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Tamim bin Hamad Al Thani (Wikipedia)

Tamim bin Hamad Al Thani

ist seit 2013 als Emir von Katar das Staatsoberhaupt des Emirats Katar.

Peinlich

– doch für wen eigentlich?

Für den Präsidenten eines Staates, der seinen Namen „Staat“ verdient und seine Würde wahrt, wäre das auf alle Fälle peinlich. Diese Klatsche eines ausländischen Staatsoberhauptes hätte Folgen.

Aber was soll für uns Deutsche an dem Ereignis peinlich sein, denen seit 1945 von unseren US-„Befreiern“  ein Friedensvertrag verweigert wird, wir somit staatenlos deren Knechte sind und daher Steinmeier nur ein Feigenblatt zur Staatssimulation darstellt, ein von der Mehrheit des Volkes verachtetes Feigenblatt?

Was haben wir Deutsche mit dem Mann zu tun, außer daß wir ihm seine Gehälter bezahlen?

Ja, im Gegenteil, da kommt bei vielen Deutschen heimliche Freude auf, daß der Scheich von Katar die Stirn hat, ihm seine (und stellvertretend auch unsere!) Verachtung zu zeigen. Da reizt es

Reinhard Heuschneider

natürlich, eine Glosse zu schreiben in Form eines Offenen Briefes (10. 12. 2023):

Frank-Walter Steinmeier
Bundespräsidialamt
Spreeweg 1
10557 Berlin

Grüß Gott, Herr Steinmeier!

Am 29. 11. 2023 flogen Sie in das Emirat Katar, um dort als Vermittler über die Freilassung der Hamas-Geiseln mit dem Staatsoberhaupt von Katar, Al Thani, zu reden. Bekanntlich ließ Sie der Emir über eine halbe Stunde auf dem Flughafen warten.

Einst war das Verhältnis zwischen arabischen Staatsmännern und den Staatsmännern unseres Deutschen Reiches von größtem Respekt und höchster Achtung getragen, während die BRD-Funktionäre von den arabischen Führern wie Eunuchen behandelt und von der übrigen Welt nur noch wie Hanswursten verlacht werden.

Daß aber der Emir von Katar seine Verachtung Ihnen gegenüber dermaßen offen zeigte, das überraschte mich doch ein wenig. Zumindest Ihr maßgeschneiderter Anzug und der ausgerollte rote Teppich hätten ihn überzeugen müssen, daß Sie kein gewöhnlicher abgesandter Diener der Knesset sind.

Wir alle haben ja noch in guter Erinnerung, wie Annalena Baerbock, diese schon zu ihren Lebzeiten zur Legende gewordene Außenministerin, während ihres Besuches in China von den Gastgebern behandelt wurde, wo man ihr ohne Handschlag, quasi wie einem sich ungehörig betragenden dummen Schulmädchen, die Türe wies; oder als sie nach ihrer Ankunft in Indien, ähnlich wie Sie in Katar, vergebliche Ausschau nach dem erwarteten Empfangskomitee hielt und selbst ihr in eine enge Hose gezwängte Hintern nicht helfen konnte.

Nun ja, Hand aufs Herz und im Vertrauen: die Annalena ist nun mal keine Nofretete, aber Sie, Herr Steinmeier, sind gewiß nicht weniger vertrauenserweckend als Ihre israelischen Freunde!

Und Ihre pausenlosen philosemitischen Übungen und Ihr „Staatsräson“-Einsatz – brav praktiziert, lange bevor er von Merkel für jedermann in Gußform verordnet wurde – prädestinierte Sie geradezu zum idealen Vermittler für die Freilassung der Hamas-Geiseln.

(Von den Tausenden von palästinensischen Terroristen, die in israelischen Gefängnissen schmachten, wollen wir gar nicht reden! Warum müssen sie auch mit terroristisch geballten Fäusten und Steinwürfen sich gegen die israelischen Landräuber und Herrenmenschen wehren?!)

Daher kann ich Ihren Unmut sehr wohl verstehen, als Sie wartend dort oben an der Flugzeugtür standen und, nach Ihrem Gesicht zu schließen, ihre Laune

„etwa so weit unten war, wie die Mundwinkel hängen“,

wie die Bild vom 29. 11. 2023 respektlos schrieb.

Weil aber alles im Leben seine Ursache hat, sollte man diese, sofern man lernwillig ist, zu ergründen versuchen. Und da könnte Wladimir Putin eventuell behilflich sein; der sagt bekanntlich:

Mit der Bundesregierung brauche man nicht mehr zu reden, denn da könne man direkt in Washington anrufen. Könnte es nicht sein, daß auch Al Thani der Meinung war, warum soll ich mit dem Steinmeier reden, da kann ich ja gleich in Tel Aviv anrufen?

Wahrscheinlich hat sich der Emir daran erinnert, daß Sie sich schon immer an israelische Befehle hielten; zum Beispiel an das im Jahre 2017 von Benjamin Netanjahu Ihnen erteilte und von Ihnen befolgte Sprechverbot mit der israelischen Opposition „Breaking the Silence“. Erinnern Sie sich?

Doch wie auch immer, ich meine, man sollte mit den Arabern und der ganzen nicht-westlichen Welt nicht allzu streng ins Gericht gehen, denn diese haben, wie man immer wieder sieht, mit der westlichen Demokratie (zu der ja auch Israel, die einzige von Samuel 1, Kapitel 15,3* geprägte Demokratie im Nahen Osten gehört) einfach nichts am Hut bzw. am Turban, sondern benehmen sich in der Regel geradeheraus, direkt und realistisch; die hohe Kunst der Heuchelei und Lüge, mit dem Dolchstoß im Rücken, haben sie noch nicht gelernt.

*) 2 So spricht der Herr der Heere: Ich habe beobachtet, was Amalek Israel angetan hat: Es hat sich ihm in den Weg gestellt, als Israel aus Ägypten heraufzog. 3 Darum zieh jetzt in den Kampf und schlag Amalek! Weihe alles, was ihm gehört, dem Untergang! Schone es nicht, sondern töte Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel!

Und schließlich können nicht alle so musterhafte Demokraten sein wie Netanjahu mit seinen Siedler-Terroristen, die mit dem Genozid an den Palästinensern ja nichts anderes als den idealen Frieden, also den Friedhofsfrieden, anstreben. Shalom!

 

Gaza 2023 (Tagesschau)

Da kann er auf tatkräftige Unterstützung aus Washington und Brüssel sowie auf den „Staatsräson“-Schulterschluß mit Berlin bauen.

Aber zurück zu Ihren persönlichen Differenzen mit Al Thani:

Vergessen Sie bitte nicht, er hat Ihnen später immerhin die Hand gegeben und ein gemeinsames Mahl zubereiten lassen. Eigentlich mehr, als man von einem undiplomatischen Menschen erwarten kann.

Und allzu lange hat er Sie auch nicht warten lassen, so daß Sie noch rechtzeitig zum Chanukka-Fest in Berlin kommen konnten. Daher sollten Sie nachsichtig mit ihm sein.

Mit der entsprechenden Empfehlung verbleibe ich

R. Heuschneider

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Heinrich Seidelbast
Heinrich Seidelbast
6 Monate zuvor

Steinmeier ist für mich der personifizierte Wurm, der keine Gelegenheit ausläßt, sich im historischen Staub zu wälzen. Die Hauptsache ist, wir Deutsche kommen dabei möglichst schlecht weg.

Solche Leute wie er sorgen dafür, daß wir von aller Welt verachtet werden!!!

KWHugo
KWHugo
6 Monate zuvor

die hohe Kunst der Heuchelei und Lüge, mit dem Dolchstoß im Rücken, haben sie noch nicht gelernt.

Die haben die Inselaffen seit ihrem Verräter Cromwell nahezu verinnerlicht und Jahrhunderte lang gegen die übrige Welt angewendet. Seit 100 Jahren benutzen sie zum Durchsetzen ihrer hinterlistigen Ziele ihre ehemalige Kolonie USA.

Annette
Annette
5 Monate zuvor

Mich widert es an, daß die LÜGE DIE brd IST EIN STAAT von den sauberen Medien nicht aufgedeckt wird. Aufgedeckt? Alle unter einer Decke…
Vasallen, mieses Vasallentum.
Deutsche Altparteienpolitiker sind ja so erhaben…

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