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Wenig bekannte Dokumente und Tatsachen, die dem

Münchner Abkommen von 1938

vorausgingen, werden hier aufgeführt

von Adelinde-Autor Werner Schümann

  • Der englische Historiker Keith Feiling zitiert Neville Chamberlain, der am 20. März 1938 notiert hat:

… Deswegen konnten wir der Tschechoswlowakei nicht helfen – sie wollte einfach der Vorwand sein, gegen Deutschland in den Krieg zu ziehen. Dies konnten wir nicht denken, es sei denn, wir hätten eine vernünftige Aussicht so stark zu werden, um sie in vernünftiger Zeit in die Knie zu zwingen …” (The Life of Neville Chamberlain, S. 348)

  • Der schottische Pfarrer Peter H. Nicol schreibt unter Bezugnahme auf J.W. Wheeler-Bennett, daß die höchsten deutschen Generäle im Sommer 1938 in der Angst schwebten, Hitler könne mit Krieg drohen, und deswegen nach London die Botschaft schickten, daß sie Hitler und das NS-Regime beseitigen würden, falls Hitler sich zu einer Kriegsdrohung entschließen sollte. (Englands Krieg gegen Deutschland, S. 53)
  • Aber die Angst der Generäle war unbegründet, denn Hitler schickte Mitte Juli 1938 ohne Wissen des Auswärtigen Amtes einen Sonderbotschafter nach London, der – dazu autorisiert – sich bei dem englischen Außenminister Lord Halifax dafür verbürgte, daß deutsche Truppen nicht in die Tschechoslowakei einmarschieren würden. (Feiling a. a. O., S. 356)
  • Feiling formuliert den bemerkenswerten Satz:

Die Deutschen hatten eine Waffe von hinterlistiger Kraft: die angelsächsische Formel von der Selbstbestimmung.

  • Und er zitiert aus einem Artikel der Londoner Times:

Wenn Tschechen und Deutsche nicht zusammen leben können, warum werden die Grenzen nicht berichtigt.

  • Schlußpunkt in diesem Sinne war die Konferenz von München am 29. September 1938 zwischen Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Italien. Was die Tschechen betrifft, schreibt Winston Churchill (Der zweite Weltkrieg, Band 1, S. 386):

Den Tschechen wurde eine Teilnahme nicht gestattet.

  • Der Grund dafür steht in der Präambel des Vertrages:

… unter Berücksichtigung des Abkommens, das hinsichtlich der Abtretung des sudetendeutschen Gebiets bereits grundsätzlich erzielt wurde …

Damit wird diplomatisch umschrieben, daß England und Frankreich die Tschechoslowakei zur Abtretung gedrängt haben, ohne eine Diskussion mit ihnen zuzulassen. Man wollte sie kurzweg vor vollendete Tatsachen stellen, vor den Entscheid ihrer “Beschützer”. (Churchill, a. a. O. S. 368)

Adelinde: Schöne Demokraten, unsere so edlen “Befreier”!

USA: Die Neokonservative Agenda

Das Buch

THE TRANSPARENT CABAL

von Stephen J. Sniegoski kam 2008 im Verlag Enigma Editions, Norfolk, Virginia heraus, auf der Titelseite der Vermerk von Mark Bruzonski vom World Jewish Congress:

absolutely essential.

Dieses also absolut notwendige Buch bespricht hier der

Adelinde-Autor Helmut Wild,

seit vielen Jahren wohnhaft in den USA.

Buchtitel

Der Autor Stephen Sniegoski bringt endlich Klarheit in die Hintergründe der verheerenden zeitgeschichtlichen Ereignisse, die für die acht Jahre unter George W. Bushs Regierung kennzeichnend waren.

George W. Bush

George W. Bush

Sie waren bestimmt von israelischen Interessen, sprich von der Ideologie und Praxis der sogenannten „Neokonservativen“ in der amerikanischen Politszene, deren Auswirkungen keineswegs zu Ende sind.

Er zeigt den klaren Bruch mit den bis zur Machtübernahme der Neokonservativen geltenden Richtlinien der amerikanischen Außen- und Weltmachtpolitik. Diese ursprüngliche amerikanische Weltmachtpolitik war keineswegs primär an den Machtinteressen Israels orientiert, sondern an den klassischen Weltmachtinteressen der USA.

Mit Bush dem Jüngeren änderte sich das grundlegend. Nach dem 9-11-Anschlag auf das World Trade Center in New York bestimmten die Neokons die Gestaltung der amerikanischen Außen-, Militär- und Kriegspolitik: Sie stellten die amerikanische Militärmacht in den Dienst der radikalsten und rücksichtslosesten zionistischen Parteien Israels.

Wer sind die Neokonservativen?

In seinem Buch stellt Sniegoski die gesamte historische Entwicklung der Neokons seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts dar:

  • die Ursprünge der neokonservativen Ideologie,
  • deren Thinktanks,
  • deren enge Beziehungen zu den radikalsten zionistischen Parteien Israels,
  • deren strategische und taktische Planungen – ausschließlich im israelischen Macht- und Sicherheitsinteresse -,
  • deren schrittweiser politischer Aufstieg, der während der jüngsten Bushregierung ihren vorläufigen Höhepunk in der Gestaltung der amerikanischen Kriegs- und Außenpolitik fand -

all das belegt Sniegoski ausführlich als das Werk fanatischer Zionisten, denen die Interessen Israels weit wichtiger sind als die Interessen Amerikas. Für den Krieg gegen Irak und für die Planungen zum kriegerischen Angriff auf Iran macht Sniegoski ausschließlich die jüdisch-neokonservative Bewegung verantwortlich.

irakkrieg_2655Der Krieg gegen den Irak war von den Neokonservativen von langer Hand vorbereitet und ein Ziel, das sie seit Jahrzehnten hartnäckig verfolgten.

Programmatisches Ziel der Zionisten ist es, die Israel umgebenden arabischen Staaten aufzuspalten, religiöse und ethnische Differenzen in diesen Staaten zu schüren, um diese Staaten zu schwächen und durch Israel beherrschbar zu machen, um damit die israelische Vorherrschaft über den gesamten Raum des Nahen Ostens zu verwirklichen.

Als Beispiel führt er die Studie „Clean Break“ an, in der Irak als der strategische Schlüsselstaat zur Kontrolle des gesamten Mittleren Ostens dargestellt wird.

Für die Errichtung der Vorherrschaft Israels im Mittleren Osten sind Kriege absolut erforderlich. Diese Kriege müssen – von den USA, versteht sich – ohne Rücksicht auf massenhafte Verluste der Zivilbevölkerungen geführt werden. Als Vorbild für das militärische Vorgehen Amerikas bei der Führung dieser Kriege werden Hiroschima, Nagasaki und Dresden benannt.

WTC ground zero

WTC ground zero

Sniegoski zitiert Artikel von Neokonservativen aus den 90er Jahren, aus der Zeitschrift Commentary und anderen neokonservativen Presseorganen, in denen offen ausgesprochen wird, daß die amerikanische Öffentlichkeit nur durch ein Ereignis wie Pearl Harbor zur Kriegsbereitschaft im Nahen Osten gebracht werden könne. Er betont auch wiederholt, daß ohne den Terroranschlag vom 11. September 2001 die Kriege in Afghanistan und Irak nicht möglich gewesen wären.

Aber auf eine Untersuchung der Vorkommnisse, die 9-11 ermöglicht haben – etwa durch eine geheime Beteiligung amerikanischer oder israelischer Geheimdienste bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Terroranschläge – geht er nicht ein. Diese Frage läßt er offen.

Douglas Feith

Douglas Feith

Paul Wolfowitz

Paul Wolfowitz

Sniegoskis Anliegen ist es, die Führungsrolle der Neokonservativen wie Wolfowitz, Wurmser, Perle, Feith, Krauthammer, Kristol und vieler anderer, in Presse und in der Regierungsadministration unter Bush darzustellen.

Trotz der Gegnerschaft der klassischen Vertreter des amerikanischen Imperialismus ist es den Neokons gelungen, den zweiten Krieg gegen den Irak durchzusetzen.

Der erste Irakkrieg wurde nach Einschätzung der Neokons von Bush dem Älteren zu einem stümperhaften Ende gebracht, weil Saddam Hussein an der Macht geblieben ist. Den amerikanischen Neokonservativen geht es um die

Errichtung von Israels Vorherrschaft im Mittleren Osten.

Aber einen Mittleren Osten unter Israels Vorherrschaft mittels der amerikanischen Militärmacht zu schaffen ist nicht gerade nach dem Geschmack der nicht-jüdischen Fraktionen der amerikanischen Polit- und Finanzeliten.

  • Natürlich würde Israel bei einer Verwirklichung der Vorherrschaft in diesem Raum der Zugriff auf den Ölreichtum automatisch in den Schoß fallen.
  • Die amerikanische Ölindustrie ist im Gegensatz dazu vor allem an einem stabilen Mittleren Osten interessiert, in Konformität mit der klassischen imperialen Weltmachtpolitik Amerikas.

Die amerikanische imperiale Strategie hat weitergefaßte Ziele, wobei Israel keineswegs als das Zentrum des Weltgeschehens gesehen wird. Asien spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Zbigniew Brzezinski

Zbigniew Brzezinski

Zbigniew Brzezinski,

der intellektuelle Vertreter des klassischen amerikanischen Imperialismus, ist stets als führender Gegner des Irakkrieges hervorgetreten. Für ihn ist Afghanistan aus weltmachtstrategischen Erwägungen weit wichtiger.

Sniegoski arbeitet diesen Gegensatz sehr klar heraus. Auch der Krieg gegen den Iran wird von Bzrezinski scharf abgelehnt.

Ginge es voll nach dem Plan der Neokons, dann hätte der Angriff auf den Iran bereits unter Bush erfolgen müssen, um seinem Nachfolger keine andere Wahl mehr zu lassen.

Trotz dieses schwelenden Gegensatzes ist es den Neokons gelungen, Nichtjuden wie Bush, Cheney, Rumsfeld, Rice, sowie Teile der Exekutivorgane wie Militär und CIA und darüber hinaus die überwiegende Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung in eine verbrecherische Kriegspolitik hineinzuziehen. Bush selbst dient dabei als gutes Beispiel, wie religiöse Suggestionen Menschen zu verbrecherischem Handeln bringen können.

Bzezinski hatte sich während der letzten Präsidentschaftswahlen offen für Obama eingesetzt. Es ist kein Wunder, daß es jetzt zur Kriegspolitik Obamas gehört, den Krieg in Afghanistan auszuweiten und möglicherweise Pakistan mit hineinzuziehen.

Jedem, der an einem gründlichen Studium zeitgeschichtlicher Realitäten interessiert ist und um ein besseres Verständnis des Irrsinns bemüht ist, von dem das Weltgeschehen gestaltet wird, kann dieses gründlich recherchierte Buch des amerikanischen Historikers Dr. Stephen Sniegoski wärmstens empfohlen werden. Es öffnet die Augen dafür, wie verbrecherisch es ist, wenn deutsche oder andere europäische Regierungen sich in die eine oder andere Version des imperialistischen

amerikanischen Molochs (Zitat Deschner)

hineinziehen lassen.

Nachbemerkungen:

1.

Kurz zur Information:

  • David Wurmser war Dick Cheneys engster Berater; früher unter Bush dem Älteren Undersecretary of Defense.
  • Richard Perle war neben Wolfowitz assistant Secretary of Defense und ist Begründer und Mitglied von mehreren Neocon Thinktanks;
  • Charles Krauthammer: politisch einflußreicher Kommentator in der Washington Post;
  • Irving Kristol: genannt “Godfather of Neoconservatism” (geb. 1904)
  • William Kristol: founder of Weekly Standard und einigen Neocon Thinktanks
Brzezinski

Brzezinski

2.

Ich habe selbst Brzezinski mindestens ein Dutzend mal am amerikanischen Fernsehen in Interviews erlebt. Er gehörte zu den schärfsten und gleichzeitig sicherlich inelligentesten Kritikern des Irak-Krieges. Warum wohl? Genauso Eagleburger. Beide waren offene Gegener von Bushs Nahost- und Kriegspolitik und geradzu in Panik vor einer Kriegsausweitung in Richtung Iran, ein Krieg, der von den Neokons und von Israel offen erstrebt wird.

Lawrence S. Eagleburger

Lawrence S. Eagleburger

Zbigniew Brzezinski gehörte immer schon den Rockefellerschen Thinktanks an und war Mitbegründer der Trilateralen Kommission. Auch Eagleburger gehört zum Rockefeller-Club, genauso wie Kissinger. Kissinger ist vielleicht das beste Beispiel für die These, daß es in der amerikanischen Oligarchie keine Spaltung gäbe, denn er kann ja auch ganz gut mit den Neocons, vertritt aber letzlich doch primär die sog. Sieben Töchter, also die Ölinteressen des Rockefeller Clans.

Condoleezza Rice

Condoleezza Rice

Was ebenfalls verwirrend sein kann ist die Figur Condolezza Rice, die ursprünglich ein Eagleburger Protegee war, aber dann unter Bush von den Neocons umgedreht wurde zu einer fanatischen Verfechterin der Interessen Israels.

Brezinski und Eagleburger gehören nicht zur Fraktion der Neocons. Sie sind Vertreter des – wie ich es nenne – Klassischen amerikanischen Imperialismus. Obama ist und war von Anfang an deren Mann, besser Marionette. Zur

Asienstrategie und Einkreisungspolitik gegenüber Rußland und China

sind Afghanistan und Pakistan für die ”klassische” amerikanische Asienstrategie von größter Bedeutung. Die Neokons dagegen wollen zuallererst die amerikanische Militärmacht zur brutalen Niederwerfung aller Völker des Nahen Ostens einsetzen, um Israels Vormacht und Herrschaft über seelenlose und gebrochene Völker zu errichten.

Helmut Wild

Der Spiegel brachte in seiner Folge 9/2010 ein Gespräch mit dem englischen Philosophen

John Gray,

John N. Gray

John N. Gray

seines Zeichens Professor für Sozialphilosophie in Oxfort, den USA und an der London School of Economics. Beim Verlag Klett-Cotta sind zwei seiner Werke auf Deutsch erschienen mit den provokanten Titeln: “Politik der Apokalypse – wie die Religion die Welt in die Krise stürzt” und “Von Menschen und anderen Tieren – Abschied vom Humanismus”. Eine seiner Thesen:

Es gibt … keinen Fortschritt in der Geschichte der Menschheit in der Art, wie Hegel und später Marx dies annahmen. Die Geschichte ist nicht die stetige Entfaltung der Vernunft.

Die Richtigkeit dieser These können wir sehr leicht erkennen, wenn wir in der neueren und weiter zurückliegenden Geschichte der Menschheit zurückschauen und das Auf und Ab des Maßes betrachten, in der die Vernunft zur Anwendung kam. Die Menschheit macht nicht grundsätzlich Fortschritte in Richtung Humanismus. Denn jedem neuen Erdenbürger ist die Wahlfreiheit mitgegeben, sein Leben im Sinne eines gedeihlichen Zusammenlebens der Menschen zu gestalten oder nicht.

Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer

Darauf hat schon

Arthur Schopenhauer

hingewiesen, und Gray meint:

Die erste und vielleicht noch immer unübertroffene Kritik des Humanismus hat Schopenhauer vorgetragen. Er glaubte nicht an die universelle Emanzipation des Menschen, wie es der Zeitgeist Mitte des 19. Jahrhunderts verhieß

und woran noch

Immanuel Kant

- halbwegs – glaubte, wenn er in seinem Essay “Zum ewigen Frieden” hofft, daß sein Ideal eines freiheitlichen Zusammenlebens der Menschen in einem Zustand öffentlichen Rechtes zwar nur möglich sei

in einer ins Unendliche fortschreitenden Annäherung, (aber dennoch) keine leere Idee, sondern eine Aufgabe (sei), die nach und nach aufgelöst, ihrem Ziele … beständig näher kommt.

Immanuel Kant 1791

Immanuel Kant 1791

Solche Hoffnungen würde Gray wohl der Kategorie “Sirenengesänge” zuweisen. Doch alle Weltverbesserer glauben an sie, und wenn die Fanatiker unter ihnen anfangen, ihre Visionen in die politische Tat umzusetzen, wird es gefährlich, wie die terroristischen Regimes aller religiösen und anderer ideologischen Couleur aller Zeiten und Völker beweisen, die zum Guten und damit zu Paradiesen des Menschheitsglückes führen wollten mit Inquisition, Denunziation, Selbstmord-, Völker- und anderen Morden und immer perfider entwickelter Kriegstechnik, bis zum heutigen Tage.

Altbundeskanzler Helmut Schmidt,

der “Macher”, prägte angesichts der Visionen Willy Brandts 1980 einmal das Wort:

Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.

Helmut Schmidt 1975

Helmut Schmidt 1975

16 Jahre später vermerkte er in seinem Buch “Weggefährten – Erinnerungen und Reflexionen”:

In den grundlegenden Fragen muß man naiv sein. Und ich bin der Meinung, daß die Probleme der Welt und der Menschheit ohne Idealismus nicht zu lösen sind. Gleichwohl glaube ich, daß man zugleich realistisch und pragmatisch sein sollte.

Hat er da nicht gewissermaßen unsere Bundeskanzlerin beschrieben? Über sie gehen – vor allem im Inland – selbstverständlich die Meinungen auseinander. Bereits im selben Jahr 2005, als

ANGELA MERKEL

Die Eltern Kasner

Die Eltern Kasner

Bundeskanzlerin wurde, warf der DSZ-Verlag das reißerische Pamphlet von David Korn (bewußt jüdisch klingender Tarnname?), Wem dient Merkel wirklich? auf den Markt, das Merkel als gewissenlos stromlinienförmig an das jeweilige Polit-System in Deutschland angepaßtes, machtgeiles Subjekt darzustellen versucht – ein zusammengekleistertes Mosaik aus Vermutungen, Fingerzeigen, Unterstellungen, eine Hetzschrift, die auch Merkels hochachtbare Eltern nicht verschont.

Inzwischen sind verschiedene weitere Biographien über Merkel herausgekommen wie beispielsweise die von Evelyn Roll, Die Kanzlerin – Angela Merkels Weg zur Macht. Hier schreibt eine Journalistin, die Merkel auf ihrem Weg begleitete, die sie also – und mit ihr den “permanent überhitzten Politikbetrieb” (taz) – aus der Nähe selbst erlebt hat.

Evelyn Roll gilt z. B. der Welt als “Angela Merkels beste Biographin”, und ihr Buch verdient sicher das hohe Lob, das ihr auch andere Zeitungen aussprechen. Bucvhtitel

Brandneu ist nun bei Droemer herausgekommen “Eine Biographie in Bildern”: Angela Merkel – Das Porträt, herausgegeben von Sebastian Graf von Bassewitz mit vielen wunderbar gelungenen Schnappschüssen der Fotographin Laurence Chaperon. Die Bilder sprechen für sich und geben Antwort auf die Fragen:

  1. Wer ist dieser Mensch?
  2. Was kann eine so geartete Persönlichkeit in der Politik bewirken?
  3. Was macht Politik aus diesem Menschen?

Fragen nach Visionen und Idealen bleiben dagegen weniger beantwortet, z. B.:

  • Ist ihr Einsatz für den Umweltschutz vor dem “Treibhausgas CO2″ wirklichen Idealen entsprungen?
  • Welcher Vision verdankt Deutschland Merkels bedingungslosen und bevorzugten Schutz jüdischer Interessen als “Staatsraison”?
  • u.v.a.m.
Merkel spricht Englisch mit Queen Elizabeth II.

Merkel spricht Englisch mit Queen Elizabeth II.

Merkel begrüßt in Berlin Frankreichs Staatspräsidenten mit militärischen Ehren

Merkel begrüßt in Berlin Frankreichs Staatspräsidenten Sarkozy mit militärischen Ehren

mit Putin unterhält sich Merkel auf Russisch

mit Putin unterhält sich Merkel auf Russisch

Viel jüdisches Lob

Kennt sie keine Abneigungen auch für andere von der “Vorsehung” auserwählte Visionäre wie den ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, den Kriegstreiber George W. Bush? Die Bilder, die sie und ihn nebeneinander zeigen, vermitteln den Eindruck innigster Freundschaft.

Mit welcher Philosophie erträgt sie alle, deren ideologischer Hintergrund und deren gelebte “Moral” sie eigentlich abstoßen müßten? Um auf Schopenhauer zurückzukommen: Der hebt in seinem Werk “Parerga Paralipomena”, Band II, den Chauvinismus hervor, der aus Bibelsprüchen hervorgeht, nach denen sich das jüdische Volk

einen Gott hielt, der ihm die Länder seiner Nachbarn schenkte oder verhieß, in deren Besitz es sich dann durch Rauben und Morden setzte, und dann dem Gotte einen Tempel darin baute.

Mag das heutige Israel sich äußerlich ganz und gar säkular gebärden, geleitet scheint es im Geiste von Tora und Talmud. Wie die Moslems verachten diese Gläubigen die “Ungläubigen” und handeln gegen sie rücksichtslos rassistisch

auf Jehova’s ausdrücklichen Spezialbefehl. (Schopenhauer)

Rabbi Schlomo ben Jizchak, kurz "Raschi"

Rabbi Schlomo ben Jizchak, kurz "Raschi"

Handelt die israelische Politik – besonders augenfällig gegenüber den Palästinsern – nicht getreu dem Wort Raschis, des bis heute berühmtesten Talmud-Gelehrten:

Die ganze Erde ist Gottes Eigenthum, er hat sie erschaffen, und gab sie dem, der ihm gefiel; früher hatte er das Land euch gegeben, es gefiel ihm aber, es euch wieder wegzunehmen, und es uns zu geben.

Wie vereinbart Merkel die von ihr vertretene “Staatsräson” mit den Menschenrechten, deren Einhaltung sie z. B. gegenüber China einfordert? Hat sie ganz schnell begriffen, daß – wie Bismarck sagte – Politik die Kunst des Möglichen ist, d. h. die Staatsfrau zu Kompromissen gezwungen ist, um für ihr eigenes Land soviel Frieden und Sicherheit zu gewährleisten wie möglich? Sie kann sich schließlich ihre Kontrahenten nicht aussuchen. Sie muß die nehmen, die da sind, und das Beste aus allen Gegebenheiten machen, für die sie nicht verantwortlich ist. Daß ihr das gelingt, betont

Henry Kissinger,

Henry Kissinger

Henry Kissinger

der sich im besagten Bildband zugleich zur Geopolitik äußert:

Die internationale Stellung von Deutschland ist komplexer und vielschichtiger als die von jedem anderen europäischen Land. Deutschland hat mehr Nachbarn als alle anderen Staaten. Es ist das stärkste Land in Europa, das sich aber isolieren würde, wenn es diese Stärke selbstherrlich zur Schau stellen würde.

Deutschland muß seine enge Verbundenheit zu Europa mit den Verpflichtungen gegenüber dem Atlantischen Bündnis in Einklang bringen. Es unterhält eine historisch gewachsene Beziehung zu Rußland und hat ein besonderes Interesse an Osteuropa.

Kanzlerin Angela Merkel hat alle diese politischen Strömungen mit außerordentlichem Geschick gelenkt. Ihre herausragenden Eigenschaften sind Weitsicht, stark ausgeprägtes analytisches Denken und eine unaufgeregte Entschlossenheit. Auf diese Weise hat sie Europa gestärkt und die atlantische Einheit wiederhergestellt. Zu allen strategisch wichtigen Mächten unterhält sie effektive Beziehungen, auch zu Rußland.

Charlotte Knobloch

Charlotte Knobloch, Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland

Über die geräuschvollen Beschwerden der Zentralräte der Muslime, vor allem aber der Juden in Deutschland kann man oftmals nur den Kopf schütteln wie auch über manche Rücksicht Merkels darauf zuungunsten der Deutschen. Wenn aber erreicht ist, daß

Charlotte Knobloch

sich durch Merkel in Deutschland geborgen fühlt und das unumwunden in herzlichen Worten zum Ausdruck bringt, so ist – einerseits – auch viel gewonnen. Im Bildband lesen wir ihr Lob:

Keinen Augenblick habe ich gezögert, als das Bundeskanzleramt in meinem Büro anfragen ließ, ob ich die Kanzlerin auf ihrer Israel-Reise im März 2008 begleiten wolle.

Die Reise mit Angela Merkel war etwas ganz Besonderes für mich. Ihre Ernsthaftigkeit, ihre Solidarität, ihre Empathie und ihre Neugierde, die bei mächtigen Politikern alles andere als selbstverständlich ist, haben mich beeindruckt.

Der politische und emotionale Höhepunkt war der Auftritt der Kanzlerin vor dem israelischen Parlament, der Knesset. Angela Merkel hielt eine beachtliche und berührende Rede, die nicht ohne Grund von den Parlamentariern stehend beklatscht wurde und die auch das israelische Volk bewegte.

Es ist gut zu wissen – für den Staat Israel und seine Menschen, für die jüdischen Bürger Deutschlands, aber auch für die jüdischen Gemeinden überall in der Diaspora -, daß wir einen derart verläßlichen Partner an unserer Seite haben. Das garantiert Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dafür danke ich ihr.

Merkel besucht eine Schule

Merkel besucht eine Schule

Andererseits fragt man sich, ob sie und ihre Landsleute den Deutschen denn nicht auch einmal etwas zurückgeben und wo sich für eine Bundeskanzlerin die Grenze befindet, jenseits derer sie ihrem Schenken auf Kosten des eigenen Volkes Einhalt gebietet.

Deutscher Altruismus

Die Gesamtschuld am 2. Weltkrieg und an den Kriegsgreueln – in der Nachkriegszeit einseitig Deutschland zugewiesen – sollte nach all den zwischenzeitlich international erbrachten Forschungsergebnissen allmählich auch von der “offiziellen” deutschen Politik differenzierter gesehen werden, als Merkel sie bei Gedenkfeiern verkündet.

Friedrich Hebbel

Friedrich Hebbel

Denn allmählich geht es um Sein oder Nichtsein eines deutschen Volkes auf seinem seit Jahrtausenden angestammten Grund und Boden. Schon Friedrich Hebbel sah die Möglichkeit voraus,

daß der Deutsche noch einmal von der Weltbühne verschwindet; denn er hat alle Eigenschaften, sich den Himmel zu erwerben, aber keine einzige, sich auf Erden zu behaupten, und alle Nationen hassen ihn wie die Bösen den Guten. Wenn es ihnen aber wirklich einmal gelingt, ihn zu verdrängen, wird ein Zustand entstehen, in dem sie ihn wieder mit den Nägeln aus dem Grabe kratzen möchten.

Das hört sich vielleicht etwas kraß an und hätte aus nichtdeutschem Mund angenehmer geklungen. Aber ist da nicht auch viel Wahres dran?

Denn erschreckend vieles befindet sich im Nachkriegs-Deutschland bis heute in nicht hinnehmbarer Unordnung. Eine Berserkerarbeit von hoher Brisanz müßte bewältigt werden, zu der “die Zeit” hoffentlich nicht erst dann als “reif” erscheint, wenn das deutsche Volk nicht mehr zu retten ist. Helmut Schmidt wagte eines der Probleme zu benennen:

Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen. (Die Zeit, Nr. 18/2004, 22. April 2004)

Er sagte aber auch:

“Heutzutage ist das wichtigste zu lernen, wie man andere Völker versteht. Und zwar nicht nur deren Musik, sondern auch ihre Philosophie, ihre Haltung, ihr Verhalten. Nur dann können sich die Nationen untereinander verstehen. (Weggefährten – Erinnerungen und Reflexionen, Siedler-Verlag Berlin 1996, S. 58)

"In einer Aids-Klinik in Kapstadt (Südafrika) hat Angela Merkel eine kleine Patientin in ihren Arm genommen."

"In einer Aids-Klinik in Kapstadt (Südafrika) hat Angela Merkel eine kleine Patientin in ihren Arm genommen."

Zu solchem Völkerverstehen gehören genau die Fähigkeiten, die Angela Merkel mitbringt. Mögen sie Schule machen auch bei denen, die gegenüber Deutschland stets nur die Hand aufhalten und Deutschlands polical correctness – zu ihrem Vorteil – scharf im Auge haben. Denn nicht wenigen Deutschen geht es mittlerweile wie Heinrich Heine:

Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.

Dennoch: Hochachtung vor einem solch uneitlen, dem Andern zugewandten, mitfühlenden, hochintelligenten Menschen, der zur Zeit unser ächzendes Staatsschiff – so gut es geht – durch die aufgewühlte See führt: die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel!

Zur Erinnerung und Aufarbeitung der Geschichte

Dresden 1945

Dresden 1945

Die systematische Zerstörung der deutschen Städte und ihrer Kultur mit der Absicht,

so viele Deutsche wie möglich zu töten (Duff Cooper, englischer Informationsminister 1940),

ist beispiellos in der Geschichte der Menschheit. Dresden war der Höhepunkt, noch überboten von der Zerstörung der japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki durch amerikanische Atombomben.

Die Angloamerikaner sind bis heute die Kriegstreiber, denen keine Lüge zu dumm ist, um die Welt von der „Notwendigkeit“ ihres Tuns zu überzeugen.

Nichts ist gut in Afghanistan,

stellte Bischöfin Käßmann fest, wobei sie den Nagel auf den Kopf traf. Dieses Wort wird sich als Schlagwort in den Sprachschatz der Deutschen einprägen.

Ulrike Meinhofs Weg ging mit der RAF in die Irre. Was sie jedoch in der

Zeitschrift KONKRET, Nr. 3 im Jahre 1965,

über das britische Massaker von Dresden schrieb, ist es wert, bei Adelinde – mit Anmerkungen in grüner Schriftfarbe – nochmals zu erscheinen:

” D r e s d e n “

Von Ulrike M. Meinhof

Vor zwanzig Jahren, am 13. und 14. Februar 1945, in der Nacht von Fastnachtdienstag auf Aschermittwoch, ist der größte Luftangriff der alliierten Bomberkommandos im Zweiten Weltkrieg auf eine deutsche Stadt geflogen worden: Der Angriff auf Dresden. Dreimal innerhalb von 14 Stunden wurde die Stadt bombardiert. Von 22 Uhr 13 bis 22 Uhr 21 dauerte der erste Schlag. Als die englischen Bomber abflogen, hinterließen sie ein Flammenmeer, das über 80 Kilometer weit den Himmel glühend machte. Der zweite Schlag erfolgte von 1 Uhr 30 bis 1 Uhr 50. Die abfliegenden Bomber haben die Feuer von Dresden über 300 Kilometer weit beobachten können. Den dritten Angriff flog ein amerikanisches Bombengeschwader am nächsten Vormittag zwischen 12 Uhr 12 und 12 Uhr 23.

Leichenberge in Dresden 1945

Leichenberge in Dresden 1945

Über 200.000 Menschen sind in den Flammen von Dresden umgekommen. (Inzwischen in der offiziellen Darstellung auf ein Zehntel heruntergedimmt.) Der Engländer David Irving (damals noch keine “Unperson” und gern gelesen auch z. B. von Helmut Kohl) schreibt in seinem Buch “Der Untergang Dresdens”:

Zum ersten Mal in der Geschichte des Krieges hatte ein Luftangriff ein Ziel so verheerend zerstört, daß es nicht genügend unverletzte Überlebende gab, um die Toten zu begraben.

  • Dresden hatte 630.000 ständige Einwohner.
  • Als es zerstört wurde, hielten sich über eine Million Menschen in dieser Stadt auf. Man schätzt 1,2 bis 1,4 Millionen.
  • Flüchtlinge aus Schlesien, Pommern und Ostpreußen, Evakuierte aus Berlin und dem Rheinland, Kindertransporte, Kriegsgefangene und Fremdarbeiter.
  • Dresden war eine Sammelstelle für genesende und verwundete Soldaten.
  • Dresden hatte keine Rüstungsindustrie.
  • Dresden war eine unverteidigte Stadt ohne Luftabwehr.
  • Dresden galt in ganz Deutschland als eine Stadt, die nicht bombardiert werden würde. Es gab Gerüchte, wie: Die Engländer würden Dresden schonen, wenn Oxford nicht angegriffen würde – oder: Die Alliierten würden Dresden nach dem Krieg zur deutschen Hauptstadt machen und deshalb nicht zerstören. Es gab noch mehr Gerüchte, aber vor allem konnte sich kein Mensch vorstellen, daß
  • eine Stadt, die täglich neue Krankenhäuser und Lazarette einrichtete, in die täglich Hunderttausende von Flüchtlingen, hauptsächlich Frauen und Kinder,  einströmten, bombardiert werden würde.

Dresden hat sieben Tage und acht Nächte lang gebrannt.

Militärisch interessant an Dresden war höchstens ein größerer Güter- und Truppenumschlagbahnhof. Aber in den drei Angriffen, als man zuerst Sprengbomben abwarf, um Fenster zum Platzen zu bringen und Dächer zum Einsturz, um Dachstühle und Wohnungen den folgenden Brandbomben um so schutzloser auszuliefern, als das alles planmäßig mit höchster Präzision ablief, da wurde dieser Bahnhof kaum getroffen. Als Tage darauf Berge von Toten aufgeschichtet wurden, waren die Gleise schon wieder repariert. – Dresden hat sieben Tage und acht Nächte lang gebrannt.

Dresden 1945

Dresden 1945

Man hatte den englischen Soldaten, die die Angriffe geflogen haben, nicht die Wahrheit gesagt.

Man hat gesagt:

  • Ihre Flotte greift das Oberkommando des Heeres in Dresden an. Man hat gesagt,
  • Dresden sei ein wichtiges Nachschubzentrum für die Ostfront. Man hat gesagt,
  • das Angriffsziel sei ein Gestapo-Hauptquartier im Stadtzentrum, ein wichtiges Munitionswerk, ein großes Giftgaswerk.

Schon 1943 hatte es

in der britischen Öffentlichkeit Proteste

gegen die Bombardierung der deutschen Zivilbevölkerung gegeben.

  • Der Bischof von Chichester,
  • der Erzbischof von Canterbury,
  • der Kirchenpräsident der Church of Scotland erhoben ihre Stimme.

Ihnen aber ebenso wie einem Labour-Abgeordneten im englischen Unterhaus wurde gesagt, das sei nicht wahr, daß ein Befehl ergangen wäre, Wohngebiete statt Rüstungszentren zu zerstören. Es ist der englischen Regierung unter ihrem Premierminister Sir Winston Churchill bis zum Ende des Krieges, bis März ‘45, gelungen, den tatsächlichen, absichtlichen, planmäßigen Charakter der britischen Bombenangriffe auf deutsche Städte geheim zu halten. (Hvh. von Adelinde) Dresden war der Höhepunkt dieser Politik. Dresden ging in Schutt und Asche,

  • zwei Jahre nachdem der Ausgang des Zweiten Weltkrieges in Stalingrad entschieden worden war. Als Dresden bombardiert wurde,
  • standen die sowjetischen Truppen schon an der Oder und Neiße,
  • lag die Westfront am Rhein.

Der Oberbefehlshaber der Royal Air Force, Sir Arthur Harris,

der den Einsatz gegen Dresden geleitet hatte, ging ein Jahr danach, am 13. Februar 1946, in Southampton an Bord, um das Land zu verlassen, das nicht mehr bereit war, seine Verdienste zu würdigen.

Als die deutsche Bevölkerung die Wahrheit über Auschwitz erfuhr, erfuhr die englische Bevölkerung die Wahrheit über Dresden. Den Tätern wurde der Ruhm versagt, der ihnen von den Regierenden versprochen worden war. Hier und dort. (Der Haupt-(Schreibtisch-)Täter Winston Churchill jedoch wurde in Aachen hoch dekoriert.)

In Dresden ist der Anti-Hitler-Krieg zu dem entartet,

was man zu bekämpfen vorgab (in England wurden durchaus auch die wahren Absichten der britischen Führung verkündet, nachzulesen bei Adelinde) und wohl auch bekämpft hatte: Zu Barbarei und Unmenschlichkeit, für die es keine Rechtfertigung gibt.

  • Wenn es eines Beweises bedürfte, daß es den gerechten Krieg nicht gibt – Dresden wäre der Beweis.
  • Wenn es eines Beweises bedürfte, daß der Verteidigungsfall zwangsläufig zu Aggression entartet – Dresden wäre der Beweis.
  • Wenn es eines Beweises bedürfte, daß die Völker von den kriegführenden Regierungen selbst mißbraucht werden – Dresden wäre der Beweis.
  • Daß an der Bahre Sir Winston Churchills das Stichwort Dresden nicht gefallen ist, legt den Verdacht nahe, Dresden sollte immer noch dem Volk angelastet werden, das doch selbst betrogen worden ist.
  • Es ist der gleiche Takt, den die Bundesregierung praktiziert, wenn sie die Verjährungsfrist für in der NS-Zeit begangenen Mord nicht aufhebt.

Wer die Täter nicht denunziert, denunziert aber die Völker.

aus: Ulrike Marie Meinhof: “Die Würde des Menschen ist antastbar.”
Aufsätze und Polemiken. – Wagenbach-Verlag, Berlin, 1986.

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