O, Brahms!
Donnerstag, 28. Februar 2008 von Adelinde |
Das 19. Jahrhundert in Europa, namentlich in Deutschland, war geprägt von Nationalismus, Heldenverehrung, Geniekult und Frauenfeindlichkeit. Das Brahms-Denkmal in Wien ist ein Abbild davon.
Diese Art von Geniekult hatte Brahms zwar nicht zu verantworten. Aber er brachte es doch tatsächlich – ganz Kind seiner Zeit – fertig, beim Tonkünstlerfest 1887 in Köln zu verlangen, daß die Frauen ausgeschlossen würden. Clara Schumann erwähnt diese Peinlichkeit in ihrem Tagebuch:
Da wurden denn alle Damen ausgeladen, dann auf Frau Kwasts ernste Anfrage erlaubte er sie wieder, und nun wurden die Damen alle wieder eingeladen (die Frauen der Künstler), es blieben aber doch einige begreiflicherweise fort.
Wenn’s nicht so traurig wäre, man könnte sich amüsieren.
„Lieben Sie Brahms?“ – Ich liebe seine Musik.