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Theodor Heuß

Sein Schwäbisch war selbst Schwaben zu schwulstig.

 

Theodor Heuß (Bild: )

Aber er war ja nun nach der Befreiung der Deutschen vom faschistischen Joch des Hitler-Regimes durch unsere „Befreier“ ausgewählt, in der westdeutschen Besatzungszone als „Demokrat“, daher Unschuldiger und somit „Guter“ den Bundespräsidenten darzu-stellen.

 

Alles wäre ja nun schön und gut, wenn der Karl-Heinz Deschner nicht so eingehend das Wirken von Theodor Heuß im Hitler-Regime erforscht und in seinem Werk „Mit Gott und den Faschisten – Der Vatikan im Bunde mit Mussolini, Franco, Hitler und Pavelic“ so „bedeutende“ Worte zusammengestellt hätte, die Heuß einst kurz vor und im Hitler-Reich gesprochen hat.

Dem Kapitel „Theodor Heuß und Hitler“ stellt Deschner eine Beschwerde von Heuß in der Vor-Hitler-Zeit voran:

Jeden Pazifisten, jeden Kommunisten ließ man reden, Ausländer darunter, denen Takt und Geschmack fehlten – aber für diesen einen Mann (Hitler), dessen lautere Beweggründe nicht in Frage gestellt waren, gab es offenbar die Grundrechte der Verfassung nicht.

Deschner wird das Zitat einem Buch entnommen haben, das Theodor Heuß ein Jahr vor der Macht-ergreifung dem kommenden Führer Hitler gewidmet hat mit dem Titel „Hitlers Weg“,

… worin Heuß zwar mancherlei am Nationalsozialismus kritisiert und ironisiert, besonders seine Rassentheorien, aber auch viel Positives an ihm findet, und vor allem Hitler selbst auffallend schont.

Doch nicht nur dies. Schon angesichts des jungen Hitler entsteht „das Bild eines Faust in der Dachstube“. „Bewundernswert“ sei die „Spannkraft“, mit der er den Fehlschlag des Münchener Putsches vom Jahre 1923 über-winde und nun eine „erstaunliche“, ja „groß-artige Wendung“ einleite.

„Und niemand kann der Unverdrossenheit des Mannes die Anerkennung versagen, der … aus den Scherben ein neues Gefäß zu fügen unternahm und verstand.“

Er habe auch „Grund dazu“, auf die Entwick-lung dieser Bewegung „stolz“ zu sein. Seine Finanzierung der NSDAP „ist eine fabelhafte Leistung“.

Die Einnahme durch die Mitgliedsbeiträge sei aber „nicht bloß eine große Organisationstat“. Hitler habe „auch Seelen in Bewegung gesetzt und einen zu Opfern und Hingabe bereiten Enthusiasmus an sein Auftreten gefesselt“.

In seinem Buch „Mein Kampf“ referiere der „Menschenbezwinger“ in den Abschnitten über Propagandda „mit anschaulicher Auf-richtigkeit“. In seinen Theorien über Volk und Staat erkenne man „die gutgläubige Aufklär-ungsabsicht einer pädagogischen Darrei-chung“, in der NSDAP und ihrem Programm

„verwandte Strukturelemente“ zur katholischen Soziallehre und zum hierarchischen Bau der katholischen Kirche.

Zwar mag „dies und jenes Stück falsch, vielleicht Unsinn“ sein, aber: „Hier ist doch ein Wille, der nicht handeln und bandeln, der siegen will.“

Deschner fügt ein:

Dabei wußte Theodor Heuß sehr wohl, daß „Köpfe rollen“ würden.

Doch immer wieder wird Hitler selbst verteidigt oder sogar gelobt. Immer wieder trifft man Wendungen:

„… daraus braucht man ihm keinen Vorwurf zu machen“; „Daß Hitler guten Glaubens war …, kann nicht bezweifelt werden“; „Er hat natürlich ganz recht, das zu tun“; „… der Erfolg gab ihm recht“ usw.

Da hatte Theodor Heuß ja mit seinem Leumund richtig Glück. Anderen – wie z. B. den Kultur-schaffenden Agnes Miegel, Elly Ney, Hans Baumann – wird ihre damalige Eingenommenheit für den Führer bis zum heutigen Tage nachgetragen.

Deschner schließt seine Betrachtung mit den Worten:

Unter Adenauer war Theodor Heuß nicht nur acht Jahre lang Bundespräsident, sondern er erhielt auch den

Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

Warum auch nicht? Möglich, daß Heuß seinerzeit längst nicht alles durchschaute.

Und Adenauer?

Das können Sie in der Fortsetzung lesen.

Die Diktatur kam über Nacht

Roland Wuttke

sieht Licht am Ende des Tunnels.

Darüber schreibt er in seinem Vorwort zu Folge 1/22 seiner Zeitschrift „Volk in Bewegung“.

Und das ist gut so.

Zwar wollen wir die verbrecherischen Willenskräfte machtgeiler Gottferner gegen die ganze Menschheit bestimmt nicht kleinreden.

Sie sind seit Jahrtausenden angetrieben von Moses und Talmud, deren gottferner Völkerhaß aus bald jedem ihrer Worte trieft. Von ihnen selbst so ungeahnt fern des wahren Göttlichen und den heiligen Schöpfungsgesetzen, verrechnen sie sich mit den überschlauen Machenschaften ihrer gott-toten Hirne.

Sie glauben – auf ihren Geldbergen sitzend -, all-mächtig zu sein, und wissen nicht um ihre Grenzen. Die liegen in uns, in unserer Aufgeklärtheit, unserem Rückgrat und Freiheitwillen.

Lesen wir bei Roland Wuttke:

Mit neuer Dynamik gegen die Diktatur der Spritze!

Die Diktatur kam sozusagen „über Nacht“.

– Die „demokratischen Grundwerte“ sind von Infektionsschutzverordnungen hinweggefegt worden.

– Die Diktatoren behaupten, daß es ihnen nur um das ehrwürdige Ziel der Gesundheit gehe. Aber immer mehr Bürger wachen auf.

– Als Zeichen ihrer Versklavung tragen die Menschen Masken, die medizinisch nutzlos sind.

– Mit Ausweisen müssen sie ihren „Impf-status“ beweisen, um sich frei bewegen zu dürfen.

– Eine Fülle sinnloser und widersprüchlicher Vorschriften begleitet ihr Leben.

– Jeder Verstoß wird von einem gewalttätigen Bußgeld-Regime geahndet.

– Die ständige Propaganda hat die Gehirne deformiert.

– Gesunde Menschen müssen beweisen, daß sie gesund sind, und das mit lächerlichen Tests, die reine Spielzeugartikel darstellen und nur den Sondermüll erhöhen.

Aber unter der Oberfläche der stromlinienförmigen Gleichschaltung regt sich der Geist des Widerstandes.

Das Prädikat „Staatsfeind“, das der Chef des Inlandgeheimdienstes an Maßnahmenkritiker und Impfverweigerer vergibt,

tragen diese wie einen Orden.

Die Montags-Spaziergänge entfalten eine selbsttragende Dynamik. Hier geht keine Minderheit von Extremisten, hier geht der normale Querschnitt der Bevölkerung, den zu vertreten sich die Politkaste anmaßt.

– Hier funktioniert die Aus- und Abgren-zung nicht mehr.

– Das Regime verliert die Deutungshoheit.

– Wer einmal bei den Spaziergängen war, der ist

für das Regime verloren.

– Den Teilnehmern fällt auf, wie haßerfüllt die Politik auf ihre Gegenwart reagiert. Und das treibt sie erst recht in die Opposition und läßt sie immer mehr Fragen stellen.

Das System steht auf den brüchigen Steinen angehäufter Lügen.

Fällt ein Stein heraus, droht das ganze Ge-bäude einzustürzen.

Nach der Corona-Lüge werden die anderen Lügen aufgerollt.

Jeden Tag werden der Widersprüche mehr.

Inzwischen ist der Zusammenhang zwischen der mRNA-„Impfung“ und der Übersterblich-keit nicht mehr von der Hand zu weisen.

Hierzu tragen „Einzelfälle“ bei, wie der Tod des 65jährigen Präsidenten des Europapar-laments David Sassoli, der am 11. Januar 2022 an einer „schweren Komplikation wegen Funktionsstörung des Immunsystems“ starb.

Ja, es wird ganz deutlich: Die als Impfung bezeichnete Genbehandlung schwächt das Immunsystem.

Auf den Protest-Spaziergängen nehmen zu-nehmend auch Covid19-Gespritzte teil, weil sie sich getäuscht fühlen.

Es wird jetzt eine Protestkultur entstehen, die den Sturz des kapitalistischen Regimes beschleunigt.

Wenn Forderungen nach Änderungen und Rücktritten ungehört verhallen, dann stehen die Grundlagen der westlichen Demokratie auf dem Spiel.

Sind die Wahlergebnisse für die Parteien nicht ebenso beliebig konstruiert wie die Inzidenz-zahlen? Schließlich fällt dort die Wahlbetei-ligung als Richtwert ebenso weg wie die Zahl der zwangsgetesteten Personen beim Inzidenzwert.

In beiden Fällen wird die Gesamtbevölkerung als Bezugsgröße angenommen.

Wer das infame System der Manipulation durchschaut, wird seine Spuren überall er-kennen.

Hier sind es die gesteuerten Medien, die mit selektiver und tendenziöser Informationsvermittlung den Hinweis auf die Hintermänner der Impfkampagne geben.

Die Impfpflicht ist jedenfalls weder ethisch noch rechtlich hinnehmbar. Darauf hat eine Gruppe renommierter Hochschulmediziner und Wissenschaftler hingewiesen:

„Es ist nicht belegbar, daß Corona-Impfungen mehr Nutzen als Schaden verursachen. Daher fehlt dem Staat jede Legitimation, diese einer ganzen Gesell-schaft aufzuzwingen.”

Eine Impfpflicht mit der Covid-19-mRNA-Genbehandlung ist nach derzeitigem wissen-schaftlichem Kenntnisstand unhaltbar.

Für große Gruppen der Bevölkerung gibt es überhaupt keine Evidenz für einen Nutzen. Dagegen ist ein Schaden nicht auszuschlie-ßen, sondern ist sogar mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit anzunehmen.

Ganze Bevölkerungsgruppen zur Impfung zu nötigen, heißt, von ihnen zu fordern, daß sie eine Körperverletzung hinnehmen.

Die immer wieder postulierte „Notlage“ ist nicht gegeben und muß nach fast zwei Jahren in einem der bestentwickelten Gesundheits-systeme der Welt als unrealistisch betrachtet werden.

Das Corona-Regime wird scheitern.

Es wird in einem Bürgerkrieg zusammen-brechen.

Und dann werden die Machenschaften eines menschenverachtenden Systems in aller Klarheit vor unseren Augen stehen.

Wie sagte Erzbischof Viganò:

Sie werden flüchten, um nicht gelyncht zu werden.

Die Vorgeschichte des Ukrainekonflikts

Aus der Zeitschrift „Volk in Bewegung“ durfte hier bei Adelinde – mit freundlicher Genehmigung des Schriftleiters Roland Wuttke – schon manche wert-volle Abhandlung veröffentlicht werden. So soll auch heute die von

Alois Mitterer

aus Folge 2/2022 hier erscheinen.

Mitterer beurteilt die heutige von der „Ostküste“ geschürte „Ukrainekrise“ auch im Hin-blick auf das Buch

Ein Amerikaner namens Brzezinski und die Vorgeschichte des Ukrainekonflikts

 

Ein schärferer Blick auf die Vorgeschichte der Ukrainekrise erfaßt auch einen Mitspieler, der jetzt kaum genannt wird, weil er gar nicht in den Rahmen der antirussischen Hetzkampag-ne paßt: Zbigniew Brzezinski (1928-2017), im weiteren „Brz.“.  

Der in Warschau geborene, 1953 in die USA eingebürgerte Brz. war von Jimmy Carter bis Barak Obama Sicherheits- bzw. außenpoli-tischer Berater aller US-Präsidenten. Man nannte ihn auch die „Graue Eminenz“ der amerikanischen Politik.

Er hatte demnach rd. 50 Jahre lang bei allen „Friedens- und Demokratisierungs-Missio-nen“ der USA, also bei all den kriegerischen Überfällen rund um den Globus, seine Finger mit im Spiel.

Es ist ein bis zur Stunde andauerndes Machtspiel, fernab vom Völkerrecht, nach dem

Gesetz des Wilden Westens:

Im Recht ist, wer schneller schießt.

Es hat bereits ungezählte Millionen Men-schenleben gekostet und gewaltige Flücht-lingsströme ausgelöst.

Als nach dem Zerfall der Sowjetunion und der Auflösung des Warschauer Paktes die Blockkonfrontation der Nachkriegsjahrzehnte beendet war, schien die Stunde einer allge-meinen Entspannung gekommen.

Die Russen zogen sich aus ihren bisherigen Satellitenstaaten absprachegemäß zurück und gaben ihnen die Selbstbestimmung zu-rück.

Nicht so im „siegreichen“ Westen. Das Verteidigungsbündnis der NATO war nun zwar objektiv überflüssig geworden; aber es wurde fortgeführt und schließt die BRD weiterhin als „occupied Country“ (Obama) mit ein.

Die Amerikaner perfektionierten nun vielmehr ihre Raketenstellungen und Luftwaffen-stützpunkte in der BRD und in anderen EU-Staaten; einer der größten amerikanischen Militärstützpunkte liegt bekanntlich im Koso-vo.

Als Präsident Obama im Juni 2009 Ramstein, das „Klein Amerika“ in der Pfalz, besuchte, versicherte er, daß es dabei bleiben werde.

 

Zbigniew Brzezinski (Bild: EL PAIS)

Brzezinski war es, der die Welt 1997 darüber aufgeklärt hat, warum das so ist.

In seinem Buch „The Grand Chessboard. American Primary and its geostratetic Im-peratives“ argumentiert er aus der ameri-kanischen Selbsteinschätzung heraus, daß die USA nach dem Zusammenbruch des Sowjetsystems die einzige und letzte Weltmacht seien und mit ihrer Vorherrschaft die Voraussetzung für Frieden, Wohlstand und Demokratie bieten würden. – Titel und Inhalt des Buches sind im Titel der deutschen Ausgabe „Die einzige Weltmacht – Amerikas Strategie der Vorherrschaft“ recht treffend erfaßt. Die nachstehend angeführten Zitate sind dieser Ausgabe entnommen*).

Man fühlte sich in den USA nach dem Ausscheiden der UdSSR als Herr der Welt.

Da konnte Brz. unverfroren, wenn auch in Samt gebettet, ausbreiten, was die USA bzw. – wie der amerikanische Publizist Gore Vidal einmal anmerkte – die Leute, denen die Vereinigten Staaten „gehören“, vorhaben.

Und was sie vorhaben, ist u.a. nicht weniger, als Rußland unter ihre Kontrolle zu bringen. Brz:  

Bei einem Scheitern der europäischen Eini-gung bekäme Deutschland in Europa ein Übergewicht und

„Europa verlöre dann seine Funktion als europäischer Brückenkopf für ameri-kanische Macht und als mögliches Sprungbrett für eine Ausdehnung des demokratischen Globalsystems in den eurasischen Kontinent hinein.“ (S.113).

Das wahre Ziel versucht er immer wieder hinter harmlosen Ankündigungen zu ver-stecken wie Partnerschaft und Zusammen-arbeit mit Rußland oder eines Sicherheits-bündnisses – unter Einbeziehung der USA natürlich – von Lissabon bis Wladiwostok.

Der strategische Plan von Brz. sieht die Unterstützung der amerikanischen Absichten durch die europäischen Staaten vor.

Deshalb betont Brz. immer wieder deren Bündelung in der EU.  Dabei wird Europa durch Ausdrücke wie „Amerikas unverzicht-barer geopolitischer Brückenkopf“ (S.91) oder „amerikanisches Protektorat“ (S.92) oder durch das Postulat der amerikanischen Vorherrschaft in Europa als Verfügungsmasse der USA abgestempelt.

Den Europäern weist er die Rolle von Vasallen zu:

„Tatsache ist schlicht und einfach, daß Westeuropa und zunehmend auch Mit-teleuropa (er meint Osteuropa; d.Verf.) weitgehend ein amerikanisches Protekto-rat bleiben, dessen alliierte Staaten an Vasallen und Tributpflichtige von einst erinnern“ (S.92).

Solche Einschätzungen werden durch die im-mer wieder betonte amerikanische Vorherr-schaft in Europa untermauert.

Immerhin ist man jenseits des Atlantiks so nüchtern, daß man keine konfliktfreie Durchführung dieser Pläne erwartet. Und jetzt kommt es:

Die NATO muß vorsorglich erhalten bleiben und sogar nach Osten ausgedehnt werden. Brz. kündigt folglich die Einbeziehung der ehemaligen Ostblockstaaten in die NATO an.

Dieses Vorgehen stützt sich selbstver-ständlich auf die Erwartung, daß die Pro-pagandawucht der immer einstimmigen Me-dien dem Publikum den angeblich unverän-derten Verteidigungs- und Schutzcharakter der NATO weismachen können.

Außerdem konnte er darauf bauen, daß die politischen Ränge hüben und drüben weit-gehend mit Lakaien besetzt werden; das findet man z.B in H.-D. Genschers Vorwort zum Buch bestätigt. Auf der anderen Seite ist es nicht schwer, die ehemaligen Ostblock-staaten vom Zauber der westlichen Zivilisation zu überzeugen.

So konnte Brz. die Verwirklichung seiner Vor-stellung von den Beitrittsterminen zur NATO ziemlich genau einschätzen (S.124/125):

  • Ungarn, Polen und die Tschechei wollte er 1999 in der NATO sehen, was dann auch der Fall war.

  • Rumänien, Slowakei, Bulgarien, Estland, Lettland und Litauen waren – wie von Brz. erwartet – erst nach dem Jahr 2002, nämlich 2004, an der Reihe.

Übrigens ist die NATO seit ihrer Gründung 1949 von 12 auf 30 Staaten im Jahr 2020 angewachsen.

Nach Brzezinskis Vorstellungen sollte um 2004 auch die Ukraine schon dabei sein, worauf er großen Wert legte:

„Die Ukraine, ein neuer und wichtiger Raum auf dem eurasischen Schachbrett, ist ein geopolitischer Dreh- und An-gelpunkt, weil ihre bloße Existenz als unabhängiger Staat zur Umwandlung Rußlands beiträgt.“ (S.74).

Aber das ist nicht auf Anhieb gelungen. Erst mußte die widerspenstige amtierende Regie-rung gestürzt werden. Zu diesem Zweck wurde die sog. Orange Revolution von NGOs inszeniert und mit US-Dollars finanziert.

Doch das nach der erfolgreichen Revolution 2005 ans Ruder gekommene Bündnis zwi-schen den Gruppierungen um Juschtschenko und Julija Timoschenko zerbrach, ehe es zu einer Unterzeichnung eines Assoziationsab-kommens mit der EU gekommen war.

 

Viktor Janukowitsch (Bild: Die Zeit)

Neuwahlen brachten 2010 Janukowytsch ins Präsidentenamt. Er lehnte den Anschluß an die EU ab und suchte die Anlehnung an Rußland.

 

“Euromaidan” (Titel und Bild: Wikipedia)

Die 2014 wieder aufgewärmte Revolution mit dem Höhepunkt einer Schießerei am Kiewer Majdan, die zu Unrecht Janukowytsch unter-geschoben wurde, führte zu dessen Sturz.

Die Nachfolgeregierung betreibt seither die amerikanischen Interessen, also den EU- und NATO-Beitritt. Sie steht von Beginn an unter dem internen Konflikt mit den überwiegend russisch besiedelten Bezirken im Donez-becken, der von Rußland geschürt wird.

Ein anderes Hemmnis war zweifellos die Präsidentschaft des auf Mäßigung und Ausgleich bedachten Donald Trump. Erst seit der Wahl von Joe Biden zum US-Präsidenten werden die Anschlußbemühungen wieder intensiviert, was schließlich das Eingreifen Rußlands herausgefordert hat.

Die NATO hat in Polen und Rumänien Raketenstellungen, angeblich für Abfang-raketen, angelegt; sie können natürlich auch Angriffsraketen abfeuern. Frage: Nähert man sich so einem erwünschten Partner? Natürlich nicht; aber man ist beleidigt und darüber empört, daß die andere Seite die eigenen Absichten durchschaut hat.

Das war aber nicht schwer, wenn man sich an Brz. hält. Durch die Aufnahme der Ukraine käme die NATO, also USA, mit ihren Raketen noch näher an Moskau heran.

Putin hatte die Ziele der USA und die Rolle der NATO zweifellos schon frühzeitig erkannt. Die Offenlegungen Brz´s. haben ihn als deren Bestätigung bereits beim Antritt des Präsidentenamtes begleitet.

Putin weiß, daß es um den Fortbestand Rußlands als selbstbestimmter Staat geht. Deshalb hat er mit vollem Recht die Frage des NATO-Beitritts der Ukraine zur „Roten Linie“ erklärt, die nicht überschritten werden dürfe, wenn es nicht zu kriegerischen Folgen kom-men soll.

Wenn Rußland die wachsende Bedrohung endlich anhalten und zugleich die unmit-telbare Konfrontation mit der NATO vermeiden will, dann muß es die Ukraine unter seine Kontrolle bringen, ehe ihm die NATO zuvorkommt.

Es ist daran zu erinnern, daß Putin schon auf der Münchener Sicherheitskonferenz von 2007 vor der Umzingelung Rußlands durch die NATO gewarnt hat.

Wer in der Orgie der Putin-Hetze noch nüchtern geblieben ist, wird sich an die vergleichbare Situation im umgekehrten Sinn von 1962 erinnern. Damals zwang John F. Kennedy den sowjetischen Präsidenten Chruschtschow, seine vor dem kommuni-stischen Kuba als Schiffsladung aufgetauch-ten Raketen wieder zurückzuholen.

Es stellt sich die Frage, ob die Abwahl von Donald Trump auch deshalb durchgesetzt werden mußte, um die Strategie der Ein-kreisung Rußlands fortsetzen zu können.

Dann muß man aber weiter fragen, welche Trümpfe die Regierung Biden noch in der Hand hält, sodaß sie ihre Pläne trotz der seit Abfassung von Brz´s Buch eingetretenen Veränderungen der Weltlage unbekümmert weiterführen will.

Damals gab es noch ein verluderndes Jelzin-Rußland, und ein Putin war nicht in Sicht. Außerdem hat sich die geopolitische Lage durch den rasanten Aufstieg Chinas tiefgreifend verändert.

Traut man sich nach wie vor zu, als die einzige Weltmacht auftreten zu können?

Das Buch von Z. Brzezinski hat – vielleicht aus dem seinerzeitigen Hochgefühl heraus – die Machtgier und Heuchelei der herrschenden Kreise in den USA bedenkenlos offenkundig gemacht. Leider ist nicht zu erkennen, daß dort Vernunft und Selbstbescheidung einkehren würden.

So bleibt nur die Hoffnung, daß der Anmaßung endlich Grenzen gesetzt werden. Wenn ihnen der nötige Fausthieb in der Ukrainekrise versetzt werden könnte, hätte die Welt Glück gehabt.

Vorerst ist offen, ob es die Antreiber in USA lieber auf einen Weltbrand ankommen lassen werden.

A.M. 9.3.2022

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Anmerkung

*) Zbigniew Brzezinski: „Die einzige Weltmacht – Amerikas Strategie der Vorherrschaft“ – Mit einem Vorwort von Hans-Dietrich Genscher. Fischer Taschenbuch Verlag, September 1999, 2.Auflage, ISBN 3-596-14358-6

Wenn Zwei das Gleiche tun …

Roland Wuttke

ist bekannt als Mensch des unaufgeregten, klaren Wortes und ebenso gearteter Taten.

In Gemeinschaften wie Verei-nen, denen er angehört, leidet er keine unsauberen Verhal-tensweisen und Geschäfte und ruft zur Ordnung.

Das bringt die Ertappten gegen ihn auf, und es kann sein, daß sie eine erstaunliche Hetze gegen ihn vom Stapel lassen. Sein Inneres läßt er davon nicht berühren, er bleibt ruhig überlegen und sachlich.

Der folgende Artikel ist ein Abbild seines Strebens nach Ordnung und Gerechtigkeit. Und es zeigt sich, daß das Gleiche nicht nur nicht Dasselbe ist, sondern – je nach Machthaber – grundverschieden beurteilt wird.

In der Zeitschrift „Volk in Bewegung“, deren Schriftleiter er ist, bringt Roland Wuttke Beispiele unter der Überschrift

Die Ukraine und der große Krieg

Seit Anfang April 2022 kennt die Welt ein neues Superlativ in der Skala der „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“:

„Das Massaker von Butcha“.

In jenem Vorort von Kiew, der kurz zuvor von russischen Truppen geräumt wurde, sollen Dutzende Zivilisten mit Kopfschuß auf offe-ner Straße ermordet worden sein. Es gab Filmberichte.

Ohne Prüfung war für den Westen klar: Die Täter waren die Russen. Das paßt gut in die englische Propaganda, und sogleich kamen von dort Forderungen nach weiteren Waffen-lieferungen in das Kriegsgebiet.

Am 23. April 1945 trieben Soldaten der Roten Armee etwa 1000 Zivilisten des Ortes

Treuenbrietzen (Brandenburg)

zusammen und erschossen einen Teil davon im Wohngebiet und einen Teil in einem Waldstück außerhalb des Ortes. Einen Tag später konnte die Wehrmacht den Ort zu-rückerobern und das Verbrechen dokumen-tieren.

Sucht man heute in Treuenbrietzen die Gedenkstätte, stößt man zuerst auf einen „Heldenhain“ der Roten Armee. Der liegt direkt an einer Hauptstraße. Dort liegen vor den Steintafeln der „Helden“ der Sowjetunion die Kränze von SPD, CDU, FDP und der Linken.

An der 500 m entfernten, hinter Hecken versteckten schmucklosen Erinnerungsstätte für die deutschen Opfer des Massakers vom 23. April 1945 liegt kein Kranz.

Man könnte hier, neben den vielen Fällen ähnlicher Art, noch die Opfer des Massakers von

Treseburg im Harz

erwähnen, wo die US-Armee am 19. April 1945 neun 16-jährige Hitlerjungen und fünf Wehrmachtssoldaten ermordet hat.

Oder in

Webling bei Dachau,

wo die US-Regenbogendivision 42 Soldaten mit Kopfschüssen umbrachte, nachdem sie die Waffen niedergelegt hatten. Darunter auch ein 15-jähriger Junge, der zum Betteln zu den Bauern geschickt worden war.

Die Toten lagen drei Tage am Straßenrand, bis die Besatzer deren Bestattung erlaubten.

Diese Opfer finden in den BRD-Medien kein Echo.

Was aber geradezu pervers ist, ist die Verherrlichung derartiger Mordtaten als „Befreiung“ bei allen Reden von BRD-Poli-tikern, bis in die heutigen Tage.

Wird man in der Ukraine die Opfer von Butcha auch einmal vergessen und die russische Armee als Befreier feiern? Wohl kaum.

50 Jahre Gehirnwäsche hat die BRD-Deut-schen zu Masochisten gemacht.

Die militärische Operation der Russen in der Ukraine war die unvermeidliche Antwort auf das fortgesetzte Vordringen der Nato in den Osten Europas, mit all dem kriminellen Beiwerk, wie Menschen-, Organ-, Drogen- und Waffenhandel.

Insofern bewahrheitet sich der Grundsatz, wonach nicht derje-nige, der den Waffengang be-ginnt, den Krieg auslöst, sondern derjenige, der den Gegner zum Handeln zwingt.

Die Weltmeister der Kriegsverbrechen

waren von jeher die Engländer mit ihrem nordamerikanischen Wurmfortsatz USA.

Auch der Russe neigt zu Gewaltexzessen, doch fehlt ihm gewöhnlich die perfide Machart des Albion. Seine Gewalt ist dumpf und spontan. Die des Westens hingegen ist berechnend und geplant.

So sehen wir das Vorgehen auf dem Maidan 2014 und bei dem Asow-Regiment, das als faschistisch bezeichnet wird und Putin das Argument in die Hand gab, in der Ukraine „gegen Nazis“ zu kämpfen.

Was haben die ukrainischen Nationalisten als Hilfstruppen des US-Imperialismus mit dem Nationalsozialismus zu tun?

Dieser Tage wird es wichtig, sich der lär-menden Propaganda zu entziehen und das Wissen in der Geschichte zu suchen.

Wie ist der Waffengang in der Ukraine ein-zuordnen?

Er ist Teil des Ringens um ertragreiche Raubzüge. Für den Aggressor USA besteht das Risiko, daß das Handelsembargo gegen Rußland zu einem Bumerang wird, denn das mit China und Indien verbundene Riesenland läßt sich nicht isolieren.

Die Corona-Inszenierung ist im Wesentlichen ein Symptom des marodierenden Finanz-kapitals der FED und ihrer internationalen Privatbanken.

Seit 15 Jahren sind alle großen Zentralbanken in einer beispiellosen Geld-Schöpfungsphase und benötigen immer neues Kapital, um die immer größer werdenden Finanzblasen nicht zum Platzen zu bringen.

Der Ukraine-Konflikt dient dem Westen dazu, die „Staatsschuldenkrise“ noch ein wenig wei-ter vor sich herzuschieben.

Der Dollar-Imperialismus steht vor seinem Ende und schlägt wie ein Ertrinkender wild um sich.

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