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Der bewegende Brief des russischen Generals Anatoly Wolkow 

ist in den vergangenen Jahren auf mehreren Netzseiten veröffentlicht worden.

In unserer Zeit des offen zu Tage liegenden Schwerstverbrechens gegen unsere europäischen Völker ist die Botschaft der Wahrheit über das Geschehen der letzten 85 Jahre eine Wunderwaffe gegen unsere äußeren Feinde und die im eigenen Land.

Mein Dank gilt all denen, die den Brief in die Runde geschickt haben. So habe auch ich davon Kenntnis erhalten.

Der Brief wurde in die deutsche Sprache übersetzt, mit einer kurzen Lebensbeschreibung von Erich Glagau eingeleitet und am 5. März 2012 veröffentlicht:

Anatoly Wolkow ist ein Veteran aus dem „Großen Vaterländischen Krieg“.

Er wurde 1924 in Leningrad geboren. Seine Erziehung erfolgte ganz im Sinne der Kommunistischen Partei mit dem Berufsziel Soldat, Offizier zu werden.

Über den Komsomol, Fronteinsatz, zwei Verwundungen und die Frunse-Akademie brachte er es nach dem Krieg bis zum General.

Anatoly Wolkow hat, wie viele Russen heute, politische Bauchschmerzen. Und er hat seine Gedanken in einer Niederschrift zusammengefaßt.

Was ihn quält, sind die weltpolitischen Entwicklungen seit der Oktober-Revolution, der Stalin-Zeit, dem Sieg über Deutschland, dem Zusammenbruch der UdSSR und der Eroberungskriege der USA mit dem Ziel der absoluten Globalisierung.

Das verursachte bei Anatoly ein generelles Umdenken.

Er fordert alle politisch Interessierten in der ganzen Welt auf, eine Bilanz zu erstellen, ohne Rücksicht auf frühere ideologische Grundsätze.

Sollten die Völker nicht in der Lage sein, HEUTE schon den wirklichen Menschheitsfeind zu erkennen, dann wird es lange dauern, bis eine Umkehr möglich ist!

So seine Botschaft:

Völker, höret die Signale!
Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale
Erkämpft des Menschen Recht!

Welcher ehrliche Kommunist kennt dieses Kampflied der Arbeiterklasse nicht?

Ich habe mit politischen Veteranen aus verschiedenen Ländern gesprochen.

Sie waren alle davon überzeugt, daß die Sowjet-Union es lieber früher als später erreichen sollte, der ganzen schaffenden Menschheit zu ihrem Lebensrecht zu verhelfen.

Und wir Sowjetbürger waren von dieser Aufgabe beseelt und stolz, Vorkämpfer zu sein.

Wenn wir in unserer Geschichte zurückblicken, erfahren wir, daß auch eine kommunistische Revolution vom Geld abhängig war.

Damals, 1917, war es Trotzki, der mit vielen Millionen Dollars aus den USA diesen Notstand beheben konnte.

Niemand hatte Bedenken, dieses Geld anzunehmen! Niemand hatte gefragt, wie es möglich sei, von den bekämpften Kapitalisten unterstützt zu werden; sie kannten doch unser Ziel.

Daß man dieses Geld überhaupt annehmen konnte?

Lenin hat nämlich gesagt, wir werden den Kapitalisten den Strick verkaufen, an dem wir sie später aufhängen werden!

Wir waren alle sorglos. Zu sorglos!

Als wir 1941 von den Faschisten „überfallen“ wurden, standen uns die USA-Kapitalisten wieder bei.

War das denn kein Beweis für ihre ehrliche Hilfsbereitschaft? Oder hatten beide Seiten etwa ihre heimlichen Pläne unter dem politischen Ladentisch verborgen?

Wir kleinen Leute waren damals ahnungslos. Wie überall in der Welt! Wie immer!

Wir merken erst dann, was gespielt wird, wenn uns irgendwer die Rechnung präsentiert.

Als Besatzungssoldat war ich in der DDR.

Ich war immer neugierig, und ich habe meine Ohren mehr gespitzt als mancher meiner Kameraden. Ich ging ins Volk, sprach mit den Deutschen.

Nur selten fand ich einen, der mehr sagte, als man sonst erfuhr.

Und ich konnte mir ein eigenes Bild machen aus vielen Nebensächlichkeiten.

Meine Bedenken über den Wahrheitsgehalt der politischen Veröffentlichungen wurden damals schon so groß, daß ich noch neugieriger wurde und zu forschen begann.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, dem Abzug unserer Soldaten aus der DDR, aber dem Verbleiben der USA-Besatzung in der BRD, brachen bei mir alle politischen Propaganda-Dämme.

Was sich da ereignet hatte, konnte kein Zufallsergebnis sein!

Parallel dazu las ich russische Schriftsteller, wie Suworow, Solschenizyn und andere. Auch „Mein Kampf“ des Oberfaschisten Hitler habe ich gelesen. Und „Die Protokolle der Weisen von Zion“, die Bibel und den Talmud!

Das reichte mir, um zu einem klaren, aber erschreckenden Bild der geschichtlichen Abläufe zu kommen.

Den Rest dieser ungeheuerlichen Offenbarungen lieferte mir das politische Tagesgeschehen, welches von den USA im engen Bündnis mit Israel beherrscht wurde!

Zu meiner größten Enttäuschung trug das Verhalten der sogenannten „Linken“ bei.

Ich hatte sie immer bei der Arbeiterklasse vermutet.

Jetzt mußte ich sehen, wie sie sich von unseren damaligen Todfeinden für deren Zwecke einspannen ließen. Für ein Trinkgeld!

Diese Leute rührten sich bei keinem der deutlichen Übergriffe von seiten der Kapitalisten.

Man hatte sie durch Ablenkungsmanöver aus Überangeboten von Sex, Drogen, Horror-Filmen aus USA unter Spannung gehalten.

Und politisch hielt man sie durch Bekämpfung des Dauer-Grundübels in der Welt, den Faschismus, an der Longe ruhig.

Ein Ausbrechen aus diesem Jahrmarktsangebot der Wallstreet-Herrscher war für unsere ehemaligen Gesinnungsgenossen nicht möglich.

Wer es versuchte, wurde isoliert. Oder man machte ihn der Einfachheit halber gleich zum Neofaschisten. Die Bevormundung war komplett.

Gut, kann man sagen, die Nazis wurden ja in Nürnberg, für alle sichtbar, als die Weltverbrecher hingestellt.

Wer wollte das nicht glauben? Und wer wollte das Risiko eingehen, mit denen gemeinsame Sache zu machen? Ich glaubte ja auch!

Bedenken wegen der verspäteten Katyn-Revision kamen mir nicht, „Pannen“ können überall passieren!

So richtig munter wurde ich erst bei der Afghanistan-Aktion der USA.

Da hatten doch die Amis jahrelang die Afghanen unterstützt, als die Sowjetunion dort kämpfte. Und als wir draußen waren, stießen die USA vor. Jetzt wurden ihre afghanischen Freunde zu ihren Feinden!

Man konnte das Öl förmlich riechen!

Im Zuge meiner politischen Entdeckungen las ich Berichte von Amerikanern, die offen darüber sprachen, welches doppelte Spiel die Yankies auch dort getrieben hatten.

Bin Laden war zum Beispiel ein „dicker“ Freund von Bush. Jetzt wurde er sein Todfeind!

Und dann die kriminelle Geschichte mit dem Golf-Krieg! Auch darüber haben Amerikaner geschrieben und unglaubliche Zusammenhänge offengelegt.

  • Sie hatten Saddam die Waffen gegen den Iran geliefert und ihn angeheizt, dort aktiv zu werden.

  • Gegen Kuwait hatten sie Saddam freie Hand zugesagt, um ihn dann mit dem gefälschten Film über die Baby-Morde mit Krieg zu überziehen.

Und was war in diesen Aktionen wieder das eigentliche Ziel? Das Öl!

Jetzt erst war mir politisch vieles klarer geworden. Ich beschäftigte mich mit Ereignissen, die im vergangenen Jahrhundert ihren Anfang genommen hatten.

Auch unser großer Führer Lenin sollte mir dabei helfen. Er hatte nämlich gesagt:

Wer Deutschland beherrscht, der hat das Herz Europas.

Das soll unser Ziel sein! Dann steht der Weltrevolution nichts mehr im Wege!

„Die Deutschen haben den Affen erfunden.“

Das ist ein russisches Sprichwort. Seine Bedeutung:

Das deutsche Volk hat eine Reihe von Eigenschaften, die es befähigt, das auf die Beine zu stellen, was anderen Völkern schwerfällt.

Daß es so ist, habe ich in der DDR, aber besonders im Kriege und auch schon aus der deutsch-russischen Geschichte erfahren. Es muß also etwas dran sein, an dieser Weisheit.

Ich habe einiges über die Zeit Friedrichs, des Königs von Preußen und über die Bismarcks gelesen und die Tüchtigkeit der Deutschen erkannt.

Aber es hatten ja bereits vorher die russischen Herrscher diese positiven Erfahrungen gemacht.

Sehr gespannt war ich auf das, was ich über unseren Erzfeind, den Oberfaschisten Hitler erfahren sollte.

Um mich gleich an der Quelle zu bedienen, besorgte ich mir sein Buch „Mein Kampf“.

Während ich mich damit beschäftigte, wurde mir frei Haus die Tagespolitik geliefert. Und ich kann allen meinen früheren Genossen der internationalen Arbeiterklasse nur raten:

Sperrt Eure Ohren und Augen auf! Legt endlich Eure Scheuklappen ab, damit Ihr nicht eines Tages vor dem Scherbenhaufen Eurer Dummheit steht!

Mein Fazit: Die Deutschen haben tatsächlich den Affen erfunden!

Die völlig neuen Ideen und Aktivitäten in Deutschland paßten den Gegnern nicht, daher wollten sie den „Erfinder“ des Umschwungs für sich gewinnen.

Man denke an die umfangreiche Aufklärung des Hauses Ludendorff über die Völkerverderber und die völkerrettende Philosophie Mathilde Ludendorffs sowie die gesamte übrige deutsche Freiheitsbewegung. Das alles sollte schon zur Zeit der Weimarer Republik niedergemacht werden.

Doch weiter General Wolkow, der das Deutsche Volk zurecht als Erfinder des Umschwungs bezeichnet. Den für sich einzuspannen mißlang zunächst, wobei Wolkow die Absicht der Völkerfeinde sogar noch unerwähnt läßt, die bereits 1890 in Paris die Vernichtung des Deutschen Volkes beschlossen hatten:

Da diese Absicht nicht zum Erfolg führte, wollten sie ihn ganz und gar ausschalten. Er könnte, wenn man ihn nicht beseitigte, anderen Völkern Mut machen, sich ebenfalls zur Wehr zu setzen.

Jeder kann daraus erkennen, daß es nicht immer um Öl zu gehen braucht, um einen Krieg zu beginnen.

Die Deutschen hatten nämlich vieles erfunden, was sie von den reichen Industrieationen unabhängig machte. Sie bestätigten damit das deutsche Sprichwort: Not macht erfinderisch.

Die USA besitzen in etwa das reichste Land an Fläche und Bodenschätzen. Sie könnten aus dem Vollen schöpfen.

Anstatt damit zufrieden zu sein, wollten ihre Kapitalisten aber auch noch an die Erträge der weit ärmeren Völker heran.

Gerade das aber wollten sich die Leute, die den Affen erfunden haben, nicht gefallen lassen.

Ihr sprichwörtlicher Erfindergeist schuf

  • einen künstlichen Gummi, Buna genannt.

  • Und da sie auch selber Autos bauen konnten, erfanden sie das dazu nötige Benzin aus ihrer eigenen Kohle.

  • Wer von uns etwas haben möchte, sagten sie, der kann es haben, wenn wir dafür die Dinge bekommen, die wir außerdem benötigen.

  • Und das wollen wir gleich dazu sagen: Auf Pump kaufen wir nichts! Denn Zinsen zahlen wir nicht. Weil wir meinen, das Geld kann sich nicht durch Zinsen vermehren, sondern allein durch das Schaffen neuer Werte. Also: Wer will, der kann bei uns tauschen!

Dieser neue „Affe’’ paßte den Geldhaien ganz und gar nicht. Also erklärte man dem pfiffigen Erfinder den Krieg!

Wir wollen Zinsen, sagten sie, oder wir schießen wie bei einem Banküberfall! Da kennen wir uns nämlich aus!

Das traurige Ende ist allen bekannt.

Die zinslose Geld-Wirtschaft sollte ein für allemal ihr Leben aushauchen!

Parallel dazu haben wir Russen eine ebenso bittere Erfahrung machen müssen.

Unsere UdSSR zerbrach. Und wer stand Pate bei dieser Katastrophe?

Dieselben Leute, die auf den Wucher in Deutschland nicht verzichten wollten!

Und was haben wir daraus gelernt?

Alle vorherigen Aktionen gehörten zu der Strategie zur Beherrschung der ganzen Welt!

Jeder Erdenbewohner kann die im Gange befindliche GLOBALlSIERUNG auf allen Gebieten erkennen.

Wir, in Rußland, können schon ein Lied davon singen. Bloß ist uns das Singen vergangen. Man hat es uns in zig Jahren – und besonders in den letzten – gründlich ausgetrieben. Wir spielen höchsten auf der letzten Balalaika-Saite.

Und wie froh wären wir, wenn wir die Erfinder des Affen an unserer Seite hätten!

Gibt es jetzt noch einige meiner ehemaligen Genossen, die meinen, was geht uns das Schicksal der Deutschen an?

Ihr mögt ja Recht haben, denn viele meiner russischen Freunde resignieren und sagen, wir sitzen so tief im Dreck, daß wir kaum an eine Zukunft zu denken wagen.

Aber ich spreche nicht nur unsere eigenen Landsleute an, sondern auch meine Genossen in anderen Nationen.

Ich kann Euch nur warnen, Euch wird es eines Tages nicht anders gehen als uns und den Deutschen.

Es werden nur noch Arbeitstiere gesucht, wie in einem Ameisenhaufen oder in einem Bienenstock! Aber nicht, damit Ihr Euren Honig selber essen könnt, sondern um ihn abliefern zu müssen!

GLOBALISIERUNG ist die Erfindung derjenigen, die die Welt beherrschen wollen und damit die gesamte Menschheit!

Ab und zu besuche ich in Sachsen meine deutschen Freunde. Auch lese ich deutsche Zeitungen und verfolge das Angebot im Fernsehen.

Manchmal ist von eigenartigen Gruppen die Rede: Rock gegen Rechts. Jugend gegen Rassismus und Faschismus und noch so ein paar Aktionen.

Alle haben die gleiche Richtung. Es gelang mir nicht, mit diesen Leuten Verbindung zu bekommen.

Ich vermute, das sind „potemkinsche Dörfer“’, also Luft-Aktionen, um Euch von den eigentlichen Problemen abzulenken.

Laßt Euch nicht von den Amis für ihre Zwecke einspannen! Wie die Juden den „Antisemitismus“ brauchen, so benötigen die USA die Al Kaida und den Terrorismus.

Es sind künstliche Feindbilder!

Genossen, laßt Euch nicht über den Tisch ziehen!

Aber nun will ich Euch mit Eurer Nase darauf stoßen, wie man es bisher erfolgreich mit den Deutschen gemacht hat. Und wenn die restlos fertig sind, dann kommt IHR dran. Also wehrt Euch gemeinsam!

Das Zauberwort Demokratie

Schon lange vor dem II. Weltkrieg hat man den Deutschen eingeredet, sie brauchten eine echte Demokratie. Die amerikanische wäre die richtige.

Daß dort allein das Geld den Ausgang der Wahlen bestimmt und die „richtigen“ Leute vorher „ausgewählt“ werden, hat man verschwiegen.

Manche Deutsche fielen auf diesen Bluff herein und betrieben Vaterlandsverrat zum Wohle der USA. Auch Euch wird man klarmachen, daß Ihr in Euren Ländern eine bessere Demokratie braucht. Siehe Irak!

In der BRD kamen nur solche Leute ans Ruder, die in Washington unterschrieben hatten, die Wünsche der Amis zu erfüllen.

Wie in den USA ließen sich die „richtigen Politiker“ auch in der BRD einkaufen.

Ja, Ihr versteht mich richtig: Alles kann man in den USA kaufen! Auch die Politiker! Warum also nicht auch in der BRD und bei Euch! Egal, wo ihr lebt.

Und wer mit diesen Regeln nicht mitspielt, der ist weg vom Futterplatz.

Daß es immer nur einige wenige Leute sind, die man „mitspielen“ läßt, liegt klar auf der Hand. Weil es billiger ist, ein paar Leute an den Freßkübel zu lassen als die Masse des Volkes!

In Deutschland hat man also auch nur eine handvoll Leute gebraucht, um diese „demokratische’’ Show abzuziehen. Die Widerborstigen, die dieses „Einkaufen“ nicht mitmachen wollten, hat man eingesperrt, mit oder ohne Prozeß. Ich hörte, man ließ auch ein paar Leute umlegen.

In Deutschland traute man dem ganzen Volk nicht. Deshalb wurden andere Methoden angewandt; man ließ Menschen aus anderen Erdteilen und Ländern importieren.

Diese Leute mußten von den Einheimischen mit Wohnungen, sogar in Hotels, versorgt werden. Selbstverständlich auch ernährt und mit allen Hilfen des sozialen Netzes, wie Krankenbehandlung, gutem Arbeitsplatz, Versorgung der Angehörigen, die man in der fernen Heimat hatte zurücklassen müssen, und vielem anderen mehr.

Das würde für Euch bedeuten, daß ihr Fremde nicht nur aufnehmen, sondern sie auch noch versorgen müßt!

Eigentlich solltet Ihr schon aufwachen, wenn Ihr etwas von der „ONE WORLD“ zu hören bekommt. Es ist mir unverständlich, daß es bei Euch Leute gibt, die sich verleiten lassen, in der Öffentlichkeit gegen die früheren Feinde, die Faschisten, zu randalieren.

Damit will man Euch bloß ablenken. Ihr sollt nicht erkennen, wer Euch ans Leder will! Es sind die alten internationalen Kapitalisten! Eure neuen „Arbeitgeber“!

Laßt Euch nicht davon blenden, wenn ein paar gekaufte Genossen Euch ebenfalls kaufen und mit Fahrgeld und Tagesspesen für Demonstrationen gegen angeblich „Rechte“ oder „Faschisten’“ oder „Rassisten“ oder „Antisemiten“ mißbrauchen!

Ihr werdet am Ende die Dummen sein! Denkt an Saddam! Was haben die Amis mit ihm für Geschäfte gemacht! Sie haben ihm Waffen geliefert und manches „krumme Ding“ mit ihm gedreht Und jetzt wollen sie ihn grillen!

Jeder US-Administration sitzt der Colt locker, wie es zu einer kriminellen Gang gehört. Und jeder US-GI darf sich im besetzten Land wie ein King aufführen.

Sobald er wieder zu Hause ist, wird er in die breite Masse zurückversetzt, um die Rolle des Sklaven für die Finanzhaie zu übernehmen.

Ihr solltet Euch einmal ansehen, was in Rußland los ist!

Das Volk ist bettelarm. Die Reichen werden immer reicher.

Und was sind das für Leute, diese Reichen?

Sie haben die doppelte Staatsbürgerschaft. Wenn sie durch „Pannen“ das Feuer unter ihrem Hintern spüren, dann sind sie ganz schnell verschwunden. Und angeblich weiß keiner, wo sie geblichen sind.

Zufällig kommt mal die neue Adresse in Tel Aviv ans Licht.

Ist Euch denn gar nicht aufgefallen, daß die Amis immer von Massenvernichtungswaffen reden? Das ist angeblich der Grund, eine Nation mit Krieg zu überziehen.

Und habt Ihr nicht gemerkt, daß gerade die USA diese schrecklichen Waffen bereits eingesetzt haben? So blind könnt Ihr doch nicht sein?

Und welches Land hat bisher keine UNO-Resolutionen erfüllt? ISRAEL!

Das müßt Ihr doch mitbekommen!

Ihr solltet Euch einmal Rußland ansehen! Das äußere Bild wird immer schrecklicher.

Ihr müßt Euch die Industriegebiete ansehen! Die Umweltverschmutzung in den Ölgebieten ist katastrophal!

Unser Staat hat kein Geld, um alles in die Reihe zu kriegen. Die Gangster haben uns Mc Donalds gebracht und Coca Cola und uns dabei wirtschaftlich das Fell über die Ohren gezogen.

Gangster, Mafia, Porno, Drogen, Austausch der russischen Kultur gegen amerikanischen Einheitsdreck, das sind die Markenzeichen der neuen Lebensweise.

Wer arm ist und den Mut aufbringt, selbst etwas auf die Beine zu stellen, der wird von den Finanzhaien abgekocht.

Die Gangster, die von den Zinsen der Armen leben, kommen nicht aus unserem Volk. Die sind international zu Hause, aber begraben werden möchten sie in Israel.

Ich kann Euch nur warnen und Euch bitten: Kommt nach Rußland!

Hier bekommt Ihr den Anschauungsunterricht, der Euch die Augen öffnet, um zu erkennen, was Euch blüht, wenn Ihr Euch nicht wehrt!

Redet mit Euren Genossen vor Ort! Laßt Euch nicht weiter vor den Karren spannen, der Euch ins Elend bringen soll, als Sklaven!

Ich habe mich in Deutschland umgesehen. Heute würde Lenin vom deutschen Volk vielleicht nicht mehr den Eindruck haben, sie wären in der Lage, noch einmal den Affen zu erfinden.

Gern will ich mich täuschen. Aber viele Gesprächspartner kamen mir wie aus einer anderen Welt vor. Sie begreifen nicht, was ihre Politiker mit ihnen treiben.

Wenn ich in Deutschland leben wollte, dann nicht als Deutscher, sondern als Asylant oder als Jude.

Die bekommen alles nachgeschmissen, was sie nur haben wollen.

Da habe ich im Sommer 2002 in Berlin eine Zeitschrift entdeckt, in der ein Journalist schreibt, die Nazis hätten höchsten 450,000 Juden vergast, und das könnte er alles belegen!

Ich dachte, den werden sie sich gleich schnappen und einsperren. Als ich nach einem halben Jahr wieder in Berlin war, da hörte ich, diesem Zeitungsmenschen ist kein Haar gekrümmt worden.

Leute, die ich auf der Straße ansprach, wußten nichts von diesem brisanten Artikel.

Als ich vor dem Reichstagsgebäude einen Politiker erwischen konnte und ihn darauf ansprach, lud er mich zur Tasse Kaffee ein.

Er hatte mich nämlich als Russen entdeckt, und dann erzählte er mir, es wäre besser, diesen Meyer-Artikel schnell zu vergessen. Wenn es nämlich zu einer öffentlichen Untersuchung kommen sollte, so könne der ganze Holocaust ins Wanken geraten. Die Folgen wären nicht auszudenken.

Er riet mir, dies auch im Interesse Rußlands zu bedenken. Als ich ihn fragte, warum gerade Rußland? Da tat er sehr geheimnisvoll.

,,Ich kann es Ihnen nur raten!“ sagte er abschließend.

Was ich aber denke, das sieht ganz anders aus: Für viele Millionen Vergaste haben die Deutschen Entschädigung gezahlt. Und sie zahlen heute immer noch!

Sollte sich jetzt alles als ein Riesenschwindel herausstellen, dann wären die Folgen wirklich nicht abzusehen. Wenn das stimmt, was der Meyer geschrieben hat, betone ich!

Aber eigenartig ist die ganze Sache schon. Auch an Katyn muß ich denken.

Liebe Freunde und Genossen in aller Welt, ich kann Euch nur raten, wacht auf! Kommt zu uns! Hier bekommt Ihr den praktischen Anschauungsunterricht!

In kameradschaftlichem Sinne grüße ich Euch!

Und ich hoffe auf Euch!

Euer Anatoly Wolkow

„Wir kämpfen nicht gegen Hitler, sondern
gegen den Geist Schillers,
damit dieser Geist nie wieder hochkommen möge.“

„Sie müssen verstehen, daß dieser Krieg
nicht gegen den Nationalsozialismus
geführt wird, sondern

gegen die Stärke des Deutschen Volkes,
welche ein für alle Mal zerstört werden muß,
unabhängig davon, in wessen Hand es sich befindet,
in den Händen von Hitler
oder in denen eines Heiligen
oder eines Jesuiten.“

Winston Churchill
(beide Zitate bei Prof. Anrej Fursow)

Der Historiker Gerhard Bracke

hat in der Zeitschrift Mensch & Maß 8/18

eine geschichtskritisch aufklärende Betrachtung

veröffentlicht, die einerseits die Krankheit unserer Zeit und andererseits geschichtlich Entscheidendes zeigt, das helfen könnte, jener Krankheit zur Heilung zu verhelfen.

Das Geschichts„wissen“ der jungen und mittleren Generation des Deutschen Volkes ist allgemein auf das beschränkt, was die 12 Hitler-Jahre und ihre „politisch korrekte“ Ausdeutung betrifft.

So sehen wir junge Deutsche im Lager der Linken den in sie gelegten Selbsthaß – im Gefühl moralischer Überlegenheit – zelebrieren.

Traurig genug, aber noch trauriger ist mitanzusehen, wie sie bei Interviews im Auftrag von Medienkonzernen versuchen, Deutsche mit gezielten Fragen zu Antworten zu bewegen, die ihnen eine Gefängnisstrafe einbrächte.

Deutsche legen Deutsche aufs Kreuz – das alte, beschämende, tausendjährige Lied!

Im zweiten Teil seiner Ausführungen geht Bracke auf einen zweiten angeblichen Überfall der Deutschen auf ein friedliebendes Land ein, auf den angeblichen

Überfall auf die Sowjetunion

Unmittelbar nachdem die sowjetische Seite die Moskauer Verhandlungen mit den Westmächten, die zu einem Bündnis gegen Deutschland führten sollten, kurzerhand mit fadenscheiniger Begründung hat platzen lassen, kam es bekanntlich am 23. August 1939

zum deutsch-russischen Nichtangriffspakt.

Dieser auch Ribbentrop-Molotow-Pakt genannte Vertrag sah in einem streng geheimen Zusatzprotokoll die Aufteilung Osteuropas in Interessensphären vor.

Allerdings sorgte ein Diplomat der deutschen Botschaft in Moskau über seinen amerikanischen Verbindungsmann dafür, daß dieser den Inhalt des geheimen Zusatzprotokolls direkt nach Washington übermitteln konnte.

Anstatt nun aber Polen vor der Bedrohung durch die beiden Diktatoren zu warnen, zog die amerikanische Administration es vor, den polnischen Staat in seiner Unnachgiebigkeit Hitler gegenüber zu bestärken und damit das Konfliktpotential deutlich zu erhöhen.

Nach dem Krieg rückten Washington und London regierungsamtlich von der Nürnberger These der Alleinschuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg insofern ab, indem sie die Sowjetunion der Mittäterschaft bezichteten.

Man war sich einig, daß der Hitler-Stalin-Pakt „den Ausbruch des Weltkrieges unvermeidlich machte.“9

Auf der anderen Seite vertrat Stalin die These, nicht einzelne Staatsmänner oder Staaten hätten Schuld am Zweiten Weltkrieg, sondern das kapitalistisch-imperialistische System.

Diese Vorstellung geht auf Lenins Theorie vom Imperialismus als höchstem Stadium des Kapitalismus zurück.

„Die Sowjetregierung unterstrich nachdrücklich die Mitschuld Frankreichs, Englands und der Vereinigten Staaten am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges“, stellt der Münchener Historiker Walter Post in seiner profunden Untersuchung über Hintergründe der damaligen internationalen Politik fest. (a.a.O., S. 16)

Schließlich kommt der Verfasser in seiner die globale Perspektive einbeziehenden Untersuchung zu dem Ergebnis, daß die Politik des amerikanischen Präsidenten Roosevelt entscheidend zur Entstehung des Zweiten Weltkrieges beigetragen habe.

Erst durch das Eingreifen außereuropäischer Mächte wurde der europäische Konflikt von 1939 zum Zweiten Weltkrieg.

Wohl beschwor Hitler mit seinen inszenierten Krisen in Europa mehrmals die Gefahr eines Krieges herauf, doch in dem großen Drama war Deutschland unter Hitler nur einer von vielen Akteuren.

Kam der deutsche Diktator in der Sommerkrise 1939 England und Polen überraschend weit entgegen, verhandelte und zögerte er bis zuletzt, um eine friedliche Beilegung des Konfliktes zu ermöglichen, waren Roosevelt und Stalin zu dem Zeitpunkt am europäischen Frieden nicht mehr interessiert.

Nun ist immer wieder zu hören: Aber „wir“ haben doch angefangen.

Auf die Frage, wer 1967 den Sechstagekrieg begonnen und die ersten Schüsse abgegeben habe, antwortete Asher ben Nathan, der israelische Botschafter in Bonn,  in einem Interview:

„Das ist gänzlich belanglos. Entscheidend ist, was den ersten Schüssen vorausgegangen ist.“

Seit 1937 hatte US-Präsident Roosevelt zielstrebig auf einen Krieg mit den Achsenmächten Deutschland und Italien hingearbeitet und sich nach Kriegsausbruch 1939 von Anfang nicht neutral verhalten.

In der Phase des „undeclared war“ unterstützten die USA vor dem offiziellen Kriegseintritt England und danach auch die Sowjetunion mit Kriegsmarial.

Bereits im Sommer 1941 griffen amerikanische Kriegsschiffe deutsche U-Boote mit Wasserbomben an, um Hitler bewußt zu provozieren, bis es schließlich gelang, über den „Überraschungsangriff“ der Japaner auf die US-Flotte in Pearl Harbor (7.11.1941), über die „Hintertür zum Kriege“, auch in Europa eingreifen zu können.10

Das Jahr 1941 bedeutete den eigentlichen Beginn des Zweiten Weltkrieges.

Deshalb wird bei uns aus geschichtspolitischen Gründen immer wieder wert gelegt auf die Hypothese von Hitlers „Stufenplan“, mit  dem der Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begründet wird.

Dabei hatte bereits in den 60er Jahren der mit der Materie bestens vertraute Philipp W. Fabry die Verbindung der Vorstellung aus Hitlers „Mein Kampf“ mit einer gänzlich veränderten weltpolitischen und militärstrategischen Lage als unhaltbar erkannt.11

Das fand Gerd Schultze-Rhonhof im Zuge seiner umfangreichen Quellenforschungen bestätigt:

„Hitlers Absicht, die Sowjetunion anzugreifen, entstand dann in einer ganz konkreten Lage.

Im Juni 1940 annektierten die Sowjets Bessarabien und die Nordbukowina. Damit näherten sie sich bedrohlich den rumänischen Erdölquellen, aus denen Deutschland zu einem großen Teil versorgt wurde.

Zu der Zeit lagen den 6 deutschen Sicherungsdivisionen an der Grenze zwischen Polen und der Sowjetunion bereits etwa 150 russische Heeresdivisionen gegenüber.“12

Der sowjetische Außenkommissar  Molotow erklärte bei seinem Berlin-Besuch im November 1940 das „Geheime Zusatzprotokoll“ vom August 1939 für überholt und überraschte die Reichsregierung mit neuen Forderungen für die russische Interessensphäre:

  • Spitzbergen,

  • Finnland,

  • die Ostseeausgänge,

  • Ungarn,

  • Rumänien,

  • Bulgarien,

  • die Donau,

  • Jugoslawien,

  • Griechenland,

  • die Türkei mit dem Schwarzmeer-Ausgang und

  • den Iran.

So sah sich Hitler unvermittelt einer britisch-russischen Zange und einem weiteren Aufmarsch der Roten Armee ausgesetzt.

Zur selben Thematik sei auch die umfangreiche Forschungsarbeit des Historikers Walter Post empfohlen, dessen wissenschaftliche Recherche bereits zu wertvollen Erkenntnissen führte.13

Daß ein ehemaligen NVA-Generalmajor mit perfekten Russisch-Kenntnissen und Zugang zu Moskauer Archiven eine auf umfangreichem Zahlen- und Quellenmaterial basierende Forschungsarbeit vorlegen konnte, darf als besonderer Glücksfall für die Geschichtswissenschaft gelten.14

Der promovierte Militärwissenschaftler belegt in seinem umfangreichen Werk, mit welchen Steigerungsraten die Sowjetunion unter Stalin ihre auf Angriff ausgerichtete Strategie zielstrebig entwickelte.

Die nachgewiesenen Rüstungsumstellungen und die ständige Vergrößerung der sowjetischen Streitkräfte in den Jahren 1940/41 offenbaren in Verbindung mit verschiedenen Operationsplänen völlig neue Erkenntnisse.

Während Hitler nach dem Frankreichfeldzug eine Reduzierung der deutschen Landstreitkräfte in Aussicht nahm, entwickelte die Führung der Roten Armee bereits im August 1940 einen mit entsprechenden Direktiven versehenen Operationsplan zur Eroberung Ostpreußens mit nachfolgendem Vorstoß Richtung Breslau und Berlin.

Der Autor stützt sich auf eine Analyse russischer Quellen, legt präzise Kartenskizzen vor und berücksichtigt russischsprachige Forschungsergebnisse, die von anderen Historikern nicht zur Kenntnis genommen werden.

Das Ergebnis einer akribischen, reiches Zahlenmaterial präsentierenden Studie wird klar formuliert:

„Ja, der Angriff der Wehrmacht war ein Präventivschlag!“ (S. 535)

Die etablierte Historikerzunft hat es immerhin mit einem promovierten Miltärhistoriker des Jahrgangs 1941 zu tun, der 1980-82 an der Akademie des Generalstabes der Sowjetunion in Moskau studierte und von 1985 bis 1990 Kommandeur der 3. Luftverteidigungsdivision der Nationalen Volksarmee war. Nach Schwippers Erkenntnissen

„war bereits der Operationsplan vom 18. September 1940)“ (d.h. vor dem Molotow-Besuch in Berlin!) „auf die Vernichtung des Deutschen Reiches gerichtet.“ (S.524)

Aus der Gesamtschlußfolgerung ergibt sich:

„Die detaillierte Bewertung der vorliegenden vier Operationspläne bzw. deren zugänglicher Teile hinsichtlich der Beurteilung des Gegners, der eigenen Kräfte und ihres Kernstückes, der strategischen Idee der Handlungen, zeigt, daß entgegen der landläufigen Auffassung der etablierten Geschichtsschreibung

von einer defensiven Denkweise der sowjetischen Führung keine Rede sein kann.“ (S. 499)

Doch zurück zum “Nazi-U-Boot”

Wenden wir uns nach diesem kurzen historischen Exkurs noch einmal dem zu, was Ausgangspunkt unserer Betrachtung war, dem „Nazi-U-Boot“ in der „Braunschweiger Zeitung“.

U 581 bei der Ausbildung (Bild: Deutsches U-Boot-Museum)

In der Stellungnahme des Ombudsrates ist von Lesern die Rede, die sich am „Nazi-U-Boot“ „reiben“, die sich beschweren oder empören, von einer durch die Überschrift ausgelösten „lebhaften Debatte auf der Leserbriefseite.“

Der Ombudsrat führt aus: „Zunächst war es sicher nicht die Absicht der Redaktion, mit der Überschrift alle Soldaten von Wehrmacht, Luftwaffe und Kriegsmarine pauschal als Kriegsverbrecher zu titulieren…. Allerdings wissen Redakteure aus der Leserforschung und von den Klickzahlen, daß bestimmte, emotional aufgeladene Reizworte besonders stark zum Lesen eines Textes animieren können.

‚Nazi‘ zählt zu diesen Reizworten. Die engagierte Debatte und die Vielzahl der Zuschriften zeigt, wie emotional das Erbe des Dritten Reiches auch knapp 75 Jahre nach dessen Untergang diskutiert wird.

Handwerklich gesehen ist die Überschrift ‚Wrack von Nazi-U-Boot gefunden‘ jedenfalls sehr gelungen:

Sie enthält den zentralen Fakt und dürfte die Aufmerksamkeit vieler Leser geweckt haben. [….] Journalisten stehen immer wieder vor dem Dilemma, daß kurze, knackige und Aufmerksamkeit erregende Botschaften möglicherweise zulasten der inhaltlichen Differenzierung gehen. Dieser Zielkonflickt wird sich kaum auflösen lassen.

Wir Ombudsräte folgen allerdings eher der Argumentation des stellvertretenden Chefredakteurs Harald Likus als der jener Leser, die den Begriff ‚Nazi-U-Boot‘ als pauschal verunglimpfend empfinden. Einen Verstoß gegen die journalistische Sorgfaltspflicht sehen wir nicht.“15

Natürlich nicht, schließlich wird dem Zeitgeist hinreichend Genüge getan.

Bemerkenswert dürfte immerhin der Hinweis auf die Anziehungskraft des herabsetzend gemeinten Nazi-Ausdrucks sein, dem damit eine gewisse Werbewirksamkeit zugesprochen wird.

Nur, ginge es nach der Einschätzung des Ombudsrates der BZ, hätte wohl eine bekannte chinesische Plastikmodellbau-Firma sich eine gewisse Werbewirksamkeit entgehen lassen.

Die Chinesen bevorzugten für ihr größtes und detailliertestes Modell eines deutschen U-Bootes (Länge 140 cm, mehr als 1100 Einzelteile und komplette Innenausstattung incl. 12 Torpedos) die korrekte, einzig sachliche Bezeichnung „DKM U-Boat Type VII C U-552“.

Kapitänleutnant ErichTopp (Bild: Forum Übersicht)

Statt „Nazi“- also richtig:  Deutsches Kriegsmarine U-Boot vom Typ VII C, U-552, und Kommandant des historischen Vorbildes von U-552 war einer der erfolgreichsten U-Boot-Kommandanten, Schwerterträger Erich Topp, der nach dem Krieg nicht nur erfolgreicher Architekt wurde, sondern zum Aufbau der Bundesmarine mit seinen Erfahrungen beigetragen  und eine führende Position in der NATO  eingenommen hatte.

Daß nach dem endlich erreichten Kriegseintritt der USA tatsächlich von „Nazi-U-Booten“ die Rede war, bezeugt ein ehemaliger U-Bootfahrer, Wolfgang Hirschfeld, in seinem Buch „Feindfahrten“.16

Hierbei handelte es sich allerdings um den Sprachgebrauch unserer damaligen Feinde. Sollte diese Sprachregelung aus dem Kriege für die heutige Zeit wirklich empfehlenswert sein?

Wolfgang Hirschfeld stellt seinem bewegenden Dokumentarbericht [Feindfahrten. Das Logbuch eines U-Bootfunkers] ein selbstverfaßtes Requiem voran, das vielleicht zu etwas mehr Nachdenklichkeit anregen möge:

Requiem

zum Gedenken
unserer gefallenen U-Boot-Kameraden

Wir können nicht vor Gräbern stehen
zum Gedenken unserer Toten.
Wir sehen nur im Geiste die Flagge wehn,
für die sie starben in ihren Booten.

Sie haben gekämpft getreu ihrem Eid
und waren immer so nahe dem Tod,
gegen Zerstörer und Flugzeug vereint,
kam oft das Ende auf sinkendem Boot.

Im Eismeer und vor Grönland bis Kap Hoorn,
stampfend meist auf sturmgepeitschtem Meer,
sind stahlharte Kämpfer sie geworden.
Doch der Atlantik gibt sie nicht mehr her.

Auch in all den and’ren Ozeanen
ruhen sie meist in großen Tiefen.
Schiffe zieh’n darüber ihre Bahnen.
Mir ist oft, als ob sie uns noch riefen.

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Anmerkungen

9Time, 12.1.1959, S. 31  zitiert nach: Walter Post, Die Ursachen des Zweiten Weltkrieges. Ein Grundriß der internationalen Diplomatie von Versailles bis Pearl Harbor. Tübingen 2003, S. 15 (insgesamt 671 Seiten)

10Charles Callan Tansill: Back Door to War (1952); George Morgenstern: Pearl Harbor. The Story of the Secret War (1946); Dirk Bavendamm: Roosevelts Krieg. Amerikanische Politik und Strategie 1937-1945, München 1998

11Philipp W. Fabry: Der Hitler-Stalin-Pakt. Ein Beitrag zur Methode sowjetischer Außenpolitik. Darmstadt 1962

Ders.: Die Sowjetunion und das Dritte Reich. Eine dokumentierte Geschichte der deutsch-sowjetischen Beziehungen von 1933 bis 1941. Stuttgart-Degerloch 1971

12Gerd Schultze-Rhonhof: a.a.O., S. 613

13Walter Post: Unternehmen Barbarossa. Deutsche und sowjetische Angriffspläne 1940/41. 2. Aufl. Hamburg, Berlin, Bonn 1996

14Bernd Schwipper: Deutschland im Visier Stalins. Der Weg der Roten Armee in den Europäischen Krieg und der Aufmarsch der Wehrmacht 1941. Eine vergleichende Studie anhand russischer Dokumente. Gilching 2015

15Braunschweiger Zeitung vom 5. Juni 2018

16Wolfgang Hirschfeld: Feindfahrten. Das Logbuch eines U-Bootfunkers. Klagenfurt 1991

 

Ein deutsches U-Boot und “der ewige Nazi”

„Wir kämpfen nicht gegen Hitler, sondern
gegen den Geist Schillers,
damit dieser Geist nie wieder hochkommen möge.“

„Sie müssen verstehen, daß dieser Krieg
nicht gegen den Nationalsozialismus
geführt wird, sondern
gegen die Stärke des Deutschen Volkes,
welche ein für alle Mal zerstört werden muß,
unabhängig davon, in wessen Hand es sich befindet,
in den Händen von Hitler
oder in denen eines Heiligen
oder eines Jesuiten.“
Winston Churchill
(beide Zitate bei Prof. Anrej Fursow)

Der Historiker Gerhard Bracke

hat in der Zeitschrift Mensch & Maß 8/18

eine geschichtskritisch aufklärende Betrachtung

veröffentlicht, die einerseits die Krankheit unserer Zeit und andererseits geschichtlich Entscheidendes zeigt, das helfen könnte, jener Krankheit zur Heilung zu verhelfen.

Das Geschichts„wissen“ der jungen und mittleren Generation des Deutschen Volkes ist allgemein auf das beschränkt, was die 12 Hitler-Jahre und ihre „politisch korrekte“ Ausdeutung betrifft.

So sehen wir junge Deutsche im Lager der Linken den in sie gelegten Selbsthaß – im Gefühl moralischer Überlegenheit – zelebrieren.

Traurig genug, aber noch trauriger ist mitanzusehen, wie sie bei Interviews im Auftrag von Medienkonzernen versuchen, Deutsche mit gezielten Fragen zu Antworten zu bewegen, die ihnen eine Gefängnisstrafe einbrächte.

Deutsche legen Deutsche aufs Kreuz – das alte, beschämende, tausendjährige Lied!

Hier wieder so ein Beispiel, von Gerhard Bracke berichtet:

„Der ewige Nazi“ ist ein Kapitel in „Finis Germania“ von Rolf Peter Sieferle überschrieben.

Darin heißt es: „Es gibt noch Mythen, und es gibt noch Tabus

Der Nationalsozialismus, genauer Auschwitz, ist zum letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt geworden.

Ein Mythos ist eine Wahrheit, die jenseits der Diskussion steht.

Er braucht sich nicht zu rechtfertigen, im Gegenteil:

Bereits die Spur des Zweifels, die in der Relativierung liegt, bedeutet einen ernsten Verstoß gegen das ihn schützende Tabu.“1

Als unlängst vor der norwegischen Küste das Wrack eines gesunkenen deutschen U-Bootes aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden war, titelte die BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 14. April 2018:

„Wrack von Nazi-U-Boot gefunden“.

Eine solche Meldung an sich löst häufig bei Journalisten ähnliche Reflexe aus wie bei den Pawlowschen Hunden, denn der von Prof. Sieferle gekennzeichnete Mythos ist allgegenwärtig.

Ein Überrest der ehemaligen deutschen Kriegsmarine wird im Zuge simplifizierten Geschichtsdenkens sogleich nazifiziert.

„An diesem Bericht“, schrieb ein Leser, „stört mich in besonderem Maße die Überschrift. Ich finde die Herabwürdigung dieser ehemaligen Seeleute schäbig. Alle diese Menschen haben im guten Glauben in der deutschen Kriegsmarine ihren Dienst getan, nicht als Nazi-Matrosen, sondern als deutsche U-Boot-Soldaten.

Können je die Menschen heute ermessen, welches Leid die Soldaten in den engen Stahlröhren erlebten, bis sie der grausame Tod erlöste? Die Bezeichnung des Boots als ‚Nazi-U-Boot‘ schließt die Besatzung als Nazi-Matrosen ein.

… Es können sich nicht mehr viele Überlebende der Kriegsgeneration gegen solche Pauschalierungen wie ,Nazi-Matrosen‘ oder ,Nazi-Flieger‘ wehren, denn es sind nur noch Reste der Teilnehmenden  dieses furchtbaren Krieges am Leben. Wir Reste aber sollten uns gegen diese Diffamierung durch die heutige Generation wehren.“2

Es folgten prompt weitere Leserbriefe, die in neurotischer Verspanntheit und in „aufgeklärter“ Gutmenschenmanier nur bestrebt waren, den „ewigen Nazi“ am U-Boot-Wrack zu bestätigen. Aber damit war die Diskussion keineswegs beendet …

Wir ersparen uns hier die weiteren Leserbriefe. Abschließend hatte einer der Verteidiger der Bezeichnung „Nazi-U-Boot“ gemeint:

„Einen moralischen Geschmack hat eine solche Formulierung natürlich immer, das räume ich ein. Aber ist derlei denn wirklich so furchtbar ungerecht?“

Bracke knüpft daran an und fährt fort:

Als Historiker ist man geneigt, darauf mit einem Zitat aus Goethes „Faust“-Dichtung zu erwidern:

„Mein guter Herr, Ihr seht die Sachen,
Wie man die Sachen eben sieht …“

Denn die hier vorgetragene Argumentation, die „Nazis“ hätten das U-Boot in den Krieg geschickt und die deutsche Wehrmacht „im Namen des Nationalsozialismus die Welt mit Krieg überzogen“, entspricht zwar der zeitgeistig korrekten, üblicherweise monokausalen wie Hitler- oder NS-zentrierten Betrachtungsweise, scheint aber auf elementare, kontextbezogene Grundkenntnisse über Ursachen, Anlaß und Verlauf des Zweiten Weltkrieges „in der gebotenen Kürze und Würze“ jederzeit verzichten zu können.

… Es erscheint geboten, an einige der meist in Vergessenheit geratenen oder bewußt ignorierten Grundtatsachen  zu erinnern. Erst dadurch wird deutlich, daß die heute Allgemeingut gewordenen Simplifizierungen nicht im entferntesten der geschichtlichen Komplexität des 20. Jahrhunderts gerecht werden.

Von zentraler Bedeutung ist die Feststellung, die Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof in seiner auf reicher Quellenbasis beruhenden Untersuchung treffend formuliert hat:

„Daß aus dem Polenkrieg dann doch ein Weltkrieg wurde, verdankt die Welt in erster Linie England.

Als Deutschland England 1939/40 mehrmals vorgeschlagen hatte, den Krieg mit einem Frieden zu beenden, bei dem Deutschland Polen freigeben und nur das ohnehin deutsche Danzig und den weitgehend deutschbewohnten Korridor behalten wollte, hat England auf der Fortsetzung des Krieges bestanden.“4

Diese Haltung entsprach ganz der von Winston Churchill am Tage der englischen Kriegserklärung an Deutschland, am 3. September 1939,  über den britischen Rundfunk abgegebenen Erklärung: „Dies ist ein englischer Krieg, und sein Ziel ist die Vernichtung Deutschlands.“ (siehe auch Churchill-Zitate oben)

Ohne Wissen um diese Zusammenhänge lassen sich die hohe Einsatzbereitschaft und Kampfmoral aller Wehrmachtsteile, einschließlich der aufgrund ihres konservativen Traditionsverständnisses am wenigsten NS-affinen Kriegsmarine, kaum erklären.

Der deutsche Soldat kämpfte nicht, wie oft unterstellt, um der „Eroberung und Vernichtung“ willen, nicht für den Nationalsozialismus und dessen verhängnisvollen Rassenwahn, sondern für sein Land und das Lebensrecht des deutschen Volkes.

In dem Zusammenhang sollte nicht unerwähnt bleiben, daß sich die U-Boot-Besatzungen fast ausschließlich und in erster Linie aus Freiwilligenmeldungen zusammensetzten.

Selbst Churchill würdigt in seinen Memoiren das Scapa-Flow-Unternehmen Günther Priens mit U-47 vom Oktober 1939 als „hervorragende Waffentat des deutschen (!) U-Boot-Kommandanten“.

Von besonderem Stellenwert dürfte das Urteil des israelischen Militärhistorikers Prof. Martin van Creveld sein, wenn er schreibt:

„Die deutsche Armee war eine vorzügliche Kampforganisation. Im Hinblick auf Moral, Elan, Truppenzusammenhalt und Zähigkeit war ihr unter den Armeen des 20. Jahrhunderts wahrscheinlich keine ebenbürtig.“5

Die siegreich durchgeführten Feldzüge in der Anfangsphase des sog. „Blitzkrieges“ können nicht darüber hinwegtäuschen, daß sich Deutschland im Grunde seit dem 3. September 1939, dem Tag der britisch-französischen Kriegserklärung an das Deutsche Reich, aber spätestens seit der englischen Kriegsausweitungsstrategie in Nordeuropa im Frühjahr 1940 in einem Abwehrkampf befand, gleichermaßen bedingt durch des Achsenpartners Mussolini ehrgeizige Kriegsabenteuer und deren Mißerfolge.

Doch dann gibt es da noch die griffig-verlogene Formel vom „Überfall auf Polen“, die in keiner Darstellung zur „Entfesselung des Zweiten Weltkrieges“ fehlen darf.

Das Wort „Überfall“ assoziiert den Begriff der Ahnungslosigkeit, der Überraschung und der völligen Arglosigkeit.

Wie sich das mit der polnischen Teilmobilmachung vom März 1939 in Einklang bringen läßt, ist ebensowenig nachvollziehbar wie das Erscheinen von martialischen Plakaten in den Straßen Warschaus im Sommer 1939, auf denen ein das Bajonett auf den Betrachter richtender polnischer Soldat den Ruf verbreitet „Auf nach Berlin!“

Überfall?

Der Oberbefehlshaber der polnischen Armee, Marschall Rydz-Smigly, erklärte im Juni 1939 vor polnischen Offizieren:

„Polen will den Krieg mit Deutschland, und Deutschland wird ihn nicht verhindern können, selbst wenn es das wollte.“

England hatte mit seiner Garantieerklärung für Polen am 30. März 1939 die provozierende Haltung der polnischen Regierung wesentlich verstärkt und damit zur Steigerung der Spannungen mit dem Deutschen Reich beigetragen.

Neben der Danzig-Frage ging es vor allem um die rücksichtslose polnische Minderheitenpolitik, unter der  nicht nur die deutsche Bevölkerung, sondern ebenso Ungarn,  Rumänen, Ukrainer und Weißrussen zu leiden hatten.

Als  im August 1939 im „Zollinspektorenstreit“ zwischen der Freien Stadt Danzig und Polen fast schon ein von Polen begonnener Krieg drohte, drängte Hitler den Senatspräsidenten von Danzig, für Entspannung zu sorgen.

Schultze-Rhonhof bemerkt dazu:

„Hätte Hitler so kurz vor dem dann doch später tatsächlich ausgebrochenen Krieg den Konflikt mit Polen haben wollen, hätte er den Danziger Zollinspektorenstreit nur schmoren lassen müssen. Polen hätte den Krieg dann wohl selbst, wie angedroht, eröffnet.“6

Der  Historiker Stefan Scheil weist auf ein besonderes Phänomen hin:

„Wohl nie gab es aber einen Konflikt von solchem Ausmaß, dessen Eigendynamik in den westlichen Hauptstädten und später auch von der auf den Westen orientierten Geschichtsschreibung so gründlich übersehen wurde, deren Arbeiten regelmäßig mit dem Jahr 1939 beginnen und die Vorgeschichte des deutsch-polnischen Kriegs konsequent ausblenden.“7

Man begann in Polen umgehend, den Konflikt mit Deutschland vorzubereiten.

So wurden bereits im Frühjahr Lager eingerichtet, in denen die Deutschen konzentriert werden sollten.

Es kam immer häufiger zu Ausschreitungen gegen deutsche Personen, Firmen und Einrichtungen, was schließlich zu einer Flüchtlingswelle von 70 000 Personen führte, die nach Deutschland abwanderten.

Über den Sommer 1939 hinweg häuften sich die bewaffneten Zwischenfälle an der polnisch-deutschen Grenze.8

Nur absolute Geschichtsvergessenheit in Verbindung mit Schuldverlangen konnte auf den Mythos vom „Überfall auf Polen“ verfallen. Er gehört nunmehr zum Kernbestand bundesrepublikanischer Geschichtspolitik.

Wer da glaubt, ohne die Einbeziehung der internationalen Interdependenzen in der europäischen wie in der Weltpolitik, ohne das Studium diplomatischer Akten und kritisch geprüfter Quellen schon hinreichend informiert zu sein, wer meint, sich allein auf die immer wieder zitierten sog. „Schlüsseldokumente“ von Nürnberg verlassen zu können, kennt die Hintergründe der Katastrophen des 20. Jahrhunderts noch lange nicht.

Der begreift ebensowenig, daß mit dem Hinweis auf den 30. Januar 1933 noch nicht die Entstehung der Hitler-Diktatur zu erklären ist, weil die NS-Diktatur erst möglich wurde durch die Selbstausschaltung des Reichstages, indem alle demokratischen Parteien – mit Ausnahme der SPD –  dem „Ermächtigungsgesetz“ zustimmten.

Dafür wurde der katholischen Zentrumspartei das bis heute gültige Reichskonkordat vom 20. Juli 1933 in Aussicht gestellt, durch die das Dritte Reich international hoffähig werden konnte.

Entscheidend für den kriegerischen Ausbruch des deutsch-polnischen Konfliktes wurde neben Englands Haltung die Rolle des sowjetischen Diktators J. Stalin, der die Chance für gekommen hielt,

im Sinne der Leninschen Weltrevolutionsvorstellung zwischen dem kapitalistischen und dem faschistischen Block einen langen Krieg auszulösen.

Das hat er am 19. August 1939 vor dem Politbüro offen ausgesprochen.

Zu einem weiteren angeblichen deutschen „Überfall“ auf ein „friedliebendes“ Land in der

Fortsetzung in Teil 2!

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Anmerkungen

1Rolf Peter Sieferle: Finis Germania, Schnellroda, 3. Aufl. 2017, S. 63 f.

2Gerhard Wollny, Wolfsburg, Leserbrief in der BZ vom 19. April 2018

4Gerd Schultze-Rhonhof: 1939  Der Krieg, der viele Väter hatte. Der lange Anlauf zum Zweiten Weltkrieg. 7.  erweiterte und überarbeitete Auflage, München 2012, S. 612

5Martin van Creveld: Kampfkraft  Militärische Organisation und Leistung der deutschen und amerikanischen Armee 1939-1945   Ares Verlag, erw. Neuauflage 2005

6Gerd Schultze-Rhonhof, a.a.O., S. 610

7Stefan Scheil: Polen 1939  Kriegskalkül, Vorbereitung, Vollzug, Schnellroda 2013, S. 55

8Ebd, S. 67

Orban – Held Europas

Es ist für geistig Gesunde so einfach, der Schöpfung entsprechend zu denken und zu sprechen. Im Gegensatz zu den völkerzerstörenden „Weltverbesserern“ mit ihren abartigen Ideen und Machenschaften ist

Orban geistig gesund

Orban spricht zu den Europa-Abgeordneten im Straßburger Parlament (Bild: V-Post v. 12.9.18)

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban stellte klar:

Sehr geehrter Herr Vorsitzender! Sehr geehrte Abgeordnete!

Ich weiß, daß Sie Ihren Standpunkt bereits ausgebildet haben.

Ich weiß, daß die Mehrheit von Ihnen für die Annahme des Berichtes stimmen wird.

Ich weiß auch, daß meine Wortmeldung Ihre Meinung nicht verändern wird.

Ich bin trotzdem hierher zu Ihnen gekommen, denn Sie werden jetzt nicht eine Regierung, sondern ein Land und ein Volk verurteilen.

Sie werden jenes Ungarn verurteilen, das seit tausend Jahren Mitglied der Familie der christlichen europäischen Völker ist. 

Jenes Ungarn, das mit seiner Arbeit, und wenn es notwendig war, dann mit seinem Blut zur Geschichte unseres großartigen Europa beigetragen hat.

Sie werden jenes Ungarn verurteilen, das aufbegehrt und zu den Waffen gegriffen hat gegen die größte Armee der Welt, gegen die sowjetische, und ein schweres Blutopfer für die Freiheit und die Demokratie gebracht hat, und das, als es notwendig war, seine Grenzen für seine ostdeutschen Schicksalsgenossen öffnete.

Ungarn hat für seine Freiheit und seine Demokratie gekämpft. 

Jetzt stehe ich hier, und ich sehe, daß gerade JENE Ungarn anklagen, die die Demokratie als Erbe erhalten haben, die selber für die Freiheit kein persönliches Risiko eingehen mußten, und sie wollen jetzt die ungarischen Freiheitskämpfer des antikommunistischen, demokratischen Widerstandes verurteilen.

Sehr geehrte Abgeordnete!

Ich stehe jetzt aus dem Grunde hier und verteidige meine Heimat, weil für die Ungarn die Freiheit und die Demokratie, die Unabhängigkeit und Europa eine Frage der Ehre darstellen.

Deshalb sage ich, daß der vor Ihnen liegende Bericht die Ehre Ungarns, die Ehre des ungarischen Volkes verletzt

Die Entscheidungen Ungarns treffen die Wähler im Rahmen von Parlamentswahlen.

SIE behaupten nicht weniger, als daß das ungarische Volk nicht vertrauenswürdig genug sei, um einzuschätzen, was in seinem Interesse steht.

SIE glauben, Sie wüßten es besser als die ungarischen Menschen selbst, was das ungarische Volk braucht. 

Deshalb muß ich sagen, der Bericht zeigt keine Achtung vor den ungarischen Menschen. Dieser Bericht mißt mit zweierlei Maß, mißbraucht die Macht, überschreitet Zuständigkeitsbereiche, und die Art und Weise seiner Annahme verletzt den Vertrag.

Sehr geehrte Abgeordnete!

Für uns in Ungarn sind die Demokratie und die Freiheit keine politischen, sondern moralische Fragen.

SIE wollen jetzt auf Grundlage der quantitativ Mehrheit ein moralisches Urteil aussprechen und ein Land und ein Volk brandmarken.

SIE lasten sich eine schwere Verantwortung auf, wenn Sie – das erste Mal in der Geschichte der Europäischen Union – ein Volk von den europäischen Entscheidungen ausschließen wollen.

SIE würden Ungarn der Möglichkeit berauben, seine eigenen Interessen in der europäischen Familie, zu der es gehört, vertreten zu können. 

Zwischen uns gibt es Diskussionen, und es wird sie auch noch in Zukunft geben.

Wir haben unterschiedliche Ansichten über den christlichen Charakter Europas, die Rolle der Nationen und der Nationalkulturen, wir verstehen das Wesen und die Berufung der Familie anders, und wir vertreten einander diametral entgegengesetzte Ansichten über die Migration

Wenn wir tatsächlich eine Einheit in der Vielfalt wollen, dann dürfen die Unterschiede keinen Grund dafür darstellen, irgendein Land zu geißeln und es von der Möglichkeit der gemeinsamen Entscheidung auszuschließen.

Wir würden niemals so weit gehen und jene mundtot machen, die nicht unserer Meinung sind.

Sehr geehrter Herr Vorsitzender!

Sie wollen ein Land ausschließen, das auch im Rahmen der europäischen Wahlen eindeutige Entscheidungen getroffen hat. 2009 hat eine Mehrheit von 56 Prozent, 2014 eine von 52 Prozent für uns gestimmt.

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete!

Wir sind die erfolgreichste Partei des Europäischen Parlaments. Unsere sozialistischen und liberalen Gegner sind verständlicherweise nicht glücklich über unseren Erfolg, doch an den Ungarn dafür Rache zu nehmen, weil sie nicht sie gewählt haben, ist weder anständig noch europäisch.

Hinzu kommt noch, daß dieser Bericht von Leuten verfaßt worden ist, die sich nicht einmal über die grundlegendsten Fakten im Klaren sind.

Der Bericht gibt zu, daß man verabsäumt hatte, eine offizielle Delegation nach Ungarn zu schicken, das heißt:

Sie werden ohne eine angemessene Sachaufklärung entscheiden.

Der Bericht enthält 37 schwerwiegende faktische Irrtümer. Hierüber hat gestern jeder Abgeordnete ein 108 Seiten umfassendes Dokument erhalten.

Sehr geehrte Mitabgeordnete!

Unsere Union wird dadurch zusammengehalten, daß wir die Diskussionen innerhalb geregelter Rahmen ordnen.

Im Namen Ungarns habe auch ich selbst mit der Kommission Vereinbarungen abgeschlossen und Kompromisse getroffen hinsichtlich des Mediengesetzes, hinsichtlich des Systems der Rechtsprechung, ja selbst über einzelne Passagen unserer Verfassung.

Dieser Bericht hebt die vor Jahren getroffenen Vereinbarungen auf.

Aber wenn Sie dies tun können und Sie sie aufheben können, welchen Sinn hat es dann noch, auch nur irgendeine Vereinbarung mit jedweder europäischen Institution zu treffen?

Das, was Sie machen, ist ein Schlag für die EU und auch den konstruktiven Dialog.

Sehr geehrte Mitabgeordnete!

Jede Nation und jeder Mitgliedsstaat besitzt das Recht zu entscheiden, auf welche Weise sie ihr eigenes Leben im eigenen Land einrichten.

Wir schützen unsere Grenzen, und nur wir werden entscheiden, mit wem wir zusammenleben.

Wir haben einen Zaun errichtet und Hunderttausende von illegalen Migranten aufgehalten, wir haben Ungarn verteidigt, und wir haben Europa verteidigt.

Der heutige Fall ist der erste in der Geschichte der Europäischen Union, in dem eine Gemeinschaft ihre eigenen Grenzwächter verurteilt.

Sehr geehrter Herr Vorsitzender!

Reden wir geradeheraus:

Man will Ungarn verurteilen, weil die ungarischen Menschen beschlossen haben, daß unsere Heimat zu keinem Einwanderungsland wird.

Mit dem nötigen Respekt, jedoch auf das Entschiedenste weise ich es zurück, daß die auf Seiten der Einwanderung und der Migration stehenden Kräfte des Europäischen Parlaments Ungarn und den ungarischen Menschen drohen, sie erpressen und Ungarn auf Grund falscher Beschuldigungen verleumden. 

Ich teile Ihnen bei allem Respekt mit, daß ganz gleich, was für eine Entscheidung Sie treffen werden, Ungarn der Erpressung nicht nachgeben wird.

Ungarn wird seine Grenzen schützen, die illegale Migration aufhalten und seine Rechte verteidigen, wenn es sein muß, dann auch Ihnen gegenüber.

Wir, Ungarn, stehen für die Wahlen im kommenden Mai bereit, in deren Rahmen endlich die Menschen über die Zukunft Europas werden entscheiden und die Demokratie in die europäische Politik zurückbringen können.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit!

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