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Im Ludendorffs Verlag erschien in den dreißiger Jahren ein Büchlein von

Else Rost, Goethes „Faust“, eine Freimaurertragödie

Mit treffenden Zitaten aus dem „Faust“ – von Else Rost übersichtlich dargetan – erhalten wir ein klares Bild dessen, was Goethe über das Wirken der „überstaatlichen Mächte“, wie Ludendorff den „Tiefen Staat“ nannte, verdeckt offenbarte.

Johann Wolfgang Goethe (Bild: Bayern 2, Zeichner mir unbekannt)

Wie ein Freiheitsheld wie etwa Friedrich Schiller sieht Goethe nicht aus. Seine angstvollen Augen, wie wir sie auf allen Altersbildern von ihm kennen, sprechen eine andere Sprache:

Der dichterisch Hochbegabte, Johann Wolfgang von Goethe, war 50 Jahre seines Lebens Logenmitglied, war „aufgestiegen“ – sprich moralisch abgestiegen – bis hin zu den Hochgraden und zum Illuminaten-orden. In dieser Welt kannte er sich aus – jedenfalls soweit ihm von der geheimen, noch über ihm stehenden Führung Einblick gewährt war.

In der Titelfigur seiner weltberühmten Tragödie „Faust“ schildert er den seelischen Niedergang eines als solcher zwar nicht genannten, aber in Wahrheit tatsächlichen Logenbruders, der unter der Führung „Mephistos“ auf der Karriereleiter der Loge „auf“steigt.

„Mephisto“ ermuntert ihn, ihm in die totale Skrupel-losigkeit zu folgen und auf Kosten anderer den plattesten Genuß, die Teilnahme an der „Großen Welt“ und seine materialistischen Vorteile wahrzu-nehmen. Wir sehen die heutigen Figuren des „Deep State“ förmlich vor uns.

Else Rost beweist, daß Goethe in den beiden Hauptgestalten Faust und Mephisto sich selbst darstellt:

Eckermann erzählt im letzten Teil seiner „Gespräche mit Goethe“ von einer Unter-haltung über „Faust“ aus dem Jahre 1827. Man sprach über den Literaturhistoriker Ampère aus Paris, der Goethe besucht hatte. Goethe lobt ihn mit folgenden Worten:

„Sodann über den ,Faust‘ äußert er sich nicht weniger geistreich, indem er nicht bloß das düstere, unbefriedigte Streben der Haupt-figur, sondern auch den Hohn und die herbe Ironie des Mephistopheles als Teil meines eigenen Wesens bezeichnet.“

Else Rost kennt Erich Ludendorffs Aufklärungswerk „Vernichtung der Freimaurerei durch Enthüllung ihrer Geheimisse“, geschrieben 1927. Ich selbst habe in einer „Aufklärungs“-Veranstaltung der Hamburger Loge in den 60er Jahren miterlebt, wie der – sich ansonsten gegenüber Ludendorff voll Haß zeigende – Logenbruder in seiner Rede betonte, daß alles, was Ludendorff in der genannten Schrift über die Bedeu-tung der Rituale geschrieben habe, stimme.

Aus der Kenntnis dieser Schrift betont Else Rost:

Logenangehörigkeit ist Hörigkeit an der Loge.

… Goethe ist diesem Gesetze den größten Teil seiner Lebenszeit unterworfen gewesen. Er ist innerhalb der Logenhörigkeit zu hohen Graden emporgestiegen, so daß er die Regie des teuflischen Spiels, das mit den Völkern getrieben wird, durchschauen konnte.

Aber er war nicht der Charakter, der – ein zweiter Luther – den Kampf mit den Teufeln aufnahm.

Goethe unterwarf sich. Mit seinem Faust aber gewährt er – dem Unterrichteten klar erkennbar – Einblick in das innerste Wesen der Loge, die des Teufels, die Goethe in Gestalt des durchaus als Mensch erscheinenden Mephisto vor Augen führt. Goethe zeigt an dessen Beispiel die Möglichkeit der Menschenseele, das Schlechte, das gewissenlos Völkerverderbende, den Sumpf zu wählen.

Mathilde Ludendorff schildert – als Psychiaterin und Philosophin dafür mehr als kompetent – diese Wahl-möglichkeit neben anderen Wahlmöglichkeiten der Menschenseele in ihrem Werk „Selbstschöpfung“, das 1923 in 1. Auflage herausgekommen ist. Mephisto muß also nicht die leibhaftig erscheinende Sagenge-stalt „Teufel“ des Aberglaubens, sondern kann durchaus ein Mensch sein.

Wer heute Augen hat zu sehen, erkennt leicht diese logenhörigen Teufel, wie sie trotz Maske unverhüllt vor uns stehen und unser Volk mit lieblichen Schal-meien der „Fürsorge“ zielsicher an den Rand des Abgrundes führen möchten.

Das enge Leben steht mir gar nicht an,

läßt Goethe seinen Faust sagen. In dem Sinne sagt er zu Eckermann:

Es ist nicht genug, daß man Talent habe, es gehört mehr dazu, um gescheit zu werden; man muß auch in großen Verhältnissen leben und Gelegenheit haben, den spielenden Figuren der Zeit in die Karten zu sehen und selber zu Gewinn und Verlust mitzuspielen.

„Goethe, als Minister in die kleinere und als Hoch-gradbruder in die große Politik eingeweiht,“ fährt Else Rost fort,

Goethe-Wappen (Bild: Wikimedia)

als Inhaber eines Wappens, das im blauen Felde den silbernen Davidstern, das Symbol der jüdischen Weltherrschaft, zeigt, kennzeichnet in seinem Faustdrama die Welt seiner Erfahrungen in Bildern …

Der Faust ist die Tragödie des Menschen, der seine freie Seele einer unbekannten, gefährlichen Macht ausgeliefert hat. Der Vertrag zwischen Faust und Mephisto ist ähnlich dem des Aufnahmesuchenden mit der Loge.

Der „Suchende“, d. h. derjenige, der neu in die Loge aufgenommen werden will, muß schwören:

Ich gelobe und schwöre im Namen des Aller-höchsten Baumeisters aller Welten, daß ich nie die Geheimnisse, Zeichen, Griffe, Worte, Lehren und Gebräuche der Brüder Freimaurer entdecken und darüber ewiges Stillschweigen beobachten werden …

Ich verbinde mich dazu, bei der Strafe, wel-cher ich mich, wenn ich nicht Wort halte, unterwerfe, nämlich, daß man mir die Lippen mit einem glühenden Eisen abbrenne, die Hand abhaue, die Zunge ausreiße, die Gurgel abschneide und endlich meinen Körper in einer Loge der Brüder Freimaurer während der Arbeit und Aufnahme eines neuen Bruders zur Schande meiner Untreue und zum Schrecken der Übrigen aufhänge, ihn nachher verbrenne und die Asche in die Luft streue, damit nicht eine Spur übrig bleibe von dem Andenken meiner Verräterei …

Das also hat auch Goethe geschworen. Er lebte somit ein Leben in Angst, wenn auch in der „großen Welt“. Das ist auch das Geheimnis, das die Stromlinienform der Mitwirkenden im politischen „Mainstream“ er-klärt. Wer in der „großen Welt-“politik „zu Gewinn und Verlust mitspielen“ will, unterwirft sich der geheimen Führung.

Unermeßliches verdankt die Deutsche Freimaurerei nicht nur Goethes Namen, sondern vor allem seiner mr (d.h. maureri-schen) Betätigung in Form und Geist. Unermeßliches verdankt die Welt der mrischen Eigenschaft Goethes!

… der „Faust“ in seiner der Nachwelt als Kleinod vermachten Gestalt ist, namentlich in seinem zweiten Teile, ohne Kenntnisse von Form und Inhalt der Frmerei undenkbar.*

B’nai-B’rith-Orden für Merkel (Bild: bundeskanzlerin.de)

Mephisto ist es, der Faust zum Vertrag drängt. Die Freimau-rerei fußt auf dem Judentum und wird in den obersten „Etagen“ von Juden geführt wie z. B. von der obersten Loge B’nai B’rith, der ausschließlich Juden angehören.

Herzl-Preis für Merkel (Bild: PI-News)

Mephisto ist als jüdi-scher Hochgradbruder erkannt. Er weist Züge auf, deren Wesen Goethe ähnlich kennzeichnet wie Shakespeare die des jüdischen Wucherers Shylock im „Kaufmann von Venedig“:

Mephisto:

Wenn ich sechs Hengste zahlen kann,
Sind ihre Kräfte nicht die meinen?

Shylock:

Den Preis der Zinsen … mein Geschäft und rechtlichen Gewinn …

Was ich bezahlt habe, gehört mir und untersteht meiner Macht. Dieser Geist beherrscht heute die gesamte Weltwirtschaft und Politik. Menschen werden eingekauft, Wirtschaftsräume, Werften, Hafenanlagen, Unternehmen, Ländereien. Wer sie bezahlt, dem gehören sie. Ein Land wie Deutschland ist nicht mehr Heimat der Deutschen, sondern „Wirtschaftsstandort“ für jedermann aus aller Welt, gleich ob deutsch oder fremdländisch. Wer bezahlt, dem gehört es. Das angestammte Volk hat kein Recht mehr darauf.

Folgerichtig erklärt Mephisto:

Krieg oder Frieden! Klug ist das Bemühn,
Aus jedem Umstand seinen Vorteil ziehn.

So beraubten die „Sieger“ nach 1918 und nach 1945 das deutsche Volk schamlos nach Strich und Faden, ließen es durch „Wiedergutmachungsgelder“ in schwindelnder Höhe auf Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte ausbluten. Die Geldgeber, die ihr Geld den kriegführenden Parteien geliehen hatten, berei-cherten sich nun aus ihrem „Geschäft“ mit ihnen aus dem „Preis der Zinsen“ und „rechtlichem Gewinn“ (Shylock). Und wie sich das für einen Logenbruder, besonders der hohen Grade, gehört, meint Mephisto:

Bin sehr gewöhnt, inkognito zu gehn.

Mephisto fühlt sich bereits auf dem Thron der Menschheit, wenn er – allerdings vorerst noch im Sessel sitzend – bemerkt:

Hier sitz ich wie der König auf dem Throne,
Den Zepter halt ich hier, es fehlt nur noch die Krone –

wie sie ihm ja von seinem „Gott“ Jahweh versprochen ist:

Völker müssen dir dienen, und Leute müssen dir zu Fuße fallen. (1. Mos. 27:29)

Faust ist mit dem Mephisto an seiner Seite allmählich so verkommen, daß er denkt wie er:

Und was der ganzen Menschheit zugeteilt ist,
Will ich in meinem innern Selbst genießen.

Oder:

Dem Taumel weih’ ich mich, dem schmerzlichen Genuß!

Und:

So tauml’ ich von Begierde zum Genuß,
Und im Genuß verschmacht ich nach Begierde.

Wen erinnert das nicht an die Verstrickungen der satanischen Kinderschänder, die heute die Politik bestimmen wollen!

Else Rost:

Der „Held“ ist also schon am Anfange des Stückes „moralisch“ fertig, und wir werden erstaunliche Dinge erleben, wenn wir uns erkühnen, einen ethischen, also einen „gefährlich gesunden“ Maßstab an ihn zu leben.

Wir hören Faust mit gräßlichem Fluche alles bisher Verehrte verwünschen. Wir erleben, daß er einwilligt, falsches Zeugnis abzulegen über den Tod von Marthes Mann, weil er „muß“, d. h. hier, seinen Begierden alles Hemmende aus dem Wege räumen „muß“.

Wie sehen ihn hier in tatenloser Selbstbe-spiegelung über Gretchens Leiden hinweg-setzen, sehen, daß er dem Mephisto erlaubt, Gretchen mit einem frechen Hohngesang als Ständchen aufzuwarten. Dies sind nur einige Beispiele … Wir werden im Verlauf der Hand-lung sehen, wie Faust, dem der Wille zur Selbstzucht fehlt, sittlich in dem Maße sinkt, wie er äußerlich steigt.

Von seinem ehemaligen Erkenntnisdrang bleibt nichts mehr übrig:

Des Daseins Faden ist zerrissen,
Mir ekelt lang vor allem Wissen.
Laß in den Tiefen der Sinnlichkeit
Uns glühende Leidenschaften stillen!

Gretchen dagegen – echt deutsch gradlinig und treuherzig – vermag nicht zu durchschauen, was da auch mit ihr getrieben wird. Sie glaubt, auch wenn sie schließlich angesichts der Verbrechen Fausts an ihrer Familie und seiner Unverfrorenheit ihr gegenüber verzweifelt ausruft:

Heinrich, mir graut vor dir.

Und Goethe beobachtet, was sich auch vor unseren heutigen Augen abspielt:

Den Teufel spürt das Völkchen nie,
Und wenn er sie beim Kragen hätte.

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Anmerkungen

*„Br. Dr. Fr. List-Darmstadt in seiner Abhandlung „Goethe als Freimaurer“ in: „Taschenbuch des Vereines Deutscher Freimaurer 1925/26, Handschrift für Brr. (=Brüder) Freimaurer, Leipzig 1925, Verlag des Vereins Deutscher Freimaurer“

Der Wolf und die sieben Geißlein

Als Deutschland noch den Deutschen gehörte

 

Eichendorff (Bild: MZ-Web.de)

und ihre Dichter, Denker und Märchenerzähler noch deutsch dachten, ja die deutsche Kultur noch unendlich bereicherten, war einer unter ihnen

Joseph Freiherr von Eichendorff

(1788 bis 1857), der sein herrliches deutsches Heimatland durchwanderte und besang: Von seinem Schloß Lubowitz in seiner schlesischen Heimat aus

Schloß Lubowith in Schlesien (Bild: Wikiwand, verkleinert)

kam er nach Breslau, der schlesischen Hauptstadt an der Oder, später nach Halle an der Saale, wo er das Saale-Tal mit seinen verfallenen Burgen durchstreifte, besuchte die Weimarer Theatervorstellungen in Lauchstädt und konnte dort, wenn es sich glücklich fügte, Goethe und Schiller oft leibhaftig erblicken …

Mit seinem Bruder machte er sich 1806 von Halle aus auf die Wanderschaft durch Thüringen, zum Harz und bis nach Hamburg, wo er Matthias Claudius gegenüberstand, dem seit seiner Jugend verehrten Dichter aus Wandsbek bei Hamburg.

Weiter ging’s auf Schusters Rappen und wohl manchesmal per Pferdekutsche nach Lübeck. Zurückgekehrt nach Lubowitz machte er sich bereits ein Jahr später, 1807, wieder auf und erfüllte sich seinen Traum, Heidelberg und das Neckartal zu erleben.

In Heidelberg lernte er Görres, Brentano und Achim von Arnim kennen. Er erzählt (nach dem ungenannten Verfasser des Büchleins „Deutsches Gut“ von 1912),

wie die drei in Görres’ einsamer Klause allabend-lich zusammen-kamen und häufig ohne Licht und brauchbare Stühle bis tief in die Nacht hinein beisammensaßen und alles Große und Bedeutende, das die Welt bewegte, in ihre belebenden Kreise zogen, während Brentano selbstkomponierte Lieder oft aus dem Stegreif zur Gitarre sang oder mitten in das Wetterleuchten tiefsinniger Gespräche mit seinem witzsprühenden Feuerwerk dazwischenfuhr.

So sah Eichendorff denn auch die Bücher entstehen, die zum ersten Male wieder von dem Reichtum deutscher Volkspoesie zeugen und die Liebe zu ihr entzünden sollten:

„Des Knaben Wunderhorn“, die Volkslieder-sammlung von Clemens Brentano und Achim von Arnim, und die „Teutschen Volksbücher“ von Görres. So hat Eichendorff an jener Er-neuerung des deutschen Wesens mitgeholfen, die sich 1813 so herrlich bewähren sollte …

Völkerschlacht bei Leipzig (Bild: Wikipedia)

als die Deutschen gemeinsam mit Russen und Schweden in der Schlacht bei Leipzig Napoleon besiegten. Eichendorff folgte dem Ruf des preu-ßischen Königs Friedrich Wilhelm III., freiwillige Jägerkorps zu bilden, und schloß sich „Lützows wilder, verwegener Jagd“ an.

Eichendorff hatte den deutschen Boden unter die Füße genommen und sein herrliches, waldreiches deutsches Heimatland durchwandert und zutiefst lieben gelernt. Seine Wanderungen hatten ihn den Main und die Donau hinauf nach Wien, schließlich nach Berlin geführt.

Nach dem Kriege heiratete er, trat 1816 in den preußischen Verwaltungsdienst ein, zuerst in Breslau, später in Berlin. 1820 wurde er Schulrat in Danzig, 1824 Oberpräsidialrat in Königsberg. Nach seiner Entlassung aus dem Staatsdienst wohnte er zunächst in Danzig, dann in Wien, Köthen und Dresden und endlich in St. Rochus bei Neiße in seiner schlesischen Heimat.

Sein großes Vaterland mit seinem deutschen Volk und seiner schönen, hochentwickelten deutschen Sprache reichte damals „von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt“, und er konnte die heimatliche Naturschönheit besingen:

Wanderschaft

Vom Grund bis zu den Gipfeln,
So weit man sehen kann,
Jetzt blüht’s in allen Wipfeln,
Nun geht das Wandern an.

Die Quellen von den Klüften,
Die Ström’ auf grünem Plan,
Die Lerchen hoch in Lüften,
Der Dichter frisch voran.

Und die im Tal verderben
In trüber Sorgen Haft,
Er möcht’ sie alle werben
Zu dieser Wanderschaft.

Und von den Bergen nieder
Erschallt sein Lied ins Tal,
Und die zerstreuten Brüder
Faßt Heimweh allzumal.

Da wird die Welt so munter
Und nimmt die Reiseschuh’,
Sein Liebchen mitten drunter,
Die nickt ihm heimlich zu.

Und über Felsenwände
Und auf dem grünen Plan
Das wirrt und jauchzt ohn’ Ende …
Nun geht das Wandern an.

Damals schien Deutschland noch den Deutschen zu gehören. Aber

der Wolf lauerte schon auf die Gelegenheit, die sieben Geißlein zu fressen.

Wir kennen es wohl alle, das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein. Die Brüder Grimm erzählen es als eines ihrer „Kinder- und Hausmärchen“, aber sie wußten sehr wohl um die Bedeutung der Märchen für die Erwachsenen, für das deutsche Volk. Viele Märchen erzählen vom deutschen Schicksal unter dem Einfluß fremder Mächte in Gestalt der „Stief-mutter“, der Blutsfremden, des geldgierigen „Zwerges“ oder eben des Wolfes. Der ist uns Gojim so weltenfremd mit dem Gebot seines „Gottes“ Jahweh:

Die beschnittenen Menschen sollen gesegnet, die Seelen der unbeschnittenen Menschen sollen ausgerottet werden. (1. Mose 17, 10-14)

Beim Wolf, der die Geißlein täuscht, als sie ohne Schutz durch die Mutter, die Ahne, sich selbst überlassen waren, ihre Anweisungen zwar wörtlich nahmen, aber dem Wolf gegenüber in ihrer Treu-herzigkeit verrieten, haben wir es mit einer Macht zu tun, die bis zum heutigen Tage lebt und dabei ist, unser Volk wie auch alle andern Völker „zu fressen“:

Du wirst alle Völker fressen, die der HERR, dein Gott, dir geben wird. Du sollst ihrer nicht schonen … (5. Mose 7:16)

Die Geißlein verrieten dem Wolf, woran sie ihn erkennen könnten: an der fremdartigen Stimme! und an den schwarzen Haaren seiner Pfote! Da wußte der Wolf, was er zu tun hatte, um zu seinem Ziel zu kommen, und erhielt Hilfe von Menschen, die sich zu Kollaborateuren machen ließen, um die eigene Haut zu retten wie der Krämer, der Bäcker und der Müller, die dem bösen Wolf mit Kreide, Brotteig und Mehl die Täuschung der unschuldigen Geißlein ermög-lichten und damit zum Gelingen seines schändlichen Vorhabens beitrugen!

Die Grimms fügen an dieser Stelle ihre Bemerkung ein:

So sind die Menschen.

Das alles sehen wir heute vor unseren Augen. Jahrhunderte hat der „Wolf“ zwar gebraucht:

  • mit Gehirnwäsche durch seine ihm eigene Weltanschauung, dem deutschen Volk aber fremde Art des Denkens und Gotterlebens, genannt Christentum,

  • mit Folter und Gewaltexzessen,

  • mit Kriegen,

  • mit systematischer Kulturzerstörung durch Zerbombung fast sämtlicher deutscher Städte,

  • aber auch durch Propagierung einer bildenden Kunst und einer Musik, die als solche den Empfindsamen nicht mehr ansprechen, ja abstoßen, beleidigen,

  • weiter durch Landnahme größten Stils und Zerstückelung,

  • durch Abschaffung der Landesgrenzen und der Wehrpflicht,

  • durch Einschleusen von Massen beschnittener junger Männer fremder Völker und propagierte Rassenmischung, die uns scheinheilig und wahrheitswidrig mit dem Schlagwort „alle Men-schen sind gleich“ und mit einem heuchleri-schen Humanismus-Gewäsch untergejubelt wird,

  • schließlich jetzt durch Zerstörung der Wirtschaft, der Gemeinschaften in Schulen, in Chören, Orchestern, Konzerten, durch aberwitzige Vorschriften im Umgang mit anderen – wir kennen sie.

Dieses gigantische Zerstörungswerk scheint zu gelingen. Sei es mittels Geld, sei es mittels Ver-strickung in allerschmutzigste Verbrechen wie Kleinkinderausbeutung schlimmster Sorte scheint der „Wolf“ seinem satanischen Ziel nahe zu sein: Es ist ihm gelungen, ein Heer von habgierigen, im Sumpf verkommenen und angstbesessenen Egomanen und Volksvergessenen als Hilfstruppen der „bösen Stiefmutter“ zuzuführen, um das Deutsche Volk zu zerstören.

Die Propagandamaschine der „bösen Stiefmutter“ läuft auf Hochtouren, um die Geißlein, nein die blökenden Schafe! reif zu machen, die „Schlacht-bank“ „freiwillig“ aufzusuchen, auf der sie sich das genverändernde, krank- und die jungen Frauen unfruchtbar machende „Impfmittel“ einspritzen lassen möchten.

Paul A. Weber, Denunziant (Bild: Weber-Museum.de)

Nun können wir abwarten, wann sie fordern werden, die „Impfmuffel“ zu bestra-fen. Was wir Deutschen heute denn auch am mei-sten fürchten, ist das volksgenössische Denun-ziantentum, das das Werk der Stiefmutter vollenden hilft.

Wird der Zug der Lemminge bald Fahrt aufnehmen, um sich über den Rand des Abgrundes in den Tod zu stürzen?

Aber könnte es nicht sein, daß die Mutter und ihr kluges Jüngstes, das im U(h)rkasten! sein Heil fand, sich der Urahnen erinnern, deren Wesen sie ererbt haben und das in ihnen webt und mahnt – daß also wir Zu-uns-selbst-Heimgekehrten doch noch den Weg der Rettung finden?

Die Mutter mit ihren sieben Geißlein – zeigt sie uns nicht den Weg, wenn sie dem gefräßigen Wolf den Bauch aufschneidet und ihre zum Glück – in der Gier des Wolfes – ganz und unversehrt heruntergeschlun-genen Kinder befreit, dann mit allen gemeinsam mit klarem Sinn zu Werke geht und dem gefräßigen Wolf den Wanst mit Wackersteinen füllt, so daß er mit großem Durst aus dem Brunnen trinken will und hineinstürzt? Und man bedenke:

Der Wolf stürzte über seine eigene Gier in den Tod.

Als er im Brunnen tief unten mausetot lag, tanzten die Geißlein um ihn herum und sangen:

Der Wolf ist tot, der Wolf ist tot, zu End ist alle Not.

Der Bibelkenner

Matthias Köpke  

fährt fort in seinem

Beschwerdebrief an die Othodoxe Rabbinerkonferenz Deutschlands

Was sagt denn das „Jüdische Lexikon“ Band 2 zu dem Begriff „Gerechtigkeit“?

Gerechtigkeit. Aus der Heiligkeit Gottes, ,dessen Wege alle Recht sind (Deut. 32,4), ergibt sich für den Menschen die Pflicht zur Gerechtigkeit. ,Der Gerechtigkeit, (nur) der Gerechtigkeit jage nach (Deut. 16, 20). Diese Worte haben im Judentum dieselbe grund-sätzliche Bedeutung, wie das Gebot der Nächsten-liebe. ,Gerechtigkeit und Recht sind die Grundfesten deines Thrones (Ps. 89,15). Wie im Wesen Gottes Gerechtigkeit und Liebe verbunden sind, sollen sie es auch im Leben des Menschen sein. Recht tun und Recht fordern ist ein Grundsatz jüdischer Lebensanschauung. Wohl wird in der Religion der Tora die moralische Forderung von der kultischen noch nicht unterschieden, aber im prophetischen Judentum ist die Erkenntnis von der höheren, grundlegenden Bedeutung des Sittlichen mit völliger Klarheit vorhanden.

,Schaffe weg von mir den Lärm deiner Lieder, und das Spiel deiner Harfen mag ich nicht hören. Aber das Recht flute wie ein Wasser dahin und die Gerechtigkeit wie ein nimmer versiegender Bach (Am. 5,23). ,Ich verlobe mich Dir auf ewig, ich verlobe mich dir durch Recht und Gerechtigkeit (Hos. 2,23). ,Übt Recht und Gerechtigkeit und rettet den Beraubten (Anm. M.K.: ESAU) aus der Hand des Unterdrückers (Anm. M.K.: ISRAEL)(Jer. 22,3). ,Gerechtigkeit und Recht üben ist dem Ewigen wohlgefälliger als Opfer (Spr. 21,3). Mit besonderer Leidenschaft rühmt Jesaja Recht und Gerechtigkeit als Grundlagen eines gottgefälligen Lebens. ,Lernt Gutes tun, trachtet nach Recht, weist zurecht den Bedrücker (Jes. 1,17). …

,Einen Fremdling sollst du nicht kränken und ihn nicht bedrücken, denn Fremdlinge wart ihr im Land Ägypten (Ex. 22,20; 23,9; Deut. 24,14). … Die Versuchung, Unrecht zu tun, ist besonders groß, wenn ein Mensch in die Gewalt eines anderen gegeben ist. … Die Tora warnt die Richter vor parteiischem Urteil (Deut. 1,17; 16,19). … Welche Bedeutung der Gerechtigkeit im rabbinischen Judentum zuerkannt wird, zeigen aus der Fülle ähnli-cher Aussprüche folgende: ,Auf drei Dingen ruht die Welt: auf Wahrheit, Recht und Frieden (P.A. 1,18). ,Etwas großes ist das Recht, denn um des Rechtes willen ist die Welt aus dem Nichts zurückgekehrt. Wann? Im Zeitalter der Sintflut (Midrasch gadol ugĕdola XIII). Fürsorge für Recht und Gerech-tigkeit gehört zu den sieben elementaren Vorschriften (siehe die noachidischen Gesetze), die jedem Menschen, auch dem Nichtjuden, obliegen.“ (7)

Wer ein Gebot der Tora leugnet, ja wer einen Buchstaben in ihr ändert, wird ein Min, ein Gottes-leugner; und wer glaubt, sie stamme nicht vom Himmel, hat keinen Anteil an der künftigen Welt.

Wer den Esausegen in Genesis 27,40 nicht hält, ist also ein Gottesleugner und hat auch keinen Anteil an der künftigen Welt. Und das Schlimmste ist wohl, daß damit die ganze Tora-Rolle verunehrt ist.

Der Tora-Rolle wird an bestimmten Festtagen die Tora-Krone aufgesetzt, um damit die königliche Bedeutung der „Lehre“ oder des „Gesetzes“ zu symbolisieren. Damit wird auch dem von mir beanspruchten Esausegen die Krone aufgesetzt und damit die königliche Bedeutung unterstrichen.

Wann wird denn nun mal mit der Umsetzung des Esausegens begonnen?

Also liebe Israeliten, seht zu, daß ihr der Vollkommenheit Gottes in menschlicher Demut gegenübertretet. Zur Bescheidenheit ermahnen die Worte Jes. 57,15: „Hoch und heilig throne ich (Gott), und ich bin mit dem Demütigen und dem, der bescheidenen Sinnes ist.“ Der Psalmist lehrt: „Den Mann von stolzem Blick und hochfahrendem Sinn mag ich nicht leiden“ (Ps. 131,1).

Das rabbinische Judentum verurteilt doch alle Selbstgerechtigkeit und jeden Stolz gegenü-ber den göttlichen Gesetzen und verlangt Selbsterkenntnis und Bescheidenheit. „Gar sehr sollst du demütigen Sinnes sein“ (P.A. 4,4). Rabbi Meir lehrt: „Sei gegen jedermann bescheiden“ (eb. 4,12). „Wer Hochmut besitzt, verleugnet Gott“ (b. Sota 4b). „Das Kennzeichen des Hochmuts ist Unwissenheit“ (b. Nĕd. 20a). „Die Krone der Weisheit ist Bescheidenheit“ (Derech erez suta Kap. 8). „Jüdisches Lexikon“ s.o.  Band 1 „Bescheidenheit“.

Fernerhin betrachte ich die Nichteinhaltung des Esausegens gegen mich als Diebstahl meines göttlichen Rechtes (Rechtsraub), das im Abwerfen des Joches Jakob-Israels besteht und was in Genesis 27, 40 in der Tora für mich verbrieft ist. Dies ist Bruch eines noachidischen Gebotes, das nach jüdischem Glauben Gültigkeit für alle Menschen besitzt.

Hier meine Forderungen, die ich im Offenen Brief an die hier o.g. Beklagten bereits erwähnt habe, die bisher noch in keinster Weise erfüllt wurden und die ich hier noch einmal bekräftigen möchte:

„Ich fordere daher für mich von allen Religi-onsgemeinschaften und deren Regierungen und Behörden die vollständige göttlich-religiöse (geistliche) IMMUNITÄT und von allen staatlichen und überstaatlichen Regierungen und Behörden die vollständige (über)staatlich-weltliche IMMUNITÄT.

Keiner geistlich-religiösen und weltlich-(über)staatlichen Macht wird es meinerseits erlaubt, in meine jeweiligen Grundrechte einzugreifen. Dies betrifft hier sowohl ganz speziell die geistlichen und weltlichen Corona-Maßnahmen als auch ganz allgemein jedes selbstbestimmte, eigenverantwortliche souveräne Handeln von mir.

Deshalb fordere ich für mich von den jeweils zuständigen geistlichen und weltlichen Stellen, eine rechtsgültige Befreiung von den derzeitigen und evtl. noch kommenden Corona-Verordnungen und Corona-Gesetzen.

Bitte stellen Sie mir eine rechts-gültige Corona-Verordnungs-befreiung aus religiösen Gründen aus, die in jedem Staat weltweit Gültigkeit besitzt. Falls Sie dafür nicht zuständig sein sollten, bitte ich Sie, dieses Schreiben an Ihre jeweilige Regierung oder Leitung oder die dafür zuständige Stelle weiterzugeben.“

Ich möchte das hohe Gericht bitten, auf die Erfüllung meiner Forderungen bei den zuständigen Stellen hinzuwirken, die Erfüllung zu überwachen und m.E. damit der göttlichen Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verhelfen.

Wie oben schon erwähnt, ist das Gericht nach jüdischer Auffassung in erster Linie eine göttliche Institution. Wer vor dem Gericht erscheint, tritt daher gleichsam vor Gott (Deut. 19,17); denn ,das Gericht ist Gottes (Deut. 1,17). Die Richter werden als Organe Gottes betrachtet, sie werden darum in der Bibel auch bisweilen mit dem gleichen Ausdruck wie Gott (elohim) bezeichnet (Ex. 22,7f.; 1. Sam. 2,25), die das Recht zu suchen haben, indem sie gleichsam Gott selbst befragen (Ex. 18,15). Gott gilt als beim Gericht anwesend, in seinem Namen wird Recht gesprochen. Durch diese hohe Auffassung von der Stellung und Aufgabe des Gerichtes wurde jeder Gewalt und Willkür von Anfang an entgegengetreten.

In Anbetracht dieser Stellung des Gerichtes ist es meine Hoffnung, daß die Richter sich ihrer Stellung bewußt sind und mir zu meinem göttlichen Recht verhelfen werden, da es ja Gott selbst war, der mir meine Freiheit von Jakob-Israels Joch in Genesis 27,40 befohlen hat.

Wie will mir denn da ein jüdi-scher/israelitischer Richter, der Gott repräsentiert, diese Freiheit verweigern? Das wäre m.E. mindestens Gotteslästerung!

Diese vorliegende Beschwerdeschrift würde dann auch  für jene anderen Israeliten zutreffen und  Gültigkeit besitzen, die mir den Esausegen verweigern!!

In anschaulicher Weise kommt das Streben des Königs Josaphat, die Gerechtigkeit in Israel zu fördern, in seiner Mahnung an die Richter zum Ausdruck: ,Seht zu, was ihr tut; denn Ihr haltet das Gericht nicht für Menschen, sondern für den Ewigen, und er ist bei Euch im Rechtsspruch; darum sei die Gottesfurcht Euch gegenwärtig, Hütet Euch bei Eurem Tun; denn beim Ewigen, unserem Gott, gibt es nicht Ungerechtigkeit, Ansehen der Person und Annahme von Bestechung (2. Chron. 19,6).“

Gerechtigkeit gehört zu den Eigenschaften Gottes, und es ist Sein Wille, daß wir nach seinen Gesetzen richten. Darüber hinaus steht in den Psalmen:

„Gott steht in der Versammlung der Richter, inmitten der Richter urteilt er!“ (82, 1)

Gott weilt unter den Richtern nicht nur zur Beobachtung, damit die Urteile gerecht, logisch und ausge-wogen ausfallen, sondern auch, um die Richter in der Ausübung der göttlichen Gerechtigkeit zu unterstützen! Der Vers geht sogar soweit, die Richter selbst mit einem Namen Gottes – Elohim – zu bezeichnen, um zum Ausdruck zu bringen, daß sie in ihren Urteilen nicht selbständig und unabhängig verfügen können, sondern dabei Gott und Seinem Gesetz verpflichtet sind. Und mit den Worten Rambams (Maimonides) ausgedrückt:

„Ein Richter, der kein wahrhaftes Urteil fällt, verursacht, daß sich Gottes Präsenz aus der jüdischen Gemeinschaft zurückzieht … ein Richter jedoch, der ein wahrhaf-tes Urteil fällt, korrigiert die ganze Welt und verursacht, daß die Gegenwart Gottes in der jüdischen Gemeinschaft ruht!“ (Hilchot Sanhedrin 23,9).

Zu Recht haben Eure Weisen gesagt, alle für das Kommen des Messias angesetzten Zeiten seien vergangen, es hängt an der Umkehr allein. Sie ist keine Macht, sondern nur eben die eine menschliche Handlung, auf die Gott wartet, damit er seine Welt erlöse.

Sein Antlitz ist ja nicht abwesend; es ist nur Eurem Blick verborgen, weil Ihr nicht mit Eurem Wesen ihm zugekehrt seid; kehrt ihr Euch ihm nur zu, und er läßt es Euch leuchten. Vielleicht steht der Messias bereit mit dem Widderhorn an den Lippen, und er bläst nicht – wessen harrt er? Nicht daß ihr die Gewalten beschwört, sondern daß ihr abgeirrten Kinder zu Eurem Vater umkehrt und seinen Esau-Segen an mich und den anderen Nachkommen Esaus erfüllt.

Gott will, daß die Erlösung Eure eigene Erlösung sei. Er täuscht Abraham nicht, wenn er ihn versucht: Er fordert von ihm wirklich das, was ihm teurer als sein eigenes Leben ist, er fordert von ihm wirklich die Opferung des verheißenen Sohnes, an dem die Erfüllung aller Verheißungen hängt, er fordert wirklich alles – um dem ihn Liebenden, wenn er ihm alles hergegeben hat, alles neu zu schenken. Die große Gnade Gottes ist eine Begnadigung. Der Esau-Segen ist seine Gnade an Esau und dessen Nachkommen. Ist Gott unergründlich? Jesaja 55, 8 ff.:

„Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr. Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken höher als eure Gedanken. Denn wie der Regen fällt und vom Himmel der Schnee und nicht dahin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt, sie befruchtet und sie sprießen läßt, daß sie dem Sämann Samen gibt und Brot dem Essenden, so wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht (z.B. durch Isaak der Esau-Segen). Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird bewirken, was mir gefällt, und ausführen, wozu ich es gesandt habe.“

Es kommt, wie oben schon erwähnt, auf die Umkehr an. Gott prüft immer den Gehorsam seiner Kinder. Gott will, daß die Erlösung eure und unsere eigene Erlösung sei. Nach dem Bibelglauben besteht meine Erlösung darin, das Herrschafts-Joch Jakob-Israels und seiner Nachkommen abzuwerfen und eigener Herr zu sein (Gen. 27, 40). So wie jeweils Adam und Abraham in der Tora von Gott getestet wurden, so ist m.E. die Erfüllung des Esausegens (Genesis 27,40) ein göttlicher Test!

Bitte bestätigen Sie mir den Erhalt meiner Beschwerde, und ich bitte um eine schnelle Erledigung meines Anliegens.

Mit freundlichen Grüßen Matthias Köpke

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Anhang 1:

Hier meine Forderungen, die ich in meinem „Offenen Brief – Zum Thema Corona-Pandemie und Souveränität“ an die hier o.g. Beklagten bereits erwähnt habe (Versanddatum 21.10. 2020 bis 02.12.2020), die bisher m.E. noch in keinster Weise erfüllt wurden und die ich hier noch einmal bekräftige:

„Ich fordere daher für mich von allen Religionsgemeinschaften und deren Regierungen und Behörden die vollständige göttlich-religiöse (geistliche) IMMUNITÄT und von allen staatlichen und überstaatlichen Regierungen und Behörden die vollständige (über)staatlich-weltliche IMMUNITÄT. Keiner geistlich-religiösen und weltlich-(über)staatlichen Macht wird es meinerseits erlaubt, in meine jeweiligen Grundrechte einzugreifen. Dies betrifft hier sowohl ganz speziell die geistlichen und weltlichen Corona-Maßnahmen als auch ganz allgemein jedes selbstbestimmte, eigenverantwortliche souveräne Handeln von mir. Deshalb fordere ich für mich von den jeweils zuständigen geistlichen und weltlichen Stellen, eine rechtsgültige Befreiung von den derzeitigen und evtl. noch kommenden Corona-Verordnungen und Corona-Gesetzen. Bitte stellen Sie mir eine rechtsgültige Corona-Verordnungsbefreiung aus religiösen Gründen aus, die in jedem Staat weltweit Gültigkeit besitzt. Falls Sie dafür nicht zuständig sein sollten, bitte ich Sie, dieses Schreiben an Ihre jeweilige Regierung oder Leitung oder die dafür zuständige Stelle weiterzugeben.“

Anhang 2:

„Offener Brief – Warum soll unsere natürliche Welt zerstört werden? Oder doch „nur“ Untertan? (1. Mose 1, 28)“. Enthält meine Forderungen, die ich an die hier o.g. Beklagten bereits mit Datum vom 21.10.2020 bis 02.12.2020 geschickt habe, die bisher m.E. noch in keinster Weise erfüllt wurden und die ich hier noch einmal bekräftige.

Anhang 3:

Liste der Empfänger meiner in Anhang 1 und 2 genannten Schriften. Auch hier von mir Beklagte.

Die beiden in Anhang 1 und Anhang 2 genannten „Offenen Briefe“ und vorliegende Beschwerdeschrift habe ich mit Datum vom 28.03.2021 auch jeweils an Rabbiner Yehuda Teichtal vom Bet Din „Machiskei Hadat“ Berlin, Münstersche Str. 6, 10709 Berlin, an den Vertreter der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschlands, Rabbiner Moishe Halpern, Brunnenstr. 33, 10115 Berlin, an die Rabbiner der  Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschlands, Roonstr. 50, 50674 Köln, an die Rabbiner der Allgemeinen Rabbiner-konferenz Deutschlands, Tucholskystr. 9, 10117 Berlin und an die Botschaft des Staates Israel, Konsularabteilung, Auguste-Viktoria-Str. 74-76, 14193 Berlin adressiert und geschickt. Vorliegende Beschwerde-schrift ging auch an den Vorsitzenden der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschlands, Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama, Charlottenburger Str. 3, 14169 Berlin.

Anhang 4

Bisher wurden die beiden „Offenen Briefe“ und die „Denkschrift – Warum soll unsere natürliche Welt zerstört werden?“ die jeweils auch in vorliegender Beschwerdeschrift genannt werden, von Matthias Köpke an folgende Adressen verschickt (Stand 02.12.2020):

 

  • Zentralrat der Juden in Deutschland , z. Hd. Des Präsidenten Dr. Josef Schuster, 10061 Berlin;
  • Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), z. Hd. Superintendent Dr. Reinhart Müller Zetzsche, Prenzlau;
  • Römisch-katholische Kirche in Deutschland, z.Hd. Pfarrer Wolfgang Menze, 17291 Prenzlau;
  • Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke, 14473 Potsdam;
  • Christlich Demokratische Union (CDU), z.Hd. Jens Koeppen (MdB), 17291 Prenzlau;
  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), z.Hd. Stefan Zierke (MdB), 17291 Prenzlau;
  • Alternative für Deutschland (AfD), z.Hd. Felix Teichner (MdL), 17291 Prenzlau;
  • Landkreis Uckermark, z.Hd. Landrätin Karina Dörk, 17291 Prenzlau;
    BVB Freie Wähler Fraktion z.Hd. Christine Wernicke (MdL), 17291 Prenzlau;
  • Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg Abt. Verfassungsschutz, z.Hd. Jörg Müller, 14467 Potsdam;
  • An den Präsidenten des Amtes für Verfassungsschutz beim Thüringer Ministeriums für Inneres und Kommunales, Stephan J. Kramer, Haarbergstraße 61, 99097 Erfurt;
  • Bundesamt für Verfassungsschutz, z.Hd. Thomas Haldenwang, Am Treptower Park 5-8, 12435 Berlin;
  • B‘nai B‘rith Frankfurt, Schönstädt Loge, z.Hd. Ralph Hofmann, Liebigstr. 24, 60323 Frankfurt am Main;
  • B‘nai B‘rith Berlin, Raoul Wallenberg Loge, z.Hd. András Kain, Fasanenstr. 79, 10623 Berlin;
  • Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemb., Beate Bube, Taubenheimstraße 85A, 70372 Stuttgart;
  • Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz, Dr. Burkhard Körner, Knorrstraße 139, 80937 München;
  • Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin, Abt. Verfassungsschutz, Michael Fischer, Klosterstraße 47, 10179 Berlin;
  • Landesamt für Verfassungsschutz Bremen, Dierk Schittkowski, Postfach 286157, 28361 Bremen;
  • Landesamt für Verfassungsschutz Hamburg, Torsten Voß, Johanniswall 4, 20095 Hamburg;
  • Landesamt für Verfassungsschutz Hessen, Robert Schäfer, Konrad-Adenauer-Ring 49, 65187 Wiesbaden;
  • Ministerium für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern, Abt. Verfassungsschutz, Reinhard Müller, Postfach 110552, 19005 Schwerin;
  • Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport, Abt. Verfassungsschutz, Bernhard Witthaut, Büttnerstraße 28, 30165 Hannover;
  • Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, Abt. Verfassungsschutz, Burkhard Freier, Friedrichstraße 62-80, 40217 Düsseldorf;
  • Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz, Abteilung 6, Elmar May, Schillerplatz 3-5, 55116 Mainz;
  • Ministerium für Inneres, Bauen und Sport des Saarlandes, Abteilung V, Helmut Albert, Postfach 102063, 66020 Saarbrücken;
  • Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen, Dirk-Martin Christian, Neuländer Straße 60, 01129 Dresden;
  • Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Abteilung 4, Jochen Hollmann, Nachtweide 82, 39124 Magdeburg;
  • Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein, Abteilung IV 7, Joachim Albrecht, Düsternbrooker Weg 92, 24105 Kiel;
  • Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben und die Bekämpfung von Antisemitismus, z.Hd. Dr. Felix Klein, Alt Moabit 140, 10557 Berlin;
  • Amadeo Antonio Stiftung, z.Hd. Anetta Kahane, Novalisstraße 12, 10115 Berlin;
  • Angelika Thiel-Vigh, Staatskanzlei des Landes Brandenburg, Heinrich-Mann-Allee 107, 14473 Potsdam;
  • Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der BRD, z.Hd. Udo Michallik, Taubenstraße 10, 10117 Berlin;
  • Abraham Geiger College, z.Hd. Rabbi Prof. Dr. Walter Jacob, Postfach 120852, 10598 Berlin;
  • Leo Baeck Foundation, z.Hd. Rabbiner Prof. Walter Homolka, Postfach 120852, 10598 Berlin;
  • Selma Stern Zentrum für jüdische Studien Berlin/Brandenburg, z.Hd. Dr. Monika Schärtl, Sophienstraße 22a, 10178 Berlin;
  • Lehrstuhl für öffentliches Recht, insb. Kirchenrecht und Staatskirchenrecht, z.Hd. Prof. Dr. Hans-Michael Heinig, Goßlerstraße 11, 37073 Göttingen;
  • Alttestamentliche Wissenschaft/Exegese des Alten Testaments, z.Hd. Prof. Dr. Dr. Andreas Schüle, Institutsgebäude, Beethovenstraße 25, 04107 Leipzig;
  • Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e.V., z.Hd. Prof. Dr. Julius Schoeps, Am Neuen Markt 8, 14467 Potsdam;
  • Synagogengemeinde Berlin, Sukkat Schalom e.V., z.Hd. Rabbiner Andreas Nachama, Charlottenburger Straße 3, 14169 Berlin;
  • Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, dort jeweils an Prof. Dr. Ronen Reichman (Talmud, Codices und Rabbinische Literatur, RdR-Forum), Prof. Dr. Hanna Liss (Lehrstuhl für Bibel und Jüdische Bibelauslegung), Dr. Britta Müller Schauenburg (Christentum, RdR-Forum – Rücksendung des Schreibens), Landfriedstraße 12, 69117 Heidelberg;
  • Universität Potsdam, School of Jewish Theology, dort jeweils an Prof. Dr. Daniel Krochmalnik (Geschäftsführender Direktor), Prof. Dr. Jonathan Schorsch (Professur für Jüdische Religions- u. Geistesgeschichte), Prof. Dr. Idan Dershowitz (Lehrstuhl für Hebräische Bibel und Exegese), Prof. Dr. Admiel Kosman (Prof. für Talmud und Rabbinische Literatur, Am Neuen Palais 10 / Haus 2, 14469 Potsdam, Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen, z.Hd. Prof. Dr. Lic. Iur.. can. Thomas Meckel (Lehrstuhl für Kirchenrecht), Offenbacher Landstraße 224, 60599 Frankfurt/Main;
    Katholisch-Theologische Fakultät, z.Hd. Prof. Dr. Dr. Burkhard Josef Berkmann (Klaus-Mörsdorf Studium für Kanonistik), Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München;
  • Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, z.Hd. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christoph >Markschies, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin;
  • Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (Ceres), jeweils an Prof. Dr. Volkhard Krech (Direktor), Prof. Dr. Volker Beck (Lehrbeauftragter), Universitätsstraße 90a, 44789 Bochum;
  • Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, z.Hd. Ministerin Manja Schüle, Dortusstraße 36, 14467 Potsdam;
  • Büro des Erzbischofs Dr. Heiner Koch, z.Hd. Dr. Gregor Klapczynski (Theologischer Referent und Referent für Interreligiösen Dialog), Postfach 040856, 10064 Berlin.

Der Bibelkenner

Matthias Köpke  

fährt fort in seinem

Beschwerdebrief an die Othodoxe Rabbinerkonferenz Deutschlands

Was ist eigentlich Gehorsam?

„Die Religion des Judentums stellt sich die Aufgabe, die Menschen zu erziehen und zur sittlichen Vollendung zu führen. Daher wird die Bibel nicht müde, Gehorsam gegen ihre Gesetze zu fordern.

Sie verheißt Lohn und droht Strafe an, weil sie mit kindlicher Torheit und Unreife und mit menschlicher Leidenschaft rechnet.

Ein Gehorsam aber, der aus Furcht oder um eines Lohnes willen geübt wird, gilt in der Bibel nicht als die reinste Form des Gehor-chens. Der Fromme erfüllt aus Ehrfurcht vor Gott in freudiger Liebe das Gebot des Glau-bens. Kein Opfer ist ihm zu groß, um zu tun, was Gott ihm befiehlt. Die Erzählung von der Opferung Isaaks (Gen. 22) ist das Hohelied religiösen Gehorchens. Auf dem Scheiter-haufen dankt Rabbi Akiba Gott dafür, daß er das Gebot (Deut. 6,5) erfüllen kann:

,Du sollst deinen Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft (b.Bĕr.61b). Nicht knechtische Unter-werfung, grundloses Gehorchen schreibt die Bibel vor, sondern Nachdenken über ihre Gebote und sinnendes Forschen (Ps. 1,2; 63,7). ,Erkennen sollst du und es dir zu Herzen nehmen, daß der Ewige Gott ist. Auch der Talmud befindet sich im Einklang mit der Bibel, wenn er lehrt, daß eine religiöse Pflicht um ihrer selbst willen geübt werden muß. ,Seid nicht wie Knechte, die ihrem Herrn um des Lohnes willen dienen (P.A.1,3; b. Bĕr.17 a).“ (2)

„Alles stammt von Gott, nur nicht die Gottesfurcht; sie ist das einzige, was man Gott geben kann.“

Können die Israeliten als „gottesfürchtig“ bezeichnet werden, wenn sie meinem Recht und Gottes Befehl in Genesis 27,40 (Esausegen) mißachten? Meine Antwort: Nein.

„Was für das talmudische Gesetz besonders kennzeichnend ist und vor allem anderen seine Eigenheiten verstehen läßt, ist der Umstand, daß es auf dem unerschütterlichen Glauben basiert, daß Gott selbst alle in der Tora, als dem Wort Gottes, kein Wort und kein Buchstabe zu wenig oder zu viel steht, daß nichts in der äußeren Form Zufall ist, sondern alles seine Bedeutung hat, daß die Tora in allen ihren Einzelheiten dazu be-stimmt ist, nach feststehenden, schon von der Offenbarung am Sinai her überlieferten Regeln gedeutet zu werden; … Sind ferner die Gesetze und Lehren der Tora der geoffenbar-te Wille Gottes, so ist es die oberste Pflicht und Aufgabe des Menschen, sie mit möglich-ster Genauigkeit und Absolutheit überall im Leben zur Geltung zu bringen. …“ (3)

Bringen die Israeliten den geoffenbarten Willen Gottes, das Tora-Gesetz in Gen. 27,40 (Esausegen) mit möglichster Genauigkeit und Absolutheit überall im Leben mir gegenüber zur Geltung? Meine Antwort: Nein.

Kiddusch haschem und Chillul haschem ,Heiligung und Entweihung (Profanation) des göttlichen Namens‘ bezeichnen eig. den höchsten und den tiefsten Grad jüdisch-religiöser Moral.

Sie besagen: der Jude ist verpflichtet, alles zu tun, was irgend in seiner Macht steht, um Gottes Namen durch sein Tun zu verherr-lichen, und andererseits alles zu vermeiden, was Gottes Namen in den Augen der Welt herabwürdigen könnte, gemäß Lev. 22,32:

,Und entweiht nicht meinen heiligen Namen, so daß ich geheiligt werde inmitten der Kinder Israels, ich bin der Ewige, der euch heiligt.‘ Insbesondere aber sollte Israel als Priestervolk (Ex. 19,5) es als seine Aufgabe betrachten, Gottes Namen bis zur Hingabe des eigenen Lebens für die Religion zu heiligen.

,Unter der Bedingung habe ich euch aus Ägypten herausgeführt, daß ihr euer Selbst hingebt, meinen Namen zu heiligen (Sifra zu Emor 138). So galt es denn ursprünglich als Pflicht jedes Juden, eher sein Leben zu opfern, als daß er wegen Androhung des Todes sich entschlösse, durch die öffentliche Übertretung eines göttlichen Gebots den Namen Gottes zu entweihen (b. Sanh. 74a und b). (Anm. M.K.: Die religiösen Märtyrer werden daher ,Heilige‘ genannt).

… Bemerkenswert ist der Spruch: ,Alle Sünden werden durch Buße, den Versöh-nungstag oder die läuternde Kraft der Leiden vergeben, nur nicht die Entweihung des göttlichen Namens, wie geschrieben steht:

„Wahrlich, diese Missetat soll euch nicht vergeben werden, bis ihr sterbt“ (Mĕchilta zu Jitro 7; b. Joma 86a).“ (4)

Entweihen die Israeliten den Namen Gottes, wenn sie mir mein Recht des Esausegens (Gen. 27,40), die Freiheit von Israels Joch, verwehren? Meine Antwort: Ja.

Gerichtswesen. Das Gericht ist nach jüdischer Auffassung in erster Linie eine göttliche Institution. Wer vor dem Gericht erscheint, tritt daher gleichsam vor Gott (Deut. 19,17); denn ,das Gericht ist Gottes (Deut. 1,17). Die Richter werden als Organe Gottes betrachtet, sie werden darum in der Bibel auch bisweilen mit dem gleichen Ausdruck wie Gott (elohim) bezeichnet (Ex. 22,7f.; 1. Sam. 2,25), die das Recht zu suchen haben, indem sie gleichsam Gott selbst befragen (Ex. 18,15).

Gott gilt als beim Gericht an-wesend, in seinem Namen wird Recht gesprochen. Durch diese hohe Auffassung von der Stellung und Aufgabe des Gerichtes wurde jeder Gewalt und Willkür von Anfang an entgegengetreten.

… In anschaulicher Weise kommt das Streben des Königs Josaphat, die Gerechtigkeit in Israel zu fördern, in seiner Mahnung an die Richter zum Ausdruck: ,Seht zu, was ihr tut; denn Ihr haltet das Gericht nicht für Men-schen, sondern für den Ewigen, und er ist bei Euch im Rechtsspruch; darum sei die Gottes-furcht Euch gegenwärtig, hütet Euch bei Eurem Tun; denn beim Ewigen, unserem Gott, gibt es nicht Ungerechtigkeit, Ansehen der Person und Annahme von Bestechung (2. Chron. 19,6).“ (5)

Können die Israeliten noch im Namen Gottes Recht sprechen, wenn sie das Recht des Esause-gens (Gen. 27,40) mir und anderen gegenüber mißachten? Meine Antwort: Nein.

„613 Gebote und Verbote der Tora. Nach einer alten, bereits auf die tannaitische Zeit zurückgehenden Tradition (Mĕchilta, Jitro, Bachodesch; Sifre, Deut. § 76) beginnt ein bekannter Ausspruch des Haggadisten Simlaj (3. Jhdt. n.), der die große Zahl der biblischen Gebote durch David und die Propheten auf einen immer kürzeren, religiös-ethischen Ausdruck bringen läßt, mit den Worten:

  • 613 Gebote sind dem Moses geoffenbart worden,

  • 365 Verbote, gleich der Anzahl der Tage des Sonnenjahres, und

  • 248 Gebote, gleich der Anzahl der Glieder des menschlichen Körpers‘ (b. Makk. 23b).

Die für die Zahlen 365 und 248 angegebenen Parallelen sollen nach Juda b. Simon besagen: Jeder Tag spricht zum Menschen: ,Ich bitte dich, übertritt nicht an mir dies Verbot!‘ Und jedes Glied spricht zum Menschen: ,Ich bitte dich, übe mit mir dies Gebot aus!‘ (Pĕssikta 101a; Tanchuma, Ki teze 2, Ausg. S. Buber). Maimonides (Rambam) stellte in seinem Buch „Sefer hamizwot“ (Buch der Gebote) vierzehn Leitsätze auf, die er seiner Aufzählung zu-grunde legte und die von einigen Aufzäh-lungen anderer Gelehrter etwas abweichen.“ (6)

Hier an dieser Stelle möchte ich aus diesen 613 Geboten und Verboten diejenigen aufzählen, die zu miß-achten m.E. sich die Israeliten schuldig machen, wenn sie den Esausegen Gen. 27,40 an mich, mein Volk und jeden, der sich darauf beruft, nicht einhalten. Die nachfolgende Aufzählung ist der Liste des Maimonides entnommen, die im „Jüdischen Lexikon“ Band II von Herlitz und Kirschner (s. o.) abgedruckt ist.

Verstoß gegen folgende Gebote (von 248):

3. Liebe zu Gott (Deut. 6,5); 4. Ehrfurcht vor Gott (Deut. 6,13); 6. Hangen an Gott (Deut. 10,20); 8. Wandeln in den Wegen Gottes (Deut. 28,9); 9. Heiligung des göttlichen Namens (Kiddusch haschem, Lev. 22,32); 172. Gehorsam gegen jeden Propheten, insoweit dieser innerhalb der Vorschriften der Tora blei3. bt (Deut. 18,15); 177. Unparteilichkeit beim Gericht (Lev. 19,15); 179. Sorgfältige Prüfung der Zeugen (Deut. 13,14); 207. Liebe zum Fremdling (Deut. 10,19); 235. Dauernde Sklaverei kanaanitischer Sklaven (Lev. 25,46. Anm. Matthias Köpke: kanaanitischer = aus den heidnischen, nichtjüdischen Völkern. Dieses Gebot ist m.E. falsch, weil es nicht mit dem Esausegen Gen. 27,40 in Einklang zu bringen ist, m.E. irrt sich hier Maimonides).

Verstoß gegen folgende Verbote (von 365):

2. Ein Bild von Gott zu machen oder zu haben (Ex. 20,4);

48-49. Mit den sieben Völkern Kanaans Frieden zu schließen oder sie am Leben zu erhalten(Ex. 23,32; Deut. 7,2; 20,17. Anm. M. Köpke: Auch hier irrt m.E. Maimonides, weil er den Esausegen Gen. 27,40 nicht beachtet.);

60. Den heiligen Namen Gottes zu lästern (Lev. 24,16; Ex. 22,27); 61. Eine eidliche Zusage zu brechen (Lev. 19,12. Anm. Matthias Köpke: Wenn jemand auf die Bibel schwört, schwört er auch auf den Esausegen Gen. 27,40, wenn er dann den Esausegen nicht beachtet ist er Eidbrüchig!);

63. Gottes Namen zu entweihen (Lev. 18,21; 22,32);

64. Gott zu versuchen (Deut. 6,16);

273. Im Gericht Unrecht zu tun (Lev. 19,35);

275-276. Als Richter das Ansehen der Person zu achten oder sich zu fürchten (Lev. 19,15; Deut. 1,17. Anm. M. Köpke: Die Richter fürchten sich m.E. davor, meinen Fall, mit der Beanspruchung von Gen. 27,40, vor ihren Gerichten zu verhandeln, oder auch nur Kontakt mit mir aufzunehmen.);

280. Das Recht der Fremdlinge, Ausländer oder Waisen zu verdrehen (Deut. 24,17);

284. Gesetzesunkundige als Richter anzustellen (Deut. 1,17. Anm. M. Köpke: Anscheinend kennt kein Richter den Esausegen in Gen. 27,40.);

312. Dem obersten Gericht den Gehorsam zu versagen (Deut. 17,11. Anm. M. Köpke: Und wenn der Esausegen Gen. 27,40 bekannt ist, warum hält sich niemand daran?);

313-314. Etwas vom Gesetz hinzuzufügen oder von ihm wegzunehmen (Deut. 13,1. Anm. M. Köpke: M.E. wird der Esausegen Gen. 27,40 als sehr wichtiges Gesetz nicht beachtet oder weggenommen!).

Im Juden- und Christentum herrscht die Anschauung, daß alle Gebote in der Tora, also auch der Esau-segen Gen. 27,40, ewig gültig sind: die absolute Geltung der religiösen Wahrheit übertragen sie auf die Einzelvorschriften der Tora.

Fortsetzung (Schluß) folgt

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Anmerkungen

2) Israel Shahak u. Norton Mezvinsky: „Jewish Fundamentalism in Israel“, 176 Seiten, London 1999, Pluto Press, 345 Archway Road, London N6 5AA.

3) Roland Bohlinger: „Denkschrift auf der Grundlage des geltenden Völkerrechts und des im Alten Testament verkündeten Jakob- und Esausegens“, veröffentlicht in „Freiheit und Recht“, Viöl im Nov. 2002.

4) „Die Ankunft des Messias selber ist an unmögliche, jedenfalls höchst paradoxe Bedingungen gebunden, niemals wohl melancholischer und menschlich-vertrackter als in dem, einen Gedanken des Sohar zuspitzenden Wort, der Messias werde nicht eher kommen, als bis die Tränen Esaus versiegt sein werden. (Als Sohar-Zitat bei Benjamin aus Solositz, Ture Sahab, Mohilew 1816, f. 56b. Die Formulierung ist eine Zuspitzung einer Stelle im Sohar II, 12b). Unter allen Bedingungen der Erlösung wahrlich die überraschendste und zugleich unmöglichste! Denn die Tränen Esaus sind die, die er nach Gen. 27, 38 (1. Mose) vergoß, als er von Jakob“ (Anm. M.K.: Israel) „um den Segen Isaaks betrogen wurde.“ (Quelle: Gershom Scholem in seinem Buch „Judaica“ Suhrkamp Verlag 1968, S. 72: Zum Verständnis der messianischen Idee im Judentum.) Warum verwehrt man mir – den sog. Heiden – den Esausegen, der doch Teil der jüdischen und christlichen Verfassung (Bibel) ist? Richten sie sich da nicht gegen ihren eigenen Glauben und ihr eigenes biblisches Verfassungsgesetz? Was sieht die Bibel für Strafen für einen solchen biblischen Verfassungs- und Gesetzesbruch vor? Etwa die Vernichtung? Oder 5. Mose 30, 15-16: „Siehe, ich habe dir heute das Leben und das Gute, und den Tod und das Böse vorgelegt, da ich dir heute gebiete, deinen Gott, zu lieben, auf seinen Wegen zu wandeln und seine Gebote und seine Ordnungen und seine Rechtsbestimmungen zu beobachten, damit du lebst und zahlreich wirst …“ 19-20: „Ich nehme heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch: das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, auf daß du lebst, du und deine Nachkommen, indem du deinen Gott, liebst und seiner Stimme gehorchst und ihm anhängst; denn das ist dein Leben und die Länge deiner Tage, …“  Würde nicht auch ich den Fluch wählen, wenn ich den Esausegen nicht beanspruchen würde? Es ist ja die Verheißung Gottes an mich – als sog. Heiden – und muß von mir umgesetzt werden.

5) Siehe Teil II Punkt 5: „Eine verhängnisvolle Mythologie“ (Die Noachidischen Gebote) in M. Köpke’s „Denkschrift – Warum soll unsere natürliche Welt zerstört werden?“ 7. erw. Auflage 2021

6) Wissen die Israeliten überhaupt, was es heißt, ein gehorsames, auserwähltes Volk zu sein? In „Jüdisches Lexikon“ Band 1-4 von Dr. Herlitz und Dr. Kirschner, Jüdischer Verlag Berlin 1927-1930 steht unter Auserwähltes Volk (1) Gehorsam (2) Gesetze, Talmudische (3) Kiddusch Haschem (4) Gerichtswesen (5) Gebote und Verbote der Tora, 613 (6) Gerechtigkeit

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