Feed für
Beiträge
Kommentare

Zur Sonnenwende

hielt H.D. eine Ansprache mit schlichten Wahrheiten, beeindruckend:

Wir leben in „ver-rückten“ Zeiten. In solchen ist es wichtig, sich bewußt zu machen, daß es eine Seite der Wirklichkeit gibt, die viel zu kurz kommt in diesen Tagen. Diese andere Seite läßt sich mit den Worten umschreiben:

Das Gute, das Schöne und das Wahre.

Dabei ist es so einfach, diese Seite der Wirk-lichkeit wahrzunehmen: Auf Schritt und Tritt begegnet sie uns draußen in der Natur. Es gedeiht und lebt gerade jetzt im Frühsommer überall eine Fülle an Pflanzen- und Tierarten.

Und diese Fülle ist jedem jederzeit zugäng-lich – wenn er denn ein Ohr und ein Auge da-für offen hat.

Zur Zeit kann ich jeden Tag aus dem Fenster beobachten, wie ein Starenpärchen emsig und unermüdlich seine Jungen füttert und gegen die streitlustigen Elstern verteidigt. Wenn wir draußen sitzen, können wir ihrem unglaublich vielseitigen Gesang und Geplau-der lauschen. Beispiele dieser Art könnte man in unendlicher Zahl anführen.

Was wäre z.B. in der Sonnwendzeit nicht ge-eigneter als Sinnbild für die Schönheit und Erhabenheit in der Natur, als der Sternen-himmel über uns.

In der Sonnwendnacht geht es aber nicht nur um eine Naturerscheinung, sondern auch um Kultur. Kultur und Natur sind auf den ersten Blick zwei verschiedene Dinge. Das eine ist „natürlichen Ursprungs“, das andere men-schengemacht.

Wenn wir von diesem Unterschied absehen, gibt es aber auch eine tiefere Gemeinsamkeit zwischen beiden. Beide sind Ausdruck, sind Erscheinung, von etwas, das wir nicht mit Augen sehen oder mit den Ohren hören kön-nen, sondern nur in unserem Innern spüren, in unserem Inneren erleben können.

Diese kürzeste Nacht im Jahr ist der äußere Anlaß, den uns die Natur bietet, und wir fei-ern dieses Ereignis mit Worten, Liedern, Tanz und Musik, die zur Welt der Kultur gehören.

Das Schöne in Natur und Kultur gehört zu den Werten, an die wir uns gerade jetzt erin-nern sollten, um daraus Kraft schöpfen zu können gegen die Widrigkeiten unserer Zeit.

Sonnwendnacht (Bild: Sommergeschichten.wordpress.com)

Die Sonnwendnacht bietet noch einen weite-ren Anknüpfungspunkt, der uns Halt geben kann. Wenn wir uns in Erinnerung rufen, seit wie vielen Jahrtausenden die Menschen be-reits Sonnenwende feiern, wir müssen bis in die Jungsteinzeit zurückgehen (das sind 6000 – 10.000 Jahre), und wenn wir bedenken, was alles an Gefahren in all diesen Zeiten die Menschen bedroht hat, dann erkennen wir, daß wir nicht die ersten sind, die für ihr Leben, ihr Eigenart und ihre Kultur kämpfen müssen.

Es sind sicherlich nicht immer die gleichen Gefahren gewesen, aber einfach hatten es die Generationen vor uns selten. Daraus können wir die Zuversicht schöpfen, daß es selbst-verständlich auch nach uns Generationen geben wird, die die Sonnenwende feiern und unsere Kultur pflegen werden.

Es steckt darin aber auch eine Verpflichtung.

Unsere Vorfahren haben es geschafft – mal mehr, mal weniger glücklich -, aber am Ende eben doch erfolgreich, dieses Sonnwend-brauchtum und unzählige andere Kulturgüter zu bewahren und an uns weiterzugeben.

Jeder einzelne ist aufgerufen, sein Scherflein, und sei es noch so gering, dazu beizutragen, daß diese Kette nicht abbricht.

Kette in zweifacher Bedeutung:

  • Einmal im Sinne einer ununterbroche-nen Abstammungslinie, d.h., daß es auch zukünftig Menschen unserer Ei-genart gibt, Menschen die einen erleb-nismäßigen Zugang zu diesem Brauch-tum und dieser Kultur haben, und

  • zum andern im Sinne einer ununterbro-chenen Überlieferung dieser Kulturgü-ter selbst, die diese Menschen dann weitertragen und pflegen können.

Auch wenn vielleicht vieles bedrohlich aussieht und es nicht selten auch ist, so haben wir doch einen großen Vorteil:

Wir setzten uns für den Erhalt der Schöpfung ein, mit allem was dazu gehört. 

Lassen wir den Dingen ihren Lauf und dem Menschen die Freiheit, dann werden sich gedeihliche Zustände fast von selbst ein-stellen. Ich möchte ein Beispiel nennen.

Ohne Druck von außen ist es völlig normal, daß sich die Menschheit in Völker und Rassen gliedert, und es ist völlig normal, daß die Menschen dies als selbstverständlich emp-finden und sich zu ihrem jeweiligen Volk bekennen.

Und genauso normal ist es, daß sich heran-wachsende Jungen und Mädchen irgendwann zum jeweiligen Gegengeschlecht hingezogen fühlen (Ausnahmen bestätigen die Regel und dürfen wegen dieses Verhaltens auch nicht moralisch verurteilt werden).

Es ist normal und natürlich, daß Mann und Frau eine Familie gründen und daß sie zu-sammen Kinder bekommen. Das alles ge-schieht sozusagen von alleine und wir, die wir das für gut und richtig halten, müssen einfach nur dafür sorgen, daß die Dinge ihre natürliche Entwicklung nehmen können.

Diejenigen aber, die den Einheitsmenschen schaffen wollen, der keine Völker, keine Geschlechter, keine kulturelle Vielfalt mehr kennt, diejenigen stehen vor der Aufgabe, bei jedem neugeborenen Menschen wieder von vorne anzufangen. Nur mit einem ungeheu-ren Aufwand an Propaganda, nur mit ständi-ger, lückenloser Beeinflussung von der Wiege bis zur Bahre können sie ihr Ziel erreichen.

So gesehen, haben wir die einfa-chere Aufgabe. Wir arbeiten mit der Natur, die anderen müssen wieder und wieder gegen sie an-kämpfen.

Lassen wir uns also nicht entmutigen, neh-men wir uns Auszeiten, um der Seele Nah-rung zu geben. Natur und Kultur bieten uns unglaublich viele Anregungen dazu.

Schließen möchte ich mit einem Wort von Gottfried Keller

So oft die Sonne aufersteht,
Erneuert sich mein Hoffen,
Und bleibet, bis sie untergeht,
Wie eine Blume offen;
Dann schlummert es ermattet
Im dunklen Schlummer ein,
Doch eilig wacht es wieder auf
Mit ihrem ersten Schein.

Das ist die Kraft, die nimmer stirbt
Und immer wieder streitet,
Das gute Blut, das nie verdirbt,
Geheimnisvoll verbreitet!
Solang noch Morgenwinde
Voran der Sonne wehn,
Wird nie der Freiheit Fechterschar
In Nacht und Schlaf vergehn.

Laßt uns in diesem Sinne die Sonnenwende feiern und das Feuer entzünden.

Sonnwendfeuer (Bild: www.all-in.de)

 

„Ich sollte mich eigentlich über Sie ärgern, ich habe das Ende der Kunstperiode vorausgesagt, und Sie beginnen eine neue. Aber Sie sind genug gestraft; Lessing war einsam, Sie werden noch viel einsamer sein.“

Chajim Bückeburg (Heinrich Heine) (Bild: Aphorisms-and-favorite-syings)

Das sagte Chajim Bückeburg alias Heinrich Heine dem Dichter Friedrich Hebbel!* Was soll der Vergleich mit Lessing? Kennt er als Jude ein Geheimnis, das dem Goj unbekannt ist?

 

Friedrich Hebbel (Bild: ARD Fotogalerie)

Die Periode hoher deutscher Kunst mit deutscher Seelentiefe, deutscher Gemüthaftigkeit war ja tat-sächlich und ist heute mehr denn je wieder einmal beendet. Die Meyerbeers, Mendelssohns, Kafkas, Moscheles’ übernahmen.

Aber warum ärgert es den Juden, wenn der Deutsche Hebbel einen kulturellen Neuanfang wagt? Deutsche Kultur hatte in den vergangenen Jahrhunderten im-mer wieder Mühe, sich zu behaupten und aus der Versenkung emporzurappeln:

Luther (1483 bis 1520) setzte sich der Fremdmacht des römischen Papstes entgegen, dessen Glaubens-organisation den deutschen Geist knebelte, und schenkte den Bibeltexten sein kraftvolles Deutsch.

Mozart (1756 bis 1791), der stolze Deutsche, hatte genug von den italienischen Operntexten und rief aus:

… das wäre ja ein ewiger Schandfleck für Teutschland, wenn wir Teutsche mit Ernst anfingen, teutsch zu denken, teutsch zu handeln, teutsch zu reden oder gar teutsch zu singen.

Schiller (1759-1805) ermutigte und mahnte seine Deutschen zu erkennen:

Das köstliche Gut der deutschen Sprache, die alles ausdrückt, das Tiefste und das Flüchtig-ste, den Geist, die Seele, die voller Sinn ist.

Vor ihnen aber war schon ein anderer Kämpfer für die deutsche Sprache aufgetreten:

Gotthold Ephraim Lessing

(1729 Kamenz/Oberlausitz -1781 Braunschweig).

 

Gotthold Ephraim Lessing (Bild: Uni Karlsruhe)

Man glaubt kaum, was Mathilde Ludendorff** in der Biografie Lessings von dessen Bruder Karl fand:

Lessing war der Älteste von 10 Brüdern und 2 Schwestern, die in einem strenggläubigen elterlichen Pfarrhaus aufwuchsen. Als diese Eltern durch De-nunzianten erfuhren, daß Lessing mit der Schau-spieler-Truppe von Friederike Neuber

 

Friederike Neuber 1697-1760 (Bild: pg leipzig.de)

freundschaftlich verkehre, die Stücke in deutscher (!) Sprache aufführte,

ja sogar selbst ein Drama „Der junge Ge-lehrte“ geschrieben habe, waren die Eltern außer sich … Sie hatten also einen hochbe-gabten, aber „verlorenen“ Sohn.

Als nun gar die Nachricht eintraf, daß Lessing mit (Christlob) Mylius, dem Verfasser des Dramas „Der Freigeist“ verkehrte, erhielt er einen Brief seines Vater, der ihn als ungera-ten hinstellt und ihm androht, wegen des „niederträchtigen Umgangs mit Komödian-ten und Freigeistern“ werde der Kamenzer Magistrat ihm sein Stipendium entziehen, das nur „für Beflissene der Gottesgelehrtheit“ bestimmt gewesen sei.

Dieser Brief aus dem Jahre 1748 verletzte Lessing auf das Tiefste …

Die Eltern lebten also in orthodox christlicher Unduldsamkeit der felsenfesten Überzeu-gung, einen ungeratenen Sohn zu haben, und die Mutter glaubte sogar ein Ungeheuerliches an Güte zu tun, daß sie trotzdem durch einen nach Leipzig reisenden Freund ihrem Sohne den herkömmlichen Weihnachtskuchen schickte.

Da nun, als er ankam, gerade der große Bei-fall von Lessing und den Schauspielern ge-feiert wurde, … so wurde der Weihnachtsku-chen auf einer kleinen Feier mit Wein ver-zehrt. Das erzählte voll Entsetzen derselbe Freund den Eltern. Sie waren entrüstet, daß der Sohn die Gabe der mütterlichen Liebe mit dem gefährlichen Mylius und mit Komödi-anten verzehrt habe. (!)

Da hatte also die ganze Schulbildung nichts genützt. Aus der Biografie über Lessing von Adolf Stahr*** führt Mathilde Ludendorff an, daß

öffentlicher Gottesdienst, Gebet und Bibelerklärung allein 25 wöchentliche Stunden hinnahmen …

und zählt aus dem Wochen-Stundenplan zusammen:

Da waren also wöchentlich insgesamt 27 Stunden Verjudung, 15 Stunden Latinisie-rung, 4 Stunden Beschäftigung mit der blut-verwandten griechischen Kultur. Und wo bleibt der Unterricht in Deutscher Sprache, in Deutscher Prosa und Dichtkunst? Nun, wir hören, außer einigen Übungen im „Cantzley-Stylo“ war der Deutsche Unterricht „grund-sätzlich von dem Lehrplan ausgeschlossen.“

Arme, völlig entwurzelte, völlig verfremdete Jugend, wie gut doch, daß du 27 Stunden in der Woche, also 1404 Stunden jährlich bei der jüdischen Bibel und in der Anbetung des jüdischen Nationalgottes Jahweh verbringen durftest!

In den vielen Durchschnittskindern war es verschüttet für immer, sie wurden wackere orthodoxe Priester, Theologieprofessoren und Lehrer, die gegen das Deutschtum wet-terten … Die Außergewöhnlichen freilich ließen ihr Erbgut nicht ganz ersticken, denn wir hören, daß sie außerhalb des Unterrichts

„es sich nicht nehmen ließen, fleißig Deutsche Reime zu schmieden“!

… Am 20.9.1746, also im 18. Lebensjahr, ging Lessing auf die Universität in Leipzig und sollte dort Theologie studieren, denn der Plan der Eltern blieb starr bestehen.

Doch Lessing wandte sich mehr und mehr von der Theologie ab.

… er unterstand sich sogar, Deutsche Ge-dichte und Dramen zu verfassen. Unsere Zeit kann sich nicht mehr vorstellen, bis zu wel-chem Grade es den überstaatlichen Mächten (heute Deep State genannt) in ihrem immer-währenden grausamen Kampfe gegen Deut-sche Kultur geglückt war, das Volk zu ver-fremden und alles Deutsche verächtlich zu machen.

Nicht nur bei den Theologen, nein, auch bei den Professoren der Universität und Lehrern der höheren Schule galt das warme Interesse für Deutsche Kunst als eine Art Verkommen-heit.

Von diesem Denken wendet sich Lessing ab und der kleinen Schaubühne von Friederike Neuber zu.

Lessing spricht in Worten größter Hochach-tung von ihrem Charakter, aber auch von ihrer Kunst und hat ihr später in seiner „Dra-maturgie“ das Lob gespendet, daß Deutsch-land ihresgleichen nicht wieder gesehen und sie eine Künstlerin „männlicher Einsichten und einer vollkommenen Beherrschung der Kunst“ gewesen sei.

So wurde Lessing nicht nur in sich selbst, sondern auch für das deutsche Volk zum Befreier

von orthodoxer Sklaverei und von der Über-fremdung mit fremdländischer Kunst … trotz aller seiner Blindheit über die Ziele der Juden … (M.L.)

Lessing

Mendelssohn

Lessing erlag am 15. Februar 1781 einem Giftmord-anschlag.

Die graue Eminenz des Illuminatenordens, der or-thodoxe Talmudjude und „Freund“ Lessings Moses Mendelssohn, schrieb einen Beileidsbrief an Karl Lessing mit den merkwürdigen Worten:

Alles wohl überlegt, mein Liebster, ist Ihr Bruder gerade zur rechten Zeit abgegangen … Nicht nur in dem Plane des Weltalles zur rechten Zeit (von ihm unterstrichen, M.L.), denn da geschieht eigentlich nichts zur Un-zeit, sondern auch in unserer engen Sphäre, die kaum eine Spanne zum Durchmesser hat, zur rechten Zeit (wieder von Moses unterstrichen, M.L.). 

Also schön dreimal betont Moses Mendelssohn „zur rechten Zeit“ und setzt – wie zur Erklärung – hinzu:

Er schrieb Nathan der Weise und starb.

kleine Skulptur am Sockel des Lessing-Denkmals, Gänsemarkt  Hamburg

Er starb, ehe er sein 2. Werk herausbringen konnte, das sich mit dem Judentum befaßt, in dem diesmal aber der Jude nicht so gut wegkommt wie Nathan der Weise: „Derwisch“. Er ist verschwunden – „zur rechten Zeit“.

Kurz vor seinem Tode hatte Lessing an seinen „Freund“ Moses Mendelssohn geschrieben:

Daß Ihnen nicht alles gefallen, was ich seit einiger Zeit geschrieben, das wundert mich gar nicht. Ihnen als dem Juden hätte gar nichts gefallen müssen, denn für Sie war nichts geschrieben. Höchstens hat Sie die Rückerinnerung an bessere Tage noch etwas bei der oder jener Stelle täuschen können.”

Ein anderer Jude war es höchstwahrscheinlich, der den „Derwisch“ verschwinden ließ:  Alexander Dawesohn (Davidsohn), ein Kunsthändler, mehrmals Gefängnisinsasse wegen Diebstahls. Dieser Mann ausgerechnet drückt dem toten Lessing die Augen zu!

Aber noch aus einem 2. Grund „mußte“ Lessing aus voller Gesundheit vorzeitig „vom Leben befreit“ werden: Er hatte es unternommen, eine Schrift über die Freimaurergefahr zu schreiben****:

Töricht erschien ihm das Streben, die Befrei-ung von Mißständen in einem Geheimorden zu pflegen.

Mit Deutscher Gründlichkeit forschte er in den Konstitutsbüchern über das Wesen der Freimaurerei, die gerade in Deutschland Fuß gefaßt hatte, und dies mit so gutem Erfolge, daß er an dem Inhalt seiner kritischen Schrift gegen die Freimaurerei wenig ändern mußte, als er Freimaurer geworden war.

Weshalb aber wurde er trotz seiner Gegner-schaft Bruder? Es ist eine ungeheuerliche List und Schurkerei, die von der Freimaurerei ihm gegenüber angewandt wurde.

Als aufrechter, vertrauensvoller Deutscher teilte Lessing seinem Freunde, Meister vom Stuhl der Loge Absalom in Hamburg, dem Juden Bode, die Absicht mit, Veröffentlichun-gen über die Freimaurerei herauszugeben, und zeigte sie ihm. Obwohl diese völlig zu-treffend waren, behauptete der Jude, Lessing dürfte sie nicht veröffentlichen, denn er wisse nicht genügend Bescheid.

Aus Gewissenhaftigkeit und Gründlichkeit bittet nun Lessing um die Aufnahme. Sie wird ihm aber scheinheilig abgeschlagen. Bald da-rauf tritt der Meister vom Stuhl der Loge zu den Drei Rosen in Hamburg, Br. von Rosen-berg, an ihn heran und trägt ihm an, in die Loge einzutreten. Er werde, wenn er verspre-che, seine Schrift nicht zu veröffentlichen und auch später nichts mehr über die Freimaure-rei zu schreiben, mit fürstlicher Auszeich-nung in die Loge aufgenommen werden, das heißt, gleich in den obersten Grad steigen. Lessings Bruder Karl schreibt hierzu:

„Wunderlich bleibt, wie man hoffen konnte, Lessing werde um dessentwillen seinen Charakter verleugnen … Er hatte die Wahrheit zu lieb, als daß er eine solche Bedingung eingegangen wäre …“*****

Das ist echt teuflische, freimaurerische List. Lessing mußte natürlich annehmen, daß ihm diese Knebelungen erspart blieben, wenn er auf die fürstliche Auszeichnung verzichtete und wie ein gewöhnlicher Sterblicher in die Loge einträ-te; denn er ließ sich ja lediglich aufnehmen, um seine Schrift über die Freimaurerei gründlicher zu belegen.

Dann trat er am 15. Oktober 1771 in die Loge und erfuhr nun bei der Aufnahme, daß ihm ganz die gleiche Knebelung auch ohne fürstliche Ehren durch den Johannislehrlingseid auferlegt wurde!! Kein Wunder, daß Mönckeberg schreibt:******

„Lessing hatte schon durch seinen Eintritt in die Loge die Freimaurerei so satt bekom-men, daß er nie wieder weder in Hamburg noch in Braunschweig zu bewegen war, die Loge zu betreten.“

Als Brr. (Brüder) ihn zum Besuch der Loge drängten, antwortete er:

„Ich habe keine Lust, mit Narren zu konferieren.“

Schon zwei Tage nach seiner Aufnahme in die Loge erhält er vom Großmeister von Berlin

einen ungeheuerlichen Drohbrief, der allein genügen müßte, um in Deutschen Gauen diesen Schauerbund für immer unmöglich zu machen. Wer aber wagt es in Deutschen Lan-den, Lessing die Giftmordandrohung zu schreiben? Großmeister von Zinnendorf, der aber in Wirklichkeit Dr. Ellenberger hieß und judenblütig war!

 

Johann Wilhelm Ellenberger, genannt Zinnendorf, Gründer der “Großen Landesloge der Freimaurerei von Deutschland” (Bild in Mathilde Ludendorff, Lessings Geisteskampf und Lebensschicksal)

Darin lesen wir u.a.:

„… bitte ich, alldort, zuvörderst derjenige zu werden, welcher Sokrates ehedem den Atheniensern war; allein, dem widrigen Schicksahle auf die eine oder andere Art zu entgehen, welches leider seine Tage verkürzte, müssen Sie den Zirkel nicht überschreiten, den Ihnen die Freymaure-rei jedesmahls vorzeichnet, und jederzeit eingedenk bleiben, daß wir nur hinter verschlossenen Türen, auch allein gegen Brüder, welche mit uns gleiche Erkennt-nis haben, von der Freymaurerei reden und die uns darinnen aufgegebenen Arbeiten nie anders verrichten dürften.“

Das war deutlich! Ein Freimaurer Lessing hat zu gehorchen wie alle Freimaurer und nichts über die Freimaurerei nach draußen zu berichten. Andernfalls droht ihm das Schicksal des Sokrates, der bekannt-lich den Giftbecher nehmen mußte. Mathilde Ludendorff dazu:

Bald nach diesem Giftmorddrohbrief forscht … Moses Mendelssohn … seinen „Freund“ Lessing in einem Gespräche aus, sucht ihn durch eine recht listige Falle zu prüfen, ob er verschwiegen ist, und stellt sich dabei gänz-lich unwissend über das Geheimnis der Frei-maurerei (s. Karl Lessing, S. 300).

Ebenfalls kurz nach dem Eintritt ist die erste freimaurerische Zensur. Eine Fabel Lessings, die das Geheimnis der Freimaurerei verhöhnt, muß bei der Neuausgabe seiner Werke gestri-chen werden.

1778 ist Lessings „Nathan der Weise“ fertig. In diesem Jahr veröffentlicht er auch die drei ersten Gespräche „Ernst und Falk“ über die Freimaurerei.

Nun beginnt die Zeit der üblen Nachrede gegen Lessing in der Öffentlichkeit, seine privaten Ange-legenheiten betreffend. Lessing bemüht sich eiligst, sie mit Gegenbeweisen zu entkräften.

Nicht viel später veröffentlicht eine Wiener Zeitung, Lessing habe sich für die Veröffent-lichung der „Wolfenbüttler Fragmente“ von den Juden tausend Taler schenken lassen. Sein Widerruf wird von dem Blatt nicht abge-druckt …

Die seit 1778 einsetzenden öffentlichen Ver-leumdungen konnte Lessing noch als zufäl-liges Schicksal ansehen, aber nun enthüllt sich die Bruderliebe deutlicher. Der Br. I.G. Hamann aus Königsberg, der „Magnus des Nordens“, schreibt gegen ihn eine Schrift, in der er „mit inquisitorischen Flammen, die vom Altar Gottes genommen sind, Lessing umzüngelt“ („Zwei Ordensskizzen“ von Bauer, Leipzig 1881) und schließt seine brüderlich liebevolle Schrift mit dem Rat: Lessing möge sich

„künftig besser vom geistigen Ungeziefer reinigen“.

Ende 1780 ist Lessing aus der Liste der Frei-maurer gestrichen. Wenige Monate später, am 15. Februar 1781, ist er, 52 Jahre alt, nicht mehr unter den Lebenden.

Das Schicksal des Sokrates hatte ihn also wahrhaftig ereilt. Zuerst stellte sich eine Schlafsucht ein, höchstwahrscheinlich durch das ihm heimlich verabreichte Laudanum (Opium) verursacht.

Die Berichte seiner letzten Krankheit enthal-ten Schilderungen anfallsweise auftretender schwerster Atemnot wie sie auch bei Luthers Tod geschildert wird. Er hat am Tage seines Todes ganz wie Luther noch Freunde um sich, liegt ganz wie Luther nur auf Stunden, kurz, er zeigt dasselbe Bild, wie die mit dem ge-bräuchlichsten Geheimordengift des Mittel-alters behandelten Opfer …

Erst nahe vor seinem Ende wurde seine Toch-ter Malchen herbeigerufen. Dicht vor dem Tode verließ er das Bett, Malchen erzählt hierüber:

„Da öffnete sich die Thür, und Lessing tritt herein, ein Bild des herzzerschnei-dendsten Anblicks: Das edle Antlitz, schon durch hippokratische Züge mar-kiert und vom kalten Todesschweiß überdeckt, leuchtet von himmlischer Verklärung. Stumm und unter einem unaussprechlich seelenvollen Blicke drückt er seiner Tochter die Hand. Darauf neigete er sich freundlich gegen die übrigen Anwesenden, und mit so ent-setzlicher Anstrengung es auch ge-schieht, nimmt er ehrerbietig seine Mütze vom Haupte. Aber die Füße versagen den Dienst; er wird zum Lager zurückgeführt und ein Schlagfluß endet, auch den ängstlichen Besorgnissen noch überraschend, das theure Leben.“

Enden wir diese traurige Geschichte mit den Worten der Freundin Lessings Elise Reimarus, die sie 1776 an v. Hennings schreibt:

In Ansehung des Verfalls des deutschen Geschmacks äußerte Lessing sich sehr tolerant. Nicht daß er das Froschgequäke nicht auch für Gequäke hielte, aber er sagte: Wer es denn zugeben wollte, daß diese Leute und ihre Nachbeter Epoche machten? Viel-mehr sollte man sie in ihren Sümpfen ruhig schreien lassen und dadurch nicht aus Ärger die Nachtigall überhören, die zwar einsamer, aber doch hie und da noch in den Gebüschen so gut als ehmals schlüge.

Überhören also auch wir Heutigen – trotz der immer näher rückenden Gefahr der Völkervernichtung und des sie begleitenden Froschgequäkes – nicht

die Nachtigall, die in den Gebüschen so schön singt wie eh und je.

___________________
Anmerkungen
* Das berichtet Hebbel in seinem Brief v. 3.3.1862 „an Strodtmann“
** Mathilde Ludendorff, Lessings Geisteskampf und Lebensschicksal, Ludendorffs Verlag 1937
*** Adolf Stahr, G. E. Lessing. Sein Leben und seine WErke, Berlin 1866
**** Mathilde Ludendorff, Der ungesühnte Frevel an Luther, Lessing, Mozart und Schiller, Ludendorffs Verlag 1933
***** G. E. Lessings Leben, Berlin 1793, S. 298 und 299)
****** G. E. Lessing als Freimaurer, Hamburg 1880, S. 21

Es gibt Zeiten und Epochen, in welchen den künstlerisch Schaffenden fast jeder Sinn für die Schönheit abhanden zu kommen scheint … Ferdinand Hiller

Das Ergebnis haben wir heute mit Beat, monotonem Sprech-„Gesang“, niederziehendem Gejaule und Ge-kreische oder einer „Moderne“, die man sich einmal und dann nie wieder anhört – mit einer Unkultur, die sich der Jugend bemächtigt hat und flächendeckend weltweit zur Geißel des Ruhesuchenden und des empfindsamen Freundes guter Musik geworden ist.

Franz Schubert schuf nur bedeutendes Schönes.

Er wurde am 31. Januar 1797 geboren und starb am 19. November 1828 mit 31 Jahren.

Am 26. März 1827 stirbt Beethoven, das große, zu-tiefst verehrte Vorbild Schuberts. Schon früh hatte Schubert gesagt:

„Ich glaube auch schon, es könnte etwas aus mir werden; aber wer vermag nach Beethoven noch etwas zu machen?“

Ludwig van Beethoven (Bild: Beethoven-Haus Bonn)

Schüchtern, wie er war, hat er nur einen einzi-gen Versuch unternom-men, Beethoven zu be-suchen. Er traf ihn nicht an und hinterließ ihm ein Beethoven gewidme-tes Variationswerk für Klavier zu 4 Händen.

Beethoven soll es häufig mit seinem Neffen ge-spielt haben. In einem der Konversationshefte Beethovens ist die Eintragung des Neffen zu lesen:

Man lobt den Schubert sehr … sagt aber, er soll sich verstecken.

Auf seinem Sterbebett bekam Beethoven schließlich noch einige Lieder Schuberts zu Gesicht und soll be-geistert gewesen sein:

Wahrlich, in diesem Schubert wohnt der göttliche Funke!

Schubert ist einer der 38 Fackelträger, die Beet-hovens Sarg begleiten, und muß sich bei der An-sprache Grillparzers anhören:

Noch lebt zwar – und möge er lange leben! – der Held des Sangs in deutscher Sprache und Zunge (gemeint ist Goethe).

Aber der letzte Meister des tönenden Liedes, der Tonkunst holder Mund … hat ausgelebt.

„Der letzte Meister des tönenden Liedes“ – Grill-parzers große Verehrung für seinen Freund Beet-hoven ließ ihn den bescheidenen Schubert über-sehen.

Der Illuminat Goethe schwieg zu den Kunstwerken Schuberts, die er dem verehrten Dichter zugesandt hatte – eine Nichtachtung des jungen Künstlers Schubert (auf Befehl der Loge?).

Johann Michael Vogl (Bild: Jewiki)

Erst der große Sänger Johann Michael Vogl ent-deckt die große Liedkunst Schuberts und singt sie der Konzertwelt vor, so daß Schuberts Lieder zum Inbe-griff des „Lied“ überhaupt werden. Die Franzosen sa-gen „le Lied“.

Mit Beethoven teilte Schubert das Schicksal, viele seiner Instrumental-werke nie gehört zu haben, nicht weil auch er taub geworden wäre, sondern weil sie zu seinen Lebzeiten nicht aufgeführt wurden, woran er selbst aber wohl nicht unschuldig war.

Sein erstes und einziges eigenes Konzert fand am 1. Todestag Beethovens statt, am 26. März 1828, im Sterbejahr Schuberts.

Die Freunde, die schon immer für Schubert gesorgt hatten, waren auch hierzu die treibenden Kräfte:

So nimm Dir einen Anlauf, bezwinge Deine Trägheit, gib ein Konzert, nur von Deinen Sachen natürlich,

dringt Bauernfeld in ihn.

Wenn ich die Kerls nur nicht bitten müßte!

nämlich um die Bereitstellung des Saales der Gesell-schaft der Musik­freunde, graust es den stolzen und scheuen Schubert.

Das Konzert findet statt. Bauernfeld trägt in sein Tagebuch ein:

Am 26. war Schuberts Konzert. Ungeheurer Beifall. Der Saal war vollgepfropft, jedes Stück wurde mit Beifall überschüttet, der Komposi-teur unzählige Male hervorgerufen. Das Kon-zert warf einen Reinertrag von beinahe 800 Gulden ab.

Überein­stimmend damit steht in Franz von Hartmanns Tagebuch zu lesen:

Mit Louis und Enk in Schuberts Konzert. Wie herrlich das war, werde ich nie vergessen …

Doch die Wiener Presse schweigt.

Daß auch dieser schöpferische Geist seitens des Deep State der Öffentlichkeit vorenthalten, ja wo-möglich „vom Leben befreit“ und dem deutschen Volk wie auch allen andern Völkern geraubt wurde – dafür sprechen manche Indizien.

Wilhelm Müller, Bleistiftzeichnung von Wilhelm Hensel

Wilhelm Müller, der Dichter der „Winterlieder“ und anderer seelenvoller Werke, die Schubert vertonte, starb in dem Jahr, als Schubert Müllers 24 Gedichte vertonte, 1827, im Alter von nur 33 Jahren!

Er hatte einmal gesagt:

… in der Tat führen meine Lieder nur ein halbes Leben, ein Papierleben, schwarz auf weiß … bis die Musik ihnen den Lebensodem ein­haucht, oder ihn, wenn er darin schlummert, herausruft und weckt.

Das tat Schubert. Müller und Schubert schufen ein unvergängliches Gesamtkunstwerk.

Doch auf seinem Sterbebett fragt Schubert am Vorabend seines Todes seinen Bruder Ferdinand:

Du, was geschieht denn mit mir?

Bei seinem Bruder Ferdinand hatte Schubert Zuflucht gefunden. Von dort schreibt er eine Woche vor seinem Tode am 12. November 1828:

Lieber Schober! Ich bin krank. Ich habe schon 11 Tage nichts gegessen u. nichts getrunken, u. wandle matt u. schwankend von Sessel zu Bett u. zurück … Wenn ich auch was genieße, so muß ich es gleich wieder von mir geben …

Als Todesursache wird Typhus angegeben. Ohne Zusammenhang damit und ohne Kommentar be-richten die Biografen daneben von einem Ereignis, das zumindest stark aufhorchen läßt:

Am 31. Oktober hat Schubert abends mit seiner Familie im Gasthaus „Zum roten Kreuz“ gesessen, wo der Wirt den Wein zu verfälschen pflegt, was dann bei Franz Schubert Kopfschmerzen verur­sacht, bei den andern nicht, so daß Schubert schon längere Zeit dieses Gasthaus gemieden hat. Der Bruder Ferdinand berichtet:

Da er nun … einen Fisch speisen wollte, warf er, nachdem er das erste Stückchen geges-sen, plötzlich Messer und Gabel auf den Teller und gab vor, es ekle ihn gewaltig vor dieser Speise, und es sei ihm gerade, als hätte er Gift genom­men.

Von diesem Augenblick an hat Franz fast nichts mehr gegessen und getrunken und bloß Arzneien eingenommen. Auch suchte er durch Bewegung in freier Luft sich zu helfen, und machte daher noch einige Spaziergänge.

Ob sein Leichnam seinem Wunsch gemäß in der Nähe Beethovens auf dem Währinger Friedhof begraben worden ist, muß leider aus zweierlei Gründen be-zweifelt werden.

1. Elly Ziese* führt aus:

Am 11. (November) legte er sich zu Bett. Die Symptome sind die gleichen wie bei Schiller …

Auch dieser mit Schubert vertraute Hausarzt wird – wie bei Schiller – mit einem fremden Arzt ausge-tauscht.

Stabsarzt Dr. Bering übernahm die „Behand-lung“, Ferdinand die „Pflege“. Schober wurde täglich benachrichtigt. Abkömmlich war er in dringenden Fällen; denn er kam zur Beerdi-gung …(!) (Über Ferdinand und Schober unten mehr!)

Am 17. wurde das Dilirieren „heftiger und anhaltender“.

Am 18. abends sagte er zu Ferdinand: „Du, was geschieht denn mit mir?“ (s.o.)

Am 19. 11. 1828, 3 Uhr nachmittags, starb Franz Schubert.

Er sah aus wie ein Schlafender.

 

Totenmaske Schuberts (Bild: docplayer.org)

In der Nacht vom 20. zum 21.11. hat Ferdi-nand einen langen eiligen Brief wegen der Beerdigung an den Vater geschrieben. Der Brief ist morgens 6 Uhr beendet. Aus der Nachschrift sieht man seine Erregung: Er meint, es brauchten „keine Flöre angeschafft zu werden“. Die Nachschrift ist dann durch-strichen.

Wahrscheinlich hat in dieser Nacht ein heim-liches Begräbnis zu St. Josef in Margarethen stattgefunden.

Das öffentliche Begräbnis war am 21.11.1828 nachmittags halb 3 Uhr: ein katholisches Be-gräbnis II. Klasse. Es sind zwei verschiedene Originalquittungen für das Begräbnis vorhan-den.

Das öffentliche Begräbnis mit Kerzen, Trägern, Institutsarmen usw. kostete 44 Gulden und ist quittiert von dem Pfarrer Johann Hayek in Währing am 22.11.1828.

Die andere Quittung ist unterschrieben von dem Konduktansager Balthasar Ausim in der Pfarrei St. Josef in Margarethen, auch am 22.11.2818.

Diese Beerdigung kostete 84 Gulden.

Der erste Biograf Schu­berts, Dr. Heinrich Kreißle von Hellborn, wundert sich in seinem Buch „Franz Schubert“, Verlag Carl Gerold’s Sohn, Wien 1865, wie Ziese weiter berichtet:

über das „Begraben“ in St. Josef und meint, es solle wohl „eingesegnet“ heißen. Dann hätte das Einsegnen also fast doppelt so viel geko-stet wie das ganze öffentliche Begräbnis …

Am 27.11.1828 wurde zu Schuberts Gedächt-nis in St. Ulrich das Requiem von Mozart ge-spielt (wie 1805 für Schiller!).

Soweit, so (un)gut. Doch:

Am 13.10.1863 wurden Schubert und Beethoven (auf dem Währinger Friedhof) ausgegraben.

Kreißle wörtlich:

Als nach der am 13. Oktober 1863 vorge-nommenen Ausgrabung der irdischen Reste von Beethoven und Schubert des Letzteren wohlerhaltener Schädel der Reinigung und Waschung unterzogen wurde, vermoch­ten die dabei anwesenden Ärzte und der die Wa-schung vollziehende Spitalsdiener sich des Erstaunens über die zarte, fast weibliche Organisation desselben nicht zu erwehren.

Wie auch bei Beethovens angeblichem Schädel fehlen die Überaugenwülste, die männlichen Schädeln allgemein eigen sind, Schuberts und Beethovens aber insbesondere kennzeichneten. Schindler, Beethovens Helfer, berichtet am 4. April 1827, also kurz nach Beethovens Tod, Ignaz Moscheles:

Noch muß ich Ihnen melden, daß der Toten-gräber von Währing, wo er begraben liegt, gestern bei uns war und meldete, daß man ihm mittels eines Billets, welches er zeigte, 1000 Gulden Konven­tionsmünze anbot, wenn er den Kopf von Beethoven an einem be-stimmten Ort deponierte. Die Polizei ist dieserhalb schon mit der Ausforschung beschäftigt.

Somit müssen wir in Erwägung ziehen, daß Beethovens Schädel das gleiche Schicksal erlitten hat wie Haydns**, und Schuberts Todes-Schicksal gar dem Lessings, Mozarts, Schillers und Nietzsches gleicht.

Schuberts Vertraute:

1. Bruder Ferdinand:

Ferdinand Schubert (Bild: Wikipedia)

Wie ist es zu erklären, daß der eigene Bruder klammheimlich in der Nacht den toten Franz Schubert – zittrig zwar – zu einer Beerdigung abholen läßt, zu der „keine Flöre“, also kein Schmuck, besorgt zu werden brauchten?

Einige Werke Schuberts, darunter die Messe in As-Dur, hat er als sein Werk aufgeführt. Franz hat ihm großmütig verziehen: 

Die Trauermesse gefiel Dir, Du weintest dabey und vielleicht bey dem nähmlichen Wort, wo ich weinte; lieber Bruder, das ist mir der schönste Lohn für dieses Geschenk …

Eine solche Güte und Großmut hindert Ferdinand aber nicht daran, die Messe nach dem Tode seines Bruders als sein Werk herauszugeben!

Ferdinand hatte stapelweise Notenhandschriften seines Bruders bei sich gebunkert, ehe 1838 glücklicherweise Robert Schumann darüber zukam und etliche Werke aus Staub und Unordnung rettete!

2. Franz von Schober:

Freimaurer und Jude Franz von Schober, der “gute” Freund Schuberts (Bild: Wikipedia)

Schober war ein Lebemann, dem die Freunde ein-deutige Liebesbriefe schrieben. Im Laufe der Jahre aber verwandelte sich die Liebe der meisten in Haß. Eines schönen Tages verführte er Schubert, zu einem selbst verfaßten Operntext die Musik zu schreiben.

Der Freund Spaun meldet von dem mißglückten Versuch Schuberts, mit einer Oper beim Publikum anzukommen:

Vogl ist gegen Schober sehr erbittert, … der Schubert mißbrauchte, um selbst aus Geld-schwierigkeiten herauszukommen und die Kosten zu bezahlen, die bereits den größten Teil des Vermögens seiner Mutter erschöpft haben. … sagt Vogl, daß Schobers Oper schlecht und ein vollständiger Fehlgriff sei und daß Schubert überhaupt auf falschem Wege sei.

Schubert selbst ging es nach dem Operndesaster ziemlich schlecht. Er schreibt an Spaun 1822:

Mir ging es sonst ziemlich gut, wenn mich nicht die schändliche Geschichte mit der Oper so kränkte …

Gedenken wir zum Schluß Schuberts mit seinen heute mehr denn je zutreffenden Worten:

Franz Schubert (Bild: Lethbridge Public Library I)

O Phantasie, bleibe noch bey uns, wenn auch von Wenigen nur anerkannt und verehrt, um uns von jener Aufklärung, jenem Gerippe ohne Fleisch und Blut, zu bewahren.

Marie Pachler, die hochbegabte Schülerin Beethovens und nun Förderin Beethovens und Schuberts:

Schubert war so freundlich, so mitteilend … wie er von der Kunst sprach, von Poesie, von seiner Jugend, von Freunden und anderen bedeutenden Menschen, vom Verhältnis des Ideals zum Leben … Ich mußte immer mehr erstaunen über diesen Geist, dem man nachsagte, seine Kunstleistung sei so unbewußt, ihm selbst oft kaum offenbar und verständlich und so weiter. Und wie einfach das alles …

Der treuherzige, gutgläubige, vertrauende Schubert fiel einer Welt des Bösen zum Opfer. Mit seiner herrlichen Musik aber ist er unsterblich.

__________________

Anmerkungen

* Ziese, Elly, Schuberts Tod und Begräbnis in der ältesten Darstellung, Gotland Verlag Großdeuben (Sachsen), o.J.
** Bei der Exhumierung Haydns wurde entdeckt, daß der Schädel fehlte!

Wenn rohe Kräfte sich entzweien
Und blinde Wut des Krieges Flamme schürt,
Wenn sich im Kampfe tobender Parteien
Die Stimme der Gerechtigkeit verliert,
Wenn alle Laster schamlos sich befreien,
Wenn alle Willkür an das Heil’ge rührt,
Den Anker löst, an dem die Staaten hängen,
Das ist kein Stoff zu freudigen Gesängen.
Doch wenn ein Volk, das fromm die Herden weidet …
Den Zwang abwirft, den es unwürdig leidet, …
Das ist unsterblich und des Liedes wert.

Friedrich Schiller

„Meine Sonne ist untergegangen,“

murmelte der erst 46-jährige Schiller, sterbend das scheidende Himmelsgestirn, die Sonne, mit verklär-tem Antlitz betrachtend, ehe er seinen letzten Atem verströmte. Weinend umstanden ihn seine Angehö-rigen.

Wie war es möglich, daß ein außergewöhnlich schöp-ferischer Geist – beliebt im deutschen Volk wie sel-ten ein Kulturschaffender – wie Friedrich Schiller im besten Mannesalter starb und klammheimlich nachts wie ein Verbrecher sang- und klanglos im Weimarer Kassengewölbe verklappt werden konnte? Im Nach-hinein werden die widersprechendsten Krankheiten als Todesursache genannt.

Doch der ansonsten als Hochgradfreimaurer und Illuminat zutiefst verängstigte Goethe sogar wagte zu sagen – allerdings nur in engstem Freundeskreis:

 

Friedrich Schiller (Bild: LEO-BW)

Er war ein prächtiger Mensch, und bei völligen Kräften ist er von uns gegangen.

Ansonsten versteckte sich Goethe lieber hinter Worten verlogenen „Trostes“:

Wir dürfen ihn wohl glücklich preisen, daß er von dem Gipfel des menschlichen Daseins zu den Seligen emporgestiegen …,

um dann schamlos hinzuzufügen:

Daß Schiller so frühe von hier wegschied, kommt auch uns zugute.(!!!)*

Königin Luise von Preußen (Bild: deutschlandfunkkultur.de)

Königin Luise von Preußen, eine scharfe Gegnerin der Freimaurerei, berief den Nichtfreimaurer Schiller nach Berlin, um ihm dort das Amt eines Ministers zu übergeben.

Der Schiller-Forscher Richard Weltrich** urteilt:

Er hatte das Zeug dazu, ein Staatsmann im größten Stile zu werden: Man denke nur an die dem allgemeinen Interesse der Mensch-heit zugewendete schöpferische Fülle seines Geistes, an seinen großen, weiten histori-schen Blick, an die immer schlagfertige Energie und Stahlkraft seiner Natur.

Goethe

Herzog Carl August

Doch gemeinsam mit dem „höchstleuchtenden“ Hochgradfreimaurer Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach „übertöl-pelte“ ihn Br. Goethe – wie Schiller berichtet -, statt dessen die (schlecht bezahlte) Stelle eines Professors für Geschichte in Jena anzunehmen.

Damit vereitelte dieser gehorsame Bruder Freimaurer Goethe eine mächtige Gegenbewegung zur gleich-macherischen rassistischen Weltverschwörung gegen freie Völker.

Schiller hatte sich durch Attinghausen im „Wilhelm Tell“ zu dem unersetzlichen Wert einer Zugehörigkeit und Treue zum Vaterland bekannt:

O lerne fühlen, welchen Stamms du bist!
Wirf nicht für eiteln Flitterschein
Die echte Perle deines Wertes hin …
Die angeborn’nen Bande knüpfe fest,
Ans Vaterland, ans teure, schließ dich an.
Das halte fest mit deinem ganzen Herzen.
Hier sind die starken Wurzeln deiner Kraft;
Dort in der fremden Welt stehst du allein.
Ein schwankes Rohr, das jeder Sturm zerknickt.

Diese Worte bilden zwar etwas von der Schöpfung in uns Gelegtes getreulich ab, die überstaatlichen Mächte jedoch, der Deep State mit Judentum, Welt-freimaurerei, Vatikan erstrebt das naturwidrige Gegenteil. Was ihrem Ziel entgegensteht, „muß“ – wie auch heute noch die volkstreuen „Rechten“ – be-seitigt wie auch die Völker ihrer Großen als ihrer Kraftquellen beraubt werden.

Schiller arbeitete an seinem Drama „Demetrius“, als ihn seine Mörder aus dem Leben rissen. Denn er hatte das Verderbliche einer „Demokratie“ erkannt, in der „die Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet“:

Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn,
Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.
Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat?
Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt,
Um Brot und Stiefel seine Stimm’ verkaufen,
Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
Der Staat muß untergeh’n, früh oder spät,
Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.

Zu den Zuständen, wie sie heute nach 220 Jahren mit unfähigsten, volksfeindlichen, aber gehorsamen Puppen des Deep State denn auch eingetreten sind, finden sich die Worte im Manuskript Schillers:

… Will sich niemand
Erheben für das Recht, nun so will ich’s.
Zerreißen will ich das Geweb der Arglist;
Aufdecken will ich alles, was ich weiß.

Heinrich Voß (Bild: Wikipedia)

Der Freimaurer Heinrich Voß, der im Hause Schiller ein- und ausging, wird das in Arbeit befindliche Manuskript zum „Demetrius“ eingesehen und bei seinen Logenoberen angezeigt haben. Jetzt war Schiller in seiner weitschau-enden Klarsicht für die Völ-kerverderber vollends zur Gefahr geworden.

Obwohl seit der Zeit seiner Jugend in der „Hohen Karlsschule“ in Stuttgart von der Loge beobachtet, ja bald auch in Logenlisten als Aufzunehmender vorge-merkt, hatte er sich nicht von der Loge einfangen lassen. Als Zeitgenosse der Französischen Revolu-tion erkannte er immer klarer die Ziele der Weltver-schwörer.

1783 schildert Schiller Frau von Wolzogen seine Begegnung mit der Logen-Schamlosigkeit:

Vor einigen Tagen hat mich ein reisender Maurer besucht, ein Mann von ausgebreite-tem Wissen und einem großen verborgenen Einfluß, der mir gesagt, daß ich schon auf verschiedenen Freimaurerlisten stünde, und mich inständigst gebeten hat, ihm jeden Schritt, den ich hierin tun würde, vorher mitzuteilen, er versicherte mir auch, daß es für mich eine außerordentliche Aussicht sei.

Inzwischen waren ihm auch die Augen aufgegangen gegenüber den sog. Idealen der Loge, daß er be-reute, sein Lied „An die Freude“ geschrieben zu haben. In die Ausgabe seiner Gedichte von 1800 nimmt er es nicht mehr auf und bekennt*****:

„Die Freude“ ist nach meinem jetzigen Gefühl durchaus fehlerhaft, und ob sie sich gleich durch ein gewisses Feuer der Empfindung empfiehlt, so ist sie doch ein schlechtes Ge-dicht und bezeichnet eine Stufe der Bildung, die ich durchaus hinter mir lassen mußte, um etwas Ordentliches vorzubringen.

Weil sie aber einem fehlerhaften Geschmack der Zeit entgegenkam, so hat sie die Ehre erhalten, gewissermaßen ein Volksgedicht zu werden.

Nach der Emanzipation der Juden im 19. Jahrhundert bemächtigten sie sich der Presse, in der ein gewisser Siegfried Trebitsch als Jude verkündet haben soll:

Einen Namen sogar, den die Fahnen der Deutschen Jugend so lange vorangetragen, den Dichternamen Friedrich v. Schiller, werden sie vergessen lernen müssen.***

Und wirklich, es ist gelungen! Welcher Jugendliche von heute weiß noch etwas von Schiller? Vergessen – wie die gesamte deutsche Geschichte bei der Masse der heutigen Deutschen! Der Plan der Völkervernich-tung geht in Erfüllung, wenn wir selbst uns nicht um unseren Ursprung kümmern. Schiller mahnt in seiner „Glocke“:

Ew’ge Schmach dem Deutschen Sohne,
Der die angebor’ne Krone
Seines Menschenadels schmäht.
Der sich beugt vor fremden Götzen,

Ein Beobachter des Gesellschaftslebens in Deutschland unmittelbar nach Schillers Tod, ein gewisser Herr Hofmeister, schreibt:

… alle Herzen hatten ihn verloren, und mit Blitzesschnelle pflanzte sich die Trauerpost von Stadt zu Stadt, von Land zu Land, und das Leben selbst schien an Wert gesunken zu sein, da der große Sänger und Prophet dahin war und das Deutsche Herz seinen Mund verloren hatte.****

Am Schicksal unseres großen deutschen Freiheits-dichters Friedrich Schiller erkennen wir ebenso wie am Schicksal Luthers, Dürers, Lessings, Mozarts, Nietzsches und höchstwahrscheinlich Schuberts, Leibnizens, Fichtes und vieler anderer großer Deutscher den über viele Jahrhunderte bewahrten unbeugsamen Willen der Völkervernichter, die sich heute nahe ihrem boshaften schöpfungsfeindlichen Ziel wähnen. Die ihnen unterstehenden Hetzmedien tun das Ihre dazu.

____________________________

Anmerkungen
* Gespräche mit Eckermann
** Richard Weltrich, Friedrich Schiller, Stuttgart 1899, S. 378
***  Prof. Dr. Hans Lederer, Mit Schiller zum Siege, Ludendorffs Volkswarte 19/1930
**** Hofmeister, Schillers Leben, Band V, Seite 330, Stuttgart 1842
***** S. Gotthold Deile, Freimaurerlieder, Verlag Adolf Weigel zit. bei Mathilde Ludendorff, Der ungesühnte Frevel an Luther, Lessing, Mozart und Schiller, München 1933

Ältere Beiträge »