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Sven Hedin

schreibt in seinem lebendig geschriebenen Buch von seinen Erlebnissen im Deutschland der Jahre 1888 bis 1938, „50 Jahre Deutschland“. Unter vielen anderen Großen des Deutschen Volkes, die er erlebte, befindet sich auch

Paul v. Lettow-Vorbeck (Bild: Deutsches Historisches Museum)

Paul Emil von Lettow-Vorbeck

(* 20. März 1870 in Saarlouis; † 9. März 1964 in Hamburg-Othmarschen). Er war – wie Wikipedia berichtet –

ein deutscher Offizier, zuletzt mit dem Charakter eines Generals der Infanterie, Kommandeur der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika im Ersten Weltkrieg und Schriftsteller. Er stammte aus dem pommerschen Adelsgeschlecht von Lettow-Vorbeck.

Hedins Schilderung einer sehr bezeichnenden Begebenheit in Rostock am Ende des Ersten Weltkrieges zeigt Lettow-Vorbeck als einen Mann, der mit seiner soldatischen Haltung Frieden stiftete, einen Mann, wie wir ihn heute in – nur allzu häufig vorkommenden – ähnlichen Fällen uns in Deutschland nur zu sehr wünschen möchten.

Sven Hedin sieht das von den unmäßigen Forderungen einer von irrsinnigem Neid und wahnsinniger Gier getriebenen „Sieger“-Clique von Versailles erniedrigte und zermürbte Deutsche Volk einer sozialistischen, jüdisch geführten, voll Deutschenhaß erfüllten Linken ausgesetzt:

Verzweifelt und hoffnungslos sank dieses Volk einem Abgrund entgegen, während die Kommunisten über die Trümmer herzufallen begannen, um ein bolschewistisches Paradies nach russischem Muster aufzubauen.

Die roten Bataillone zogen durch die Straßen; es fehlte nicht viel, daß sie ihr Ziel erreicht hätten. Dann wären dem Bolschewismus alle Schleusen geöffnet gewesen, Mitteleuropa wäre in ein Schlachthaus verwandelt und die im Süden, Westen und Norden angrenzenden Länder wären von dieser Seuche überschwemmt worden, deren Triumphe wir täglich in Stalins Paradies erleben.

Aber in all diesem wilden Taumel und seinen widerlichen Orgien von Zügellosigkeit und Leichtsinn, die Deutschland mit jedem Tag dem Rande des Abgrundes und einem hoffnungslosen Chaos näherbrachten, lebte auf dem Grunde der Volksseele noch der alte germanische Geist,

an vielen Stellen brodelte – wie einst im Teutoburger Wald – die Forderung nach Genugtuung.

Es wuchs die Zahl derer, die den Ausländern nicht als Sklaven dienen und sich nicht länger von dem einheimischen Pöbel niedertreten lassen wollten; mit zunehmender Ungeduld schauten sie dem Tag entgegen, der sie von Tyrannen-Unterdrückung befreite.

Nun begab es sich, daß die

drittälteste Universität des Deutschen Reiches, Rostock,

alte Ansichts-Postkarte der Universität Rostock, davor das Blücher-Denkmal

der einst „berühmteste wissenschaftliche Mittelpunkt Nordeuropas“ (Hedin), am 26. November 1919 sein 500-jähriges Bestehen mit einem Festakt feiern wollte. Hedin erzählt:

Der Zuschauerraum war bis auf den letzten Platz von einer festlich gekleideten Menge besetzt, eine würdige und vornehme Stimmung herrschte.

Der tödliche Schlag, der vor vier Monaten gegen das deutsche Volk und gegen die uralte deutsche Kultur geführt worden war, hatte eine Art Betäubung ausgelöst; viele schienen eben aus einem teuflischen Angsttraum erwacht zu sein.

Auf den ersten Plätzen saßen aufgeblasen und wichtigtuerisch in ihrer Machtstellung die neuen Herren der städtischen Behörden.

Wem fallen da nicht die ebenso aufgeblasenen wie unfähigen Typen in heutigen Regierungsämtern ein!

In feierlichem Zuge schritten Rektor, Senat und Professoren in ihren althergebrachten Ornaten mit den Gästen der Universität im Gefolge durch die Straßen der Stadt, die von dichten Reihen der Rostocker Bürgerschaft eingesäumt waren.

Ich ging zwischen General v. Lettow-Vorbeck und Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg. Als die Menge den General erblickte, der als einziger den Krieg bis zum Ende durchgekämpft hatte, ohne die Waffen zu strecken, brach sie in Jubel aus.

… Der langsam sich bewegende Zug erreichte schließlich das Theater … Die Vertreter der Studentenverbindungen stellten sich hinter ihnen auf, während das Publikum sich von den Plätzen erhoben hatte.

Draußen hingen bleischwere Regenwolken über der alten Stadt, hier drinnen herrschte eine ernste Stille wie zu Beginn eines Tempelfestes.

… Seine Magnifizenz Rektor Herbig stand auf und bestieg das Rednerpult. In prächtigen Sätzen und anschaulichen Bildern gleitet er über das halbe Jahrtausend, das mit mächtigem Flügelschlag über die berühmte Universität Nordeuropas dahingeflogen ist.

Er spricht wie ein Mann, der sich auf festem Grunde weiß und der vorwärts, neuen Jahrhunderten entgegenschaut – nicht wie der Herold eines geschlagenen Volkes oder ein Fackelträger, dessen Leuchte noch einmal aufflammt, ehe sie verlöscht.

Seine Stimme ist klar, seine Worte sind stolz, man fühlt die Nähe mächtiger Geister, die die Menschen in dunklen Zeiten stützen und andere Wege führen als jene, die im Spiegelsaal von Versailles abgesteckt sind. Das geistige Leben, die Kultur, die Kenntnis, die Wissenschaften können die Siegerstaaten nicht erdrosseln.

Unter den als Ehrendoktoren Ausgezeichneten befindet sich auch General v. Lettow-Vorbeck. Nach all den Feierlichkeiten setzte man sich in einer riesigen Halle an langen Tischen zu einfachem Imbiß und gutem deutschen Bier zusammen,

die Stimmung war ausgezeichnet, und man merkte nicht, daß dieses Volk kürzlich aus einem der größten Kriege der Geschichte besiegt (wenn auch nicht im Felde!) heimgekehrt war.

Gerade wurden kalter Schinken und Brot aufgetragen, als dumpfe Schläge gegen die Türen ertönten, die unmittelbar in den Saal gingen. Eilig stürzten Boten zu General v. Lettow-Vorbeck, und dieser stand auf.

Dem erstaunten Hedin wird auf seine Frage, was denn los sei, geantwortet,

daß die feuerroten Kommuni-stenjünglinge der Stadt auf einem nahe gelegenen Platz ihre Bataillone sammelten und von dort zur Festhalle marschieren und diese stürmen wollten.

Wenn diese verdammten Bürger sich erlaubten, ein Jubiläum zu feiern, dann konnte das Proletariat sich das Vergnügen nicht versagen, die Trinkgenossen hinauszujagen und die Tische mit dem Schinken und den Biergläsern zu erobern.

Aber sie hatten nicht in Rechnung gestellt, daß General v. Lettow-Vorbeck vier Jahre mit einer Truppe von 3400 Weißen und 12.000 Askaris gegen 150.000 Engländer, Inder, Südafrikaner, Belgier, Portugiesen und Schwarze standgehalten hatte, ohne die Möglichkeit einer Verbindung mit der Heimat zu haben.

Für ihn war es eine Kleinigkeit, die Rostocker Kommunisten davonzujagen.

Blitzschnell ergriff er seine Maßnahmen. Die Studenten, die den Saal füllten, waren gewohnt, ihre Klingen zu führen. Sie wurden eingeteilt, Befehle ausgegeben.

Nicht ohne Spannung sahen die Eingeweihten dem Scharmützel entgegen, das eine rechte Würze der Fünfhundertjahrfeier zu werden versprach. Aber die Zeit verstrich, die Türen wurden nicht eingeschlagen. Mit unerschütterter Ruhe nahm Lettow-Vorbeck wieder seinen Platz am Tisch ein.

In den frühen Morgenstunden begab sich jeder in sein Quartier. Still, leer und dunkel lagen die Straßen zwischen den alten Häusern.

Die Kommunisten hatten wohl Wind davon bekommen, daß General v. Lettow-Vorbeck die Halle in Verteidigungszustand gesetzt hatte, und sie hatten es dann wohl für klüger gehalten, auf Bier und Schinken zu verzichten.

Ja, nicht nur Männer, sondern solche Männer braucht unser Land.

Und wie sie sich ähneln, die heutigen „Kommunisten-Jünglinge“ in der Antifa mit ihren Brüdern von gestern: 100 Jahre nun schon dienen sie einer Feindmacht und bekämpfen – gehorsam – das eigene Volk! Irre!

An der Schwelle von deutscher Größe zum Niedergang

„Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“

“Gründer und Häupter der sozialdemokratischen Partei”: Bebel (jüdisch), Liebknecht (jüdisch), Marx (jüdisch), Tölcke (deutsch), Lassalle (jüdisch) (Bild: Wikipedia)

Thomas Klatt vom Deutschlandfunk (31.5.2013) in seinem aufschlußreichen Artikel:

Im Arbeitskreis Jüdischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben sich bundesweit mehr als 100 jüdische Sozialdemokraten zusammengetan. Neben der SPD hat keine andere deutsche Bundestagspartei eine vergleichbare jüdische Untergruppe aufzuweisen.

Schon ihre Gründer waren hauptsächlich jüdischer Herkunft, berichtet Klatt:

Alexander Hasgall vom Bundesvorstand des Arbeitskreises jüdischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist stolz darauf, daß Juden schon zur Gründergeneration der deutschen Sozialdemokratie gehörten. Berühmt sind Ferdinand Lassalle und später die streitbare Kämpferin Rosa Luxemburg.

jüdische Sozialistin Rosa Luxemburg (Bild: Klatt Deutschlandfunk AP Archiv)

Der Berliner Sozialdemokrat Eduard Bernstein bereitete 1875 (also kurz nach Gründung des Bismarck-Reiches) zusammen mit August Bebel und Wilhelm Liebknecht den Einigungsparteitag in Gotha vor und gilt als einer der ersten sozialdemokratischen Theoretiker überhaupt. Jeanette Wolff war in den 1950er Jahren Mitglied des deutschen Bundestages und stellvertretende Vorsitzende des Zentralrates der Juden.

Die SPD sei somit immer schon politische Heimat für Juden in Deutschland gewesen,

schwärmt der aus der Schweiz stammende Historiker Alexander Hasgall (ebenfalls jüdisch).

„Die Linke an sich war natürlich der Ort, wo die Juden sich immer sehr aktiv eingesetzt haben …“

Angesichts dessen, was diese Linke Deutschland angetan hat und noch antut, erkennt man die Weitsichtigkeit, mit der Bismarck den Anfängen zu wehren versuchte:

Das 1878 von Reichskanzler Otto von Bismarck initiierte „Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ (Sozialistengesetz) kam einem Parteiverbot gleich, in dessen Folge die Arbeiterbewegung bis zum Ende der 1880er Jahre massiv behindert wurde. (Wikipedia)

Sozialisten waren es, die mit ihrer Revolution 1918 dem schwer ringenden deutschen Heer in den Rücken fielen. Diese offensichtliche Wahrheit leugnet die Propaganda. Aber ihre Losung – im Vorwärts am 20.10.1918 veröffentlicht – lautete:

Deutschland soll – das ist unser fester Wille als Sozialisten – seine Kriegsflagge für immer streichen, ohne sie das letzte Mal siegreich heimgebracht zu haben.

Sie haben ihr deutschfeindliches Ziel erreicht und erreichen nun mit ihrer verlogenen Propaganda und Diktatur, die sie Demokratie nennen, wunschgemäß den endgültigen Niedergang eines einst großen, fleißigen, harmlosen Volkes, das mit seiner Hochkultur die Welt beschenkte.

Sven Hedin (Bild: Wikipedia)

Sven Hedin – dessen Land Schweden dank der jahrzehntelangen Herrschaft der Sozialisten ebenfalls am Abgrund steht – schildert in seinem Buch „50 Jahre Deutschland“ seine Eindrücke, die er an jener Schwelle von Deutscher Größe zum Niedergang in Deutschland erlebte.

Hier seien zwei Beispiele zitiert, als Deutschland am Ende des ihm aufgezwungenen Weltkrieges sich – im Gegensatz zu heute – gegen seine Feinde noch klug und tapfer zur Wehr setzte, wie es von geistig-seelisch gesunden Lebewesen nicht anders erwartet werden kann:

Feldherr Erich Ludendorff

Besuch Sven Hedins bei General Erich Ludendorff

nach der Rettung Ostpreußens, die seine Feldherrnkunst mit zahlenmäßig weit unterlegenen Kräften gegen zwei riesenhafte Armeen Rußlands bei Tannenberg erreicht hatte:

Telegramm des Kaisers an General Ludendorff nach seinem großen Sieg über die russischen Armeen und damit der Rettung Ostpreußens 1914

Es herrscht wohl in allen Lagern einstimmig die Meinung – wenn ich mich nicht irre, ist es auch von französischer Seite anerkannt worden -, daß General Erich Ludendorff als Stratege und auch als Taktiker der größte von allen Heerführern des Weltkrieges gewesen ist.

Ich habe Ludendorff zum erstenmal als Generalstabschef des Oberbefehlshabers Ost am 1. März 1915 in Lötzen getroffen. Als sei es gestern gewesen, erinnere ich mich klar und deutlich, wie er über die Karten gebeugt saß, die wie Tücher die Tische ringsum bedeckten. Ich sehe ihn vor mir in seiner feldgrauen Uniform, den Blick fest und unverwandt auf einen bestimmten Punkt gerichtet, die linke Hand auf der Karte ausgebreitet, gleichsam als wollte er sie glattstreichen, in der Rechten einen Blaustift, den er gerade benutzte. Auf der Karte lagen Zirkel und Vergrößerungsglas.

Unbeweglich, mit zusammengezogenen Augenbrauen saß er da. Sein Hirn arbeitete offenbar an einer genialen Umgruppierung der Kräfte. Er dachte an Truppenver-schiebungen in Eilmärschen, die den Feind verwirren und täuschen sollten, an eine Operation, die die Russen Niederlage und Verluste von zehntausend Gefangenen und Toten kosten würde. Er saß da wie ein Schachspieler, der seinen Gegner mit dem nächsten Zuge matt setzen wird.

Schon damals war sein Name in der ganzen Welt bekannt.

Ich hatte das Gefühl, vor einem Genie zu stehen, das durch einen einzigen Blick auf die blauen und roten Striche, die die deutschen und russischen Linien, auf die römischen und arabischen Ziffern, die die Stellung der Armeekorps und Divisionen bezeichneten, wußte, was innerhalb von Tagen, einer Nacht oder einer Stunde geschehen mußte, um die roten Linien zu unförmigen, hilflosen Haufen aufzurollen, denen nur der Weg in die Gefangenenlager übrigblieb –

ich stand vor einem Titanen,

der durch zwei Striche seines Blaustiftes die Massen des Krieges umzuwälzen vermochte, als wären es Steine eines Spielbrettes … Ihm konnten der Kaiser und der Oberbefehlshaber Ost getrost „das Heil unserer Brüder und Kinder, die Ehre und Sicherheit unseres Vaterlandes“ anvertrauen.

Die Oberste Heeresleitung hatte signalisiert, die deutschen Fronten noch bis in das Jahr 1919 halten zu können, wenn, ja wenn die Heimat hielte.

In seinen Kriegserinnerungen gibt Ludendorff – wie auch Hedin es in seiner Nähe erlebte – bezüglich des schmählichen, hinterhältig durch die Linke herbeigeführten Endes des Krieges für das im Felde unbesiegte Deutschland wieder:

Den Gefühlen der Trauer und der Entrüstung, die den siegreichen Feldherrn nach der Unterzeichnung des Versailler Diktates bis in alle Fasern seines Herzens verwundeten, gibt er in männlichen und mächtigen Worten auf den letzten Seiten seines klassischen Kriegsbuches Ausdruck:

„Die neuen Gewalthaber und ihre bürgerlichen Mitläufer verzichteten auf jeden Widerstand und unterschrieben ohne Rechtstitel unsere Kapitulation auf Gnade und Ungnade einem unerbittlichen Feinde …

Das stolze deutsche Heer, das vier Jahre lang dem überlegenen Feinde siegreich widerstanden, in der Geschichte noch nie Gesehenes vollbracht und die Grenzen der Heimat geschützt hatte, verschwand.

Die siegreiche Flotte wurde dem Feinde ausgeliefert.

Die heimischen Gewalten, deren Vertreter nie am Feinde gekämpft hatten, konnten Deserteure und andere militärische Verbrecher und damit auch zum Teil sich selbst und ihre nächsten Freunde nicht schnell genug begnadigen.

Sie und die Soldatenräte arbeiteten mit Eifer und entschlossener Absichtlichkeit an der Vernichtung allen militärischen Lebens …

Es war ein frevelhaftes Spiel ohnegleichen, das mit dem deutschen Volk in seiner schwersten Stunde gespielt ist. Es bezahlt dies ungeheure Verschulden mit seinem Leben und mit seinen Idealen.“

Erst nach dem Kriege enthüllten sich Ludendorff durch seine Forschungen die Machenschaften und die Ideologie der jüdisch geführten Linken in ihrer ganzen Tiefe. Mehr dazu bei Adelinde.

Fortsetzung folgt

Der berühmte Asienforscher Sven Hedin

Sven Hedin undatiert (Bild: Wikipedia)

berichtet in seinem Buch „Fünfzig Jahre Deutschland“ über die 30 Jahre Kolonialpolitik der Deutschen im Deutschen Reich Bismarcks.

Erst Jahrhunderte nach den anderen europäischen Kolonialmächten machte sich auch Deutschland auf, Plätze auf der Erdkugel für sich zu entdecken und sich dort niederzulassen.

Selbstverständlich ist es eine ungeheure Anmaßung der Europäer gewesen, sich in das Leben anderer Völker einzumischen und ihre Länder für sich auszubeuten.

Nach seinem gewissenlosen Motto „right or wrong – my country“ spielte dabei das britische Empire seine besonders unrühmliche Rolle.

Anders Deutschland. Nach dem Diktat von Versailles 1919, das Deutschland zum Ausbluten bringen sollte, entrissen die „Sieger“-Mächte dem Reich neben Teilen seines Landes und darauf wohnenden Volkes sowie seines Vermögens auch seine Kolonien.

Hier ein kleiner Auszug aus Hedins o.a. Buch:

Knapp dreißig Jahre verblieben die Kolonien in deutschem Besitz, und doch wurde innerhalb dieser kurzen Zeit für die Entwicklung und Verbesserung der neuen Besitzungen so viel getan, daß Deutschland damit in die vorderste Reihe der Kolonialmächte aufrückte.

Bisher geographisch unbekannte Gebiete wurden durchforscht und von deutschen Entdeckungsreisenden kartographisch aufgenommen.

Die Kriege der Eingeborenen untereinander hörten auf, Ordnung, Sicherheit und Verwaltung wurden eingeführt, Wüsten und Steppen erobert und zu Ackerland verwandelt, Farmen angelegt.

Die Einöden, durch die früher nur Ochsenkarren knarrten, durchzogen jetzt Eisenbahnen. Der Ertrag stieg darum schnell. Die einfachen Dörfer der Eingeborenen an der Küste verwandelten sich in moderne Hafenstädte, da der Welthandel auch nach hier seine Fühler ausstreckte.

Von der Wucht und Tatkraft, mit der die zivilisatorische Wirksamkeit der Deutschen in den Kolonien während dieser dreißig Jahre fortschritt, bekommt man einen Begriff durch einige Zahlen:

Im Jahre 1913 waren insgesamt 4176 Kilometer Eisenbahnen gebaut worden, und man war der Ansicht, daß, wenn die Eisenbahnlinien vollendet wären, die wirkliche große Entwicklung erst ihren Anfang nehmen würde.

… Die Einwanderung der Deutschen war noch gering, würde aber mit der Entwicklung und Aufnahmefähigkeit der neuen Länder zugenommen haben.

Die Kolonien, die in der ersten Zeit große Kosten verursacht hatten, waren gerade vor Beginn des Krieges fast Selbstversorger geworden.

  • Togo und Samoa brauchten schon keine Hilfe mehr vom Reich.

  • Der Sklavenhandel war aufgehoben,

  • eine planmäßige Gesundheitspflege unter den Eingeborenen eingeführt;

  • Krankenhäuser waren errichtet worden.

  • Rinderpest und andere Krankheiten wurden bekämpft. Deutschland hatte Robert Koch, einen der ersten Männer unserer Zeit, zur Verfügung.

  • Was Unterricht, Schulen und landwirtschaftliche Institute anlangte, stand Deutschland in vorderster Reihe.

Während dieser dreißig Jahre hatten die Kolonien niemals Anlaß zu kriegerischen Verwicklungen oder Reibereien mit andern Ländern gegeben. Ihre Entwicklung schritt auf friedlichem Wege vorwärts.

Zur Aufrechterhaltung der Ordnung im Innern nahm man nur Polizeitruppen zu Hilfe. Einzig Tsingtau, das zu einer modernen Stadt geworden war, wurde befestigt und hatte eine Besatzung von 2400 Mann, die im Notfall auf 4000 ergänzt werden konnte.

In Deutsch-Ostafrika wohnten nur 6000 Weiße, Frauen und Kinder mitgerechnet. Die Zahl der Schwarzen betrug 8 Millionen. Ihre Treue den ganzen Weltkrieg hindurch beweist, daß sie mit der Behandlung, die ihnen zuteil geworden war, zufrieden gewesen sind.

Die dreißig Jahre waren also zu einem großen Teil dazu verwandt worden, friedlich zu organisieren und aufzubauen.

Man hatte gerade die Schwelle eines neuen Zeitabschnittes voller neuer Möglichkeiten und Zukunftspläne erreicht, als der Weltkrieg und der Frieden von Versailles kamen und drei Jahrzehnte erfolgreiche und gediegene Arbeit im Dienste der Menschheit zertrümmerten.

Deutschland hatte der Welt vorgeführt, wie erfolgreiche Entwicklungshilfe aussehen sollte.

Statt dessen hörte es den

Haßgesang, den fast die ganze Welt gegen uns angestimmt hat,

wie Großadmiral Alfred Tirpitz 1919 Sven Hedin schrieb und seherisch hinzufügte:

Deutschland fällt mit Europa und Europa mit ihm.

Großadmiral Alfred Tirpitz. Seine Flottenpolitik hätte dem Weltkrieg ein schnelles Ende bereitet, wenn der schwache, freimaurerisch gebundene Reichskanzler Bethmann-Hollweg die Pläne nicht boykottiert hätte.

Ab 1871 gab es hundert Versuche, Deutschland in den Krieg zu ziehen

Von Hans Busch

Christopher Clark – der Nebelkerzenwerfer

Schlafwandler wären sie gewesen, die europäischen und die amerikanische Großmacht bzw. ihre Führer.

Und eigentlich wäre Deutschland ja nie zum Alleinschuldigen erklärt worden. Nur in Deutschland selbst hat es sich so „orthodox“ eingebürgert. So fast von allein? Kann man das im Versailler „Vertrag“ Diktierte falsch verstehen?

Clarks anglophone Kollegen sahen es dagegen „light“:

„Russen, Franzosen und Briten hätten Dummheiten gemacht – doch nur die Deutschen wollten den Krieg und haben ihn herbeigeführt.“

Man beachte die Reihenfolge und daß die USA gar nicht vorkommen!

So jedenfalls Clark im JF-Interview (2/14). Wir merken auf:

Clark argumentiert als ein Mann des Empire und der USA.

Er will die beiden Hauptkriegstreiber aus der Schußlinie halten.

Denn er kennt die klaren, auf den historischen Dokumenten und Fakten beruhenden Darstellungen ehrlicher Historiker, wie zum Beispiel Ulrich Schwarzes mit seinem vierbändigen Werk „Die Deutschen und ihr Staat“.

Clark läßt alles Vorherige weg und betrachtet das Handeln der Großmächte in der Juli-(Balkan-)krise 1914. Als wenn es an ihr gelegen hätte! Wenn’s die nicht geworden wäre, wegen nochmaligen deutsch-österreichischen Kleinbeigebens, dann eben garantiert die nächste Gelegenheit.

Ab 1871 gab es hundert Versuche, Deutschland in den Krieg zu ziehen.

Die Bismarck-Ära war ein einziges Jonglieren zwischen den umgebenden Großmächten, die alle die deutsche Einigung revidieren wollten, zurück auf den Stand von 1815, auf den des manipulierbaren Kriegs- und Tummelplatzes im Herzen Europas.

Die Franzosen wollten Elsaß-Lothringen und alles bis zum Rhein als „natürliche“ Grenze. Rußland wieder das kleine, gut zu dirigierende Preußen zurück und alle slawischen Länder bis einschließlich des Bosporus, des Ausganges des Schwarzen Meeres, in seine Machtsphäre.

Dagegen wollten England und die USA den ihre Vormachtstellung bedrohenden jungen und enorm wachsenden Wirtschaftsriesen Deutschland zerstören.

Es ging also seit 1871 für Deutschland ständig ums nackte Überleben.

(Bis heute?) Von wegen imperialer Weltherrschaft! Es hat laufend bei internationalen Konflikten nachgegeben: von der Aufgabe Luxemburgs 1867 über Krieg-in-Sicht-Jahre 1874/75, der Marokko- bis zu den Balkan-Krisen.

Das Reich hat die Buren verraten in ihrem Freiheitskampf, der Tötung ihrer Frauen und Kinder in den dafür erfundenen Concentration Camps zugeschaut, Sansibar gegen Helgoland getauscht – immer in dem Wahn, einen Nichtangriffspakt, gar Freundschaft mit England zu bekommen. (Ähnlich wie später ein anderer deutscher Führer.)

Sogar noch als England 1904 mit Frankreich und 1907 mit Rußland die Tripelentente – den Vernichtungsring um Deutschland – geschlossen hatte. Dieser war aussichtslos übermächtig:

Die Entente hatte das Dreifache an Waffen, Schiffen und Soldaten!

Die USA nicht mitgerechnet! Sehen so Schlafwandler aus, friedliche Nachbarn?

Natürlich mußte es für die öffentliche Meinung immer so gedreht werden, daß Deutschland den Schwarzen Peter bekommt (auch wie 25 Jahre später!). Dafür wurde gelogen und manipuliert.

Schwarze zeigt beispielsweise die gefälschten Depeschen des französischen Botschafters aus Moskau, wonach Rußland angeblich nach Österreich Generalmobilmachung anordnete.

Tatsächlich machte Rußland zuerst, am 29. Juli 1914, mobil, dann Österreich am 31., Frankreich am 1. August und zum Schluß Deutschland. Danach erst folgt die Kriegserklärung an Rußland und am 3. August an Frankreich.

Nur das Reich ist so anständig, korrekt, auch den Krieg zu erklären.

Eine Formalie, denn eine Generalmobilmachung kommt völkerrechtlich einer Kriegserklärung gleich. Es ist das Erheben der Waffe, und wer nicht sofort nachzieht, hat schon verloren. Die damit in Gang gesetzten Abläufe sind nicht mehr aufzuhalten.

In den Mord von Sarajewo waren englische Geheimdienste verwickelt.

Daran wird der Drahtzieher deutlich und der Masterplan, denn das kleine Serbien hätte sich ohne Rückendeckung nicht mit Österreich-Ungarn angelegt (wie später Polen?).

Und auch die Briten hätten sich ohne den bedingungslosen Rückenhalt der USA, der Wilson-Administration, nicht in dieses Vabanquespiel gewagt, was ein Krieg ja immer ist.

Die USA haben die Westmächte finanziert, Waffen und Ausrüstung geliefert (wie ebenfalls wieder 25 Jahre später!).

Dem amerikanischen Präsidenten Wilson gelang es durch seine schwülstige Polemik, den deutschen U-Boot-Krieg als unmenschlich darzustellen und zu verhindern. Denn er wäre das einzig wirksame Mittel zur Durchbrechung der englischen Hungerblockade gewesen. Letztere war auf jeden Fall ein Verbrechen an der Zivilbevölkerung, völkerrechtswidrig, was aber inclusive ihrer Millionen deutscher Opfer Wilson und die Öffentlichkeit absolut nicht interessierten, (auch wieder wie 25 Jahre später?).

Es gab mehrere deutsche Waffenstillstandsangebote – alle abgelehnt!

Von den Schlafwandlern! Meist nach großen militärischen deutschen Erfolgen, also ernst gemeinte.

Auf Ententeseite gab es nur Propaganda, schon in den 1890-er Jahren beginnend, von der Hunnenhetze bis hin zum Abhacken von Kinderhänden.

Dem war Deutschland nicht gewachsen, weil derartiges uns zuwider ist. Solche infame Hetze läßt der deutsche Anstand nicht zu.

Was hat Wilson sein „14-Punkte-Friedensangebot“ vom 8. Januar 1918 interessiert? Alles nur zur Verwirrung und falschen Hoffnung der Deutschen. Genau so wenig hatte uns Wilson wegen des uneingeschränkten U-Boot-Krieges gegen England am 6. April 1917 den Krieg erklärt – alles Nebelkerze – sondern einzig und allein wegen der Märzrevolution in Rußland, der Abdankung des Zaren.

Der absehbare Ausfall Rußlands bedeutete Kräftegleichgewicht!

– und damit wäre für den Westen alles umsonst gewesen, alle Kriegskredite verloren. Also mußten eine Million frischer, ausgeruhter „Kriegstouristen“ aus den USA die Entscheidung erzwingen.

Eine weitere Nebelkerze zündet Clark mit der angeblich bedeutenden Kriegsverantwortung Italiens. Darauf fällt prompt auch Helmut Roewer herein in seinem Artikel in der Compact 1/14.

Italien und Rumänien waren doch lediglich kleine Staaten, die mit beiden Seiten verhandelten und sich für das größere Kuchenstück, z. Bsp. Südtirol, verkauften.

Ihre einzige Wirkung war die Bindung von sieben Divisionen, die an der Westfront fehlten, jedoch für grandiose Siege über die Feinde sorgten (Isonzo).

„Clark will Fischers Alleinschuldthese nicht widerlegen!”

– sagt er im JF-Interview. Er verehrt ihn sogar. Und er stellt nicht die Frage, wieso die angeblichen Schlafwandler die beiden einzigen wirklichen und rechtskräftigen Friedensverträge, nämlich den von Brest-Litowsk mit Rußland und von Bukarest mit Rumänien, nicht bestehen ließen.

Er nimmt nur ein wenig Gift aus dem Brunnen, der seit 100 Jahren die Deutschen krank macht. Es läßt noch genug drin, damit keine unschönen Fragen oder Forderungen aus dem gemordeten, beraubten, zerstückelten und ausgebeuteten Deutschland kommen.

Für Clark ist selbstverständlich: „right or wrong, my country!“ Welcher Deutsche sagt das noch vor lauter Schuld-Kriechgang?

Zum Schluß noch eine objektive Stimme zur tollen „Schlafwandlerei“, nämlich den französischen Sozialistenführer Jaures:

Jaures wollte Antikriegskundgebungen der Arbeiter organisieren, was aber von Innenminister Viviani verboten wurde. Daraufhin wandte er sich an das Büro der 2. Internationale in Brüssel, den Vorsitzenden Vandervelde, und schrieb:

„Es läge in der Macht der französischen Regierung, Rußland am Kriege zu hindern, aber man suche den Krieg, den man schon lange schüre.“

Er mußte es wissen. Doch Wissen ist Macht und deshalb auch gefährlich. Für die „Schlafwandler“? Denn Jaures mußte den Thronfolgern folgen. Noch am 31. Juli wurde er in Paris ermordet! Von Schlafwandlern in Trance – möchte ich da den freundlichen Mister Clark fragen?

Die einzigen „Schlafwandler“ waren und sind die Deutschen!

Die sich seit 125 Jahren einlullen und verdummen lassen bezüglich der gegen sie gerichteten Raub- und Zerstörungskriege, extrem von einem Fritz Fischer, raffinierter von Christopher Clark, von immer gutbezahlten Hetzern gegen das Deutsche Volk.

Und deshalb sind sie auch in den Medien zugelassen und präsent im Gegensatz zu den ehrlichen Historikern.

Fischers Fritz hätte man lieber bei seinen Fischen bleiben sollen …

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