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Sonnenwende – Weihnachten

Das ewige Stirb und Werde

Heute am Tag des tiefsten Sonnenstandes und der Sonnenwende ist es wohl angebracht, innezuhalten, über das Geschehen des vergangenen Jahres und über die Lage unseres Deutschen Volkes nachzu-sinnen.

Wir stehen als Volk am Abgrund.  Was hat uns derart heruntergebracht? Wird sich „das Rettende“ (Hölder-lin) noch zeigen?

 

Mathilde Ludendorff (Künstler: Wolfgang Wilrich 1941)

In Gedankentiefe und Verbundenheit mit unseren Ahnen sagt dazu die große Weise unseres Volkes, Mathilde Ludendorff:*

Im Kampfe für die Freiheit der Sippen röteten unsere Ahnen die Heimaterde. Sie ist uns teuer schon um deswillen, weil sie das Blut all der Edlen trank, die im Sippenschutz ihr Le-ben hingaben.

Wie tief aber würden sie uns wohl verachten, wollten wir in dieser heldischen Erfüllung ein anderes sehen als eine Selbstverständlichkeit.

Nur die an Heldentaten Überragenden wurden dem Gedenken kommender Geschlechter im Heldenlied erhalten, ihr leuchtendes Vorbild sollte verhindern, daß je die Genügsamkeit der Durchschnittsseelen sich breit machte und zum herrschenden Maßstabe des Tuns werden könnte.

Solange unser Volk nur diese Freiheitkämpfe zu bestehen hatte, blühte es auf, Lebenskraft ausstrahlend in alle Länder der Erde.

Wie und woher konnte solcher Kraft und solchem Sippenschutz je eine Gefahr des Unterganges drohen?

Mathilde Ludendorff starb 1966. Sie mußte nicht mehr miterleben, wie in unserem Zeitalter Männer mit ihrer Feigheit öffentlich kokettieren und ein „Außenminister“ 1982 in der Frankfurter Linkspo-stille „Pflasterstrand“ im Einklang mit Gesinnungs-genossen seiner Partei verkünden „darf“:

Deutsche Helden müßte die Welt, tollwütigen Hunden gleich, einfach totschlagen.

Er entstammt einer Welt, die dem Deutschen Volk den Krieg bis hin zu seiner Auslöschung angesagt hat. Mathilde Ludendorff fährt fort:

Da trat ein artanderer Kampf an dies [Deut-sche] Volk heran, der seinem Wesen fremd war. Der Listkampf des Fremden und sein grausamer Mordkampf des Glaubens.

Dies brachte für unser Blut keine Möglichkeit des Handelns, sondern nur des Erleidens. Denn Verrat an der Überzeugung aus feiger Todesangst war ihm verächtlich, und Mord-kampf aus Glaubenshaß verachtete er so tief, wie es den heldischen Kampf für die Freiheit ehrte.

Im preußischen Reformwerk (1807-1815) wollten Fürst Hardenberg und Freiherr vom Stein denn auch in germanischer Duldung der Weltanschauung des Andern den Juden die Gleichberechtigung schenken. Sie sahen im Judentum eine Glaubensrichtung wie jede andere, nicht aber die eines Völkerfeindes, der die Weltherrschaft und dafür die Beseitigung der Völker erstrebt.

 

Fürst Otto v. Bismarck (Bild: welt.de, Quelle: picture alliance / prismaarchivo)

Bismarck – umgeben und beraten von jüdischen Freunden wie Amschel Mayer Rothschild und der Grauen Eminenz v. Bleichröder, dem „reichsten Mann Preußens und der Welt“ (Wikipedia), der freien Zu-gang zu Bismarcks Amtszimmer genoß (er brauchte nicht anzuklopfen) – Bismarck vollendete die Eman-zipation der Juden.

In deren Händen lag längst ein Großteil der Presse. Jetzt führten sie das Geldspiel des Aktienwesens ein, mit dem sich Gewiefte am Volksvermögen bereichern können, ohne sich dem Volk durch Arbeit für ihren Gewinn verdient machen zu müssen.

Gerson v. Bleichröder, Finanzberater Bismarcks (Bild: rbb)

So hatte der große deutsche Reichskanzler Fürst Bis-marck, der vertrauende Freund seiner jüdischen Mitbürger, den Anfang des weltweiten Glückspiels mit Geld ermöglicht, in dem dieses Volk so schlau seine großen Gewinne erzielt.

Mit diesem Geld konnten nun in größtem Ausmaß Kriege inszeniert werden, in denen wunschgemäß die Gojim-Völker einander die Köpfe einschlugen, stets in der Meinung, ihr Vaterland zu verteidigen. Mit diesem Geld ermöglichten sie ihre volksmörderische bolschewistische Ideologie, die sich seit 1917 bis zum heutigen Tage am Leben erhält und in Deutsch-land durch sich selbst und ihrem Volk entfremdete Indoktrinierte am Leben gehalten wird.

Mathilde Ludendorff erinnert nun an den Glaubens-terror der einstigen Umerziehung zum artfremden Christentum:

Nun rötete sich die heilige Erde unserer Heimat mit dem Blute derer, die sich nicht durch Morddrohung zum Glaubensübertritt zwingen ließen. Dies war ein Kampf, der unser Volk an den Rand des Unterganges brachte.

Zu Abertausenden zählten die Opfer, die hingemordet wurden als „unbeugsame Hei-den“ durch die Romkirche. Die christliche Chronik berichtet stolz, daß von je 65 Deutschen auf Rügen sich immer nur einer taufen ließ, die übrigen 64 lieber den Tod erlitten, als ihren Glauben abzuleugnen.

Abertausende wurden in späteren Jahrhun-derten als „Ketzer“ gemordet. In den Nie-derlanden wurden allein zur Regierungszeit Karls V. 50 000 Menschen gefoltert und verbrannt.**

Was allein diesen Deutschen eigen war, das ist die tiefinnerlichste, gemütvolle Glaubens-treue bis zum letzten Atemzug und die hei-lige Freiwilligkeit ihres Todes.

Sie alle hätten sich durch Gesinnungsverrat vor dem qualvollen Sterben retten können.

An unserem Auge zieht der endlose stille Zug all der Abertausende gemordeter Deutscher vorüber, heilige Freiwilligkeit des Sterbens weiht ihre Züge … Der Freispruch, durch Ge-sinnungverrat erreichbar, lockte auf der einen Seite, weitere Folterqualen und Feuertod drohten auf der anderen

M. Ludendorff nennt verschiedene bekannt ge-wordene Deutsche, darunter Johann Reuglin:

Er wählte ruhigen Angesichts die Qualen und bestieg, Glaubenslieder singend, festen Fu-ßes den Feuerstoß.

Vorüber schreiten Tausende, die ein gleiches taten, Heiden und Ketzer …

Erschütternd ist die Freudigkeit, mit der diese Deutschen … den Qualen entgegengingen. Die Erhabenheit des heiligen Sterbens für die Treue zu sich selbst erfüllte ihre Seele!

Jan de Bakker. Rief er nicht seinen Mitge-fangenen, als er zum Scheiterhaufen abge-führt wurde, zu: „Ich bin froh, als ob es zur Hochzeit ginge.“  Sang er nicht, bis ihn der Strick um den Hals würgte, daß er verstum-men mußte, seine Glaubenslieder auf dem Scheiterhaufen, freudigen Angesichtes?

Jan Huß auf dem Scheiterhaufen (Bild: Welt)

Weitere Helden führt sie uns vor Augen, darunter auch Frau Wendelmoet:

… in freudiger Gelassenheit schritt sie durch die gaffende Menge, stand stolz zwischen höhnenden Pfaffen und schritt gefaßt und ruhig an den Pfahl des Scheiterhaufens, noch ehe man sich anschickte, sie hinzuführen.

Heute wird vielen Menschen ein solches heldisches Sterben nicht glaubhaft erscheinen, ja für unsinnig gehalten werden,

denn von Kind auf gab man ihnen nicht das Bild dieser Ahnen, sondern das Vorbild, das fremdes Blut ihnen schildert. Von Kindesta-gen an hat der Fremde ihnen gesagt, es sei die gewaltige, unerhörte, beispiellose Tat eines einzigen Unschuldigen, dies Sterben für die Überzeugung.

Und wie schildert das fremde Blut ein solches Sterben, das ohnegleichen in der ganzen Menschengeschichte sein solle! Zeigt es uns die Deutsche erhabene Freudigkeit, dieses stille Gefaßtsein, dieses Durchdrungensein von der Allgewalt und Erhabenheit der Stun-de?

Der Fremde zeigt uns einen Menschen, der in der heiligen Nacht vor dem letzten Leiden bangt und zittert, und es seinen Freunden sogar verargt, daß sie trotz der drohenden Gefahr im Schlafe kurzes Vergessen fanden. Und dies alles, obwohl er der Überzeugung lebte, Abermillionen lebender und kommen-der Menschen, die zu ewigen Höllenqualen verdammt seien, durch sein einfaches Ster-ben retten zu können!

Wir sollen es als einen „rührenden Zug der Menschlichkeit“ ansehen, wenn, wie der Fremde erzählt, der Erlöser aller Menschen zu seinem Gott in der letzten Nacht dreimal auf den Knien betet, ihn von dem Tode, also von seinem Erlöseramte für Millionen, zu entbin-den.

Ja, aus dem Wortlaut des Gebetes hören wir, daß es nicht der Wille dieses Erlösers ist zu sterben, sondern nur eine fügsame Folgsam-keit unter den Willen Gottes.

Anders sind die Bilder in den Kerkerhöhlen, in denen die Abertausenden unseres Blutes sa-ßen, ihren qualreichen Feuertod erwartend, sie übertrafen dies Vorbild! –

Und die letzten Worte? – Hätte Alba wohl die Zungen der Ketzer mit glühendem Eisen ver-sengen müssen, wenn sie auf dem Wege zur Richtstätte oder auf dem Scheiterhaufen aus den Flammen geschrieen hätten, warum Gott sie verlassen habe? Ach nein, wie hätte er frohlockt, hätten die Ketzer sich im Sterben von Gott verlassen gefühlt! …

Das, was der Fremde als unerreichtes, gött-liches, einmaliges Geschehen schildert, reicht also nicht an das, was Abertausende unseres Blutes als selbstverständlich vollbrachten.

Und heute, da der Fremde, der uns solches berichtete, alle Werte in unserem Volke be-stimmt, heute sank unser Volk schon ganz hinab zu ihm.

Heute ist den Nachfahren solcher Ahnen Überzeugungsverrat selbstverständliche To-desflucht, ja selbstverständliche Flucht vor wirtschaftlicher Schädigung! „Freiwillig ster-ben für seine Überzeugung“, so sprechen heute … viele im Volke, „ist etwas Unerhör-tes, ist etwas Göttliches, wer kann es von uns armen Menschenkindern erwarten.“

So spricht dies Blut, weil es sich an des frem-den Blutes Werte nun ganz und gar gewöhnt hat. So spricht es und steht doch auf dem-selben heiligen Boden, der von Blut und Asche unbeugsamer „Heiden und Ketzer“, seiner Ahnen, geweiht ist, so spricht es und trägt doch noch das gleiche Erbgut verschüt-tet in seiner Seele!

Wißt ihr nun was die Herrschaft des Fremd-volkes und seiner Werte in unserem Volke wirkt?

Heute hat sich der Fremde überdeutlich als unseren Todfeind zu erkennen gegeben. Wir müssen nur wa-gen, uns über seine Verbotshürden und Totschlag-wörter hinwegzusetzen und ihn beim Namen nen-nen.

Sein Listkampf ist ja darauf angewiesen, daß wir auf ihn reinfallen. Wird er in breiter Aufklärung immer deutlicher sichtbar, hat er den Krieg verloren.

 

Sonnenwende! Wir steigen gemeinsam mit der Sonne und der übrigen Natur auf aus dem Reich der Hel.

Licht muß wieder werden in diesen dunklen Tagen.

https://www.youtube.com/watch?v=PK6gxT76nNo

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Anmerkungen:
*1937
**Hofstede de Groot

Stehvermögen in Absurdistan

Wer jetzig Zeiten leben will,
Muß hab’n ein tapfers Herze,

Es sein der argen Feind so viel,
Bereiten ihm groß Schmerze.
Da heißt es stehn ganz unverzagt,

Geld nur regiert die ganze Welt,

Doch wie’s auch kommt, das arge Spiel,
Behalt ein tapfers Herze,
Und sind der Feind auch noch so viel,
Verzage nicht im Schmerze.
Steh gottgetreulich, unverzagt

Ich bin stolz auf meine Schwester. Auf sie passen die Worte dieses Liedes von einer Zeit aus Deutschlands leidreicher Geschichte.

Meine Schwester ist Vorsitzende eines Chores, der sich wöchentlich einmal zum Singen in der Kirche ihres Wohnortes trifft, und wird „Mudder der Kom-panie“ genannt.

Alle Chormitglieder sind gespritzt, nur sie als Einzige nicht. Darum ist ihr der Zugang zu ihrem Chor verwehrt:

 

Anschlag an der Kirche der “Religion der Nächstenliebe” zur Aussprerrung Unerwünschter

Daheim ist sie allein. Der Chor wäre ein Stück Ge-meinschaft, in der sie sich wohlfühlt, und sie singt so gern. Jetzt ist sie ausgeschlossen. Sie steht buchstäblich vor der Tür.

Laß dich doch impfen, Ute, dann kannst du doch wieder dabeisein und mitsingen!

Die Chorleiterin meint es gut, ist überhaupt ein gü-tiger Mensch und leitet den Chor gekonnt, so daß alle stets einen erfüllten Abend mit ihr erleben.

Ute steht draußen. Auch als sie als Vorsitzende ihr Amt wahrnimmt, der Chorleiterin zum Geburtstag im Namen des Chores alles Gute zu wünschen.

 

Der Blumenkorb für die Chorleiterin

Aber es gibt einen „Ausweg“: Ein Fenster wird ge-öffnet, und Ute kann ihren Blumenkorb hineinheben und sogar noch eine Ansprache halten – alles von draußen durchs Fenster!

Die Sänger drinnen schauen sie mit leuchtenden Augen an, einige blicken nach unten, schütteln den Kopf … Dann geht Ute heim, hört noch den Gesang hinter sich verklingen …

Dieses Trauerspiel muß durchgestanden werden, wenn man die Bosheit durchschaut hat, die hinter dem absurden Spiel steht, das mit uns getrieben wird.

Und: Will man sich denn zwischen all den hochan-steckenden Covid-Gespritzten krankmachen lassen?

Nein! Und Ute läßt sich vor allem nicht herab, das böse Spiel der Sklaverei mitzuspielen. Sie hat schon von unserer Mutter verinnerlicht, was Freiheit ist: Verzichtenkönnen um der Menschenwürde, der inneren Freiheit willen.

Wie einfach!

Jakob wird geimpft (Bild: Kai Oldenburg im Südkurier v. 17.12.21)

Jakobs Eltern stellten heute in unserer Tageszeitung „Südkurier“ ihren edlen Gemeinsinn vor. (Sie werden mit vollem Namen genannt, und in ihre Familienver-hältnisse wird hineingeleuchtet). Das Blatt schreibt:

Zwei Tage vor dem Impftermin in Lauch-ringen hatte sich Jakobs Vater Dominik Schulze an die Redaktion in Waldshut gewandt und angeboten, den Impftermin seines Sohnes zu begleiten.

Er und seine Frau wollen so für das Impfen, auch für das Impfen von Kindern, werben.

Auch weil viele Eltern verunsichert seien.

Die Eltern sind bereits dreimal geimpft. Unser netter blonder Jakob, der bei uns im Haus immer begeistert und höchst aufmerksam den Märchenerzählungen folgte – sein Lieblingsfach in der Schule ist Deutsch! – war

auch ein wenig stolz, daß er seinen Beitrag geleistet hat, die Corona-Pandemie einzu-dämmen.

Und seine Mutter Mareike Schulze sagt … „Jetzt bin ich sehr erleichtert.”

… Zweifel hatten und haben Mareike und Dominik keine. Ganz im Gegenteil.

Zur Begründung geben sie an, daß es in den USA inzwischen

genügend geimpfte Kinder

gebe. – Wenn das kein überzeugender Grund ist mit-zuschwimmen! Und sie waren ihrer Meinung nach gleich zu Anfang der „Pandemie“ an Corona erkrankt. Vater Dominik habe noch heute nach anderthalb Jahren damit zu tun. Das

Treppensteigen falle ihm schwer, was aber noch schwerer wiege, sei der Umstand, daß er nicht in der Lage sei, Arbeiten verläßlich zu erledigen.

Doch jetzt kommt’s ganz dicke:

Nach wie vor wird er (Jakob) drei Mal pro Woche zu Hause von seinen Eltern mittels Nasenabstrich getestet.

Wie bitte? Er ist doch geimpft, also angeblich vor Anstreckung geschützt? Aber nein: Die Mutter ist sehr gründlich:

Sollte ein Mitschüler positiv getestet sein, erhöhe sich der Testzyklus auf fünf Abstriche pro Woche …

Lisa Fitz, was sagst Du dazu?

Das wäre der logische Schluß, aber für angsterfüllte Abgerichtete gilt keine Logik.

Wir sehen hier eine Familie, die der täglichen Rund-um-die-Uhr-Beeinflussung durch die Medien erle-gen ist. Wir befinden uns im Glaubenskrieg. Die Gläubigen deuten ihre Krankheitszeichen im Sinne der Einpeitscher: Grippeähnliche Symptome werden als „Corona“ gedeutet, die Schlappheit des Mannes als Folge von „Corona“.

Die Krankheitszeichen der beiden Eltern können jedoch auch anders gedeutet werden:

Die „Schlappheit“ des Vaters könnte auch die Folge seiner Stellung im Berufsleben sein, die Stellung des Schwächeren eines Brüderpaares bei der Leitung eines millionenschweren Unternehmens.

Minderwertigkeitskomplexe stellen sich ein, Mutlosigkeit, Antriebsschwäche, Schlappheit, Muskelschwäche, Flachatmung. Dominik:

Die Ärzte waren freundlich, hilfsbereit, sind aber ratlos.

Über den Zusammenhang von Seele und Leib lernt der Schulmediziner zu wenig, oder nichts. Dabei ist sonnenklar: Die Leiden der Seele finden ihren Aus-druck im Leiblichen.

Emil Kräpelin 1856-1926 (Bild: Bund für Gotterkenntnis Ludendorff e.V.)

Vielen Menschen, die aufwa-chen und sich von den Sug-gestionen der täglichen Me-dienpropaganda freimachen, ist der Ausdruck des Psychia-ters Emil Kräpelin bekannt: „induziertes Irresein“.

Die diesbezüglichen Erkennt-nisse Kräpelins hat seine ein-stige Schülerin Mathilde von Kemnitz, später Ludendorff, noch erweitert. In ihrem 1933 im Ludendorffs Volkswarte-Verlag erschienenen Buch „Induziertes Irresein durch Okkultlehren“ lesen wir u.a.:

Wollen wir nun das Wesen der Erzeugung des „induzierten“ Irreseins voll begreifen, so muß das seelische Gesetz gewußt sein, das krank-hafte Seelenzustände auf suggestivem Wege, d. h. durch Aufdrängen geeigneter Behaup-tungen ermöglicht, als seien sie bestimmte und für den Behandelten bestimmende Tat-sachen.

Mathilde Ludendorff, ehem. von Kemnitz (Bild: Bund für Gotterkenntnis e.V.)

Es ist dies ein unerhört wichtiges, von der Wis-senschaft nicht beach-tetes, dem Volke völlig unbekanntes, wohl aber von den Erzeugern des „induzierten“ Irreseins oft planmäßig zur Erzeugung krankhafter Seelenzu-stände angewandtes Seelengesetz.

… Erstrebt werden: fortschreitende Denk- und Urteilsunfähigkeit auf allen für die Füg-samkeit wichtigen Gebieten bis zur künstli-chen Verblödung, und fortschreitende künst-lich erzeugte Willensschwäche, die bis zum „Kadavergehorsam …“ führt.

Sind nun auch die Erfolge, die bei diesem Krankmachen erzielt werden, geradezu er-schreckende, so schwebt über all den ern-sten Tatsachen … die tröstliche Gewißheit, daß die völlige Verblödung lange nicht im-mer erreicht wird, daß Heilbarkeit bei allen Formen des inducierten Irreseins vorhanden bleibt, und daß ein ganz erheblicher Teil der so bearbeiteten Menschen in irgendeinem Abschnitt der Dressur noch abspringt und durch eigene Tatkraft oder mit fremder Hilfe gesund wird.

Erschreckend bleibt freilich die Zahl derer, deren Willensschwäche und Verblödung sie zur Abwehr und zur Kritik ungeeignet macht, … und ihre „Überzeugtheit“ macht sie zu Pro-pagandisten, Verbreitern der Irrlehren fast ebenso geeignet wie manche tatsächlich Geisteskranken dies sind.

Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Die suggerierten Verängstigten – wie oben gezeigt – lassen sogar ihren eigenen Kindern die Giftspritze geben.

Der wahre Jakob der Bibel, der von seinem Vater ge-segnete Betrüger, betrügt bis heute seinen Bruder Esau. Eine ganze blonde deutsche Familie geht ihm auf den Leim.

Wo liegt die „schöne alte Wunderstadt“ Vineta, und wer ist Martha Müller-Grählert?

Karl-Heinz Requard

ist dem Rätsel „Vineta“ nachgegangen und hat Schätze gehoben, von denen wohl nur wenige von uns jemals gehört haben. Seine diesbezügliche Abhandlung erschien in der Zeitschrift „Mensch und Maß“ 12/21*.

„Wo de Nordseewellen trecken an den Strand“

– wer kennt nicht dieses Lied, bei dem es sich so schön schunkeln läßt? Sein Text aber stammt nicht vom Nordseestrand! Folgen wir Karl-Heinz Requard. Er nimmt uns auf dem Weg zum Ursprung des Liedes an die Hand:

Es stammt aus Pommern!

Wo de Ostseewellen trecken an den Strand

Und die geheimnisumwobene Stadt Vineta – ist sie womöglich auch eine pommersche Stadt?

Hören wir Wilhelm Müller, den Dichter so zahlreicher Lieder von Franz Schubert! Requardt läßt Müller als ersten zu Wort kommen:

 

Wilhelm Müller (Bild: http://www.autorenkreis-wilhelm-mueller-dessau.de/)

Vineta

von Johann Ludwig Wilhelm Müller

Aus des Meeres tiefem, tiefem Grunde
klingen Abendglocken, dumpf und matt,
uns zu geben wunderbare Kunde
von der schönen, alten Wunderstadt.

Eine schöne Welt ist da versunken,
ihre Trümmer blieben unten stehn,
lassen sich als goldne Himmelsfunken
oft im Spiegel meiner Träume sehn.

Danach teilt Requard mit:

Diese Zeilen schrieb der deutsche Dichter Johann Ludwig Wilhelm Müller (1794-1827), der uns heute bekannt ist mit dem Lieder-zyklus „Die schöne Müllerin“, vertont von Franz Schubert. Zu dem Müllerschen Gedicht „Vineta“ schrieb Johannes Brahms eine Melo-die (3 Gesänge: Chor a capella in 6 Stimmen – Opus 42.2).

Erinnert wird mit dem Stück an eine sagen-hafte Stadt, die vor etwa 1000 Jahren an der vorpommerschen Ostseeküste untergegangen sein soll.

Wo ist aber diese „Wunderstadt“ zu finden? Diese Frage wird wohl noch lange ein Ge-heimnis bleiben, denn genaue Angaben feh-len. Und so werden ein halbes Dutzend Orte genannt, von denen man vermutet, daß Vineta da oder dort zu suchen sei.

Am wahrscheinlich-sten sind mir die An-gaben des Chronisten Adam von Bremen, der (wohl vor 1050 – 1081/1085 aus der näheren Umgebung von Würzburg stam-mend) im Hochmittel-alter lebte und mit seiner „Hamburgi-schen Kirchenge-schichte“ berühmt wurde.

Das Werk enthält die älteste schriftliche Auf-zeichnung mit Angaben zur Entdeckung „Vinlands“ (Nordamerika) durch die Wikinger.

Über Vineta (auch Vimne, Jomsberg oder Julin genannt) steht geschrieben, es sei ein reicher Ort auf einer Insel an der Ostsee, in der Nähe der Odermündung, gewesen. Hier betrieben Slawen, Griechen, Sachsen u.a. Handel, und hier fand dereinst Harald Blauzahn (König von Dänemark und Norwegen) Zuflucht.

 

Karte von Darß-Zingst-Barth (Bild: “Ferien an der Ostsee”)

Neuere Erkenntnisse sprechen davon, daß Vineta im Schlick des Boddens vor dem Ost-seebad Barth zu suchen sei; bisherige Aus-grabungen und schriftliche Überlieferungen wären wohl falsch beurteilt worden.

Deutungen von Ortsnamen geben hingegen genügend Hinweise auf das sagenumwobene Vineta; und die Oder habe vor 1000 Jahren ohnehin einen ganz anderen Lauf genommen.

 

“Vineta-Stadt” Barth (Bild: barth.kuesten-fans.de)

Die Forschungen vor Ort dauern zur Zeit noch an, und wir müssen uns nicht an Spekulatio-nen beteiligen. Wir freuen uns vielmehr darü-ber, was wir mit Augen und Ohren selbst er-fassen können:

Eine besondere Lage am Meer berechtigt Barth, sich mit dem Beinamen „Tor zur Ost-see“ zu schmücken – einer der schönsten Hä-fen empfiehlt sich gleichermaßen für Strand-urlauber, Wassersportler und Naturfreunde … wenn in der Morgenfrühe die ersten Sonnen-strahlen das Meer zum Funkeln bringen, ist man geneigt zu glauben, aus der Tiefe der Ostsee die Glocken von Vineta zu hören.

Am 20. Dezember 1876 wurde in Barth die vorpommersche Heimatdichterin

Martha Müller-Grählert

geboren. Kindheit und Jugend verbrachte sie im nahegelegenen Zingst, einem ehemaligen Seefahrerdorf auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Umgeben von Ostsee, Bodden und einem wildreichen Waldgebiet (Natio-nalpark Vorpommersche Boddenlandschaft) hat Zingst sich heute zu einem stattlichen „Ostseeheilbad mit modernem Charme“ herausgeputzt.

Martha Müller-Grählert besuchte in Franz-burg (Mecklenburg-Vorpommern) das Leh-rerseminar und verdiente sich ihren Lebens-unterhalt als Hauslehrerin. Schon bald be-gann sie, Gedichte zu schreiben, ging mit 22 Jahren nach Berlin und arbeitete als Schrift-leiterin für das „Deutsche Familienblatt“. Hier – fern der Heimat im fremden Berlin – schrieb sie in vorpommerschem Plattdeutsch das Ge-dicht „Mine Heimat“, das 1907 im Sammel-band „Schelmenstücke“ erschien und mit den Worten beginnt: „Wo de Ostseewellen trecken an den Strand“.

Die pommersche Dichterin Martha Müller-Grählert (Bild: Wikipedia)

Im Jahr 1911 – die Schriftstellerin war inzwischen verhei-ratet – ging sie mit ihrem Mann, der in Sapporo eine Gast-professur erhalten hatte – nach Japan. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges kehrten die beiden zurück nach Deutschland.

Die Ehe ging auseinander, Martha Müller-Grählert geriet in wirtschaftliche Not und versuchte, ihr Einkommen mit Vorträgen und Leseabenden zu bestreiten.

Es erschien ein weiteres Buch: „Mudder Möllersch‘ Reis na Berlin“, aber für ein gere-geltes Auskommen konnte es auf Dauer nicht reichen.

So ging sie zurück nach Zingst, schrieb wei-tere Gedichte und arbeitete wieder für die Zeitung.

In der Zwischenzeit hatte

das Gedicht „Mine Heimat“

eine wahrlich große Bekanntheit erlangt: Ein wandernder Geselle aus Flensburg hatte einen Zeitungsausschnitt mit den sehn-suchtsvollen Zeilen bis nach Zürich gebracht, und so landeten diese schließlich bei Simon Krannig (1866-1936), dem Dirigenten eines Männergesangsvereins. Krannig schrieb eine sanfte, wiegende, einfühlsame Melodie für das Ostseewellen-Lied.

Der aus Detmold stammende Schriftsteller Friedrich Fischer-Friesenhausen (1886-1960) veränderte den Text und machte aus „Mine Heimat“ das „Friesenlied“: „Wo de Nordsee-wellen trecken an den Strand“.

Wenn Fischer-Friesenhausen im Weltnetz auch als völkisch gesinnter Nationalsozialist und gar als Judenhasser bezeichnet wird, so müßten hier die Hintergründe der Angaben einmal näher untersucht werden.

Tatsache ist: Das „Friesenlied“ erreichte einen weltweiten (!) Bekanntheitsgrad; und auch heute noch wird das beliebte Heimatlied – oft mit angepaßten Textänderungen – immer wieder und überall gern gesungen.

Fischer-Friesenhausen machte 1930 daraus:
„Wo die Fuhren rauschen auf dem Heidesand“.

Unbekannte Verfasser schrieben zur Ostseewellen-Melodie für ihre Heimat:

  • „Wo die grünen Wiesen leuchten weit und breit“ (1930 – Mecklenburger Land)

  • „Oberfranken ist mein schönes Heimatland“ (1950 – Frankenland)

  • „Wo die Kiefern raunen leis‘ ihr heimlich Lied“ (1951 – Jägerlied)

In Australien, Kanada und Brasilien, in Frank-reich, England, Spanien, Dänemark, in den Niederlanden … fast überall auf der Welt wird zu der Melodie des „Ostseewellen-Liedes“ gesungen. In Südtirol kann man sogar eine ladinische Version hören.

Die Tantiemen für das Lied flossen reichlich. Fischer-Friesenhausen weigerte sich aber, diese mit den eigentlichen Urhebern zu teilen. –

Martha Müller-Grählert lebte indes in höch-ster finanzieller Not. Trotz jahrelanger, kräftezehrender Gerichtsverhandlungen gelang es ihr und Krannig nicht, Urheber-rechte für das Ostseewellenlied geltend zu machen. Erst 1936 wurden der Dichterin und dem Komponisten Tantiemen zugestanden.

… Doch nun war es zu spät; zu Lebzeiten haben die beiden keine Ehre und auch keinen finanziellen Lohn erhalten: Krannig verstarb 1936; und bevor das Urteil rechtskräftig wurde, verstarb am 18.11.1939 Martha Müller-Grählert – arm, einsam und fast erblindet im Altersheim zu Franzburg.

 

Grab auf dem Zingster Friedhof (Bild: Wikipedia)

Auf ihrem Grabstein in Zingst lesen wir die Inschrift: „Hier is mine Heimat, hier bün ick tau Hus“.

Wieviele deutsche Dichter und Musiker teilten mit ihr dies Schicksal: Während die Verkäufer ihrer Werke gewinnbringende Geschäfte mit den Kostbarkeiten machten, fristeten die genialen Autoren ihr Dasein in Armut: Mozart, Schiller, Schubert …

Mine Heimat

Martha Müller-Grählert

Wo de Ostseewellen trecken an den Strand,
wo de gele Ginster bleuht in´n Dünensand,
wo de Möwen schriegen, grell in´t Stormgebrus, –
da is mine Heimat, da bün ick tau Hus.

Well- und Wogenrunschen wir min Weigenlied,
un de hogen Dünen seg´n min Kinnertied,
seg´n uch mine Sehnsucht un min heit Begehr,
in de Welt tau fleigen öwer Land un Meer.

Woll het mi dat Leben dit Verlangen stillt,
het mi allens geben, wat min Herz erfüllt,
allens is verswunden, wat mi quält un drew,
hev nu Frieden funden, doch de Sehnsucht blew.

Sehnsucht na dat lütte, stille Inselland,
wo de Wellen trecken an den witten Strand,
wo de Möwen schriegen grell in´t Stormgebrus,
denn da is min Heimat, da bün ick tau Hus.

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Anmerkungen
*) Mit freundlicher Genehmigung des Verlages Hohe Warte hier wiedergegeben.

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