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„Der Dank des Vaterlandes“

Erich Ludendorff 1924

Das Leben lehrt, auf Dank verzichten,
aber es gebietet, die Schuldigkeit zu tun.
Erich Ludendorff

Wenn man im Weltnetz nach der Ludendorff-Bewe–gung sucht, bekommt man die herablassendsten, gehässigsten Darstellungen zu lesen über den Feldherrn Erich Ludendorff und seine Frau Mathilde Ludendorff.

Es wird auch verraten, daß die Bewohner von Dorf-mark, wo die Ludendorff-Bewegung über 30 Jahre zu Ostern getagt hatte, die Auflage bekommen hatten, keine Ludendorffer mehr bei sich aufzunehmen. Bedauert wird, daß sich nicht alle Dorfmarker daran gehalten hätten!

Warum sollten sie auch? Hatten sie doch all die Jahre die friedlichen, freundlichen Ludendorffer erlebt. Doch nun sollte die linksextremistische Ideologie in Deutschland wieder verstärkt das Sagen bekommen. Der ist das Leben der Völker ein Dorn im Auge. Sie wollen die Weltrevolution und den Menschheits-Einheitsbrei.

Erich Ludendorff dagegen hatte sich im 1. Weltkrieg mit all seiner Geistes- und Willenskraft für das Überleben des Deutschen Volkes eingesetzt und führte diesen Einsatz nach dem Kriege mit der Feder fort, mit der er den Völkern ihre Erzfeinde enthüllte. So erlebte dieser Feldherr eine Hetze ohne gleichen gegen seine und seiner Frau Person.

Der Diener des Feldherrn Ludendorff im Kriege Rudolf Peters hat den Menschen Erich Ludendorff aus nächster Nähe erlebt von 1913 bis zur Ent-lassung Ludendorffs durch den Kaiser am 26.10.1918! In diesen 6 Jahren stand er dem Feldherrn treu – im Hintergrund helfend – zur Seite. Er berichtet:

Kurz vor Schluß des Krieges waren wir in Berlin, ich kann mich daran noch erinnern. Als Exzellenz spät vom Kaiser kam, ließ er mich rufen und sagte:

„Rudolf, Seine Majestät will mich nicht mehr haben. Ich werde schon für Sie sorgen,“

und dann mußte ich mit ihm noch ein Glas Wein trinken. Einige Tage später kam nun das Unglück. Auf der Straße wurden mir die Ko-karden und Achselklappen abgerissen, nun, was sollte ich machen? Wir wohnten in einer Pension. Dort kamen jeden Augenblick Soldaten hin:

„Wohnt hier Ludendorff?“

Da war er, der linksexstremistische Umsturz! Eine Hetze ohnegleichen ging von denen aus, die Karl Marx folgten, die sich einreden ließen, der Krieg sei durch den „preußischen Militarismus“ gemacht und die Soldaten für dessen Interesse im Krieg hinge-metzelt worden. Geschichtsklitterung, weiter nichts!

Den Krieg haben die verursacht, die hinter der gan-zen zerstörerischen Linksbewegung standen, die überstaatlichen weltmachtgierigen Mächte in der Freimaurerei und Rom.

Antifa-ähnlich machten sich heruntergekommene Scharen von aufgehetzten Hassern auf den Weg. Sie wußten nicht, was Ludendorffs Mitarbeiter aus eigenem Erleben wußten:

Wir liebten und verehrten General Ludendorff, weil wir aus seinen Gesprächen und aus sei-nen höflichen, wenn auch bestimmten Wün-schen herausmerkten, daß er ein menschlich-verstehendes Herz für alle seine Untergebe-nen hatte.

Selbst zu Zeiten höchster Anspannung und Krisen, in denen manchmal die Nerven bei uns zu zerspringen drohten, war Seine Ex-zellenz trotz seiner nicht beschreiblichen Arbeitsüberlastung wohl kurz angebunden, aber um etwas zu bitten oder nachher ein Danke zu sagen, vergaß er selten …

General Frhr. v. d. Busche-Ippenburg:

„Seit Ludendorff die Geschicke in der Hand hatte, dachte er nur daran, den Krieg zu beenden. Er war keineswegs verhärtet gegen die Leiden seines Volkes, er hatte ein weiches Herz und litt unter all den furchtbaren Opfern, die jeder Tag von uns forderte …“

… Seine Mitarbeiter und Untergebenen wissen das allein, nicht die Schwätzer und Verleumder, die gewissenlosen Vater-landsverräter, die gedankenlos ihre Schmähworte über den prachtvollsten Soldaten des Deutschen Heeres in das irregeführte Volk hineinwarfen oder nachplapperten!

Rudolf Peters, sein Bursche/Diener, erlebte in Ludendorff einen treuen Kameraden, dem auch er treu diente bis zum Ende des Krieges.

Peters schreibt:

Ich kann den Tod des Feldherrn noch nicht fassen, ich kann mich nicht hineinfinden. So nahe hielten der Feldherr und ich zusammen in allen großen und schweren Zeiten. Wenige Tage vor seinem Tode hat er mir vom Sterbe-lager aus noch das Geschenk für sein Paten-kind, meinen Sohn Erich, gesandt.

Eben war ich dabei, das Weihnachtpaket mit den Äpfeln wie jedes Jahr für ihn zu packen, denn wir … glaubten, es gehe nun aufwärts, da kam die furchtbare Nachricht von seinem Tode. Nie werde ich diese Stunde vergessen.

Nun sind seither zwei Monate vergangen, und noch hat sich nichts geändert. Immer wieder kommen Stunden, wo ich über seinen Tod nicht hinwegkomme. So auch heute Nach-mittag.

Ich habe mir einige seiner Briefe zur Hand genommen und lese sie immer wieder. Ich meine, dadurch wird es vielleicht etwas leichter. Es tut mir auch wohl, von der Ver-gangenheit zu erzählen. – 1914 ging ich mit nach Straßburg …

Dann brach der Weltkrieg aus. Wir fuhren von Straßburg nach Aachen. Von dort ging es über die Grenze nach Lüttich zu. Bei dem Handstreich auf Lüttich blieb ich zurück, hatte ihm aber noch alles schön zurecht ge-macht. Als ich ihm seinen Umhang reichte, sagte er zu mir:

„Rudolf, wenn ich nicht mehr zurück-komme, dann bestellen Sie an alle noch einen schönen Gruß.“

Dann verließ er uns, und wir mußten nun wieder nach Aachen zurück. Am nächsten Tage wurde schon erzählt, General Luden-dorff sei gefallen. Aber später kam es zum Glück anders heraus.

Die Ungewißheit war sehr schlimm. Er kam und kam nicht zurück. Eines Tages kam er dann endlich. Er sah so verändert aus, fast hätte ich ihn nicht erkannt.

Das erste, was er mir sagte, war:

„Rudolf, telephonieren Sie meinem Bruder, ich habe den Pour le mérite bekommen.“

… Mit Koblenz fing die schwere Zeit an, in der sich Exzellenz Jahre hindurch nur wenige Stunden des Nachts Ruhe gönnte.

Damals ging es über Hannover nach dem Osten. In Kowno wurde ich krank und habe lange im Lazarett gelegen. Exzellenz er-kundigte sich jeden Tag nach meinem Be-finden. So war er immer um mich besorgt in dem ganzen Kriege. Ja, die Kriegsjahre banden uns immer fester aneinander.

Was hat er alles in dem Kriege geleistet! Nie hätte ich geglaubt, daß selbst der größte Soldat eine solche Überlast schwerster Arbeit und großer Sorge immer und immer tragen könnte.

Und wie war er bei allem stets ein so gütiger Herr.

Bei alle seiner übermenschlichen Arbeit bei Tag und bei Nacht war er immer wie ein treu-er Kamerad zu mir und erkundigte sich auch immer wieder nach meinen Angehörigen in der Heimat. Immer war er um mich besorgt, und wenn er etwas Gutes hatte, sagte er:

„Rudolf, nehmen Sie sich aber auch was davon.“

In der Zeitschrift „Am heilige Quell Deutscher Kraft“ ist berichtet worden:

General Ludendorff kam zur Zeit der roten Herrschaft einmal nach Lüneburg, um dort einen öffentlichen Vortrag zu halten. Eine johlende und schimpfende Menge erwartete ihn vor dem Bahnhof. Ein Mann, der ganz nahe steht, wirft dem Feldherrn das Wort „Massenschlächter“ ins Gesicht.

Da faßt ihn Ludendorff fest ins Auge, wehrt seine Begleiter, die ihn schützend zurückhal-ten wollen, ab, geht gerade auf den Mann zu und herrscht ihn an: 

„Seh ich so aus?!“ 

Von allen Seiten haben die Umstehenden sich herangedrängt. Still wird es ringsum. Da packt den Zurufer innerlich sein Frontsolda-tentum: er reißt die Hacken zusammen und meldet in überzeugtem Ton:

„Nein, Exzellenz.“

Und Ludendorff gibt ihm die Hand. – Da ist der Betörungswahn ganz gebrochen. Die beiden schreiten nebeneinander her, der Arbeiter neben dem General, und die Menge folgt ihnen stumm und erschüttert in die Stadt.

Die Macht der Persönlichkeit und das Erkennen des Anderen als Deutschen bringt in Sekundenschnelle Ruhe und Friedfertigkeit in die Seelen.

In Sachsen wüteten die Roten am schlimm-sten. Sie waren, wie überall, … aufgehetzt und sollten die Revolution nach russischem Beispiel vollenden. In den Reihen der säch-sischen Arbeiter fanden die überstaatlichen Hetzer besonders willige Werkzeuge, darum hielt sich dort die Rotherrschaft mit am längsten. 

Kleine Wehrververbände hatten sich gebildet, die sich selbst noch nicht zugetraut hätten, das Leben des Feldherrn genügend zu schüt-zen, der immer wieder und allerorts durch seine Gegenwart und sein Wort die Seelen zum Deutschtum und zum Freiheitwillen zu wecken versuchte.

Gerade die Verfassung der sächsischen Be-völkerung, die die rohesten Worte brauchte über den „Bluthund, der zerrissen werden sollte“, dessen „Versammlungen man stürmen müsse, wenn er käme“, waren für ihn Veran-lassung, trotz aller Bedenken seiner Anhän-ger, den Plan einer Vortragsreise in Sachsen durchzuführen.

Dichtgedrängt hatten sich die Arbeiter in den Straßen und vor dem Versammlungslokal zusammengeballt und brüllten im Chor „Bluthund“. Der Anblick dieser verhetzten drohenden Volksmasse konnte schon Besorgnis erwecken.

Doch der Feldherr entstieg mit größter Ruhe dem Wagen, ging auf die johlende Volks-menge zu, faßte einen der Arbeiter scharf ins Auge und fragte zur Verblüffung aller, die aus Neugier plötzlich zu schreien aufhörten und sich herandrängten:

„Sie haben im Felde gedient. An welcher Front?“

Der Angesprochene stand stramm, grüßte soldatisch und machte eine eingehende Meldung.

„Da habt Ihr Euch wacker geschlagen“,

antwortete der Feldherr, 

„da habt Ihr gehandelt fürs Deutsche Volk, aber nicht geschrien wie jetzt!“

Allgemeines Schweigen, dann rief der Feldherr:

„Nun zeigt einmal alle, daß Ihr so schön stramm stehen könnt wie Euer Freund hier, und daß auch Ihr im Felde Euere Pflicht getan habt.“

Da wollte keiner fehlen, und der Feldherr schritt die Front der verhetzten Volksgenos-sen ab. Als er dann noch scherzend zu einem sagte, der einen weniger soldatischen Ein-druck macht, er schiene doch wohl nicht gedient zu habe, da hatte er die Lacher und die Herzen aller auf seiner Seite.

Keiner dachte mehr daran, den geplanten Überfall auf das Versammlungslokal durch-zuführen!

Dies einmal zum Hinsehen auf einen Mann, der seine gesamte Kraft für Deutschland eingesetzt hatte und einen „Dank des Vaterlandes“ erlebte, der jeden an-deren Menschen wohl zerbrochen, zumindest ver-bittert hätte. 

Ludendorff behielt seine Seelengröße bis ans Ende seines Lebens.

 

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