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Wie der Vatikan Hitler zu Ansehen verhalf

Die Welt der Völker ächzt seit 2000 Jahren unter seinen Feinden, den Globalisten verschiedenster Ausprägung.

Mit Lug und Trug trieben sie über die Jahrhunderte – stets ihr Ziel fest im Auge – ihr Völkervernichtungswerk voran und scheinen damit heute wie in anderen Völkern der Erde nun auch in Europa nahe am Ziel zu sein.

Sie alle, so auch das Papsttum, scheuten sich nie, sich jeder Art von „weltlicher“ Macht anzubiedern, um sie für ihre Zwecke zu benutzen.

So unterzeichneten am 30. Juli 1933

Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli, ab 1939 Papst Pius XII., und Adolf Hitlers Stellvertreter Franz von Papen das Reichskonkordat“.

 

Konkordatsunterzeichnung in Rom. Von links nach rechts: Prälat Ludwig Kaas, Vizekanzler Franz von Papen, Unterstaatssekretär Giuseppe Pizzardo, Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli und Ministerialdirektor Rudolf Buttmann während des Unterzeichnungsaktes (zwischen Pacelli und Buttmann stehend: Substitut Alfredo Ottaviani), Aufnahme aus dem Bundesarchiv 25935-33

Pacelli hatte als Nuntius des Vatikans zuvor die separatistisch und antipreußisch eingestellte katholische Zentrumspartei dazu bewegt, dem „Ermächtigungsgesetz“ Hitlers zuzustimmen.

Erich Ludendorff erklärt in seiner Schrift „Hitlers Verrat der Deutschen an den römischen Papst“, München 1931, also 2 Jahre vor Abschluß des „Reichskonkordats“:

Die NSDAP sei einer der Trümpfe des Papstes. Ebenso wie die Parteien „Zentrum“ und „Bayerische Volkspartei“ stand die NSDAP – wie Ludendorff schreibt –

in gleich seelischer Abhängigkeit und mit gleichen Bindungen in Hörigkeit ihres ‚hl.‘ Vaters, des römischen Papstes.

Das Zentrum einschließlich der Bayerischen Volkspartei hat die ,Marxisten‘ vor den Wagen des römischen Papstes gespannt und sich damit zur ausschlaggebenden Partei in Deutschland gemacht.

Vor Jahr und Tag räumten die Bonzen der S.P.D., man kann wohl sagen freiwillig, endgültig den Platz in der Regierung der Deutschen Republik vor dem Zentrum, wie schon vor Jahren in Bayern.

Dieses Platzmachen in Verbindung mit dem Konkordat in Preußen (1929) war der entscheidende Erfolg für den römischen Papst zur Festigung seiner Stellung in Deutschland und die Krönung der römischen Politik des Zusammengehens mit den Marxisten.

Also Rom scheute sich vor nichts: vor den Marxisten so wenig wie vor den Nazis.

Diese Politik war, solange es galt, das Deutsche Kaiserreich mit dem protestantischen Kaiserhaus zu zerschlagen, und die internationale Welle Deutschland überflutete, folgerichtig und durchaus in der Glaubensrichtung der römischen Kirche, deren Glauben Macht bezweckt.

Das Konkordat gilt auch heute noch für die Bundesrepublik Deutschland. Es beinhaltet weit mehr entscheidende Rechte des Vatikans in Deutschland als umgekehrt Rechte Deutschlands im Vatikan.

Hitler aber brachte das Konkordat schlagartig international politisches Gewicht. Es war, wie die Neue Rheinische Zeitung Karlheinz Deschner zitiert:

sein erster völkerrechtlicher Kontrakt. Und mit dem Papst geschlossen!

Der „Heilige Vater“, bescheinigten später alle katholischen Bischöfe Deutschlands dem verehrten Herrn Hitler, habe so „das moralische Ansehen Ihrer Person und Ihrer Regierung in einzigartiger Weise begründet und gehoben“, was dieser mit Recht als „rückhaltlose Anerkennung“ und „unbeschreiblichen Erfolg“ bezeichnete – verlieh es ihm doch, so Deschner, „plötzlich vor aller Welt die Legitimität“.

Hier ein Link der NRZ: Zum Thema können Sie hier einen Filmclip aus der Fernsehreihe „Mit Gott und den Faschisten – Zur Politik der Päpste im 20. Jahrhundert“ von Karlheinz Deschner sehen.

Hitler hatte keine Skrupel, sich dem Papst anzubiedern. Er schien blind gegenüber dessen globalistischer Politik, in der Deutschland nicht nur eine untergeordnete Rolle spielen, sondern – wie sich das heute bestätigt – verschwinden sollte.

Hitler verehrte die für ihn nachahmenswerte straffe Hierarchie und Zucht des Jesuitenordens.

Er war Katholik und blieb es bis zu seinem Lebensende.

Rom empfahl seinen Schäfchen:

„Katholiken, Hitler wählen!”

Deschner:

Zur Wahl des neuen Reichstags plakatierten Mitglieder der inzwischen im Einvernehmen mit dem Vatikan geschlossenen katholischen Zentrumspartei „Hitler wählen!“, und auch die NSDAP konnte in Bayern den überwiegend katholischen Wählern klarmachen, daß Christen Hitler wählen müßten, weil sie sonst gegen das Konkordat verstoßen und der kirchlichen Obrigkeit gegenüber unfolgsam sein würden.

 

Kardinal Faulhaber (Bild: Welt)

Die Nazis durften sich dabei vor allem auf Münchens Kardinal Faulhaber berufen, der in einer Predigt erklärt hatte:

 „In Wirklichkeit ist Papst Pius XI. der beste Freund, am Anfang sogar der einzige Freund des neuen Reiches gewesen. Millionen im Ausland standen zuerst abwartend und mißtrauisch dem neuen Reich gegenüber und haben erst durch den Abschluß des Konkordats Vertrauen zur neuen deutschen Regierung gefaßt.“

Papst Pius XI. (Bild: katholisch.de)

Peter Kleinert (NRZ) berichtet – und wir sehen die Verlogenheit der katholischen Geistlichkeit:

Nicht nur Faulhaber, der komplette deutsche Episkopat sah nun – so Deschner – in Hitler „den großen Führer unseres Volkes“.

Für Adolf Bertram, Kardinal von Breslau, war er eine „zuverlässige Stütze der staatlichen und kirchlichen Autorität“. Die Katholiken, so versicherte er, seien „freiwillig und aus edelsten Motiven zur Mitarbeit“ bereit, „auch gern … zu Geländesport und Wehrertüchtigung“.

Bischof Bornewasser von Trier versicherte, dem Nazistaat „zu dienen mit dem Einsatz aller Kräfte unseres Leibes und unserer Seele“.

Bischof Vogt von Aachen wollte „am Aufbau des neuen Reiches freudig mitarbeiten“.

Und Bischof Berning von Osnabrück, von Göring zum Staatsrat ernannt, wollte den Führer „mit heißer Liebe und mit allen unseren Kräften“ unterstützen.

Auch der nach 1945 von der Kirche zum großen katholischen Widerstandskämpfer ernannte Bischof Graf von Galen sah „die höchsten Führer unseres Vaterlandes erleuchtet und gestärkt“ durch die „liebevolle Führung“ Gottes.

Satan Baphomet im Vatikan (Bild: pinterest.com.mx)

Die NSDAP ist Vergangenheit. Der katholischen Kirche laufen die Schäfchen davon. Der Vatikan bekennt sich zu Satan und handelt entsprechend.

Wann wird diese machtgierige, globalistische und damit völkervernichtende Vereinigung ebenfalls vollends der Vergangenheit angehören?!

Im Zeichen der fortschreitenden Bolschewisierung Europas, hauptsächlich Deutschlands, von besonderer Bedeutung:

Der „Blog für Kultur, Politik und Zeitgeschichte – Für kulturelle und gesellschaftliche Erneuerung“

Gesellschaftlicher Aufbruch – jetzt!

befaßt sich mit neuesten natur- und geschichtswissenschaftlichen Erkenntnissen.

So erschien am 25. Oktober 2016 der aufwühlende Bericht des Blogs über die verschlüsselten Mitteilungen Ernst Jüngers in seinem Roman „Auf den Marmorklippen“ über die Freimaurerei und ihr Ziel:

die Bolschewisierung Osteuropas!

Über Ernst Jünger teilt Wikipedia mit:

Ernst Jünger (*29. März 1895 in Heidelberg; † 17. Februar 1998 in Riedlingen) war ein deutscher Schriftsteller und Insektenkundler.

Er ist vor allem durch seine Kriegserlebnisbücher wie „In Stahlgewittern“, phantastische Romane und Erzählungen und verschiedene Essays bekannt.

In seinem elitären, antibürgerlichen und nationalistischen Frühwerk, das der sogenannten Konservativen Revolution zugerechnet wird, bekämpfte Jünger die Weimarer Republik entschieden.

Obwohl er der NSDAP nicht beitrat und deren rassistische Ideologie ablehnte, galt er nach 1945 als intellektueller Wegbereiter des Nationalsozialismus und gehört zu den umstrittensten Autoren Deutschlands.

Er erhielt verschiedene Preise und Auszeichnungen, darunter 1918 den „Pour le Mérite“, 1959 das „Große Bundesverdienstkreuz“ und 1982 den Goethepreis, dessen Verleihung für einen politischen Skandal sorgte.

Ganz anders – und passend zu seinen Ehrenpreisen – erscheint Ernst Jünger in seinem Roman „Auf den Marmorklippen“. Über dessen geheime, aber nun entschlüsselte Mitteilungen berichtet die o.a. Netzseite.

 

Ernst Jünger (Bild: cicero.de)

1925 – Ernst Jünger läßt seine Freimaurermitgliedschaft „ruhen“ (angeblich)

Sieben Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges – also 1925, als er dazu ausersehen wurde, eine Bewegung wie die „Neuen Nationalisten“ hervorzurufen, will Ernst Jünger in die „Feierzunft“ der Freimaurerei versetzt worden sein, sprich, seine Mitgliedschaft in dieser ruhen gelassen haben:

Wir kamen bei den Mauretaniern um ehrenvollen Abschied ein und wurden mit dem schwarz-rot-schwarzen Bande in die Feierzunft versetzt.

Ein kleiner Scherz des Ernst Jünger:

Bekanntlich kann man aus der Freimaurerei sich nicht „verabschieden“, man bleibt immer Mitglied.

… Aber lassen wir dem Ernst Jünger einmal diesen Scherz durchgehen, wenn er fortsetzt:

In diesem Orden hoch emporzusteigen, hatte es uns wohl nicht an Mut und Urteilskraft gefehlt. Doch war die Gabe uns versagt geblieben, auf das Leiden der Schwachen und Namenlosen herabzusehen, wie man vom Senatoren-Sitze in die Arena blickt.

Dieser Scherz ist schon ein etwas heftigerer.

Das möchte er zwar vielleicht sich und den Lesern einreden. So mußte er ja auch schreiben, schließlich war die Freimaurerei 1939 – offiziell – verboten.

Da tat eine gewisse Distanzierung not. Aber natürlich nur eine gewisse.

Tatsächlich nämlich schreibt Ernst Jünger fast durchgängig genauso, wie er es hier charakterisiert hat: „wie vom Senatoren-Sitze in die Arena“ hinabblickend; so wurde er auch von unzähligen anderen Lesern schon empfunden.

Diese Gabe ist ihm also keineswegs „versagt geblieben“, nein, er lebte sie schlicht ein Leben lang.

Nun, das ist dann eben so die „Logik“ von Freimaurern und sonstigen Eingeweihten: Man behaupte nur dreist, wie man gesehen werden möchte – es werden das schon genug Leute glauben.

… Und um solche Trickserei nicht gar zu schwer entschlüsselbar zu machen, folgt denn auch bei Ernst Jünger gleich wieder eine Verteidigung der Freimaurerei:

Wie aber, wenn die Schwachen das Gesetz verkennen und so in der Verblendung mit eigener Hand die Riegel öffnen, die zu ihrem Schutze geschlossen sind?

So konnten wir auch die Mauretanier nicht durchaus tadeln,

denn tief war Recht und Unrecht nun vermischt; die Festen wankten, und die Zeit war für die Fürchterlichen reif.

Die Menschen-Ordnung gleicht dem Kosmos darin, daß sie von Zeit zu Zeiten, um sich von neuem zu gebären, ins Feuer tauchen muß.

Dies paßt in unsere heutige Zeit, in der eine niederträchtige Propaganda von einer globalistischen Welt-Zentrale aus schöpfungstreue Menschen-gruppen zu verteufeln versucht, um sie zu vernichten und die eigenen Zerstörungspläne durchzupeitschen. „Kill them!“ fordert US-Völkerfeind Barnett.

 

Barnett (Kriegerklärung der Globalisierer – veröffentlicht in GEO-Politik)

Im Folgenden ist die Rede von einem „lebenden Leichnam“. Im Jesuitismus des Ordensgründers Loyola wird verlangt, daß die dem Jesuitengeneral Untergebenen abgerichtet werden zu Befehlsempfängern, die ohne eigenen Willen – wie „lebende Leichname“ – den Weisungen der jesuitischen Obrigkeit Folge leisten.

Ein lebender Leichnam Loyolas warnt und schützt Ernst Jünger wiederholt vor persönlichen Gefahren

Ernst Jünger ist ja noch kurz vor seinem Tod zum Katholizismus übergetreten. Wie bei vielen Elitären – etwa auch Hermann Hesse – fließen bei Ernst Jünger Freimaurerei und der in Orden gegossene Katholizismus fast übergangslos ineinander.

Und so wandte er sich denn einem Jesuiten oder führenden Katholiken zu, nachdem er seine Freimaurermitgliedschaft „ruhen“ ließ.

Im Roman besteht eine gute Freundschaft zu einem Mönch, einem einflußreichen Kleriker in Deutschland. Ganz offensichtlich soll ein Jesuit dargestellt werden, ein „lebender Leichnam“:

Wir fanden in Pater Lampros einen Mann, der etwa fünfzig Jahre zählen mochte, von mittlerer Gestalt und feinem Gliederbau.

Als wir ihm nähertraten, faßte uns ein Bangen, denn Gesicht und Hände dieses Mönches kamen uns ungewöhnlich und befremdend vor. Es schien, wenn ich es sagen soll, als ob sie einem Leichnam angehörten, und es war schwer zu glauben, daß Blut und Leben sich darin befand.

Sie waren wie aus zartem Wachs gebildet – so kam es, daß das Mienenspiel nur langsam an die Oberfläche drang und mehr im Schimmer als in den Zügen des Gesichtes lag.

Auch wirkte es seltsam starr und zeichenhaft, wenn er, wie er es liebte, während des Gespräches die Hand erhob.

Und dennoch webte in diesem Körper eine Art von feiner Leichtigkeit, die in ihn eingezogen war gleich einem Atem-Hauche, der ein Puppenbild belebt. Auch fehlte es ihm nicht an Heiterkeit.

Der letzte Satz darf natürlich nicht fehlen zu dem kaffkaesken Bild, das Ernst Jünger hier wieder einmal über die Hintergrundpolitik des 20. Jahrhunderts zu geben weiß, hier und auch sonst.

Vielleicht soll hier der Nuntius Pacelli dargestellt sein, der sich ja auch gut mit dem rechtskonservativen bayerischen Thronfolger Kronprinz Rupprecht und der ganzen bayerischen Königsfamilie bestens verstand. Wozu jedenfalls auch das Folgende passen könnte:

Sein Grundsatz war, daß jede Theorie in der Natur-Geschichte einen Beitrag zur Genesis bedeute, weil der Menschengeist in jedem Alter die Schöpfung von neuem concipiere – und daß in jeder Deutung nicht mehr an Wahrheit lebe als in einem Blatte, das sich entfaltet und gar bald vergeht.

Und weiter:

Wir durften die Muße, die uns Pater Lampros schenkte, um so höher schätzen, als sein Name bei den Christen in hohem Ansehn stand, und viele, die Rat und Trost erhofften, sich ihm näherten.

Doch liebten ihn auch solche, die an den Zwölf Göttern hingen oder die aus dem Norden stammten, wo man die Äsen in weiten Hallen und umzäunten Hainen ehrt.

Gemeint sind also die Neuheiden oder jene, die äußerlich so taten, als wären sie Neuheiden.

Ich sehe hier einen deutlichen Hinweis auf den okkultgläubigen Jesuiten-Verehrer Adolf Hitler und die Nationalsozialisten, die sog. Neuheiden.

Romkirche und Hitler (Bild: en.wikipedia.org)

Auch ihnen, wenn sie zu ihm kamen, spendete der Pater aus der gleichen Kraft, doch nicht in priesterlicher Form. Oft nannte Bruder Otho, der viele Tempel und Mysterien kannte, es an diesem Geiste das Wundersame, daß er so hohe Grade der Erkenntnis mit der strikten Regel zu vereinigen verstand …

Bei dem Vertrauen, das alle Kräfte, die an der Marina (sprich: in Deutschland) wirkten, dem Pater Lampros zollten, war er in den Gang der Dinge vollkommen eingeweiht. Er übersah das Spiel, das dort getrieben wurde, wohl besser als jeder andere …

Wir fragten uns zuweilen, ob die Verderbnis ihm schon zu weit fortgeschritten scheine, um sie zu heilen; oder ob Bescheidenheit und Stolz ihn hinderten, im Streite der Parteien aufzutreten, sei es in Worten, sei es mit der Tat.

Doch traf wohl Bruder Otho den Zusammenhang am besten, wenn er sagte, daß für Naturen wie die seine die Zerstörung des Schrecklichen entbehre und sie geschaffen seien, in die hohen Grade des Feuers einzutreten wie durch Portale in das Vaterhaus.

Und so macht man es in Geheimgesellschaften, wenn alles dem Feuer ausgeliefert werden soll, aber gewiß nicht die engsten Mitarbeiter und Freunde:

Wie dem auch sei – wenn Pater Lampros die Sicherheit für sich verschmähte, so zeigte er sich doch getreu um uns besorgt. Oft kamen seine Zettel (…) und mahnten uns, (…) auf Exkursion zu gehn.

Wir ahnten dann, daß er uns zu bestimmter Stunde an entferntem Orte wissen wollte, und handelten danach. Er mochte diese Form wohl wählen, weil er vieles unter Siegeln, die unverletzlich sind, erfuhr.

Also, sie waren wieder bei einem „Mauretanier“, nur diesmal im christlichen und Mönchs-Gewand. Sie hatten sich von Geheimgesellschaften gar nicht „verabschiedet“. Wir ahnten es ja schon.

Und diese „Zettel“ scheint Ernst Jünger auch viele zwischen 1939 und 1945 erhalten zu haben, er scheint auf manche „Exkursionen“ nach Paris und anderwärts gesandt worden zu sein, die ihn vor allzu großer Frontnähe in Sicherheit brachten.

Dann berichtet Ernst Jünger von Versuchungen, sich vor 1933 auf die Seite Adolf Hitlers zu schlagen. Aber der Rat des genannten lebenden Leichnams bewahrte ihn vor dieser Versuchung.

Es gab aber auch, so nennt es Jünger, „schwache Tage“:

Doch sollen wir auch jene nicht verschweigen, in denen das Niedere über uns Gewalt gewann.

In unseren schwachen Stunden erscheint uns die Vernichtung in schrecklicher Gestalt, wie jene Bilder, die man in den Tempeln der Rache-Götter sieht.

In unseren „schwachen Stunden“! Wenn man also nicht „vom Senator-Sitz aus in die Arena blickte“.

Es wird an solchen Stellen deutlich, wie tief Ernst Jünger vom satanistischen Denken durchtränkt gewesen sein muß:

Der Schrecken verliert seine Schrecken, wenn man nur seinen Standpunkt hoch genug wählt, wenn man zu den – angeblich – „Starken“ gehört

Dann wird geschildert,

wie der Bolschewismus näher und näher kommt mit Grausamkeiten und Vernichtungen aller Art.

Dabei kann natürlich berücksichtigt sein, daß Ernst Jünger auch den Faschismus als eine Art Bolschewismus verstanden wissen können wollte. Aber natürlich wußte er 1939, daß noch viel mehr „Bolschewismus“ über Europa kommen würde, als bis dahin über Europa gekommen war.

1939 – Diskussionen in Logen und Orden rund um einen Morgenthau-Plan

Der weitere Handlungsablauf wird dann eher Zukunftsprognose. Da kommt – kurz vor Kriegsende 1945 – ein adliger Freimaurer (sprich „Mauretanier“) mit dem Namen Braquemart zu Besuch auf die Marmorklippen am Bodensee (wo die Jünger-Brüder 1939 wohnten und der den autobiographischen Bezugspunkt im Roman darstellt):

Er war der Meinung, daß es auf Erden seit Anbeginn zwei Rassen gebe, die Herren und die Knechte, und daß im Lauf der Zeiten zwischen ihnen Vermischung eingetreten sei.

In dieser Hinsicht war er ein Schüler vom „alten Pulverkopf“ und forderte wie dieser die neue Sonderung.

Mit dem „alten Pulverkopf“ ist natürlich der „Oberförster“ gemeint … Braquemart träumt von dem alten Ägypten, einem Idealstaat der Freimaurer:

Auch ließ er den längst versiegten Strom die Schiffe mit den Purpurdecks hinunterfahren; man sah die hundert Ruder mit insektenhaftem Regelmaß ins Wasser tauchen und hörte den Klang der Becken und der Geißel, die auf den Rücken der unglückseligen Galeeren-Sklaven fiel. Das waren Bilder für Braquemart. Er zählte zum Schlage der konkreten Träumer, der sehr gefährlich ist.

Und weiter läßt sich Jünger aus über einen damaligen inneren Konflikt unter den Freimaurern, nämlich einen solchen zwischen „Nihilisten“ und „Anarchisten“, zwischen den Plänen des freimaurerischen „Oberförsters“ und den Plänen des freimaurerischen Braquemart für die Zukunft Deutschlands („Marina“).

Wenn man diese Gedanken zu Ende denkt, schwant einem,

was für Ungeheuerlichkeiten damals die freimaurerischen Logen und katholischen Orden auch in Deutschland ausbrüteten.

Es werden hier die Diskussionen geführt, wie sie nur wenige Jahre später rund um den „Morgenthau-Plan“ und vergleichbare Pläne vor allem in den USA geführt wurden:

Darin bestand jedoch Verschiedenheit insofern, als der Alte die Marina (Deutschland) mit wilden Bestien zu bevölkern im Sinne hatte, indessen Braquemart sie als den Boden für Sklaven und für Sklaven-Heere betrachtete.

… Für das Deutschland östlich der Oder, des Bayerischen Waldes und der Karawanken setzten sich die Pläne des „Oberförsters“ durch (Entvölkerung), für das verbliebene Deutschland die Pläne Braquemarts (Sklaverei mit der Peitsche des Kapitalismus links, Sklaverei mit der Peitsche des Sozialismus rechts der Elbe).

Ernst Jünger spricht ganz wie ein viel wissender Okkultgläubiger:

Vor der Entscheidung treffen sich die Geister wie die Ärzte am Krankenbett. Der eine möchte zum Messer greifen, der  andere will den Kranken schonen, und der Dritte sinnt auf Mittel von besonderer Art. Doch was sind Menschenrat und -wille, wenn in den Sternen schon der Untergang beschlossen liegt?

Womit dann abschließend die Astrologiegläubigkeit des Herrn Jünger zu Tage tritt. In den Logen- und Ordensgesprächen kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges werden dann

einige Details des Infernos von 1945 sehr präzise im Voraus geschildert.

Dieser Freimaurer Braquemart zieht mit einem freimaurerischen Begleiter in die Schlacht mit dem freimaurerischen, bolschewistischen Oberförster und wird von dem Lumpenpack des Oberförsters gelyncht.

… Die Köpfe der beiden Freimaurer, mit denen die Jünger-Brüder noch kurz zuvor Freimaurergespräche geführt hatten, werden von den bolschewistischen Horden auf Spieße gesteckt. Man möge sich vielleicht an die Leiche Mussolinis im Jahr 1945 erinnern. Ernst Jünger erfaßt Begeisterung beim Anblick dieser beiden aufgespießten Köpfe:

Ich fühlte (…) die Tränen mir in  die Augen schießen – doch jene Tränen, in welchen mit der Trauer uns herrlich die Begeisterung ergreift.

Auf dieser bleichen Maske, von der die abgeschundene Haut in Fetzen herunterhing und die aus der Erhöhung am Marterpfahle auf die Feuer herniederblickte, spielte der Schatten eines Lächelns von höchster Süße und Heiterkeit, und ich erriet, wie von dem hohen Menschen an diesem Tage Schritt für Schritt die Schwäche abgefallen war – so wie die Lumpen von einem König, der als Bettler verkleidet ging.

So also haben Freimaurer und Ordensnahe ihre – – – „notwendigen“ „Opfertode“ im Zweiten Weltkrieg gefeiert oder feiern lassen.

Man mag auch denken an die noch kurz vor Kriegsende erschossenen Eingeweihten Wilhelm Canaris oder Albrecht Haushofer. Bei der Schilderung des Todes des Begleiters des Freimaurers Braquemart darf man dann gerne an Adolf Hitler, Joseph Goebbels, Heinrich Himmler oder Hermann Göring denken und sich dabei fragen: Woher hatten die ihre Ideen? Ernst Jünger 1939:

Ich erriet, daß er zur rechten Zeit die Pille eingenommen hatte, die jeder Mauretanier am Körper führt. Es ist dies eine Kapsel aus buntem Glase, die man zumeist im Ringe und in den Augenblicken der Bedrohung im Munde führt. In dieser Haltung genügt ein Biß, die Kapsel zu zermalmen, in die ein Gift von ausgesuchter Wirkung eingeschlossen ist.

Das ist schon erstaunlich, daß der Jünger das so genau voraus wußte. Hatte man denn gar nichts dem Zufall überlassen?

Aber Hitler hatte ja schon 1923 und 1932 über Selbstmord-Pläne nachgedacht und sich zu ihnen geäußert. Und auch für ihn stand ja vieles in den Sternen geschrieben.

Da hier so präzise die Zukunft vorausgesagt wird, sei aber auch noch zitiert, was weiter dazu von Ernst Jünger ausgeführt wird:

Dies ist die Prozedur, die in der Mauretanier-Sprache als die Berufung an die dritte Instanz bezeichnet wird – entsprechend dem dritten Grade der Gewalt, und sie gehört zum Bilde, das man in diesem Orden von der Würde des Menschen hegt. Man hält die Würde durch den gefährdet, der niedere Gewalt erduldet; und man erwartet, daß jeder Mauretanier zu jeder Stunde zum tödlichen Appell gerüstet sei.

War das die Lehre, die auch Adolf Hitler früh von seinen „Artamanenbrüdern“ gelehrt bekommen hatte? Man wundert sich ja schon ein wenig über die Einheitlichkeit der Todesart an der Spitze des Dritten Reiches.

Solche „Selbstmord-Epidemien“ wie in Deutschland im Frühjahr 1945 hat es während oder nach dem Ersten Weltkrieg nicht gegeben. Kam sie 1945 wirklich aus heiterem Himmel? Oder hatten – – – Orden ein Losungswort ausgegeben?

Aus dem Inferno der Endtage des Zweiten Weltkrieges mit Totschlag, Raub und Morden, Vergewaltigungen, brandlohen Städten, vertriebenen Männern, Frauen und Kindern retten sich Ernst Jünger und sein Bruder nach England, das abgeschlagene Haupt desjenigen Freimaurers mit sich führend, der sich mit einer Giftkapsel das Leben genommen hatte.

Dieses Haupt – vermutlich Sinnbild eines Widerstandskämpfers gegen den Nationalsozialismus oder gegen den Bolschewismus oder gegen beide, jedenfalls ein echter und rechter „Freimaurer“ – sollte beim Wiederaufbau der zerstörten Dome in Deutschland in die Grundmauern eingemauert werden.

Also auch schon an den freimaurerischen Wiederaufbau nach dem Krieg dachte Ernst Jünger 1939 …

Soweit in einem ersten … Durchgang das, was man in dem Roman „Auf den Marmorklippen“ finden und lesen kann! …

Wahrlich „die Luft“ war böse, aus der das alles kroch.

Und wahrlich im letzten Teil eine sehr lebensnahe Prophetie. Ist es mehr? Nein.

Bertold Brecht hatte schon recht, als er diesem Werk rundweg absprach, zu guter Literatur zu gehören. Es ist bestenfalls Logen-, bzw. Ordens-Literatur …

Der Roman bezieht seine ganze Bedeutung, all das angeblich „Geheimnisvolle“, das ihn umgibt, aus einem Wissen, das Uneingeweihten nicht zugänglich ist.

Ernst Jünger zeigt in seinem Roman Voraussagen, die heute verwirklicht werden bzw. schon sind:

Die Eingeweihten der Logen wollten und wollen die Zerstörung.

 

Satanismus in Reinform!

Im Zeichen der fortschreitenden Bolschewisierung Europas, hauptsächlich Deutschlands, von besonderer Bedeutung:

Der „Blog für Kultur, Politik und Zeitgeschichte – Für kulturelle und gesellschaftliche Erneuerung

Gesellschaftlicher Aufbruch – jetzt!

befaßt sich mit neuesten natur- und geschichtswissenschaftlichen Erkenntnissen.

So erschien dort am 25. Oktober 2016 der aufwühlende Bericht über die verschlüsselten Mitteilungen Ernst Jüngers in seinem Roman „Auf den Marmorklippen“ über die Freimaurerei und ihr Ziel:

die Bolschewisierung Osteuropas!

Bading teilt mit:

Der Roman „Auf den Marmorklippen“ munkelt im Jahr 1939 viel über die Kriegsziel-Planung der westlichen Alliierten und – natürlich – der 1939 weiterbestehenden deutschen Freimaurerei (etwa im Umfeld des Admirals Canaris und seiner Leute).

Wie ich in meiner Magisterarbeit „Wie kam Stalin in die Mitte Europas“ dargelegt habe, hat es Planungen zur Bolschewisierung Osteuropas und zur Zweiteilung Europas und Deutschlands entlang der Elbe unter Vertreibung der Deutschen östlich der Oder etwa seit 1937 in den USA (William Bullitt) und in Großbritannien gegeben.

Daß 1939 auch Ernst Jünger (1895-1998) und wohl auch sein Bruder Friedrich Georg Jünger (1898-1977) in diese Pläne eingeweiht waren, zeigt allzu deutlich sein Roman “Auf den Marmorklippen”.

Nachdem Alexander Benesch auf den Autor Guido Giacomo Preparata und sein Buch „Wer Hitler mächtig machte“ hingewiesen hat (1, 2), fällt uns in diesem Buch unter anderem die darin enthaltene Deutung des Romans „Auf den Marmorklippen“ von Ernst Jünger auf.

Sie gibt erste Anhaltspunkte dazu, wie eigentlich sein Roman „Auf den Marmorklippen“ zu lesen ist. Hat man diese ersten Anhaltspunkte erst einmal zur Kenntnis genommen, ist die vollständige Entschlüsselung dieses Romans nicht mehr schwer.

Ob der US-Italiener Guido Giacomo Preparata (geb. 1968) der erste war, der mit einer solchen Deutung begonnen hat, ist nicht ganz klar. Er bewegt sich jedenfalls im akademischen Bereich … Über Preparata heißt es etwa auf Wikipedia:

… Ernst Jüngers „Auf den Marmorklippen“ deutet er nicht als Werk versteckten Widerstandes, sondern im Gegenteil als Allegorie auf den kommenden Krieg gegen Josef Stalin und das bolschewistische Rußland.

Ernst Jünger (Bild: Tagesspiegel)

Nun, fast richtig, aber nicht ganz richtig! Denn in dem von Freimaurern und Katholisch-Gesinnten durchsetzten deutschen Widerstand standen keineswegs alle Beteiligten für das „Gegenteil“, sondern einflußreiche Kräfte um Wilhelm Canaris, Reinhard Gehlen, Alexis von Roenne – vermutlich auch Martin Bormann – arbeiteten offensichtlich ebenfalls auf diese Bolschewisierung Osteuropas hin.

Jedenfalls gehört in diesen Zusammenhang auch, daß Jünger die Niederschrift des Romans am 28. Juli 1939 beendete (s. Helmut Kiesel). Zwei Tage zuvor, am 26. Juli, hatte der deutsche Legationsrat Karl Schnurre dem sowjetischen Botschaftsrat Astachow die deutsche Bereitschaft zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt gegeben (Wiki).

Jüngers Buch erschien dann nach Kriegsausbruch im Spätherbst 1939, als sowohl Deutschland wie die Sowjetunion ihren Machtbereich territorial erweiterten.

Wenn man den Roman von Ernst Jünger aber nun aus dieser neuen Perspektive liest, dann weiß man auch, daß Jünger – wie die führenden westlichen Planer – den künftigen Kriegsablauf und das künftige Kriegsende mit der Bolschewisierung Osteuropas, der Ermordung von 2,5 Millionen Ostdeutschen und der Vertreibung von 15 Millionen Deutschen aus Ostmitteleuropa sehr klar voraus gewußt hat und dementsprechend sehr detailliert schildern konnte.

Also natürlich voraus gewußt, nicht nur geahnt hat. Denn dafür sind seine Voraussagen in vielen Details viel zu genau und treffend.

1914 – „Die Luft der Freimaurerei, die von Grund auf böse war“

Die beiden Brüder Jünger hatten Teile ihrer Jugend vor 1914 in Hannover verbracht. Und sie waren vermutlich schon vor 1914 Freimaurer geworden. Diese werden in dem auffallend autobiographisch gefärbten Roman „Mauretanier“ genannt. Wer hätte das vor 1914 anderes sein können als die Freimaurer? …

Zentral zum Verständnis seines Romans ist eine Figur, die Ernst Jünger den „Oberförster“ nennt.

Er beschreibt diese Figur als ein leitendes Mitglied seiner Freimaurerloge, das offenbar rechtskonservativen Adelskreisen angehört, das aber im künftigen, voraus gewußten Krieg als leitende Figur auf Seiten der bolschewistischen Mordhorden kämpft und siegt und dann auch in den besiegten Städten mit seinem Mitarbeiter „Biedenhorn“ die Polizeigewalt übernimmt.

Unter diesen Figuren kann man sich natürlich viele Gestalten der Geschichte vorstellen:

  • Nationalsozialisten, die bewußt das Vordringen des Kommunismus förderten (dies ist von Martin Bormann mit guten Argumenten angenommen worden),

  • Gegner der Nationalsozialisten, die bewußt das Vordringen des Kommunismus förderten oder später auch Offiziere des „Nationalkomitees Freies Deutschland“ um den General von Seydlitz.

  • Ernst Jünger hatte ja auch gute Kontakte zur Stahlhelmführung, in der wohl die Mehrheit Freimaurer waren …

  • Unter all diesen gab es ja auch offen oder verdeckt agierende „Nationalbolschewisten“.

Je mehr wir über die Geschichte des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkrieges erfahren …, um so mehr wird ja deutlich, wie viele Figuren es gegeben hat, die äußerlich auf der Seite des Dritten Reiches standen, innerlich und im Hintergrund aber auf eine Niederlage Deutschlands in diesem Krieg hinarbeiteten, eine Niederlage aber erst nach einem langen und erschöpfenden Krieg.

So gibt es beispielsweise nicht nur hinsichtlich des Erfolges der westalliierten Invasion im Sommer 1944, sondern auch hinsichtlich des gleichzeitigen überraschend schnellen Zusammenbruchs der Heeresgruppe Mitte im Sommer 1944 im Osten deutliche Hinweise darauf, daß beides von Seiten der leitenden Figuren des deutschen Geheimdienstes vorbereitet und ermöglicht worden war, nämlich von Alexis von Roenne im Westen und von Reinhard Gehlen im Osten. Und auch Wilhelm Canaris ist offensichtlich in einem solchen Sinne tätig gewesen.

Leute, die Adolf Hitler schon vor 1933 nur als den „Eisbrecher“ des Kommunismus in Mitteleuropa betrachtet und die ihm in diesem Sinne zu Macht und Erfolg verholfen haben, kann man inzwischen sehr viele heranziehen, um sich eine solche merkwürdige Figur des Romans wie den „Oberförster“ zu veranschaulichen.

Am Schluß des Romans ist er tätig wie eine Art sowjetischer Kommissar, anfangs erhält man den Eindruck, es könnte jemand gemeint sein wie Paul von Hindenburg oder Alfred Hugenberg bzw. natürlich ein noch höher Eingeweihter als diese beiden Politikdarsteller bei den Freimaurern (im Roman „Mauretanier“ genannt) (alle Hervorhebungen im folgenden nicht im Original)(4):

Der Oberförster war uns seit langem als Alter Herr der Mauretania bekannt. Wir hatten ihn auf den Conventen oft gesehen und manche Nacht mit ihm beim Spiel gesessen und gezecht. Er zählte zu den Gestalten, die bei den Mauretaniern zugleich als große Herren angesehen und als ein wenig ridikül empfunden werden – so wie man etwa einen alten Oberst der Landwehr-Kavallerie, der hin und wieder von seinen Gütern kommt, beim Regiment empfängt. (…)

Damals empfand ich auch das Starre an seinem Wesen kaum als störend, denn alle Mauretanier nehmen im Lauf der Zeit den automatischen Charakter an. Vor allem in den Blicken tritt dieser Zug hervor. So lag auch in den Augen des Oberförsters, besonders wenn er lachte, der Schimmer einer fürchterlichen Jovialität.

… Zusammen mit seinem Bruder Friedrich Georg habe er die Mauretanier-(sprich Freimaurer-)Zeiten später als Irrtum erkannt. Nun aber dachte er

an die Lage, in der wir uns befanden, als dieser Orden uns an sich zog. (…) Wir begannen, von Macht und Übermacht zu träumen. (…) Bei solcher Neigung war es unvermeidlich, daß Mauretanier sich uns näherten. Wir wurden durch den Capitano, der den großen Aufstand in den Iberischen Provinzen erledigt hatte, eingeführt.

… Jünger munkelt wissend weiter, und an der Treffsicherheit, mit der er hier spricht, wird nur allzu schnell klar, daß er die Freimaurerei nicht nur „von außen“ kennt:

Wer die Geschichte der geheimen Orden kennt, der weiß, daß sich ihr Umfang schwierig schätzen läßt. Desgleichen ist die Fruchtbarkeit bekannt, mit der sie Zweige und Kolonien bilden, so daß man, wenn man ihren Spuren folgt, sich bald in einem Labyrinth verliert.

Das traf auch für die Mauretanier zu. Besonders seltsam war es für den Neuling, wenn er in ihren Räumen Angehörige von Gruppen, die sich tödlich haßten, im friedlichen Gespräche sah.

Zu den Zielen der Mauretanier zählte auch die artistische Behandlung der Geschäfte dieser Welt.

Sie verlangten, daß die Macht ganz ohne Leidenschaft und göttergleich gehandhabt würde, und entsprechend sandten ihre Schulen einen Schlag von klaren, freien und stets fürchterlichen Geistern aus.

Gleichviel, ob sie innerhalb des Aufruhrs oder an der Ordnung tätig waren

wo sie siegten, siegten sie als Mauretanier, und das stolze „Semper victrix“ dieses Ordens galt nicht seinen Gliedern, sondern seinem Haupte, der Doktrin.

Mitten in der Zeit und ihren wilden Läufen stand er unerschütterlich, und in seinen Residenzen und Palästen setzte man den Fuß auf festen Grund.

… Jünger erlebte in der Loge das Herannahen des Ersten Weltkrieges folgendermaßen:

Bei den Mauretaniern aber herrschte unberührte Stille wie im Zentrum des Zyklons.

Wenn man in den Abgrund stürzt, soll man die Dinge in dem letzten Grad der Klarheit wie durch überschärfte Gläser sehen. Diesen Blick, doch ohne Furcht, gewann man in der Luft der Mauretania, die von Grund auf böse war. (…)

Seit jenen Tagen kannte ich die Grenzen, die dem Übermut gezogen sind, und vermied, den dunklen Saum der Forsten zu betreten, die der Alte seinen „Teutoburger Wald“ zu nennen liebte, wie er überhaupt in vorgespielter, schlingenreicher Biederkeit ein Meister war.

Der Alte ist hier wieder der „Oberförster“. Der Krieg wurde also – offensichtlich – ausgelöst, um zur Weltrevolution des Oberförsters zu kommen. Wahrlich eine Luft, die von Grund auf böse war.

Der Bolschewismus – Die Frucht des Ersten Weltkrieges

Dann wächst – während des Ersten Weltkrieges und danach – die Macht des Bolschewismus in Osteuropa und in Deutschland, und zwar unterschwellig genährt von dem freimaurerischen „Oberförster“,

weshalb man sich bei diesem auch jemanden wie den Grafen Brockdorf-Ranzau vorstellen könnte, der als deutscher Botschafter in Dänemark für die Finanzierung der bolschewistischen Revolution in Petersburg mitverantwortlich war und der 1917 dafür sorgte, daß Lenin von der Schweiz nach Rußland reisen konnte. Über einen solchen freimaurerischen „Oberförster“ schreibt Ernst Jünger jedenfalls:

Gerade hierin lag ein meisterhafter Zug des Oberförsters: er gab die Furcht in kleinen Dosen ein, die er allmählich steigerte, und deren Ziel die Lähmung des Widerstandes war. Die Rolle, die er in diesen Wirren, die sehr fein in seinen Wäldern ausgesponnen wurden, spielte, war die der Ordnungsmacht, denn während seine niederen Agenten, die in den Hirtenbünden saßen,

also: unter den Kommunisten

den Stoff der Anarchie vermehrten, drangen die Eingeweihten in die Ämter und Magistrate, ja selbst in Klöster ein, und wurden dort als starke Geister, die den Pöbel zu Paaren treiben würden, angesehen.

So glich der Oberförster einem bösen Arzte, der zunächst das Leiden fördert, um sodann dem Kranken die Schnitte zuzufügen, die er im Sinne hat.

Der Widerstand (gegen den Kommunismus) soll also allmählich gelähmt werden. Wenn Ernst Jünger das 1939 schreiben konnte, dann wußte er auch, daß das Dritte Reich – aus der Sicht solcher Oberförster – dazu diente, in der richtigen „Dosierung“ den Widerstand gegen den Bolschewismus zu lähmen.

Und genau das ist ja die Geschichte des 30-jährigen Krieges von 1914 bis 1945. Bei diesem „Oberförster“ könnte man also auch an Menschen denken wie den Admiral Canaris, an Martin Bormann, an Freimaurer und Katholisch-Gesinnte jedenfalls, die die „weltgeschichtliche Rolle“, die der Kommunismus zu spielen hatte, kannten:

nämlich die bürgerliche Welt zu zerstören im Dienste der weltweiten Globalisierung und Versklavung der Völker.

Fortsetzung folgt

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Anmerkungen

  1. Preparata, Guido Giacomo: Wer Hitler mächtig machte. Wie britisch-amerikanische Finanzeliten dem Dritten Reich den Weg bereiteten. Perseus-Verlag Basel 2010 (engl. OA.: Conjuring Hitler. How Britain and America made the Third Reich. Pluto Press, London Ann Arbor 2005)
  2. Benesch, Alexander: Der Geheimplan zur Neutralisierung von Europas Konservativen. Auf: Recentr.com, 30. Mai 2016, http://recentr.com/2016/05/30/der-geheimplan-zur-neutralisierung-von-europas-konservativen/
  3. Jünger, Ernst: „Auf den Marmorklippen“ (1939)
  4. Huber, Florian: „Kind, versprich mir, daß du dich erschießt“. Der Untergang der kleinen Leute 1945. Berlin Verlag, Berlin 2015 (303 S.)

 

In seinem Buch „Ein Volk in Waffenschildert

Sven Hedin

im Kapitel

„Die ersten Lazarette“

seine weiteren Eindrücke, die ein helles Licht auf unser einstiges Deutschland werfen, von dessen Höhe wir heute nach zwei heißen Phasen des Weltkrieges und einer planmäßigen Zersetzungspolitik weit entfernt und heruntergekommen sind.

Am Lazarettzug 1. WK (Bild: Medienzentrum für Westfalen)

Im ersten Abschnitt des Krieges hatte die englische Presse die Deutschen barbarischer Grausamkeit gegen ihre Gefangenen und gegen verwundete Feinde beschuldigt.

So lasen wir in Folge 1.

In der Schilderung Hedins der Behandlung von Verwundeten – ob Freund, ob Feind – bekommen wir ein anderes Bild von der deutschen Fairneß gegenüber den Kämpfern der gegnerischen Heere.

Hedin wird mit Genehmigung von höchster deutscher Stelle von einem Militärwagen quer durch Deutschland zur Front gefahren:

Wir kommen an mehreren Militärzügen vorüber und begegnen auch einem Lazarettzug, dessen beide erste Wagen verwundete Franzosen beherbergten, die übrigen Deutsche.

Den Franzosen ging es weder besser noch schlechter als den Deutschen. Alle lagen auf Stroh. Die Schiebetüren in diesen zum Lazarett eingerichteten Güterwagen standen offen, um den Kranken frische Luft zu verschaffen …

In Trier angekommen, besucht er auch die Horn-Kaserne.

Jetzt war das ganze Regiment im Feld und die Kaserne ein Lazarett … Bei unserem Besuch waren nur 220 Plätze belegt; 150 von ihnen hatten Franzosen inne. Sechs Ärzte und ein Oberarzt, dazu eine ganze Schar von Rote-Kreuz-Schwestern pflegten die Verwundeten.

… Dann betraten wir einen großen Saal mit lauter deutschen Verwundeten. Alle waren vergnügt und munter, befanden sich vortrefflich und konnten sich keine sorgsamere Pflege denken, als sie in diesem Lazarett erhielten.

Nur wurde ihnen die Zeit allzu lang; sie mußten immer an ihre Kameraden in den Schützengräben denken, sehnten sich in den Krieg zurück und hofften, bald wieder auf die Beine zu kommen …

In einem andern Saal wurden französische Soldaten gepflegt. Auch hier unterhielten wir uns mit einigen Patienten. Sie waren alle höflich und mitteilsam, ließen aber den fröhlichen Lebensmut der Deutschen vermissen, was ja auch kein Wunder war, da sie sich in Feindesland befanden und von aller Verbindung mit der Heimat abgeschnitten waren.

Einer von ihnen erzählte, wie ihn als Schwerverwundeten deutsche Sanitätssoldaten fanden. Sie

legten ihn ins nächste Feldlazarett, von wo er vor kurzem mit der Eisenbahn ins Trierer Kriegslazarett transportiert worden war.

Der andere Soldat hatte zwei Nächte auf dem Feld gelegen und unsagbar an Durst gelitten. Einige Male hatten Deutsche, die an ihm vorüberkamen, ihm Wasser und Schokolade gegeben. Schließlich hatte man Gelegenheit gefunden, ihn in das Verwundetenlager zu bringen.

Wie sein Kamerad sprach er seine Dankbarkeit aus über die Behandlung, die ihm in Trier zuteil wurde, und aus mehreren Betten in der Nachbarschaft erscholl Zustimmung.

Die beiden deutschen Ärzte, die uns begleiteten, erzählten, die französischen Verwundeten wollten gewöhnlich das Lazarett nicht verlassen, da sie wie einfache Gefangene behandelt werden, sobald sie wieder auf die Beine gekommen sind …

Die jungen Ärzte, die uns führten, berichteten, daß die deutschen Soldaten sich immer und ohne Ausnahme an die Front zurücksehnten, soweit ihr Zustand solche Gedanken nicht einfach unmöglich machte.

Bei den Franzosen sei die Stimmung eine andere: „Alles – nur nicht zurück an die Front!“ Auch das ist aus psychologischen Gründen ganz natürlich. Nichts drückt den Soldaten so nieder und demoralisiert ihn so wie eben die Gefangenschaft. Er spielt die Rolle des Schwächeren, er lebt ausschließlich von der Gnade anderer, seine Kraft ist erschöpft, seine Initiative gelähmt und seine Kampflust vergebens.

Da sagt er, um persönliche Vorteile zu gewinnen und aus einer an und für sich widrigen Situation das Beste herauszuschlagen, manches, was er jenseits der Feuerlinie niemals gesagt hätte.

Deshalb würde man jedem Heere unrecht tun, wenn man seinen Kampfwert nach den Aussagen der Gefangenen beurteilen wollte.

Hierin findet man vielleicht auch die Erklärung für das Faktum, daß in dem Trierer Lazarett, wenigstens in der Horn-Kaserne, die Sterblichkeit unter den Franzosen viel größer war als unter den Deutschen …

Man sagte mir, die Wunden der Deutschen heilten leichter und schneller als die der Franzosen, und das psychologische Moment ist dabei von unverkennbarer Wirkung.

Original-Bildunterschrift: “Gießen: Im Lazarett”.
In einer Baracke ist ein Lazarett untergebracht. Die Kriegsgefangenen liegen in einzelnen Betten und werden von Pflegern betreut. Vier Ofenrohre sind zu sehen. Der Raum hat zu beiden Längsseiten Fenster. (Bild: lagis-hessen.de)

Dies ist einer der Beiträge, mit denen Sven Hedin seinem Wunsch nachkam, der britischen Greuelpropaganda von Mißhandlungen gegnerischer Gefangener in Deutschland mit selbsterlebter Wahrheit zu begegnen. Wir Deutsche müssen ihm noch heute dafür dankbar sein.

Wir sehen an seiner Schilderung, wie wenig Fremdenhaß selbst im Krieg bei den Menschen verschiedener Völker bestand, die ohne ihre Schuld von interessierten überstaatlichen Mächten aufeinander gehetzt wurden.

Die Völker selbst wollten – und konnten sehr gut – miteinander im Frieden leben.

Das gelingt, wenn Gebiets- und Freiheitsgrenzen des andern geachtet werden – und nur dann.

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