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In dieser Zeit einer angeblichen Pandemie und der dadurch gegebenen anscheinenden Bewegungslosigkeit im Politgeschehen sind viele Menschen in Spannung:

Wann und mit welchem Ergebnis endet das alles?

Unter den Skeptikern und Hoffnungsvollen fallen mir besonders Verehrer einer

„Lichtgestalt“

namens Adolf Hitler auf, nach dessen Wiederkunft sie sich sehnen, weil sie ihm zutrauen, das Deutsche Reich wieder aufzurichten.

Nach einer Lichtgestalt sehnt man sich in der Tat als Deutscher in dieser kulturellen Wüste, die von dem einstigen Reich eines überragend schöpferischen Volkes dank volksfremder zerstörerischer Einflüsse übriggeblieben ist.

Aber war der damalige Führer und Reichskanzler denn wirklich eine solche Lichtgestalt?

Von der unausgesetzten Hetze der Nachkriegszeit gegen ihn sehen wir hier sowieso ganz und gar ab. Hier möchte ich einmal an entscheidende seiner Äußerungen erinnern und sie Äußerungen seines bedeutenden Zeitgenossen und militärischen Fachmannes

Erich Ludendorff

gegenüberstellen.

Gert Sudholt hat in diesem Jahr 2020 das verdienstvolle Werk „Die Hitler-Testamente“ herausgegeben. Darin lesen wir in dem Kapitel „Ab wann hielt Hitler den Zweiten Weltkrieg für verloren?“:

„Ich habe immer Vabanque gespielt“,

antwortete Hitler Hermann Göring, als dieser ihn in den letzten Augusttagen 1939 aufforderte: „Hören Sie auf, Vabanque zu spielen.“

Der Führer des Deutschen Reiches und Volkes spielt Vabanque? Welche Selbstenthüllung! Doch es geht noch weiter.

Vom Schulschiff Schleswig-Holstein wird am 1. 9. 1939 mit schweren Schiffsgeschützen auf ein befestigtes Munitionslager Polens auf der Westerplatte gefeuert. (Bild: de.wikipedia.org)

Am 1. September 1939 „um 5:45 wird jetzt zurückgeschossen“, erklärte Hitler der Welt. War es dann so überraschend, was 2 Tage später auf uns zukam?

Der Führer im Gespräch mit Daladier; Mitte Legationsrat Schmidt, der Dolmetscher. 29-9-38
(Bild: Wikipedia)

Man schrieb den 3. September 1939. Kurz nach 9 Uhr morgens übersetzte der Chefdolmetscher Dr. Paul Schmidt Hitler in dessen Arbeitszimmer in der Neuen Reichskanzlei das auf 11 Uhr befristete englische Ultimatum.

In seinen Memoiren schreibt Schmidt:

„Wie versteinert saß  Hitler da, völlig still und regungslos. Nach einer Weile, die mir wie eine Ewigkeit vorkam, wandte er sich Ribbentrop zu, der wie erstarrt am Fenster stehengeblieben war.

,Was nun?‘ fragte Hitler seinen Außenminister.

Ribbentrop erwiderte mit leiser Stimme: ,Ich nehme an, daß die Franzosen uns in der nächsten Stunde ein gleichlautendes Ultimatum überreichen werden‘.“

2 Fragen:

1. Wußte Hitler nichts von der Garantieerklärung Englands und Frankreichs an Polen? Die hatten sie gegeben, wie uns gelehrt wird,

um sich der Loyalität dieses Verbündeten zu versichern und Adolf Hitler davon abzuhalten, die fortwährenden polnischen Provokationen mit Krieg zu beantworten. Hierdurch wurde Warschau ermutigt, seinen Konfrontations-kurs gegenüber Deutschland zu verschärfen. (Preußische Allgemeine v. 1.4.2019)

2. Wäre eine Grenzsicherung gegen die polnischen Provokationen nicht mit anderen Mitteln möglich gewesen als mit schweren Geschützen von einem Schlachtschiff aus, was denen in die Hände spielte, die einen Kriegsbeginn seitens Deutschlands herbeisehnten, um ihm dann die Schuld am Kriegsausbruch und an der geplanten Zerstörung Deutschlands und Teilen Europas zuzuschieben?

Vabanquespiel!

Sicher war sich Hitler bewußt, daß die deutschen Rüstungsanstrengungen der letzten Jahre keineswegs ausreichten, um den jetzt bevorstehenden Waffengang in einem jahrelangen Stellungskrieg erfolgreich zu bestreiten. (a.a.O., S. 46)

Wie konnte man dann nicht alles daransetzen, ihn wenigstens nicht selbst herbeizuführen? fragt man sich entsetzt als Deutsche.

Und eine 2. Tollheit erlaubte sich der tapfere Meldegänger des 1. Weltkrieges und Vabanque-Spieler des 2. Weltkrieges Hitler:

Nach den beiden gewonnenen „Blitzkriegen“ gegen Polen und Frankreich verlief zunächst der Krieg gegen England erfolgreich.

Er hätte beinahe in einer totalen Katastrophe für die Westalliierten geendet. (Schmidt a.a.O.)

Es war Hitler selbst, der dafür verantwortlich war, daß der Westfeldzug nicht zur völligen Vernichtung der englisch-französischen Armee führte. Als die deutschen Panzer aus der Südoffensive bei Abbeville ans Meer gelangten, schwenkten sie planmäßig nach Norden ein, erreichten am 23. Mai Boulogne und Calais – und griffen in Richtung Dünkirchen weiter an.

Der Verlauf von Fall Gelb vom 21. Mai bis zum 4. Juni 1940 (Bild: Wikipedia)

Die englischen und französischen Truppen wurden dadurch in einem Kessel von 50 km Breite und 80 km Tiefe zusammengedrängt und sahen ihrer Vernichtung entgegen.

Tags darauf erhielten die deutschen Panzerverbände jedoch den Befehl, den Angriff auf Dünkirchen einzustellen und in der Linie Graveline – St. Omer zu halten – 15 km vor Dünkirchen. Die deutschen Panzertruppen waren näher an Dünkirchen als die Masse der Engländer. (Liddell Hart, Basil Henry, Jetzt dürfen sie reden. Deutsche Generale des Zweiten Weltkriegs, Stuttgart 1950, S. 130)

Liddell Hart:

Seine Handlungsweise rettete die britischen Streitkräfte, als nichts anderes mehr sie hätte retten können. Dadurch konnten sie entkommen und sich der drohenden Invasion entgegenstellen.

So bewirkte Hitler seinen und Deutschlands Sturz fünf Jahre später.

Ja, fünf Jahre ging nun das Morden weiter. Es folgte am 22.6.1941 der „Präventivschlag“ gegen die Sowjetunion. Schon Ende November beliefen sich die deutschen Gesamtverluste der Ostfront auf 743 000 Mann.

Mit dem erwarteten 3. „Blitzkrieg“, dem gegen das Riesenreich der SU, wurde es ebenfalls nichts. Unsere Soldaten waren für einen Krieg, der sich länger und so auch in den Winter hinzog, nicht ausgerüstet. Ohne Winterkleidung gerieten sie in die russische Regen-und-Morastzeit und dann in die Schnee-und-Eis-Zeit des russenfreundlichen „Väterchen Frost“. Sie blieben mit all ihrem Gerät in Morast und Eis und Schnee stecken.

Heinz Guderian (Bild: Wikipedia)

Heinz Guderian, einer der fähigsten Panzergenerale, erinnert sich (Erinnerungen eines Soldaten, Heidelberg 1950, S. 234 ff):

Alle Anstrengungen und Opfer unserer braven Truppe waren umsonst gebracht. Wir hatten eine böse Niederlage erlitten, die sich in den nächsten Wochen durch die Starrheit der Obersten Führung verhängnisvoll auswirkte …

Weil er sah, daß der Oberste Befehlshaber der Wehrmacht Adolf Hitler offenbar keine Vorstellung von den Strapazen hatte, flog Guderian am 20. Dezember zu ihm nach Ostpreußen, um zu versuchen, ihn von der unhaltbaren Lage zu überzeugen und ihn um die Genehmigung für einen taktischen Rückzug zu bitten.

Hitler bestand jedoch auf seinem Haltebefehl. Es kam zu einem scharfen Wortwechsel. Guderian entgegenete: „Dann bedeutet dies den Untergang.“

Guderian

beobachtete nicht nur einen starren, ja feindseligen Blick seines Vorgesetzten, sondern mußte auch erkennen, daß Hitler sich gegenüber den Vorstellungen des erfahrenen und erfolgreichen Frontsoldaten völlig verschloß.

Die Schonung jedes einzelnen Soldaten, der wertvollsten Waffe jeder Armee, schien ihm zunehmend gleichgültig zu sein …

Guderian sagte daraufhin Hitler voraus:

Schon in diesem Winter werden wir durch eine solche Taktik die Blüte unseres Offizier- und Unteroffizierkorps und den für beide geeigneten Ersatz opfern, und dieses Opfer wird ohne Nutzen sein und außerdem unersetzlich.

Stalingrad 1942/43. Über 90 000 deutsche Soldaten gerieten in sowjetische Gefangenschaft. (Bild: a.a.O.)

Darauf Vabanque-Hitler – auf ein Nebengleis ausweichend:

Glauben Sie, die Grenadiere Friedrichs des Großen wären gerne gestorben? … Ich halte mich gleichfalls für berechtigt, von jedem deutschen Soldaten das Opfer seines Lebens zu fordern.

So verbot dieser selbsternannte, militärisch nicht ausgebildete „Größte Feldherr aller Zeiten“ („Gröfaz“) Rommel in Afrika und Paulus bei Stalingrad in jeweils hoffnungsloser Lage den Rückzug und befahl auszuhalten, d. h. ihren sinnlosen Tod zu erwarten. Hunderttausende deutscher Soldaten wurden auf diese sinnlose Weise geopfert.

General Rudolf Schmundt (Bild: GEOCITIES.ws)

General Rudolf Schmundt, der einzige Zeuge der Begegnung von Paulus mit Hitler berichtet (a.a.O., S. 58):

Der Führer hat ihn lange angeschaut. Dann ist er rot angelaufen. Ich verbiete jede Aufgabe! Haben Sie mich verstanden? Ich verbiete sie! Jeder Soldat, der sich dem Feind ergibt, ist ein Verräter. Krallen Sie sich in Ihren Stellungen fest. Kämpfen Sie bis zum letzten Atemzug. Und dann Sterben auf dem Schlachtfeld!

Ludendorffs Mahnungen und Einschätzungen

Reichspräsident von Hindenburg und Reichskanzler Adolf Hitler begeben sich im Auto zur Feier der Nationalen Arbeit in den Lustgarten. 1933 (Bild: Bundesarchiv)

Als Hindenburg damals am 30. Januar 1933 Hitler zum Reichskanzler ernannt hatte, schrieb ihm Ludendorff jenes Telegramm, dessen Echtheit zwar bezweifelt wird, aber Ludendorffs Einschätzung der Person Hitlers voll und ganz entspricht (siehe Forschungsergebnisse):

Sie haben durch die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler einem der größten Demagogen aller Zeiten unser heiliges deutsches Vaterland ausgeliefert. Ich prophezeie Ihnen feierlich, daß dieser unselige Mann unser Reich in den Abgrund stoßen, unsere Nation in unfaßliches Elend bringen wird, und kommende Geschlechter werden Sie verfluchen in Ihrem Grabe, daß Sie das getan haben.

Seit 1924 hatte es Bemühungen Erich Ludendorffs – auch Mathilde Ludendorffs – gegeben, Hitler mäßigend zu beeinflussen. Es gelang nicht. Die Wege trennten sich.

Hitler suchte Anschluß sowohl an das faschistische wie das vatikanische Rom.

Ludendorff 1930 in „Weltkrieg droht auf deutschem Boden“:

Die Gefahr solchen Bündnisses ist nach dem Anschwellen der faschistischen Bewegung in Deutschland und bei ihrem vermutlichen auch weiteren Anwachsen riesengroß. Sie ist kaum mehr abzuwenden.

Schwatzen doch die Nationalsozialisten und alle „nationalen“ Bünde und die „nationale“ Presse dem Volke von Mussolini und dem Faschismus vor, pilgern doch „nationale“ Deutsche zu ihm und suggerieren dem Volke, daß das Bündnis mit Italien uns aus der Erfüllungspolitik und von dem Versailler Diktat befreit.

Sie verraten dem Volke nicht, daß es schnurstracks in seinen Untergang, d. h. in einen neuen Weltkrieg auf Deutschem Boden geführt wird …

Der Führer des Faschismus in Deutschland, Herr Hitler, tritt seit Jahren für das Bündnis ein. Er hat schon im Jahre 1929 in seinem „Illustrierten Beobachter“ ausgesprochen und wird es schon jetzt, oder wie er wohl hofft, nach der nächsten Reichstagswahl verwirklichen:

„Weil Italien Frankreichs kommender Feind sein wird, muß er unser kommender Verbündeter sein … Daß Italien zu einer Verständigung mit seiner Staatskirche gekommen ist, kann uns einmal auf den Schlachtfeldern von Nutzen sein.“ (Hitler)

Auf diesen Schlachtfeldern, die unter der Schirmherrschaft der römischen Kirche auf Deutschem Boden liegen werden, wird … das deutsche Volk und die Deutsche Heimat zermalmt und zertreten werden …

Daß das drohende Verhängnis nicht gewollt, sondern aus Unfähigkeit, militärisch zu denken, herbeigeführt wird, ist für das kommende Geschehen ganz gleich.

Unfähigkeit zum militärischen Denken ist bei den sogenannten großen „Politikern“ weit häufiger, als man annimmt. Militärische Dummheit einer Kriegspolitik kann leider niemals ein Beweis dafür sein, daß ihre Förderung oder Herbeiführung unmöglich ist.

Genau so wie ich 1912 den Weltkrieg kommen sah, der 1914 ausbrach, so sehe ich den zweiten Weltkrieg mit Riesenschritten nahen, einen Weltkrieg, der alle europäischen Völker und Staaten in die Vernichtung zieht.

Erich Ludendorff 1937 (Bild: Studiengruppe Naturalismus)

In seinem Todesjahr ließ sich Ludendorff am 30.3.1937 noch einmal herbei, um in München mit Hitler zu reden und ihn zu warnen:

Wenn Sie nicht das Unheil heraufbeschwören, einen Krieg anzufangen – der sich sehr bald zu einem Weltkrieg ausweiten wird, und das wird jeder Krieg – dann können Sie noch manches erreichen …

Ich warne Sie aber sehr ernst davor, einen Krieg zu beginnen.

Wir müssen uns überhaupt aus jeder kriegerischen Verwicklung heraushalten.

Nur ein Verteidigungskrieg kommt für Deutschland in Frage, sonst nur strikte Neutralität …

Nach allem, was ich über den Aufbau der neuen Wehrmacht erfuhr, wird Ihnen zu Beginn des Krieges großer Erfolg sicher sein. Es mag sogar sein, daß Sie bis vor Kairo und Indien kommen. Der weitere Krieg wird aber zur völligen Niederlage führen. Die Vereinigten Staaten werden diesmal in noch ganz anderem Ausmaß eingreifen, und Deutschland wird schließlich vernichtet.

Darauf Hitler, der bereits eineinhalb Jahre später, am 5.11.1938, seine Kriegspläne vor Generälen und dem Außenminister offenlegte:

Ich bin weit davon entfernt, an einen Krieg zu denken. Als Frontsoldat des Weltkrieges will ich meinem Volk den Frieden erhalten. Aber die Demokratien sind morsch. Ich werde meine Ziele ohne Krieg erreichen.

Ludendorff:

Ich glaube Ihnen nicht, Herr Hitler!

Nach seiner Rückkehr nach Tutzing sagte Ludendorff zu seiner Frau, Mathilde Ludendorff:

Es ist alles vergebens, dieser Mann wird Deutschland ins Unglück stürzen.

Immer deutlicher hatte der neue Staat sein wahres Gesicht gezeigt, und Ludendorff schreibt im Leitartikel der „Ludendorffs Volkswarte“, Folge 12 vom 26. März 1933, „Revolution in Deutschland“:

Wie stellt sich die nationalsozialistische Revolution zum Recht? Das ist ein Kapitel von ernstestem Inhalt, namentlich dann, wenn das Recht sich auf die Aufhebung von den einfachsten Verfassungsgrundsätzen stützt. (…) Wie steht es mit der Inhaftierung von 80.000 bis 100.000 Kommunisten usw. und den Ausführungen des Ministers Göring (…):

Die Polizei sei nicht dazu da, 80.000 bis 100.000 Verbrecher in den Gefängnissen sorgsam zu behüten. Hier müsse eine falsche Humanität abgelöst werden durch das, was notwendig sei, wenn es auch hart erscheine.

Was soll hiermit in Aussicht gestellt werden? Das Volk harrt der Erklärung!

… Das Rechtsempfinden des Volkes, namentlich des Deutschen Volkes, ist ein tiefes. Das sollte eine Revolution in Deutschen Landen recht sehr berücksichtigen. Das Deutsche Volk lehnt Gewaltakte ab, selbst wenn sie den Mantel des Rechts tragen. Es will auf dem Gebiete des Rechts gleiche Behandlung aller Volksgeschwister. Es lechzt nach Wahrheit und hofft auf Beseitigung der Mißstände durch Wahrheit und Aufklärung.

Dies schrieb Ludendorff, als die Errichtung von Konzentrationslagern in weiten Teilen Deutschlands begann, wohin er selbst bei seiner unerschrockenen Offenheit hätte verbracht werden können. In seinen Lebenserinnerungen schreibt er:

Ich hätte solche Rohheiten in Deutschland nicht für möglich gehalten. (…) Ich hatte Gelegenheit, auch in „Ludendorffs Volkswarte“ immer klarer auf solches rechtswidriges, rohes Handeln hinzuweisen.

Die Erbitterung steigerte sich dadurch gegen mich und „Ludendorffs Volkswarte“; ich schrieb auch klar und deutlich hierüber an den Reichspräsi-denten und machte ihn für solch ungeheuerliches Geschehen vor der Geschichte verantwortlich.

Ich führte dabei aus, daß seine Geschichtsschreiber dereinst nicht sagen könnten, er habe von der gesetzwidrigen und unmenschlichen Behandlung deutscher Volksgeschwister nichts gewußt. Ich erhielt natürlich keine Antwort.

Später wurde ich von der Geheimen Staatspolizei gewarnt, ich möchte nicht mehr an den Reichspräsidenten schreiben: er fordere meine Überführung in irgendein Konzentrationslager wegen des Tons dieser Briefe. Ich hatte keinen Anlaß, an der Wahrheit dieser gutgemeinten Mitteilung irgendwie zu zweifeln.  

Dieser Verräter Hindenburg, der seinen Ruhm den Leistungen Ludendorffs verdankte, scheute sich also nicht, für ihn das KZ ins Auge zu fassen!

Soviel zur „Lichtgestalt“ Adolf Hitler!

Soviel wieder einmal zur wahren Lichtgestalt Erich Ludendorff!

Achtung: Blauäugigkeit!

Blauäugigkeit wirft man mir vor.

Sehr zu recht:

Erstens hab ich blaue Augen, zweitens bin ich – und das soll Blauäugigkeit ja besagen – von Geburt an sprichwörtlich deutsch leichtgläubig.

Und nun glaube ich doch tatsächlich, wir stünden zur Zeit dieser merkwürdigen Pandemie an einer grundlegenden Wende des politischen Geschehens, und das weltweit!

Wie kann man nach all den Jahrhunderten und besonders des letzten Jahrhunderts schlimmster völkermörderischer Politik noch an eine Wende zum Guten glauben, zum Guten, das darin liegt, daß sich die Denkenden unter uns des Widernatürlichen der derzeitigen – aber in Wirklichkeit 2000-jährigen abrahamitischen – Weltmachtpolitik klar werden, weil sie

sich der heilenden Vorgaben von Mutter Natur bewußt werden!

Doch es gibt auch die anderen Blauäugigen unter uns Deutschen. Sie hängen Abend für Abend an der Glotze und lesen die Tageszeitung. Sie sagen mir: „Wir bewundern die Bundesregierung, wie sie jetzt in Zeiten der Pandemie für uns handelt.“

Diese Blauäugigen stellen eine große Gefahr für eine bessere Zukunft dar. Oder vielleicht doch nicht, wenn die Sender und die Presse in die Hand der Besseren käme? Denn auch von denen würden sie sich dann ja möglicherweise ebenfalls, und zwar sofort, wieder beeinflussen lassen. Und wir können dann

das große Umwenden ihrer Mäntel nach der neuen Windrichtung erleben.

Nun gibt es aber auch diejenigen Deutschen, die über ein tiefes Wissen über die überstaatlichen Hintergrundmächte, Trump nennt sie den Deep State, verfügen und an nichts Gutes, nichts vor dem Untergang Rettendes mehr glauben können. 

Manch einer dieser Denkenden hofft auf eine Wende zum Guten in ferner, ferner Zukunft, aber doch nicht schon jetzt!

Wer die Wende im jetzigen Zeitraum unserer Geschichte kommen zu sehen glaubt, der muß vor soviel Blauäugigkeit gewarnt werden, denn der kann ja nur einem Wunschdenken erliegen, so als ob er eine solche Wende zu gern noch selbst miterleben würde.

Nun mal abgesehen von jedwedem Wunschdenken: Schauen wir uns die Zeichen an, die Putin und Trump der Welt gegeben haben, und fragen wir uns, ob die so gemeint sein können, wie sie ausgesendet wurden!

Als Putin 2000 an die Macht kam, machte er den Oligarchen klar, daß ab jetzt die Gesetze an der Macht seien.

Die Macht der Oligarchen war zerbrochen, und Rußland erholte sich schlagartig, 2006 war es schuldenfrei, und Putin hatte längst die Liebe seines Volkes gewonnen.

Wir wollen nicht vergessen, wer bei den Russen die grauenhafte Revolution und den Bolschewismus herbeigeführt hat und warum wir Deutsche und Russen aufeinander gehetzt wurden. Wir wollen und können auch nicht vergessen die asiatisch-russische Rote-Armee-Soldateska, von Ilja Ehrenburg aufgehetzt, die unser Volk, vor allem Frauen und Kinder am Kriegsende 1945 im Deutschen Osten grauenhaft traumatisiert und zu Hunderttausenden ermordet hat.

Dennoch: die Russen sind geschichtlich als unsere Partner nicht wegzudenken:

1813 besiegten wir gemeinsam mit ihnen Napoleon. Bismarck erzielte eine geschickte Bündnispolitik mit Rußland.

So denkt auch

Putin.

In seiner Rede 2001 vor dem deutschen Bundestag sagte er:

Rußland hegte gegenüber Deutschland immer besondere Gefühle. Wir haben Ihr Land immer als ein bedeutendes Zentrum der europäischen und der Weltkultur behandelt, für deren Entwicklung auch Rußland viel geleistet hat. Kultur hat nie Grenzen gekannt. Kultur war immer unser gemeinsames Gut und hat die Völker verbunden.

… Die russisch-deutschen Beziehungen sind ebenso alt wie unsere Länder. Germanen erschienen Ende des ersten Jahrhunderts in Rußland. Am Ende des 19. Jahrhunderts bildeten die Deutschen in Rußland die neuntgrößte Minderheit.

Aber nicht nur die Zahl ist wichtig, sondern natürlich auch die Rolle, die diese Menschen in der Entwicklung des Landes und im deutsch-russischen Verhältnis gespielt haben:

Das waren Bauern, Kaufleute, die Intelligenz, das Militär und die Politiker. Zwischen Rußland und Amerika liegen Ozeane. Zwischen Rußland und Deutschland liegt die große Geschichte.

Es ist wichtig, diese Geschichte richtig zu deuten. Wie ein guter westlicher Nachbar verkörperte Deutschland für Russen oft Europa, die europäische Kultur, das technische Denkvermögen und kaufmännisches Geschick. Nicht zufällig wurden früher alle Europäer in Rußland Deutsche genannt …

So spricht ein Völkerfreund! Wer wollte das leugnen!

Über seine Meinung über das verbrecherische US-System der Weltmachtgier und Völkervernichtung läßt er niemand im Unklaren:

Wir müssen wegkommen davon, daß jemand sich die ganze Welt unter den Nagel reißen will.

Nach Brzezinski sind die USA die einzige Weltmacht und sollen es bleiben.

Diesem seelenlosen Geostrategen sind alle Mittel recht zum Machterhalt der USA-„Eliten“. Nach der Schwächung Europas wollte er nun die Schwächung Rußlands.

Eine deutliche Sprache sprechen Maßnahmen von Trumps Vorgängern: die Einkreisung Rußlands mit Vernichtungswaffen, die wirtschaftsschädigenden Sanktionen, die US-gesteuerten Aufstände in der Ukraine.

Nach ihrem Abfall von Rußland sollte die Ukraine ein Bollwerk sein zwischen Rußland und Europa.

Nichts fürchten diese Geostrategen mehr als eine Hinwendung Europas zum Osten. Durch die dadurch entstehende Großmacht wäre die Vorherrschaft der USA-„Eliten“ gefährdet.

In seinem Buch „Wer beherrscht die Welt“ schreibt Orzechowski 2019:

Der Imperator wankt, aber er fällt noch nicht. Schon lockern und lösen sich seine bisherigen Allianzen. Aber was noch wichtig ist:

Teile der Wirtschaft und des Kapitals flüchten vom zusammenbrechenden westlichen in den östlich aufblühenden Geldkreislauf. Sie glauben, daß es jetzt Zeit ist, sich mit den beiden Konkurrenten China und Rußland zusammenzusetzen …

Die Anhänger der althergebrachten globalen Dominanz der „einzigen Weltmacht“ … haben erkannt: Das eurasische Seidenstraßenprojekt ist die größte Herausforderung in der Geschichte der bisherigen Weltmacht.

Es basiert im Unterschied zum transatlantischen Weltimperium auf Interessensausgleich und nicht auf seinem Finanzsystem. Es will nicht die Kulturen verschmelzen … Es will eine multipolare Welt.“

Auch Putin sagt a.a.O.:

Die Eurasische Wirtschaftsunion ist ein Projekt zum Erhalt der Identitäten der Völker.

Trump

hat am 24. September 2019 seine aufsehenerregende Rede vor der UNO-Vollversammlung gehalten und den Vertretern der Nationen zugerufen:

… jede in diesem Saal vertretene Nation (hat) ihre wertvolle Geschichte, Kultur und Tradition, die es wert ist, verteidigt und gefeiert zu werden, und die uns unser einzigartiges Potential und unsere Stärke verleiht.

Die freie Welt muß ihre nationalen Grundlagen annehmen. Es darf nicht versucht werden, sie zu löschen oder zu ersetzen.

Bild: Volldraht

Man könnte fast meinen, er spricht zur von ihm verachteten Merkel und ihrem zerstörerischen Hintergrund, dem Deep State. Und er sagte:

  • Wenn du Freiheit willst, sei stolz auf dein Land.

  • Wenn du Demokratie willst, behalte deine Souveränität.

  • Und wenn du Frieden willst, dann liebe deine Nation.

  • Die Zukunft gehört nicht den Globalisten. Die Zukunft gehört den Patrioten.

Die Zukunft gehört souveränen und unabhängigen Nationen, die ihre Bürger schützen, ihre Nachbarn respektieren und die Unterschiede ehren, die jedes Land besonders und einzigartig machen…

Trump geht es – wie man sieht – um alle Völker der Erde. Die  „schlechte Presse“, die ihm der „westliche Mainstream“ zukommen läßt, weil sie ihn fürchten muß, spricht für ihn – ganz wie sie für den Völkerfreund Putin spricht.

Man könnte meinen, in Trumps Rede Mathilde Ludendorff zu hören, die den göttlichen Willen zur Mannigfaltigkeit in der Schöpfung und so auch in den Völkern und ihren Kulturen erkennt und verwirklicht sehen möchte.

In ihrem Kampf zur Aufklärung der Völker über die völkermörderischen Bibelmächte schrieb  sie in ihren Lebenserinnerungen Band 4, S. 69:

Nicht ein Volk kann sich allein aus jüdischen oder anderen religiösen oder politischen Weltherrschaftszielen befreien. Nur die Völker der Erde können dies gemeinsam tun.

Der Weg ist weit und lang. Er muß frei von jeden Gewaltmitteln beschritten werden, und alle Völker der Erde müssen zuvor gründlich aufgeklärt werden.

Nun wird die Reihenfolge wahrscheinlich umgekehrt gehen: Zuerst muß der „Deep State“ abgeräumt und die Propaganda in die Hände der Befreier – diesmal der echten – genommen sein, dann kann und muß die gründliche Aufklärung losgehen.

Gründlich heißt in diesem Falle u.a. die Aufklärung über den „Gott“ Jahweh, der seinem auserwählten Volk die Weltherrschaft verheißt wie z. B. im Bibelvers 5. Moses 7,6:

Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott, Dich hat der HERR, dein Gott erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind.

Dieser Weg wird in der Tat ein langer sein. Ich, die Blauäugige, freue mich, daß wir zumindest an seinem Anfang, am Start, zu stehen scheinen. Denn:

Die zunächst als Manöver getarnte Aktion Defender2020 heißt jetzt wohl zutreffender und offen

SHAEF = Oberstes Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte.

Man sieht bereits Bundeswehrsoldaten, ja -generale, mit dem Shaef-Abzeichen an der Uniform.

Alles spricht dafür, daß der Völkerfreund Trump sein Militär gemeinsam mit der Bundeswehr zu einem kurz bevorstehenden Wandel der bisherigen Verhältnisse Deutschlands nach Mitteleuropa überführt hat:

  • Die USA sind bis heute Besatzungsmacht unseres seit 1945 nichtsouveränen Deutschland.

  • Trumps Vorgänger haben uns 75 Jahre lang einen Friedensvertrag vorenthalten.

  • Trump will freie Völker.

  • Er will Deutschland in die Freiheit entlassen.

  • Sein Militär soll die dazu notwendigen Schritte überwachen und durchsetzen.

Der andere Völkerfreund, Putin, fühlt sich durch den Shaef-Aufmarsch offenbar nicht bedroht. Er soll mit einigen Batallionen seiner Militärmacht in Italien stehen!

Blauäugigkeit? – Schau ma ma.

“Demokratie-Abgabe”

Durch das 2019 vom Eichborn-Verlag herausgegebene Buch der beiden sympathischen jungen Männer Marc Friedrich & Matthias Weik „Der größte Crash aller Zeiten“ erfahren wir viel wichtiges Neues, unter anderem Näheres über die „Demokratie-Abgabe“ des Fernsehdirektors

Wahlabend Sachsen 2019 (Bild: Wikipdia)

Jörg Schönenborn.

Mit diesem Begriff meint er die Zwangsgebühren der GEZ. Weitere anschauliche Beispiele Orwell’scher Sprachregelung der heutigen Medienherren hätten von Orwells „Wahrheitsministerium“ ausgegangen sein können:

  • Zur Finanzierung von ARD und ZDF gibt es den Rundfunkbeitragsstaatsvertrag und den Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag. Von welchem Staat ist hier die Rede? Ein deutscher Staat kann nicht gemeint sein, denn den gibt es derzeit nicht.

  • Gegründet wurden beide Sender von der Politik und sind von ihr abhängig. „Im Fernsehrat des ZDF“ sitzen „Politiker aller großen Parteien. Auch in den Rundfunkräten bei den Landesanstalten der ARD tummeln sich zahlreiche Politiker.“

  • „… über die Höhe ihrer Finanzierung bestimmt die Ministerpräsidentenkonferenz, und die Landesparlamente müssen zustimmen.“

Wie demokratisch also geht es zu in einem Nicht-Staat mit angeblich vorhandener Gewaltenteilung, dessen 4. Gewalt mit der Exekutive verquickt ist?

  • „Beim Eintreiben des Rundfunkbeitrages versteht der Beitragsservice keinen Spaß, und es kann ihm auch keiner entgehen. Die Daten der Beitragszahler erhält er sogar von den Einwohnermeldeämtern und gleicht sie dann mit seinen eigenen Datensätzen ab … Wenn Sie nicht zahlen, kommt nach zahlreichen Mahnungen und Drohungen der Gerichtsvollzieher

  • Es gibt wohl keine Institution, die mehr Zwangsvollstreckungen in Auftrag gibt … als der Beitragsservice.“

  • Ein Service – für wen? Fürs Volk ja nicht, sondern für den Erhalt der politischen Propaganda-Sprachrohre!

  • Getreu seinem Motto ,Guter Service für die Beitragszahler/-innen‘ hat der Beitragsservice in den letzten 5 Jahren 6,33 Millionen Zwangsvollstreckungen in Auftrag gegeben.“

„Was die Wenigsten wissen: Das Landesgericht in Tübingen hat 2016 entschieden, daß der Beitragsservice keine Zwangsvollstreckungen, wie etwa der Staat, durchführen darf, denn die Rundfunkanstalten sind Unternehmen und keine Staatsbehörden.

In der Tat wirkt es für den Laien merkwürdig, daß die Öffentlich-Rechtlichen einerseits Staatsferne und Unabhängigkeit propagieren, wenn es dann aber

ums liebe Geld

geht, die Vorteile einer Staatsbehörde für sich beanspruchen.“

„Während die allgemeinen Verbraucherpreise von 1995 bis Ende 2018 um knapp 36 Prozent zugelegt haben, kletterten die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag um gut 70 Prozent.“

Gierig wie die Hyänen sind die Polit-Propagandisten mit 8 Milliarden Euro jährlich nicht zufrieden. „Die ARD will 1,84 Milliarden Euro mehr, das ZDF fordert 1,06 Milliarden Euro und Deutschlandradio 104 Millionen Euro mehr. Das wären jährlich 750 Millionen Euro mehr, was einem Aufschlag von über 9 Prozent entspricht.“

Soviel zur Demokratie-Abgabe! Spannend auch die Gehälter der Macher:

  • Tom Buhrow (WDR) 399.000 Euro im Jahr

  • Ulrich Wilhelm (BR) 367.000 Euro im Jahr

Bundeskanzlerin Angela Merkel erhält dagegen „nur“ 350.000 Euro Bruttojahresgehalt (von dem Volk, das sie gerade zerstört!). Man sieht die Wichtigkeitskurve!

Nun ist das Schöne:

Wenn es ein Regime so weit treibt wie das heutige der BRD, wachen selbst Tiefschlafende auf. Nicht nur in der AfD schwillt der rechte Flügel gewaltig an, auch im gesamten Deutschen Volk ist – von ARD-ZDF-Presse geflissentlich verschwiegen – das Wachsen der Gegnerschaft unübersehbar.

Doch dagegen scheint mir schon die neueste Pandemie als Mittel in Stellung gebracht!

Schäuble bei Phönix 2013

In einem Video tönt Wolfgang Schäuble (angeblich Meister vom Stuhl der Urloge „Der Ring“) verräterisch: https://www.youtube.com/watch?v=9GcER4g5cSc&feature=youtu.be

Bei der Globalisierung brauchen wir übrigens andere Formen von internationaler Governmance als der Nationalstaat – vor 100 Jahren in seinen Regelungsmonopolen an seine Grenzen gestoßen.

Heute schaffen wir das ziemlich mühsam, aber nicht so hoffnungslos. Lernen können wir aus unseren Fehlern und Irrtümern. Deswegen:

Ich bin bei allen Krisenzuspitzungen im Grunde entspannt. Weil, wenn die Krise größer wird, werden die Fähigkeiten, Veränderungen durchzusetzen, größer.

Passend dazu soll David Rockefeller gesagt haben (wer kennt die Quelle?):

Alles, was wir brauchen, ist eine richtig große Krise, und die Nationen werden die Neue Welt-Ordnung akzeptieren.

Die Pandemie-Propaganda der NGO-Weltverschwörer könnte sich allerdings als letzter Selbst-Rettungs-Versuch herausstellen.

Denn Trumps Manöver Defender 2020 könnte demnächst die ganze Verschwörung auffliegen lassen und die Völker retten. Bleiben wir wachsam!

Bodo Ramelow verweigert Björn Höcke den Handschlag (Bild: Focus)

Die heutige linksfaschistische Systempresse hat entschieden: Ramelow, der Linke, ist der Demokrat.

Und er hat lt. System-Propaganda sogar noch recht, dem Mann der verteufelten AfD Björn Höcke den Handschlag zu verweigern. Höcke wollte als wirklicher Demokrat seinem politischen Gegner zu dessen Wahlsieg gratulieren. Damit zollt er dem Willen der Wählermehrheit seine Achtung.

Die entgegengesetzte Propaganda der Systemmedien wird diese weitere der selbstdenkenden Bezieher kosten.

Für die linken Einpeitscher ihres globalen, völkervernichtenden Planes gibt es nur einen Feind: die Freunde der Völkervielfalt. Denen gegenüber kennt der Linksextremist Thomas P. M. Barnett nur eins:

„Kill them!“

Linksfaschisten haben – wie sie meinen – Wahrheit und Moral für sich gepachtet. Sie sind die Guten. Sie haben nicht nötig, Andersdenkenden im Parlament auch nur zuzuhören. Die TAZ v. 14.11.19 titelt:

Darunter findet man das bezeichnende Bild:

Der Schweizer Essayist François Bondy berichtet über einen scharfsichtigen Italiener, der schon 1945 sah, was kommen würde:

Ich traf Silone in Genf am Tag, an dem er aus dem Exil nach Italien zurückkehrte, und plötzlich sagte er: «Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›. Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus›.»

Eine Niederschrift des Zitats aus Silones Lebzeiten oder in seinen eigenen Werken existiere nicht, ergänzt Wikipedia.

Dennoch, ein wahres Wort:

Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.

Wer war aber nun dieser kleine Einpeitscher auf welcher Veranstaltung mit – meist jungen – Leuten, die ihm ungerührt, ohne die Mienen zu verziehen, zuhörten? Er wies seine Leute in ein Verhalten ein, das mit Demokratie so viel zu hat, wie der Faschismus mit Gedankenfreiheit, nämlich nichts, und sagte:

… Wir müssen diesen parlamentsfixierten Abgeordneten-Betrieb schwächen, und das machen wir damit, daß wir feststellen, was die Aufgaben einer Linken sind:

  • Staatsknete im Parlament abgreifen,

  • Informationen aus dem Staatsapparat abgreifen,

  • der außerparlamentarischen Bewegung das zuspielen,  

  • und dann brauchen wir natürlich noch das Parlament als Bühne, weil die Medien sind so geil auf dieses Parlament, das sollten wir doch nutzen.

Aber alles, was darüber hinausgeht, brauchen wir nicht unbedingt. Mann, ich bin noch dazu bereit, daß man Gösta [?] vielleicht in so eine Weste steckt und ihn über das Kohlefeld laufen läßt. Das können wir auch mal als parlamentarischer Beobachter. Das ist auch gut, aber grundsätzlich bin ich der Meinung, weil jetzt hier auch gerade der Kampf, wie geht’s denn gegen rechts weiter:

  • Abgeordneten-Gehälter gehören beschränkt,

  • und ich glaube, daß der Facharbeiter-Lohn ausreicht,

  • und ich glaube, die Differenz davon, das gibt in jeder Stadt eine vernünftig operierende Antifa, und da könnt ihr mal die gesamte Kohle hinprangen, am Start mit SPD, Grünen und CDU ne Einheitsfront zu bilden.

Ich glaube, da hat die Antifa mehr von und wir haben den Nazidreck immer noch weg.

Schon in der Zeit der Weimarer Republik, nachdem der Linken gelungen war, den deutschen Sieg im 1. Weltkrieg zu verhindern, kämpften Linke mit Rechten. Sie schlugen in „Saalschlachten“ mit Stuhlbeinen aufeinander ein.

Mathilde Ludendorff, die zu jener Zeit in überfüllten Sälen Vorträge hielt, erinnert sich (Lebenserinnerungen, Band 4, S. 196):

Eine liebe Erinnerung an diese Reise ist mir der Vortrag in einem Orte, der nur eine ganz kleine Gruppe der nationalsozialistischen Freiheitsbewegung aufwies, die mitten in einer kommunistischen Hochburg saß. Ich wurde unter Bewachung (!) abgeholt und in den Saal geleitet! Besorgt stellte sich ein Teil des Sturmtrupps auf die Bühne, auf der das Rednerpult war. Der Saal war dichtgedrängt mit Kommunisten und ihren Rädelsführern besetzt, Worte flogen durch den Saal, die den grimmigen Haß verrieten. Da begann ich mit den Worten:

„Liebe Volksgeschwister! Ich habe mich ein Weilchen hier im Saale umgesehen, habe genau jeden betrachtet, ich habe keinen Fremden entdecken können, es sind alles Deutsche hier im Raum. So brauche ich denn auch keine Wache hier oben und bitte den Sturmtrupp, dieses Vertrauen den Anwesenden dadurch zeigen zu können, daß ich hier ganz allein stehe.“

Der Eindruck war ein ganz ungewöhnlich starker, alle klatschten, die Stimmung war geeignet, daß ich nun zu ihnen über den Trug am Arbeiter sprechen konnte …

Und wieder sind wir so weit, daß ein Faschismus entstanden ist, ein linker diesmal.

Mathilde Ludendorff war eine außergewöhnliche Persönlichkeit mit einer hohen Rednerbegabung. Sie konnte das zersplitterte Volk für eine Weile zu sich selbst und damit zum Frieden mit sich selbst und den andersdenkenden Volksgeschwistern führen.

Wie mußte ihre freie, furchtlose, friedenstiftende Haltung da als Frau so allein auf der Bühne beeindrucken, besonders auch die männlichen Haudegen, deren Diskussionsbeiträge die Knüppel waren!

Ob es heute jemanden wie einst Mathilde Ludendorff gelingen könnte, verfeindete Parteien zum Frieden des Einander-Zuhörens, zu Achtung des Andersdenkenden und zu Anstand im Umgang miteinander zu bringen?

Ramelow mit Brillenblick, einer freimaurerischen “Zinke”. (Bild: arcor.de)

Ramelow war bei zwei Durchgängen der Wahl durchgefallen. Er wußte seine dem Volk entfremdeten Brüder Freimaurer beim 3. und letzten Wahlgang mit der „Zinke“ Brillenblick zu Hilfe zu rufen. Das ist keine Einheit im Sinne des Volksganzen. Hier wird taktisch gehandelt, um das gemeinsam angestrebte Ziel einer volksfeindlichen Globalisierung zu erreichen.

Welch andere Sinnesart, die sich auch noch als die gute, die allein demokratische ausgibt!

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