie nicht sehen.

Auch das ist heute nicht viel anders.

Welchen Zuwachs die Macht Roms Ende Oktober 1922 in Italien erhalten sollte, war damals noch nicht zu übersehen.

 

Benito Mussolini (Bild: dhm.de)

Mussolini hatte, gestützt auf seine Schwarzhemden und, wie heute ersichtlich, getragen von der Gunst des Jesuitengenerals und des römischen Papstes … am 30.10.1922 die Herrschaft in Italien an sich gerissen …

Roms Politik in Deutschland trat nach ihrem Erfolge in Italien auch in Deutschland schärfer hervor und mit ihm die nun einmal bestehenden Gefahren der Weltherrschaftspläne des Jesuitengenerals und römischen Papstes …

Es kam zu Anfang 1923, wie von Poincaré gewünscht.

Ludendorff berichtet weiter:

Da Deutschland mit Lieferungen in Rückstand geblieben war, beschloß die französische Regierung am 5.1., das Ruhrgebiet zu besetzen …

… am 11. Januar marschierten 40 000 Mann Franzosen und Belgier in das Ruhrgebiet ein.

Ein Schrei der Entrüstung ging durch das ganze Deutsche Volk.

Sogar die sozialdemokratischen Führer waren klug genug, sich, wenn auch nicht allzulange, von der nationalen Welle tragen zu lassen, die im Deutschen Volke hochstieg …

Wo war Deutsches Ansehen in der Welt geblieben, daß Frankreich und Belgien es hatten wagen können, Deutsches Gebiet im Frieden zu besetzen!

Bei der Tannenbergfeier in Königsberg am 14. August 1921

In dieser verzweifelten Lage war das Volk tiefer als je gespalten. Ludendorff galt in freimaurerisch bzw. sozialistisch bestimmten Kreisen als „belastet“. Das heutige Totschlagwort „Nazi“ machte damals noch nicht allgemein die Runde.

Neben vielen Einladungen zu vaterländischen Feiern erhielt Ludendorff auch zur Tannenberg-Jahrfeier am 14. August 1921 eine Einladung nach Königsberg.

Ich folgte der Einladung auch gern. Mein Herz gehörte der Provinz.

Die Schlachten von Tannenberg und an den masurischen Seen und lange Feldzüge waren ja um die Erhaltung Ostpreußens geführt worden.

Mein bestes Können hatte ich für sie eingesetzt. Ich hatte auch die Not des Russeneinfalls in die Provinz miterlebt!

… am 23. abends war eine Vorfeier in der Stadthalle mit Fackelzug und Festkommers. Die Begrüßung, die mir zuteil wurde, war eine ungemein warme. Als ich in meiner Ansprache ausführte:

„Es mögen andere geschickter gewesen sein als ich, aber mit der Liebe zum Vaterlande nehme ich es mit allen auf“, umtoste mich donnernder Beifall, begeistert erklang das Preußen-Lied.

Bild: Studiengruppe Naturalismus

Nach mehreren Veranstaltungen erhielt er am 14.8.1921 seine 4. Ehrendoktor-Urkunde, diesmal vom Dekan der medizinischen Fakultät. Auf der steht zu lesen – und ich bringe das hier, um zu zeigen, wie weit damals das Deutsche Volk in seinem Urteil noch gesund war:

Dem Meister der Feldherrnkunst, dessen überragendes Können Gesundheit und Leben unzähliger deutscher Krieger vor den feindlichen Feuerschlünden gerettet;

Dem Befreier, der mit eiserner Hand unsere ostpreußische Heimaterde reingefegt von den plündernden und sengenden russischen Horden;

Dem Führer, dessen starker Arm den makellosen Ruhm der deutschen Waffen und den Glanz deutscher Kultur getragen hat von den Gestaden des atlantischen Ozeans bis in die Wüsten Arabiens;

Dem Helden, der das von einer Welt beutelüsterner Feinde umklammerte deutsche Volk mit den scharfen Schlägen seines unbesiegten Schwertes geschützt, bis es falschem Worte trauend, seine ungebrochene Wehr und seinen starken Führer fallen ließ;

Dem deutschen Manne, dessen Bild aus der Finsternis der Gegenwart hervorleuchtend uns den Glauben gibt an einen dermaleinstigen Retter und Rächer unseres Volkes.“

Indessen spitzte sich 1922/23 die Not des Deutschen Volkes dramatisch zu. Hunger und Kälte forderten, besonders unter den Kindern und Alten, Tausende Tote. 

Die sozialistische Internationale und Politiker wie Poincaré hatten ihr teuflisches Ziel erreicht.

Die ungeheure Not des Volkes, in der wir lebten, und das Nachdenken über die geschichtlichen Zusammenhänge ließen in mir die völkischen Anschauungen … sich festigen und sie nun auch immer schärfer vertreten.

Dabei näherte ich mich gefühlsmäßig auch den Richtungen, die völkisches Wollen betätigten. Das waren im Norden die Gruppen v. Graefe, Wulle, Henning, in München Herr Hitler, dem sich in Nürnberg Herr Streicher mit seiner Gruppe zunächst anschloß, dann unterstellte …

Meine Annäherung an diese als völkisch bezeichneten Gruppen wurde mir nun … verdacht.

… ich bekam zu hören, natürlich nur von hinten herum, daß es doch unverständlich sei, daß ich als ehemaliger Erster Generalquartiermeister mit dem außerordentlichen Wirkungsbereich und General mich so kleinen Gruppen anschlösse, die doch keine „Aussichten“ hätten; es wäre doch verfehlt, mit einem „Gefreiten“ – hier war Herr Hitler gemeint – zusammenzuwirken usw. usw.

Nun, ich bin auch damals allein die Wege gegangen, die ich für die Rettung des Volkes als die gegebenen erachtete. Ich nahm keine Rücksicht darauf, ob ich mir „schade“ oder „nutze“.

Ich habe nie „Ehrgeiz“ gehabt … Mein „Ehrgeiz“ war, dem Volke zu helfen.

Lesen Sie in der nächsten Folge vom Zusammengehen Ludendorffs mit Hitler und von seiner Trennung von ihm.

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