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Der Grund dafür, daß man Menschen
zum Schweigen bringt,
ist nicht, daß sie lügen,
sondern daß sie die Wahrheit sprechen.
Wenn Menschen lügen,
können ihre eigenen Worte
gegen sie verwendet werden.
Wenn sie die Wahrheit sprechen,
gibt es keine andere
Gegenmaßnahme als Gewalt.
Theodor Fontane

Wir sind ja einiges an Lug und Trug seitens Regie-rung und „Recht“-Sprechung in der BRD gewohnt. Jetzt bringt „Kettner Edelmetalle“ eine neue Variante des politischen Gesinnungsterrors in der BRD ans Licht – nur noch lachhaft, aber vielleicht wachen wieder weitere Teile unseres Deutschen Volkes an diesem Beispiel auf:

Gesinnungsprüfung im Öko-Stall:

Bioland drängt AfD-nahe Landwirte systematisch aus dem Verband 

Was nach einem düsteren Kapitel deutscher Vereinsgeschichte klingt, ist offenbar gelebte Praxis beim größten ökologischen Anbauver-band der Republik:

Bioland schließt gezielt Landwirte aus, die sich bei der AfD engagieren – und verweigert selbst einfachen Parteimitgliedern ohne jede Funktion die Aufnahme. Ein interner Leitfa-den, der nun an die Öffentlichkeit gelangt ist, legt die Mechanismen dieser politischen Säu-berungsaktion schonungslos offen.

Ein Leitfaden der Ausgrenzung

Das Dokument trägt den bezeichnenden Titel „Leitfaden zum Umgang mit der AfD“ und wurde bereits im Oktober 2024 an die haupt-amtlichen Mitarbeiter des Verbands ver-schickt.

Die Anweisungen darin lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Personen, die für die AfD eine Funktion ausübten, sollten nicht als Mitglieder aufgenommen werden.

Bei bestehenden Mitgliedern, deren AfD-Engagement bekannt werde, seien „Kündi-gungsmöglichkeiten zu klären“ – selbstver-ständlich in Absprache mit der Rechtsab-teilung. Man hat sich also juristisch abge-sichert, bevor man zur politischen Flurbereinigung schreitet.

Besonders perfide mutet dabei der Umgang mit einfachen AfD-Mitgliedern an, die kei-nerlei Funktion in der Partei bekleiden. Auch diese sollen dem Leitfaden zufolge nicht aufgenommen werden – allerdings mit dem ausdrücklichen Hinweis, daß die Ablehnung „ohne Begründung erfolgen“ müsse.

Man will also diskriminieren, aber bloß nicht dabei erwischt werden. Eine bemerkenswerte Kombination aus ideologischer Überzeugung und taktischer Feigheit.

Der Fall des bayerischen Öko-Bauern

Daß es sich hierbei nicht um graue Theorie handelt, zeigt der Fall des bayerischen Öko-Landwirts Matthias Kreiß. Dem Bauern wurde im Februar kurzfristig der Erzeugervertrag gekündigt – just nachdem er im Januar seine Bürgermeisterkandidatur für die AfD öffent-lich gemacht hatte.

Fortan darf er das begehrte Bioland-Logo nicht mehr für die Vermarktung seiner Pro-dukte nutzen. Für einen Landwirt, dessen gesamtes Geschäftsmodell auf der Bio-Zertifizierung aufbaut, kommt das einem wirtschaftlichen Todesurteil gleich.

Kreiß hatte von Anfang an politische Motive hinter der Kündigung vermutet. Der nun aufgetauchte interne Leitfaden gibt ihm auf erschreckende Weise Recht. Bioland selbst hüllt sich derweil in eisernes Schweigen.

Auf Nachfragen äußerte sich der Verband weder zum konkreten Fall noch zum Leit-faden. Wie viele weitere Landwirte bereits auf diese Weise aus dem Verband gedrängt wur-den, bleibt im Dunkeln.

„Vielfalt“ – aber nur die richtige

Die Ironie könnte kaum größer sein. Auf seiner Website wirbt Bioland großspurig mit seinem Engagement für „Vielfalt“ und posi-tioniert sich demonstrativ „gegen rechts“.

Gleichzeitig hat der Verband eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet, die Strategien gegen eine angebliche „rechtsextreme Einflußnahme“ in der Ökolandwirtschaft entwickeln soll. Der Leitfaden gegen AfD-Mitglieder scheint ein direktes Ergebnis dieser Bemühungen zu sein.

Man muß sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Verband, der sich Offenheit und Toleranz auf die Fahnen schreibt, betreibt im Hinterzimmer eine systematische Gesin-nungsprüfung seiner Mitglieder. Wer die falsche Partei wählt oder gar für sie kandi-diert, fliegt raus – ungeachtet der Qualität seiner landwirtschaftlichen Arbeit, unge-achtet seiner Verdienste um den ökologi-schen Landbau.

Das Bio-Siegel wird zum politischen Güte-siegel umfunktioniert.

Wenn Qualität der Gesinnung weichen muß

Dieser Vorgang wirft grundsätzliche Fragen auf, die weit über den Einzelfall hinausrei-chen. Darf ein Wirtschaftsverband, der fak-tisch eine Monopolstellung bei der Vermark-tung ökologischer Produkte innehat, seine Mitglieder nach politischen Kriterien selek-tieren?

Rechtlich mag die Vertragsfreiheit dem Verband einen gewissen Spielraum ein-räumen. Moralisch jedoch bewegt sich Bioland auf äußerst dünnem Eis.

Die AfD ist eine in Deutschland zugelassene Partei, die bei der letzten Bundestagswahl im Februar 2025 von Millionen Bürgern gewählt wurde.

Wer ihre Mitglieder und Sympathisanten systematisch aus dem Wirtschaftsleben drängt, betreibt nichts anderes als eine mo-derne Form der Berufsverbote – nur diesmal nicht vom Staat verordnet, sondern von selbsternannten Tugendwächtern in Bio-Verbänden durchgesetzt.

Es ist genau diese Art der gesellschaftlichen Ausgrenzung, die das politische Klima in Deutschland seit Jahren vergiftet. Statt sich mit den Argumenten der politischen Gegen-seite auseinanderzusetzen, greift man zur Keule des wirtschaftlichen Ausschlusses.

Wer so handelt, hat den demokratischen Diskurs längst aufgegeben – und verrät nebenbei auch die eigenen hehren Grund-sätze von Vielfalt und Toleranz.

Ein Symptom einer tieferen Krankheit

Der Fall Bioland ist dabei nur die Spitze eines Eisbergs. In ganz Deutschland mehren sich die Fälle, in denen Menschen wegen ihrer politischen Überzeugungen aus Vereinen, Verbänden und beruflichen Netzwerken ge-drängt werden.

Von der DLRG bis zu Sportvereinen – überall dort, wo sich eine bestimmte ideologische Kaste festgesetzt hat, werden Andersden-kende aussortiert.

Es ist eine schleichende Erosion der Mei-nungsfreiheit, die nicht vom Staat ausgeht, sondern von einer Zivilgesellschaft, die sich selbst für moralisch überlegen hält.

Für den Verbraucher stellt sich unterdessen eine ganz praktische Frage: Möchte man Produkte eines Verbands kaufen, der seine Mitglieder nach politischer Gesinnung und nicht nach der Qualität ihrer Arbeit beurteilt?

Wer echte Vielfalt schätzt, sollte vielleicht zweimal hinschauen, bevor er zum Bioland-Siegel greift. Denn offenbar steht dieses La-bel nicht mehr nur für ökologische Land-wirtschaft, sondern auch für ideologische Gleichschaltung.

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