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Das Messianische Reich “ante portas”

Dieser Demonstrant in Deutschland glaubt sich auf der Seite des Guten.

Mainstreamgerecht hetzt er gegen „Nazis“ und blafft den Volkslehrer an.

Schlecht für ihn: Ihm fehlt es an jeglicher Bildung. Am schönsten zeigt sich das an seinem denkwürdigen Satz von Ludendorff, dem „Kriegsverbrecher des Zweiten Weltkrieges“ und „Nazi“.

Voller Titel: Weltkrieg droht auf Deutschem Boden, 1931

Wie jeder, der sich geschichtlich umgeschaut hat, weiß, hat Erich Ludendorff als Feldherr des 1. Weltkrieges und daher kompetentester Fachmann weltweit den bereits für 1932 geplanten 2. Weltkrieg durch seine Aufklärung verhindert, war bereits seit 1924 entschiedener Gegner der Hitlerschen Gewaltpolitik und bekämpfte sie – angesichts der KZs für Andersdenkende – furchtlos offen wie kein anderer und starb bereits 1937.

Voller Titel: Hitlers Verrat der Deutschen an den römischen Papst, 1931

Dies alles ist dem heutigen, ferngesteuerten, gewaltbereiten Mob unbekannt. Desto lauter pöbelt er und macht durch Sachbeschädigung und Körperverletzung von sich reden, die Mainstream-Medien hinter sich wissend.

Wissen diese armen Irren, wessen Geschäft sie betreiben? Und diese verkommenen Gojim, die sich als Satanisten zeigen und die Juden als auf ihrer Seite erklären?

Bildquelle gesucht

Corona-Masken-Träger in Konstanz (Bild: Südkurier)

Das brave Fernsehen guckende und Mainstream-Zeitungen lesende Volk macht auch den größten Humbug mit, ernst, sich seines Gutmenschentums bewußt.

Da können sich 16 000 Mediziner die Finger wundschreiben mit Klarstellungen über die nicht vorhandene Epidemie, geschweige denn die nichtvorhandene Pandemie – die Medien, wie die FAZ, weigern sich – ebenfalls gehorsamst -, die Apelle der 16 000 Mediziner abzudrucken.

Merkel hat die neue Pandemie-Welle schon von Anfang an angekündigt. Als promovierte Physikerin mit mindestens 16 Ehrendoktortiteln (hauptsächlich von hebräischen Universitäten) kann sie sowas ausrechnen. Nicht daß das eingesperrte Sklavenvolk seine Freiheit zurückbekäme!

Darüber hinaus ist der Tod eines Schwarzen instrumentiert:

Gewalttätige Massendemonstrationen sind in Amerika an der Tagesordnung. In Deutschland werden sie herbeigeredet und inszeniert.

Schon wird der anarchistische Ruf laut und lauter:

„die Polizei abschaffen!“

Los Angeles ( https://www.youtube.com/watch?v=Fe6HA_Gg5VA)

Das Chaos soll herbeigeführt werden, und mittendrin in den USA der Präsident, der das alles nicht mitmachen will und bekämpft. Trump muß weg ist die Devise – ja, wessen denn?

Alles klar? Die führenden Logenabhängigen in Politik und Medien machen diesen Unabhängigen im Amt des US-Präsidenten mit allen Mitteln schlecht, wie sie den großen Volksretter und Aufklärer über diese überstaatlichen Untergrundmächte Erich Ludendorff und die große Philosophin Mathilde Ludendorff verleumdet haben.

Diesem bösartigen, völkermörderi-schen Deep State hat Trump den Kampf angesagt. Der Krieg tobt. Es ist der ersehnte 3. Weltkrieg.

Siehe: Es stehet geschrieben (Adelinde) →

Der eben empfohlene Artikel bezieht sich auf die Aussagen von Rabbi Zamir Cohen:

Möge dem POTUS* Trump und damit den Völkern der Erde das Kriegsglück hold sein!

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* President of the United States

Friedrich Wilhelm Hegel

Hegel (Bild: Welt)

ist noch immer das Idol einer „Linken“, die mit dem Bekenntnis von Karl Marx übereinstimmt:

„Ich kokettierte mit der Hegel eigentümlichen Ausdrucksweise.“

Doch unversehens geraten auch „Rechte“ in dies „linke“ Fahrwasser mit den hegelschen Vernunftübergriffen. Wie schade um die wertvolle Lebenszeit, die sie sich mit dieser verqueren Philosophie abringen.

Hätten sie sich doch lieber zunächst bei den unumstößlichen Erkenntnissen Kants, dann aber vor allem Mathilde Ludendorffs umgesehen! Das hätte ihnen echten Erkenntnisgewinn gebracht.

Peter Hansen

hat in Folge 14/1980 der Zeitschrift „Mensch und Maß“ eine aufhellende Abhandlung geschrieben:

Friedrich Wilhelm Hegels Philosophie und ihre Bedeutung für die Gegenwart

1. Die Hegelsche Philosophie

Kein deutscher Philosoph hat so stark gewirkt wie Hegel im 19. Jahrhundert.

Er wurde zu einer Macht im geistigen Leben Deutschlands und der Welt, wie es kaum Kant gewesen war. …

Nach Hegel ist die gesamte Wirklichkeit, sei es ein Baum oder ein Vogel, ein Gesetz oder eine Sonate von Beethoven, Ausdruck eines allumfassenden vernünftigen Weltgeistes, den Hegel auch als Gott bezeichnet.

Hierbei ist jedoch (nach Hegel) eines wesentlich: Die Wirklichkeit ist nicht überall gleich gottdurchdrungen, sondern Gott offenbart sich in den einzelnen Erscheinungen in unterschiedlicher Stärke. So erstrahlt er vor Beginn des Weltallwerdens in wundersamer Schönheit. Hegel schreibt:

„So ist die erste göttliche Geschichte außer der Welt, raumlos außer der Endlichkeit, Gott wie er an und für sich ist.“1)

Gott können wir nach Hegel mit der Vernunft gleichsetzen.

Die Aufgabe der Vernunft ist es aber zu denken, woraus folgt, daß das Wesen Gottes im Denken besteht.

Doch wodurch wird Gott veranlaßt, das Reich der Gedanken zu verlassen, um in Erscheinung zu treten?

Nach Hegel ist das die Folge eines kosmischen, allumfassenden Gesetzes, das er in Anlehnung an Fichte als Dialektik bezeichnet. Ohne auf die Dialektik näher einzugehen, können wir sagen, daß sie es ist, die allen Wandel im Weltall bewirkt.

Diesem dialektischen Gesetz ist auch Gott unterworfen.

Hierdurch wird gesichert, daß Gott zur Erkenntnis gelangt, jenseits der Erscheinung zu sein. Das ist der Anlaß für ihn, sich mit dem Diesseits der Erscheinungswelt zu verweben.

Hegel begründet das etwa so:

Wir können die Mutter nicht ohne den Vater denken, ebensowenig läßt sich das „Jenseits der Erscheinung“ ohne das „Diesseits der Erscheinung“ denken. Damit beginnt die „göttliche Geschichte als real in der Welt“.

  • Gott ist seiner Natur nach zwar jenseits der Erscheinung (These),

  • doch wenn er sich jetzt dem Raume verwebt, dann gerät er in einen gewaltigen Gegensatz zu seiner wahren Natur (Antithese).

  • Hierdurch entsteht eine Spannung, die erst mit Beginn der menschlichen Geschichte gemildert und mit fortschreitender Zivilisation- und Kulturentwicklung aufgehoben wird (Synthese).

Daher offenbart die Menschheitsgeschichte nach Hegel Gott immer deutlicher und klarer, wie das folgende Beispiel zeigen soll:

  • Bei den asiatisch-orientalischen Völkern ist nur der Herrscher frei und gottnah, aber die Untertanen leben noch in arger Finsternis.

  • Bei den Griechen und Römern ist bereits die politische Führungsschicht frei und gottnah, während allerdings die überwältigende Mehrzahl der Bevölkerung in gottferner Knechtschaft lebt.

  • Erst bei den Germanen des 19. Jahrhunderts sind alle Menschen frei und gottgeeint: der Staat ist vollkommen und Gott ist am Ziel.

Der langsame Gang Gottes durch die Weltgeschichte führt nämlich nach Hegel zu einer allmählichen Veredlung des Staates, des Rechtes, der Sittlichkeit, der Religion, der Kunst und der Wissenschaft.

Will ein junger Mensch zur Erkenntnis Gottes – zum absoluten Wissen – gelangen, so muß er diese Entwicklung im Geiste nachvollziehen.

2. Hegel und die Folgen

Hegels Philosophie ist für alle jene Menschen hervorragend geeignet, die der Auffassung sind, die Geschichte strebe einem idealen Endzustand entgegen, einer goldenen „Zeit, wo das Rechte, das Gute wird siegen“ (Schiller).

Hegel war zwar der Meinung, bereits zu seinen Lebzeiten wäre dieses göttliche Ziel in Preußen verwirklicht worden, doch das glaubt heute kein Mensch mehr, wohl aber gibt es viele Menschen, die das „Reich Gottes“ (Augustinus), das „messianische Reich“ (Judentum) oder die „kommunistische Gemeinschaft“ (Marx) für die Zukunft voraussagen.

Sie können sich alle auf Hegel berufen.

Sogar seine dialektische Methode läßt sich hervorragend von ihnen benutzen. Der weltgeschichtliche Fortschritt, so hatte Hegel gelehrt, kommt durch den Kampf der Gegensätze zustande.

  • Bei Augustinus kämpfen die „Gerechten“ gegen die von „Gott Abgewandten“,

  • bei Marx die „Proletarier“ gegen die „Kapitalisten“,

  • in der jüdischen Religion steht das von Gott auserwählte Volk den anderen Völkern gegenüber. Es ist das von Gott durchdrungenste und hat die Aufgabe, alle Auseinandersetzungen der Menschheit in einer Synthese auszugleichen.

Nun ist es sehr überraschend, daß nach Hegel ausgerechnet der Tummelplatz so vieler Verbrechen, nämlich die Geschichte, Gott offenbaren soll und in dieser Aufgabe die Natur weit überragt.

Hegel gibt hier folgende Antwort:

Worüber sollte sich der Philosoph wundern?

  • Die Zuchtlosigkeit wird bald das Bedürfnis nach einer starken Regierung wecken.

  • Der Krieg kann nicht ewig sein; bald wird die Sehnsucht nach dem Frieden wach …

  • Jedes Extrem schlägt über kurz oder lang in sein Gegenteil um.

  • Selbst die Bosheit muß dazu dienen, das Gute zu fördern.2)

Auch der Gang Gottes durch die Weltgeschichte erfolgt dialektisch, das heißt in Gegensätzen, die sich in Mord, Krieg und Revolutionen entladen.

Zur Verdeutlichung wollen wir die Hegelsche Methode einmal auf die letzten hundert Jahre unserer Geschichte anwenden:

  • Damals verkörperte Bismarck mit der „These“, daß Deutschland geeinigt werden solle, den „fortschrittlichen“ Teil der Menschheit;

  • die „Antithese“ wurde vom französischen Kaiserreich vertreten.

  • Diese Spannungen führten zum deutsch-französischen Krieg und damit zur Einigung Deutschlands. Diese „Synthese“ war zwar ein „historischer Fortschritt“, jedoch ein unvollständiger, denn Deutschland stand noch nicht gänzlich unter überstaatlicher Kontrolle.

  • Nach der dialektischen Methode wird jetzt diese „Synthese“ zu einer neuen „These“ und ruft eine „Antithese“ hervor, die von den antideutschen Mächten: dem Papst, der Freimaurerei und der englisch-amerikanischen Geldmacht usw. vertreten wird.

  • Diesmal entladen sich die Gegensätze im ersten Weltkrieg, der zur Schwächung Deutschlands führte, aber auch das Nationalbewußtsein der Deutschen entflammte. Auch dieses Ergebnis („Synthese“) erweist sich bei tieferer Betrachtung als fortschrittlich, denn es führte dazu, daß Hitler an die Macht kam.

  • Hierdurch entstand die neue These. Wer diesmal die Antithese verkörperte, ist bekannt, ebenso die Synthese, die zur Zerstörung Deutschlands und des deutschen Volkes führte, um andererseits die überstaatlichen Mächte zu stärken.

  • Damit ist die historische Mission Deutschlands — und auch Europas — im wesentlichen beendet; der Weltgeist (Gott) befindet sich seitdem bei den außereuropä-ischen Mächten, die fortan den Fortschritt verkörpern, nämlich in der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten.

3. Hegels philosophische Irrtümer

Hegel lehnt von vornherein jede Untersuchung unseres Erkenntnisvermögens als Betrug ab.3)

Durch diesen Trick gelingt es ihm, Kant aus dem Weg zu gehen, ohne ihn zu widerlegen.

Selbstverständlich verwirft er die Kantische Lehre vom Unterschied zwischen der „Erscheinung“ und dem „Ding an sich“.

Während Kant über das „Ding an sich“, das Göttliche, schweigt, weiß Hegel ganz genau, womit Gott vor der Erschaffung der Welt beschäftigt gewesen war: er macht ihn zur Denkmaschine, die dialektischen Gesetzen folgt.

Mit der gleichen Unbekümmertheit bestimmt Hegel a priori, also „aus dem hohlen Bauch“ heraus, die Zahl der Planeten — natürlich falsch — und „beweist“ philosophisch — 114 Jahre nach Newton —, welchen Naturgesetzen die Bewegung der Planeten zu folgen habe, und schwätzt über Elektrizität, Wärme und Gravitation wie ein Frosch über das Fliegen.

Während Hegel einerseits durch seine erbaulichen Märchen Gott wie einen Stuhl aus der Erscheinungswelt behandelt, vergöttlicht er andererseits die Erscheinungswelt, wobei er bezeichnenderweise die Natur, dieses Wunder Gottes, abwertet und sich ausgerechnet auf die Geschichte stürzt, die nach

Mathilde Ludendorff (Zeicnung von Wolfgang Willrich 1947)

 

Mathilde Ludendorff

 

Gott am tiefsten verhüllt.

Sie schreibt:

Vernunft denkt nach den gleichen Gesetzen, und wenn sie über das Göttliche zu denken wagt, wird sie stets … zu den gleichen Irrtümern hingelangen.

Immer ordnet sie da das Göttliche den Formen aller Erscheinung ein … Immer will sie … die Völker und ihr Schicksal dann lenken. Immer will sie dann auch „vernünftig“ lenken, und jeder Schicksalsschlag und jedes Glück muß dann „Sinn und Verstand“ für … die Völker haben. Dann ist aber die gleiche Richtung in die Irrtümer hinein schon gegeben.“4)

Welche Frechheit gehört doch dazu, die Verbrechen der Weltgeschichte als „List“ Gottes zu verharmlosen, wie Hegel es tut!

Was muß das für ein Gott sein, der es nötig hat, durch ein Meer von Blut zu waten, um sein göttliches Ziel verwirklichen zu können!

Vielleicht ahnt der Leser jetzt, wie berechtigt die gallige Kritik Schopenhauers an Hegel ist, dem er einen

verdummenden, man könnte sagen pestilenzialischen Einfluß

zugeschrieben hat.

Und was soll man von einem „Philosophen“ nach Kant halten, der ernsthaft behauptet, mit fortschreitender Geschichte werden die Menschen und alle ihre Einrichtungen immer vollkommener!

Hegel übersieht die alte chinesische Weisheit, wonach man Flüsse und Berge ändern kann, nicht aber den Menschen, dessen Unvollkommenheit nach Mathilde Ludendorff einen tiefen philosophischen Sinn hat. Die Philosophin schreibt über diese flache Fortschrittsgläubigkeit:

Nirgends hören wir so viel von dem „herrlichen Aufstieg“, dem „Fortschritt“ der Menschheit im allgemeinen und der eigenen Leistung im besonderen reden, als hier im Totenreich.5)

(Adelinde: Mit dem Totenreich meint sie das Reich der dem Göttlichen abgestorbenen Menschen, der „plappernden Toten“.)

Doch die philosophische Betrachtung über Hegel ist unvollständig ohne eine psychologische Ergänzung.

In einer wesentlichen Lebensfrage des Volkes vertritt Hegel zwei gänzlich unterschiedliche Auffassungen. 1806 schreibt er an Niethammer:

Wie ich es schon früher tat, so wünschen nun alle der französischen Armee Glück.6)

Nach der Niederlage der Franzosen in den Befreiungskriegen setzt sich Hegel plötzlich für die Volkserhaltung ein:

Nun, … da die deutsche Nation sich aus dem Gröbsten herausgehauen, da sie ihre Nationalität, den Grund alles lebendigen Lebens (!) gerettet hat, so dürfen wir hoffen, daß … auch die Kirche sich emporhebe.7)

Die gleiche Anpassungsfähigkeit beobachtet auch Treitschke. Er schreibt über Hegel:

In den letzten Jahren schloß er sich eng an die Regierung an und benutzte unbedenklich (deren) Gunst … um seine wissenschaftlichen Gegner zu beseitigen.8)

Der unverdauliche Stil der Hegelschen Schriften, der in linken Kreisen noch heute so modern ist9), zeugt meiner Meinung nach mehr von geistiger Verworrenheit als von Tiefe.

Daher ist es lächerlich, wenn Hegels englischer Anhänger Stirling schreibt:

Die Philosophie Hegels war … von solcher Tiefe, daß es größtenteils ganz unmöglich war, sie zu verstehen.10)

Diesem philosophischen Stil, der nur so „dunkelt und funkelt“, entspricht die Vortragsweise des Dozenten Hegel.

Hegel, Georg Friedrich Wilhelm (1770 – 1831), Deutscher Philosoph, nach einem Gemälde (verschollen) von Ludwig Sebbers; Foto: Dietmar Katz;

Sein Schüler Hotho schreibt:

Abgespannt, grämlich saß er mit niedergebücktem Kopf in sich zusammengefallen da und blätterte und suchte immerfort sprechend in den langen Folioheften … das stete Räuspern und Husten störte allen Fluß der Rede, jeder Satz stand vereinzelt da und kam mit Anstrengung zerstückt und durcheinandergeworfen heraus; jedes Wort, jede Silbe löste sich nur widerwillig los, um von der metallenen Stimme … einen wundersam gründlichen Nachdruck zu erhalten.11)

Schopenhauer schreibt:

Eine Kunst hat dieser Hegel wirklich verstanden, nämlich die, die Deutschen bei der Nase zu führen. Das ist aber keine große.

Hegels Stern wäre daher längst untergegangen, wenn es ihm nicht gelungen wäre, die jüdisch-christliche Hoffnung auf ein vollkommenes Gottesreich mit seiner Philosophie einzufangen und den Weg zu diesem Ziel als göttliches Wirken zu deuten.

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Anmerkungen

1) Vorlesungen über die Philosophie der Religion II, Dritter Teil.
2) A. Heußner, Die philosophischen Weltanschauungen, 2. Auflage, Göttingen 1912, Seite 181.
3)   Hegel: Phänomenologie des Geistes, Frankfurt/M—Berlin—Wien, Ullstein Verlag, 1973, S. 57.
4) Das Gottlied der Völker, S. 347.

5)   Selbstschöpfung, S. 147.
6)   Hegel: Phänomenologie, S. 644.
7)   Hegel: Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie I, Frankfurt am Main, 1975, Suhrkamp Verlag, S. II.
8)   Zitiert bei Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde 2, 1977, S. 36 H.
9)   Von Marx stammt der Ausspruch: „Ich kokettierte mit der Hegel eigentümlichen Ausdrucksweise.“ Vergleiche: Härtle, Die falschen Propheten, 1973, S. 42.
10) Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde 2, S. 36.
11) Hegel: Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie, III, S. 531.

Kann es wirklich sein, daß Abraham Foxman – zwar vor einer Auswahl von Männern seiner jüdischen Glaubensgemeinschaft – laut und deutlich verkündet hat, was wir in dem Video oben hören können?

Zwar ist, was er darlegt, längst bekannt – jedenfalls denen, die lesen und mitdenken können und sich anschauen, was Erich und Mathilde Ludendorff während ihres umfangreichen geistigen Aufklärungskampfes vor 80 bis 90 Jahren gegen die Völkermordpläne biblischer Glaubensmächte veröffentlicht und was wir am eigenen Leibe erfahren haben und heute in der „Corona-Krise“ in aller Deutlichkeit vorgeführt bekommen.

Vor der ADL in New York am 25.8.1998 soll er gesagt haben:

Wir (Juden) haben alle Ziele erreicht, die auf unserer ersten Sitzung vor 100 Jahren zum Ausdruck kamen:

  • Wir kontrollieren Regierungen.

  • Wir haben Uneinigkeit zwischen unseren Feinden geschaffen und sie dazu gebracht, sich gegenseitig umzubringen.

  • Wir haben die Kritik an unseren Angelegenheiten effektiv zum Schweigen gebracht und sind die reichste Rasse der Menschen auf dieser Erde.

  • Als Meister der Wirtschaft, der Politik, des Rechts und vor allem der Medien sind wir bereit, unser wichtigstes und ehrgeizigstes Programm umzusetzen.

  • Eins, das die Hindernisse unserer absoluten Kontrolle über die Erde endgültig und vollständig aus dem Leben räumen wird.

  • Ich spreche vom Tod der weißen Rasse.

  • Die vollständige Entfernung aller Reproduktionsmittel der sogenannten arischen Rasse.

  • Männer, wir kontrollieren jetzt das Schicksal dieser Rasse.

  • Es ist jetzt an der Zeit sicherzustellen, daß die weiße Rasse durch Inzest und eine Geburtenrate von nahezu Null aussterben wird.

  • Wir haben alle die Vision genossen, die sich auf der ganzen Welt wiederholt, wenn die letzten weißen Kinder mit kleinen dunklen Kindern spielen und wissen, daß sie für ihre spätere Zerstörung vorbereitet werden.

  • Wir müssen die Rassenmischung der städtischen Zentren den Vororten und ländlichen Gebieten offenbaren.

  • Mit dem HUD werden derzeit aggressivere Programme zur Integration dieser Bereiche durchgeführt.

  • Es ist jeden Preis wert, die nächste Generation weißer Kinder zu vernichten.

  • Wir möchten, daß jeder weiße Vater das Gefühl hat, daß seine Kinder farbige Partner heiraten und gemischtrassige Kinder hervorbringen.

  • Wir müssen unsere Macht nutzen, um weiße Männer und Frauen zu entmutigen, die immer noch darauf bestehen, mehr reine weiße Kinder zu zeugen.

  • Sie werden geächtet, indem sie nicht Teil der Neuen Gesellschaft aller Rassen werden.

  • Die meisten werden davon Abstand halten.

  • Wir werden mit den weniger kooperativen Gojim (Nichtjuden) durch Mord und Inhaftierung vorgehen.

  • Schließlich werden wir das Ende dieser weißen Rasse sehen.

  • Eindrucksvolle weiße Kinder, deren Verstand in die Agenten der eigenen Zerstörung geformt wird.

  • Schon jetzt ist es unseren Bemühungen gelungen, die Männer dieser Rasse uns zu Füßen zu legen.

  • Männer, Sie und Ihre Vorfahren haben hart gearbeitet, um sicherzustellen, daß wir das Schicksal dieser Rasse in unseren Händen halten können. Jetzt haben wir es.

  • Verderben Sie arische Gojim!

Aber natürlich wird es sich wie bei den ebenso mit der Wirklichkeit übereinstimmenden „Protokollen der Weisen von Zion“ um eine „antisemitische Fälschung“ handeln!

Und die entsprechenden Ankündigungen und Befehle des jüdischen „Gottes“ Jahweh in Thora und Talmud muß man bestimmt ganz anders verstehen und auslegen wie z.B.

5. Mose 7:16 Luther Bibel 1545:

Du wirst alle Völker verzehren, die der HERR, dein Gott, dir geben wird. Du sollst ihrer nicht schonen …

Unwillkürlich fällt mir bei solchem Erfolg, solcher „Tüchtigkeit“ eines Volkes der Begriff Charles Darwins ein:

Survival of the fittest. Der Tüchtigste überlebt.

Charles Darwin führte diesen Gedanken noch genauer aus:

Bild: Pinterest

Es ist nicht die stärkste der Arten, die überlebt, noch die intelligenteste, sondern diejenige, die am meisten auf Veränderungen reagiert.

Wie gut paßt das auf den Erfolg jenes jahwehgeführten Volkes und auf die „Unterlegenheit“ der Gojim!

Und dennoch hat das alles nichts mit der wahren Art und Weise zu tun, in der die Entwicklungsgeschichte ihren Lauf nahm.

 

Mathilde Ludendorff

Mathilde Ludendorff

bedauert in ihrem Erstwerk „Triumph des Unsterblichkeitwillens“ den gottlosen Materialismus, mit dem von Charles Darwin die Entwicklung der Arten erklärt wird, und zitiert den Großvater des Charles,

Erasmus Darwin,

der in dem Werdegang der Schöpfung eine überwältigende göttliche Kraft erkennt:

Die Welt ist entwickelt, nicht erschaffen; sie ist nach und nach aus einem kleinen Anfang entstanden, hat sich durch die Tätigkeit der ihr einverleibten Grundkräfte vergrößert und ist eher gewachsen, als durch ein allmächtiges Werde plötzlich geworden.

Welch eine erhabene Idee von der unendlichen Macht des großen Architekten der Ursache aller Ursachen … Denn wenn wir das Unendliche vergleichen wollen, so möchte wohl ein größeres Unendliches der Kraft dazu erforderlich sein, die Ursachen der Wirkungen zu verursachen, als wie die Wirkungen selbst.

Das biblische „Schöpfungsbild“ eines als Macher gedachten „Schöpfers“ ist überwunden, eines Bildes, nach dem auch Adam erst aus einem Lehmkloß gemacht und dann mit göttlichem Hauch belebt wurde.

So dualistisch wie im Falle der Erschaffung des Menschen ist die gesamte biblische Sichtweise auf die Schöpfung: Die Natur wird nicht beseelt, nicht gottdurchdrungen erlebt und gedacht, sie steht nach dieser Sicht „Gott“ Jahweh ebenso fern wie die Seele dem Leib, der „gottlosen“„Materie“.

Ist nicht Charles Darwin bei seinen Darstellungen der Entwicklungsgeschichte den Weg von seinem gottahnenden Großvater Erasmus weg zum Materialismus seines Jahrhunderts zurückgegangen, indem er die Abwandlungen der Arten rein mechanistisch erklärte und dadurch in seiner Zeit so erfolgreich war? Mathilde Ludendorff:

Sein Werk bewegte ein ganzes Jahrhundert! Das Charakteristische aber ist, daß weit weniger die Tatsache der Abwandlung selbst interessierte als die willkommene materialistische, rein mechanistische Erklärung. Man stelle sich vor, daß nicht einmal der Kampf ums Dasein selbst die Macht ist, der wir nach Darwin die Entstehung der Arten zu danken haben, sondern das Nüchternste, das sich nur denken läßt:

Der „Konkurrenzkampf“ ist letzten Endes der Schöpfer der unendlich mannigfaltigen Fülle von Formen der unübersehbaren Zahl verschiedener Arten von Pflanzen und Tieren!

… Die mangelhaft Gearteten aber werden ausgeschaltet, ehe sie Ahnen kommender Geschlechter werden. So wurden bei jedem Geschlechte die Tüchtigsten oder – was bei dieser Theorie gleichbedeutend ist – die am praktischsten ausgerüsteten Lebewesen zu den Erzeugern der kommenden Geschlechterfolge, und so wurden sie bestimmend für die Beschaffenheit der Art …

Eine nüchternere Erklärung für die Entstehung der vielgestal-tigen Lebensformen konnte man sich kaum denken,

also war sie für seine Zeit die denkbar köstlichste Erkenntnis, und in der großen Freude hierüber wurde aller Widersinn, wurde die Unmöglichkeit, sie für die meisten Tatsachen anzuwenden, zunächst ganz vergessen.

Darwin hat uns in seiner Begeisterung für seine Idee ungeheuer wertvolles Tatsachenmaterial gesammelt;

aber nicht nur das, er hat den Sinn vieler Eigenschaften von Pflanzen und Tieren (Schutzfärbungen, Mimikry usw.) als Nutzeinrichtungen erklärt und damit eine Fülle interessanter Zusammenhänge entdeckt, welche die Christen, in ihren Irrtümern befangen, nicht erblickt hatten.

Von dem Kulturwert der Entwicklungsgeschichte selbst aber hat er die Menschen in so nachdrücklicher Weise abgelenkt, daß sein Lebenswerk ein recht verhängnisvolles Geschenk wurde.

Mathilde Ludendorff dagegen weist auf die „überwältigende Fülle an Schönheit der Formgebung“ und Farbenpracht der Lebewesen hin:

Warum [z. B.] … entsprechen die Gestalt der Blüte und ihre Farben und Formverteilung so vollkommen unserm menschlichen Schönheitswillen, obwohl das Facettenauge des Insektes, das angelockt werden soll, diese Schönheit gar nicht genießen kann?

Wie würde wohl ein Darwinist es uns erklären wollen, daß die ältesten pflanzlichen und tierischen Vorfahren, die Einzeller, oft in wunderbarsten Kunstformen ihren Protoplasmaleib gestalten, obwohl sie selbst gar keine Sinnesorgane haben, um die Schönheit ihres Artgenossen wahrnehmen zu können, und obwohl alle die wunderbaren Kunstformen (z. B. der Radiolarien) das Protoplasmaklümpchen gar nicht etwa tüchtiger im Kampf ums Dasein machen können? …

Ernst Haeckel, Kunstformen der Natur, Tafel 91 (Bild: BioLib.de)

Wir sind wissenschaftlich berechtigt zu behaupten, daß jedes Lebewesen so schön ist, als es ihm die Todesgefahr, als es ihm der Kampf um das nackte Leben nur eben gestattet …

Die oben erwähnte Gruppe von machtvollen Hassern einer anderen Menschenrasse aber wäre doch ein schlagendes Beispiel für Darwins Selektionstheorie: Die Tüchtigsten im Konkurrenzkampf setzen sich gegen die im Konkurenzkampf weniger Tüchtigen durch.

Doch dieser an sich sehr anschauliche Vergleich hinkt!

Mathilde Ludendorff zeigt – besonders in ihrem Werk „Schöpfunggeschichte“ – den Willen Gottes zur Bewußtheit, der mit der Menschwerdung nach Jahrmilliarden der Schöpfungsgeschichte in Erfüllung ging.

In allen Menschen – gleich welcher Rasse – kann sich dieser Wille zur Bewußtheit des Göttlichen verwirklichen.

Da sich dies aber nur in aller Freiheit im Ich einer Einzelmenschenseele ereignen kann, ist der Mensch fähig, sich für das Gute, Wahre und Schöne zu öffnen oder auch zu verschließen, ja auch Schuld gegenüber eigenem moralischem Versagen zu empfinden.

Er hat ein Gewissen.

Wie sicher aber zeigt uns unser Gewissen Schuld und Unschuld an?

Ist das Gewissen wirklich – wie Christen glauben – die Stimme Gottes?

Zeigen sich die Menschen im o. a. Beispiel nicht als Seelen mit bestem Gewissen? Sind sie nicht geradezu stolz auf ihre Tüchtigkeit, ihre Ziele der Völkervernichtung schon fast erreicht zu haben?

Haben diese Ziele denn überhaupt etwas mit Moral zu tun? Nach Darwin haben die tüchtigen Völkerhasser doch eigentlich recht. Ihre Art setzt sich im „Konkurrenzkampf“ durch. Von Moral ist dabei nicht die Rede.

Wir sehen, wie bei solcher Willens-richtung, im Konkurrenzkampf zu siegen, eine so überaus artenreiche, vom göttlichen Wunsch zur  Schönheit erfüllte Schöpfung, wie wir sie in der Natur vorfinden, überhaupt nicht möglich wäre.

Der Konkurrenzkampf wirkt eher artenverarmend.

Die Völkerhasser sind somit erkannt als dem Göttlichen entgegenstrebende und handelnde Menschen, die ihre ihnen von der Schöpfung gegebene Freiheit dazu verwenden, sich vom Guten, Wahren und Schönen abzuwenden, und das

ohne den geringsten Gewissensbiß!

Das Gewissen – Jahrhunderte als göttliche Kontrolle über die Moral menschlichen Handelns angesehen – zeigt sich als ungeeignet, Gradmesser eigenen Handelns in moralischer Hinsicht zu sein.

Der seelisch Hochstehende, der das Gute, Wahre und Schöne anstrebt, hat einen Seismographen als Gewissen in seinem Innern. Bei ihm schlägt das Gewissen schon bei geringsten Versäumnissen.

Die dem Göttlichen gegenüber Stumpfen, die aus fragwürdigem Eigennutz daran gehen, dem Willen der Schöpfung zur Mannigfaltigkeit der Formen entgegenzuhandeln, die Schöpfung zu veröden, ja zu verwüsten, indem sie ganze Teile der Natur, ganze Rassen auszurotten versuchen, werden durch eine moralische Regung, ein Gewissen, in ihrem widergöttlichen Handeln nicht gestört, schon gar nicht wenn sie glauben, damit ihrem sog. Gott zu dienen.

Klarheit nun auch auf diesem Gebiet geschaffen zu haben, verdanken wir Mathilde Ludendorff.

 

Agnes Miegel

überlebte die Vertreibung aus ihrer Heimat Ostpreußen. In diesen Tagen gedenken wir ihrer mit einer Lebensbeschreibung aus der Feder von

Gisela Stiller.

Dunkle Ahnungen

Stille Jahre waren es, immer wieder überschattet von dunklen Ahnungen und Gesichten, über
die sie vor allem der Freundin Ina Seidel berichtete.

1936 wurde ihr der Herder-Preis der Goethe-Stiftung verliehen und 1940 der Goethe-Preis der Stadt Frankfurt.

Zu ihrem 60. Geburtstag erhielt sie das Ehrenbürgerrecht der Stadt Königsberg.

Zu jener Zeit schreibt sie in einem Brief u. a.:

… auf einmal überkommt mich bei aller Vorfreude auf das Reisen ein sonderbares Gefühl – als ob ich nicht mehr wiederkommen werde …

Diese Ahnung von einer bevorstehenden Katastrophe hat sie nie mehr verlassen – trotz aller Siegesmeldungen zu Beginn des Zweiten Weltkrieges.

Sie war nun über 60 Jahre alt und viel auf Lesefahrten unterwegs. Sie schrieb eine Reihe von Gedichten, die den Menschen Trost geben sollten in der harten Zeit.

Der Kriegsband „Mein Bernsteinland und meine Stadt“, 1944 im Königsberger Verlag Gräfe und Unzer erschienen, war bereits nach wenigen Tagen vergriffen.

Es heißt dort gegen Ende der Dichtung:

Wir gehen fort. Und jeder Weg in dir ist heute schon für mich ein Abschiednehmen …

Agnes Miegel sah ihre Vaterstadt leiden und sterben unter furchtbaren Bombenangriffen, die die Stätten ihrer Kinderzeit auslöschten.

Bitterkalt war es zur Adventszeit, als sie im Neuen Schauspielhaus, das dicht besetzt war von Zuhörern in Mänteln und dicken Jacken, zum letzten Mal eine Lesung in ihrer Stadt hielt. Sie schloß mit den Worten:

… daß noch in dir, o Mutter, Leben ist und daß du, Königsberg, nicht sterblich bist …

Die Flucht über See

Als die Bevölkerung Ostpreußens nach 700-jähriger Geschichte deutscher Besiedelung am Ende des Zweiten Weltkrieges aus ihrer Heimat vertrieben wurde, befand sich auch die Dichterin unter den Flüchtlingen.

Noch ehe der Morgen graut, wandern Agnes Miegel und ihre Gefährtin Elise, die ihr in allem wie eine Tochter zur Seite stand, am 27. Februar 1945 mit vielen anderen Leidensgenossen durch Trümmer und Schutt zum Hafen.

Der einzige wieder frei gewordene Weg aus der umzingelten und belagerten Stadt führt auf dem Pregel ins vereiste Haff und dann durch das Pillauer Tief in die Ostsee.

Über die schneeverwehte Nehrung ziehen noch immer die endlosen Trecks ostpreußischer Flüchtlinge „Wagen an Wagen“, wie Agnes Miegel später in einem ergreifenden Gedicht schreibt. Fast zwei Millionen Menschen nahmen diesen einzigen noch möglichen Weg nach Westen. Viele, viele erreichten den rettenden Hafen nicht mehr.

Durch das Vorstoßen der sowjetischen Truppen wurde Ost- und Westpreußen vom Rest des Deutschen Reiches abgeschnitten.

Eine vorherige Evakuierung war durch Berlin und vor allem durch die Gauleitung verboten worden. Dadurch blieb nur noch die Flucht über See.

Das Oberkommando der Marine unter Großadmiral Dönitz verlegte bereits in der zweiten Jahreshälfte 1944 die Mehrzahl der noch verfügbaren Schiffe der Kriegmarine an die Ostsee.

Der Kampf im Osten gegen die auf deutsches Gebiet vorrückende Rote Armee wurde immer verzweifelter. Erste Seerettungsaktionen begannen 1944 mit der Räumung der Stadt Memel.

Die Evakuierung im großen Stil wurde am 21. Januar 1945 durch Großadmiral Dönitz eingeleitet.

Auch alle verfügbaren Schiffe der Handelsmarine, die so weit wie möglich Schutz durch Kriegsschiffe erhielten, wurden für diese Flüchtlingstransporte eingesetzt.

In den vier Ostseehäfen Hela, Pillau, Gotenhafen und Danzig wurden die verzweifelten Flüchtlinge an Bord genommen.

Bei der größten Evakuierungsaktion der Geschichte über See gelang es, ungefähr zwei ein halb Millionen Menschen aus dem Kriegsgebiet herauszubringen.

Trotz Geleitschutz wurden immer wieder Schiffe durch Torpedobeschuß der sowjetischen Marine versenkt. Die bekannteste Schiffskatastrophe des Unternehmens – aber nicht die einzige – ist der Untergang der „Wilhelm Gustloff“.

Agnes Miegel und ihre Freundin gehören zu den Geretteten.

Kopenhagen, dann das Lager Grindstedt und schließlich die Baracken von Oksboel nehmen
die Flüchtlinge auf – „arme Pracher“, wie die Dichterin später berichtet.

Hier in dieser riesigen Flüchtlingsbarackenstadt werden etwa 40.000 Heimatvertriebene lange Zeit interniert. Sie leben wie Gefangene, hinter Stacheldraht in einer engen, eingeschlossenen Umwelt dürfen sie nicht über ihr Bleiben oder Gehen bestimmen.

Für ein Jahr gibt es für die Flüchtlinge keine Postverbindung zu den Freunden im Nachkriegsdeutschland. Die Behandlung ist alles andere als gut.

Aber Agnes Miegel klagt nicht. Sie trägt ihr Schicksal mit einer Würde, daß auch andere sich daran aufrichten können.

Dabei hat sie nicht nur ihre Heimat, Wohnung und persönliche Habe verloren, sondern auch alles, was sie an handschriftlichen Aufzeichnungen aus Jahren der Arbeit besaß.

Ein Koffer mit Manuskripten, den sie einer Bekannten anvertraut hatte, – darunter der einzige Roman aus ihrer Feder – ging auf der Flucht verloren.

Sie hat ihre äußere Heimat verloren, aber ihre Heimat im geistigen Sinne gerettet und in ihrer Dichtung zum unverlierbaren Besitz erhoben.

Und sie beginnt wieder zu schreiben – Gedichte, Märchen und Spiele. Es entsteht u.a. die Erzählung : „Fischtag im Lager“, oder Heimweh-Gedichte, wie die eindringlichen Verse „Es war ein Land“, aus denen das ganze Leid um die verlorene Heimat spricht, sowie das ergreifende Gedicht: „O Erde Dänemarks“, das sie im Sommer 1945 über die mehr als viertausend kleinen Flüchtlingskinder schrieb, die schon vor dem 5. Mai in Dänemark starben.

An Ina Seidel schrieb sie 1946 in einem Brief:

Ein Teil meines Herzens starb, als ich von Ostpreußen ging …

Im Nachkriegswinter 1946/47 findet die Dichterin – jetzt 67 Jahre alt – mit Elise Asyl auf dem alten Wasserschloß Apelern, das der Familie ihres inzwischen verstorbenen Dichter-Freundes Böries von Münchhausen gehörte.

Es sind harte Zeiten, nicht nur wegen des Mangels an Heizmaterial und Lebensmitteln.

In der sehr umfangreichen Schloßbibliothek findet die Dichterin genügend Lesestoff, so neben englischen und amerikanischen Klassikern vor allem Homer.

Ich lese jeden Tag als Seelenstärkung einen Gesang der Odyssee,

schrieb sie.

Und schließlich gab es einen Menschen, der sich den beiden Frauen anschloß. Das war die junge Gutssekretärin Heimgart von Hingst, ein Flüchtlingsmädchen, das jetzt für die notwendigen Dinge des täglichen Bedarfs sorgte. Später in Bad Nenndorf schlossen sich die drei Frauen noch enger zusammen.

Man schrieb das Jahr 1948. Wer diese Zeit selbst noch bewußt erlebt hat, weiß, wie hart und entbehrungsreich das Leben in dieser Notzeit für die meisten Menschen war, ob sie nun ihre Habe behalten hatten oder aus dem Nichts eine neue Existenz aufbauen mußten.

Bereits Weihnachten 1949 erschien wieder ein Gedichtbändchen mit dem Titel: „Du aber
bleibst bei mir“.

Zur gleichen Zeit erschien bei Diederichs ein Prosaband: „Die Blume der Götter“, und 1951 die Erzählungen „Der Federball“.

Für fünf Jahre waren zwei möblierte Zimmer das Zuhause für Agnes Miegel und ihre Gefährtin. Erst im Jahre 1953, im Alter von 74 Jahren, wurde der Dichterin eine kleine Mietwohnung von der Gemeinde zugewiesen. In den drei Räumen richteten sich die drei Frauen ein, glücklich, nach aller Unruhe und Unsicherheit der vergangenen Jahre, wieder ein Heim zu haben.

Ein großer Freundeskreis, Menschen aller gesellschaftlichen Schichten, jeden Alters und verschiedenster Herkunft – standen jetzt mit ihr im Briefwechsel. Viele Stunden hat Agnes Miegel an ihrem Schreibtisch zugebracht, hat mit ihrer schönen Schrift Briefe und Karten beantwortet. Sie fand für jeden, der an sie schrieb, ein persönliches Wort.

Die Gewohnheit, Menschen im Rahmen einer Großfamilie zu sehen, wo jeder sich um den anderen kümmert und vom anderen weiß, war bei ihr in starkem Maße zu finden.

Verehrung, Liebe und Zuneigung unzähliger Menschen auf der einen Seite, Verleumdung und hämische Kritik auf der anderen Seite – zwischen diesen beiden Richtungen spielte sich nun das Leben der Dichterin ab.

Was ist geblieben?

Über die große Balladendichterin Agnes Miegel, über die leidenschaftlich–verhaltenen Gedichte der frühen Zeit, über ihre Prosa ist viel Kluges und viel Dummes gesagt und geschrieben worden.

In den letzten Jahren ihres Lebens hat sie sich immer wieder darum bemüht, die Sprache der jüngeren Schriftsteller unserer Zeit und ihr Werk zu verstehen. Sie litt zwar darunter, aber sie nahm es mit Schweigen hin, daß alles, was sie in einem langen Leben geschaffen, von der „großen Kritik“ einfach totgeschwiegen wurde, ja, daß bei besonderem Anlaß sie und ihr Werk das Ziel bösartiger Polemik wurden.

Daran konnten auch die vielen Beweise der Liebe und Verehrung, die ihr im Alter zuteil wurden, nichts ändern. Sie wurde Ehrenbürgerin von Bad Nenndorf, erhielt die Kulturpreise der Ost- und Westpreußen, erlebte die Stiftung einer Agnes-Miegel-Plakette und erhielt zum 80. Geburtstag den Literaturpreis der „Bayrischen Akademie der Schönen Künste“ als Auszeichnung für ihr dichterisches Werk.


In dem hektischen Literaturbetrieb unserer Tage ist von einer Dichterin dieser Richtung kaum mehr die Rede.

Um so stärker lebt sie aber in ihrem Werk fort, bei Menschen, die abseits des lauten Marktes sich einen Sinn bewahrt haben für das, was bleibt.

Es war für sie selbst immer wieder beglückend zu erleben, wie viele junge Menschen sich von ihrem Werk angesprochen fühlten. Vielleicht liegt das Geheimnis dieser Anziehungskraft darin, daß sie hinter dem stand, was sie schrieb, daß sie nie vergessen hat, wo ihre Wurzeln waren.

Wie bei vielen einst berühmten deutschen Persönlichkeiten, so gibt es auch bei Agnes Miegel Umbenennungsbestrebungen bei Straßen, die nach ihr benannt wurden.

Viele Menschen fühlen sich von der unsachlichen Propaganda gegen Agnes Miegel, wie sie von extremen Gruppierungen verbreitet wird, verunsichert. Immer geht es um Miegels vermeintliche Nähe zur NS-Ideologie. Eine „politisch korrekte“ Presse-Öffentlichkeit beschimpft Agnes Miegel als Nazidichterin und reißt sie aus der differenzierten Lebenswirklichkeit heraus.

Im damaligen Entnazifizierungsverfahren wurde Agnes Miegel vollständig entlastet. Das nimmt
man heute gar nicht mehr zur Kenntnis.

Wer sich intensiv mit Leben und Werk Agnes Miegels befaßt hat, und viele ihrer unveröffentlichten Briefe studiert hat, der weiß, daß sie für Rechtsextremismus ebenso wenig übrig hatte wie für Linksextremismus. Der weiß, daß sie sich mit ihrem Bekenntnis zu einer umfassenden Menschlichkeit und „nichts als den Haß zu hassen“ ganz vehement und konsequent von jeder Parteipolitik distanzierte.

Doch immer wieder versuchen linke Scharfmacher mit Kampagnen den Ruf von Persönlichkeiten früherer Generationen zu zerstören, die nicht in ihr eigenes Weltbild passen. Und immer wieder lassen sich demokratische Bürger in diesen schmutzigen Strom hineinziehen.

Aber es gibt auch Lichtblicke:

Im heutigen Königsberg gibt es einen Zweig der deutschen Agnes-Miegel-Gesellschaft, einer anerkannten und von gebildeten Persönlichkeiten aus aller Welt geförderten literarischen Gesellschaft.

Russen und Deutsche pflegen einen Umgang auf hohem Niveau. Im heutigen Kaliningrad werden Werke von Agnes Miegel in russischer Übersetzung publiziert, sowie Ausstellungen organisiert.

Im Alter von 84 Jahren starb Agnes Miegel 1964 in Bad Salzuflen, ihr Grab befindet sich in Bad Nenndorf.

Die Agnes–Miegel–Gesellschaft hält zahlreiches Schrifttum von und über Agnes Miegel bereit und bringt immer wieder neue Publikationen heraus.

Sorgen auch wir dafür, daß diese große Dichterin nicht vergessen wird.

Unter hellem Himmel lag mein Jugendland,
Doch es ist versunken, wie ein Bernsteinstück im Sand.

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Literaturhinweise

  • Agnes Miegel, Arbeitshilfe 29/1985 von Ruth Maria Wagner, Als wir uns fanden, Schwester, wie waren wir jung, Hrsg. Marianne Kopp/Ulf Diederichs

  • Briefwechsel zwischen Agnes Miegel und Lulu von Strauß und Torney

  • Agnes Miegel, Ihr Leben und ihre Dichtung, von Anni Piorreck

  • Agnes Miegel, Es war ein Land – Gedichte und Geschichten aus Ostpreußen

  • Marianne Kopp, Agnes Miegel – Leben und Werk

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