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Am 17. Juni vor 2 Jahren erschien bei Adelinde der Eintrag unter der o.a. Schlagzeile.

Er begann mit den Worten:

Der 17. Juni 1953

war der Tag des Endes des mitteldeutschen Aufstandes gegen die kommunistische Diktatur.

Demonstranten (mit Fahnen) gehen durchs Brandenburger Tor. (Bild: Welt)

Warum feierten wir bis zum Jahre 1990 ausgerechnet diesen Jahrestag?

Die meisten Westdeutschen begrüßten diesen Sommertag als zusätzlichen arbeitsfreien Tag. Er hatte somit für sie immer etwas Helles, Fröhliches an sich.

Doch was war geschehen, wozu die Westdeutschen unter Führung Adenauers keinen Finger krumm gemacht hatten?

Für die Mitteldeutschen war der Tag nicht arbeitsfrei. Sie aber waren die Helden gewesen, die für die Deutsche Einheit am 16. Juni 1953 mit Arbeitsniederlegungen und Demonstrationszügen auf den Straßen des gesamten sowjetisch besetzten mitteldeutschen Teils unseres Vaterlandes Leib und Leben wagten.

17, Juni 1953: Sowjetische Panzer werden eingesetzt, um den Aufstand der Mitteldeutschen niederzuwalzen (Bild: ADSD FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG | Urheber: AFP Urheberrecht: AFP ImageForum

Doch am 17. Juni 1953 walzten russische Panzer den Aufstand nieder.

55 (durch Quellen belegte) Deutsche, darunter 4 Frauen, fanden dabei den Tod.

Feierten die Deutschen also die Niederwerfung deutschen Freiheitskampfes?

Augenzeuge Peter Bruhn berichtet

weiterlesen: Der 16. Juni 1953 bleibt mir unvergeßlich

G.F. Händel: Wassermusik – Akademie für alte Musik Berlin – Live concert HD

Diese Musik schrieb Georg Friedrich Händel für den englischen King George I.

Händel (in der Mitte) mit Georg I. während der Bootsfahrt auf der Themse. Links im Hintergrund die Musikanten auf einem weiteren Boot. Gemälde von Edouard Jean Conrad Hamman (1819–1888). Bild: Wikipedia

Händel

hatte seine deutsche Heimatstadt Halle an der Saale verlassen, um in England eine eigene Existenz aufzubauen. Er fand die Unterstützung des hannöverschen Königs von England, für den wie auch für die britische Nation er bedeutende Musikwerke schrieb.

 

Georg Friedrich Händel, Gemälde von Balthasar Denner (Bild: Kunstkopie)

Dennoch hatte Händel in England mit ungeheuren Widrigkeiten durch Intrigen, Neid und Mißgunst, Geschäftsschädigung und schließlich Verarmung zu kämpfen.

Wenn man das im einzelnen auf sich wirken läßt, wird es einem wohl vor allem unfaßlich, wie es einem Menschen möglich ist, in Zeiten derartiger Widrigkeiten eine solche Fülle von großartigen, einzig schönen Werken zu schaffen wie Händel.

Der ist jedoch der mannhafte Kämpfer, der sich nicht geschlagen geben will, der um den Sieg ringt, auch wenn er dabei zugrunde gehen sollte.

Woher nahm er diese Kraft?

Lag sie in seinem Erbgut?

Bei seiner Geburt ist der Vater Georg Händel (1622-1697) 63 Jahre alt. Die 30 Jahre jüngere Dorothea Taust (1651-1730) ist seine zweite Frau.

Das erste Kind aus dieser Ehe stirbt 1684 bei der Geburt. Georg Friedrich wird ein Jahr später, 1685, geboren, ihm folgen noch zwei Schwestern. Mit ihnen, ihren Kindern und seiner Mutter bleibt er zeitlebens in Verbindung. Sein Vater stirbt, als Händel 12 Jahre alt ist.

Mutter Dorothea entstammt dem Pfarrhaus von Giebichenstein (heute Stadtteil von Halle/Saale). Sie wird als weltoffen, mutig gelassen und praktisch veranlagt beschrieben, Eigenschaften, die wir auch bei ihrem Sohn antreffen.

Händels Großvater väterlicherseits stammte aus Breslau. Nach Halle gekommen, verband er sich mit Anna Beichling, der Tochter eines Eislebener Kupferschmiedes. Alle ihre Söhne wurden wieder Kupferschmiede bis auf Georg,

Händels Vater. Der wird Heilpraktikus, ist im Dreißigjährigen Krieg mehrere Jahre Feldscher, erwirbt sich als Wundarzt mit seinen virtuosen Chirurgenhänden Ruhm, läßt sich 1652 in Giebichenstein als Amts-Chirurg nieder und wird sogar Leibchirurg beim regierenden Herzog.

Er bleibt jedoch weitgehend selbständig, wird wohlhabend und kauft 1665 das stattliche Haus in Halle, das noch heute besteht und das Händel-Museum beherbergt.

 

Händelhaus in Halle (Bild: Welt)

Halle

wird 1680 brandenburgisch, zu einer Zeit, als die Stadt mit der

Pest

zu kämpfen hat.

Bild: Wikipedia

Georg Händel ist in Halle als Pestarzt eingesetzt.

Seine Braut Dorothea, später Händels Mutter, ist nicht zu bewegen, ihre Angehörigen in ihrem Haus im Stich zu lassen, um die eigene Haut zu retten, obwohl schon ein Bruder und die Schwester von der Pest dahingerafft sind und auch der Vater erkrankt ist.

Der Pestarzt Georg Händel bleibt gesund, seine Braut Dorothea bleibt gesund.

Diese kraftvollen Menschen sind die Eltern Georg Friedrich Händels.

Wie ging man nun damals mit dieser schrecklichen Epidemie um?

Wurden alle Menschen weggesperrt wie heute bei der in ihrer Harmlosigkeit nicht vergleichbaren, aber von allen Propaganda-Medien als Schreckgespenst an die Wand gemalten Corona-„Pandemie“?

Nein, seelisch starke Menschen kümmerten sich um die einzelnen Erkrankten.

Die Pest ging vorüber, wenn auch mit großer Opferzahl. Halle verlor die Hälfte seiner Bevölkerung.

Bei der heutigen „Pandemie“

entsteht ebenfalls eine große Opferzahl, diese aber nicht herbeigeführt durch Corona, sondern durch Nichtbehandlung im Stich gelassener wirklich Kranker.

Das National-Journal veröffentlichte in seiner Ausgabe vom 12. Juni 2020 den Ausschnitt einer kryptischen Rede der geschäftsführenden Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF)

Christine Lagarde,

die sie am 15.1.2014 vor dem National Press Club in Washington in einer Pressekonferenz hielt und – wie das NJ berichtet – auf das am 25. September 2014 beginnende letzte Sabbat-Jahr des 7-jährigen Zyklus hinwies, das am 13. September 2015 endete. Lagarde wörtlich:

Wie Sie wissen, tue ich das, was man mir sagt.

Leider sagt sie nicht, wer das ist, der ihr sagt, was sie tun soll. Als „Verschwörungstheoretiker“ wissen wir natürlich, wer es sein könnte.

Ich möchte Ihre Kenntnisse in Sachen Numerologie im Zusammenhang mit der magischen Zahl 7 testen.

Sie wissen

(aha, alle sind wissende „Club“-Mitglieder),

daß es sich bei dieser Zahl um eine ganz gewichtige Zahl handelt.

Ich bitte Sie, über die magische Zahl 7 nachzudenken. OK?

Die meisten von Ihnen wissen, daß die 7 eine gewaltige Zahl ist, in vielen Bereichen und Religionen.

In eben diesem Sabbat-Jahr begann Merkel, angeblich Mitglied mehrerer Urlogen wie der „Golden Eurasia“, mit der Flutung Deutschlands mit fremdländischen gesunden jungen Männern. Das war der Anfang vom Ende deutscher Rechte im eigenen Land.

Die „Brüder“ hatten verstanden, Frau Lagarde. Sie machten alle gehorsamst volksverräterisch mit, vor allem die Führenden in den Propaganda-Medien. So auch bei der Einsperrung und Entrechtung der Völker weltweit.

Schon tobt der propagandistisch herbeigeführte und angeheizte Rassenkrieg. Die Polizei zieht sich zurück.

Die von den Linken seit langer Zeit herbeigesehnte Anarchie kann losbrechen.

Wie wird der volkstreue US-Präsident Trump mit dem Chaos fertig?

Kann er auf Putin hoffen?

Putin soll – wie Merkel – Mitglied in der Urloge „Golden Eurasia“ sein. Hier dessen – sehr verhalten geäußertes – Verständnis für die Lage Trumps:

Humor zum Schluß – die Antwort des hochintelligenten Spaßvogels

Matthias Richling:

Corona und das Grundgesetz – Satire | Die Mathias Richling Show, 5.6.2020

Das Messianische Reich “ante portas”

Dieser Demonstrant in Deutschland glaubt sich auf der Seite des Guten.

Mainstreamgerecht hetzt er gegen „Nazis“ und blafft den Volkslehrer an.

Schlecht für ihn: Ihm fehlt es an jeglicher Bildung. Am schönsten zeigt sich das an seinem denkwürdigen Satz von Ludendorff, dem „Kriegsverbrecher des Zweiten Weltkrieges“ und „Nazi“.

Voller Titel: Weltkrieg droht auf Deutschem Boden, 1931

Wie jeder, der sich geschichtlich umgeschaut hat, weiß, hat Erich Ludendorff als Feldherr des 1. Weltkrieges und daher kompetentester Fachmann weltweit den bereits für 1932 geplanten 2. Weltkrieg durch seine Aufklärung verhindert, war bereits seit 1924 entschiedener Gegner der Hitlerschen Gewaltpolitik und bekämpfte sie – angesichts der KZs für Andersdenkende – furchtlos offen wie kein anderer und starb bereits 1937.

Voller Titel: Hitlers Verrat der Deutschen an den römischen Papst, 1931

Dies alles ist dem heutigen, ferngesteuerten, gewaltbereiten Mob unbekannt. Desto lauter pöbelt er und macht durch Sachbeschädigung und Körperverletzung von sich reden, die Mainstream-Medien hinter sich wissend.

Wissen diese armen Irren, wessen Geschäft sie betreiben? Und diese verkommenen Gojim, die sich als Satanisten zeigen und die Juden als auf ihrer Seite erklären?

Bildquelle gesucht

Corona-Masken-Träger in Konstanz (Bild: Südkurier)

Das brave Fernsehen guckende und Mainstream-Zeitungen lesende Volk macht auch den größten Humbug mit, ernst, sich seines Gutmenschentums bewußt.

Da können sich 16 000 Mediziner die Finger wundschreiben mit Klarstellungen über die nicht vorhandene Epidemie, geschweige denn die nichtvorhandene Pandemie – die Medien, wie die FAZ, weigern sich – ebenfalls gehorsamst -, die Apelle der 16 000 Mediziner abzudrucken.

Merkel hat die neue Pandemie-Welle schon von Anfang an angekündigt. Als promovierte Physikerin mit mindestens 16 Ehrendoktortiteln (hauptsächlich von hebräischen Universitäten) kann sie sowas ausrechnen. Nicht daß das eingesperrte Sklavenvolk seine Freiheit zurückbekäme!

Darüber hinaus ist der Tod eines Schwarzen instrumentiert:

Gewalttätige Massendemonstrationen sind in Amerika an der Tagesordnung. In Deutschland werden sie herbeigeredet und inszeniert.

Schon wird der anarchistische Ruf laut und lauter:

„die Polizei abschaffen!“

Los Angeles ( https://www.youtube.com/watch?v=Fe6HA_Gg5VA)

Das Chaos soll herbeigeführt werden, und mittendrin in den USA der Präsident, der das alles nicht mitmachen will und bekämpft. Trump muß weg ist die Devise – ja, wessen denn?

Alles klar? Die führenden Logenabhängigen in Politik und Medien machen diesen Unabhängigen im Amt des US-Präsidenten mit allen Mitteln schlecht, wie sie den großen Volksretter und Aufklärer über diese überstaatlichen Untergrundmächte Erich Ludendorff und die große Philosophin Mathilde Ludendorff verleumdet haben.

Diesem bösartigen, völkermörderi-schen Deep State hat Trump den Kampf angesagt. Der Krieg tobt. Es ist der ersehnte 3. Weltkrieg.

Siehe: Es stehet geschrieben (Adelinde) →

Der eben empfohlene Artikel bezieht sich auf die Aussagen von Rabbi Zamir Cohen:

Möge dem POTUS* Trump und damit den Völkern der Erde das Kriegsglück hold sein!

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* President of the United States

Friedrich Wilhelm Hegel

Hegel (Bild: Welt)

ist noch immer das Idol einer „Linken“, die mit dem Bekenntnis von Karl Marx übereinstimmt:

„Ich kokettierte mit der Hegel eigentümlichen Ausdrucksweise.“

Doch unversehens geraten auch „Rechte“ in dies „linke“ Fahrwasser mit den hegelschen Vernunftübergriffen. Wie schade um die wertvolle Lebenszeit, die sie sich mit dieser verqueren Philosophie abringen.

Hätten sie sich doch lieber zunächst bei den unumstößlichen Erkenntnissen Kants, dann aber vor allem Mathilde Ludendorffs umgesehen! Das hätte ihnen echten Erkenntnisgewinn gebracht.

Peter Hansen

hat in Folge 14/1980 der Zeitschrift „Mensch und Maß“ eine aufhellende Abhandlung geschrieben:

Friedrich Wilhelm Hegels Philosophie und ihre Bedeutung für die Gegenwart

1. Die Hegelsche Philosophie

Kein deutscher Philosoph hat so stark gewirkt wie Hegel im 19. Jahrhundert.

Er wurde zu einer Macht im geistigen Leben Deutschlands und der Welt, wie es kaum Kant gewesen war. …

Nach Hegel ist die gesamte Wirklichkeit, sei es ein Baum oder ein Vogel, ein Gesetz oder eine Sonate von Beethoven, Ausdruck eines allumfassenden vernünftigen Weltgeistes, den Hegel auch als Gott bezeichnet.

Hierbei ist jedoch (nach Hegel) eines wesentlich: Die Wirklichkeit ist nicht überall gleich gottdurchdrungen, sondern Gott offenbart sich in den einzelnen Erscheinungen in unterschiedlicher Stärke. So erstrahlt er vor Beginn des Weltallwerdens in wundersamer Schönheit. Hegel schreibt:

„So ist die erste göttliche Geschichte außer der Welt, raumlos außer der Endlichkeit, Gott wie er an und für sich ist.“1)

Gott können wir nach Hegel mit der Vernunft gleichsetzen.

Die Aufgabe der Vernunft ist es aber zu denken, woraus folgt, daß das Wesen Gottes im Denken besteht.

Doch wodurch wird Gott veranlaßt, das Reich der Gedanken zu verlassen, um in Erscheinung zu treten?

Nach Hegel ist das die Folge eines kosmischen, allumfassenden Gesetzes, das er in Anlehnung an Fichte als Dialektik bezeichnet. Ohne auf die Dialektik näher einzugehen, können wir sagen, daß sie es ist, die allen Wandel im Weltall bewirkt.

Diesem dialektischen Gesetz ist auch Gott unterworfen.

Hierdurch wird gesichert, daß Gott zur Erkenntnis gelangt, jenseits der Erscheinung zu sein. Das ist der Anlaß für ihn, sich mit dem Diesseits der Erscheinungswelt zu verweben.

Hegel begründet das etwa so:

Wir können die Mutter nicht ohne den Vater denken, ebensowenig läßt sich das „Jenseits der Erscheinung“ ohne das „Diesseits der Erscheinung“ denken. Damit beginnt die „göttliche Geschichte als real in der Welt“.

  • Gott ist seiner Natur nach zwar jenseits der Erscheinung (These),

  • doch wenn er sich jetzt dem Raume verwebt, dann gerät er in einen gewaltigen Gegensatz zu seiner wahren Natur (Antithese).

  • Hierdurch entsteht eine Spannung, die erst mit Beginn der menschlichen Geschichte gemildert und mit fortschreitender Zivilisation- und Kulturentwicklung aufgehoben wird (Synthese).

Daher offenbart die Menschheitsgeschichte nach Hegel Gott immer deutlicher und klarer, wie das folgende Beispiel zeigen soll:

  • Bei den asiatisch-orientalischen Völkern ist nur der Herrscher frei und gottnah, aber die Untertanen leben noch in arger Finsternis.

  • Bei den Griechen und Römern ist bereits die politische Führungsschicht frei und gottnah, während allerdings die überwältigende Mehrzahl der Bevölkerung in gottferner Knechtschaft lebt.

  • Erst bei den Germanen des 19. Jahrhunderts sind alle Menschen frei und gottgeeint: der Staat ist vollkommen und Gott ist am Ziel.

Der langsame Gang Gottes durch die Weltgeschichte führt nämlich nach Hegel zu einer allmählichen Veredlung des Staates, des Rechtes, der Sittlichkeit, der Religion, der Kunst und der Wissenschaft.

Will ein junger Mensch zur Erkenntnis Gottes – zum absoluten Wissen – gelangen, so muß er diese Entwicklung im Geiste nachvollziehen.

2. Hegel und die Folgen

Hegels Philosophie ist für alle jene Menschen hervorragend geeignet, die der Auffassung sind, die Geschichte strebe einem idealen Endzustand entgegen, einer goldenen „Zeit, wo das Rechte, das Gute wird siegen“ (Schiller).

Hegel war zwar der Meinung, bereits zu seinen Lebzeiten wäre dieses göttliche Ziel in Preußen verwirklicht worden, doch das glaubt heute kein Mensch mehr, wohl aber gibt es viele Menschen, die das „Reich Gottes“ (Augustinus), das „messianische Reich“ (Judentum) oder die „kommunistische Gemeinschaft“ (Marx) für die Zukunft voraussagen.

Sie können sich alle auf Hegel berufen.

Sogar seine dialektische Methode läßt sich hervorragend von ihnen benutzen. Der weltgeschichtliche Fortschritt, so hatte Hegel gelehrt, kommt durch den Kampf der Gegensätze zustande.

  • Bei Augustinus kämpfen die „Gerechten“ gegen die von „Gott Abgewandten“,

  • bei Marx die „Proletarier“ gegen die „Kapitalisten“,

  • in der jüdischen Religion steht das von Gott auserwählte Volk den anderen Völkern gegenüber. Es ist das von Gott durchdrungenste und hat die Aufgabe, alle Auseinandersetzungen der Menschheit in einer Synthese auszugleichen.

Nun ist es sehr überraschend, daß nach Hegel ausgerechnet der Tummelplatz so vieler Verbrechen, nämlich die Geschichte, Gott offenbaren soll und in dieser Aufgabe die Natur weit überragt.

Hegel gibt hier folgende Antwort:

Worüber sollte sich der Philosoph wundern?

  • Die Zuchtlosigkeit wird bald das Bedürfnis nach einer starken Regierung wecken.

  • Der Krieg kann nicht ewig sein; bald wird die Sehnsucht nach dem Frieden wach …

  • Jedes Extrem schlägt über kurz oder lang in sein Gegenteil um.

  • Selbst die Bosheit muß dazu dienen, das Gute zu fördern.2)

Auch der Gang Gottes durch die Weltgeschichte erfolgt dialektisch, das heißt in Gegensätzen, die sich in Mord, Krieg und Revolutionen entladen.

Zur Verdeutlichung wollen wir die Hegelsche Methode einmal auf die letzten hundert Jahre unserer Geschichte anwenden:

  • Damals verkörperte Bismarck mit der „These“, daß Deutschland geeinigt werden solle, den „fortschrittlichen“ Teil der Menschheit;

  • die „Antithese“ wurde vom französischen Kaiserreich vertreten.

  • Diese Spannungen führten zum deutsch-französischen Krieg und damit zur Einigung Deutschlands. Diese „Synthese“ war zwar ein „historischer Fortschritt“, jedoch ein unvollständiger, denn Deutschland stand noch nicht gänzlich unter überstaatlicher Kontrolle.

  • Nach der dialektischen Methode wird jetzt diese „Synthese“ zu einer neuen „These“ und ruft eine „Antithese“ hervor, die von den antideutschen Mächten: dem Papst, der Freimaurerei und der englisch-amerikanischen Geldmacht usw. vertreten wird.

  • Diesmal entladen sich die Gegensätze im ersten Weltkrieg, der zur Schwächung Deutschlands führte, aber auch das Nationalbewußtsein der Deutschen entflammte. Auch dieses Ergebnis („Synthese“) erweist sich bei tieferer Betrachtung als fortschrittlich, denn es führte dazu, daß Hitler an die Macht kam.

  • Hierdurch entstand die neue These. Wer diesmal die Antithese verkörperte, ist bekannt, ebenso die Synthese, die zur Zerstörung Deutschlands und des deutschen Volkes führte, um andererseits die überstaatlichen Mächte zu stärken.

  • Damit ist die historische Mission Deutschlands — und auch Europas — im wesentlichen beendet; der Weltgeist (Gott) befindet sich seitdem bei den außereuropä-ischen Mächten, die fortan den Fortschritt verkörpern, nämlich in der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten.

3. Hegels philosophische Irrtümer

Hegel lehnt von vornherein jede Untersuchung unseres Erkenntnisvermögens als Betrug ab.3)

Durch diesen Trick gelingt es ihm, Kant aus dem Weg zu gehen, ohne ihn zu widerlegen.

Selbstverständlich verwirft er die Kantische Lehre vom Unterschied zwischen der „Erscheinung“ und dem „Ding an sich“.

Während Kant über das „Ding an sich“, das Göttliche, schweigt, weiß Hegel ganz genau, womit Gott vor der Erschaffung der Welt beschäftigt gewesen war: er macht ihn zur Denkmaschine, die dialektischen Gesetzen folgt.

Mit der gleichen Unbekümmertheit bestimmt Hegel a priori, also „aus dem hohlen Bauch“ heraus, die Zahl der Planeten — natürlich falsch — und „beweist“ philosophisch — 114 Jahre nach Newton —, welchen Naturgesetzen die Bewegung der Planeten zu folgen habe, und schwätzt über Elektrizität, Wärme und Gravitation wie ein Frosch über das Fliegen.

Während Hegel einerseits durch seine erbaulichen Märchen Gott wie einen Stuhl aus der Erscheinungswelt behandelt, vergöttlicht er andererseits die Erscheinungswelt, wobei er bezeichnenderweise die Natur, dieses Wunder Gottes, abwertet und sich ausgerechnet auf die Geschichte stürzt, die nach

Mathilde Ludendorff (Zeicnung von Wolfgang Willrich 1947)

 

Mathilde Ludendorff

 

Gott am tiefsten verhüllt.

Sie schreibt:

Vernunft denkt nach den gleichen Gesetzen, und wenn sie über das Göttliche zu denken wagt, wird sie stets … zu den gleichen Irrtümern hingelangen.

Immer ordnet sie da das Göttliche den Formen aller Erscheinung ein … Immer will sie … die Völker und ihr Schicksal dann lenken. Immer will sie dann auch „vernünftig“ lenken, und jeder Schicksalsschlag und jedes Glück muß dann „Sinn und Verstand“ für … die Völker haben. Dann ist aber die gleiche Richtung in die Irrtümer hinein schon gegeben.“4)

Welche Frechheit gehört doch dazu, die Verbrechen der Weltgeschichte als „List“ Gottes zu verharmlosen, wie Hegel es tut!

Was muß das für ein Gott sein, der es nötig hat, durch ein Meer von Blut zu waten, um sein göttliches Ziel verwirklichen zu können!

Vielleicht ahnt der Leser jetzt, wie berechtigt die gallige Kritik Schopenhauers an Hegel ist, dem er einen

verdummenden, man könnte sagen pestilenzialischen Einfluß

zugeschrieben hat.

Und was soll man von einem „Philosophen“ nach Kant halten, der ernsthaft behauptet, mit fortschreitender Geschichte werden die Menschen und alle ihre Einrichtungen immer vollkommener!

Hegel übersieht die alte chinesische Weisheit, wonach man Flüsse und Berge ändern kann, nicht aber den Menschen, dessen Unvollkommenheit nach Mathilde Ludendorff einen tiefen philosophischen Sinn hat. Die Philosophin schreibt über diese flache Fortschrittsgläubigkeit:

Nirgends hören wir so viel von dem „herrlichen Aufstieg“, dem „Fortschritt“ der Menschheit im allgemeinen und der eigenen Leistung im besonderen reden, als hier im Totenreich.5)

(Adelinde: Mit dem Totenreich meint sie das Reich der dem Göttlichen abgestorbenen Menschen, der „plappernden Toten“.)

Doch die philosophische Betrachtung über Hegel ist unvollständig ohne eine psychologische Ergänzung.

In einer wesentlichen Lebensfrage des Volkes vertritt Hegel zwei gänzlich unterschiedliche Auffassungen. 1806 schreibt er an Niethammer:

Wie ich es schon früher tat, so wünschen nun alle der französischen Armee Glück.6)

Nach der Niederlage der Franzosen in den Befreiungskriegen setzt sich Hegel plötzlich für die Volkserhaltung ein:

Nun, … da die deutsche Nation sich aus dem Gröbsten herausgehauen, da sie ihre Nationalität, den Grund alles lebendigen Lebens (!) gerettet hat, so dürfen wir hoffen, daß … auch die Kirche sich emporhebe.7)

Die gleiche Anpassungsfähigkeit beobachtet auch Treitschke. Er schreibt über Hegel:

In den letzten Jahren schloß er sich eng an die Regierung an und benutzte unbedenklich (deren) Gunst … um seine wissenschaftlichen Gegner zu beseitigen.8)

Der unverdauliche Stil der Hegelschen Schriften, der in linken Kreisen noch heute so modern ist9), zeugt meiner Meinung nach mehr von geistiger Verworrenheit als von Tiefe.

Daher ist es lächerlich, wenn Hegels englischer Anhänger Stirling schreibt:

Die Philosophie Hegels war … von solcher Tiefe, daß es größtenteils ganz unmöglich war, sie zu verstehen.10)

Diesem philosophischen Stil, der nur so „dunkelt und funkelt“, entspricht die Vortragsweise des Dozenten Hegel.

Hegel, Georg Friedrich Wilhelm (1770 – 1831), Deutscher Philosoph, nach einem Gemälde (verschollen) von Ludwig Sebbers; Foto: Dietmar Katz;

Sein Schüler Hotho schreibt:

Abgespannt, grämlich saß er mit niedergebücktem Kopf in sich zusammengefallen da und blätterte und suchte immerfort sprechend in den langen Folioheften … das stete Räuspern und Husten störte allen Fluß der Rede, jeder Satz stand vereinzelt da und kam mit Anstrengung zerstückt und durcheinandergeworfen heraus; jedes Wort, jede Silbe löste sich nur widerwillig los, um von der metallenen Stimme … einen wundersam gründlichen Nachdruck zu erhalten.11)

Schopenhauer schreibt:

Eine Kunst hat dieser Hegel wirklich verstanden, nämlich die, die Deutschen bei der Nase zu führen. Das ist aber keine große.

Hegels Stern wäre daher längst untergegangen, wenn es ihm nicht gelungen wäre, die jüdisch-christliche Hoffnung auf ein vollkommenes Gottesreich mit seiner Philosophie einzufangen und den Weg zu diesem Ziel als göttliches Wirken zu deuten.

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Anmerkungen

1) Vorlesungen über die Philosophie der Religion II, Dritter Teil.
2) A. Heußner, Die philosophischen Weltanschauungen, 2. Auflage, Göttingen 1912, Seite 181.
3)   Hegel: Phänomenologie des Geistes, Frankfurt/M—Berlin—Wien, Ullstein Verlag, 1973, S. 57.
4) Das Gottlied der Völker, S. 347.

5)   Selbstschöpfung, S. 147.
6)   Hegel: Phänomenologie, S. 644.
7)   Hegel: Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie I, Frankfurt am Main, 1975, Suhrkamp Verlag, S. II.
8)   Zitiert bei Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde 2, 1977, S. 36 H.
9)   Von Marx stammt der Ausspruch: „Ich kokettierte mit der Hegel eigentümlichen Ausdrucksweise.“ Vergleiche: Härtle, Die falschen Propheten, 1973, S. 42.
10) Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde 2, S. 36.
11) Hegel: Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie, III, S. 531.

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