Feed für
Beiträge
Kommentare

Friedrich Hölderlin (Bild: Wikipedia)

O heilig Herz der Völker, o Vaterland!
Allduldend, gleich der schweigenden Mutter Erd,
Und allverkannt, wenn schon aus deiner
Tiefe die Fremden ihr Bestes haben!

Sie ernten den Gedanken, den Geist von dir,
Sie pflücken gern die Traube, doch höhnen sie
Dich, …

sagt Hölderlin so treffend in seinem „Gesang des Deutschen.

Doch sie, die wirklich Fremden, höhnen Dich nicht nur, sie wollen Dich umbringen, liebes gutgläubiges Deutsches Volk.

Wir erleben das heute in aller Deutlichkeit. Und unsere leidensfähigen Rußlanddeutschen haben es nicht nur, aber auch im Kaukasus schon einmal vorerlebt und gezeigt, was deutsche Art zu leisten und zu dulden fähig ist.

Das Auswandererschicksal der Kaukasus-Deutschen

– davon berichtet die Rußland-Deutsche und Germanistin Nina Paulsen in ihrer Schrift „Die Deutschen in der Kaukasusregion“, Eckartschrift 222.

1. Die Gründe der Auswanderung

Die Kriege der Französischen Revolution und jene unter Napoleon sowie deren Folgen erschütterten ganz Europa von 1792 bis 1815. Viele Menschen sahen sich in äußerster Not gezwungen, ihre Heimat Württemberg und Schwaben zu verlassen – auch in Richtung Rußland …

Dafür gibt es vielerlei Ursachen:

  • Zerstörung und wirtschaftliche Not durch die Einfälle französischer Armeen,

  • Steuerlast,

  • Teuerung,

  • Armut und Mißstände,

  • politische Unterdrückung durch die eigenen Fürsten,

  • Mißernten und Hungersnot.

1816 schleuderte der Vulkan Tambora auf den Sundainseln riesige Mengen Staub in die den ganzen Erdball überquerenden höheren Luftschichten; damit wurden Sonnenlicht und Wärme von der Erde abgehalten.

So wurde es ein „Jahr ohne Sommer“. Eine schwere Hungersnot suchte Württemberg heim

Doch auch Gründe der Religionsrichtung spielten ihre Rolle:

Das damalige Herzogtum bzw. Königreich Württemberg war seit mehr als einem Jahrhundert stark pietistisch geprägt.

Änderungen, die die Landeskirche durchführte, bewog die strenggläubigen Pietisten, sich von der Landeskirche abzuwenden. Viele von ihnen ließen sich von Propheten wie der baltischen Baroneß Barbara Juliane von Krüdener zur Auswanderung verleiten. Doch:

Die meisten Quellen lassen politische Notstände und die wirtschaftliche Misere als wichtigere Motive der Auswanderung erkennen als religiöse …

2. Rußland ruft

Auch nach dem Tod der Zarin Katharina II. 1796 wurde die Strategie der Besiedlung von russischen Grenzregionen durch Ausländer weiter verfolgt.

Zar Alexander I. (Enkel Katharinas II.) … war auf der Suche nach tüchtigen Siedlern …

Als Werberin für den Zaren reiste die Baroneß Barbara Juliane von Krüdener, die beste Verbindungen zu Alexander I. hatte, aus dem Baltikum nach Stuttgart.

Als tiefgläubiger Christ stand der Zar religiösen Strömungen wohlwollend gegenüber; er genoß bei den Pietisten hohes Ansehen.

Starke familiäre Bande verbanden den Zaren mit Württemberg und die Württemberger mit dem Zaren.

Gemälde von Günther Hummel: “Ulm 1817” (Bild: Nina Paulsen a.a.O.)

So gelang der Baroneß als Religionsschwärmerin die Anwerbung zahlreicher Familien aus Württemberg, deren Kosten für den Abtransport mit den „Ulmer Schachteln“ von Ulm donauabwärts sie aus eigener Tasche bezahlte.

Ulmer Schachtel (Bild: Wikipedia)

3. Die Fahrt ins Ungewisse

In mehreren Schüben traten die Auswanderer die risikoreiche Reise an. Nach den Schwaikheimern kamen die meisten mit Planwagen aus Heilbronn, Tuttlingen, Pforzheim, Freudenstadt, Göppingen in Ulm an.

1400 bis 1500 Familien mit 7000 bis 9000 Köpfen aus Württemberg hatten am 10. Mai 1817 die Genehmigung des Zaren erhalten, sich im Südkaukasus anzusiedeln.

… Die Schiffsreise dauerte acht und mehr Wochen und verursachte mitten im Sommer – verbunden mit karger Kost, Schmutz und Ungeziefer – ansteckende Krankheiten:

Fast täglich waren Todesfälle zu beklagen. An der Endstation Ismail (ukrainische Stadt an der Donau, südöstlich von Odessa) brach eine Fieberepidemie aus, die in kurzer Zeit über 1300 Menschen hinraffte.

Noch mehr Opfer gab es nach der Ankunft in Odessa – ganze Familien wurden ausgelöscht.

Dennoch behielten die meisten Übriggebliebenen ihr Ziel unbeirrt im Auge.

Der beschwerliche Marsch über fast drei Monate führte durch die südrussische Steppe im Kubangebiet/Nordkaukasus und von dort bis zur Hauptstadt Tiflis an der Kura in Georgien.

Dort kamen Ende November 1818 etwa 2000 Menschen an.

4. Den Ersten der Tod

War diese Wanderung schon eine ungeheure Durchhalte-Leistung der Deutschen, so hörte ihr Leidensweg – in der neuen „Heimat“ angekommen – noch lange nicht auf.

An ihren Ansiedlungsorten fanden die Schwaben nichts als ödes Steppenland vor.

… Ein Kolonist aus Katharinenfeld schildert die Gründung von Alt-Katharinenfeld (1818) in einem Brief an die Verwandten in Württemberg wie folgt:

„Dort angekommen auf einem kahlen Lande, der Winter vor der Tür, kein Obdach, kein Brot, fünf Pferde und dazu kein Stall und kein Futter! Ach, da wurde das Gottvertrauen geprüft!

Als die Kolonien und die Hausplätze verlost waren, machten wir uns an die Arbeit. Ich und ein anderer junger Mann bauten eine Erdhütte und einen Backofen darin, wo wir den Winter über warm und bequem zu wohnen hatten.

Frucht und Brot konnten wir von den Tataren kaufen, Holz durften wir im nahen Walde holen, soviel wir wollten.

Aber die armen Pferde mußten den Winter über Tag und Nacht ohne Hirten auf der Steppe umher ihr Futter suchen.

Viele von uns wohnten während des Winters in Hütten, die von umgebogenen Rohrstäben gemacht und mit einem Filzteppich bedeckt waren, wo es wegen des Rauches nicht angenehm zu wohnen war.

So wurde endlich das Gemeindewesen geordnet und eine große Hütte zum Gottesdienst und zu Schule aufgerichtet.“

… Verheerende Epidemien suchten die deutschen Schwabenkolonien heim, Krankheiten wie Malaria, Pest und Cholera holten sich auch noch nach 1830 ihre Opfer.

Es stellte sich heraus, daß sie aus Unwissenheit ungünstige Siedlungsplätze in der Steppe mit ungünstigem Klima nicht nur für Katharinenfeld, sondern auch für Annenfeld ausgesucht hatten.

… Als das Sterben kein Ende nahm, mußten beide Dörfer an anderer Stelle neu errichtet werden.

… In den Gründerjahren gab es in den deutschen Kolonien mehr Sterbefälle als Geburten … Von den 135 Gründerfamilien waren in Helenendorf bis 1908 nicht weniger als 61 ausgestorben.

5. Den Zweiten die Not

Einheimische Stämme (Türken, Kurden, Perser und Tataren), die sich gegen die russische Herrschaft auflehnten, versetzten die Siedlungen in Angst und Schrecken.

… Ein Kolonist beschreibt den Überfall auf Katharinenfeld am 27. August 1826:

„Eine Horde von mehr als 1000 Mann – Kurden, Perser, Türken und Tataren – rückte wie eine schwarzes Ungeheuer immer näher zur Siedlung her, und pfeilschnell umringte und füllte die grausige Horde die junge Siedlung.

Im Augenblick entstand unter den Bewohnern eine fürchterliche Panik. Es floh, was nur irgendwie fliehen konnte.

An Widerstand war nicht zu denken. Von den 400 Bewohnern der Kolonie entkamen der Wut der Feinde etwa 250, die sich teils im Fluß oder im Dickicht der Ufer, teils in Schluchten und den naheliegenden Bergen zu verstecken gewußt hatten.

Im Dorfe ging es schrecklich zu … Schreien, Klagen und Jammern erfüllte die dumpfe Luft. Und durch der Hölle ungezähmtes Toben läutete, wie von selbst, geheimnisvoll die Glocke des Bethauses …

Bald verstummte aber das Glöcklein. Des Schulmeisters Bube, der dies Notzeichen gab, wurde von einem Kurden mit der Lanze an die Wand gespießt …

Wer sich nicht retten konnte, wurde in die Gefangenschaft geführt. Mit Stricken band man die Gefangenen zusammen und trieb sie wie eine Viehherde vor sich hin. Die Kleider wurden ihnen vom Leib gerissen.

Kinder wurden paarweise aneinander gekoppelt und zu beiden Seiten der Pferde, einer Traglast gleich, befestigt oder mit ihren Müttern wie Warenballen auf Pferde geladen.

Tagelang blieben die Gefangenen ohne Speise und Trank.

Je höher es ins Gebirge ging, desto entsetzlicher wurde das Elend dieser Armen. Fast nackt und mit wunden Füßen mußten sie durch den Schnee waten.

Und dabei war keine Aussicht auf Rettung. Das Bewußtsein, jenseits der Grenze als Ware verkauft zu werden, mußte ihren Jammer noch unendlich steigern.

Nur wenige haben später ihre Heimat wieder gesehen; die meisten sind spurlos verschwunden …

Die, welche der Gefangenschaft entgangen waren, flohen nach Tiflis. Dort und in den benachbarten Kolonien trafen sie ihre Leidensgenossen aus Annenfeld und Helenendorf, deren Dörfer schon am 9. und 10. Mai in Schutt- und Aschehaufen verwandelt wurden.“

6. Den Dritten das Brot

Doch was blieb den übriggebliebenen Deutschen als zäh weiterzukämpfen, um das Überleben zu ermöglichen und zu sichern.

Waren die Behausungen der Kolonisten zunächst Erd- oder Lehmhütten mit Dächern aus Stroh und Schilf gewesen, so wuchsen die Kolonien im Laufe der Jahre durch Kinderreichtum an, und schöne Häuser entstanden.

Schwäbisches Wohnhaus in Helenendorf/Kaukasus (Paulsen a.a.O.)

Familien hatten für gewöhnlich fünf bis sieben Kinder, zehn bis zwölf waren keine Seltenheit.

Der Kinderreichtum führte schon in der zweiten Generation zu Bodenknappheit, daher wurde von dem Privileg des Zukaufs von Land ausgiebig Gebrauch gemacht, zahlreiche Tochterkolonien entstanden.

Sehr stark ausgeprägt waren Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft innerhalb der Dorfgemeinschaften.

Ihre strenggläubige Gesinnung hatten die Schwaben bis 1890 weitgehend abgelegt.

Das Schulwesen war der Kirche entzogen, und so konnte sich das Schulwesen der Deutschen im Russischen Reich frei entfalten und nahm bald eine Sonderstellung ein. Während die Russen 1897 bei einer Volkszählung noch zu 80% Analphabeten waren, gab es solche bei den Deutschen so gut wie keine mehr.

Die Deutschen errichteten Lehrerseminare zur Ausbildung von Lehrern und höhere Schulen, die zum Abschluß mit Hochschulreife führten.

Ein geradezu mustergültiges Niveau für alle kaukasischen Dörfer erreichte das Schulwesen in Helenendorf mit einer Oberrealschule, die in ihrem Aufbau und ihren Unterrichtsinhalten an vergleichbare Lehranstalten im Deutschen Reich anknüpfte …

In Katharinenfeld … eröffnete (1930) eine Landwirtschaftliche Schule für Weinbau und ein Pädagogisches Technikum. Die Absolventen gingen nach Odessa, wo sie an der medizinischen oder pädagogischen Fakultät der Hochschule in deutscher Sprache weiterstudieren konnten.

7. Ihre Gemeinde-Selbstverwaltung

gestalteten sie nach altgermanisch-demokratischer Art:

Das beschlußfassende Organ in einer Kolonie war die Gemeindeversammlung, zu der jeder Hof einen Vertreter entsandte. Deutsch war Verwaltungs-, Gerichts- und Umgangssprache.

Die Gemeindeversammlung wählte den Dorfschulzen (Dorfvorsteher) und zwei Beisitzer (für jeweils zwei Jahre), die das Dorfamt bildeten.

Dem Dorfschulzen kam im System der Selbstverwaltung der deutschen Kolonien eine entscheidende Leitungsfunktion zu

8. Der Zar wird wortbrüchig.

  • Bereits 1871 hob Zar Alexander II. die „Regeln für die Organisation der Siedler-Eigentümer“ mitsamt allen „auf ewige Zeiten“ gewährten Sonderrechten auf, mit denen sein Vorgänger die Deutschen ins Land gelockt hatte.

  • 1874 erließ er das Gesetz für die allgemeine Wehrpflicht. Danach mußten auch die deutschen 21-Jährigen wie ihre russischen Landsleute sechs Jahre aktiven Wehrdienst leisten.

  • 1887 gab der Zar sein Manifest Rußland muß den Russen gehören“ heraus.

  • Ab 1891 war Russisch Unterrichtssprache an allen Schulen.

Deutsche Kolonisten als Soldaten der russischen Armee um 1915 (Bild: Paulsen, a.a.O.)

Dennoch konnten die deutschen Siedler ihre Sprache und Kultur zunächst noch einigermaßen erhalten.

Was ihnen mehr zusetzte, war ihr Eingeschlossen-Sein in der Zusammenballung großer und kleiner Völkerschaften im Kaukasusgebiet:

Georgier, Armenier und Aserbaidschaner mit ihren verwandten Stämmen, Tartaren, Juden, turkmenische Stämme, kurdische, assyrische und turksprachige Gruppen, Kurden, Iraner und mehrere Stämme altkaukasischer Sprachen, mongolische Kalmücken, altkaukasische Tschetschenen, Inguschen, Tscherkessen, türkische Karatschaier, Osseten, Abchasen und viele mehr.

Der Versuch des Zaren 1882, all diese Völker und Stämme unter einem „Generalgouvernement Kaukasien“ zusammenzufassen, brachte keine stabilen Verhältnisse unter ihnen zustande.

Hoffnungen setzte er in die schwäbischen Kolonisten. Von ihnen als „Musterlandwirte“ versprach er sich ein Nacheifern der anderen Völker. Doch

jedes Volk … lebte nach seiner … Art

Im Grenzgebiet des russischen Imperiums, wo zahlreiche verschiedene Völker, Stämme und Nationalitäten lebten, wo Armut und Not zu Raubüberfällen zwangen, war es für die Deutschen nicht leicht, das schwer verdiente Eigentum vor fremdem Zugriff zu schützen.

9. Die Deutschen werden beschrieben

„als friedlich, christlich-konservativ, treu und edel im Denken und Schaffen, arbeitsam und standhaft, scharfsinnig, erfinderisch, ehrlich, humorvoll, kameradschaftlich, lebenslustig, die Musik und den Gesang liebend.“

Gemeinschaftssinn und Einigkeit, Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe, Pflichterfüllung und Anstand sowie Geschäftssinn und Stolz auf das Geleistete waren für einen Schwaben in Transkaukasien prägende Begriffe …

Fleiß, Ordnung, Disziplin und Gehorsam wurden nicht nur als Tugenden gepflegt, sondern galten auch als Grundstein für ein friedliches Zusammenleben der Kaukasusdeutschen mit allen anderen Völkern in ihrer Umgebung.

… Die deutschen Kolonisten in Transkaukasien haben gelernt, sich sowohl mit der russischen Herrschaft wie auch mit einheimischen Völkern abzufinden, und sich allen Schwierigkeiten und Hindernissen zum Trotz gut entwickelt.

Sie haben gelernt, mit den Völkern in Handel und Wandel umzugehen und deren Sprache zu sprechen.

10. Die Blütezeit

So schafften sie es in stetem Aufwärts, bis vor dem Ersten Weltkrieg ihre kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit zu erleben. Großflächige Weingärten, Brennereien und Kellereien hatten sie geschaffen und höchste Hektarerträge mit Spitzenweinen erzielt, mit denen sie in ganz Rußland ihren guten Ruf begründeten.

Um alle Dörfer zogen sich Obstgärten mit Äpfeln, Feigen, Mandeln, Aprikosen, Pfirsichen und Südfrüchten.

… wo die Einheimischen bisher überwiegend Viehwirtschaft betrieben, vollbrachten die deutschen Kolonisten bei Einführung des Ackerbaus Pionierleistungen.

Hauptabsatzprodukt wurde der Winterweizen.

Handwerk in Helenendorf – ein Weinfaß im Bau (Bild: Bundesarchiv Koblenz)

Aber auch das Handwerk blühte und wurde über die Grenzen der Siedlungen hinaus wegen der Güte seiner Erzeugnisse bekannt und gesucht.

1930 gab es (allein) in Katharinenfeld 200 gelernte Handwerker in 20 verschiedenen Zweigen.

Noch vor 1914 wurden in deutschen Kolonien Transkaukasiens E-Werke an Wasserläufen gebaut. Als der Strom ins Dorf kam, erkannten die Handwerker schnell diese neue Kraft – mit Elektromotoren wurden viele Werkbänke zum Hobeln, Sägen, Bohren und Drechseln betrieben.

Berühmt über Rußlands Grenzen hinaus wurde der „schwäbische Leiterwagen“, der reißenden Absatz fand, nicht nur bis hin in tartarische Dörfer:

1915 wurden allein in Helenendorf 3000 Fuhrwerke hergestellt, die teilweise bis tief nach Persien und Zentralasien hinein verkauft wurden.

Aber auch die altbekannte Sanges- und Musizierfreude der Deutschen kam nicht zu kurz. Es gab Gemischte Chöre und Kirchenchöre, Blasorchester, Streichorchester mit jeweils etwa 100 Musikern mit regelmäßigen Auftritten.

11. Der Untergang

Auch die Kaukasus-Schwaben ereilte der Terror der Stalinzeit. Die Bauern standen vor der Wahl, entweder in eine Kolchose einzutreten oder auszuwandern.

Die Vorstellung, auf dem eigenen Land wie ein Tagelöhner zu arbeiten, sorgte dafür, daß einige Katharinenfelder, die noch die deutsche Staatsbürgerschaft hatten, ihren Besitz verkauften und nach Deutschland übersiedelten.

… 1932 wurden die Helenendorfer zum Eintritt in die Kolchose „Ernst Thälmann“ aufgerufen, allerdings ohne jeglichen Erfolg.

Daher beschloß die örtliche Leitung der KPdSU, stärkeren Druck auf die Kolonisten auszuüben.

Nachdem eine ganze Reihe von Verweigerern als „Rädelsführer“ bei Nacht und Nebel abgeholt wurde, wählten die übrigen Weinbauern und Handwerker das geringere Übel und traten der Kolchose bei, Ländereien bis auf einen kleinen Gemüsegarten mußten an die Kolchose übergeben werden.

… Auch im Nordkaukasus wurde kollektiviert.

Zunächst konnten die Sowjets die Höfe noch ausbeuten: Pferde und Ochsen mußten an die Kolchosen übergeben werden, Kühe und Kleinvieh durften die Bauern noch behalten. Dazuhin forderten die Sowjets Getreide und andere Lebensmittel von den Bauern ein, die ihre glorreichen Kolchosen zu erzeugen unfähig waren. Dies bis 1932

jedoch nur mit äußerster Härte und unter Anwendung besonderer Maßnahmen gegen „Saboteure“. Im Spätherbst wurden im Nordkaukasus 15 000 Menschen verhaftet, mehr als 2000 sogenannte „Kulaken“ … in den Hohen Norden und ins Uralgebiet verbracht.

Viktor Hurr: “Rußlanddeutsche in der Arbeitsarmee hinter Stacheldraht und unter Bewachung” (Bild: Paulsen a.a.O.)

Wem bis 1941 nicht gelungen war, nach Deutschland oder Amerika auszuwandern, wurde gezwungen, die Heimat

für immer zu verlassen … Nach einer mehrwöchigen opferreichen Reise landeten die meisten in Kasachstan.

Viktor Hurr: “Ausgesetzt – die deportierten Südkaukasusdeutschen in Kasachstan” (Bild: Paulsen a.a.O.)

Hier ist uns vorgeführt, zu welcher Aufbauarbeit unter schwierigsten Bedingungen Deutsche die Kraft haben.

Und es ist vorgeführt, wozu allein der Kollektivismus fähig ist und sein soll: Zerstörung blühenden Lebens der Völker!

Mit Recht – so sehen wir hier und heute – sagte einst Friedrich Hebbel:

Es ist möglich, daß der Deutsche doch einmal von der Weltbühne verschwindet, denn er hat alle Eigenschaften, sich den Himmel zu erwerben, aber keine einzige, sich auf Erden zu behaupten,

und alle Nationen hassen ihn, wie die Bösen den Guten.

Wenn es ihnen aber wirklich einmal gelingt, ihn zu verdrängen, wird ein Zustand entstehen, in dem sie ihn wieder mit den Nägeln aus dem Grabe kratzen mögten.

(Tagebücher 4. Januar 1860)

Die beiden Türme des Bremer Doms (Bild: Wikipedia)

Erich Ludendorff (1865 – 1937) hatte den Durchblick:

Er erkannte die geheimen Weltmachtziele der überstaatlich wirkenden machtvollen Organisationen abrahamitischer Weltsicht, die sich heute mit dem Merkel-Regime überdeutlich sichtbar auf der Zielgeraden befinden.

Mathilde und Erich Ludendorff

Deren seelenschädigende, völkerfeindliche Ideologien bekämpfte Ludendorff gemeinsam mit seiner Frau Dr. med. Mathilde Ludendorff durch Aufklärung, um die Völker vor dem Untergang zu retten.

Als unbestechliche, furchtlose, moralisch unantastbare, allein mit den geistigen Waffen der Wahrheit Kämpfende wurden sie von den Völkerverderbern mit Recht als deren gefährlichste Feinde wahrgenommen.

Die Waffen der Völkerfeinde dagegen sind die des Geldes, der Lüge, des Betruges, der Bestechung. Mit dieser Art von Waffen wurden die Ludendorffs verlästert, schließlich totgeschwiegen und so dem eigenen Volk entfremdet und entzogen.

Doch die Feinde der Völker hatten längst selbst ihre Ziele bekanntgegeben. Bibel, Talmud, Schulchan Aruch sprechen eine deutliche Sprache sowie Bildwerke wie die, die seit geraumer Zeit die Portalseite des Bremer Doms „schmücken“.

In einer Abhandlung der Zeitschrift „Am Heiligen Quell Deutscher Kraft“ erklärt Ludendorff bereits 1934 die Aussagen der Bildwerke. 1935 brachte er die Abhandlung als Schrift heraus:

„Des Volkes Schicksal in christlichen Bildwerken“

Hier der Wortlaut in Auszügen, wobei zu bedenken ist, daß Ludendorff mit den Begriffen „Jude“ und „Juda“ nicht etwa das jüdische Volk als Ganzes, sondern einzig und allein das „Judentum“ als Glaubensrichtung sowie dessen fanatisch-orthodoxe Vertreter meinte. Er wollte mit jüdischen Freidenkern wie z.B. der K’na-Anim-Gruppe „Schulter an Schulter“, wie er ihnen sagte, für die Freiheit der Völker kämpfen:

Ergreifend ist des Deutschen Volkes Schicksal, wie aller Völker, die die Christenlehre, diese Propagandalehre zur Unterwerfung der Völker unter die Gesetze Jahwehs des alten Testaments durch Juden- und Priesterherrschaft, aufgezwungen erhielten und ihr nun verfielen.

Die hierdurch gewollte Lebensgestaltung der Völker auf der einen, deren Widerstand hiergegen auf der anderen Seite, sind der Inhalt der Weltgeschichte der letzten 1800 Jahre in immer ausgesprochener Weise. Alle übrigen geschichtegestaltenden Einflüsse treten immer weiter zurück.

Deutsche Weltanschauung läßt die Deutsche Volksseele wieder stärker erwachen und Erberinnern aus dem Unterbewußtsein in das Bewußtsein steigen, mehr als christliches Denken.

Sie verbindet unser Gefühl wieder mit den Geschicken der Ahnen. Der durch Deutsche Gotterkenntnis und geschichtliche Schau geschärfte Blick umfaßt den furchtbaren Weg, auf den die Christenlehre auch unser Volk stieß, und seine einzelnen Strecken, auch wenn sie noch so sehr ineinander übergehen.

„Welt lag in Banden,
Christ ist erstanden.“

klingt es oft jubelnd durch die Deutschen Gaue in Deutschen Häusern als furchtbare Irreführung der Deutschen, die an die Befreiung des einzelnen Deutschen Menschen und des Deutschen Volkes durch die Christenlehre glauben und Feste des Königs Christus feiern sollen, um Juden- und Priesterherrschaft zu erleiden, die sie aus völkischer Eigenart entwurzelt, politisch knechtet, wirtschaftlich enteignet, kurz kollektiviert.

„Christ ist erstanden,
Welt liegt in Banden.“

müßte dagegen … dem Deutschen Volke, ja allen Völkern verkündet werden.

In freien Stämmen lebten unsere Ahnen auf freiem Grund und Boden ihrer Eigenart entsprechend. Der Mann trug das Schwert, die Frau aber war die Gefährtin des Mannes und die Mutter der Sippe. Auf ihre Stimme lauschte der Mann.

Sie ahnten das Göttliche aus den ewiggültigen Naturgesetzen … und versinnbildlichten es. Bei dem Stande ihrer Naturerkenntnisse konnten sie ihr Gottahnen nicht zu einem Gotterkennen führen, sondern grübelten und zweifelten über den Sinn des Lebens des Einzelnen; über den Sinn des Lebens der Rassen und Völker werden sie überhaupt nicht nachgedacht haben, ihn zu erkennen, blieb erst meiner Frau vorbehalten.

In dieses Grübeln und Zweifeln hinein stieß die Propagandalehre der Juden- und Priesterherrschaft, die Christenlehre, zur Unterwerfung der Ahnen unter Jahwehs Gebot.

Ihre Vertreter stellten die anmaßende Behauptung auf, die Wahrheit über den Sinn des Lebens unmittelbar von Gott bezogen zu haben, eine Behauptung, der unsere wahrheitliebenden Ahnen nicht eine gleiche Sicherheit entgegenstellen konnten.

Damit gewann die Lehre bei den Vorfahren, die Achtung vor Glaubensüberzeugung Anderer hatten und Gewissenszwang nicht kannten, Eingang.

Sie ahnten ja nicht, mit welchen Absichten die Lehrer jener Lehre tatsächlich zu ihnen gekommen waren, aber sie fühlten doch stärkstes Mißtrauen ihnen gegenüber, da die Lehre so völlig arteigenen Anschauungen widersprach.

Die Missionare Jahwehs wußten, daß es nötig war, diesen Widerstand zu überwinden.

Mit der Christenlehre und schon früher waren die fremde, römische Zivilisation und fremde, römische Anschauungen zu den Ahnen gekommen, die ihnen bei dem Fehlen einer geschlossenen Weltanschauung ernste Gefahr werden mußten.

Dieses Artfremde stellten Jude und Priester neben der artfremden Glaubenslehre in ihren Dienst zur Verwirklichung ihrer Weltherrschaftziele, um dazu allmählich immer mehr auch politische Machtmittel, zuletzt und fortschreitend häufiger das Schwert des Staates, zu verwenden.

Der erste Angriff … erfolgte auf das Weib …

Am Bremer Dom: Das jüdische Fabeltier Löwe mit Greifkopf hält eine Frau in seinen Klauen – befindet sich unter der Statue des Paulus, s.u. (Foto: holidaycheck.de)

Es war zunächst ein psychologisch richtiger Schritt der Lehrer der Christenlehre, Deutsche Frauen in ihre Suggestionen zu bannen und sie durch Erzeugnisse der römischen Zivilisation sich geneigt zu machen, namentlich auch Frauen, die Gattinnen von Königen und Stammesführern waren, um durch die Frau auch diese mit der Fremdlehre vertraut zu machen und ihnen Vorteile zu zeigen, die die Annahme derselben ihnen bringen könnte.

Recht viele Beispiele dafür weist die Geschichte auf. War nicht die Gattin des ersten christlichen Merowingers Christin, bevor dieser die Fremdlehre annahm?

Wie häufig schildert Felix Dahn in seinen geschichtlichen Romanen aus Deutscher Vorzeit, daß Deutsche Frauen sich durch römischen Schmuck betören ließen. 

Es war natürlich, daß mit dem Gewinnen der Frau für die Fremdlehre die Volksseele nicht mehr ihre klare Sprache sprechen konnte.

Allerdings blieben noch Millionen Frauen übrig, die stärker als der Mann die Gefahren der Fremdlehre und Fremdzivilisation fühlten.

Das Weib mußte deshalb weiter aus der hohen Stellung, die es bei unseren Ahnen hatte, herabgedrückt werden. Seine hehre Mutteraufgabe wurde Strafe, es selbst Versinnbildlichung der Sünde, die es in die Welt gebracht habe …:

1. Mos. Kap. 8, 16: „Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären; und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein; und er soll dein Herr sein.“ …

Mit dem Ausschalten der Stimmen der Deutschen Frau aus dem Rate der Männer konnten nun auch diese und die Deutschen Stämme vernichtend getroffen werden.

Machtgierige Fürsten Deutschen Blutes gab es ja genug, die die Kirche als Grundlage fürstlicher Macht ansahen und gemeinsam mit der Kirche Deutsche, heidnische Stämme unterwarfen, so daß es heute z. B. müßiges Raten ist, ob der Mord auf der Blutwiese bei Verden ein politisches oder religiöses Morden war. Es war das Eine und das Andere.

… Ich habe auch gezeigt, wie das Rasseerbgut im christlich gewordenen Deutschen sich trotz aller christlichen und okkulten Suggestionen immer wieder regte, wie es sich zu Huttens Zeit in machtvoller Bewegung Bahn schuf, wie Luther ein Befreier des Deutschen Volkes hätte werden können, wenn es nicht Juda gelungen wäre, durch den okkulten Melanchthon/Schwarzstein, ganz gleich ob Schwarzstein judenblütig war oder nicht, und durch das Freimaurertum den Freiheitwillen des Deutschen Rasseerbgutes von neuem zu bezwingen und die Reformation, um mit dem Juden Heine zu sprechen, „zu einer hebräischen Wiedergeburt“ zu machen.

So der Gang der Weltgeschichte. Machtkämpfe Judas und Roms, der römischen und protestantischen Kirche gegeneinander und sonstige blutige Aderlässe an den Völkern beschleunigten ihre Schritte und ließen sie auf dem betretenen Wege bis auf den heutigen Tag unter schwerem Blutvergießen, fortschreitender Knechtung, ja Kollektivierung des Volkes bei stärkster, christlicher Dressur des Einzelnen weitergehen.

Und trotzdem wird Christus König als Befreier gefeiert, und Deutsche singen gedankenlos weiter:

„Welt lag in Banden,
Christ ist erstanden.“

Verstehen die Deutschen noch immer nicht, welche entsetzliche Selbstpreisgabe sie begehen, wenn sie sich gedankenlos den Suggestionen hingeben, die ihnen Jude und Priester zur Festigung ihrer Herrschaft und zur Festigung der Herrschaft Jahwehs über die Völker geben? Warum lernen die Völker nicht aus der Weltgeschichte?

Immer wieder rufe ich ihnen das zu. Mir aber glauben die Deutschen nicht, sie werden ja durch Schmäher meiner und meiner Frau Person künstlich von mir ferngehalten.

Bremer Dom: Teilansicht mit den 5 steinernen Bildwerken zwischen den Toren (Foto-Ausschnitt: tour-mit-litke.de)

Vielleicht glauben sie dann eher den fünf Bildwerken, die vor nur kurzer Zeit an der Längsseite des jetzigen protestantischen Doms in Bremen, und zwar in hebräischer Reihenfolge von rechts nach links, angebracht wurden und nur bestätigen, was meine Frau und ich solange dem Deutschen Volke sagen.

Der Baumeister am Bremer Dom, Ehrhardt, – der Nachfolger des 1897 verstorbenen Dombaumeisters Max Salzmann – hat es selbst zugegeben, daß die fünf Bildwerke die Vernichtung des Heidentums durch das Christentum darstellen, d. h. in geschichtlicher Auffassung die Vernichtung des Deutschen Volkstums durch die Christenlehre, den Gang der Deutschen Weltgeschichte seit vielen hundert Jahren. …

Paulus (Foto: W.-J. Langbein) – darunter das Sinnbild der Frauenausschaltung

 

Das Fabeltier Löwe mit Greifkopf hält eine Frau in seinen Klauen  (Foto: holidaycheck.de)

 

Petrus (Foto: huisman-foto)

Unter den Figuren sind in der Vertarnung geschichtliche Ereignisse, die mit den darüber befindlichen Personen im engsten Zusammenhang stehen und Deutsches Volkstum durch die Christenlehre vernichteten, versinnbildlicht.

Unter den beiden Juden Paulus und Petrus … befindet sich ein Greif. Der Greif ist ein „Fabeltier“ mit Löwenleib und Raubvogelhals und -kopf, Dante setzt Christus gleich dem Greif, dem Greif, der sein Opfer ergreift. Seither wird er in diesem Sinne gebraucht. In der Tat, ein ernster Vergleich! Dieses Sinnbild findet sich auch häufiger in anderen Darstellungen. Er ist ungemein treffend.

Das biblische Sinnbild weiblicher Sünde in den Klauen des Löwen-Greifs befindet sich unter der Statue des Petrus (Foto: timediver)

Wie sich in der Christenlehre die jüdischen Weltherrschaftsziele vertarnen, so vertarnt sich in dem „Fabeltier“ mit Löwenleib und Raubvogelkopf, dem Greif, der Löwe Juda, wie ihn die Darstellungen in den Bildern 4 und 5 unter Moses und König David zeigen. Es lautet: Mos. 49,9:

„Juda ist ein junger Löwe, Du bist hochgekommen, mein Sohn, durch große Siege, er hat niedergekniet, wie ein Löwe und wie eine Löwin. Wer will sich wider ihn auflehnen.“

Wir brauchen beim Greifen nur Hals und Kopf durch den Löwenkopf zu ersetzen, und der ganze Löwe Juda ist da. Der Greif ist für uns kein „Fabeltier“ mehr. Wir erkennen, wie die Bildschöpfer am Dom zu Bremen, in ihm den Löwen Juda in der Vertarnung der Christenlehre! Nannte ich nicht mit Recht, die Christenlehre die Propagandalehre der Judenherrschaft?

Karl, der sog. Große (Foto: TripAdvisor)

In der Gruppendarstellung unter Karl, dem Sachsenschlächter, unter dessen Regierung die erste christliche Kapelle in Bremen errichtet wurde, aus der dann der Bremer Dom hervorging, hat der Löwe eine andere Bedeutung. Wer die Bibel kennt, weiß, daß nach 2. Könige 17, 26, 27, während die Juden in der „babylonischen“, d.h. assyrischen Gefangenschaft waren, Jahweh Löwen nach Samaria gesandt hat, um die Heiden daselbst zu erwürgen.

Dies wird dem König von Assyrien kundgetan. Dieser nimmt die Botschaft mit Genugtuung entgegen. Er sendet darauf Jahwehpriester als Missionare in das Land, die der Bevölkerung lehrten:

„Wie sie den Herrn fürchten sollten“,

damit sie nicht ermordet würden.

Nach dieser Einführung können wir nun die Bilder lesen, die, wie ich wiederhole, echt hebräisch von rechts nach links, an der Domwand aufgestellt sind.

Die Reihe der Bildwerke am Bremer Dom von rechts nach links (Foto: helmutvoss.de)

 

Die Reihe der Bildwerke von links nach rechts (Foto: cathedral-doors-bremen-germany)

 

Das Fabeltier Löwe mit Greifkopf hält eine Frau in seinen Klauen  (Foto: holidaycheck.de)

Der Jude Paulus entthront die Deutsche Frau, die Gefährtin des Mannes, ihrer Stellung. Der Priester gewinnt sie in ihren Glaubenszweifeln, nachdem der Jude, der mit den römischen Legionen in das Land gekommen war, sie durch römischen Goldschmuck angelockt hat, der Lehre Christi.

Die Frau wurde Sinnbild der Lüste, Heidenapostel und Jude hatten die erste Aufgabe erfüllt.

Foto: timediver

Der Judenapostel Petrus, auf dem Rom seine Kirche errichtet, geht weiter. Er macht die Deutsche Frau der jüdischen Auffassung gemäß zum Sinnbild der Sünde, der Schlange. Ein zweiter Schritt von unendlicher Bedeutung ist getan. Die Volksseele, die aus der Deutschen Frau spricht, wird nicht mehr gehört.

Wohl erkennt sie die Gefahr. Sie wehrt die Fremdlehre ab. Der Biß der Schlange in die Pranke des Greifen deutet das an; aber es ist zu spät. Fest hält der Greif die Deutsche Frau. Millionen  Deutscher Frauen sterben für den Widerstand gegen die Christenlehre den Feuertod.

Die Lehren der Juden Paulus und Petrus haben sich ausgewirkt:

1.Kor.7,1 und 2: „Von dem ihr mir aber geschrieben habt, antworte ich: Es ist dem Menschen gut, daß er kein Weib berühre. Um der Hurerei willen habe ein jeglicher sein eigen Weib, und eine jegliche habe ihren eigenen Mann.“

1. Petri 3, 1: „Desselbigengleichen sollen die Weiber ihren Männern untertan sein…“

1.Kor. 14, 34 und 35: „Wie in allen Gemeinen der Heiligen, lasset Eure Weiber schweigen unter der Gemeine. …Wollen sie aber etwas lernen, so lasset sie daheim ihre Männer fragen. …“

1.Tim. 2,11, 12, 15: „Ein Weib lerne in der Stille mit aller Untertänigkeit. – Einem Weibe aber gestatte ich nicht, daß sie lehre, auch nicht, daß sie des Mannes Haupt sei, sondern stille sei. – Sie wird aber selig werden durch Kinderzeugen, so sie bleiben im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung samt der Zucht.“

Der christliche König, Karl der Sachsenschlächter, der Franke, der „König von Assyrien“ kann nun Deutsches männliches Heidentum, das im Bildwerk als Untier dargestellt ist, vernichten. Der Löwe, den Jehovah entsendet, hat dem Tiere die Schlagader durchbissen. Es soll blutleer laufen. Der Löwe ist der Angreifende im Kampf, wie auch in 2.Könige 17, 26.

Die Kirche weiß wahrlich, daß nicht der Heide, sondern Jahweh und seine Diener die Angreifenden sind, die das Blut der Heiden vergießen und sie erbarmungslos erwürgen lassen.

Karl, der sog. Große, darunter das Symbolbildnis des Löwen Juda, der dem Sinnbild des Heidentums die Kehle durchbeißt, darunter die gestürzte Säule der heidnischen Lichtreligion mit Baldur (Foto: TripAdvisor)

Die gestürzte Irminsul unter den Kämpfenden, die Enthauptung des strahlenden Baldurs zeigen den Ausgang des Kampfes an. Der Jude weiß, daß erst nach Zerstörung arteigenen Gotterlebens wir Deutsche geknechtet werden konnten. Es sagt Jahweh im 5.Mose, 12:

„2. Zerstöre alle Orte, da die Heiden, die ihr vertreiben werdet, ihren Göttern gedient haben, es sei auf hohen Bergen, auf Hügeln und grünen Bäumen.

3. Und reißt um die Altäre und zerbrechet ihre Säulen, und verbrennet mit Feuer ihre Haine, und die Bilder ihrer Götter zerschlaget und vertilget ihren Namen aus demselben Ort.“

Nun hatten christliche Missionare Jahwehs freie Bahn. Der Sachsenschlächter triumphiert, er hält die Kirche, den „Kerk“ bereit, um das Deutsche Volkstum und Deutsches Gotterleben in dunklem Raum christlicher Kirchen einzukerkern.

Moses (Foto: Ein Buch lesen)

Moses, als echter Vollblutjude dargestellt, mit dem jüdischen Gesetz in der Hand, hat in dem nächsten Bildwerk mit Hilfe des Christentums nun den vollen Sieg über die Deutschen errungen. Jahweh kündet dem Deutschen Volk:

„Ich bin der Herr dein Gott.“

Dieser Gott hat Moses in 5.Mos. Kap. 7, befohlen:

16. „Du wirst alle Völker fressen, die der Herr, dein Gott, dir geben wird. Du sollst ihrer nicht schonen, und ihren Göttern nicht dienen; denn das würde dir ein Strick sein.“

22. „Er, der Herr, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. Du kannst sie nicht eilend vertilgen, auf daß sie nicht wider dich mehren die Tiere auf dem Felde.“

23. „Der Herr, dein Gott, wird sie vor dir geben, und wird sie mit großer Schlacht erschlagen, bis er sie vertilge.“

24. „Und wird dir ihre Könige in deine Hände geben, und sollst ihren Namen umbringen unter dem Himmel. Es wird dir niemand widerstehen, bis du sie vertilgest.“

Dieses geoffenbarte Gotteswort ist dem Juden Gesetz und geschriebenes Recht. Psalm 149 läßt Israel Jahweh Dank preisen. Er lautet gekürzt:

2: „Israel freue sich seines Schöpfers …“
5: „Frohlocken sollen die Frommen mit Lobgesang …“
6: „Jahwehs Preis in ihrem Mund und zweischneidig Schwert in ihrer Hand,“
7: „Rache auszuüben an ihren Feinden, Züchtigungen an den Nationen,“
8: „Ihre Könige mit Fesseln zu binden und ihre Edelsten mit Eisenketten.“
9: „Geschriebenes Recht an ihnen zu vollziehen.“

Der Sohn Jahwehs, Jesu Christus bekennt sich ausdrücklich zu solch jüdischem Gesetz und Recht. Er sagt in der Bergpredigt:

Math. 5, 17: „Ihr sollt nicht wähnen, daß ich kommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen, ich bin nicht kommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.

18: Denn ich sage euch wahrlich: Bis daß Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe, noch ein Titel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe.

Und „daß es alles geschehe,“ lehrt er gleichzeitig:

Math. 5, 44: „Ich aber sage Euch, liebet Eure Feinde, segnet die Euch fluchen, tut wohl, denen, die Euch hassen.“

Der Löwe Juda – unter dem Bildnis Moses – unterdrückt das heidnische Symboltier der Fruchtbarkeit (Foto: timediver)

In Erfüllung der Weisungen des alten und neuen Testamentes hält in dem Bildwerk der Löwe Juda den Widder in seinen Pranken, um mit der Bibel zu sprechen, den „Farren“, den er nach 3. Mos. 16, als „Sünde-und Versöhnungsopfer“ Jahweh darbringt. Juda hat im ersten Anlauf gesiegt. Das Deutsche Volkstum in Gestalt des Farren-(Widder)-Kopfes ist Jahweh preisgegeben.

Der Judenkönig mit Szepter und Leier kündet den endlichen Sieg.

David, der Judenkönig mit Szepter und Leier (Foto: David-Holiday-Check)

In der Tat kann König David, ein Ahnherr des Königs Christus, in der letzten Bilddarstellung das Königszepter in der Hand halten und seine Triumphlieder singen.

Unter dem Bildnis Königs David der siegreiche Löwe Juda mit deutschem Greis und Würfelspiel in den Pranken (Foto: Ein-Buch-lesen.)

Das Aufgären Deutschen Rasseerbgutes in der Zeit der Reformation ist durch Okkultismus nun völlig gebrochen. Kraft- und willenlos, vergreist liegt der Deutsche Mann in den Pranken des Löwen Juda, noch kraft- und willenloser als auf der ersten Bilddarstellung die blühende Deutsche Frau in den Pranken des im Greif vertarnten Judentums liegt.

Die Zahlen auf den Würfeln 5 und 9 Zahl 9 zeigt sonst kein Würfel – deuten als Sinnbild Jahwehs und der Jahwehherrschaft an, daß das Deutsche Volk jetzt durch Okkultismus aller Art restlos verblödet und völlig gebrochen und verschlafen im Ringen gegen die Jahwehlehre endgültig verspielt haben soll.

In seinem Traumleben unter christlichen Suggestionen ist es unfähig zu erkennen, daß die arischen Gesichtszüge des Judenkönigs ihm vertarnen sollen, daß er in die Sklavenschar des Judenkönigs und dessen Nachfahren eingegliedert ist.

Ja, der Judenkönig David kann in der Tat in seinem „Dankpsalm“ 2. Sam. singen:

32: „Denn wer ist Gott außer Jahweh
Wer ein Hort außer unserem Gott?“
36: „Du gabst mir den Schild Deines Heils …“
37: „Machtest Raum für meinen Schritt, …“
38: „Ich verfolgte meine Feinde, …“
39: „Vernichtete und zerschmetterte sie, daß sie nicht aufstanden,
Hinsanken unter meine Füße.“
41: „Meine Hasser – ich rottete sie aus.
43: „Ich zermahlte sie wie Staub auf der Erde,
Wie Gassenkot zertrat ich sie.
50: „Darum will ich Dich preisen Jahweh …“

Und der Nachfahre des Judenkönigs David, der Heidenkönig Christus, kündet den nichtjüdischen Völkern in der Bergpredigt Matth. 5, 39:

„Ich aber sage Euch, daß Ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern so Dir jemand einen Streich auf Deinen rechten Backen gibt, dem biete den anderen auch dar.“

Nun  feiere weiter, geschlagenes und zertretenes Deutsches Volk

täglich das Königtum Christi auf Erden, singe weiter in der Weihenachtzeit:

Welt lag in Banden
Freue, freue Dich
Christ ist erstanden,
O Christenheit!

Gehe weiter achtlos an den ernsten Lehren der Weltgeschichte vorbei, wie Christen achtlos an den eine so deutliche Sprache sprechenden Bildwerken am Bremer Dom – und zwar jahrzehntelang – vorbei hasten …

Deutsches Volk, verstehst du jetzt dein fahrlässiges Handeln?

So schlage den Weg ein, den die Geschichte, Rasseerwachen und Gotterkennen dir zeigen, den Weg, den unsere Ahnen durch die Annahme der Christenlehre verlassen haben, den Weg zur Deutschen Volksschöpfung durch Einheit von Blut und Glauben, Recht, Kultur und Wirtschaft, frei von Juden- und Priesterherrschaft, frei von allen okkulten  Wahnvorstellungen.

Laß die Deutsche Volksseele in jedem Deutschen sprechen und ihn auf sie lauschen,

und wehre kraftvoll und wehrhaft die Mächte ab, die ich dir wieder zeigte!

Erwache nun doch endlich und begreife, daß du in jeder Stunde deines Lebens, nicht nur bei besonderen Gelegenheiten, wie etwa zu Weihnachten, um dein Freiwerden zu ringen hast.

Setze den alten Feindmächten, die beharrlich arbeiten, in jeder Minute nun endlich Deutsche Tatkraft und Deutsche Überzeugungstreue entgegen und halte dir dauernd den ganzen furchtbaren Ernst deiner Lage, der aus den Bildwerken spricht, vor Augen,

sonst verspielst du für immer, wie der vergreiste und willenlos gewordenen Deutsche

im furchtbaren Mahnmal der Priester am Dom zu Bremen.

Anhang
I. Weitere Weisungen Jahwehs an sein auserwähltes Volk:

1. Moses Kap. 26, Vers 3 und 4:
3. „Sei ein Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein, und dich segnen; denn dir und deinem Samen will ich alle diese Länder geben, und will meinen Eid bestätigen, den ich deinem Vater und Abraham geschworen habe.“
4. „Und will deinen Samen mehren wie die Sterne am Himmel, und will deinem Samen alle diese Länder geben. Und durch deinen Samen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden …“
5. Moses 7, Vers 5 und 6 (Vers 16,22-24):
5. „Sondern also sollt ihr mit ihnen tun: ihre Altäre sollt ihr zerreißen, ihre Säulen zerbrechen, ihre Haine abhauen, und ihre Götter mit Feuer verbrennen.
6. Denn du bist ein heilig Volk dem Herrn, deinem Gott. Dich hat der Herr, dein Gott erwählet zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf  Erden sind.“ 5. Moses 20, Vers 14- 16:
14. „Allein die Weiber, Kinder und Vieh, und alles, was in der Stadt ist, und allen Raub sollst du unter dich austeilen, und sollst essen von der Ausbeute deiner Feinde, die dir der Herr, dein Gott, gegeben hat.“
15. „Also sollst du allen Städten tun, die sehr ferne von dir liegen und nicht hier von den Städten sind diese Völker.“
16. „Aber in den Städten dieser Völker, die dir der Herr, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nicht leben lassen, was Odem hat.“ 4. Moses Kap. 33, Vers 55:
55. „Werdet ihr aber die Einwohner Eures Landes nicht vertreiben vor eurem Angesicht, so werden euch die, so ihr überbleiben laßt, zu Dornen werden in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten, und werden euch drängen auf dem Lande, da ihr innen wohnet.“ Jesaja Kap. 49, Vers 21 und 23:
22 „So spricht der Herr: Siehe, ich will meine Hand zu den Heiden aufheben, und zu den Völkern mein Panier aufwerfen; so werden sie deine Söhne in den Armen herzubringen und deine Töchter auf den Achseln hertragen.“
23 „Und die Könige sollen deine Pfleger und ihre Fürstinnen deine Saugammen sein. Sie werden vor dir niederfallen zur Erde auf’s Angesicht, und deiner Füße Staub lecken. Da wirst du erfahren, daß ich der Herr bin, an welchem nicht zuschanden werden, so auf mich harren.“ Jesaja Kap. 60, Vers 16:
16. „Daß du sollst Milch von den Heiden saugen, und der Könige Brüste sollen dich säugen; auf daß du erfahrest, daß ich, der Herr, bin dein Heiland, und ich, der Mächtige in Jakob, bin dein Erlöser.“ Jesaja Kap. 63,Vers 1 – 4:
1. „Wer ist der, so von Edom kommt, mit rötlichen Kleidern von Bozra? Der so geschmückt ist in seinen Kleidern, und einhertritt in seiner großen Kraft? Ich bins, der Gerechtigkeit lehret, und ein Meister bin zum Helfen!
2. „Warum ist dein Gewand so rotfarben und dein Kleid wie eines Keltertreters?“
3. „Ich trete die Kelter allein und ist niemand unter den Völkern mit mir. Ich habe sie gekeltert in meinem Zorn und zertreten in meinem Grimm. Daher ist ihr Vermögen auf meine Kleider gespritzt, und ich habe alle mein Gewand besudelt.
4. Denn ich habe einen Tag der Rache mir vorgenommen; das Jahr, die Meinen zu erlösen, ist gekommen.“
Psalm 149: Mit Lobpreis im Mund und Schwert in der Hand.

II. Absichten der Priester aus: „Letzte Klarheit“ – meine Abhandlung im „Tannenberg-Jahrweiser“ 1934

„Du hast uns, o Herr, herausgelöst mit Deinem Blute aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen,

und hast uns unserm Gott zu einem Königreiche und zu Priestern gemacht, und wir werden herrschen auf Erden.

So predigt der Beamte des römischen Papstes nach der Offenbarung Johannes 5, 9 und 10!

„daß die Lehre von der Rechtfertigung des Sünders, sola gratis, solafide (allein aus Glauben) das Ende der germanischen Moral, wie das Ende aller menschlichen Moral ist.“

„Und wir erlauben uns die Behauptung, die wieder eine schwere Beleidigung der nordischen Rasse darstellt, daß die Juden Christus um dieser alle Moral umstürzenden Lehre willen zugleich im Namen des deutschen Volkes und der nordischen Rasse an das Kreuz geschlagen haben.

Wir sind der Meinung, daß nicht nur der jüdisch-materialistische, sondern der deutsch-idealistische Geist in und außer uns bekämpft werden muß.“

„Wir wollen nicht wissen, ob die Partei (NSDAP) für das Christentum eintritt, sondern wir möchten erfahren, ob auch im dritten Reich die Kirche das Evangelium frei und ungehindert verkünden darf oder nicht,

ob wir also unsere Beleidigung des germanischen und germanistischen Moralgefühls ungehindert fortsetzen dürfen, wie wir es mit Gottes Hilfe zu tun beabsichtigen.“

So spricht sich das amtliche, protestantische, kirchliche Jahrbuch 1932 aus!

Das führte Ludendorff aus im Jahre 1934, vor 84 Jahren!

Das Deutsche Volk könnte heute – vor dem Abgrund stehend – sagen wie König Ludwig XVI., bevor ihm die Guillotine den Kopf abschlug:

Das alles wußte ich seit langem, wie kam es nur, daß ich nicht daran glaubte!

Im Anschluß an die beiden Adelinde-Folgen über „Weimar – Oder was ist der Unterschied?“ folgen hier

Worte Erich Ludendorffs von 1934 im Rückblick auf Weimar 1924.

Von der Reichstagung der geeinten Nationalsozialistischen Deutschen Freiheitsbewegung (nicht zu verwechseln mit der NSDAP!) im August 1924 in Weimar wird heute nicht mehr gesprochen.

In unserer, in rasender Geschwindigkeit dahingleitenden Zeit wird vieles eben schnell vergessen, und doch gewinnen Tatsachen, die von so vielen Mitlebenden übersehen werden, oft für Nachlebende ihre geschichtliche Bedeutung, die weit in die Zukunft hineinragt.

So kann es auch mit dieser Tagung in Weimar geschehen, so vieles auch von ihr mit Recht trauriger Vergessenheit anheimfallen kann.

Auf dieser Tagung sprach das erste Mal im Rahmen der völkischen Bewegung meine Frau, damals Frau Dr. med. v. Kemnitz, über Deutsches Gotterkennen und seine Bedeutung für die Zukunft unseres Volkes vor – wohl lauter Christen.

Es waren Worte wie aus einer anderen Welt,

denen wir lauschten, mag auch der eine oder der andere, sicher waren es nur ganz wenige, ihr unvergleichliches Werk Deutschen Gotterlebens „Triumph des Unsterblichkeitwillens“, das das Gottahnen unserer Rasse zum Einklang mit den Naturerkenntnissen und zum Gotterkennen geführt hat, und das gewaltige, aus transzendenter Schau geschaffene Werk „Schöpfunggeschichte“ gelesen haben, das den Willen Gottes in die Erscheinung zu treten in dem Werden des Weltalls bis hin zur Entwicklung des Menschen in überzeugender Kraft unantastbar feststellt.

In ihrem Vortrage über die „Allmacht der reinen Idee“ deutete meine Frau ihre gewaltigen Erkenntnisse an, wohl wissend, welche tiefe Kluft zwischen diesen und der Gedankenwelt der Zuhörer bestand; aber sie wandte sich an die Volksseele, die doch in vielen der lauschenden Deutschen Völkischen wieder lebendig geworden war.

Sie sprach von der Todesnot unseres Volkes und von der Todesnot des Gotterlebens in der Welt.

Sie erinnerte an das Ringen unserer Ahnen und rief die völkische Bewegung zum Kampfe auf gegen jene Mächte, die uns die Todesnot bereiten und Gotterleben in aller Welt ersticken.

Dabei stellte sie das religiöse Erleben als tiefsten Sinn unseres Seins hin und damit auch in den Vordergrund unserer ganzen Lebengestaltung. Sie sagte zum Schluß den versammelten Völkischen:

Mathilde Ludendorff

„In dem düstern, trostarmen Reiche der Hel

sind wir die Einzigen, die nicht nur die Welttyrannen erkannten, sondern auch gewillt sind, bis zum letzten Atemzuge mit ihnen zu ringen.

Mögen Sie von dieser Stunde ab nie wieder vergessen, daß wir auch die Einzigen sind, die nicht als blinde Werkzeuge die göttliche Idee fördern, sondern die hehre Verantwortung tragen, sie durch unser Verhalten fördern und hemmen zu können …

Wenn Sie dies … niemehr vergessen, dann wird an dieser Tagung eine neue Epoche der Weltgeschichte beginnen.

Wir wollen mit unermüdlicher Kraft, mit nie erlahmender Entschlossenheit zurückschreiten zu den lichten Höhen selbstverständlichen Seelenadels, auf denen unsere Ahnen weilten.

Von da aber noch weiter hinaufschreiten über Felsen und Firnen zu den Gipfeln göttlicher Reinheit und Vollkommenheit, denn göttliche Kräfte sind es, die den Sieg entscheiden.“

Deutsches Gotterleben hatte damit, allerdings von Wenigen nur verstanden, für die Bildung Deutscher Weltanschauung und für Deutsche Volksschöpfng grundlegende Bedeutung erlangt.

In der Tat, eine neue Epoche der Weltgeschichte hatte damit unmerklich begonnen, eine Epoche, die im schärfsten Gegensatz zu der uns durch Judentum, Priestertum und Christentum aufgezwungenen steht, die … in ihrem Beginnen kaum greifbar erscheint …

Quelle: Zeitschrift „Am Heiligen Quell Deutscher Kraft“, Folge 13/1934

Die rassistischen Kampfmittel der Welttyrannen

sind uns heute mehr denn je erkennbar:

  • Lug und Trug,

  • Nutzung der Käuflichkeit von Führungspersonen,

  • Beeinflussung der Massen gegen das eigene Volk,

  • Niederreißen des Bildungsstandarts und des Geschichtsbewußtseins,

  • Fremdreligion,

  • Völkervermischung,

  • Kulturverdrängung durch allgegenwärtige Un„kultur“ der Häßlichkeit in Kunst und Städtebau,

  • Beraubung der Völker – nicht nur ihres Eigentums und der Früchte ihrer Arbeit, sondern auch des Wissens um ihre Großen, bei denen sie seelische Heimat und geistige Führung fänden.

Die Welttyrannen wollen Auflösung.

Sie finden ihre Handlanger.

Sie arbeiten seit Jahrtausenden zielbewußt mit aller List und Tücke gegen den Willen der Schöpfung, um zur Weltherrschaft über eine global-gesichtslose Menschenherde zu gelangen.

Fortsetzung von Teil 2

Malwida von Meysenbug geht weiter ihren Weg

Nach der gescheiterten 48er Revolution ist ihr Leben zu Hause trostlos, nur die wöchentlich stattfindenden philosophischen Leseabende erhellen ihr Dasein.

Ludwig Feuerbach (Stich von August Weger) (Wikipedia)

Sie liest Feuerbach.

Bis jetzt war der mir geradezu verboten gewesen. Meine Mutter sah in ihm den Ausdruck des vollendeten Atheismus, und ich hatte selbst bisher noch eine Art Scheu gehabt, mich an die Freidenker zu wagen.

Jetzt war diese Scheu verschwunden.

Sie las „Das Wesen des Christentums“ von Feuerbach.

Gleich von den ersten Seiten an sagte ich sehr erstaunt:

„Aber das sind ja Gedanken, die ich längst kenne: meine eignen Folgerungen, die ich nur nicht zu gestehen wagte …

Feuerbach … vernichtete für immer die Idee einer andern Offenbarung als derjenigen, welche sich in den grossen Geistern und den grossen Herzen macht.“

Wieder ist sie bestärkt, sich nach sich selber zu richten:

Der philosophische und befreiende Fortschritt, der sich so in mir vollzog, vollendete natürlich auch meine vereinzelte Stellung in der Gesellschaft.

Man liess mich absichtlich Bemerkungen wie die folgende hören, die bei dem Urtheil über ein junges Mädchen gemacht wurde: „Welch ein liebenswürdiges Geschöpf: sie masst sich gar kein eignes Urtheil an.“

Man wollte mir zeigen, wie weit man mich vom rechten Wege abgewichen fände.

Aber weit davon entfernt, auf jenen Weg zurückzukommen, beschäftigte ich mich im Gegentheil immer mehr mit den Gedanken an die Emancipation der Frau, Emancipation von den Vorurtheilen, die sie bisher gefesselt hielten, zur ungehemmten Entwicklung ihrer Fähigkeiten und zur freien Ausübung der Vernunft, wie sie dem Manne seit lange gestattet sind.

Beim Tod der Mutter ihrer Freundin erfährt sie, daß sie als Frau an deren Beerdigung nicht teilnehmen dürfe, weil es „in jenen Gegenden Deutschlands … nicht Sitte (sei), dass Frauen mit zum Begräbniss gehen.“

Aus welchen Abgründen mußte sich die Frauenbewegung herausarbeiten! Welche Befreiung versprach doch 1848 die Revolution!

Welche plötzliche Blüthe und üppige Fülle! begeistert sich Malwida. Freiheit, Selbstregirung der Völker, Abschaffung der Klassenunterschiede, der Arme zu allen materiellen und geistigen Rechten der Menschen gerufen!

Und dies Alles verhältnissmässig ohne zu grosse Opfer errungen!

Von den Frauen ist allerdings nicht ausdrücklich die Rede! Und mit der allgemeinen Freiheit war es erstmal sowieso wieder vorbei.

Eines Tages trifft sie im Haus eines Bruders niemanden an – außer einem kleinen

Kind in der Wiege:

Ich beugte mich über das unschuldige Geschöpf, und indem ich es ansah, fasste mich ein vernichtender Schmerz.

Wie schrecklich war der Contrast! Auf der einen Seite dieses schlafende Kind, das nichts wusste von dem furchtbaren Kampf, der auch vielleicht seine Zukunft bestimmte: dem Kampf zwischen dem erwachten Bewusstsein, das nach Freiheit schreit, und der brutalen Gewalt, die sie vernichtet.

Auf der andern Seite das Volk, das mit seinem Blute diesen Schrei bezahlte. Und ich dabei, unmächtig, ohne mit helfen, ohne wenigstens mit sterben zu können!

Da stieg aus der Tiefe meines Herzens ein hehres, flammendes Verlangen: das Verlangen zu leben, um der gemordeten Freiheit in den Frauen Rächer zu erziehn dadurch, dass sie fähig würden, eine Generation freier Menschen zu bilden.

Nach der Bombardierung Dresdens durch preußische Truppen will jetzt

die Masse der Gesellschaft … wieder Ordnung um jeden Preis … Es war vorbei mit der Freiheit der Völker und mit meiner individuellen Freiheit.

Alles musste wieder unter das Joch.

Sie fährt mit zwei Freundinnen nach Ostende an die Nordsee.

Es gibt Dinge in der Natur, deren Anblick beinahe auf uns wirkt, wie ein grosses Ereigniss, die uns befreien von der Last der persönlichen Existenz, indem sie uns dem Unendlichen, dem universellen Dasein vereinen. So ist das Meer.

Und so ist Gotterleben.

Begegnung mit einem Jesuiten

Dort begegnet sie einem jungen katholischen Priester, mit dem sie ins Gespräch kommt. Natürlich sprechen sie über den Glauben.

Als ich ihm den Glauben an die Wunder entgegenhielt und ihn fragte, wie er den vertheidigen wolle, erwiderte er, dass der nur ein Mittel sei, die schwachen Seelen und die unwissenden Massen zu stärken; die aufgeklärten Diener der Kirche glaubten selbst nicht daran und es sei derselbe gar kein wesentlicher Bestandtheil der Dogmen.

Das erinnert uns doch an ein ganz ähnliches Gespräch, das Mathilde Ludendorff mit einem Vertreter der katholischen Kirche erlebte. Auch er sprach ja vom „Katholizismus der ecclesia sanctorum“, der ja sogar Mathilde Ludendorff – ungefragt – die „Ehre“ haben sollte anzugehören und der sich vom Glauben der Kirchen-Schafe völlig absetzt.

Sie sollte „nur“ Ihre Philosophie in die Hände der Priesterschaft übergeben!

Mathilde Ludendorff lehnte ab, und so zog der Bote des Vatikans enttäuscht vondannen.

Der von Ostende aber wurde sogar „endlich … böse,“ erzählt Meysenbug.

Eines Abends, als ich ihm gesagt hatte, ich glaube weder an die Gottheit Christi, noch an die Bibel als göttlicher Offenbarung, noch an den beschränkten persönlichen Gott, den die Kirche lehre, da rief er zornig: „Also sind Sie nicht einmal mehr Protestantin?“

„Nein,“ antwortete ich, „ich habe es Ihnen ja bewiesen, dass es Etwas giebt, was über den Protestantismus hinausgeht: der freie Gedanke und das Recht, Alles am Lichte der reinen Vernunft zu prüfen.“

„Sie sind verloren und ich bedaure Sie,“ sagte er, indem er kaum grüsste und uns eilig verliess. …

Wir erfuhren nachher, dass er ein belgischer Jesuit war …

Zurückgekehrt, prallten zu Hause die gegensätzlichen Ansichten wieder aufeinander:

Zum ersten Mal sagte ich es mir ganz klar, dass man sich von der Autorität der Familie befreien muss, so schmerzlich es auch sein mag, sobald sie zum Tod der Individualität führt und die Freiheit des Gedankens und Gewissens einer bestimmten Form der Ueberzeugung unterwerfen will.

Freiheit der individuellen Ueberzeugungen und ein Leben diesen gemäss – ist das erste der Rechte und die erste der Pflichten eines Menschen.

Bis dahin hatte man die Frauen von diesem heiligen Rechte und dieser ebenso heiligen Pflicht ausgeschlossen …

Doch wohin sollte sie sich wenden?

Ich sah nur ein Mittel vor mir: nach Amerika zu gehn – auf eine junge Erde … ich (hatte) … den Wunsch, dieses alte Europa zu verlassen, wo jeder Versuch, die Freiheit zu verwirklichen, misslang; wo der Despotismus in Staat, Religion und Familie die Völker, die Gedanken und die Individuen unterdrückte.

Sie hielt ihre Pläne vor der Familie geheim

und schrieb darüber an einen der edelsten Demokraten der Revolution Julius Fröbel, der bereits seit einiger Zeit in Amerika war, um ihn um Rath zu fragen … Er antwortete mir: „Kommen Sie!“

So hatte Deutschland bereits viele seiner Besten verloren und war dabei, einen weiteren hochstehenden Geist ans Ausland zu verlieren. Meysenbugs Weg aber nahm im letzten Augenblick doch noch eine andere Richtung: nach Hamburg.

Emilie Wüstenfeld

Emilie Wüstenfeld (Foto aus: Emilie Wüstenfeld. Marie Kortmann. Hamburg 1927.)

Dort hatte Emilie Wüstenfeld mit

muthigen und begeisterten Frauen, welche, denselben Ideen huldigend, wie ich, in Hamburg eine Hochschule für das weibliche Geschlecht eröffnet …, an welcher den Mädchen dieselben vollständigen Mittel zu geistiger Entwicklung geboten werden sollten, wie dies auf den Universitäten für die jungen Männer der Fall ist.

Emilie Wüstenfeld war die Gründerin und Leiterin der Schule. Das Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium besteht in Hamburg noch heute.

Meysenbug schildert Emilie Wüstenfeld als

eine von den mächtigen Persönlichkeiten, die, zu scharf ausgeprägt, zunächst durch einige eckige und gleichsam absolute Seiten ihres Wesens auffallen, die aber durch nähere Bekanntschaft immer mehr Achtung und Liebe einflössen und wahrhaft mit ihren höher steigenden Zwecken wachsen. –

Sie empfing mich auf das Herzlichste, und indem sie mir ihre Pläne auseinandersetzte, ersah ich, dass meine Träume hier eine Form gewinnen würden … für die Frauen, wie für das Volk, (gab es)

nur ein Mittel, die Freiheit zum Segen zu gestalten: Bildung.

Für die Vorlesungen waren die ersten Gelehrten der Stadt gewonnen worden. Im Anfang hatten diese Herren wenig Vertrauen in die Sache gehabt, weil sie an der Ausdauer und Energie der Frauen bei ernsten Studien zweifelten.

Sie hatten den Versuch nur aus Achtung und Freundschaft für die edeln Unternehmerinnen, besonders für Emilie, gewagt.

Doch zu ihrer Überraschung fanden sie

eine viel regere Aufmerksamkeit und Empfänglichkeit unter dem weiblichen Auditorium, als sie je unter dem männlichen gefunden hatten, und die Fragen, mit denen man sie meist noch nach den Stunden bestürmte, zeigten ihnen, dass sie nicht ins Leere gesprochen hatten.

Die Vorlesungen wurden aber nicht nur von Mädchen, sondern

ausserdem von vielen Damen der Stadt besucht, und es fand sich mitunter, dass Grossmutter, Tochter und Enkelin zu gleicher Zeit am Lehrtisch sassen. Es … entspannen sich (oft) lebhafte Verhandlungen, so dass die Vorlesungen nie monoton oder ermüdend wurden.

Das Institut blühte innerhalb kürzester Zeit auf. So war ihm bald

ein Kindergarten und eine Elementarklasse (angegliedert), wo die jungen Mädchen, die Kindergärtne-innen und Lehrerinnen werden wollten, praktische Uebung fanden.

Auch das System des Kindergartens, von dem genialen Friedrich Fröbel erfunden, hatte sich in Deutschland zugleich mit der politischen und (frei-)religiösen Bewegung rasch entwickelt.

Ich hatte davon reden hören, sah es aber hier zuerst in der Praxis und war entzückt davon. …

Meine erste Bekanntschaft mit diesem System war eine wahrhaft beglückende. Später sah ich es oft entstellt in den Händen der Unwissenheit oder des bösen Willens, der den Angriffen gegen dasselbe den Vorwand gab.

Es kommt eben auch hier nicht so sehr auf die Art des Systems an als vielmehr auf die Art der jeweiligen Führungs-Persönlichkeit an.

Wo immer ich es aber in den rechten Händen und im rechten Geist geleitet sah, da fand ich stets die schönsten Erfolge und mehr als ein Lehrer von Elementarklassen hat mir versichert, dass der Unterschied in der geistigen Empfänglichkeit und Schnelligkeit der Auffassung zwischen den Kindern, die nicht im Kindergarten waren, und solchen, die dort waren, durchaus zum Vortheil der letzteren wäre.

Meysenbug wird in den Vorstand der Hochschule gewählt und bewährt sich als beliebte Lehrerin und Kollegin. So ist sie entscheidend beteiligt an den Beratungen über die Gestaltung der Schule. Bemerkenswert, was sie weiter berichtet:

Die Religion wurde völlig aus den Unterrichtsgegenständen ausgeschlossen,

indem man es den Familien überliess, hierfür im Hause je nach persönlichen Ansichten zu sorgen.

Die Schule sollte nur unterrichten und das sittliche Gefühl wecken durch wahre Bildung, durch humane Anschauungen und Vorführung edler Beispiele und durch die Hinweisung auf die Pflichten des Individuums in Familie, Gesellschaft und Staat.

Das sind bedeutende, wesensmäßig echt deutsche Ansätze zu einer modernen Schulform. Doch die „unermüdlichen Stifterinnen der Hochschule“ gründen noch zusätzlich die freie Gemeinde als Kirchenersatz und den Armenverein. So bekam Meysenbug, wie sie schreibt,

… auch meine Anzahl armer Familien zu besuchen. Welches namenlose Elend sah ich da in der reichen, üppigen Stadt – welche tiefe moralische Versunkenheit!

Sie sieht in das Elend der Prostituierten und stellt empört fest,

dass diese Unseligen eine Taxe an die Stadt bezahlen müssen, um ihre scheussliche Bestimmung ausüben zu können. Also profitirt der Staat von der Erniedrigung der Frau, von diesem schwarzen Flecken der Gesellschaft, von dieser Todsünde des öffentlichen Lebens!

Mich ergriff ein glühender Wunsch, meine Anstrengungen nach dieser Seite hin zu wenden … Aber ich sah ein, dass auch für diese Reform der Boden erst bereitet werden musste durch die Verwirklichung des Princips der öconomischen Unabhängigkeit der Frau mittelst einer bessern Erziehung.

…Wie sollte man sonst eine moralische Revolution, die so tief in das Innerste des menschlichen Lebens eingriff, in Staaten hervorbringen, welche die Unsittlichkeit beschüt-zen und alle Infamie auf die Opfer des Elends und der Sclaverei zurückwerfen, während die wahren Missethäter vielleicht mit unter denen sitzen, welche den Staat regieren und die Gesetze machen helfen.“

Wie wahr bis heute!

Umtriebe gegen die Schule Emilie Wüstenfelds

Angefüllt mit sinnvollen Aufgaben war nun ihr Leben, und sie sagte sich:

Ich bin wieder glücklich.

Doch schon bald hatte ein Professor des Instituts auf einer Reise ins südliche Deutschland

Gelegenheit gehabt …, den Umtrieben auf die Spur zu kommen, welche die pietistische Partei, die eine starke Organisation in Hamburg hatte, gegen die Hochschule ins Werk setzte.

Er hatte sogar bis in kleine Orte des Schwarzwalds hinein bei Pfarrern gedruckte Pamphlete vorgefunden, welche von einer pietistischen Druckerei in Hamburg herrührten, in welchen die Hochschule als ein Herd der Demagogie dargestellt wurde, wo, unter dem Mantel der Wissenschaft, revolutionäre Pläne geschmiedet würden, und in welchen demnach Eltern davor gewarnt wurden, ihre Töchter diesem Institut anzuvertrauen.

Man machte uns also einen offenen Krieg! Die Freunde der Unwissenheit und des Aberglaubens, die sich von jeher der Religion bedient haben, um ihre Zwecke durchzusetzen, hatten sich gegen uns bewaffnet …

Dabei waren die Vorlesungen der Hochschule … äusserst besucht … Unter den jungen Mädchen … waren ausgezeichnete Persönlichkeiten, grosse Intelligenzen; besonders zeigten sich überraschende Fähigkeiten für die Mathematik.

Nun aber fingen schwere Sorgen an auf uns zu liegen, wegen des materiellen Bestands der Hochschule … Ein Theil der Geber in der Stadt wurde nach und nach kälter gegen das Institut; das waren die schwachen Charaktere, welche vor Drohungen erschraken oder Einflüsterungen Gehör gaben.

Die intime Verbindung der Hochschule mit der freien Gemeinde gab den Pfaffen (die wüthend waren, weil ihre Kirchen leer blieben, während der Gemeindesaal die Zahl der Zuhörer nicht fassen konnte) einen Vorwand, um die Anstalt anzugreifen und ihr die Sympathien derer, die nicht offen mit Gott brechen wollten, abwendig zu machen.

Emilie und ich hatten lange, traurige Berathungen mit einander. Man warf uns vor, zu radical gewesen zu sein, unsere Grundsätze zu offen bekannt zu haben …

Zu Kompromissen mit der alten Welt aber waren sie nicht bereit. Lieber wollten sie die Hochschule schließen.

Sie trösteten sich in dem Gedanken, mit ihrem Werk wenigstens schon einmal ein gutes Beispiel in die Welt gesetzt zu haben.

Bei den Reden auf der feierlichen Abschiedsveran-staltung waren die

Professoren … so gerührt, dass sie kaum ihre Thränen zurückhalten konnten; ich fühlte die meinen fliessen, während sie sprachen.

Sie begrub, wie sie schreibt, die Jugend, die Hoffnung, den freudigen Muth, der noch an eine Erfüllung in der Zukunft glaubt. Die Illusionen des Lebens erloschen für immer. Ich nahm das Leben noch auf mich als eine Aufgabe, aber ich war tief müde.

… Was thun? In meine Familie zurückkehren war unmöglich … Wenn noch ein Wunsch in mir war, so war es der, nach England zu gehen, wo eine grosse Anzahl politischer Flüchtlinge lebte, unter denen ich Freunde hatte, die mich dorthin riefen – heraus aus dem wieder geknechteten Vaterland.

Das Vaterland ist wieder geknechtet

Meysenbug folgt zunächst der Einladung einer Freundin nach Berlin. Dort erhält sie eines Tages einen Besuch, der das reaktionäre Denken jener Zeit noch einmal so richtig verdeutlicht:

Der jüngste meiner Brüder war als Gesandter der deutschen Regierung, in deren Diensten er sich befand, nach Berlin gekommen …

Er wollte ihr „die wahre Bestimmung der Frau,“ aufzeigen und ihren Platz, „den ihr Gott angewiesen“ habe.

„Was haben die, zu deren Gefährtin Du Dich gemacht hast, der Menschheit Gutes gethan? Sie haben alle Fragen der Gerechtigkeit und der Moral gefälscht, weil sie die einzige wahre Basis verlassen haben: die Gesetze Gottes, die er uns durch seinen Sohn offenbart hat.“

„Die Männer,“ meinte er, „denen Gott die Führung der andern Menschen anvertraut hat, arbeiten seit lange an dem schweren Werk und halten die Fäden in der Hand, welche das Gewebe der Geschicke der Völker bilden. Die nur können dies Werk verstehen und es leiten.“

Und der Herr Bruder empfiehlt: „Wirf Dich auf Deine Knie und flehe Deinen Heiland an.“

Das sind die orientalisch-abrahamiti-schen Lehren in Reinkultur.

Der Bruder „fuhr noch lange in diesem Ton fort …“, berichtet sie. Sie aber
sah klarer denn je, dass die beiden Despotismen (die im Staat und in der Familie) ein und dieselbe Sache sind und aus derselben Quelle fliessen.

Es ist die ewige Bevormundung der Individuen wie der Völker: verordneter Glaube, verordnete Pflichten, verordnete Liebe.

Ihr Bruder vertrat die Reaktion. Die aber wurde, wie Meysenbug erzählt,

immer finsterer, immer misstrauischer, und wir hielten es nicht für unmöglich, dass man einmal eine Haussuchung bei mir vornehmen könne …

Mehrere Damen, demokratischer Gesinnung verdächtig, waren schon in dieser Weise heimgesucht worden.

A. Paul Weber, Der Denunziant (Bild: A. Paul Weber Museum)

Und tatsächlich: Eines Morgens erscheint ein fremder Mann in ihrer Wohnung zur Hausdurchsuchung und nimmt Papiere, darunter Privatbriefe, an sich. Er verabschiedet sich dann mit den Worten:

„Ich bitte Sie als Mensch um Verzeihung für das, was ich als Beamter habe thun müssen.“

„Ich habe Ihnen nichts zu verzeihen,“ erwidert Meysenbug, „im Gegentheil: ich bedaure Sie. Es muss traurig sein, wenn die Pflichten des Beamten und die des Menschen unter sich in so grossem Widerspruch stehen.“

Unverzüglich macht sie sich auf die Flucht nach London, um nicht im Gefängnis zu landen.

A. Paul Weber, Die Angst regiert (Bild: A. Paul Weber Museum)

„Während der Fahrt nach Hamburg empfand ich vollständig das abscheuliche Gefühl der Furcht, welches despotische, unreine, argwöhnische Regierungen einflössen, denen gegenüber die Unschuld kein Schutz ist.

Ich dachte mit Grauen an alle die edlen Opfer, die in ihre Hände gefallen und durch die Martern durchgegangen waren, welche sie zu verhängen wissen; an Alle, die ich in den Gefängnissen meines Vaterlands … und den anderen traurigen Orten zurückliess, in denen die brutale Gewalt die Intelligenz, die Tugend und den Patriotismus gefangen hielt.“

Auf den Landungsbrücken in Hamburg reichen die Professoren der Emilie-Wüstenfeld-Schule, die sie zum Schiff begleitet haben, und sie einander die Hände.

„Wir werden uns nur wiedersehn, wenn das Vaterland frei ist, sonst sterb’ ich fern von ihm,“ sagte ich zu ihnen.

Sie antworteten nicht, sie waren zu bewegt.

Malwida von Meysenbug 1885 (Bleistiftzeichnung: Franz von Lenbach)

Malwida von Meysenbug ging einer Zukunft entgegen, die große Anforderungen an ihre Tragfähigkeit stellte.

Das Schlimmste aber blieb ihr erspart: die Greuel, Zerstörungen und Lügen des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie starb 1903 in Rom.

Ältere Beiträge »