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Was längst fällig wäre – wurde es je von einer in der BRD verantwortlichen Regierung versucht? -, das übernimmt ein deutscher Jurist als Privatmann: Er fordert in einem

Offenen Brief an den US-Präsidenten Donald Trump

die längst geschuldete Wiederherstellung der nationalen Souveränität

Dieter Zimmermann

Mutterstadt, 23. Februar 2019

an Mr. Donald Trump, President of the United States, The White House, 1600 Pennsylvania Avenue NW, Washington DC 20500 – USA

Vorteilswahrung und Recht und Pflicht der USA, die nationale Un­abhängigkeit Deutschlands wieder herzustellen

Sehr geehrter Herr Präsident Do­nald Trump,

die Mehrzahl der Deutschen sieht in Ihnen den mutigen Kämpfer ge­gen Lüge und Betrug und hofft da­her, daß Sie bei diesem Kampf den Deutschen in ihrem Bemühen bei­stehen, die nationale Unabhängigkeit Deutschlands wiederzuerlangen.

Ich will mich kurz vorstellen: Ich bin 73 Jahre alt, war als Jurist tätig, bin verheiratet und habe zwei Kinder. Ich gehöre keiner Partei an und bin auch nicht Anhänger einer Ideolo­gie, doch als Deutscher sehr davon betroffen, daß Deutschland seit 1945 seine nationale Einheit und Souve­ränität noch immer nicht zurücker­langt hat.

Letzter Anstoß für meinen Brief war Ihre Entscheidung, die US-amerikanischen Truppen aus Syrien abzuziehen und dies mit der Be­gründung, so war zu lesen, daß die USA nicht weiter der Weltpolizist sein können und daß die Terrormiliz IS besiegt ist. Ihre Entscheidung ist sehr zu begrüßen, weil dadurch die Möglichkeit geschaffen wird, zu ei­nem friedlichen und wirtschaftlich gedeihlichen Ausgleich nicht nur mit Syrien zu kommen.

Dieser Ent­scheidung kommt aber in noch viel weiterem Rahmen große Bedeutung zu. Denn auch der Abzug der US-amerikanischen Besatzungstruppen auf deutschem Boden entspräche ei­nem solchen allseits gewinnbringen­den Ausgleich. Die USA gewönnen mit dem Abzug ihrer Streitkräfte aus Deutschland und mit einer nachfol­genden Souveränität Deutschlands einen von fremder Einmischung und Reglementierung unabhängigen und verläßlichen Vertragspartner. Bi­laterale Verträge, die Sie sich, sehr geehrter Herr Präsident Trump, ja auch wünschen, könnten dann zum Nutzen der USA und Deutschlands geschlossen werden.

Anfang der 1950er Jahre hatte Ba­ron Ismay, erster Generalsekretär der NATO, erklärt, der Zweck der North Atlantic Treaty Organizati­on sei es, „die Russen draußen, die Amerikaner drinnen und die Deut­schen unten zu halten.“ Inzwischen haben sich die politischen Verhält­nisse geändert, der erklärte Zweck ist hinfällig geworden.

Die Sowjetunion ist zusammengebrochen, und auch das heutige Rußland ist keine Bedrohung Europas und der USA, so sehr auch die Medienwelt Ge­genteiliges berichtet. Ein Rückzug des US-amerikanischen Militärs aus Deutschland wäre daher folgerichtig, zumal dieser weitaus weniger kosten würde als ein Verbleib des US-ame­rikanischen Militärs mitsamt seinen Stützpunkten und Kommandostel­len. Die nicht verbrauchten Mil­liardenbeträge könnten sinnvoller in den USA investiert werden. Sie selbst, sehr geehrter Herr Präsident, sprachen anfänglich völlig zu Recht davon, daß die NATO „obsolet“ ge­worden sei.

Daß die weitere Stationierung des US-amerikanischen Militärs nicht länger in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) gerechtfertigt ist, ergibt sich im übrigen nicht al­lein aus rechtlichen, sondern mehr noch aus sittlich-moralischen Grün­den, die nur zu gern verschwiegen werden, vor allem von den deutschen Politikern und von der deutschen Presse.

Zu erinnern ist daran, daß die USA in den beiden Weltkriegen von 1914-1918 und von 1939-1945 die Ent­scheidung herbeigeführt haben und deshalb für die daraus entstandenen Folgen verantwortlich sind. Ge­nau besehen, tragen die USA gleich mehrfache Verantwortung gegen­über Deutschland. Zum einen grif­fen die USA beide Male gegen das Deutsche Reich in den Krieg ein, ob­gleich das Deutsche Reich die USA in keiner Weise bedroht hatte.

Auch unterstützten die USA beide Male die Alliierten mit massenhaften Gü­terlieferungen und hohen Krediten, so daß hauptsächlich hierdurch das Deutsche Reich schließlich in beiden Weltkriegen unterlag.

Ferner hatten die USA entscheidenden Anteil an der Fortsetzung des Ersten Welt­kriegs, als England und Frankreich 1916/1917 am Ende ihrer Kräfte waren und einem Friedensangebot der deutschen Reichsregierung zu­gestimmt hätten, wären sie von den USA davon nicht abgebracht wor­den.

Dadurch nahmen die USA auch gro­ßen Einfluß auf das Zustandekom­men des Versailler Friedensdiktats von 1919, das den Deutschen größ­tes Unrecht, bitterste Demütigung, schweres Leiden und unermeßlichen Schaden zufügte.

Schon die Waffen­stillstandsvereinbarungen von 1918, aufgrund deren allein das Deutsche Reich den Krieg beendet hatte, wur­den von US-Präsident Wilson ge­brochen. Nicht mehr galt plötzlich das Selbstbestimmungsrecht für Deutschland.

Das Deutsche Reich verlor dadurch

  • Elsaß-Lothringen,

  • Eupen-Malmedy,

  • Nordschleswig,

  • Westpreußen mit Posen,

  • Danzig,

  • das Memelland,

  • Teile Ostschlesiens und

  • das Hultschiner Ländchen.

Das Ver­sprechen, daß jede kriegführende Nati­on für ihre Kriegs­schulden selber aufkommen solle, wurde ebenfalls ge­brochen. Dafür aber wurden Deutsch­land Milliardensummen an Re­parationszahlungen auferlegt. Das trieb das Deutsche Reich in die Inflation, sei­ne Wirtschaftskraft erlahmte, Millio­nen von Arbeitslo­sen waren die Fol­ge, Hungersnot und eine wachsende Ver­elendung der deut­schen Bevölkerung.

Schwere Schuld lud sich US-Präsident Wilson außerdem auf, weil er in völliger Unkenntnis europäischer Geschichte leichtfertig der Zerschla­gung der Donaumonarchie Öster­reich-Ungarn zustimmte und damit eine Schutzmacht zerstörte, die dem Osten und Südosten Europas Ruhe und Sicherheit gab, und Wilson war es auch, der zur reichsfeindlichen Gründung der Tschechoslowakei unter jeder Mißachtung des Selbst­bestimmungsrechts der Völker we­sentlich beigetragen hatte und da­mit einem staatlichen Kunstgebilde zustimmte, das als Aufmarschgebiet gegen das Deutsche Reich zur stän­digen Bedrohung und Fügsamkeit Deutschlands geschaffen wurde.

Noch verantwortungsloser, verbre­cherischer verhielten sich die USA zu Beginn, während und am Ende des Zweiten Weltkriegs gegenüber Deutschland.

Die Planungen der USA liefen nun darauf hinaus, wie sie etwa gemäß der Denkschrift Kauf­mans: „Germany must perish“ das deutsche Volk auslöschen könnten. Für die USA war das Versailler Frie­densdiktat von 1919 nicht zu hart, sondern nicht hart genug. Die USA sahen in dem Diktat den Fehler, daß es die nationale Identität der Deut­schen nicht antastete.

Deshalb wur­den kurz nach dem Kriegseintritt der USA gegen das Deutsche Reich be­reits am 11.12. 1941 in Washington Pläne zur Teilung Deutschlands und zur Umerziehung der Deutschen er­örtert. In den folgenden Konferenzen wurde dann die Nachkriegsentwick­lung in Deutschland im wesentlichen festgelegt. Den Anfang machte die Konferenz von Casablanca 1943, auf der US-Präsident Roosevelt erklärte, nur mit einer „bedingungslosen Ka­pitulation“ des Deutschen Reiches den Krieg beenden zu wollen, womit sich die Absicht der USA verband, einen Vernichtungskrieg gegen das Deutsche Reich zu führen.

Dieses Kriegsziel verlängerte den Zweiten Weltkrieg um mindestens ein Jahr und verschuldete den Tod von wenigstens zwei Millionen Sol­daten und Zivilisten.

Außerdem sah Roosevelt in der „bedingungslosen Kapitulation“, wobei ihm Churchill, der englische Premierminister, be­geistert zustimmte, das vermeintliche Recht, mit dem besiegten Deutsch­land willkürlich verfahren zu können und von keinerlei Völkerrechtsrege­lungen eingeschränkt zu sein, auf die sich die Deutschen berufen könnten. Roosevelt war es dann wiederum, der auf der Konferenz von Quebec 1943 vorschlug, den Zweiten Weltkrieg ohne Friedensvertrag mit Deutsch­land zu beenden. Denn ein solcher Friedensvertrag hätte das Völkerrecht zumindest in Ansätzen zu beachten, und die Hauptsiegermächte wollten doch frei und uneingeschränkt über ihre Beute verfügen.

Weiter ergibt sich die Hauptschuld der USA am Zweiten Weltkrieg und an den alliierten Verbrechen gegen das deutsche Volk aus den Abma­chungen auf der Konferenz von Te­heran im November 1943, als Roose­velt die Zerstückelung Deutschlands konkretisierte.

Noch bevor es dann zur folgenden Konferenz in Jalta kam, schrieb Roosevelt an Stalin am 4. 10. 1944:

Unsere drei Länder, die USA, die UDSSR und Eng­land, führen einen erfolgreichen Krieg gegen Deutschland, und wir können uns gewiß mit dem glei­chen Erfolg zusammenschließen, um eine Nation zu zermalmen, die – dessen bin ich in meinem Her­zen überzeugt – ein ebenso großer Feind Rußlands wie Amerikas ist“;

siehe “Die Jalta-Dokumente”, Göt­tinger Verlagsanstalt, 1957, Seite 16.

Hier zeigt sich einmal mehr, daß Roosevelt nicht nur das Deutsche Reich und seine Führung besiegen wollte, sondern daß hinter seinem Krieg gegen Deutschland seine Ab­sicht stand, den deutschen Staat und dazu auch das ganze deutsche Volk zu zermalmen, zu vernichten! Nach dem Krieg verfolgten die USA diese Absicht mit verlogener Propaganda und soziologisch-psychologischen Waffen weiter, und heute, nach 74 Jahren, sind die USA ihrem Ziel der Zermalmung, der Auflösung, dem Untergang des deutschen Volkes sehr nahegekommen.

Insbesondere die oben angegebe­nen „Jalta-Dokumente“ zeigen in erschütternder Weise, wie höhnisch, menschenverachtend, gehässig, ge­wissenlos Roosevelt, Churchill und Stalin über Deutschland und das deutsche Volk sprachen und verfüg­ten. Umso krasser tritt die Heuchelei und Verlogenheit Roosevelts zutage, der in seinen Reden, in seiner Atlan­tic-Charta stets höchste christliche Werte anrief, die allein sein Handeln bestimmen würden und die es im Kriege gegen das unchristliche, bar­barische, kulturlose Deutschland zu sichern gälte.

Nicht eine Minute lang besannen sich die drei „Großen“ über das riesi­ge, in der Menschheitsgeschichte un­erhörte und einmalige Ausmaß ihres geplanten Verbrechens der Vertrei­bung von über 16 Millionen Deut­schen aus ihrer vielhundertjährigen ostdeutschen Heimat.

Allen dreien war nicht nur bewußt, daß diese Ver­treibung völkerrechtswidrig ist, daß sie gegen die Haager Landkriegs­ordnung verstößt, daß sie eine grobe Verletzung selbst der von Roosevelt und Churchill 1941 so feierlich ver­kündeten „Atlantic-Charta“ bedeu­tet, die unter anderem verlangt, daß Gebietsveränderungen nur aufgrund des Selbstbestimmungsrechts der be­troffenen Völker vorgenommen wer­den dürfen; alle drei wußten auch aufgrund der vorangegangenen Ver­brechen an den Volksdeutschen noch vor 1939, welchen Leidensweg sie den Ostdeutschen eröffneten, wür­den sie der Vertreibung zustimmen, sie sahen die millionenfachen To­desqualen voraus, wie sie dann auch erfolgten, – und doch gaben sie ihr Einverständnis zur Vertreibung.

Sie wußten, daß sie mit ihrer Zustim­mung zur Vertreibung den strafrecht­lichen Tatbestand des Völkermords erfüllen, haben diesen Völkermord in ihre Überlegungen auch kühl mit einbe­zogen, denn je we­niger Vertriebene in Restdeutschland un­terzubringen seien, desto weniger stellte sich ihnen dann als den Besatzungs­mächten auch die Frage der Versorgung dieser Millionen von Vertriebenen, wie ja auch Churchill in Jal­ta in höchster Men­schenverachtung zu verstehen gab, nicht die Absicht zu ha­ben, die Tötung von Deutschen von ein oder zwei Millio­nen oder noch mehr „irgendwie zu begrenzen“, – das alles wußten die „Großen Drei“ durchaus, aber sie stimmten der Vertreibung von 16 Millionen Menschen zu und zählen somit zu den großen Verbrechern in der Menschheitsgeschichte.

Gegen die Übermacht unterlagen die Deutschen. Es kam zur Kapi­tulation der Deutschen Wehrmacht am 8. und 9.Mai 1945, nicht aber zur Kapitulation der deutschen Reichs­regierung. Diese bestand unter dem Hitler-Nachfolger, Großadmiral Karl Dönitz, fort. Wegen der von Eng­land betriebenen völkerrechtswidri­gen Absetzung verlor die Reichsre­gierung jedoch am 23.5. 1945 ihre Handlungsfähigkeit. Das Deutsche Reich ist dadurch aber nicht unter­gegangen, sondern besitzt als fort­dauerndes Völkerrechtssubjekt nach wie vor Rechtsfähigkeit.

Dies bestätigte auch das Bundes­verfassungsgericht mit Urteil vom 31. 7. 1973. Da heißt es:

Es wird daran festgehalten, daß das Deut­sche Reich den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und weder mit der Kapitulation noch durch die Ausübung fremder Staatsgewalt in Deutschland durch die Alliier­ten noch später untergegangen ist; es besitzt nach wie vor Rechtsfä­higkeit, ist allerdings als Gesamt­staat mangels Organisation nicht handlungsfähig. Die BRD ist nicht Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches.

(Urteile 2 BvI.6/56, 2BvF 1/73,2 BvR 373/83; BVGE 2,266 (277); 3,288 (319ff;5.85 (126); 6, 309, 336 und 363).

Es folgte die Konferenz im zer­bombten Potsdam vom 17.7-2.8 1945 mit den drei Siegermächten USA, Sowjetunion und England. Und Achtung! Mit einem Friedens­vertragsvorbehalt erlegten sich die Unterzeichnerstaaten USA, Sowjet-union und England die Selbstver­pflichtung auf, offenstehende Fragen mit dem Deutschen Reich, also mit der deutschen Reichsregierung und nicht mit der Regierung der Bundes­republik Deutschland, in einer noch zu vereinbarenden Friedenskon­ferenz zu regeln.

Als dem Haupt­schuldigen am Zweiten Weltkrieg sind vor allem die USA gehalten, zu dieser Verpflichtung zu stehen und sie einzulösen. Diese kommende europäische Friedenskonferenz gäbe den USA nicht nur die Möglich­keit, sich ihren Verbrechen gegen­über dem deutschen Volk zu stellen, sie bedeutete für die USA auch eine sittlich-moralische Selbstreinigung, wenn sie Schuld und Verantwortung nicht länger leugneten, wenn sie sich um Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit bemühten und den Schaden beheben würden, den sie Deutschland und dem deutschen Volk zugefügt haben.

Was haben die Deutschen den US-Amerikanern getan, daß sie die Deutschen auf das grausamste und unmenschlichste behandelten? Wie keinem anderen Land sind die USA Deutschland zur Dankbarkeit verpflichtet, da es vornehmlich die Deutschen waren, wie ja auch Ihre deutschen Vorfahren, sehr geehr­ter Herr Präsident, die die USA in schwerer Arbeit aufbauten und damit zur Weltgeltung der USA beitrugen.

Doch zum Dank führten die USA mit größtem Einsatz zwei Welt­kriege gegen das Deutsche Reich, bewirkten die USA die beiden mili­tärischen Niederlagen Deutschlands und brachten damit größtes Unglück und Elend über das deutsche Volk.

Die USA sind es daher, die sich den Deutschen gegenüber zutiefst schuldig gemacht haben und ihnen am meisten zur Wiedergutmachung verpflichtet sind. Diese Wiedergut­machung jedoch ist nur in einem gerechten Frieden zu finden, der Deutschland wieder gibt, was ihm widerrechtlich genommen wurde.

Albert Schweitzer sagte anläßlich der Verleihung des Friedensnobel­preises am 4.11.1954 in Oslo:

In schlimmster Weise vergeht man sich gegen das Recht des geschicht­lich Gegebenen, und überhaupt ge­gen jedes menschliche Recht, wenn man Völkerschaften das Recht auf das Land, das sie bewohnen, in der Art nimmt, daß man sie zwingt, sich anderswo anzusiedeln.

Daß sich die Siegermächte am Ende des Zweiten Weltkrieges dazu entschlossen, vie­len Millionen von Menschen dieses Schicksal, und dazu noch in härtester Weise, aufzuerlegen, läßt ermessen, wie wenig sie sich der ihnen gestell­ten Aufgabe einer gedeihlichen und einigermaßen gerechten Neuord­nung der Dinge bewußt wurden.

Vorzubereiten ist daher eine Frie­denskonferenz im Sinne der schon in der Atlantik-Charta niedergeschrie­benen Prinzipien, die von 33 Ver­einten Nationen am 1. Januar 1942 feierlich unterzeichnet wurden. Eine solche Friedenskonferenz ist auch deshalb zwingend, weil wegen der sogenannten Feindstaatenklauseln Artikel 53 und Artikel 107 der UN-Charta das auch nach dieser Charta fortbestehende Deutsche Reich sich mit insgesamt 47 Staaten gegenwär­tig noch immer im Kriegszu­stand befindet.

Da im fortgel­tenden SHAEF-Gesetz Nr. 3. (veröffentlicht von der US-Mi­litärregierung für Deutschland – Kontrollgebiet des obersten Befehlshabers bestätigt am 15. 1. 1944) diese Staaten die USA als Oberbe­fehlshaber und Hauptsieger­macht des Zwei­ten Weltkrieges anerkennen und damit auch als die maßgebliche und federführende Macht bei den Frie­densverhandlungen mit dem Deut­schen Reich, sind die USA aufgeru­fen, zur Sicherung des Weltfriedens den Abschluß eines Friedensvertra­ges mit dem Deutschen Reich als dem Kriegsgegner und rechtmäßi­gen Vertragspartner endlich herbei­zuführen. Hierbei ist das ebenfalls fortbestehende SHAEF-Gesetz Nr. 52, Artikel VII, Nr. 9, Abschnitt c in Verbindung mit dem I. Londoner Protokoll vom 12. 9. 1944 zu beach­ten, wonach der Staat „Deutsches Reich“ zumindest in den Grenzen vom 31.12. 1937 wieder herzustellen ist.

Der offizielle Anstoß zu einer sol­chen Friedenskonferenz kommt von deutscher Seite, wenn die USA ihre Unterstützung zuvor zusagen. Deut­scherseits wird ein Grundlagenbe­richt und ein Lösungsvorschlag aus­gearbeitet und vorgetragen werden.

Der Grundlagenbericht stellt die nicht zu verfälschenden Tatsachen fest, daß

– zwar die Deutsche Wehrmacht 1945 bedingungslos kapitulierte, nicht aber das Deutsche Reich, das laut Urteil des Bundesverfassungsge­richts vom 31.7. 1973 bis heute fort­besteht;

– die deutsche Reichsregierung am 23.5. 1945 unter entwürdigenden Umständen auf Drängen der So­wjetunion und der USA durch eng­lisches Militär gegen zwingendes Kriegsvölkerrecht verhaftet und ab­gesetzt wurde;

– das Deutsche Reich somit erst da­durch und in rechtswidriger Weise um seine Handlungsfähigkeit ge­bracht worden ist;

– die Regierungen dieses fremdbe­stimmten Staates BRD über völ­kerrechtsgemäßes Staatsgebiet des Deutschen Reiches zugunsten nicht­deutscher Staaten weder nach Völ­ker- noch nach Reichsrecht verfügen durften, so daß solche Verträge und Vereinbarungen rechtswidrig und nichtig sind;

– die Ansprüche des Deutschen Rei­ches auf Herausgabe seiner ihm ge­raubten Gebiete nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg wie auch auf Entschädigung für daraus gezogenen Nutzen völkerrechtlich nicht verjäh­ren und unverzichtbar sind.

Der Lösungsvorschlag hat zum Ge­genstand:

– Aufhebung des Schuldvorwur­fes bezüglich des Ersten und Zwei­ten Weltkrieges; Rückgabe der vom Deutschen Reich abgetrennten Ge­biete durch die Verträge von Versail­les und St. Germain von 1919 und durch die Potsdamer Beschlüsse von 1945;

– Entschädigung der deutschen Hei­matvertriebenen und des Deutschen Reiches durch die Vertreiberstaaten;

– Rückgabe geraubten Eigentums der Deutschen und des Deutschen Reiches (Stichwort: “Beutekunst”);

– Rückgabe des geraubten deutschen Archivmaterials;

– Streichung der Artikel 53 und 107 der UN-Satzung (sog. Feindstaaten­klauseln) und der im sogenannten am 12. 9. 1990 abgeschlossenen Zwei-Plus-Vier-Vertrag übernommenen Bestimmungen des Überleitungs­vertrags von 1954 sowie sonstiger die Souveränität des Deutschen Reiches einschränkender Maßregelungen.

Dieser Lösungsvorschlag entspricht dem internationalen Vertragsvöl­kerrecht, folgt geschichtlichen Tatsachen, und er fordert nur, was Deutschland und dem deutschen Volk zusteht und in rechtswidri­ger Weise weggenommen wurde. Diese Forderungen gegenüber den vier Hauptkriegsgegnern Deutsch­lands sind umso berechtigter, als Deutschland nach den beiden Welt­kriegen insbesondere von diesen vier Hauptkriegsgegnern ausgeplündert und ausgeraubt wurde und dadurch Wertverluste in Billionenhöhe erlitt.

Im Zuge dieser Vorbereitungen für die längst fällige Friedenskonferenz ist die Handlungsfähigkeit des Deut­schen Reiches wieder herzustellen, weil nur die Regierung des Deutschen Reiches rechtmäßiger Vertragspart­ner ist, nicht aber die Regierung der Bundesrepublik Deutschland.

Daß ein solcher Vertragsschluß nicht mit der Bundesrepublik Deutschland (BRD) vorzunehmen ist, ergibt sich zum einen aus dem Protokoll der Potsdamer Konferenz und daraus, daß ein Friedensvertrag nur zwi­schen den Kriegsgegnern geschlos­sen werden kann, und zum anderen deshalb, weil am 8/9.5. 1945 mit der Kapitulation der Deutschen Wehr­macht der Staat „Deutsches Reich“ nicht untergegangen ist, sondern bis heute als Völkerrechtssubjekt fort­besteht, weshalb die Bundesrepublik Deutschland nicht Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches ist.

Die Wiedererlangung der reichs­staatlichen Handlungsfähigkeit hat stufenweise zu erfolgen. Als erstes ist die bundesweite Wahl von Abge­ordneten für eine ordnende Reichs­versammlung auszuschreiben und durchzuführen. Diese bereitet so­dann Wahlen zum Reichstag auf der Grundlage der völkerrechtlich unver­ändert gültigen Weimarer Verfassung von 1919 vor. Der gewählte Reichstag bildet daraufhin die Reichsregierung mit allen Verfassungsorganen und stellt somit die selbstherrschaftliche Handlungsfähigkeit des Deutschen Reiches wieder her. Zu den ersten Handlungen der neuen Reichsre­gierung gehört der Abschluß eines Friedensvertrages mit den USA, mit Rußland und England gemäß der von diesen Mächten anläßlich der Potsdamer Konferenz von 1945 ab­gegebenen Selbstverpflichtung.

Sehr geehrter Herr Präsident Do­nald Trump, in Warschau sprachen Sie am 6. 7. 2017 zur Menschenmen­ge und sagten:

Unser Kampf für den Westen beginnt nicht auf dem Schlachtfeld, er beginnt in den Her­zen, den Köpfen, den Seelen. (….) So laßt uns alle kämpfen wie das polni­sche Volk, für die Familie, für Frei­heit, für unser Land, für Gott.

Ich nehme Sie beim Wort. Wir Deut­schen wollen wieder frei von fremder Bevormundung, frei in unseren Ent­scheidungen sein, wollen wieder ein eigenständiger Staat, wieder eine un­abhängige Nation sein, ohne Besat­zung und Fremdherrschaft, und wir wollen wieder in den angestammten, völkerrechtsgemäßen Grenzen unse­res Landes leben.

Ich hoffe sehr, daß mein Brief Sie erreicht und günstig von Ihnen auf­genommen wird. Öfters war zu le­sen, daß Sie den Herkunftsort Ihrer Vorfahren, Kallstadt in Rheinland- Pfalz, besuchen wollen. Vielleicht ergibt sich hierbei eine kurze Begeg­nung.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Dieter Zimmermann

Dietmar Lange

berichtet als Augenzeuge

von einer Oster-Veranstaltung der „Ludendorffer“ in Dorfmark und dem Störfeuer der Antifa:

Gesinnungsterror mit Lautverstärker: das war die neueste Innovation jenes „Aufstandes der (Un-)Anständigen“ Ostern 2019.

Schon Friedrich Schiller meinte:

Es ist nur verwunderlich, warum solche Kreaturen im Gefühl ihrer Nichtswürdigkeit nicht augenblicklich verwesen.

Nun, Haßprediger haben eben kein Gespür für Nichtswürdigkeit.

Wie in jedem Jahr treffen die Teilnehmer der Ostertagung in Dorfmark auf eine gewaltige Anlage massiver Absperrgitter zum Schutz des Tagungslokals. Die weiträumige Absperrung hat durchaus ihren Sinn, denn was vor Jahren schlicht als „Mahnwache“ mit Bedrohungscharakter gegen „die Ludendorffer“ inszeniert wurde, entwickelte sich immer mehr als aggressiv auftretendes „Antifa“-Aufmarsch-Szenario extrem linker Kräfte. Entsprechend groß ist das Polizeiaufgebot.

Bild: Pixabay

Obwohl die Dorfbewohner diese alljährlichen Störmanöver in ihrer überwiegenden Mehrheit keineswegs gutheißen, nehmen die Demonstranten auf deren Befindlichkeiten keinerlei Rücksicht. Die ortsfremden „Gutmenschen“ kommen aus allen Himmelsrichtungen und benehmen sich sehr rücksichtslos.

Dieses Jahr „verirrte“ sich ein offenbar aus Göttingen angereister Trupp auf dem Weg vom nahen Bahnhof sogar auf den Hinterhof der Tagungsstätte, was von den vor dem Hotel postierten Polizeikräften zunächst unbemerkt blieb. Durch energisches Eingreifen wurde der Spuk aber rasch beendet. Ein klarer Fall von Hausfriedensbruch.

Daß die Agitation im Frontbereich sich keineswegs nur gegen Brauchtumspflege und Kulturveranstaltungen richtet, sondern gegen das Deutschtum an sich, gegen unser Land, belegte ausdrücklich ein Plakat mit einem von der Faust zerschmetterten Bundesadler.

Der „Kampf gegen Rechts“ kennt da keine Unterschiede, auch war auf einem anderen Plakat zu lesen: „Krieg beginnt hier!“ Gemeinsam mit den offensichtlich demokratie- und verfassungsfeindlichen Linksextremisten „demonstrierten“ Vertreter der „Zivilgesellschaft“: eine Lehrerin, ein Rechtsanwalt und eine Kindergärtnerin.

Für das Kontrastprogramm gegen österliche Feiertagsstille sorgten dann die sonst überall Toleranz einfordernden Demonstranten, die erstmals einen LKW mit aufgestellten Lautsprecherboxen im Angebot hatten, um die Nachbarschaft vollzudröhnen mit ihrem „Open Air“-Lärm.

Wie eine „Stalin-Orgel“ aus dem Zweiten Weltkrieg wurde die hintere Ladeklappe mit den Lautverstärkern in Richtung Tagungslokal in Stellung gebracht. Nicht nur das übliche Gedröhn von wummernder Monotonie im Baßbereich, sondern schon mal Maschinengewehrgeknatter („Krieg beginnt hier!“) wurde zu Gehör gebracht.

Als die Polizei eine deutliche Überschreitung der festgelegten Dezibelzahl beanstandete und auf Lärmreduzierung bestand, kam es tatsächlich zur Rangelei.

Der Lärm, Ausdruck schreiender Dummheit wie kultureller Totalverblödung konnte die Stimmung der Teilnehmer allerdings nicht beeinträchtigen.

Das Wort „Die Revolution frißt ihre Kinder“ ist den Antifaschisten wohl kaum bekannt. Sonst könnten Nachdenklichere von ihnen vielleicht die Erkenntnis gewinnen, daß sie nur ein Stoßtrupp für ihre eigene Versklavung bilden. Und wie die Geschichte es zeigt, werden gerade solche „Vorkämpfer“, wenn die Machtverhältnisse dann mit ihrer Hilfe kippen, als erstes „entsorgt“.

Die Polizistinnen und Polizisten in ihrer Dienstausübung zu Ostern sind einerseits aufrichtig zu bedauern, andererseits zu bewundern. Wie immer muß der Steuerzahler für alles aufkommen.

Absurderweise lassen aber die etablierten Parteien jährlich Millionen Steuergelder in den „Kampf gegen Rechts“ fließen, auch zugunsten der Feinde unseres demokratischen Staatswesens. Damit erfreuen sich die in ihrer Deutschfeindlichkeit einigen Linksfaschisten bis hin zu den bekannten Vertretern der Grünen allgemein der Unterstützung durch nützliche Idioten aus denkunfähigen Teilen der sog. „Zivilgesellschaft“.

Nun aber zurück zur Tagung:

Neben Brauchtumspflege wie Singen, Tanzen, Ostereiermalen und andere Basteltechniken konnten die Teilnehmer sich an Vorträgen zu Sinnfragen des Lebens und Themen, die eine Verbindung zum göttlichen Willen zur Wahrheit haben, wie geschichtliche Ereignisse, erfreuen.

Ein Höhepunkt des Treffens war die niederdeutsche Lesung mit ausgewählten Texten bekannter norddeutscher Dichter und das eindrucksvolle sinfonische Orchesterkonzert mit Werken von Karl Stamitz, Edward Elgar und Philipp Fahrbach.

Für die Tagungsteilnehmer begann der Ostersonntag nach einer längeren Autofahrt mit einer würdigen Morgenfeier in der Natur.

Titania-Foto

Unter Gesang und mit Instrumentenbegleitung zogen die meist jugendlichen Teilnehmer bei herrlichem Frühlingswetter durch die frühlingshafte, erwachende Natur. Die bunten Gewänder der weiblichen Jugend wetteiferten mit den ersten Buschwindröschen, und voller Hingabe wurden unsere schönen Frühlingslieder gesungen.

Ein Bild von Frohsinn und Harmonie!

Begleitet vom Buchfinken- und Fitislaubsängergesang, gestalteten die Mädchen und jungen Frauen eine würdige Feierstunde mit Gedichtrezitation, Violinenspiel und Festansprache. Allen Teilnehmern wird die weihevolle Morgenstunde in der unberührten freien Natur unvergeßlich bleiben. Einen fröhlichen Ausklang nahm dieser Ostermorgen dann bei einem Picknick unter Bäumen und dem Ostereiersuchen.

(Abdruck des Berichtes der Zeitschrift „Mensch und Maß“ mit freundlicher Genehmigung des Verlags Hohe Warte)

Das Bild eines besonderen Menschen in schwerer Zeit

von Roswitha Leonhard-Gundel

Hans Christian Andersen (Bild: /funen/hans-christian-andersen/das-hans-christian-andersen-haus-odense)

Hans Christian Andersen wurde am 2. April 1805 in Odense auf der Dänischen Insel Fyn geboren.

Geburtshaus (Bild: /funen/hans-christian-andersen/das-hans-christian-andersen-haus-odense)

Er hatte eine schwere Jugend, denn er trat seinen Lebensweg in einem verarmten Elternhaus an. Der Vater starb bereits, als Christian erst 11 Jahre war. Die Mutter, dem Alkohol ergeben, konnte als Wäscherin keinen ausreichenden Lebensunterhalt erwirtschaften. Durch diese Lage der Familie wurde es H. Ch. Andersen kaum möglich, die Schule zu besuchen. Da ihn sein Vater mittellos zurückgelassen hatte, fühlte er sich gezwungen, zunächst in einer Fabrik zu arbeiten.

Am Ende seiner Schulzeit, als er etwa 18 Jahre alt war, entstand das Gedicht:

Das sterbende Kind

Mutter, ich bin müde und sehne
Mich, zu schlafen an dem Herzen Dir.
Heiß auf mein Gesicht fällt Deine Träne,
Weine länger nicht, versprich es mir!
Hier ist’s kalt und draußen Stürme wehen,
Doch im Traum ist Alles licht und klar.
Engelskindlein hab’ ich dort gesehen
Immer, wenn mein Aug’ geschlossen war.

(übersetzt von Ludolph Schley, 1853)

Bereits in diesem zu Herzen gehenden, frühen Gedicht kommt H. Ch. Andersens große Begabung zum Ausdruck, sich in den Schmerz anderer, hier seiner geliebten Mutter, hineinzuversetzen und sie gleichzeitig zu trösten. Menschen, die mit sterbenden Kindern zu tun haben, bestätigen, daß letztere sich besonders dem Göttlichen verbunden fühlen, sobald sie den herannahenden Tod spüren.

In Andersens Erzählung „Sie taugte nichts“, vernehmen wir einen vernichtenden Ausspruch des Stadtschulzen über seine Mutter, in dessen Diensten sie als Wäscherin steht. Unter den unwürdigsten Verhältnissen muß sie selbst in der kalten Jahreszeit Stunde um Stunde imWasser stehen, um die Wäsche zu waschen. Kann es da verwundern, daß sie immer wieder einen Schluck aus der Flasche nimmt, die einzige Möglichkeit sich zu wärmen? „Oh, wie tut das gut! Wie das wärmt. Es ist ebenso gut wie warmes Essen, und es ist nicht so teuer“, so spricht sie zu ihrem Sohn.

„Gleichzeitig veranstaltet der Stadtschulze ein großes Mittagessen mit Wein flaschenweise“, weiß die befreundete Nachbarin Maren zu berichten, die empört ist, wie der Arbeitgeber mit dem Sohn über dessen Mutter gesprochen hat. Die Freundin in ihrer Treue ist es auch, die die Wäscherin erlöst und nach Hause führt.

Bald darauf stirbt die Mutter und wird auf dem Armenfriedhof beerdigt. Maren pflanzt noch einen Rosenstrauch auf das Grab, der Junge steht dabei. „Und ich sage dir, sie taugte etwas! So laß die Welt nur sagen: ,Sie taugte nichts!’ “, tröstet sie ihn.

Beim Lesen dieser Geschichte, die indirekt auch eine Kritik an den sozialen Verhältnissen der damaligen Zeit in sich birgt, spürt man, daß die „Welt“ seelenlos geworden war, das einfache Volk jedoch nicht.

Ergreifend kommt das auch im Märchen „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ zum Audruck. Es entstand nach einer Bildvorlage, die zur Wohltätigkeit gegenüber Bedürftigen auffordern sollte. Ch. Andersen kam der Aufforderung nach, auf diese Weise zu helfen. Seine Mutter hatte als Kind ja selbst hungernd auf der Straße gelegen, woran sich ihr Sohn bei seinem Besuch in der Stadt 1845 ausdrücklich erinnert gefühlt hatte.

Auch diese Geschichte endet, wie sein frühes Gedicht „Das sterbende Kind“ mit einem tröstenden Blick ins Himmelreich.

Humorvoll dagegen ist der Erzählton in dem Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. Es geht auf eine aus Spanien stammende Erzählung von 1335 zurück, die Andersen in einer deutschen Übersetzung 1836 kennengelernt hatte. Erst unmittelbar vor der Drucklegung fügte er die geniale Schlußwendung an, in der das kleine Kind den Betrug entlarvt. Durch sie wird diese Erzählung zeitlos gültig bleiben.

Mit 14 Jahren versuchte sich H. Ch. Andersen in Kopenhagen bereits als Theaterschauspieler und Sänger zu betätigen, leider vergeblich. Schließlich nahm ihn Konferenzrat und Direktor des königlichen Theaters Kopenhagen Jonas Collin 1822 – 1827  in seine Obhut und in seinem Haus auf.

Auch dem dänischen König Friedrch VI. fiel H. Ch. Andersens Begabung auf, so daß er Unterstützung erhielt und an der Lateinschule in Slagersen lernen konnte. Bis 1828 wurde ihm sogar das Universitätsstudium bezahlt.

Mit Hilfe eines staatlichen Reisestipendiums, das er Anfang der 1830er Hahre erhielt, unternahm er mehrere Reisen nach Deutschland, England, Italien, Spanien, Portugal und sogar in das Osmanische Reich. Der Einfluß der verschiedensten Landschaften, Kulturen und Menschen spiegelt sich oft in den Märchen. So zeigt die Beschreibung der Welt in der kleinen Meerjungfrau italienischen Einfluß.

Andersen führte ein rastloses Leben und ließ keine Gelegenheit aus, namhaften Schriftstellern, Märchensammlern und Verlegern seiner Zeit zu begegnen, nur wenige sollen genannt werden: Charles Dickens, Victor Hugo, E. T. H. Hoffmann und auch die Brüder Grimm.

Andersens Erzählstil und der der Brüder Grimm soll durch ein Beispiel veranschaulicht werden. Der Anfang eines überlieferten Volksmärchens könnte bei den Grimms so lauten:

„Es war einmal ein König, der hatte drei Söhne.“

Bei Andersen heißt es dagegen:

„Jetzt will ich dir eine Geschichte erzählen, paß nur auf! Sieh, in einem fernen Land lebte einmal ein König, der regierte das Land, denn das müssen die Könige ja tun, und er hatte drei Söhne: eins-zwei-drei, der erste war der älteste, und der dritte war der jüngste, und das war so vergnüglich, aber der mittlere war der mittlere, und das blieb er.“

Übermütig und vorwitzig ist diese Prosa, zu der er sich immer wieder hinreißen ließ.

Sehr beeindruckend ist seine Hinwendung zu einem unserer größten deutschen Dichter Friedrich Schiller. Die Auftragsarbeit für das zu Schillers 100. Geburtstag herausgegebene Album veranlaßte Andersen, sich über die Lage Marbachs gründlich zu erkundigen. Die Geschichte heißt: „Die alte Kirchenglocke, geschrieben für Schillers Album“. Andersen selbst hat sie als „Schillers Märchen“ bezeichnet.

Mit märchenhaften Ausschmückungen und congenial Schillers Wesen erfassend, zeichnet er den Lebensweg des großen Dichters. Seine Erzählung beginnt mit dem Läuten der Glocken zu seiner Geburt in Marbach und endet:

„… Es war gerade 100 Jahre her seit jenem Tag, da die Glocke im Turm zu Marbach Freude und Trost für die leidende Mutter läutete, die ihr Kind gebar, arm im ärmlichen Haus, dereinst ein reicher Mann, dessen Schätze die Welt segnet; er, der Dichter des edlen Frauenherzens, der Sänger des Großen und Herrlichen, Johan Christoph Friedrich Schiller.“

In dem Stimmungsbild „Der Vogel des Volkslieds“ geht es um eine Saga: Auf einem Hünengrab am Meer sitzt ein verstorbener König in tiefem Schmerz wie ein unseliger Geist. Ein Skalde frägt ihn: „Warum trauerst und leidest du?“

Da entgegnet der Tote: „Keiner hat mein Lebenswerk besungen. Das Lied hat es nicht über die Lande und in die Herzen der Menschen getragen; darum habe ich keine Ruhe, keine Rast.“

„Da griff der alte Barde in die Saiten der Harfe, sang von dem jugendlichen Mut des Helden, der Kraft seines Mannestums und der Größe guter Werke.

Da schwang sich aus der Harfe ein kleiner Vogel, der schönste Singvogel mit dem Klang der Drossel, mit dem seelenvollen Schlag des Menschenherzens, dem Klang des Heimatlandes. … Er flog über Berg und Tal, es war der Vogel des Volksliedes, der niemals stirbt.“

Und an anderer Stelle heißt es: „Der Vogel singt auch von der Treue im Norden, er hat Märchen in Worten und Tönen. … In heidnischer Vorzeit, in der Wikingerzeit hing sein Nest in der Harfe des Sängers.“

Dann wird die Zeit beklagt, „… in der nur die Macht Recht war, ein Bauer und ein Hund als Beute gleichviel galten. Wo fand da der Singvogel Zuflucht und Schutz? Roheit und Dummheit dachten nicht an ihn.“

Andersen fährt fort: „Jetzt  singt er hier drinnen. Draußen ist Schneesturm und Nacht, Sage und Lied schenken einen Segenstrunk ein, der Gemüt und Gedanken befeuert, so daß der Abend ein Weihnachtsfest wird.“

Zum Schluß dieses beeindruckenden Stimmungsbildes schreibt der Dichter:

„Der Frühling kommt, die Vögel kommen, neue Geschlechter mit den heimatlichen, den gleichen Tönen. Hört den Heldengesang, … den schweren Traum der Winternacht! Alles löst sich, alles steigt empor im herrlichen Gesang vom Vogel des Volksliedes, der niemals stirbt.“

Wir erleben in dieser Dichtung eine tiefe Hinwendung zur Natur, indem uns der Vogel sinnbildlich als Künder der Volksseele begegnet und uns mit den großen Taten unserer Ahnen verbindet.

Chrisian Andersen hat mehr als 160  Märchen gedichtet, die aus den unterschiedlichsten Anlässen und Texten entstanden sind. Dazu kommen Gedichte und Romane. Sein gesamtes Werk ist in viele Sprachen übersetzt worden.

Am 4. August 1875 starb er und fand in Kopenhagen seine letzte Ruhe. Erst 1913 wurde ihm mit der Skulptur der kleinen Meerjungfrau ein nationales Denkmal gesetzt.

Die kleine Meerjungfrau im Hafen von Kopenhagen (Bild: Wikipedia)

(Quelle: Christian Andersen, Sämtliche Märchen, Band 1 + 2, Nachwort: H. Detering)

Auf der kritischen Netzseite NachDenkSeiten

US-“Rosinenbomber” im Anflug auf den Berliner Flughafen Tempelhof über schlanken, aber nicht verhungert aussehenden deutschen Kindern und Erwachsenen

Hier nun der Bericht von Haas, dessen Ergebnis hier vorangesetzt sei:

Mag das Fest der Luftbrücke auch andere Akzente setzen.

Westberlin ist nicht abgeriegelt gewesen. Ich kann das beweisen.

Doch nun von Anfang:

Ich bin am 22. Januar 1949 geboren worden. Unter der Luftbrücke. Das Krankenhaus, in dem ich das Licht dieser aerodynamischen Welt erblickte, lag unter der Einflugschneise der „Rosinenbomber“ auf deren Weg zum Flughafen Berlin-Tempelhof.

Auf dem Gelände des legendären Aerodroms findet am 12. Mai 2019 eine große Feier statt – aus Anlaß des 70. Jahrestages der Beendigung der Luftbrücke. So lauten etliche Mitteilungen (unter anderem in der online-Ausgabe der Berliner Zeitung vom 5. Mai 2019). Die Hauptstadt (jedenfalls aber eine große Zahl von Politikern, Medienvertretern und VIPs) erwarten ein großes Fest.

AK Flughafen Berlin-Tempelhof, Platz der Luftbrücke mit Denkmal

Luftbrückendenkmäler würden nachempfunden; eine Allee der Alliierten repräsentiere die westlichen Schutzmächte – von USA, Großbritannien und Frankreich über Kanada, Südafrika bis Australien und Neuseeland. (!)

Helden der Luftbrücke wie Gail Halverson mit seinen 98 Jahren und Künstler wie Andrej Hermlin mit seinem Swing Dance Orchestra seien aufgeboten. 50.000 Gäste seien zu erwarten. Die Kosten des Festes bezifferte Senatssprecher Julian Mieth auf eine Million Euro.

Um was zu feiern? Das Ende der Luftbrücke? Das bei Amerikanern und Briten „Airlift“ genannte politische Transportunternehmen dauerte vom 25. Juni 1948 bis 6. Oktober (!) 1949.

Was tatsächlich am 12. Mai 1949 beendet wurde, ist die Blockade der Westsektoren von Berlin, begonnen durch die sowjetische Besatzungsmacht am 24. Juni 1948.

Dieses Gleichsetzen oder Verwechseln von Blockade und Luftbrücke ist nur der kleinere Teil dessen, was von Medien und Politikern über die damaligen Ereignisse in die Welt gesetzt, aufgebauscht oder verschwiegen wurde beziehungsweise bis heute wird. Die historischen, politischen und finanziellen Umstände der Jahre 1945 bis 1949, die in wesentlichen Fragen bis heute nachwirken, werden fast gänzlich unerörtert gelassen beziehungsweise einseitig dargelegt; zugunsten der Westallierten, zum Nachteil der Russen – aus aktueller offizieller Sicht von hoher politischer wie propagandistischer Bedeutung.

Gemeinhin wurde und wird der Eindruck erweckt, die Berliner Westsektoren seien zu Wasser und zu Lande abgeriegelt, der Zugang ins Umland sowie nach Ostberlin versperrt worden.

Die Umstände meiner Geburt zeigen ein anderes Bild, in einigen Aspekten ein gänzlich unterschiedenes.

Mein Vater fuhr meine hochschwangere Mutter mit dem Opel Wanderer meines Großvaters binnen weniger Minuten die dreieinhalb Kilometer von unserem Zuhause in Berlin-Baumschulenweg, sowjetischer Sektor, ins Krankenhaus, amerikanischer Sektor.

Zwei Wochen zuvor hatte mein Vater diese Tour schon einmal unternommen; probehalber. Keinerlei Beanstandung, keinerlei Kontrolle; nicht durch den Russen, nicht durch den Ami. Genauso unbeobachtet und unbehindert verlief die Rückfahrt. Nahezu unbeschwert, zumindest in dieser Hinsicht, stiegen meine künftigen Eltern am 21. Januar 1949 in den Opel Wanderer. Was war denn nun die Blockade-Berlin?

Vor deren offiziellem Beginn kam es in der Nacht vom 31. März zum 1. April 1948 zu einem dramatischen Ereignis im Zusammenhang mit der künftig als erste Berlin-Krise bezeichneten schweren Auseinandersetzung zwischen den Alliierten:

Nach über zweieinhalb Jahren normalem Zugverkehr zwischen Berlin und der britischen beziehungsweise US-amerikanischen Zone in Westdeutschland stoppten in dieser Nacht sowjetische Offiziere einen britischen Militärzug bei Marienborn; nach über zwanzig Stunden wurde er zu seinem Ausgangsbahnhof Berlin-Charlottenburg zurückgeschickt.

Der australische Journalist Wilfred G. Burchett, selbst Insasse des Zuges, nannte das den

„Beginn der Ereignisse, die zur Blockade von Berlin und zur Gegenblockade der sowjetischen Besatzungszone führten“.

(Wilfred G. Burchett: Der kalte Krieg in Deutschland, übers. von Elisabeth Rompe-Baumgarten, Berlin (Ost) 1950, S. 36ff.)

Dem Vorfall ging die strategische politische Kehrtwende der Westmächte gegenüber ihrem früheren Alliierten, der Sowjetunion, voraus.

Die Rede des ehemaligen britischen Premiers Winston Churchill am 6. März 1946 am Westminster College in Fulton, Missouri, USA, gilt gemeinhin als Eröffnung des Kalten Krieges; Churchill lieferte dazu das politische und das ideologische Konzept.

In der Folge gingen die Westalliierten Schritt für Schritt von den Festlegungen nicht zuletzt der Potsdamer Konferenz 1945 ab, die ein politisch und wirtschaftlich einheitliches Nachkriegsdeutschland unter Verwaltung der vier Großmächte vorsah.

Über einen längeren Zeitraum haben vor allem die USA und Großbritannien im Zusammenwirken mit deutschen Großindustriellen und Finanzmagnaten wie mit deutschen Politikern, so Konrad Adenauer (CDU) oder Kurt Schumacher (SPD), Voraussetzungen dafür geschaffen, einen westdeutschen Separatstaat zu schaffen.

Knapp zehn Monate nach Churchills Rede wurde am 1. Januar 1947 die sogenannte Bizone als zunächst wirtschaftliche beziehungsweise wirtschaftspolitische Vereinigung der US-amerikanischen und der britischen Zone in Deutschland geschaffen; im März 1948 einigten sich die drei Westmächte in London auf den Zusammenschluß der Bizone mit der französischen Zone Deutschlands zur sogenannten Trizone, unbestritten und so auch angelegt, dem Vorläufer der Bundesrepublik Deutschland, die dann im September 1949 gegründet wurde.

Die Politik der Sowjetunion war, entsprechend alliierten Abkommen, auf die Schaffung eines politisch und wirtschaftlich einheitlichen, antifaschistischen und, was später eine große Rolle spielen sollte, entmilitarisierten Deutschland gerichtet.

Das so entstandene Zerwürfnis zwischen den ehemaligen Verbündeten des Zweiten Weltkriegs mußte sich konsequenterweise in gegensätzlichen politischen Prämissen und konträrer Praxis der Arbeit im Alliierten Kontrollrat zeigen, dessen Sitz in Berlin war.

In mehreren Sitzungen der Außenminister der Alliierten in London wurde die Problematik erörtert. Es kam zu keiner Einigung. Berlin wurde zum Spielball alliierter Widersprüche. Sie zeigten sich vor allem und beispielhaft im Kampf um die unterschiedlich interpretierten Rechte des Zugangs zu und von Berlin. Behinderungen, auch Schikanen, gab es auf beiden Seiten; neben allem Kalkül spielten auch Emotionen eine Rolle.

Aus zunächst transportpolitischen, dann direkt politischen Querelen wurden massive gegenseitige Behinderungen – alles vor dem Hintergrund der Vorbereitung eines westdeutschen Staates und, damit engstens verbunden, einer Währungsreform.

Zweifelsohne bedurfte es der Regelung des Finanzwesens; trotz langsamer wirtschaftlicher Erholung, vor allem im Westen – noch immer galt die Reichsmark. Eine alle vier Besatzungszonen einbeziehende Lösung der Währungsfrage wäre politisch wie ökonomisch sinnvoll gewesen; Deutschland war immer noch ein Wirtschaftsgebiet.

Doch die Strategie der Westmächte ließ das nicht zu: Nach der Einführung der D-Mark in der Trizone am 21. Juni 1948 war drei Tage später diese neue Währung auch die für Westberlin. Deutschland war de facto gespalten.

Die Sowjetunion reagierte am gleichen Tag mit der Sperrung der Land-, Wasser- und Schienenwege zwischen den Westsektoren Berlins und Westdeutschland.

Es kam zu Engpässen in der Versorgung der Westberliner Bevölkerung. Doch, wenn auch gelegentlich kontrolliert, hatte sie Zugang ins Brandenburger Umland und nach Ostberlin, ja, sie war sogar durch den Osten dazu aufgefordert.

Im Westen dagegen wurde die auch “airlift” genannte Luftbrücke installiert; zweifellos eine planerische und fliegerische Meisterleistung.

Doch eine 2,2 Millionen zählende Bevölkerung kann nicht mit allem aus der Luft versorgt werden; zumal der volle Leistungsumfang des Transports erst drei Monate nach seinem Beginn erreicht wurde.

So hatte die Luftbrücke außer der Versorgung vor allem eine enorme propagandistische Bedeutung, die bis heute anhält. Zumeist und bis heute herrscht das Bild eines völlig abgeriegelten Stadtteils vor, einer hungernden und frierenden Bevölkerung.

Der spätere US-Außenminister John Foster Dulles sagte im Januar 1949 in kleinem Kreis in Paris:

„Zu jeder Zeit hätte man die Situation in Berlin klären können […] Die gegenwärtige Lage ist jedoch für die USA aus propagandistischen Gründen sehr vorteilhaft. Dabei gewinnen wir das Ansehen, die Bevölkerung von Berlin vor dem Hungertod bewahrt zu haben, die Russen aber erhalten die ganze Schuld wegen ihrer Sperrmaßnahmen.“

(Zitiert in George S. Wheeler: „Die amerikanische Politik in Deutschland (1945-1950)“, Berlin (Ost) 1958, S. 223)

Sehr deutlich wird auch L. L. Matthias:

„Einen sehr willkommenen Anlaß, die öffentliche Meinung der Welt gegen die Russen zu mobilisieren, bot die Berliner Blockade […] Es war ganz offenbar, daß Truman, Acheson und General Clay die Blockade absichtlich verlängert hatten, um einen Zwischenfall zu einem welthistorischen Ereignis aufzublasen und die Last der Verantwortung, die auf den Schultern der Russen lag, zu vervielfachen.“

(L. L. Matthias: Die Kehrseite der USA, Reinbek bei Hamburg 1971, S. 146ff.)

Die Reihe solcher Propagandaleistungen der USA oder Briten, hilfreich begleitet von deutschen Medien, läßt sich mühelos ergänzen und bis in die Gegenwart verfolgen.

Mag das Fest der Luftbrücke auch andere Akzente setzen. Westberlin ist nicht abgeriegelt gewesen. Ich kann das beweisen.

Klaus-Detlef Haas

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