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Im Internet kann man in mehreren Filmen mitverfolgen, wie ein wahrer Staatsmann – im Gegensatz zu westlichen Polit-Marionetten – als freier Mann unverhohlen die Wahrheit sagt und damit die Völker über die Weltpolitik klar ins Bild setzt:

Syriens Präsident Baschar al-Assad (Bild: Wikipedia)

Baschar al-Assad, der vom Volk gewählte syrische Präsident

In einem Interview für russische Medien in Damaskus – veröffentlicht am 28.03.2015 (Ausschnitt etwa 8 Min.) – erfährt man, was – entgegen der westlichen Lügen-Propaganda – im Krieg gegen Syrien wirklich Sache ist.

Zunächst erfahren wir, wie Assad den Zusammenhang der „Krisen“ in der Ukraine und in Syrien sieht. Wir erfahren,

warum „der Westen“ gegen Assad ebenso wie gegen Putin hetzt.

Ich komme immer wieder auf den Gedanken, daß es einen Zusammenhang gibt zwischen der Syrien-Krise, und dem, was in der Ukraine geschieht.

  • Erstens weil beide Länder eine wichtige Bedeutung für Rußland haben.
  • Zweitens weil das Ziel in beiden Fällen ist, Rußland zu schwächen und in diesen beiden Staaten eine Marionetten-Regierung zu installieren.

Die Bedeutung der russische Militärpräsenz an den Küsten Syriens

erklärt Assad mit weltpolitischer Weitsicht:

… diese russische Präsenz ist notwendig für die Aufrechterhaltung des (militärpolitischen) Gleichgewichts in der Region, das nach dem Zerfall der UdSSR vor mehr als 20 Jahren verloren ging.

Für Syrien gilt: Je mehr sich die russische Präsenz in der Region ausweitet, desto stabiler wird die Region, weil Rußland eine sehr wichtige Rolle bei der Stärkung der Stabilität in der ganzen Welt spielt.

In diesem Zusammenhang kann ich sagen, daß wir eine Ausweitung der russischen (Militär-)Präsenz im östlichen Mittelmeer begrüßen würden, das gilt insbesondere für syrische Küsten und Häfen.

Die imperialistische Mentalität „des Westens“

Auf die Frage: „Heute sagen viele westliche Staatschefs, man soll die Friedensverhandlungen in Syrien ohne Baschar Assad führen. Was meinen Sie: Ist es möglich, den Frieden in Syrien ohne Baschar Assad zu erreichen?“ antwortet Assad:

Nun diese Erklärungen von westlichen Politikern, die wir von Anbeginn der Syrien-Krise gehört haben, spiegeln die Mentalität des Westens insgesamt wider:

  • Die westliche Mentalität ist imperialistisch geprägt,

  • der Westen erkennt keine Partner.

  • Wenn dem Westen eine Regierung eines beliebigen Landes mißfällt, versucht er, die Regierung oder das Staatsoberhaupt des Landes auszutauschen bzw. zu beseitigen.

  • Und wenn der Westen dieser Logik folgt, achtet er auf die Interessen des Volkes des betreffenden Landes nicht, wenn der Staatspräsident eines Landes mißfällt, wird er vom Westen einfach ausgetauscht.

Aber wenn der Westen dieser Logik folgt, hat er falsche Vorstellungen von der Realität:

  • diese Logik stammt aus der Vergangenheit.
  • Heutzutage sind die Völker nicht mehr gewillt, von anderen regiert oder vom Ausland gesteuert zu werden.

Der Westen verfolgt dieselben Ziele, sowohl in der Ukraine als auch in Rußland. Putin gefällt dem Westen nicht, also dämonisieren sie ihn in den Medien, sie haben gegen Putin eine große Medienkampagne gestartet, genauso verfährt der Westen auch in anderen Ländern.

Syriens Präsident ist der Präsident des syrischen Volkes

Ein solches Verhältnis eines Staatsmannes zu seinem Volk ist im Westen abgeschafft. Im Westen haben wir Regierungen, die sich zwar vom Volk wählen lassen, dann aber zum Schaden ihrer Völker handeln und sich als US-Marionetten selbst demaskieren. Assad dagegen betont glaubhaft,

… daß über unser eigenes Schicksal nur das syrische Volk entscheiden wird, niemand sonst.

Und all die Erklärungen, die über Syrien von westlichen Staaten oder ihren Verbündeten in der Region geäußert wurden – interessieren uns nicht.

Uns ist es egal, wenn der Westen sagt, dieser oder jener Staatspräsident soll gestürzt werden, uns ist es egal, wenn der Westen sagt, dieser Präsident sei legitim und jener aber nicht legitim.

  • Die Legitimität eines Staatspräsidenten bestimmt das Volk dieses Staates,
  • die Standhaftigkeit des syrischen Staates ergibt sich gerade aus der Unterstützung des syrischen Volkes, die die syrische Regierung genießt.

Aus dem Grunde sollten wir nicht auf die Europäer hören, sie tätigen täglich irgendwelche Erklärungen, die einander widersprechen.

„Der Westen“ will, daß wir zu einer Marionette werden. Ich glaube nicht, daß der Westen eine politische Lösung für den Konflikt anzubieten hat.

„Der Westen“ will keine politische Lösung.

Wenn ich sage, „der Westen“, dann meine ich damit vor allem die USA, Großbritannien und Frankreich.

Für diese Staaten gilt in Bezug auf Syrien: die Staatsmacht soll gestürzt und das Land zu einer Marionette gemacht werden, wie es in der Ukraine geschehen ist.

Für diese Staaten (US, GB, FR) ist das, was in der Ukraine jetzt passiert, „politische Lösung“.  Wenn aber der ehemalige Präsident der Ukraine im Amt bliebe, dann hätte man behauptet, er sei ein böser Mensch, ein Diktator und „der Mörder des eigenen Volkes“.

Der Westen sagt ja immer das gleiche. Also daher hat der Westen keine politische Lösung für Syrien.

Es gibt nur den Wunsch für Krieg und Staatsstreiche in den Ländern der Welt.

Auf die Frage: „Was muß Syrien tun, damit der Westen aufhört, Waffen an die Rebellen zu liefern?“ erklärt Assad:

Auch hier würde ich wieder das Thema der Mentalität des Westens ansprechen:

In seinem Denken lebt der Westen noch immer in der Kolonialzeit.

  • Der Westen duldet keine gleichberechtigte Partnerschaft,

  • der Westen muß unbedingt unterwerfen.

  • Sogar innerhalb des Westens brauchen die USA keine Partner.

  • Die USA wollen die Europäer unterwürfig sehen.

  • Der Westen hat auch Rußland niemals als einen gleichberechtigten Partner empfunden, weil Rußland eine Großmacht ist.

Die russische Regierung hat sich stets positiv über eine Partnerschaft mit dem Westen geäußert. Als Antwort darauf ignoriert der Westen es als eine Großmacht und als wichtigen Partner in der internationalen Politik.

Und natürlich hat der Westen keinen Respekt vor so einem kleinen Staat wie Syrien.

Früher hat der Westen eine Menge von uns gefordert:

  • Man versuchte in einer Reihe von Fällen, Druck auf uns auszuüben, damit wir uns von unseren Ansprüchen auf unsere von Israel okkupierten Golanhöhen verabschieden.
  • Der Westen forderte von uns auch, daß wir mit der Unterstützung der Widerstandsbewegung in Palästina und Libanon (gegen Israel) aufhören.
  • Dann hat der Westen noch vor der Syrien-Krise Druck auf uns ausgeübt, daß wir unsere Beziehungen mit dem Iran beenden sollten.
  • Dann wollte der Westen von uns, daß wir Druck auf den Iran ausüben, damit der Iran sein Atomprogramm beenden und damit gegen seine eigenen Interessen handeln würde.

Wir haben dem Westen „nein“ gesagt.

Im Endeffekt führten die Forderungen des Westens dazu, daß Syrien sich dem Westen unterwerfen und sich in westliche Projekte in der Region eingliedern sollte.

Hätten wir „ja“ zu allen diesen Forderungen des Westens gesagt, wären wir heute in der westlichen Presse ein „guter, ausgeglichener, demokratischer Staat.“

Der Westen behauptet, Syrien wäre ein undemokratischer Staat.

Gleichzeitig unterhält der Westen sehr gute Beziehungen zu

Saudi Arabien, das überhaupt nichts mit Demokratie zu tun hat – weder Wahlen noch Frauenrechte haben sie dort.

Und davon wissen alle in der Welt.

Und darin liegt die Heuchelei des Westens.

Wenn Sie die Medien täglich aufmerksam verfolgen, oder zumindest wöchentlich, dann werden Sie sehen, daß die sog. Anti-ISIS-Koalition etwa 10 Luftschläge pro Tag in Syrien und Irak tätigt.

Dieser „Anti-ISIS-Koalition“ gehören etwa 60 reiche Länder an.

Gleichzeitig tätigt die kleine syrische Luftwaffe – im Vergleich zu diesen 60 Staaten – pro Tag 20-50 Luftschläge gegen ISIS.

Also es ist doch offensichtlich: Auch wenn man kein Militärexperte ist, kann man doch daran sehen, daß die „Anti-ISIS-Koalition“ nicht das Ziel verfolgt, ISIS wirklich bekämpfen zu wollen.

Möglicherweise wollen einige Länder von dieser „Anti-ISIS-Koalition“ keine Verbreitung von ISIS in Syrien und Irak,

aber gleichzeitig wollen sie ISIS auch nicht ganz besiegen.

Diese Länder wollen die terroristische Gruppierung ISIS dazu benutzen, andere Länder damit zu bedrohen und zu erpressen.

Wir können direkt sagen, daß eine echte, wirkliche Anti-ISIS-Operation von dieser „Anti-ISIS-Koalition“ bis heute noch nicht gestartet ist.

Die syrische Armee fügt an einem Tag der ISIS mehr Schaden auf dem Feld zu als diese „Anti-ISIS-Koalition“ in mehreren Wochen. Also, es ist nur aufgeblasen.

Und nicht nur in der militärischen Dimension macht die „Anti-ISIS-Koalition“ keinen Sinn, auch politisch. Denn eine Anti-Terror-Koalition kann nicht aus denselben Staaten bestehen, die die Terroristen unterstützen.

Also hier sind zwei Aspekte, der militärische und der politische. Man bekämpft ISIS an einem Ort, und der ISIS verbreitet sich in einem andern Ort.

Auf die Frage nach Zerstörungen militärischer Objekte der Syrer seitens der „Anti-ISIS-Koalition“ sagt Assad, womit er die verbrecherische, völkerverachtende Politik „des Westens“ kennzeichnet:

Nein, die syrische Armee und ihre Objekte wurden nicht bombardiert.

Aber man bombardiert die Infrastruktur, die dem syrischen Volk gehört, und das hat für uns als Volk und Staat negative Auswirkungen.

Das ist milde und maßvoll geurteilt angesichts dessen, was dann die Folge war und ist: der ungeheure Aderlaß des syrischen Volkes.

Der geht voll auf Rechnung „des Westens“, der seinem Publikum eiskalt vorlügt, Assad habe den Mord an seinem Volk zu verantworten. Niederträchtiger geht’s nicht.

Tausende Syrer fliehen aus ihrer Heimat (Bild: Sascha 313.wordpress.com)

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Anna
Anna
7 Jahre zuvor

Herzlichen Dank der Adelinde, dass sie uns die andere Seite zeigt:

Wenn einer angeklagt ist, soll man immer beide Seiten hören. Und diese zweite Seite, die uns nur dank des Internets möglich ist, zeigt uns den Staatsführer Assad als sehr überlegten, seinem Volk verpflichteten Staatsmann mit klarem Blick auf die internationalen Mächte und ihr Treiben.

Es würde mich interessieren, was er zu dem Massenexodus seiner Landsleute nach Europa sagt. Die fehlen doch alle bei der Verteidigung und dem Wiederaufbau des Landes Syrien. Da müsste ihm doch das Herz bluten, wenn er wirklich sein Volk verteidigen will gegen die Mächte von außen, die die Terroristen im Lande unterstützen, die Infrastruktur zerbomben, morden und Drogen schmuggeln.

Nun versteht man auch, warum Assad so sehr vom “Westen” bekämpft wird: Er geht nicht von der Forderung nach Rückgabe der von Israel besetzten Golanhöhen ab! Solche standhaften Staatsmänner sollten wir Deutschen haben!

Aber Assad sieht klar: Die USA kann nur Marionetten unter sich brauchen, und deutsche Politiker erfüllen diese Forderung. Deshalb ist “Deutschland seit dem zweiten Weltkrieg auch zu keinem Zeitpunkt souverän gewesen,” wie W. Schäuble zugegeben hat, d.h. die US-Militärregierung hat auf deutschem Boden nach wie vor die Macht:

Ganz deutlich wird dies seit dem 4. September 2015: Die Destabilisierung Deutschlands als erklärtes Ziel der USA (Aussage von George Friedman vom Think Tank STRATFOR) wird aus vollen Rohren bzw. mit der Einschleusung von Volksfremden, Kriminellen, IS-Kämpfern durchgesetzt, wie ebenso die Destabilisierung Syriens mit den Mitteln der IS-Unterstützung von außen, der Bombardierung im Inneren unter Vorgabe, angeblich die IS zu bekämpfen und der Verleumdung des integren Staatsführers und seiner Familie.

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