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Nachdenken über Deutschland –

was soll werden, damit unser deutsches Heimatland noch zu retten ist?

Darüber machen sich alle Heimatbewußten Gedanken, graben nach der noch gültigen Gesetzeslage, sehen das Weiterbestehen des z. Zt. handlungsunfähigen Deutschen Reiches mitsamt dessen Verfassung von 1871 und erwarten von den alliierten Besatzungsmächten die Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit und Rückgewinnung unserer staatlichen

Souveränität.

Hans J. Müller

behauptet sogar, das Deutsche Reich von 1871 sei der erste und einzige souveräne Staat der Welt gewesen – neben dem Vatikan.

Das sah – oberflächlich betrachtet – ja auch so aus.

Bismarck

Reichskanzler Otto von Bismarck (Bild: Wikipedia)

hatte den Einfluß der überstaatlichen Fremdmacht 

Vatikan

zurückgedrängt. Es gab jetzt die Zivilehe, die staatliche Schule, Eignungsprüfungen für Geistliche und vieles andere. Höhepunkte

… waren der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zum Vatikan, die Inhaftierung von Pfarrern und Bischöfen sowie die Amtsenthebung und Ausweisung von Geistlichen. Es kam zu einer regelrechten Verwaisung geistlicher Posten.

Mehr als ein Viertel der Pfarrstellen in Preußen war nicht besetzt. Die katholische Kirche konnte vielen ihrer Aufgaben nicht mehr nachkommen. Bismarck hoffte, auf diese Weise den Einfluß und die Machtposition der Kirche entscheidend zu schwächen. (Planet Wissen)

Dieser von Virchow so genannte Kulturkampf Bismarcks gegen den Vatikan kann als nur zu berechtigt angesehen werden im Hinblick auf die Souveränität des neugeschaffenen „Reiches der deutschen Völker“. Gute Beziehungen zu anderen Mächten sind mit der Zurückweisung einer überstaatlichen Macht nicht ausgeschlossen, wohl aber die Einflußnahme oder gar das Hineinregieren und Mitbestimmen, wie es der Vatikan Jahrhunderte hindurch weltweit verübt hat.

Das brachte dem Deutschen Reich den vernichtenden Haß der römischen Päpste ein. Hitler machte das Erreichte mit dem „Konkordat“ rückgängig:

Karikatur von H. G. Strick in “Ludendorffs Volkswarte” vom 28.2.1932

Doch einer anderen nichtdeutschen überstaatlichen Macht gegenüber stellte sich der große deutsche Reichskanzler Otto von Bismarck blind: Das war die Macht der

„Mitbürger mosaischen Glaubens“.

Schon Erich Ludendorff bemerkt in seinem Buch „Wie der Weltkrieg 1914 ,gemacht’ wurde“ über das „ungeheuerliche Intrigenspiel“ beim Rücktritt des Fürsten Bismarck am 20.3.1890

von Zusammenhängen, die heute [1934] noch nicht völlig geklärt sind, unter dem Jubel des römischen Zentrums … und der völlig in Judenhänden befindlichen Sozialdemokratie. Schon aus diesem Jubel läßt sich erkennen, wer die Treiber in diesem ungeheuerlichen Intrigenspiel waren, denen der Deutsche Kaiser Wilhelm II. zum Opfer fiel. Der Jesuit Windthorst spielt in ihm eine Rolle.

Der Deutsche Kaiser verlor seinen Ratgeber und das Deutsche Volk einen Staatsmann, der unter den damaligen Verhältnissen Bürge seiner Freiheit war, auch wenn er dem Juden nur zu geneigt erschien …

Franz Perrot

Dr. Franz Perrot, eingewanderter Franzose und glühender Deutscher sowie Mitglied des 1. und 2. Reichstages, war schon 1875 sehr viel deutlicher, weil noch genauer über den Fall unterrichtet – Ludendorff wird dessen Buch nicht gekannt haben:

Es trägt bereits auf der Titelseite den Hinweis auf seinen Inhalt:

Der Kampf Franz Perrots gegen den 1870/71 – während des deutsch-französischen Krieges – im Deutschen Reich gelegten Teil der Wurzeln unseres wirtschaftlichen Niedergangs, nämlich die „Ausbeutung des Publikums durch den Banknotenschwindel und die jüdischen Bank-, Aktien- und Börsenprivilegien“

Perrot schildert Bismarck als Freund der reichen Juden Rothschild und Bleichröder. Einer seiner Leitgedanken lautet:

Ich greife nicht den Mann des Jahrhunderts … an. Man ist nicht deshalb Freund eines großen Mannes, wenn man alles, was er tut, blind gut heißt, sondern, wenn man ihn vor Fehlern warnt und diese zu korrigieren trachtet. Ich will einen Schatten von seinem Namen nehmen und ihn, wenn es sein muß, zu einer anderen, unseren gemeinsamen deutschen Interessen entsprechenden Wirtschaftspolitik zwingen. Der große Bismarck kann nur mit glühendem Eisen, nicht mit Rosenwasser gezwungen werden …

Der andere Leitgedanke ist:

Bank-, Aktien- und Börseprivilegien sind, wie die Sachen praktisch stehen, Judenprivilegien. Sie werden daher von der jüdischen Presse, den jüdischen Gelehrten und den jüdischen Volksvertretern mit allen Kräften geschützt und gefördert.

Perrot erweist sich als gründlicher Kenner der wirtschaftlichen Zusammenhänge und des Wesens des Geldes. Sein Buch ist ein wirtschafts- und finanzpolitisches Lehrbuch. Bismarck aber schien finanzpolitisch ein typischer Goy zu sein, der die diesbezüglichen Zusammenhänge nicht durchschaute, anders als die hierin weit überlegene Judenheit. Pierrot schreibt:

Es gibt viele Deutsche, die Bismarck für einen Antisemiten halten. Das war er vielleicht in seiner Jugend. Die kritischen Äußerungen über Juden, die zum Beweise immer zitiert werden, stammen alle aus der Zeit vor 1860.

Seit seiner Frankfurter Zeit jedoch, in der er sehr viel mit den dortigen reichen Juden verkehrte, in der auch seine Freundschaft zu Amschel Rothschild beginnt, hat er nie wieder antisemitische Bemerkungen gemacht.

 

Amschel Mayer von Rothschild (Bild: Wikipedia)

Er hat seitdem eine große Bewunderung der Juden an den Tag gelegt und eine Verschmelzung der jüdischen mit unserer Rasse wärmstens befürwortet. Er sprach von einem gewissen „Mousseux“ [Schäumendes], das das jüdische Blut dem germanischen zubringen würde, so etwa wie bei den Vermischungen mit den französischen Emigranten.

… Die Juden … haben Bismarck von den Vorzügen der jüdischen Rasse so überzeugt, daß er 1869 das Werk Hardenbergs vollendete und die Emanzipation der Juden in Deutschland vervollständigte. Bis dahin durfte kein Jude ein öffentliches Amt bekleiden. Ja er hat sogar später im Verein mit England und Frankreich Rumänien gezwungen, dort den Juden ebenfalls die Gleichberechtigung zu geben gegen den Willen des Volkes und der Regierung.

 

Gerson von Bleichröder (Bild: preußenchronik.de)

… Durch den Einfluß Rothschild-Bleichröders geriet Bismarck, ohne es zu wollen und zu merken, immer mehr in Abhängigkeit von der internationalen jüdischen Großfinanz. Die Freundschaft Bismarcks zu Bleichröder war eine so intime, daß dieser stets unangemeldet Zutritt zum Kanzler hatte, eine Gunst, deren sich außer ihm niemand rühmen durfte.

Es ist wenig bekannt, oder längst vergessen, daß Rothschild in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zwei Zeitungen gründete – eine davon hieß „Die Reichsfackel“ – deren Haupttendenz es war, die bewährte preußische Finanzverfassung als „veraltet“, „rückständig“ und „nicht mehr zeitgemäß“ zu diskreditieren.

Zweifellos hat er auch bei dem regen freundschaftlichen Verkehr, der zwischen ihm und Bismarck in Frankfurt statthatte, keine Gelegenheit vorübergehen lassen, den Kanzler von seiner Meinung zu überzeugen. Rothschilds Agent in Berlin, G. v. Bleichröder, sorgte dafür, daß diese Gedankengänge bei Bismarck gefestigt blieben.

Die Einführung der Goldwährung und die Finanzverfassung des deutschen Reiches sind auf diesen Einfluß zurückzuführen. Das schlimmste Geschenk aber war das Aktiengesetz. Bei seiner Veröffentlichung am 20. Mai 1870 konnten die Juden sicher sein, daß der größte Teil des Deutschen Volkes keine Ahnung hatte, welches schlimme Geschenk ihm damit gemacht wurde.

Und nun – nach dem Tode des Autors – schildert der Bruder Karl Perrot in der Zeitschrift „Der Deutsche“ vom 6.6.1908, wie sich die Lage im Reich in den Augen seines Bruders Franz Perrots darstellte:

Vor allen Dingen war es die verfehlte Finanz- und Wirtschaftspolitik in Deutschland,

welche die Staaten immer unselbständiger und mehr und mehr von der internationalen Großfinanz abhängig machte,

… und sein Streben ging dahin, dem Staate die finanzielle und wirtschaftliche Selbständigkeit wieder zu erringen, das Volk von Ausbeutung durch das jüdische Großkapital zu schützen und der mächtig anwachsenden Korruption entgegen zu arbeiten.

Er erzählt, mit welchen Sorgen sich Franz Perrot bei Ausbruch des Krieges 1870/71 trug und ihm sagte:

Während wir mit höchster Besorgnis dem unabwendbar herannahenden großen Krieg entgegensehen, hat eine kleine, aber mächtige und gewissenlose Clique bei uns ein durch und durch unmoralisches Aktiengesetz zur Ausbeutung von Land und Leuten ausgeheckt, welches die persönliche Verantwortung aufhebt und alle Erfahrungen, welche England, Frankreich und die Vereinigten Staaten von Nordamerika schon seit mehr als hundert Jahren auf dem Gebiete des Aktienwesens gemacht haben, in den Wind schlägt.

Wenn dieses Aktiengesetz, so wie es vorgeschlagen ist, genehmigt wird, werden wir bestimmt eine kurze tolle Schwindelära erleben, die unfehlbar in wenigen Jahren zu einer schrecklichen Finanz- und Wirtschaftskrisis führen muß und unser Vaterland vom Bürodiener bis zum Minister durch und durch korrumpieren wird.

Weiter berichtet der Bruder Karl von einer bemerkenswerten Denkschrift Franz Perrots, die er noch vor Friedensschluß im Mai 1871 beim Reichskanzler einreichte,

in welcher er den Vorschlag machte, sämtliche deutschen und luxemburgischen Privatbahnen von Staats wegen mittels der fünf Milliarden der französischen Kriegsentschädigung anzukaufen … Dr. Franz Perrot wollte dem deutschen Volke dies gewaltige Kapital erhalten, und wenn man seinem verständigen Rate gefolgt wäre, würde die große, tiefeinschneidende Wirtschaftskrises vom Jahre 1875, deren Ausbruch er prophetisch vorausgesagt hatte, vermieden worden sein und wir würden heute als das geldmächtigste Land der Erde dastehen.

Dieser Vorschlag fand auch damals Beachtung, aber hier war es der Bankier Bleichröder, der frühere Agent des Hauses Rothschild, der im Interesse der internationalen Großfinanz die Ausführung dieses genialen Planes zu vereiteln wußte, eine historische Tatsache, die hier zum ersten Male veröffentlich wird.

Der Bruder schildert die vergeblichen Bemühungen Franz Perrots, der sein „ganzes Können“ dafür einsetzte:

Dennoch ging das verhängnisvolle, im Galopp durchberatene, umsonst auch im Reichstage durch Dr. Tellkampf bekämpfte Aktiengesetz durch, es erfolgte unter seiner Wirksamkeit die kurze tolle Gründungsära, welcher der Zusammenbruch 1873 auf dem Fuße folgte.

Wir stehen heute vor dem ganzen bereits damals von einer Fremdmacht des „Deep State“ angelegten Scherbenhaufen. Diese Fremdmacht mitten unter uns Deutschen, von einem der tüchtigsten Führer des Deutschen Volkes nicht durchschaut und an die Macht geführt, höhlte das eben entstehende „Reich der Deutschen Völker“ bereits in seinen Anfängen aus.

Dieses Reich hat eine Souveränität nie erreicht.

Die Unterwühler aus dem Deep State zerstörten mit ihrer – auf dem weiten Gebiet finanzieller Vorteilssucht – intellektuellen Überlegenheit und Skrupellosigkeit deutschen Anstand, deutsche Redlichkeit, die guten deutschen Sitten. Die Korruption blühte auf wie auch die Menschenart der „weißen Juden“ (Perrot).

Perrot erkennt die zusätzlichen Mittel zur Durchsetzung des Ausbeutungssystems:

  1. die rasant den Wünschen der „Privilegierten“ angepaßte Presse

  2. die rasant den Wünschen der Privilegierten angepaßten staatlichen Einrichtungen

  3. die rasant anwachsende Käuflichkeit der Menschen und die Ausraubung des Deutschen Volkes durch wenige Profiteure des neuen Systems

Zu 1.:

Eine Erscheinung der ernstesten Art ist der Einfluß, welchen die meistbegünstigten Privilegien-Inhaber in kaum glaublicher Ausdehnung auf die öffentliche Presse, namentlich die Tagesblätter bereits zu üben imstande sind.

… unsere sog. liberale Großpresse plädiert sogar geradezu für die Erhaltung der Privilegien, ohne Rücksicht auf das Gesamtstaatsinteresse und die Froderungen der geichwägenden Gerechtigkeit.

Leider stehen die Dinge bereits so, daß die Tagespresse im bedenklichsten Umfange von den privilegierten Kreisen direkt und indirekt abhängig geworden ist.

Zu 2. und 3:

Wir besitzen eine Reihe von Staatseinrichtungen, welche systematisch darauf hinarbeiten, das mobile Großkapital in unnatürlicher Weise zu bevorzugen, in unwirtschaftlicher Weise zu kumulieren, in staatsgefährlicher Weise zu privilegieren und ihm eine Stellung und Tendenz im Staate zu verleihen, welche den Sozialismus, als eine Art von Notwehr, ganz selbstredend hervorruft. (Was ebenfalls gewollt war, Deutscher Wehrkraft in den Rücken fiel und heute entscheidend mit Grün-Rot zum Ziel führen will. Adelinde)

(angeführtes Zitat eines Herrn Eggers):

Die volkswirtschaftliche Kraft, die Gesellschaft, der Staat müssen unter Privilegien kränkeln, welche einer gewissen Klasse ohne Arbeit einen Gewinn von (in Deutschland jährlich) 8-10 Millionen Talern verschafft. Ein solcher Mißbrauch kann nur lähmend und korrumpierend wirken. Privilegien geben selbst die Mittel an die Hand, sich in ihrem Besitz zu erhalten. Es sind schon Anzeichen vorhanden, daß der Krebs um sich greift.

Das Geschwür hat sich ausgebreitet. Heute sind wir Zuschauer der Endphase des weltweit ausgedehnten völkerzerstörenden Systems der biblischen Anweisung Matth. 25:29:

Denn wer da hat, dem wird gegeben werden und immer mehr gegeben werden; wer aber nicht hat, dem wird auch genommen werden, was er hat.

Otto von Bismarck wird nicht durchschaut und vorausgesehen haben, welche Entwicklung er mit seiner Einlassung auf das System der „Mitbürger mosaischen Glaubens“ angestoßen hat:

  • das Nichtzustandekommen einer Souveränität des von ihm 1871 errichteten „Reiches der Deut-schen Völker“ und

  • die Völkerzerstörung weltweit durch seine damals schon reichen jüdischen Freunde und deren seit Jahrtausenden weltweitem Wir-ken zur Ausraubung und Vernich-tung der Gojimvölker und Obsiegen ihres dann einzigen und weltbeherrschenden jüdischen Volkes.

Was uns nottut, ist u.a., was Mathilde Ludendorff mit ihren ewig gültigen Mahnworten von jedem Einzelnen unseres Volkes sich wünscht:

Fortsetzung der Abhandlung von

Gerhard Bracke

(„Mensch und Maß“, 8/2020):

Über das historisch bedeutsamste Bühnenwerk des Dramatikers

Rolf Hochhuth

Wladyslaw Sikorski (Bild: enzyklopedia PWN)

Am Schluß des dritten Aktes kommt die Sikorski-Tragödie noch einmal zur Sprache, und mit aller Deutlichkeit wird auf die Bühne gebracht, was von offizieller Seite bis heute verschleiert werden soll:

KOCJAN: Du hast  g e w u ß t , daß ihr ihn umbringt. Gib doch zu! …
Sikorski – ja!  E r m o r d e t  habt ihr ihn …  (S. 183)

Der britische Historiker David Irving hat in seinem gründlich recherchierten Buch „Mord aus Staatsräson?“ nach jahrelanger Forschungsarbeit, sorgfältiger Analyse der Untersuchungsausschuß-berichte, Befragung maßgeblicher Zeitzeugen einschließlich des einzigen Überlebenden des Flugzeugabsturzes am 4. Juli 1943, des Piloten, mit den  vielen Ungereimtheiten, Widersprüchen und Falschaussagen ein beeindruckendes Beispiel historischer Wahrheitssuche vorgelegt. Insbesondere wurde der Beweis erbracht, daß nach eingehender Wrackuntersuchung durch Fachleute seinerzeit bereits feststand: von der bis heute kolportierten Behauptung des Piloten, das Höhenruder sei blockiert gewesen, kann überhaupt keine Rede sein.

Rolf Hochhuth hat in seinem Stück „Soldaten“ dem englischen Kriegspremier Winston Churchill vorgeworfen, er habe den  Ministerpräsidenten der polnischen Exilregierung General Sikorski durch einen inszenierten Flugzeugunfall in Gibraltar umbringen lassen, weil dessen unnachgiebige Haltung gegenüber Stalins Territorialforderungen das Bündnis mit dem sowjetischen Diktator gefährdete, erst recht nach der Entdeckung der Massengräber von Katyn.

 

Stalins Massaker von Katyn 1943 – der Wehrmacht in die Schuhe geschoben (wikipedia.de)

Aber 1972 gab ein Londoner Gericht der Klage des Piloten von Sikorskis Maschine statt und verurteilte Hochhuth zu Schadens-ersatz, weil er den Wahrheitsbeweis nicht habe erbringen können.

In einer Stellungnahme in der WELT führte Hochhuth dazu aus:9

„Der Einfall eines Londoner Gerichts, ich solle dem tschechischen Piloten des polnischen Ministerpräsidenten Sikorski fünfzigtausend Pfund Schadenersatz zahlen, hat den falschen Eindruck erweckt, in London habe ein Prozeß stattgefunden. Er fand nicht statt und kann nicht stattfinden, solange die Regierung Ihrer Majestät alle jene Briten, die zu Aussagen über die Tragödie von Gibraltar und Montreal bereit wären, erneut an deren Schweigepflicht gemahnt, an die sie als ehemalige Militär-personen zeitlebens gebunden sind.

Das Gericht hat denn auch diese Forderung der Regierung respektiert und keinen einzigen Briten oder Polen vorgeladen, um sich solche Aussagen oder Indizien bestätigen zu lassen, auf denen das Buch des britischen Historikers David Irving über Sikorski … oder mein Drama „Soldaten“ basieren.“ […]

Hochhuth wie auch Irving betonen immer wieder die Tatsache, daß der Pilot Prchal unmittelbar mit angelegter Schwimmweste geborgen wurde, stets aber behauptet hat, seine Schwimmweste hinter dem Pilotensitz deponiert zu haben. Dazu paßt der weitere Hinweis:

„… seit der Fliegerhauptmann Buck, Unfall-spezialist des britischen Luftfahrtministe-riums im Jahre 1943, der über hundert Fotos des Wracks gemacht hat, belegt hat, daß die Pilotenkanzel unbeschädigt aufs Wasser kam und von innen von Hand geöffnet wurde: Was die Aussage des Piloten, durch die Perspex-Verglasung der Kanzel ‘herausgeschleudert’ worden zu sein, ad absurdum führt.“10

Genauer beschäftigt hat sich auch Irving mit den

„fünf ‘Incidents’ oder ‘Accidents’, die dem polnischen Ministerpräsidenten binnen achtzehn Monaten auf vier hintereinander erfolgten Reisen … in britischen Sondermaschinen zugestoßen sind.“ 11

Der „Absturz“ in Gibraltar jedoch war nach Aussage des britischen Leutnants Douglas Martin

„eine perfekte Bauchlandung, die so glatt verlief, daß es der Zeuge gar nicht für möglich hielt, dabei seien Menschen umgekommen.“

Daß gleichwohl alle 16 Passagiere umkamen und nur der Pilot überlebte,

„wird der Grund sein, warum die Briten 1943 eine Obduktion der polnischen Leichen  verboten und keinem polnischen Arzt die Leichen gezeigt haben. So viel Eifer beim Vertuschen der Wahrheit zeigt nur der Täter“,

beschließt Hochhuth seine Stellungnahme in der WELT 1972.

Zur „Beseitigung Sikorskis“ äußerten sich dagegen ziemlich offen US-Präsident Roosevelt und Kriegspremier Churchill in einem Telefongespräch am 29. Juli 1943, in den Tagen der schweren „Gomorrha“-Angriffe auf Hamburg. Darüber berichtete der Leiter der Zeitgeschichtlichen Forschungsstelle Ingolstadt, Dr. Alfred Schickel, in einem Zeitungsbeitrag 2008:

„Wie sehr man in London und Washington ein Ausscheren Moskaus aus der gemeinsamen Front gegen Deutschland fürchtete, belegt ein der Zeitgeschichtlichen Forschungsstelle Ingolstadt vorliegender Mitschnitt eines Telefongesprächs zwischen Churchill und Roosevelt vom 29. Juli 1943. Darin teilt der britische Premier dem US-Präsidenten mit, daß ‘Uncle Joe (Spitzname für Stalin) gegenüber den Nazis unangemessene Annäherungsschritte im Hinblick auf eine Verhandlungsregelung unternommen’ habe. Eine Parteinahme für Sikorski konnte die Neigung Stalins, sich separat mit Hitler zu arrangieren, nur noch steigern – wie schon beim überraschenden Hitler-Stalin-Pakt im August 1939. Auch Roosevelt war der Meinung, daß Sikorski ‘ein hartnäckiger Störenfried’ und daher auszuschalten sei.

Churchill äußerte sich schließlich wortwörtlich zur ‘Beseitigung Sikorskis’:

‘Diese Dinge, so unangenehm sie auch sein mögen, müssen im Interesse der gemein-samen Sache einfach gemacht werden’, um dann Roosevelt mit in die Verantwortung für den ‘Unfalltod’ des polnischen Exil-Ministerpräsidenten zu nehmen: ‘Ich kann mir nicht vorstellen, daß Sie unsere persönlichen Unterhaltungen über genau dieses Thema vergessen haben, als ich zuletzt in Washington war. Das ist schließlich erst vor zwei Monaten gewesen. Ihre Ansichten in der Sache entsprachen den meinen fast völlig.’ … ‘Sie wissen sehr wohl, daß wir den Fall Sikorski bis ins kleinste Detail besprochen haben und auch, daß Sie mit meiner Lösung vollständig einverstanden waren. Sie können ganz gewiß Ihre Kenntnis oder Ihre Verantwortung nicht in Abrede stellen. Das werde ich nicht akzeptieren.’“ 12

Folgt man der „Wikipedia“-Darstellung, dann gibt es für den Mordauftrag keine „Beweise“. Das hängt natürlich damit zusammen, daß man vorhandene Beweise nicht zur Kenntnis nehmen will. Die Tatsachen sprechen jedoch ihre eigene Sprache, und aus denen gilt es die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Es bleibt das große Verdienst des Dramatikers Rolf Hochhuth, mit seinem Stück „Soldaten“ zwei Themen von zentraler geschichtlicher Bedeutung – im Scheinwerferlicht die Gestalt des britischen Kriegspremiers Winston Churchill – nicht nur auf die Bühne gebracht, sondern bis heute ins allgemeine Bewußtsein gerückt  zu haben.

Es ist die literarisch gestaltete Aufforderung zur permanenten Auseinandersetzung mit der verordneten Siegergeschichtsschreibung. Zumal in unseren Tagen, wo durch mangelndes Geschichts-wissen in Kombination mit einer infantilen Blickverengung Ursachen und Anlässe zweier Weltkriege (unterschiedslos) einseitig auf „Nationalismus“ und „Rassismus“ reduziert werden.

Folglich erschließen sich Begriffe wie „Kriegshetze“ und „Kriegstreiberei“ in ihrer ursächlichen Bedeutung  der vielgepriesenen „Erinnerungskultur“ in keiner Weise, zeigen jedoch in Hochhuths Drama im Hintergrund mittelbar ihre schreckliche Auswirkung.

__________________________

Anmerkungen

9DIE WELT vom 12. Mai 1972

10Hochhuth, Stellungnahme DIE WELT vom 12. Mai 1972

11ebenda

12Alfred Schickel: Die Beseitigung eines „hartnäckigen Störenfrieds“  Ein Telefongespräch zwischen Churchill und Roosevelt über die wahren Todesursachen des polnischen Exil-Premiers Wladyslaw Sikorski, in „Junge Freiheit“ vom 12. Dezember 2008

Fortsetzung der Abhandlung von

Gerhard Bracke

(„Mensch und Maß“, 8/2020):

Über das historisch bedeutsamste Bühnenwerk des Dramatikers

Rolf Hochhuth

In diesem Akt klingt auch schon das Sikorski-Thema an, indem Churchill Anweisung gibt,

„jene Hetzkommentare gegen die Russen, die seit Aufdeckung der Massengräber polnischer Offiziere bei Katyn in den zahllosen Blättern der in Großbritannien lebenden Exilpolen auftauchen“,

zu unterbinden. (S.64) Der Premierminister meint:

„Katyn – an diesem Leichengift kann unser Bündnis [mit Stalin] sterben
absurd: bedroht zu sein von einer Armee,
die zerfressen von Chlorkalk seit vier Jahren
die Hände in Stricken auf dem Rücken liegt,
Gesichter im Schlamm,
wie der Genickschuß sie hinwarf,
Leichen in zwölf Schichten. […]
PM außer sich: Aber das  e r l a u b e  ich nicht!
Daß die Londoner Polen auch nur fragen,ob der Mörder ihrer Offiziere –  S t a l i n   sei.
BROOKE auflachend:
Sir! – Das ist seit Tagen die öffentliche Meinung.
PM schroff: Es  g i b t  keine öffentliche –
es gibt nur eine  v e r  öffentlichte Meinung.
Aber sagen Sie das Sikorski, dem edlen …
Wojwode Quichote aus dem Sjem!
Auflachen.“ (S. 65)

Der sich anschließende Dialog Churchills mit Prof. Lindemann (Cherwell) greift das Thema der

„verordneten Einäscherung von Hamburg oder Köln“ erneut auf. Cherwell „ist vollkommen frei von der Perfidie, die aus dem nicht zu vergessenden Bekenntnis Robert Oppenheimers spricht, der den Einsatz seiner Hiroshima-Bombe auch deshalb begrüßte, weil ‘wir wollten, daß es geschah, ehe der Krieg vorüber war und keine Gelegenheit mehr dazu sein würde.’“ (S. 67)

Da durch Fakten und Originalzitate aus historischen Quellen Sinnzusammenhänge gestiftet werden sollen, kam es Hochhuth nicht immer auf Einhaltung der Chronologie an. Somit konnten das Unterneh-men „Gomorrha“ (Hamburg), Landung der Alliierten auf Sizilien, Schlacht im Kursker Bogen, Sikorskis Tod, der Luftangriff auf das Raketenzentrum Peenemünde (alles im Juli bzw. August 1943) durchaus mit der „Hiroshima-Bombe“ vom August 1945 verknüpft werden. Der wissenschaftlich argumentierende Cherwell ist der Überzeugung,

„Feuer ist  d a s  Element der Epoche.
Mit Feuer gewinnen wir den Krieg.“
„N i c h t  zielen, nicht zielen …,
B r ä n d e   l e g e n !“ (S. 69)

Der Professor des Flächenbombardements rechnet genau vor:

„Ich lege zugrunde eineinhalb Millionen kleinkalibriger Brandbomben, pro  Stab eins Komma sieben Kilogramm. Diese verstreut auf möglichst engem Raum der Altstadt, verursachen Kleinbrände, die binnen eines Zeitraumes, dessen Frist die atmosphärischen Voraussetzungen mitbestimmen  […] zu einer einzigen Brandstelle verschmelzen.

Hier die brennende Innenstadt, in deren Zentrum bei Temperaturen bis zu achthun-dert Grad alsbald nicht nur sämtliche brennbaren Stoffe aufgezehrt sind, sondern auch – das ist der Witz der  S a u e r s t o f f . Vom Sauertoff aber, wie Sie wissen, hängt jeder Verbrennungsvorgang ab. Demnach: resultiert aus dem beschleunigt wachsenden Sauerstoffbedarf des Brandzentrums ein  S o g  an der Peripherie, der die Luft aus den Nachbargebieten des Stadtzentrums in zentripetaler Richtung auf das Brandzentrum zutreibt. […] Diese Luftströme bezeichnen wir treffend als Feuerstürme. Sie fegen durch die Straßenzüge, mit Stärke und Geschwindig-keit, die Spitzenwerte auf unserer Windskala erreichen.“

“Gomorha” über Hamburg, “Erfolg” der Bombardierung mit Brandbomben Eilbeker Weg Juli 1943 (Bild: Wikipedia)

Bombermarschall Harris ließ in seinen Memoiren ein deutsches Geheimdokument abdrucken,

in dem es heißt, daß die Feuerstürme in Gomorra [Hamburg] eine Stundengeschwindigkeit von zweihundertfünfzig Kilometern erreichen.“ Meterdicke Bäume wurden umgerissen oder entwurzelt, Menschen … bei lebendigem Leibe in die Flammen geschleudert. […] Drinnen erstickten sie an Kohlenoxydgas … wahrhaftig war jeder Luftschutzraum ein Krematorium..“  (S. 74)

Rolf Hochhuth läßt im Drama den polnischen Exil-präsidenten General Sikorksi selbst auftreten. Als Konfliktpotential der Alliierten erwiesen sich schon vor der Entdeckung der  Massengräber von Katyn die unterschiedlichen Vorstellungen Stalins und der Exilpolen in der Frage einer künftigen Territorial-entscheidung für Osteuropa.

Sämtliche Territorialansprüche der Sowjets wies General Sikorski mit Entschieden-heit zurück. Um die Gegensätze nicht eskalieren zu lassen, empfiehlt Churchill nun  im Hinblick auf die Ermordung Tausender polnischer Offiziere General Sikorski, wenigstens in Erwägung zu ziehen, den Deutschen auch diese Morde zuzutrauen.

PM aufbrausend, dann fast flehend:
W a s  , General Sikorski, ist eigentlich Ihr Ziel?
Geschichte  s c h r e i b e n : dann suchen Sie die Wahrheit!
Oder Geschichte  m a c h e n : da zählen Tatsachen.
Exzellenz, die Toten sind sachlich, die Toten haben Zeit.
Nehmen Sie sich der  L e b e n d e n  an Ihres Volkes.
Die Wahrheit entscheidet nichts.
Wäre die Wahrheit nur gefährdet: aber sie ist eine   G e f a h r !  (S. 84)

Dann kommt es zur dramatischen Steigerung des Dialogs

PM: Exzellenz –
Ich bitte Sie inständig im Namen unserer gemeinsamen Pflicht:
Hitler niederzuwerfen –
s c h w e i g e n  Sie zu Katyn! […]
Sikorski: Zu spät – es ist zu spät, Herr Churchill!
Premierminister: ich habe Ihnen namens der polnischen
Regierung amtlich mitzuteilen, daß mein Botschafter heute früh
in Genf dem Schweizer Roten Kreuz
die  U n t e r s u c h u n g der Gräber von Katyn –
PM schreit: Nein! Nein! Nein!
Das Internationale Rote Kreuz hat die Verpflichtung
zu absoluter Neutralität.
Die Regierung Seiner Majestät wird Genf daran erinnern,
daß eine Untersuchung der Massengräber
… sich   v e r b i e t e t , solange noch die Wälder um Smolensk
von deutschen Truppen besetzt sind –  (S. 88 f.)

Der zweite Akt schlägt sich herum mit einer Geheimdienst-“Maßnahme“, von der vielleicht deshalb bei keinem Historiker auch nur die Spur zu finden ist, weil sie erschreckender als andere der neuen Zeit bestätigt, daß der Trieb zum Bösen ein Wesenselement auch des Guten sein muß, wenn es stark sein will. (S.94)

Das ist bereits als Anspielung auf den „Unfalltod“ Sikorskis zu verstehen!

Dann erhält Churchill die Meldung, die er als „schlimmer als ein Desaster an der Front bezeichnet“

Cherwell: Stalin hat die Beziehungen zu Polen abgebrochen!

PM: Wie habe ich Stalin  a n g e f l e h t ,
d i e s e n  Trumpf Hitler nicht zu gönnen!
Cherwell – das einzige Mal im Stück, da er tiefes Betroffensein zeigt. Er preßt
sich die Worte ab:
Jetzt aber runter vom Schlitten mit dem Pollacken. (S. 108)

[…] Cherwell, da PM vor Erregung nicht weitersprechen kann:
So lange  d i e s e r  Pole da ist, Sir Alan,
hat Großbritannien  k e i n e  Garantie,
daß nicht der Kreml aus dem Kriege aussteigt
und sich erneut mit Hitler arrangiert.

Das im Stück von Churchill an Stalin diktierte „Kabel“ stellt eine bezeichnende Aussage dar und ist wörtlich dem Schreiben Churchills an Stalin vom 27. Februar 1944 entnommen.5

PM: „Mir scheint, die Russen haben einen historisch wohlbegründeten  Anspruch auf Königsberg. Die Regierung Seiner Majestät betrachtet diesen Krieg gegen die deutsche Aggression als einen dreißigjährigen von 1914 an …“ (S. 109)

Im 3. Akt („Der Park“) hält Bischof Bell von Chichester, der sich öffentlich immer wieder gegen die Flächenbombardements ausgesprochen hat, dem Kriegspremiers vor, durch „Gomorra“ in  e i n e r Stadt mehr Menschen getötet zu haben als „Hitler bis heute insgesamt in England“.

BELL: Hier aus verschiedenen Berichten – erste Schätzungen,
der deutschen Bevölkerung verheimlicht – ,
fünfundvierzig Prozent mehr weibliche als männliche Tote,
zwanzig Prozent der Toten – jünger als vierzehn Jahre.
[…] Ortsteil Hammerbrook? – wohl ein Arbeiterviertel…

PM:  Die jedenfalls zielen wir an.
Mittelstandshäuser stehen zu aufgelockert.
Da fallen drei von fünf Bomben in die Gärten.

BELL: Ah ja. In Hammerbrook
verbrannte jeder dritte Bewohner oder mehr.
An Außenwänden vieler Häuser fand man verkohlte Mütter
mit Kindern; die hatten versucht, aus den Kellern zu entkommen
und wurden zu Fackeln.

PM düster, da ihm das Zuhören schwer erträglich ist:
Asphalt plus Phosphor – ja.
Cherwell kann das erklären.

BELL: Ein Arzt konstatierte – (Basler Nachrichten) – die Einäscherung
in den Kellern sei oft gründlicher erfolgt als im normalen Kremierungsprozeß.

[…] In Rage zu Dorland: E i n e Frage: ist ein Pilot, der vorsätzlich Wohnzentren verbrennt,
noch als  S o l d a t  anzusprechen?  (S. 147)
[…]

PM: … Vieles muß man verschweigen, was man im Krieg getan hat.
Was, Lordship, hinge davon ab? Der Sieg nicht.
Und nur der Sieger schreibt Geschichte. … (S. 151)

In dieser Überzeugung und nach diesem Grundsatz wurde das Ende der exilpolnischen Regierung Sikorski im Sinne der Alliierten geheimdienstlich in die Wege geleitet. In der britischen Öffentlichkeit und allgemein wird Geschichte so geschrieben, wie man es heute bei Wikipedia nachlesen kann:

„Der Flugzeugabsturz bei Gibraltar war ein Flugunfall am 4. Juli 1943 um 23.06 Uhr Ortszeit. Dabei stürzte eine zum Transportflugzeug umgebaute Consolidated Liberator der Royal Air Force 16 Sekunden nach dem Start auf dem Flughafen Gibraltar in die Straße von Gibraltar. 16 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet, darunter der Ministerpräsident der polnischen Exilregierung, Wladyslaw Sikorski. Nur der Pilot Eduard Prchal überlebte und gab an, das Höhenruder sei blockiert gewesen.

Die Absturzursache ist ungeklärt. Bis heute werden Sabotage und ein Mordauftrag an Sikorski vermutet. Beweise dafür gibt es nicht.“ 6

Hochhuth läßt im Stück den Premierminister die zynisch wirkenden Worte sagen:

Mit Flugzeugen und dem Kreml
soll sich nur einlassen, wer es muß

BELL: Kreml! –
PM verzerrt lächelnd: Wie? – Ach so! Natürlich wird man dort –
nicht gerade Halbmast flaggen.
Als ich vergebens darum kämpfte,
die Wahrheit um die Offiziere in Katyn – ruhen zu lassen …
Ein Politiker war er nicht, Sikorski –

BELL: Werden Sie die Wahrheit wieder ruhen lassen,
jetzt, um Sikorskis Absturz …

PM: Wer herrschen soll, mein lieber Bischof, der muß
die Wahrheit behandeln wie der Seemann den Nordstern:
sie nie aus dem Auge verlieren,
doch nicht stets darauf zusteuern. (S. 163)

Bischof Bell befällt eine gruselige Ahnung, (S. 164) doch Churchill lenkt alsbald wieder auf sein eigentliches Thema ab und erklärt zugleich, was sich eigentlich hinter der anmaßenden Bezeichnung „Unternehmen Gomorra“ verbirgt:

das Buch, in dem ich selten lese, ziellos schlug ich es auf:
Du wirst heute über den Jordan gehen, daß Du hineinkommest,
e i n z u n e h m e n   das Land der Völker,
die größer und stärker sind denn Du …
So sollst Du wissen  h e u t e , daß der Herr,
Dein Gott gehet vor Dir her,
ein  v e r z e h r e n d  Feuer.
Er wird sie vertilgen und wird sie unterwerfen
vor Dir her, und wirst sie vertreiben und umbringen  b a l d,
wie der Herr geredet hat. (S. 171)
Und einmal in Fahrt, setzt der Premierminister seine Geständnisse fort:

PM:   Wahr ist, das Unterhaus hätte nie
meine Heerzüge gegen die Hunnen als den Kampf Israels
gegen die Enakiter verstanden. –
Mir aber schrieb in fünfzehn schon, um mich zu trösten,
der Seelord Fisher, bei Gallipoli:
wir siegen ganz gewiß, denn  w i r  sind
die zehn verlorenen Stämme Israels.
Daß ich  b e i z e i t e n  warnte – spricht   m i c h  frei.
Hamburgs Verbrennung: ich habe sie vor achtzehn Jahren
so grell  wie möglich an die Wand gepinselt.
Copyright Winston Churchill – die ganze Welt hat es gelesen.

BELL schockiert: Vor achtzehn Jahren war doch Hitler noch gar nicht da!

PM gelassen: L e s e n  konnte er schon. Und seine Deutschen auch.
Nächstes Mal würden wir den Hunnen
frei Haus das Feuer in die Stube tragen:
Ich schrieb, hätte der erste Krieg nur  e i n  Jahr noch gedauert,
ich hätte neunzehnhundertneunzehn als Munitionsminister
Berlin heimgesucht.
Nationen, die sich in ihrer Existenz bedroht fühlen,
sie werden vor keinem Mittel zurückschrecken.
Man  w e i ß , wie genau der Mann da drüben
diese meine Mahnung zur Kenntnis nahm.

BELL: Woher – wissen Sie das?
PM erbittert: Aus seinen impotenten Appellen ans Rote Kreuz,
den Luftkrieg gegen Städte zu verbieten – Bemühungen,
mit denen er auf die Pazifisten auch in Großbritannien […]
so großen Eindruck machte, daß ihm fast geglückt wäre,
uns die  e i n z i g e  Waffe aus der Hand zu schlagen,
die der Insel ohne Infanterie geblieben war!  (S. 172) 7

Es ist erstaunlich, welche historischen Details in diesem Drama berücksichtigt wurden, Details, die heute nur wenigen noch bekannt sind.

BELL: Verbrannte Städte für verbrannte Erde –
Warum aber belügt dann seit Jahren Ihr Luftfahrtminister
das Parlament?

PM:   Das hört jetzt auf. Der Stärkere darf ehrlich sein:
Im Frühjahr darf ein Buch erscheinen, Bombing Vindicated,
das mit Gelassenheit für Großbritannien
das Verdienst in Anspruch nimmt,
g e w o l l t  zu haben, daß der Krieg
durch Bombardierung der Städte entschieden wird.
[…]Mr. Spaight kann Ihnen das Manuskript zeigen,
er ist stellvertetender Staatssekretär
im Luftfahrtministerium.   (S. 173)
[…]Doch Warschau und Rotterdam:
das waren  k e i n e  Offenen Städte,
beiden waren zu Festungen erklärt und wurden  m e h r f a c h ,
beide, zur Übergabe aufgefordert,
bevor die Hunnen ihre Flieger schickten.

BELL: Warum dann – versichert man das Gegenteil !

PM:   Weil Legenden mächtiger sind als Waffen.  (S. 174)

In seinem 1944 veröffentlichten Buch „Bombing Vindicated“ (Rechtfertigung des Bombenkrieges) gibt Spaight offen zu, daß England mit dem Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung begonnen hat:

„Wir begannen, Ziele in Deutschland zu bombardieren, ehe die Deutschen das in England taten. Das ist eine historische Tatsache… Wir wählten damit den besseren, aber härteren Weg. Indem wir die deutschen Städte zerschlugen, verzichteten wir auf das Privileg, unsere Städte in Takt zu halten… Es ist keine absolute Gewißheit, aber doch sehr wahrscheinlich, daß die Deutschen London und das Industriegebiet nicht angegriffen hätten, wenn wir uns ruhig verhalten hätten. … Diese Art der Luftkriegführung machte sich nicht für sie bezahlt.“8

Fortsetzung folgt

_____________________

Anmerkungen 

5Briefwechsel Stalins mit Churchill, Attlee, Roosevelt und Truman 1941-1945, Berlin 1961. Streng geheime und persönliche Botschaft von Herrn Winston Churchill an Marschall Stalin Nr. 243, S. 251 ff.

6https://de. Wikipedia.org/w/index.php?title=Flugzeugabsturz_bei_Gibraltar_(1943)&oldid=194585586“

7Damit wird angespielt auf die Bemühungen der Reichsregierung, den Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung international zu ächten.

8Cajus Bekker, a.a.O., S. 397 f.  Der Große Wendig, Richtigstellungen zur Zeitgschichte, Bde. I, II, IV und V

Die folgende Abhandlung des Historikers

Gerhard Bracke

entnehme ich der Zeitschrift „Mensch und Maß“, 8/2020:

Über das historisch bedeutsamste Bühnenwerk des Dramatikers

Rolf Hochuth

Rolf Hochhuth (Bild: rowohlt.de)

Seinen Nachruf auf den am 13. Mai 2020 im Alter von 89 Jahren verstorbenen Dramatiker Rolf Hochhuth faßte Thorsten Hinz unter der aussagekräftigen Überschrift „Ein entschiedener Moralist“ zusammen.1

Daß Hochhuth 1963 mit seinem Theaterstück „Der Stellvertreter“ einen Welterfolg erzielte, daran wurde in sämtlichen Nachrufen selbstverständlich gebührend erinnert.

Das in 16 Sprachen übersetzte und in 25 Ländern aufgeführte Stück thematisiert die unverständliche Haltung des römischen Papstes Pius XII. in der Frage der nationalsozialistischen Judenverfolgung, sein Schweigen zur Judenvernichtung während des Krieges. Allerdings mußten am Premiereabend in New York Hunderte von Polizisten die Aufführung schützen, als die Empörung dem „Antichristen“ Hochhuth galt.

Thorsten Hinz weist darauf hin, der „ungeheuer belesene und in historischen Detailfragen bewanderte“ Autor habe „eine Fülle Theaterstücke und literarischer Texte nach dem erprobten Skandalrezept verfertigt“. Auf der anderen Seite beweise sein „detailversessenes Dokumentar-Theater“, daß Hochhuth kein Opportunist, „vielmehr auf eigene Weise ein Freigeist war“, der dem britischen Historiker David Irving, mit dem ihn ein persönliches Verhältnis verband, viele Anregungen zu verdanken hatte. Er nannte Irving in einem Interview mit der „Jungen Freiheit“ 2005 einen „fabelhaften Pionier der Zeitgeschichte“, was ihm von verschiedenen Seiten heftige Kritik einbrachte.

Es fällt auf, daß dem nur vier Jahre später uraufgeführten Drama

„Soldaten“ – „Nekrolog auf Genf – Tragödie in freien Rhythmen“

heute kaum noch Aufmerksamkeit gewidmet wird. Allenfalls wurde nach Hochhuths Tod der Titel kurz erwähnt, ohne auch nur anzudeuten, wieviel mehr an Sprengstoff dieses Stück damals freisetzte. Schließlich geht es um eine den „Stellvertreter“ weit übertreffende welt(kriegs)geschichtliche Dimension, mit der wir uns einmal näher beschäftigen sollten:

Die am 9. Oktober 1967 an der Freien Volksbühne Berlin uraufgeführte Tragödie „Soldaten“ befaßt sich mit zwei durch die Person des einstigen britischen Kriegspremiers Winston Churchill verknüpften Themen:

  • die fehlende internationale Luftkriegsordnung zum Schutz der Zivilbevölkerung einerseits

  • und der mysteriöse „Unfalltod“ des polnischen Generals und Exilpräsidenten Wladislaw Sikorski andererseits.

Dieser war nach dem Bruch mit der UdSSR und dem Genossen Stalin aufgrund der Entdeckung der Leichenfunde bei Katyn durch einen Flugzeugabsturz am 4. Juli 1943 ums Leben gekommen.

Sikorskis Verhängnis bestand in dessen Forderung, mit der Aufklärung des offenkundig sowjetischen Massenverbrechens, der Erschießung Tausender polnischer Offiziere im Wald von Katyn, von den Deutschen kürzlich entdeckt, das Internationale Rote Kreuz zu befassen.

Damit war das Bündnis der sog. Anti-Hitler-Koalition ernsthaft gefährdet, und deren Zerfall galt es auf alle Fälle zu verhindern.

Die 1967 im Rowohlt-Verlag erschienene Paperback-Ausgabe der „Soldaten“ zeigt als Titelbild eine rotgetönte Ansammlung von Flieger-schirmmützen unterschiedli-cher Nationalitäten mit der Schwarz-weiß-Fotographie einer durch Hyperthermie mumifizierten Frauenleiche (am unteren Ende wie hinter einem Vorhang sichtbar).

Dieses Opfer des Feuersturms von Dresden im Februar 1945 findet sich ebenso auf Seite 20 ganzseitig abgebildet, denn

„dieses sehr reale Foto“ „steht riesig wie die Trümmerfassade [der Kathedrale von Coventry] im Bühnenbild „der durch Feuerwind mumifizierte  S c h ä d e l ,  dem unerklärbarerweise sein Haar geblieben ist, die sitzende Tote auf einer Straße in Dresden“:

Die Tote aus dem Holocaust von Dresden

„Die Frau saß da, wie sie die Hitze hingeworfen hatte,
die Glut des einkreisenden Feuerwindes,
Augen und Fleisch herausgeschmolzen,
nur ihr Nasenbein, unerklärbar,
war noch bedeckt mit Haut, wie imprägniert.
Und ihr Haar war erhalten.“2

Zwar wurde die Zerstörung der Barockstadt Dresden 1945 zum symbolischen Höhepunkt der brutalen Flächenbombardements, doch Hochhuth läßt die Tragödie der „Soldaten“ mit dem Szenenbild der 1940 von der deutschen Luftwaffe zerstörten Kathedrale von Coventry beginnen. Allerdings unterschlägt der Regieeinfall keineswegs die heute üblicherweise übergangenen Tatsachen:

„Im November 1940 errichteten deutsche Kampfflugzeuge hier ein Hitler-Denkmal, als sie während des Angriffs auf das Zentrum der englischen Flugzeugmotorenindustrie auch den Dom einäscherten und dreihundertacht-zig Zivilisten umbrachten.“ (S. 11)

Coventry, Rotterdam oder auch Guernica dienen hier nicht zur „Aufrechnung“, denn die deutschen Luftangriffe in diesen Fällen sind keineswegs mit den Terrorangriffen auf Lübeck, Hamburg oder Dresden vergleichbar. Aber alle zivilen Opfer solcher Angriffe machen eben deutlich:

„Es gibt ein Seekriegsrecht, es gibt ein Landkriegsrecht – ein Luftkriegsrecht jedoch ist nicht da.“ (S. 12)

Hochhuth verschweigt in seinem Stück auch nicht die

Tatsache, daß sich die deutsche Reichsregierung 1936 für ein Luftkriegsrecht in Genf einsetzte,

aber am Widerstand Englands scheiterte. Der

„Wegmerzung der Bevölkerungszentren im Lager des Gegners“ (S. 23),

auf die die britische Langstreckenbomberkonzeption seit Mitte der 30er Jahre angelegt war, stand damit nichts mehr im Wege. Dorland, ehemaliger Bomberpilot, bestätigt:

„So war’s bei Churchill – wie hat der, uns zu retten,
diese Insel, ohne Infanterie,
dazu getrieben, den Langstreckenbomber zu bauen …“ (S. 34)

Dorland, der im Schauspiel sinnigerweise als Regisseuer fungiert, führt an anderer Stelle aus, er habe dem ehemaligen Oberbefehlshaber des Bomberkommandos, Marschall Harris, vor Monaten sein Manuskript zur Korrektur vorgelegt:

„Ich hab ihm schriftlich angeboten,
jedes Wort zu streichen, das gegen die Wahrheit verstößt.
Ich  k o n n t e  nicht ahnen, daß Marschall Harris
mir mit einer Anzeige drohen würde, wenn ich ihn seine
historische Rolle auch in meinem Stück spielen lasse.
[Es ist einmalig in der Weltgeschichte,
daß ein Marschall aus der Historie  verschwinden  will,
nachdem er eine halbe Million Zivilisten verfeuert hat,
um in sie hineinzukommen.]“ (S. 36)

Dorlands Sohn, Oberleutnant der RAF, bemerkt einmal:

„In keinem Nürnberger Prozeß
ist je ein Bombermarschall angeklagt worden.“ (S. 30)

Auf eine Art Vorspiel folgt im Stück „Das Londoner Kleine Welttheater“ in drei Akten für neun Spieler. Als Akteure für April bis Juli 1943 werden u.a. aufgeführt:

  • Seiner Majestät Premierminister [PM],

  • Polens Ministerpräsident und Oberbefehlshaber,

  • der Bischof von Chichester,

  • der Chef des Empire-Generalstabs,

  • der Generalzahlmeister des Schatzamtes,

  • ein Group-Captain des Bomberkommandos,

  • ein Major der RAF,

  • ein Hauptmann der Warschauer Untergrundarmee,

  • ein Leutnant des Women’s Royal Naval Service.

Durch seitenlange Zwischen- bzw. Einführungstexte erhält der Leser wichtige Informationen über die Darsteller und die von ihnen verkörperten historischen Figuren. Somit wissen wir, w e n „Cherwell“ historisch gesehen nun wirklich darstellt:

„Zwischen dem nervösen General und dem ebenso nervösen, jedoch breit auf Deck [eines Schiffes] lastenden Premierminister bewegt sich … Churchills  Günstling, der Physikprofessor Frederick Alexander Lindemann. Seit 1942 Baron, seit 1956 Viscount Cherwell … zur Grauen Eminenz der Downing Street abgezeichnet, wird Lindemann von seinen Feinden … als Deutscher oder als Jude gemieden …“ (S. 53)

Lindemann (Cherwell) gilt als der eigentliche „Konstrukteur“ des Flächenbombardements mit den fabrikmäßig entwickelten Feuerstürmen. Darüber lesen wir bei Hochhuth:

„Seit der Premierminister Lindemanns Rezept zur Einäscherung der Arbeiterwohnhäuser in allen deutschen Städten über fünfzigtausend Einwohnern als Hauptoffensive angeordnet hatte – ‘Mittelstandshäuser in ihrer aufgelok-kerten Bauweise führen unvermeidlich zu einer Verschwendung von Bomben’ – verteidigte Churchill seinen ‘Prof.’ in Rage gegen jeden wissenschaftlichen Einwand. Widersacher des Flächenbombardements ‘wurden aus dem Zimmer gewiesen’. Wer den Nutzen der Terrorangriffe – Churchill fand, das sei ein gutes Wort – anzweifelte, … der war erledigt.“ (S. 55)3

Als der Premierminister im Stück zu bedenken gibt:

„Hamburg oder Köln –
… Beide Städte sind als Ziel dem Risiko ebenbürtig,“
wird er von Cherwell beruhigt:
„Wir sparen Blut und Bomber.
Hitlers Nachtjagd wird durch den Ausstoß dieser Streifen
entscheidend desorientiert  … nur diese  e i n e  Handvoll …

“Gomorha” über Hamburg Juli 1943; “Lametta” verhindert die Abwehr (Bild: welt.de)

Er entnimmt seiner Manteltasche ein Kuvert und diesem mit flinken, spitzigen Fingern ein Bündel Lametta, fadendünne Silberstreifen von 25 cm Länge, deren einige er Churchill gibt, andere dem General. Einige läßt er aus hochgehaltener Hand demonstrierend herabschweben – auch Churchill tut das.

Täuscht schon auf deutschen Radarschirmen
ein zweites Flugzeug vor.
Stunden vergehen, bevor die Streifen
bis auf den Erdboden gesunken sind. Erst dann sind drüben
die Radarschirme wieder fähig, den Himmel abzusuchen.

PM hält dem ablehnenden Brooke die Streifen hin:

Brookie, ist das nicht genial – diese Simplizität: […]
was die Wissenschaft zum Kriege ausgeheckt hat –
unheimlich!“ (S. 61)

Hochhuth verfügte über erstaunliche Detailkenntnisse, aber fairerweise ist zu fragen: Wer weiß denn heute überhaupt noch von diesen geheimnisvollen Stanniolstreifen, die dem englischen Bomberkommando im Juli 1943 die Vernichtung Hamburgs mit den verheerenden Feuerstürmen erleichterten, indem sie schlagartig die deutsche Abwehr ausschalteten, und die wir Kinder damals am Tage auf den Wiesen fanden. Nachtjagd und Flak waren vollkommen „blind“, weil in jeder Minute von den mehr als 700 Bombern der RAF Bündel von Tausenden von Silberpapierstreifen abgeworfen wurden. Diese flatterten in der Luft auseinander und senkten sich als millionenfach reflektierende Wolke langsam zur Erde.

„Das ist das Geheimnis der schlagartigen Störung aller deutschen Radargeräte: Die Silberpapierstreifen, mit Tarnnamen in England ‘windows’, in Deutschland ‘Düppel’ genannt, sind genau auf die halbe Wellenlänge der Würzburg-Geräte zugeschnitten. Sie reflektieren die Suchimpulse der deutschen Nachtjagd- und Jägerleitgeräte besonders gut. Millionen winziger Echos werden auf die Bildschirme geworfen. Das ist der Nebel, hinter dem sich die Bomber verbergen.“4

Fortsetzung folgt

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Anmerkungen

1„Junge Freiheit“ vom 22. Mai 2020
2Rolf Hochhuth, Soldaten, Rowohlt-Paperback-Ausgabe 1967, S. 21
3Hochhuth verweist auf David Irving als den „Kenner auch des Nachlasses von Lindemann. (S. 36)
4Cajus Bekker: Angriffshöhe 4000  Kriegstagebuch der deutschen Luftwaffe, Oldenburg und Hamburg 1964, S.406

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