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Ostdeutschland!

Der Verlust unserer Deutschen Ostgebiete infolge der Vertreibungen der Deutschen – ausgeheckt und angeordnet von den Führern der alliierten „Sieger-mächte“, den Kriegsverbrechern Stalin, Roosevelt und vor allem Churchillist ein schmerzender Pfeil in unserem Volke, soweit es sich von der bösartigen Gehirnwäsche der Nachkriegszeit freigehalten hat, die die Verbrechen an Deutschen gleichsam als „verdient“ hinstellt.

Große Teile Pommerns und Brandenburgs sowie ganz Schlesien, West- und Ostpreußen mit ihrer Hochkultur wurden unserem Deutschen Volk ge-waltsam entwendet unter grausamem Vorgehen gegen die Alteingesessenen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Was ist aus unserem abgetrennten Ostdeutschland geworden?

Thomas Engelhardt

geht der Frage nach in seiner Abhandlung:

Ostdeutschlands Städte – deutsche Städte im heutigen polnischen Staat[1]

In der Liste der größten Städte des heutigen polnischen Staates werden überwiegend ehemalige deutsche Städte aufgeführt. Zu beachten ist jedoch die Tatsache, daß seit dem Versailler Zwangs-Diktat[2], das die Vierteilung der Pro-vinz Westpreußen[3] und die Zerreißung der Provinz Posen sowie die Abtretung eines bedeutenden Teils der Provinz Oberschlesien mit 3.200 km² zur Folge gehabt hatte, bis heute bereits drei bis vier Generationen Polen in den bis 1919/1920 noch deutschen Städten auf-wuchsen.

In den Städten der 1945 annektierten deut-schen Gebiete lebt mittlerweile die zweite und dritte Nachkriegsgeneration. Das Be-wußtsein, in ehemaligen deutschen Städten und in geraubtem Land zu leben, ist in Polen kaum vorhanden. Im Gegenteil.

Die polnischen Regierungen bringen seit 1945 in immer neuen Erklärungen zum Ausdruck, daß der Besitz der neuen West-gebiete, im heutigen Polen auch als „wiedergewonnene Gebiete“ bezeichnet, für das polnische Volk lebensnotwendig sei.

Feststellbar ist in diesem Zusammenhang, daß es in der jahrzehntelangen kommuni-stischen Ära in dieser Frage zwischen Kommunisten und Nichtkommunisten, zwischen Staat und katholischer Kirche keinerlei Differenzen gab.

So erklärte Kardinal Stefan Wyszynski anläß-lich des 20. Jahrestages der „Heimkehr“ der ostpreußischen Diözese Ermland im Jahre 1965 in Allenstein, alle Polen betrachteten, ungeachtet ihrer politischen und weltan-schaulichen Einstellung, die polnischen „Westgebiete“ unwiderruflich als Teil des polnischen Mutterlandes (sic.).

Etwa die Hälfte des heutigen polnischen Staatsgebietes (322.575 km²) gehörte bis 1919/1920 noch zum Territorium des Deut-schen Reiches. Insgesamt handelt es sich um ein Territorium in der Größe von 145.200 km². Zum Vergleich: Die ehemalige DDR umfasste 108.875 km², das Gebiet der alten BRD (bis 1990) 248.207 km².

Legt man diesen Gebietszustand von 1919/1920 zugrunde, hat Deutschland mit der Inkraftsetzung des Versailler Diktats (1920) und der fünfundzwanzig Jahre später erfolgten Annexion Ostdeutschlands acht Großstädte (> 100.000 Einwohner) verloren (Stettin, Danzig, Königsberg, Breslau, Posen, Beuthen, Gleiwitz und Hindenburg).

1920 verblieben bei Deutschland noch die (damaligen) Großstädte Beuthen, Gleiwitz und Hindenburg in Oberschlesien sowie Stettin, Breslau und Königsberg i. O. (Danzig wurde dem deutschen Volkskörper entrissen und zur „Freien Stadt“ erklärt sowie der Aufsicht und Kontrolle des sog. Völkerbundes, fak-tisch aber polnischer Kontrolle unterstellt).[4]

Darüber hinaus fielen insgesamt 114 (ein-hundertundvierzehn!) Kreise und Kreisstädte 1945 unter polnische Verwaltung und fakti-scher Annexion.[5]

Beachtet werden muß in diesem Zusammen-hang, daß viele der heute als Großstädte auf polnischem Gebiet aufgelisteten ehemaligen deutschen Städte bis 1945 keinen Großstadt-status besaßen. 

Ostdeutschland hat sich in den acht Jahr-zehnten nach der Inbesitznahme durch Polen im Jahr 1945 dramatisch verändert.

Einige der ehemaligen Kreis- und Provinz-städte sind heute Großstädte (> 100.000 Einwohner). Das betrifft u. a. Köslin und Stolp in Pommern, Allenstein in Ostpreußen, Thorn in Westpreußen, Grünberg in Niederschlesien, Oppeln und Rybnik in Oberschlesien, Landsberg an der Warthe in Brandenburg.

Heutige Bevölkerungszahlen im Vergleich mit der Einwohnerzahl in deutscher Zeit zeigen das Ausmaß der Veränderungen auf.

Nachstehend eine Liste der Einwohnerzahlen ausgewählter Städte (Einwohnerzahlen in deutscher Zeit und heute), die in exemplari-scher Weise die Veränderung der Einwohner-zahlen aufzeigt (vergleiche auch die untenstehende Liste der deutschen Städte im heutigen polnischen Staat).

Diese Auflistung stellt lediglich eine unvoll-ständige Auswahl dar. Berücksichtigt werden muß im gegebenen Zusammenhang, daß nahezu alle früheren deutschen Städte in den ersten zwanzig Jahren nach der Annexion des Jahres 1945 in der Regel eine weitaus gerin-gere Bevölkerungszahl aufwiesen als in deutscher Zeit. Herausragendes Beispiel ist Breslau. Siehe dazu die nächst folgende Aufstellung:

Allenstein     45.000/170.000

Dirschau       16.000/60.000

Elbing            83.000/118.000

Gleiwitz        115.000 /175.000

Glogau           30.000/66.000

Graudenz     40.000/95.000

Grünberg     26.000/141.000

Hirschberg  32.700/78.000

Kolberg         33.600/46.200

Köslin            32.000/106.000

Landsberg a. d. Warthe 46.000/ 123.000

Liegnitz        78.000/100.000

Lyck              16.000/62.000

Myslowitz   18.000/75.000

Oppeln         50.000/127.000

Preuß. Stargard 10.400/48.000

Ruda O. S.  10.000/136.000

Rybnik        11.000/137.000

Schneidemühl  46.000/72.000

Sohrau        5.000/62.000   (das ist Sohrau in Oberschlesien, nicht Sorau in Niederschlesien!)

Stargard      37.800/67.000   (Stargard i. Pommern, nicht zu verwechseln mit Preußisch Stargard in Westpreußen)

Stettin[6]    263.000/400.000

Stolp             48.000/90.000

Tarnowitz   13.600/62.000

Thorn           55.000/200.000

Waldenburg  64.000/110.000

Andererseits ist festzustellen, daß einige der ehemaligen deutschen Städte infolge der Vertreibung der Deutschen und der sich noch bis 1946 hinziehenden Aussiedlungsmaß-nahmen einen erheblichen, zum Teil, oft aufgrund der nahezu vollständigen Zerstö-rung (Küstrin, Glogau), sogar dramatischen  Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen hatten, der bis 1965/1970 mangels Zuzüg-lern bzw. Neusiedlern nicht überall ausge-glichen werden konnte. Das soll die nach-stehende allerdings ebenfalls unvollständige Auflistung verdeutlichen[7]:

Breslau, 621.000 (1939), 171.000 (1946), 400.000 (1956), 431.800 (1960), 475.000 (1965),

526.000 (1970), 579.900 (1975), 617.700 (1980), 650.000 (1999)

Frankfurt/Oder, Dammvorstadt (jetzt Słubice), 16.000 Einw.(1939), 5.000 Einw.(1964),

16.800 Einw. (2017)

Glogau (jetzt Głogów), 30.000 Einw. (1937), 33.500 Einw.(1939), 6.000 Einw. (1955),

66.000 Einw. (2020)

Kolberg (jetzt Kołobrzeg), 36.600 Einw. (1939), 5.300 Einw. (1948), <10.000 (1954),46.800 (2014)

Küstrin (jetzt Kostrzyn nad Odrą), 21.500 Einw. (1939), 2.000 Einw. (1955), 17.700 Einw. (2020)

Landsberg/Warthe (jetzt Gorzów Wielkopolski), 48.000 E.(1939), 42.900 E. (1954), 122000 (2016)

Liegnitz (jetzt Legnica), 78.500 Einw. (1939) 83.700 Einw. (1944), 49.900 (1954),  99.400 Einw. (2016), 106.000 (2005), 123.000 Einw. (2020)

Liegnitz (jetzt Legnica), 78.500 Einw. (1937), 83.700 Einw. (1939), 49.900 Einw. (1954), 106.000 Einw. (2005), 98.500 Einw. (2020), Niederschlesien

Ratibor (jetzt Racibórz), 38.500 Einw. (1910), davon 23.000 Deutsche, 50.000 Einw. (1939), 29.100 (1954), 55.000 Einw. (2020)

Schneidemühl (jetzt Piła), 45.800 (1939), 60.000 (1944), 25.600 (1954), 72.500 Einw.(2020)

Schwerin a. d. Warthe (jetzt Skwierzyna), 8.900 Einw. (1939), 600 Einw. (1955), 9.500 (2020)

Sprottau (jetzt Szprotawa), 12.600 Einw. (1939), 5.5500 Einw. (1948), 12.000 Einw. (2017)

Stargard i. Pommern (jetzt Stargard Szczeciński), 39.800 (1939), 23.500 (1954),  67.600 Einw.(2020)

Stettin (jetzt Szczecin), 268.500 Einw. (1937), 271.600 Einw. (1939), 383.000[8] (1.10.1939), 100.000 Einw. (1946) (davon noch 17.000 Dt.), 213.600 (1954), 380.000 Einw. (1960), 400.000 Einw. (2020)

Stolp (jetzt Słupsk),  48.000 Einw. (1939), 50.400 Einw. (1944), 42.300 Einw. (1954), 89.800 Einw. (2020)

Striegau (jetzt Strzegom),  15.100 Einw. (1939), 15.900 (1944), < 10.000 Einw. (1954), 16.100 Einw. (2019)

Swinemünde (jetzt Świnoujście), 26.600 Einw.(1939), 30.200 Einw. (1944), 5.800 Einw.(1947), 10.600 Einw. (1954), 17.000 Einw. (1960), 47.000 Einw.(1980), 41.400 Einw. (2013)

Züllichau (jetzt Sulechów), 9.900 Einw. (1939), 6.000 Einw. (1955), 17.000 Einw. (2016)

Dennoch versuchte der polnische Staat im Sommer 1946, die Demarkationslinie auf Kosten der SBZ[9] in Richtung Westen zu verschieben (vergl. hierzu den Exkurs „Zur Oder-Neiße-Linie“ im Anhang).

Fortsetzung folgt

_______________

Anmerkungen

[1]   Lit.:  Wolfgang Wagner: Die Entstehung der Oder-Neisse-Linie in den diplomatischen Verhandlungen des Zweiten Weltkrieges. 3., durchges. u. erw. Aufl. – Marburg/Lahn: J.-G.-Herder-Inst., 1968.

[2]   Friedensvertrag von Versailles (auch Versailler Zwangsvertrag, Diktatfrieden von Versailles) v. 28. Juni 1919, in Kraft getreten am 10. Januar 1920. Dem voraus gegangen war die Festlegung einer Demarkationslinie zwischen künftigem polnischem nd reichsdeutschen Gebiet.

Der sog. Polnische Nationalaufstand in Posen und Westpreußen währte bis zum 16. Februar 1919, als durch alliierten Druck ein Waffenstillstand durchgesetzt und eine Demarkationslinie quer durch die Provinzen festgelegt wurde, bevor das Deutsche Reich sich verpflichtete, auf alle Feindseligkeiten an der Grenze zu Polen zu verzichten.

Der Großpolnische Aufstand endete damit offiziell. Die Armee der Aufständischen fand indirekt Anerkennung als alliierte Streitmacht. Faktisch bewirkte der alliierte Druck einen Abbruch der Kämpfe, und eine militärische Demarkationslinie wurde festgelegt. Vereinzelt fanden in den Wochen danach noch einige lokale Gefechte statt.

Es kam in weiten Teilen der Provinz Posen aber immer wieder zu Schießereien und Scharmützeln. Dieser Zustand dauerte an, bis im Januar 1920 reguläres polnisches Militär unter General Haller das Gebiet übernahm. Dies war im Versailler Zwangsvertrag festgelegt worden.

[3]  (1)  Korridorgebiet (ab 1922 Woiwodschaft Pommerellen (16.386 km²), ca. 62 % des Gebietes der ehem. Prov. Westpreußen. Die Bevölkerung des Korridors war überwiegend slawisch, jedoch gab es auch mehrheitlich deutschsprachige Gebiete, beispielsweise die Städte Thorn und Graudenz.

(2)  „Freistaat“ Freie Stadt Danzig (von Deutschland abgetrennt), 1.893 km² (unter Kontrolle des sog. Völkerbunds).

(3)  Regierungsbezirk Westpreußen, 2.926 km², als (neuer) 4. Regierungsbezirk an Ostpreußen angegliedert.

(4)  Grenzmark Posen-Westpreußen (Provinzhauptstadt Schneidemühl), 7.715 km² (davon 4.350 km² ehem. westpreußisches Territorium)

[4]  Danzig stand unter Kontrolle des sog. Völkerbundes. Die Kontrollaufsicht wurde durch die Stationierung britischer und französischer Truppen gewährleistet.

[5]  Pommern: 24 Kreise, Ostpreußen (polnisch verwalteter Teil; ehem. Regierungsbezirk Westpreußen, Ermland u. Masuren): 24 Kreise, Ostbrandenburg: 11 Kreise (die brandenburgischen Kreise Arnswalde u. Friedeburg wurden 1938 an die Provinz Pommern angegliedert; die bis 1938 zur Grenzmark Posen-Westpreußen gehörenden Kreise Schwerin a. d. Warthe und Meseritz fielen 1938 an die Provinz Brandenburg), Ober- und Niederschlesien:  48 Kreise.

[6]Infolge Eingemeindungen war die Bevölkerungszahl Stettins zum 1.10.1939 auf 383.000 Einw. angewachsen.

[7]Qu.:  Ostdeutsche Städte. In: Gotthold Rhode: Die Ostgebiete des Deutschen Reiches. 4. Aufl. Würzburg: Holzner, 1957. S. 302-324.

[8]Bevölkerungszahl 1.10.1939 nach umfangreichen Eingemeindungen.

[9]SBZ = Sowjetische Besatzungszone.

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Waffenstudent
Waffenstudent
1 Monat zuvor

Die Katholische Kirche war und ist von Anfang an weltweit antideutsch, vor allem in Deutschland!

Bei der polnischen, wie auch der tschechischen Sprache handelt es sich um eine von der katholischen Kirche künstlich herbei geführten Änderung des regionalen deutschen Sprachgebrauches. (Warschau = Warenschau)

Um 1939 verteilten die polnischen Pfarreien Rundschreiben, auf denen stand, daß jeder Pole mit einem eigenen Bauernhof bedacht wird, nachdem der letzte Deutsche aus Polen vertrieben wurde.

Alle polnischen Städte wurden nach “Deutschem Stadtrecht” gegründet.

Die von Polen vereinnahmten Deutschen bedienten sich der Lateinischen und der Deutschen Sprache. Eine historische Kultur in polnischer Sprache gibt es nicht!

Der von Antideutschland vereinnahmte Pater “Maximilian Kolbe”, ein bewundernswerter Deutscher schrieb seiner Mutter alle Briefe in Deutsch. Trotzdem wird er gerade von der katholischen Kirche nachträglich polonisiert.

Waffenstudent
Waffenstudent
1 Monat zuvor

Die Steine und Schienen sprechen Deutsch

Wenn man lange zu Fuß den Eisenbahnlinien im fernen Ostpreußen folgt, stellt man irgendwann fest, daß dort auf den Schienen der Name ihres Herstellers eingeprägt wurde: Krupp steht dort deutlich zu lesen. Auch auf den Kanaldeckeln in Schlesien findet man durchweg die Namen deutscher Hersteller: Krupp, Borsig, Hösch, Mannesmann, Siemens, AEG und viele andere sind die Bezeichnungen der in Metall gegossenen Namen von Produkten, denen man im östlichen Oderland auch zukünftig noch lange begegnen wird. Auch die Steine der Region sprechen mehrheitlich deutsch. Das heißt aber noch lange nicht, daß an dem hervorstechenden ostdeutschen Kulturwerk nur fleißige deutsche Hände gewirkt haben. Nein, das kann man wirklich nicht sagen, denn ebenso viele fleißige polnische Hände packten in Essen bei Krupp und Berlin bei Borsig tüchtig mit an, um die Eisenbahnschienen und Kanaldeckel zu produzieren, denen man heute im polnisch verwalteten Ostdeutschland begegnet. Wie fruchtbar und befruchtend hätten die Kornkammern und Kartoffeläcker an der Ostsee zusammen mit den Schloten und Maschinenfabriken in Schlesien ohne den blutigen dreißigjährigen Krieg 1914/45 für alle Bewohner dort sein können. Gut, irgend einer finsteren Macht war diese, sich 1912 abzeichnende wirtschaftliche Entwicklung hin zu menschlichem Wohlstand östlich der Oder ein schmerzender Dorn im Auge. Diese geheime satanische Macht verführte in London die Intrigeninsel zur Eröffnung des langen Krieges, der keine Sieger hervorbrachte, wenn man die politischen Machtverhältnisse von 1914 und 2009 mit einander vergleicht. Insofern sollte man sich nicht so sehr mit den eitlen und gefallsüchtigen Staaten beschäftigen, sondern mit den darin lebenden Menschen und ihren verworrenen vielfältigen Schicksalen. Lasset also verbaute Steine und Eisen zu Wort kommen und ihre Wahrheit in ihrer eigenen historischen Sprache verkünden, die weder deutsch noch polnisch oder kaschubisch ist. Wie lächerlich war der Affenzirkus, den man in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts in Warschau veranstaltete, als die junge Republik Österreich beabsichtigte, in Warschau einen Diplomatenkindergarten zu einzurichten, in dem man plante mit den Kindern Deutsch zu sprechen. Damals war das ein ganz wichtiges Thema für die Wichtigtuer an der Weichsel und am Rhein. Aber vierzig Jahre, das heißt zwei Generationen später interessiert sich kein Mensch zwischen Aachen und Brest mehr über derartiges Nebensächliche. Wer ist eigentlich Pole und wer ist Deutscher? In Danzig sehe ich heute viel mehr Deutsche als in Hamburg, sofern ich nicht auf die Sprache achte. (PS Dieser Beitrag von mir wurde auch auf Polskaweb veröffentlicht.)
 

Heinrich Seidelbast
Heinrich Seidelbast
1 Monat zuvor

Hier als musikalische Ergänzung zum Thema , gegen das Vergessen, ein Lied aus der guten alten Zeit:

https://www.youtube.com/watch?v=fYxLE5oDPT8

KWHugo
KWHugo
1 Monat zuvor

Daß die Großstädte wachsen, ist dem allgemeinen gesteuerten Trend geschuldet. Ich sah mal Reportagen über Vietnam. Man schafft Konzerne und wirbt Arbeitskräfte an. Das schafft konstanten Lohn, anders als in der Landwirtschaft, wo man aufs Wetter und Abnehmer angewiesen ist.

Der J* spricht immer die Faulheit, Bequemlichkeit, die Unmoral und den Glanz an. So entstanden in Vietnam, einem Agrarland, Städte. Man konzentriert, man kontrolliert und regelt, Helfer werden belohnt, Kritiker bestraft. Schlimm sind für solche Kräfte eigenständige Organismen. Darum gibt es globale Blöcke, in denen Großstädte emporwachsen mit ekelhaften Hochhäusern, alle gleich.

Die Menschen hausen in kleinen Käfigen, wie in Hongkong, rennen zur Arbeit, wie in Japan und sind alle abhängig. Zur Zerstreuung bekommen sie Roboterhunde.

Aber die Polen begreifen ihre beschixxene Lage nicht wie auch die übrigen, sonst würden sie nicht auf besetztem, geliehenem Land hausen. Sie wurden 1939 benutzt und dann im Stich gelassen. Als Feind sehen sie die, die sich gegen ihre Angriffe gewehrt haben und nicht die, die sie zu diesen ermutigt haben. Das Übel sitzt in England.

Von den Polen sind 2 Millionen hier, genauso viele in England und Irland.

Die Zerstörung der Völker durch Aus- und Einwanderung und die Anonymität durch die Städtebildung sind das Krebsgeschwür dieser Zeit. Aufklären könnten die Medien, aber sie sind die Organisatoren der Unordnung.

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