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Rom und die Faschisten

Der katholischen Kirche ging es stets um Macht

Nach Beginn des bis heute andauernden Vernich-tungskrieges gegen Deutschland 1914, zu dem die anderen Europäer als Feindmächte mißbraucht wur-den und nun selbst die Angegriffenen sind, entwickelte sich der menschenverachtende, mör-derische Bolschewismus.

Mit Entsetzen sah man, was sich in Rußland an Greueln abspielte, wer das Deutsche Heer aus dem Hinterhalt zu Fall gebracht hatte und die Gleich-macherei einführen wollte: Menschen mosaisch-„sozialischer“ Prägung.

Die aus dem Hintergrund steuernden Ideologen des Alten und Neuen Testamentes der Bibel wollten – wie „es geschrieben stehet“ – die Weltherrschaft der von ihrem „Gott“ „Auserwählten“ und die Vernichtung freier Völker.

 

Käthe Kollwitz “Sturm” (Bild: WELT)

Diese Mächte nutzten den berechtigten Wunsch der wirtschaftlich Benachteiligten nach Teilhabe am Wirtschaftsleben bzw. nach gerechtem Anteil an dem mit ihrer Kraft Erwirtschafteten und so aus Armut und Elend als Folge der industriellen Entwicklung zu entkommen, die den Herren der Fließbänder alle (Geld-)Macht zukommen, ganze Handwerkszweige in die Armut geraten ließ und die Benachteiligten von der eigenen Scholle vertrieb.

So sagten die Besitzlosen, als „vaterlandslose Gesel-len“ Beschimpften verbittert:

Was soll mir ein Vaterland, in dem mein Vater kein Land hat!

Malwida von Meysenbug (Bild: Projekt Gutenberg)

Die industrielle Revolu-tion wirkte umstürzend und spaltend, weil fal-sche Antworten gegeben wurden.

Richtige, weil versöh-nende und das Volk einende wie z.B. die Ausführungen Malvida von Meysenbugs oder August Winnigs kamen nicht bzw. zu spät zum Zuge.

 

 

Die Bewegung der Sozia-listen ließ sich – angetrieben von den völkerfeindlichen Weltmachtgierigen – in eine sich schnell verstärkende feindliche Haltung gegenü-ber den Besitzenden, dem Bürgertum, und zugleich zur seelischen Abspaltung vom eigenen Volk und Vaterland treiben.

Der zum Internationalismus anspornende Ruf Karl Marx‘ zündete:

Proletarier aller Länder, vereinigt euch.

So entstand aufgrund des Selbsterhaltungswillens der Volksseele, die in gottlebendigen Menschen wach war, die Gegenbewegung: der Nationalismus bzw. „Faschismus“ in Europa.

Beiden fehlte jedoch die Einsicht in den göttlichen Sinn der Völker, wie ihn Mathilde Ludendorff erkannt und beschrieben hat.

Diese Einsicht bedeutete die Abkehr vom einseitigen Blick des „Nationalisten“ oder gar „Chauvinisten“ allein auf das eigene Volk und das Handeln für dessen Machtentfaltung – auch auf Kosten anderer Völker -, und bedeutete zugleich, andere Völker zu achten und möglichst zu schonen.

Für einen völkischen Menschen kam daher einzig und allein ein Verteidigungskrieg in Frage, wenn sein Volk angegriffen wurde.

Statt die Arbeitermassen durch geeignete Maß-nahmen zurückzuführen in die Geborgenheit und Gemeinschaft des eigenen Volkes, verschärfte sich die Spaltung der Völker nun auch durch die nationalistisch-faschistische Bewegung – zur Freude der völkerverneinenden Bibelmächte. Sie kamen – und kommen immer noch – auf ihrem Weg zum Ziel schneller voran, wenn die Menschen sich gegenseitig die Köpfe einschlagen.

Die Weltmacht „Rom“ sah im Judentum, obwohl deren Geisteskind, seit Jahrhunderten den Konkur-renten im Streben nach Alleinherrschaft über die Menschheit. Teilweise überflügelte sie das Judentum:

  • sie hatte durch systematische Seelenbeeinflus-sung „induziertes Irresein“ und Gefolgschaft bei ihren Gläubigen erreicht,

  • besaß weite Teile des Volksbodens in den Ländern ihrer Macht und

  • war eine der größten Geldmächte.

So nutzte Rom jetzt die Gelegenheit der ideologi-schen Spaltung der Völker. Stand hinter den Bol-schewisten das Judentum, so stellte sich jetzt Rom hinter die Faschisten, um sie als Kampfscharen gegen den Konkurrenten zu benutzen.

Das große Völkermorden konnte weitergehen und nahm Fahrt auf.

Mussolini – der „Duce“ von Italien

machte in den 1920er Jahren eine erstaunliche Ver-wandlung durch:

Mit den Beschimpfungen der Pfaffen schmük-ke ich mich wie mit einem duftenden Blu-menkranz*,

hatte er noch 1920 stolz verkündet. Und:

Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus ist die Religion ein Unsinn; in der Praxis ist sie unsittlich und die Menschen, denen sie anhaftet, sind krank (a.a.O., S. 23).

Er hatte erkannt:

… daß Religion ein Kunstgriff der Könige und Unterdrücker (sei), um die Untertanen und Sklaven im Zaum zu halten.

Damit hatte er nicht Unrecht. Aber schon ein Jahr später tönte er:

Unglaublich, daß die liberalen Regierungen nicht begriffen, daß die Universalität des Papsttums, des Erben der Universalität des römischen Reiches, den größten Ruhm der Geschichte und der Tradition Italiens dar-stellt (a.a.O., S. 23).

Der Duce dachte nationalistisch. Und so gab er 1921 seinen

Marxismus zugunsten einer antisozialisti-schen und antiliberalen Haltung

auf, forderte

nicht mehr in flammenden Reden die Kriegs-dienstverweigerung … und rief nicht mehr die Arbeiterfrauen auf, sich vor die Transport-züge zu werfen.

 

Pius XI. (einst Kardinal Ratti) und Benito Mussolini (Bild: ORF Religion)

So konnte Kardinal Achille Ratti schon ein Jahr vor seiner Wahl zum Papst Pius XI. sagen:

Mussolini macht schnelle Fortschritte und wird mit elementarer Kraft alles nieder-ringen, was ihm in den Weg kommt. Mussolini ist ein wundervoller Mann. Hören Sie mich? Ein wundervoller Mann! Er ist ein Neubekehrter.

Er kommt von der äußersten Linken und hat den antreibenden Eifer des Novizen … Die Zukunft gehört ihm (a.a.O., S. 24).

Mussolini, der neue Vatikan-Freund, begann nun auch sogleich mit „elementarer Kraft alles nieder-zuringen, was ihm in den Weg“ kam und für die Macht seines neuen Kumpans Vatikan zu verfügen:

  • er hob die Presse- und Versammlungsfreiheit auf,

  • ließ die Kruzifixe in die Schulräume zurück-bringen,

  • führte den Religionsunterricht wieder ein,

  • ließ die Prozessionen beschützen,

  • gab beschlagnahmte Kirchen und Klöster wie-der frei.

Sie paßten gut zusammen, die Nationalisten und die Rompriester:

  • beide regierten autoritär,

  • beide bekämpften Kommunisten, Sozialisten und Liberale

und – wie Deschner schreibt –

der Große Rat des Faschis-mus war überdies eine of-fensichtliche Nachahmung des sogenannten Heiligen Kollegiums, und die Nach-folge des Duce ebenso ge-regelt wie die des Papstes.

Nun entstand – wie der frü-here Ministerpräsident Itali-ens Francesco Nitti sagte –

ein aus Klerikalismus und Militarismus zu-sammengesetztes Produkt.

Der Leiter der weit verbreiteten Tageszeitung „La Stampa“ Curzio Malaparte unter Mussolini schrieb über Nitti,

der strenge, gradlinige, anständige Nitti habe mit seinen bescheidenen Lebensgewohnhei-ten den protestantischen Moralismus reprä-sentiert,

doch jetzt bedürfe Italien, um „groß zu werden, des katholischen Immoralismus“.**

Die höchsten Repräsentanten der katholischen Hierarchie – so Deschner (a.a.O., S. 27) –

vor allem die in die Politik des neuen Papstes eingeweihten, (agitierten) ganz offen für Mussolini, ja, der Erzbischof von Florenz, Kardinal Mistrangelo, überschüttete ihn zehn Tage später in einer öffentlichen Rede mit Dank, umarmte ihn und küßte ihn auf beide Wangen.

Zwar war

die faschistische „Revolution“ in Italien eine der unblutigsten Revolutionen überhaupt, geschah doch alles im Einverständnis mit den bisherigen Mächten, der Monarchie und besonders der Kirche, und der widerstre-bende Rest – wurde angeblich rasch mit Rizinus bekehrt.

Doch:

Immerhin starben auch einige Tausende durch den faschistischen Terror. Man erschoß kommunistische und sozialistische Arbeiter im Morgengrauen vor den Städten. Man holte höhergestellte Gegner, auch frühere Freunde Mussolinis, nachts aus den Betten und schlachtete sie vor den Augen ihrer Frauen und Kinder ab.

Ungezählte wurden eingekerkert …

Als auch der Strafrechtslehrer und Sozialistenführer Giacomo Matteotti,

der erbittertste Gegner Mussolinis, von Fa-schisten verschleppt und auf ungeheuerliche Weise ermordet war –

als Sohn einer reichen Großgrundbesitzerfamilie hatte er den armen Bauern seiner Provinz geholfen und dabei sein gesamtes Vermögen geopfert – da war

die Entrüstung in Italien außerordentlich … Man forderte seine (Mussolinis) Absetzung vom König.  Doch Pius XI. stellte sich wie-derum auf Seite des Duce und befahl den Austritt aller Priester aus der katholischen Partei, was ihrer Auflösung gleichkam.

Eines der wichtigsten Hindernisse auf dem Weg zur faschistischen Diktatur,

die Abschaffung der Parteien,

hatte damit der Papst so gut wie beseitigt, der am 20. Dezember 1926 der Welt ver-kündete:

„Mussolini wurde uns von der Vorsehung gesandt.“

Wie in Deutschland von Papen im Namen der NSDAP schlossen auch

die Faschisten mit der Kurie ein Konkordat, worin sie … ungewöhnliche Konzessionen machten:

  • Der Katholizismus wurde Staatsreligion,

  • die kirchliche Ehe der bürgerlichen ebenbürtig,

  • die Scheidung unmöglich,

  • der Religionsunterricht als „Fundament und Krönung des öffentlichen Unter-richts“ an allen Volks- und Mittel-schulen obligatorisch.

  • Antikirchliche Bücher, Zeitungen und Filme wurden verboten,

  • Kritik und Beleidigung des Katholizis-mus unter Strafe gestellt.

Das Konkordat Roms mit dem faschistischen Italien (1929) löschte, wie Francesco Nitti schrieb,

zwei Jahrhunderte innerstaatlicher Entwick-lung aus und

schaffte die geistige Unabhängigkeit des Landes ab.

Der Papst triumphierte, pries den Duce und befahl dem Klerus

zum Abschluß der täglichen Messe ein Gebet für den König und den Duce („Pro Rege et Duce“).

 

Empfang des Duce im Vatikan (Bild: InfoVaticana)

Am 17. Februar fanden in allen größeren Städten Italiens besonders feierliche Gottes-dienste im Beisein prominenter Prälaten, hoher Parteiführer und Militärs statt. Fa-schistische und kirchliche Fahnen wehten nebeneinander.

Pius XI. empfing am 9. März das bei ihm beglaubigte diplomatische Corps und erklärte sich „äußerst glücklich“. Es sei die ange-nehmste und erfreulichste Audienz, die er jemals erteilt habe.

Und die Kardinäle schrieben ihm am selben Tag in einer Botschaft,

Mussolini regiere „im Auftrag der göttlichen Vorsehung“.

Da durfte auch der Kölner Katholik Konrad Adenauer nicht fehlen (Deschner, a.a.O., S. 33):

Der verdienstvolle Förderer der NSDAP sandte dem Duce ein bewegtes Glückwunschtele-gramm.

Und Kardinal Faulhaber begrüßte „mit Posaunen der Freude“ den Pakt:

Nun ist das Gebet der Kirche erhört. Die Stunde der Erlösung ist gekommen … Und wir sagen mit Petrus:

Der Herr hat es vollbracht …

Es ist nicht Menschenwerk, es ist eine Gottestat.

Fortsetzung folgt

_________________

Anmerkungen

*) Karlheinz Deschner, Stuttgart 1965, Mit Gott und den Faschisten, S. 22

**) a.a.O., S. 25

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Ehrhard Hartmann
7 Monate zuvor

Die italienischen Faschisten waren weit vor dem Dritten Reich in Italien weit verbreitet.

Mit seiner Geliebten wurde er aber 1945 bestialisch ermordet, und trotzdem wunderte ich mich bei einem Südtirol-Besuch, wie viele Denkmäler noch an ihn erinnern.

KW
KW
7 Monate zuvor

Alles, was international daherkommt, widerspricht dem Völkerrecht, d.h., dem Selbstbestimmungsrecht der Völker. Gerade uns Deutschen wird dieses Recht vorenthalten, in wieviel Nationen wurden wir “verteilt”?

markwart Cochius
7 Monate zuvor

Italien, ein Vielvölkerschicksal.

Hermann Gauch schreibt folgendes zu dieser Art Volks-/Völkergemisch (mir ist klar, daß solcherlei Zitate heutzutage als “rassistisch” ausgelegt werden können):

“Dem gemütstumpfen Minderwertigen macht der Gefängnisaufenthalt wenig aus und ändert doch nichts an seiner rassenseelischen Veranlagung, wohl aber bringt Zwangsarbeit einigermaßen Verständnis und Erinnerung an strafbare Handlungen …, den nordischen Menschen aber treffen vorübergehende Ausschließungen schwer, die ihn … sogar körperlich und geistig schädigen …

Dem nordischen Menschen mit seiner hohen Urteilsfähigkeit, seiner gewissenhaften Charakterstärke und seinem eingeborenen Rechtsgefühl …”

Um den Sinn dieses Zitates noch deutlicher zu machen, sage ich: Eine seelische Richtkraft haben natürlich alle reinblütigen Völker, aber auf ihre arteigene Weise. Diese Richtkraft wird gestört durch die Verbindung von Menschen aus unterschiedlichen Völkern.

Und hier liegt m.E. das Problem des italienischen Volkes: Allein die Tatsache, daß die römischen Legionäre, zusammengwürfelt aus aller Herren Länder, sich in Italien nieder gelassen haben, weist auf die Unterschiedlichkeit der italienischen Menschen hin.
Eine geschickte Führung wie es Mussulini war, erreicht fast alles mit solchen Menschen, die keine gerade, starke Richtkraft besitzen.

Das will man ja auch bei uns durch die Migration erreichen.

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