Feed für
Beiträge
Kommentare

In seinem Buch „Ein Volk in Waffenschildert

Sven Hedin

im Kapitel

„Die ersten Lazarette“

seine weiteren Eindrücke, die ein helles Licht auf unser einstiges Deutschland werfen, von dessen Höhe wir heute nach zwei heißen Phasen des Weltkrieges und einer planmäßigen Zersetzungspolitik weit entfernt und heruntergekommen sind.

Am Lazarettzug 1. WK (Bild: Medienzentrum für Westfalen)

Im ersten Abschnitt des Krieges hatte die englische Presse die Deutschen barbarischer Grausamkeit gegen ihre Gefangenen und gegen verwundete Feinde beschuldigt.

So lasen wir in Folge 1.

In der Schilderung Hedins der Behandlung von Verwundeten – ob Freund, ob Feind – bekommen wir ein anderes Bild von der deutschen Fairneß gegenüber den Kämpfern der gegnerischen Heere.

Hedin wird mit Genehmigung von höchster deutscher Stelle von einem Militärwagen quer durch Deutschland zur Front gefahren:

Wir kommen an mehreren Militärzügen vorüber und begegnen auch einem Lazarettzug, dessen beide erste Wagen verwundete Franzosen beherbergten, die übrigen Deutsche.

Den Franzosen ging es weder besser noch schlechter als den Deutschen. Alle lagen auf Stroh. Die Schiebetüren in diesen zum Lazarett eingerichteten Güterwagen standen offen, um den Kranken frische Luft zu verschaffen …

In Trier angekommen, besucht er auch die Horn-Kaserne.

Jetzt war das ganze Regiment im Feld und die Kaserne ein Lazarett … Bei unserem Besuch waren nur 220 Plätze belegt; 150 von ihnen hatten Franzosen inne. Sechs Ärzte und ein Oberarzt, dazu eine ganze Schar von Rote-Kreuz-Schwestern pflegten die Verwundeten.

… Dann betraten wir einen großen Saal mit lauter deutschen Verwundeten. Alle waren vergnügt und munter, befanden sich vortrefflich und konnten sich keine sorgsamere Pflege denken, als sie in diesem Lazarett erhielten.

Nur wurde ihnen die Zeit allzu lang; sie mußten immer an ihre Kameraden in den Schützengräben denken, sehnten sich in den Krieg zurück und hofften, bald wieder auf die Beine zu kommen …

In einem andern Saal wurden französische Soldaten gepflegt. Auch hier unterhielten wir uns mit einigen Patienten. Sie waren alle höflich und mitteilsam, ließen aber den fröhlichen Lebensmut der Deutschen vermissen, was ja auch kein Wunder war, da sie sich in Feindesland befanden und von aller Verbindung mit der Heimat abgeschnitten waren.

Einer von ihnen erzählte, wie ihn als Schwerverwundeten deutsche Sanitätssoldaten fanden. Sie

legten ihn ins nächste Feldlazarett, von wo er vor kurzem mit der Eisenbahn ins Trierer Kriegslazarett transportiert worden war.

Der andere Soldat hatte zwei Nächte auf dem Feld gelegen und unsagbar an Durst gelitten. Einige Male hatten Deutsche, die an ihm vorüberkamen, ihm Wasser und Schokolade gegeben. Schließlich hatte man Gelegenheit gefunden, ihn in das Verwundetenlager zu bringen.

Wie sein Kamerad sprach er seine Dankbarkeit aus über die Behandlung, die ihm in Trier zuteil wurde, und aus mehreren Betten in der Nachbarschaft erscholl Zustimmung.

Die beiden deutschen Ärzte, die uns begleiteten, erzählten, die französischen Verwundeten wollten gewöhnlich das Lazarett nicht verlassen, da sie wie einfache Gefangene behandelt werden, sobald sie wieder auf die Beine gekommen sind …

Die jungen Ärzte, die uns führten, berichteten, daß die deutschen Soldaten sich immer und ohne Ausnahme an die Front zurücksehnten, soweit ihr Zustand solche Gedanken nicht einfach unmöglich machte.

Bei den Franzosen sei die Stimmung eine andere: „Alles – nur nicht zurück an die Front!“ Auch das ist aus psychologischen Gründen ganz natürlich. Nichts drückt den Soldaten so nieder und demoralisiert ihn so wie eben die Gefangenschaft. Er spielt die Rolle des Schwächeren, er lebt ausschließlich von der Gnade anderer, seine Kraft ist erschöpft, seine Initiative gelähmt und seine Kampflust vergebens.

Da sagt er, um persönliche Vorteile zu gewinnen und aus einer an und für sich widrigen Situation das Beste herauszuschlagen, manches, was er jenseits der Feuerlinie niemals gesagt hätte.

Deshalb würde man jedem Heere unrecht tun, wenn man seinen Kampfwert nach den Aussagen der Gefangenen beurteilen wollte.

Hierin findet man vielleicht auch die Erklärung für das Faktum, daß in dem Trierer Lazarett, wenigstens in der Horn-Kaserne, die Sterblichkeit unter den Franzosen viel größer war als unter den Deutschen …

Man sagte mir, die Wunden der Deutschen heilten leichter und schneller als die der Franzosen, und das psychologische Moment ist dabei von unverkennbarer Wirkung.

Original-Bildunterschrift: “Gießen: Im Lazarett”.
In einer Baracke ist ein Lazarett untergebracht. Die Kriegsgefangenen liegen in einzelnen Betten und werden von Pflegern betreut. Vier Ofenrohre sind zu sehen. Der Raum hat zu beiden Längsseiten Fenster. (Bild: lagis-hessen.de)

Dies ist einer der Beiträge, mit denen Sven Hedin seinem Wunsch nachkam, der britischen Greuelpropaganda von Mißhandlungen gegnerischer Gefangener in Deutschland mit selbsterlebter Wahrheit zu begegnen. Wir Deutsche müssen ihm noch heute dafür dankbar sein.

Wir sehen an seiner Schilderung, wie wenig Fremdenhaß selbst im Krieg bei den Menschen verschiedener Völker bestand, die ohne ihre Schuld von interessierten überstaatlichen Mächten aufeinander gehetzt wurden.

Die Völker selbst wollten – und konnten sehr gut – miteinander im Frieden leben.

Das gelingt, wenn Gebiets- und Freiheitsgrenzen des andern geachtet werden – und nur dann.

In seinem 1915 bei Brockhaus herausgekommenen Buch

Ein Volk in Waffen

schildert Sven Hedin seine Eindrücke von Deutschland, wie er es im September 1914 antraf. Als Staatsbürger seines neutralen Heimatlandes Schweden hatte er die Sondergenehmigung zu seiner Reise nach dem im Krieg befindlichen Deutschland erhalten.

Ankunft in Deutschland und das große Erstaunen

Hedin landete nach seiner Schiffsreise über die Ostsee an Rügen an:

In Saßnitz betreten wir deutschen Boden, der ehedem schwedisch war.

Alles ist wie sonst.

 

Karte: Wikipedia

Die Spannung des Reisenden war ganz unnütz. Außer einem einsamen Landsturmmann mit dem Gewehr über der Schulter erinnert nichts an den Krieg …

Die deutschen Bahn- und Zollbeamten begegnen uns mit aller nur wünschenswerten Höflichkeit und sehen gemütlich aus in ihren neuen, bunten Uniformen.

Der Zug beschreibt seinen Bogen über Rügen nach Altefähr, und wird auf seiner Fähre aufs Festland überführt. Dort erheben die altehrwürdigen Kirchen ihre Türme über die alte Stadt Stralsund, in deren Bahnhof wir einige Zeit verweilen.

 

Stralsund Nikolaikirche (Bild: © dpa-Report, Foto: Stefan Sauer)

Alles ist wie früher, keine Hast, keine Unruhe …

Überall Sommer und Wohlstand über Deutschland; hier ist Fleisch und Brot in Überfluß. Ist es möglich, daß dieses Reich schon seit anderthalb Monat in den größten Krieg verwickelt ist, den die Weltgeschichte kennt?

Alles kündet Frieden auf Erden,

selbst der Himmel ist wolkenfrei, und die Sonne gießt ihr Gold auf Pommern herab …

Prenzlau – wir sind also in Brandenburg. Neue Scharen Landsturmleute stürmen den Zug, der sie von ihrer Heimat weg unbekannten Schicksalen entgegenführen soll. Starke und kräftige Germanentypen, nur etwas zu wohlbeleibt … blonde, gesunde, ruhige, ja sogar frohe Männer, und vor allem sämtlich erfüllt von einem einzigen Gedanken:

zu siegen oder zu sterben.

Ihre Frauen und Kinder begleiten sie bis zum Zug, um Abschied zu nehmen. Alles ist fröhlich, plaudert, singt und lacht; man sieht keine Tränen und hört kein Klagen, es ist der große Freudentag für jeden wehrfähigen Mann: er soll seine Pflicht erfüllen zum Wohle des Vaterlands.

Mein Abteil füllt sich bis zum letzten Platz mit Offizieren. Sie sind in lebhaftestem Gespräch … Des Krieges Ernst und Schwere lastet nicht auf diesen Männern: nur frohe Sehnsucht und Siegesgewißheit, und ohne sie zu kennen, spürt man, daß sie ihr ganzes Leben und Dasein für ein einziges Ziel eingesetzt haben. Über den Ausgang herrscht unter ihnen kein Zweifel:

Sie müssen siegen, sonst ist ihr Land verloren.

Stettiner Bahnhof Berlin 1916, Postkarte

… Der Zug hält am Stettiner Bahnhof.

Auf dem Bahnsteig dasselbe Leben wie zur Friedenszeit.

Die Kompagnie Gepäckträger so groß wie sonst; ein Polizist überreicht eine numerierte Blechmarke, im Handumdrehen erhält man sein Gepäck, sitzt in einem der zahllosen Automobile, die auf dem offenen Platz draußen batterieweise warten, und fährt in sein Hotel.

In Deutschland angekommen

Am 13. September ging der Spätsommer zu Ende; der Herbst war auf einmal da, es regnete in Strömen, war dunkel, windig, kalt und rauh …

Wer denkt an Vergnügungen, wenn die Zeitungen von einem Vater erzählen, der vier Söhne auf dem Schlachtfeld verlor, oder von einer Mutter, deren drei Söhne den Heldentod für Kaiser und Vaterland starben!

Aber keine Tränen, keine Klagen – nicht einmal Trauerkleidung fällt in den Straßen auf – vielleicht ist es ein stillschweigendes Übereinkommen, nicht durch Schwarz und Weiß äußere Zeichen der Trauer zu geben, die man doch tief im Herzen trägt …

Wohl war das deutsche Volk in Parteien gespalten, ein Gebot des demokratischen Geistes der Zeit, aber die deutschen Parteien waren doch eines Sinnes über die Notwendigkeit einer starken Verteidigung des Vaterlandes.

Und nun, wo der Krieg an allen Ecken und Enden wütet, sind die Parteien spurlos verschwunden!

In Deutschland wohnt in diesen Tagen nur ein einziges Volk aus einem Guß.

Es gibt nur eine einzige Partei – die der Soldaten. Alle kennen nur ein einziges Ziel. Jedermann weiß, daß es in diesem Krieg Deutschlands Leben oder Sterben gilt, und alle denken dieselben Gedanken, hegen dieselben Hoffnungen, beten dieselben Gebete, vom Kaiser angefangen …

 

Kaiser Wilhelm II. (Bild: www.grelly.de)

Im ersten Abschnitt des Krieges hatte die englische Presse die Deutschen barbarischer Grausamkeit gegen ihre Gefangenen und gegen verwundete Feinde beschuldigt.

Keinen Augenblick hatte ich daran geglaubt, aber um der Germanen willen wollte ich die Verleumdung ausrotten und die Wahrheit zur Kenntnis der Allgemeinheit bringen.

Kann man nichts anderes von einem Volk verlangen, das auf der Höhe der Kultur stehen will, so doch mindestens das eine: daß es seinem Gegner nicht Verbrechen vorwirft, die er nie begangen hat.

Und das war ja erst der Anfang der bis heute andauernden Verleumdung unseres Volkes, die es krank und abwehrarm gemacht hat. Mit aller Gewalt wird der Welt verwehrt, der Wahrheit ans Licht zu helfen.

Hedin drängt es, an die Front zu kommen, um dort

das deutsche Heer in seiner überwältigenden Kraft (zu sehen), aufmarschiert zum größten Kampf der Weltgeschichte!

Das deutsche Heer! Das bedeutete jetzt unvergleichlich mehr als früher; ebenso aber auch das französische Heer. Denn jetzt stehen sich nicht mehr Berufsheere gegenüber, sondern ganze Völker kämpfen miteinander.

Der Unterschied ist bloß der:

Das deutsche Heer ist aus einem Guß und rasserein,

während das französische durch Engländer, Belgier und einen ganzen Farbenkasten importierter Heiden verunreinigt ist …*

Am Ende des nun schon über 100 Jahre andauernden Vernichtungskrieges gegen das Deutsche Volk sehen wir, wie unsere einst geheimen, heute längst enttarnten Feinde, die Feinde der Völker, mit Coudenhove-Kalergi an der Spitze die Vermischung aller Völker herbeiführen wollen, um sie zu schwächen und leichter beherrschen zu können. Das sind die Rassisten!

___________________

*Hedins Wahl der Wörter „Farbenkasten“ und „verunreinigt“ entspricht nicht meiner Achtung vor allen Rassen. Dennoch ist nicht zu leugnen, daß ein rassereines Volk einem vermischten in seiner Kraft und Kultur überlegen ist.

Sven Hedin

schreibt in seinem lebendig geschriebenen Buch von seinen Erlebnissen im Deutschland der Jahre 1888 bis 1938, „50 Jahre Deutschland“. Unter vielen anderen Großen des Deutschen Volkes, die er erlebte, befindet sich auch

Paul v. Lettow-Vorbeck (Bild: Deutsches Historisches Museum)

Paul Emil von Lettow-Vorbeck

(* 20. März 1870 in Saarlouis; † 9. März 1964 in Hamburg-Othmarschen). Er war – wie Wikipedia berichtet –

ein deutscher Offizier, zuletzt mit dem Charakter eines Generals der Infanterie, Kommandeur der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika im Ersten Weltkrieg und Schriftsteller. Er stammte aus dem pommerschen Adelsgeschlecht von Lettow-Vorbeck.

Hedins Schilderung einer sehr bezeichnenden Begebenheit in Rostock am Ende des Ersten Weltkrieges zeigt Lettow-Vorbeck als einen Mann, der mit seiner soldatischen Haltung Frieden stiftete, einen Mann, wie wir ihn heute in – nur allzu häufig vorkommenden – ähnlichen Fällen uns in Deutschland nur zu sehr wünschen möchten.

Sven Hedin sieht das von den unmäßigen Forderungen einer von irrsinnigem Neid und wahnsinniger Gier getriebenen „Sieger“-Clique von Versailles erniedrigte und zermürbte Deutsche Volk einer sozialistischen, jüdisch geführten, voll Deutschenhaß erfüllten Linken ausgesetzt:

Verzweifelt und hoffnungslos sank dieses Volk einem Abgrund entgegen, während die Kommunisten über die Trümmer herzufallen begannen, um ein bolschewistisches Paradies nach russischem Muster aufzubauen.

Die roten Bataillone zogen durch die Straßen; es fehlte nicht viel, daß sie ihr Ziel erreicht hätten. Dann wären dem Bolschewismus alle Schleusen geöffnet gewesen, Mitteleuropa wäre in ein Schlachthaus verwandelt und die im Süden, Westen und Norden angrenzenden Länder wären von dieser Seuche überschwemmt worden, deren Triumphe wir täglich in Stalins Paradies erleben.

Aber in all diesem wilden Taumel und seinen widerlichen Orgien von Zügellosigkeit und Leichtsinn, die Deutschland mit jedem Tag dem Rande des Abgrundes und einem hoffnungslosen Chaos näherbrachten, lebte auf dem Grunde der Volksseele noch der alte germanische Geist,

an vielen Stellen brodelte – wie einst im Teutoburger Wald – die Forderung nach Genugtuung.

Es wuchs die Zahl derer, die den Ausländern nicht als Sklaven dienen und sich nicht länger von dem einheimischen Pöbel niedertreten lassen wollten; mit zunehmender Ungeduld schauten sie dem Tag entgegen, der sie von Tyrannen-Unterdrückung befreite.

Nun begab es sich, daß die

drittälteste Universität des Deutschen Reiches, Rostock,

alte Ansichts-Postkarte der Universität Rostock, davor das Blücher-Denkmal

der einst „berühmteste wissenschaftliche Mittelpunkt Nordeuropas“ (Hedin), am 26. November 1919 sein 500-jähriges Bestehen mit einem Festakt feiern wollte. Hedin erzählt:

Der Zuschauerraum war bis auf den letzten Platz von einer festlich gekleideten Menge besetzt, eine würdige und vornehme Stimmung herrschte.

Der tödliche Schlag, der vor vier Monaten gegen das deutsche Volk und gegen die uralte deutsche Kultur geführt worden war, hatte eine Art Betäubung ausgelöst; viele schienen eben aus einem teuflischen Angsttraum erwacht zu sein.

Auf den ersten Plätzen saßen aufgeblasen und wichtigtuerisch in ihrer Machtstellung die neuen Herren der städtischen Behörden.

Wem fallen da nicht die ebenso aufgeblasenen wie unfähigen Typen in heutigen Regierungsämtern ein!

In feierlichem Zuge schritten Rektor, Senat und Professoren in ihren althergebrachten Ornaten mit den Gästen der Universität im Gefolge durch die Straßen der Stadt, die von dichten Reihen der Rostocker Bürgerschaft eingesäumt waren.

Ich ging zwischen General v. Lettow-Vorbeck und Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg. Als die Menge den General erblickte, der als einziger den Krieg bis zum Ende durchgekämpft hatte, ohne die Waffen zu strecken, brach sie in Jubel aus.

… Der langsam sich bewegende Zug erreichte schließlich das Theater … Die Vertreter der Studentenverbindungen stellten sich hinter ihnen auf, während das Publikum sich von den Plätzen erhoben hatte.

Draußen hingen bleischwere Regenwolken über der alten Stadt, hier drinnen herrschte eine ernste Stille wie zu Beginn eines Tempelfestes.

… Seine Magnifizenz Rektor Herbig stand auf und bestieg das Rednerpult. In prächtigen Sätzen und anschaulichen Bildern gleitet er über das halbe Jahrtausend, das mit mächtigem Flügelschlag über die berühmte Universität Nordeuropas dahingeflogen ist.

Er spricht wie ein Mann, der sich auf festem Grunde weiß und der vorwärts, neuen Jahrhunderten entgegenschaut – nicht wie der Herold eines geschlagenen Volkes oder ein Fackelträger, dessen Leuchte noch einmal aufflammt, ehe sie verlöscht.

Seine Stimme ist klar, seine Worte sind stolz, man fühlt die Nähe mächtiger Geister, die die Menschen in dunklen Zeiten stützen und andere Wege führen als jene, die im Spiegelsaal von Versailles abgesteckt sind. Das geistige Leben, die Kultur, die Kenntnis, die Wissenschaften können die Siegerstaaten nicht erdrosseln.

Unter den als Ehrendoktoren Ausgezeichneten befindet sich auch General v. Lettow-Vorbeck. Nach all den Feierlichkeiten setzte man sich in einer riesigen Halle an langen Tischen zu einfachem Imbiß und gutem deutschen Bier zusammen,

die Stimmung war ausgezeichnet, und man merkte nicht, daß dieses Volk kürzlich aus einem der größten Kriege der Geschichte besiegt (wenn auch nicht im Felde!) heimgekehrt war.

Gerade wurden kalter Schinken und Brot aufgetragen, als dumpfe Schläge gegen die Türen ertönten, die unmittelbar in den Saal gingen. Eilig stürzten Boten zu General v. Lettow-Vorbeck, und dieser stand auf.

Dem erstaunten Hedin wird auf seine Frage, was denn los sei, geantwortet,

daß die feuerroten Kommuni-stenjünglinge der Stadt auf einem nahe gelegenen Platz ihre Bataillone sammelten und von dort zur Festhalle marschieren und diese stürmen wollten.

Wenn diese verdammten Bürger sich erlaubten, ein Jubiläum zu feiern, dann konnte das Proletariat sich das Vergnügen nicht versagen, die Trinkgenossen hinauszujagen und die Tische mit dem Schinken und den Biergläsern zu erobern.

Aber sie hatten nicht in Rechnung gestellt, daß General v. Lettow-Vorbeck vier Jahre mit einer Truppe von 3400 Weißen und 12.000 Askaris gegen 150.000 Engländer, Inder, Südafrikaner, Belgier, Portugiesen und Schwarze standgehalten hatte, ohne die Möglichkeit einer Verbindung mit der Heimat zu haben.

Für ihn war es eine Kleinigkeit, die Rostocker Kommunisten davonzujagen.

Blitzschnell ergriff er seine Maßnahmen. Die Studenten, die den Saal füllten, waren gewohnt, ihre Klingen zu führen. Sie wurden eingeteilt, Befehle ausgegeben.

Nicht ohne Spannung sahen die Eingeweihten dem Scharmützel entgegen, das eine rechte Würze der Fünfhundertjahrfeier zu werden versprach. Aber die Zeit verstrich, die Türen wurden nicht eingeschlagen. Mit unerschütterter Ruhe nahm Lettow-Vorbeck wieder seinen Platz am Tisch ein.

In den frühen Morgenstunden begab sich jeder in sein Quartier. Still, leer und dunkel lagen die Straßen zwischen den alten Häusern.

Die Kommunisten hatten wohl Wind davon bekommen, daß General v. Lettow-Vorbeck die Halle in Verteidigungszustand gesetzt hatte, und sie hatten es dann wohl für klüger gehalten, auf Bier und Schinken zu verzichten.

Ja, nicht nur Männer, sondern solche Männer braucht unser Land.

Und wie sie sich ähneln, die heutigen „Kommunisten-Jünglinge“ in der Antifa mit ihren Brüdern von gestern: 100 Jahre nun schon dienen sie einer Feindmacht und bekämpfen – gehorsam – das eigene Volk! Irre!

An der Schwelle von deutscher Größe zum Niedergang

„Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“

“Gründer und Häupter der sozialdemokratischen Partei”: Bebel (jüdisch), Liebknecht (jüdisch), Marx (jüdisch), Tölcke (deutsch), Lassalle (jüdisch) (Bild: Wikipedia)

Thomas Klatt vom Deutschlandfunk (31.5.2013) in seinem aufschlußreichen Artikel:

Im Arbeitskreis Jüdischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben sich bundesweit mehr als 100 jüdische Sozialdemokraten zusammengetan. Neben der SPD hat keine andere deutsche Bundestagspartei eine vergleichbare jüdische Untergruppe aufzuweisen.

Schon ihre Gründer waren hauptsächlich jüdischer Herkunft, berichtet Klatt:

Alexander Hasgall vom Bundesvorstand des Arbeitskreises jüdischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist stolz darauf, daß Juden schon zur Gründergeneration der deutschen Sozialdemokratie gehörten. Berühmt sind Ferdinand Lassalle und später die streitbare Kämpferin Rosa Luxemburg.

jüdische Sozialistin Rosa Luxemburg (Bild: Klatt Deutschlandfunk AP Archiv)

Der Berliner Sozialdemokrat Eduard Bernstein bereitete 1875 (also kurz nach Gründung des Bismarck-Reiches) zusammen mit August Bebel und Wilhelm Liebknecht den Einigungsparteitag in Gotha vor und gilt als einer der ersten sozialdemokratischen Theoretiker überhaupt. Jeanette Wolff war in den 1950er Jahren Mitglied des deutschen Bundestages und stellvertretende Vorsitzende des Zentralrates der Juden.

Die SPD sei somit immer schon politische Heimat für Juden in Deutschland gewesen,

schwärmt der aus der Schweiz stammende Historiker Alexander Hasgall (ebenfalls jüdisch).

„Die Linke an sich war natürlich der Ort, wo die Juden sich immer sehr aktiv eingesetzt haben …“

Angesichts dessen, was diese Linke Deutschland angetan hat und noch antut, erkennt man die Weitsichtigkeit, mit der Bismarck den Anfängen zu wehren versuchte:

Das 1878 von Reichskanzler Otto von Bismarck initiierte „Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ (Sozialistengesetz) kam einem Parteiverbot gleich, in dessen Folge die Arbeiterbewegung bis zum Ende der 1880er Jahre massiv behindert wurde. (Wikipedia)

Sozialisten waren es, die mit ihrer Revolution 1918 dem schwer ringenden deutschen Heer in den Rücken fielen. Diese offensichtliche Wahrheit leugnet die Propaganda. Aber ihre Losung – im Vorwärts am 20.10.1918 veröffentlicht – lautete:

Deutschland soll – das ist unser fester Wille als Sozialisten – seine Kriegsflagge für immer streichen, ohne sie das letzte Mal siegreich heimgebracht zu haben.

Sie haben ihr deutschfeindliches Ziel erreicht und erreichen nun mit ihrer verlogenen Propaganda und Diktatur, die sie Demokratie nennen, wunschgemäß den endgültigen Niedergang eines einst großen, fleißigen, harmlosen Volkes, das mit seiner Hochkultur die Welt beschenkte.

Sven Hedin (Bild: Wikipedia)

Sven Hedin – dessen Land Schweden dank der jahrzehntelangen Herrschaft der Sozialisten ebenfalls am Abgrund steht – schildert in seinem Buch „50 Jahre Deutschland“ seine Eindrücke, die er an jener Schwelle von Deutscher Größe zum Niedergang in Deutschland erlebte.

Hier seien zwei Beispiele zitiert, als Deutschland am Ende des ihm aufgezwungenen Weltkrieges sich – im Gegensatz zu heute – gegen seine Feinde noch klug und tapfer zur Wehr setzte, wie es von geistig-seelisch gesunden Lebewesen nicht anders erwartet werden kann:

Feldherr Erich Ludendorff

Besuch Sven Hedins bei General Erich Ludendorff

nach der Rettung Ostpreußens, die seine Feldherrnkunst mit zahlenmäßig weit unterlegenen Kräften gegen zwei riesenhafte Armeen Rußlands bei Tannenberg erreicht hatte:

Telegramm des Kaisers an General Ludendorff nach seinem großen Sieg über die russischen Armeen und damit der Rettung Ostpreußens 1914

Es herrscht wohl in allen Lagern einstimmig die Meinung – wenn ich mich nicht irre, ist es auch von französischer Seite anerkannt worden -, daß General Erich Ludendorff als Stratege und auch als Taktiker der größte von allen Heerführern des Weltkrieges gewesen ist.

Ich habe Ludendorff zum erstenmal als Generalstabschef des Oberbefehlshabers Ost am 1. März 1915 in Lötzen getroffen. Als sei es gestern gewesen, erinnere ich mich klar und deutlich, wie er über die Karten gebeugt saß, die wie Tücher die Tische ringsum bedeckten. Ich sehe ihn vor mir in seiner feldgrauen Uniform, den Blick fest und unverwandt auf einen bestimmten Punkt gerichtet, die linke Hand auf der Karte ausgebreitet, gleichsam als wollte er sie glattstreichen, in der Rechten einen Blaustift, den er gerade benutzte. Auf der Karte lagen Zirkel und Vergrößerungsglas.

Unbeweglich, mit zusammengezogenen Augenbrauen saß er da. Sein Hirn arbeitete offenbar an einer genialen Umgruppierung der Kräfte. Er dachte an Truppenver-schiebungen in Eilmärschen, die den Feind verwirren und täuschen sollten, an eine Operation, die die Russen Niederlage und Verluste von zehntausend Gefangenen und Toten kosten würde. Er saß da wie ein Schachspieler, der seinen Gegner mit dem nächsten Zuge matt setzen wird.

Schon damals war sein Name in der ganzen Welt bekannt.

Ich hatte das Gefühl, vor einem Genie zu stehen, das durch einen einzigen Blick auf die blauen und roten Striche, die die deutschen und russischen Linien, auf die römischen und arabischen Ziffern, die die Stellung der Armeekorps und Divisionen bezeichneten, wußte, was innerhalb von Tagen, einer Nacht oder einer Stunde geschehen mußte, um die roten Linien zu unförmigen, hilflosen Haufen aufzurollen, denen nur der Weg in die Gefangenenlager übrigblieb –

ich stand vor einem Titanen,

der durch zwei Striche seines Blaustiftes die Massen des Krieges umzuwälzen vermochte, als wären es Steine eines Spielbrettes … Ihm konnten der Kaiser und der Oberbefehlshaber Ost getrost „das Heil unserer Brüder und Kinder, die Ehre und Sicherheit unseres Vaterlandes“ anvertrauen.

Die Oberste Heeresleitung hatte signalisiert, die deutschen Fronten noch bis in das Jahr 1919 halten zu können, wenn, ja wenn die Heimat hielte.

In seinen Kriegserinnerungen gibt Ludendorff – wie auch Hedin es in seiner Nähe erlebte – bezüglich des schmählichen, hinterhältig durch die Linke herbeigeführten Endes des Krieges für das im Felde unbesiegte Deutschland wieder:

Den Gefühlen der Trauer und der Entrüstung, die den siegreichen Feldherrn nach der Unterzeichnung des Versailler Diktates bis in alle Fasern seines Herzens verwundeten, gibt er in männlichen und mächtigen Worten auf den letzten Seiten seines klassischen Kriegsbuches Ausdruck:

„Die neuen Gewalthaber und ihre bürgerlichen Mitläufer verzichteten auf jeden Widerstand und unterschrieben ohne Rechtstitel unsere Kapitulation auf Gnade und Ungnade einem unerbittlichen Feinde …

Das stolze deutsche Heer, das vier Jahre lang dem überlegenen Feinde siegreich widerstanden, in der Geschichte noch nie Gesehenes vollbracht und die Grenzen der Heimat geschützt hatte, verschwand.

Die siegreiche Flotte wurde dem Feinde ausgeliefert.

Die heimischen Gewalten, deren Vertreter nie am Feinde gekämpft hatten, konnten Deserteure und andere militärische Verbrecher und damit auch zum Teil sich selbst und ihre nächsten Freunde nicht schnell genug begnadigen.

Sie und die Soldatenräte arbeiteten mit Eifer und entschlossener Absichtlichkeit an der Vernichtung allen militärischen Lebens …

Es war ein frevelhaftes Spiel ohnegleichen, das mit dem deutschen Volk in seiner schwersten Stunde gespielt ist. Es bezahlt dies ungeheure Verschulden mit seinem Leben und mit seinen Idealen.“

Erst nach dem Kriege enthüllten sich Ludendorff durch seine Forschungen die Machenschaften und die Ideologie der jüdisch geführten Linken in ihrer ganzen Tiefe. Mehr dazu bei Adelinde.

Fortsetzung folgt

Ältere Beiträge »