Feed für
Beiträge
Kommentare

Gomorrah: Heldenstadt Hamburg 1943

Der Erfolg der Operation Gomorrha (Bild: Hamburger Abendblatt)

Bomber-Harris

einer der Planer des Völkermordes an den Deutschen

Arthur Harris (Bild: MilitaryImages.Net)

Mit einem fairen Kampf hatten seine Bombardierungen der deutschen Städte nichts zu tun. Mindestens 700 000 wehrlose deutsche Zivilisten und den Verlust eines beträchtlichen Teiles deutscher Kultur, vor allem Stadtkultur, hat er auf dem Gewissen, so überhaupt vorhanden.

Seine Pläne zur effektivsten Zerstörung unserer Städte waren intelligent durchdacht und in England ausprobiert. Die Ausradierung der zweitgrößten Stadt Deutschlands, der Freien und Hansestadt Hamburg versuchte er mit seinem

Unternehmen Gomorrha

Luftaufnahme vom 29. Juli 1943 nach dem Feuersturm: Hamburg-Hasselbrook (Bild: spiegel.de)

Das dauerte 10 Tage. Es begann um 1 Uhr in der Nacht vom 24. zum 25. Juli 1943 mit 791 britischen Bombern. Mit Millionen von Stanniolstreifen, die die Bomber abwarfen, machten sie sich für die deutsche Abwehr unsichtbar.

Tag und Nacht rief der Flieger-Alarm die Hamburger, die noch lebend in der Stadt verweilten, in die Luftschutzkeller.

Der schwerste Angriff erfolgte in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli. Über 800 Bomber legten einen Bombenteppich über die Stadtteile links der Alster. Innerhalb einer halben Stunde waren sie in ein Flammenmeer verwandelt.

Der Hamburger Polizeipräsident berichtet

(Deutsche Geschichte 4/18):

Zehntausende von Einzelbränden vereinten sich in kürzester Frist zu Großflächenbränden, die zu Feuerstürmen von orkanartiger Gewalt führten.

Bäume bis zu einem Meter Durchmesser wurden glatt abgedreht oder entwurzelt, Häuser abgedeckt und Menschen zu Boden gerissen oder in die Flammen hineingezogen.

Die Schrecken und Greuel will ich hier nicht näher beschreiben. Sie sind wohl leicht vorstellbar und auch besonders von Dresden her bekannt.

Mich ergreift die Schilderung Maximilian Czesanys (a.a.O.):

Die Stadt Hamburg war im Hochsommer in durchaus luftschutzbereitem Zustand. Wenn nicht Außergewöhnliches eintrat, glaubte man, der weiteren Entwicklung des Luftkrieges

mit der bisherigen Fassung und Entschlossenheit

entgegensehen zu können …

Was sich dann trotz aller modernen Schutzvorrichtungen bei den konzentrierten Großbrandangriffen ereignete, lag außerhalb aller bisherigen Erfahrungswerte.

… Die während der RAF-Nachtangriffe von den Selbstschutzkräften anfangs beherzt aufgenommenen Löschversuche waren angesichts der in „Hageldichte“ in die strohtrockenen Dachböden der Wohnhäuser einschlagenden Brandbomben und des sogleich auftretenden Wassermangels – an 847 Stellen durch Sprengbomben getroffen, war das Rohrsystem der städtischen Sammelwasserleitung leer – als völlig aussichtslos anzusehen.

Dennoch konnten die Sicherheits- und Hilfsdienste im Rettungsdienst viel erreichen. Immerhin stand in Hamburg eine so große Anzahl von Luftschutzkräften zur Verfügung, die unsere derzeitigen Zivilschutzverantwortlichen … vor Neid erblassen lassen müßten.

Die gesamten Hamburger Hilfsdienste an Feuerlöschkräften, Räum-, Bergungs- und Instandsetzungsverbänden, an Wehrmachts-Hilfskommandos und an Polizei-Sicherungstruppen betrugen 36 160 Männer und Frauen.

Über jedes Lob erhaben

Die Ereignisse dieses Angriffs gaben dem Reichsverteidigungskommissar am 28. Juli Veranlassung, alle Frauen und Kinder zur freiwilligen Räumung der Stadt aufzufordern.

Die Durchführung der Räumungsmaßnahmen stellte an sämtliche Behörden und Parteidienststellen sowie die Reichsbahn die höchsten Anforderungen.

Die reibungslose Durchführung der Aufgabe, in kürzester Frist Hunderttauende zu verpflegen und umzuquartieren, ist neben der vorbildlichen Zusammenarbeit aller Dienststellen und Behörden der Haltung und Disziplin der Bevölkerung zu verdanken, die über jedes lob erhaben waren.

Die Schlacht hatte mit dem 28. Juli ihren Höhepunkt erreicht. Eine Steigerung der Schrecken und der Angriffsstärke schien nicht mehr möglich.

Durch die rasche und weitgehende Evakuierung wurde das Schlachtfeld so geräumt, daß im weiteren Verlauf des Kampfes fast nur noch die Kräfte des Luftschutzes vom Gegner angetroffen werden konnten.

Ein Zeitzeuge berichtet über die

die Haltung der Bevölkerung,

die zu keiner Zeit und an keiner Stelle weder eine Panik noch panikartige Erscheinungen aufkommen ließ, war wie auch ihr Einsatz der Größe dieses Opfers würdig.

Sie entsprach hanseatischem Geist und Charakter, die während der Angriffe in kameradschaftlicher Hilfeleistung und Verbundenheit ihren schönsten Ausdruck fanden und nach den Angriffen durch die Tat einen unbeugsamen Aufbauwillen bekundet haben.

In dieses Bild deutscher Gefaßtheit paßt die wunderschöne Erzählung der Luftschutz-Berichterin der örtlichen Luftschutz-Leitung

Gretl Büttner:

Neben dem Tod aber stand das Leben.

Es geschah ein Wunder in der „toten Stadt“:

Ende August – Anfang September begannen die angekohlten, verbrannten Bäume neues Laub zu tragen; hellgrüne Blättchen wagten sich hervor. So nahe dem Herbst wurde es über allem unendlichen Grauen noch einmal Frühling.

Weißer Flieder duftete in den Gärten der zerstörten Häuser. Kastanienbäume steckten noch einmal ihre weißleuchtenden Kerzen auf …

Und in diesem stärksten Zeugnis, das das weiterschreitende, weiterwirkende Leben geben konnte, lag etwas Milderndes und Versöhnliches, lag die Verwandlung des fressenden ohnmächtigen Hasses in eine weite Trauer, in ein Sich-Fügen, in eine Ahnung dessen, was ewig ist.

Wie einen Mantel, wie ein schützendes, schirmendes, duftendes Tuch breitete die Natur ihren sonderbarsten Frühling über die abertausend noch immer blutenden Wunden der Stadt.

Hamburger Kinder etwa 1946 (Bild: Die Welt)

Hamburg war nicht tot. Hamburg konnte nicht sterben.

Das bewies dieser Frühling und bewies der Menschen neu erwachsender Wille und ihre unerschütterliche Zuversicht. –

Das Leben verweilt an seinen Gräbern. Aber es bleibt nicht stehen. Aus seinen härtesten Schmerzen reift der härteste Wille:

Sieg oder Untergang!

 

Wie heute der Volkslehrer bekennt:

In 2. Generation aus der linken Szene kommend, erlebt er an der Seite seines aus Hinterpommern stammenden Großvaters angesichts der verlorenen Heimat das Erwachen der Volksseele in seinem Innern. Er erkennt, was er bisher übersehen hatte:

„Ich bin Deutscher.“

So erging es 1914 selbst Altsozialisten in Deutschland, als plötzlich die zwei Worte „Drohende Kriegsgefahr“ durchs Land hallten.

Die Malerin Käthe Kollwitz schildert in ihrem Tagebuch dies „Wunder-Wunderschöne“, das ihren nicht volljährigen Sohn Peter ebenso wie die ganze Familie und alle ihre Freunde erfüllte und emporhob, das wie sie schreibt

ganz Geheimnisvolle, Andere,

was durch Peter sprach und das eben das eine einzige Mal in meinem Leben war.

Käthe und Karl Kollwitz (Bild: Pinterest)

Käthe Kollwitz ist 1867 in Königsberg/Preußen schon in ein sozialdemokratisch eingestelltes Elternhaus geboren worden und bleibt gemeinsam mit ihrem Mann, dem Kassenarzt in Berlin weiterhin der Sozialdemokratie treu. Das hat sie geprägt.

Nun aber hatte es geheißen:

„Drohende Kriegsgefahr!“

Sie erlebt wie das ganze deutsche Volk – gleich, ob im Denken bisher sozialistisch, konservativ, katholisch, protestantisch, atheistisch eingestellt – dies merkwürdige Einheitswollen, das Vaterland zu schützen. 

Auch Kaiser Wilhelm II. ging es offenbar nicht anders, als er verkündete:

Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche.

Die Familie Kollwitz sitzt mit jungen Freunden und Freundinnen noch zusammen, sie lesen

eine Kriegsnovelle von Lilienkron (und sind) nach dem Lesen alle ganz stumm. Dann singen sie …

teilt Käthe Kollwitz ihrem Tagebuch am 13. August 1914 mit.

… Die Jungen sind in ihrem Herzen ungeteilt. Sie geben sich mit Jauchzen, sie geben sich wie eine reine schlackenlose Flamme, die steil zum Himmel steigt.

Diese an diesem Abend zu sehn, … ist mir sehr weh und auch wunder-wunderschön.

Peter Kollwitz (Bild: nl.wikpedia.org)

So hatte auch ihr Sohn Peter sich als Kriegsfreiwilliger gemeldet und seiner Mutter erklärt:

Das Vaterland braucht meinen Jahrgang noch nicht, aber mich braucht es,

und seine Mutter daran erinnert:

Mutter, als Du mich umarmtest, sagtest du:

»glaube nicht, daß ich feige bin, wir sind bereit«

… Ich stehe auf,

schreibt sie weiter,

Peter folgt mir, wir stehen an der Türe und umarmen uns und küssen uns und ich bitte Karl (ihren Mann) für Peter,

der ja noch nicht mündig ist, sich unbedingt als Kriegsfreiwilliger melden will und dazu die Erlaubnis der Eltern braucht. Die Mutter also bittet den Vater, den Sohn in den Krieg ziehen zu lassen:

Diese einzige Stunde. Dieses Opfer, zu dem er mich hinriß und zu dem wir Karl hinrissen.

Käthe Kollwitz, Selbstbildnis (Bild: RotFuchs.net)

Später kann sie nicht mehr verstehen, was sie „hinriß“. Sie versank in ihrem Leid als Mutter, die ihr Kind verloren hatte und schuf viele Plastiken und Kohlezeichnungen von der trauernden Mutter.

Denn Peter fand bereits am 22. Oktober 1914, dem 2. Tag, nachdem er in Flandern an die Front gekommen war, mit 18 Jahren den Tod.

Jenes merkwürdige Einheitserleben

und die nachfolgende Verständnislosigkeit dem eigenen Verhalten gegenüber erklärt die Psychiaterin und Philosophin Mathilde Ludendorff in ihrem Werk „Des Menschen Seele“, München 1923.

Sie schildert die 4 Bewußtseinsstufen des Menschen:

1. Das Unbewußtsein, die Urseele, 

die uns ihr vielseitiges Können, ihr lebenerhaltendes, ununterbrochenes Wirken

zeigt, eint die 100 Billionen unbewußten Körperzellen zu sinnvoller Zusammenarbeit durch einen vollkommenen Selbsterhaltungswillen, der jede Zelle beseelt und mit dem übrigen Zellstaat mittels des alles durchdringenden Äthers verbindet.

2. Das Unterbewußtsein

ist die nächst höhere Bewußtseinsstufe. Mathilde Ludendorff gibt einen Bildvergleich, den inneren Raum eines Domes, wohlwissend, daß er wie alle Vergleiche mit Mängeln behaftet ist, sich aber dennoch als hilfreich erweist:

Denn einmal wird der große Schatz des Ahnenerbgutes, das hier durch alle Jahrtausende unabgewandelt von Geschlecht zu Geschlecht weitergetragen und wiederholungbereit gehalten wird, sehr gut veranschaulicht durch den großen Raum des Domes, welcher in Dämmerlicht getaucht ist.

Zum andern läßt sich leicht begreifen, daß in dem Übergangsgebiete zum Bewußtsein eine Zone ist, die schon heller belichtet, also den Gesetzen des Bewußtseins schon unterworfen ist.

(Das Bewußtsein ist die dritte, das Überbewußtsein, die Wesensschau, die vierte Bewußtseinsstufe.)

So beauftrage jeder Mensch häufig das Unterbewußtsein mit Aufgaben, die es gewissenhaft ausführe, so die Seelenärztin.

Da diese Seelenstufe die Fähigkeiten des Bewußtseins schon besitzt, nur ohne Icherleben, so kann der Mensch den Verstand seines Unterbewußtseins für sich arbeiten lassen. Wenn er sich zum Beispiel lange vergeblich bemüht hat, sich auf einen Namen oder eine Tatsache zu besinnen, so pflegt er sich endlich diesen „Gedanken absichtlich aus dem Kopf zu schlagen“.

Er widmet sich im Bewußtsein nun ganz anderen Dingen, weil er erfahren hat, daß das Unterbewußtsein, dem er die Beantwortung nunmehr überläßt, ihm prächtig hilft. Nach einer gewissen Zeit, … sendet dann das Unterbewußtsein die Frucht seines Denkens hinaus in das Bewußtsein. Der Name oder die Tatsache wird mit einem Male gewußt.

Wichtige Entscheidungen wollen wir gern erst treffen, wenn wir eine Nacht darüber geschlafen haben. Wir lassen das Unterbewußtsein für uns arbeiten. Dieses Unterbewußtsein ist wie das Unbewußtsein mit einem Selbsterhaltungswillen begabt, der vollkommen der Erhaltung des Individuums dient, unbeeinflußt von Lust- oder Unlusterwartung.

Der Rat erfolgt nun aber nicht etwa in einem Traume, sondern im Tiefschlafe, ohne daß das Bewußtsein irgendetwas über den Weg zum Entschlusse erfährt. Der Mensch erwacht mit einer sicheren Klarheit, wie er zu handeln habe, mit einem festen Entschluß.

So erleben die Menschen unter anderem in „außergewöhnlichen Schicksalsereignissen“ ein Mitbestimmen des Unterbewußtseins, eine „tiefe Gemütserschütterung“, und wir

können … das Unterbewußtsein in solchen Fällen einem Resonanzboden vergleichen, der bei bestimmten Ereignissen mitschwingt. Er ist gleichsam zum Leben erweckt worden.

… es gibt einen seltenen Fall, in welchem der gesamte anerzogene Bewußtseinsinhalt, alle seine Wertungen und Vorstellungen gänzlich ohnmächtig werden und das Rasseerbgut im Unterbewußtsein alleinbestimmend wird für alles Erleben, alles Werten und alles Handeln.

Es ist die Stunde der Todesgefahr einer Rasse oder eines Volkes innerhalb einer Rasse.

Da der Selbsterhaltungswille des Unterbewußtseins noch ein vollkommener ist, also Zusammenhang mit dem alldurchdringenden Äther hat, so ist es weiter nicht verwunderlich, wenn er im Sinne der Selbsterhaltung einer Rasse vollkommen handelt und in dieser Stunde die Bedrohten tatsächlich eine „drahtlos“ verbundene Einheit sind.

Sie handeln nun ganz in dem gleichen Sinne einheitlich, wie sich die Zellseelen dem Selbsterhaltungswillen des Zellstaates unterordnen.

… Die anerlernten, oft entarteten Wertungen des Bewußtseins sind wie weggeblasen. Hatte sich der Mensch zuvor sehr weit von seiner Rasseeigenart entfernt, so kommt er in diesem Falle in die eigenartige Lage, daß sein Ich den eigenen Handlungen kopfschüttelnd und erstaunt zusieht.

Er begreift nicht, wie er zu diesem Tun kommt, und glaubt, da er in seiner Umgebung alle in der gleichen Weise handeln sieht, unter einer „Massensuggestion“ zu stehen.

Als im August 1914 an allen Grenzen unseres Landes eine Übermacht hassender Feinde heranzog und unseren Untergang wollte, haben wir dies herrliche Erwachen des Erbcharakters erlebt, Menschen, die noch wenige Wochen zuvor … gänzlich dem Nützlichkeitsgötzen verfallen (lebten), ohne jeden Sinn für Volk und Land, sahen wir damals über Nacht zu Helden erwachen.

Käthe Kollwitz wandte sich später wieder volkfremden, deutschfeindlichen Kräften zu, so wie viele andere Deutsche auch, die das Walten ihres Unterbewußtseins nicht mehr verstanden und ihr eigenes Volk deutschfeindlichen, linken Ideologen überantworteten, die wie heute drastisch von denen vorgeführt die Völker an den Rand des Abgrundes führten. mehr

Der Volkslehrer – ein mutiger Mutmacher!

Schaut Euch seinen Vortrag an!

Bitte oben das Wort “Vortrag” anklicken!

Er nennt ihn: „Was das Volk lernen muß“, zeigt aber auch, was in Deutschland schon alles zur „Auferstehung des Phönix aus der Asche“ im Gange ist.

Jedes Wort, das er sagt, findet meine Zustimmung!

„Lieb Vaterland magst ruhig sein …“

Waren das noch Zeiten, als 1840 Max Schneckenburger

„Die Wacht am Rhein“

dichtete! Damals war es für die meisten Deutschen eine Selbstverständlichkeit, daß man seine Heimat schützte, denn weiter heißt es, das Volk beruhigend:

… fest steht und treu die Wacht am Rhein.

Karl Wilhelm fand 1854 die herrliche Melodie zu dem Text. Das Lied wurde zur heimlichen Nationalhymne der Deutschen. miniadler hat den Gesang im Netz hörbar gemacht.

Damals hieß es, die Grenze vor dem – seit Ludwig XIV. immer wieder versuchten – Übergriff französischer Politik auf deutsches Gebiet zu schützen.

Nach dem 2. Weltkrieg versuchten wir, die deutsch-französische Freundschaft und damit ein friedliches Europa zu errichten.

Von den Völkern her war das gar kein Problem. Im Wege hatte immer nur die „Politik“ mit entsprechender Propaganda gestanden von Leuten, die an Kriegen viel Geld verdienen und von JHWH zur Völkervernichtung aufgerufen sind.

Deren Politik hat heute ihr Ziel schon fast erreicht.

Doch es regt sich immer stärker der Widerstand. Immer mehr Menschen finden im verschlafenen Wohlstandsland Deutschland den Mut, aus der Deckung hervorzukommen und dem geistesknebelnden und völkerverpanschenden Regime entgegenzutreten.

Die Polarisierung des Volkes ist weit fortgeschritten. Sie war es auch vor 1914 schon. Bismarck hatte ihr zwar mit seinen Sozialgesetzen entgegengewirkt. Dennoch fühlte sich das „Proletariat“ – marxistisch-ideologisch aufgehetzt – von der Volksgemeinschaft ausgegrenzt und bekämpfte das Bürgertum als seinen Ausbeuter.

Doch dann geschah etwas Unerwartetes.

Der Student Eberhard Beißwenger war am 31. Juli 1914 dabei:

Politik war für uns Studenten etwas, um das man sich nicht kümmerte, war man doch erst mit 25 Jahren wahlberechtigt.

So dachten wir auch gar nicht daran, daß der Mord von Sarajewo einen Krieg auslösen könnte. Immer mehr aber lasen wir jetzt die Zeitungen, und man merkte, daß es ernst und ernster wurde.

Wenn wir auch oft gesungen hatten: „Wenn es gilt fürs Vaterland, treu die Klingen dann zur Hand“, so hoffte man doch, daß das Schlimmste werde verhütet werden können.

Da kam der 31. Juli 1914!

Die Semesterferien hatten bereits begonnen. Mein Bruder und ich waren aus irgendeinem Grund in der Stadt (Stuttgart) und ausgerechnet auch am Schloßplatz, als die Extrablattverkäufer ausriefen:

„Drohende Kriegsgefahr!“

Alles griff danach. Die Menschenmenge wuchs. Wo sie plötzlich alle herkamen? Im Nu war der ganze Schloßplatz schwarz von Menschen.

Langsam wälzte sich die Masse auf die Planie zu, warum? Niemand wußte es. Es wurde gesungen „Die Wacht am Rhein“, „Oh, Deutschland hoch in Ehren“…

Dieses Lied hatte Ludwig Bauer 1859 auf die Melodie von Hugo Person (1850) gedichtet. Dr. Ludwig hat die Melodie am 1.1.2018 ins Netz gestellt:

Der Menschen wurden immer mehr. Wieviel Tausend waren es? Die Masse wälzte sich zum Wilhelmspalast. Schließlich war vom Charlottenplatz bis zum Schloßplatz alles voll von Menschen, die sangen.

Der König trat auf den Balkon seines Palastes und grüßte die Menge. Einstimmig ertönte der Hurraruf!

Langsam ging die Menge auseinander. Die Menschen waren alle sehr ernst geworden. Sie redeten miteinanter, ob sie sich kannten oder nicht, ob Arbeiter oder Händler, ob Beamter oder Fabrikherr. Danach wurde nicht mehr gefragt.

Später erklärte Mathilde Ludendorff diese seltsame, seltene Erscheinung in einem Volk, in unserem Deutschen Volk 1914 bei „drohender Kriegsgefahr“, als nicht nur in Stuttgart, sondern in ganz Deutschland die Deutschen erschüttert ein Einheitserleben spürten, ein Erwachen in ihrem Innersten, plötzlich zu wissen, wer sie sind, nämlich Deutsche, zu wissen, jetzt zusammenstehen zu wollen, um die Heimat vor feindlichen Angriffen zu beschützen.

Wir lesen in ihrem Werk „Die Volksseele und ihre Machtgestalter“, Erstauflage 1933:

Wir nahen uns dem Geheimnis der Volksseele und ihren Lebensgesetzen …

Als Schaffende fühlt sie die ungeheure Verantwortung,

sie in ihren Wesenszügen klar zu enthüllen, ihre Gesetze des Seins in Übereinstimmung mit der Tatsächlichkeit darzutun und sie aus den Seelengesetzen der Menschenseele restlos abzuleiten.

Das Wissen der ungeheuren Tragweite solcher Klarstellung möchte auf dem Schaffenden fast allzuschwer lasten, wenn er die Todesgefahr der Völker der Erde zum Zeitpunkte des Schaffens, wenn er ihre unheilvollen Wahnideale, wenn er Rassenmischung, Gleichheitslehren, Verrat am Volke rings um sich wüten sieht.

Er weiß, daß nur klares Erkennen der Lebensgesetze der Völker diese Todesgefahren vielleicht doch noch einmal bannen könnte.

Sie richtet den Blick auf das Ameisenvolk, das im Willen, den Staat zu bauen und zu verteidigen, eins ist und die einzelne Ameise auch gar keine Wahl hat, sich am einheitlichen Wirken etwa nicht zu beteiligen. Hier sieht auch der Forscher, so Mathilde Ludendorff, eine gemeinsame „Seele des Ameisenvolkes“:

… hier ist ihm die Volksseele eine Tatsächlichkeit, eine nicht leugbare Wirklichkeit!

Ein Menschenvolk – so Mathilde Ludendorffs Gedanken weiter – aber besteht aus bewußten Lebewesen. Sie waren in der Evolution das Schöpfungsziel. Das Göttliche wollte Bewußtsein seiner selbst. Das ist der Menschenseele in ihrem Innersten möglich, wenn sie zuläßt, das Göttliche in sich zu erleben.

Dieses heilige Amt aber setzt einen hohen Grad der Erhaltung der Freiheit und der Unabhängigkeit der einzelnen Persönlichkeiten voraus, die bei dem unterbewußten Tiere des Tierstaates wahrlich nicht notwendig, ja sehr wenig angebracht wäre.

Sie setzt aber auch Selbständigkeit im Denken und Urteilen und Handeln nach freier Wahl im einzelnen Menschen voraus, was alles einer solch restlosen Eingliederung in einen Zwangsstaat, wie die Ameisen ihn zeigen, geradezu grundsätzlich widerspricht …

Der Mensch würde in einem solchen Staatsleben seelisch ersticken, er könnte niemals den göttlichen Sinn seines Seins erfüllen. Ja, er würde sogar sein Volk nicht erhalten können, denn … auch die Erhaltung eines Menschenvolkes (ist) an die Gotterhaltung in den Seelen der Volkskinder gebunden.

Doch all diese selbständig denkenden Einzelmenschen erschweren es, eine Volksseele als Wirklichkeit zu erkennen.

Aber Gewaltstaaten, geleitet durch Tyrannen, die durch Zwangsgesetze eine Art Ameisenstaat für die Menschen herstellen wollten und wollen, waren und sind trotz aller verblüffenden Scheinerfolge, die sie zunächst bringen können, dennoch Volksmörder, so sehr widerspricht eine solche Lebensart dem bewußten Lebewesen.

Die Leistung des einzelnen für das Volk wird auf die Dauer nur durch das Mindestmaß an Zwang, das eben noch die Volkserhaltung vor selbstischen Übergriffen schützt, und durch ein Höchstmaß an persönlicher Freiheit erreicht.

… Alle lebensfähigen Völker gleichen äußerlich keineswegs einem Ameisenstaat …

An Stelle der Zwangsinstinkte tritt die bewußte und freiwillige Einordnung in das Volkswohl. Daraus ergibt sich ganz ohne weiteres, daß die Zusammengehörigkeit der Menschen eines Volkes sehr gelockert ist.

Und nun kommt die Philosophin auf das Einheitserleben des Deutschen Volkes bei Kriegsbeginn 1914, von dem unser Volk,

das man gänzlich in Unkenntnis der drohenden Gefahren gelassen hatte, jäh von feindlichen Streitmächten umzingelt wurde.

Umringt von der Übermacht der Feinde, wurde es mitten aus tiefstem Frieden durch äußerste Todesgefahr zum Volkserleben aufgerüttelt.

Jeder, der das miterlebte, weiß, daß es eitel Lüge ist, wenn geheime Volksfeinde hier von einer „Massensuggestion“ und „Kriegspsychose“ sprechen.

Niemand hatte damals etwa tagelang oder wochenlang das Volk am Rundfunk oder in der Presse wieder und immer wieder unter die gleichen Suggestionen gestellt, es durch „Propaganda“ zur Begeisterung „hypnotisiert“.

Nein, dieses jähe Erwachen, diese ernste, feierliche, tief erlebte Begeisterung für die Rettung des Volkes erfolgte an jenem Tag, an welchem die unvergeßlich ernsten Worte: „Drohende Kriegsgefahr“ an den Anschlagsäulen der Straßen standen.

Diese Worte allein waren es, die das Volk wachrüttelten. Diese zwei unerwarteten Worte hatten jeden einzelnen erweckt. –

Aber wozu erweckt? Nicht zu wimmernder Angst, nicht zu feiger Flut aus dem allseitig bedrohten Volke, nicht etwa zu der Frage: Was habe ich mit diesem Volke zu tun? Ich eile von ihm in die Sicherheit.

Nein, sie hatten die noch so „international“, also christlich oder marxistisch oder liberalistisch-freimaurerisch suggerierten, die völlig volksfern und entwurzelt aufgewachsenen Menschen zu gemütstiefem Einheitserleben mit dem Volke und seinem Schicksal wachgerüttelt.

Sie hatten Männer zum ernsten Entschlusse geweckt, das Leben, das junge, liebe Leben zu grauenvollsten Verstümmelungen und zu qualreichem Tode freudig und begeistert, nicht etwa seufzend und klagend, hinzugeben.

Sie hatten Frauen wachgerüttelt, ohne Groll an das Schicksal ihr Liebstes in die Gefahr ziehen zu sehen, ihre Kinder zu Waisen werden zu lassen oder sie zu verlieren, um das Leben des Volkes zu retten und alles noch so Schwere nicht grimmig und mürrisch, nein, entschlossen aus Liebe zum Volke zu ertragen.

Und so ging es Eberhard Beißwenger und seinem Bruder in Stuttgart:

Auch mein Bruder und ich gingen langsam nach Hause. Es war uns beiden selbstverständlich, daß wir nunmehr Soldat werden würden …

Nachdem … am 1. August die Mobilmachung befohlen und der 2. August als erster Mobilmachungstag festgelegt worden war, gab es kein Halten mehr …

Wir hatten Glück, wir wurden als Kriegsfreiwillige angenommen.

Glück hatten sie! Wer kann das heute nachvollziehen? Heute lebt unser Volk schwer zerrüttet in höchster Todesnot. Aber viele, viele von uns Deutschen sind aufgewacht und erkennen die Gefahr und deren Verursacher klarer als jemals.

Freuen wir uns am neuesten Film des fröhlichen Mutmachers Volkslehrer, der Innenminister Seehofer trifft.

 

 

« Jüngere Beiträge - Ältere Beiträge »