Feed für
Beiträge
Kommentare

 

Die Jahrestage der Zerstörung Dresdens durch die anglo-amerikanischen Bomberflotten im 2. Weltkrieg liegen zwar schon Monate hinter und noch Monate vor uns. Doch, sind sie wiedergekehrt mit all ihrem seltsamen Geschehen und der noch seltsameren, tendenziösen Berichterstattung darüber, kommt manch einer aus dem Grübeln nicht heraus. Hilfreich erscheint mir da eine

rechtswissenschaftliche Klarstellung

wie die folgende des Juristen Michael Wiesemann. Er schrieb sie in einem Leserbrief an die Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 25.2.2012 nieder als Antwort auf das gebetsmühlenhaft wiederholte Schuldzuweisen an die Deutschen, die den Krieg begonnen hätten und nun für alle folgenden Greueltaten an ihnen seitens der Anderen verantwortlich, mindestens aber “selbst schuld” seien und sich nicht zu beklagen brauchten. Damit sind auch die ehemaligen Feinde Deutschlands “fein heraus”.

Doch welch ein Rechtsdenken liegt dem zu Grunde?

Michael Wiesemann schreibt:

Der EJZ-Beitrag behauptet, der Angriff auf das mit Flüchtlingen überfüllte  Dresden habe seine kausale Ursache in dem von den Nazis angezettelten 2. Weltkrieg.  Das zu behaupten ist beim näheren Hinsehen in mehrfacher Hinsicht sachlich so falsch wie ethisch unzulässig:

1.

Können auf deutscher Seite nicht Tote mit Toten aufgerechnet werden, so kann umgekehrt der Massentod in Dresden nicht durch den Holocaust gerechtfertigt und entschuldigt werden. Dieser ethische Grundsatz verpflichtete genauso die Siegermächte. Das gilt auch vor der Einzigartigkeit des Holocaust, Ausnahmen von diesem Grundsatz kann es nicht geben.

2.

Im juristischen Verständnis liegt ein Fall von sog. „psychischer“ und „überholender“ Kausalität vor, der nur gelegentlich des Krieges aufgrund losgelöster, neuer Willensbildung auf feindlicher Seite das Unheil brachte.

Der Hitlerkrieg ist für Dresdens Schicksal keine juristisch maßgebliche „Sine-qua-non-Bedingung“. Der Wille, Dresden noch anzugreifen, als der Krieg objektiv für Deutschland längst verloren war, setzt keine schon laufende Ursachenkette zwangsläufig fort, sondern setzt eine völlig neue erst in Gang.

Das war weder geboten noch unvermeidbar. Diese neue Ursachenkette mit der Folge von x-tausendfachem Massentod ist daher allein danach zu beurteilen, ob sie aus anderen Gesichtspunkten als durch die Gegenrechnung mit dem Holocaust oder der Kriegsschuldthese zu rechtfertigen war und ob gar die Qualitätsmerkmale des Mordes vorlagen.

Kurz: Worin könnte ein rechtfertigender Anlaßgrund vor dem sich abzeichnenden Kriegsende für diesen Angriff liegen? Es gab keinen!

Die Behauptung der Alliierten, man wollte damit die letzte Widerstandskraft des Volkes brechen, ist angesichts der bereits erfolgten weitgehenden Zerstörung aller größeren Städte Deutschlands nicht nachvollziehbar. Der Bomberangriff war aus purem Rachedurst motiviert, mithin niedrig in den Beweggründen, mithin Massenmord, so wie der Holocaust auch einer war.

Dresden besaß keine Rüstungsindustrie, allenfalls einen auch für den Truppentransport geeigneten Bahnhof. Die Bombardierung hätte sich dann auf diesen beschränken müssen. Aber gerade das war nicht gewollt.

Selbst wenn wir konzedieren, daß Krieg die daran Beteiligten oft verrohen läßt, ja mitunter diese Rohheit zwingend werden kann, wenn die Gegenseite das eigene Überleben in Frage stellt, selbst dann müssen wir heute wie damals fragen, ob die unbestrittene Gottlosigkeit der Nazis diese Antwort der brutalen Menschenvernichtung kurz vor Kriegsende noch nahe legte.

Meine Antwort ist Nein!

Dresden wurde zum Opfer von Menschen, deren geistig-sittlicher Horizont dem der Nazis nicht fern stand. Wer dies heute anders beurteilt, der huldigt einem politisch-korrekten Zeitgeist, der unser christlich-abendländisches Denken und Fühlen mitten ins Herz trifft. Wird überhaupt noch nach christlichen Maßstäben geurteilt?

Wie nicht anders zu erwarten, erhielt Wiesemann Widerspruch. Daraufhin gewährte ihm die Schriftleitung der Zeitung noch eine Entgegnung, in der Wiesemann u. a. noch weiter klären konnte:

Den Unterschied zwischen den Rechtsbegriffen „Rechtfertigung“ und „Schuld“

wohl beobachtend schrieb ich: der Massentod in Dresden könne nicht durch den  Holocaust gerechtfertigt  u n d   entschuldigt werden. Klarer kann eine Differenzierung dazu nicht sein! Es fallen hier nur zwei strafrechtliche Begriffe für die Gesamtbeurteilung zusammen.

Es liegen objektiv für die rechtliche Beurteilung des Angriffs beide Merkmale vor: a) die hier fehlende, dann im Ergebnis schuldbefreiende Rechtfertigung des Angriffs und b) die klare Absicht zum massenhaften Töten aus niederen Beweggründen. Letztere ist als selbständiger Entschluß ein klares Schuldmerkmal.

Der durch Hitlerdeutschland geführte Krieg – die alleinige Kriegsschuldthese sei einmal dahingestellt wie die fragliche Zahl der Toten jener Angriffe – setzt zwar eine 1. Kausalität bzgl. der Gegenwehr in Gang, aber diese Gegenwehr   m u ß  in Dresden rechtlich als „überholende, neu hinzutretende Kausalität“ betrachtet werden, die einer eigenen Beurteilung und Wertung unterliegt.

Denkt man diese zweite, neue Ursachenkette (Kausalität) hinweg, dann entfällt auch der massenhafte Tod in Dresden. Es handelt sich um eine „Conditio-sine-qua-non-Bedingung“, echte Kausalität also.

Damit steht fest, daß nicht das kriegsauslösende Moment … für den Massenmord in Dresden ursächlich war. Denn obwohl der Krieg die Erstursache war, entzieht sich die neu hinzutretende Ursachenkette nicht der Qualifizierung als Verbrechen … Mein Eingangsstatement im Brief v. 25. 2. betont gerade dies:

Eine Relativierung in Form der Aufrechnung von Toten ist allen Kriegsteilnehmern untersagt, auch den Siegern!

Und ebenfalls den Besiegten, möchte man noch hinzufügen.

 

image_pdfPDF erzeugenimage_printEintrag ausdrucken
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

18 Comments
Inline Feedbacks
Lese alle Kommentare
Steffen
Steffen
11 Jahre zuvor

Adelindes Wortgewalt beeindruckt! Nachfolgend ein Link, welcher die Parallelen und Grausamkeiten zweier Diktaturen verdeutlicht.
http://www.steffenkoal.de/the-soviet-story.html

Steffen
Steffen
11 Jahre zuvor

Liebe Adelinde,

wie sogenannte Historiker mit Geschichte umgehen, wissen wir nicht erst seit der Wehrmachtsausstellung. An ihr wird gezerrt, poliert und gebogen, bis sie ins eigene Weltbild passt.

Es erschiene einem ja direkt als unnatürliches Ereignis, wäre ausgerechnet dieser Film frei von Interessen. Auch lettische Filmemacher und Historiker können sich ihrer Prägung nicht entziehen. Für diese Fälle hat die Natur jedoch der menschlichen Intelligenz ein Filtersystem beigefügt. Nur dieses Filtersystem lässt uns mit der Masse an Information oder besser gesagt Fehlinformation klar kommen. Vor allem bei Menschen mit Erfahrung aus Diktaturen, ist dieser Filter enorm entwickelt und sensibilisiert.

Mein persönlicher Filter sagt: Dieser Film bringt trotz einiger Abstriche genug Wissenswertes rüber. Auch werden die vielen Millionen anonymen Opfer in der Ukraine, im Sudetenland, in Ostpreußen, Schlesien, zumindest für 90 Minuten mit „Würde“ bedacht, die Ihnen jahrzehntelang verwehrt blieb.

Steffen
Steffen
11 Jahre zuvor

Liebe Adelinde,

mit “filtern” meinte ich nicht die Automatismen des Unterbewusstseins, um die Leistungsfähigkeit des Gehirns aufrecht zu erhalten. Was ich mit diesem Begriff “filtern” ausdrücken wollte, war nicht das Trennen von wesentlichen und unwesentlichen Informationen, sondern die Fähigkeit, instinktiv zu selektieren in den Kategorien glaubwürdig/unglaubwürdig.

Menschen, die sich kritisch mit Diktaturen auseinandergesetzt und in ihr gelebt haben, besitzen häufig diese Gabe und unterscheiden sich halt vom Otto-Normalbürger mit gleichem Bildungsniveau, der eben ungefiltert diese ihn vorgesetzte “Einheitspresse” konsumiert und lebt.

Harald
11 Jahre zuvor

Ich habe selten so einen guten Artikel über das Unfassbare gelesen. Dem Satz: Eine Relativierung in Form der Aufrechnung von Toten ist allen Kriegsteilnehmern untersagt, auch den Siegern! gilt meine uneingeschränkte Zustimmung.

Norbert Knobloch
Norbert Knobloch
11 Jahre zuvor

Ich grüße alle Leser und Kommentatoren!

Der Aussage des Leserbriefes von Herrn Michael Wiesemann und den Kommentaren schließe ich mich an.

Zusätzlich möchte ich noch auf meinen Artikel “Dresden – warum?” vom 14. 02. 2012 auf http://www.mmnews.de/index.php/etc/9477-dresden-warum hinweisen.

In der Hoffnung, daß so etwas nie wieder geschehen wird, gedenke ich aller Opfer von Kriegsverbreche(r)n.

Norbert Knobloch

archelys
archelys
11 Jahre zuvor

Liebe Adelinde,

mir ist heute erst Ihr Satz aufgefallen:
“Churchill hatte wie Roosevelt die gleiche Mördermentalität wie Stalin und Hitler.”
Könnte es sein, dass alle an den gleichen Fäden hingen?

archelys
archelys
11 Jahre zuvor

Ergänzung zu -9-:
Sie haben den Wolf zum Schäfer gemacht.

Janek Dölle
Janek Dölle
11 Jahre zuvor

Erstaunlich, wie leicht es ist, mit Verweis auf Tabu und Meinungsfreiheit (nicht nur) das heutige Deutschland rein zu waschen, sondern auch auf die wahren Strippenzieher zu zeigen, das Finanzjudentum!

Norbert Knobloch
Norbert Knobloch
11 Jahre zuvor

Liebe Adelinde,

danke für Ihre Rückmeldung! Es war mir eine Herzens-Angelegenheit!

Kommentator archelys hat Recht: Im Jahre 2007 kamen geheime Akten der Nürnberger Prozesse des Internatinalen Militär-Tribunals ans Licht, die belegen, daß die Machtergreifung Adolf Hitlers seit Anfang des 20. Jahrhunderts von der transnationalen Hochfinanz (Rockefeller / Rothschild) geplant und gezielt (idelogoisch und finanziell) betrieben worden war.

Und die Irin Bridget Dowling, die mit Adolfs Halbbruder Alois jr. verheiratet war, schreibt in ihren beiden Büchern “The Memoirs of Bridget Hitler” und “Mein Schwager Adolf”, daß Adolf Hitler von 1912 bis 1913 in England lebte und sich dort mit dem “Studium bestimmter Schriftstücke” beschäftigte. Nach dem britischen Autor Greg Hallet besuchte Hitler in dieser Zeit die British Military Psychological Operations War School und wurde dort mittels Gedanken-Kontrolle (Projekt MK ULtra Monarch des von Rockefeller finanzierten Tavistock-Institute) als eine Art “Manchurian Candidate” (“Schläfer”) ausgebildet, um Deutschland in einem ihm aufgezwungenen Krieg zu zerstören. Adolf Hitler war – wohl ohne sein Wissen – eine Art “Trojanisches Pferd” der transnationalen Hochfinanz gegen Deutschland! Bridget Dowling-Hitler bestätigt das indirekt mit der ausführlichen Beschreibung einschlägiger physischer, psychischer und mentaler Symptome bei Hitler, wie sie ausschließlich bei gedankenmanipulierten Menschen auftreten, z. B. bei Sirhan-Sirhan (angeblicher “Mörder” Robert Kennedys), Charles Manson (Sharon Tate u. a. 1966), Anders Breivik (Oslo 2011) u. a.

Adolf Hitlers berüchtigtes Buch “Mein Kampf” wurde in Wirklichkeit nicht von ihm selber, sondern von General Major Karl Haushofer an der London Scholl of Economics, einer Rockefeller-Instutition, geschrieben. Die London School of Economics war und ist eine von Rockefeller gegründete und finanzierte Elite-Universität für den nachwuchs der transnationalen Hochfinanz…

Der vermeintlich “deutsche” Hitler-Gruß war der Gruß der römischen Konsuln und ein rituelles Zeichen des satanistischen englischen “Order of the Golden Dawn”. Das “Hakenkreuz” ist ein uraltes vedisches (indisches) Sonnen-Symbol, die Swastika (sanskrit: “So sei es”). Es gibt zwei Grund-Typen. die nach links drehende Mond-Swastika, die den Pfad der Linken Hand der Göttin symbolisiert, und die nach rechts drehende Sonnen-Swastika, die den Pfad der Rechten Hand des Gottes darstellt. Die chauvinistisch-patriarchalen National-Sozialisten verwendeten “selbstverständlich” die nach rechts weisende Form.

Wer daran interessiert ist, erhält von mir meinen unveröffentlichten dreiseitigen Artikel “Adolf Hitler ein Rothschild” per E-Mail zugesandt; Kontakt kann über Herrn Michael Mross (www.mmnews.de ) aufgenommen werden. In diesem Beitrag weise ich nach, daß Adolf Hitler ein unehelicher Rothschild-Enkel war.

archelys
archelys
11 Jahre zuvor

Lieber Norbert Knobloch,
ich bin zuversichtlich, dass alles ans Licht kommt.
Es darf nur nicht alles auf einmal passieren, dann würden wir wahrscheinlich verrückt…
Falls Sie beim Denken noch Kapazitäten frei haben, können Sie vielleicht auch erkennen, was die Neue-Welt-Übersetzung der Zeugen Jehovas mit der Neuen-Welt-Ordnung zu tun hat.

Steffen
Steffen
11 Jahre zuvor

Was so alles passiert, wenn die ordnende Hand fehlt. Adelinde, bitte stopfe schnell das Funkloch!

Aaron Goldstein
Aaron Goldstein
11 Jahre zuvor

Liebe Adelinde,
Du bist einfach nur genial! Nur wenige vermochten bisher die Wahrheit so gut in Worte zu fassen wie Du!

Dresden war ein Massenmord an unschuldigen und wehrlosen Menschen, dazu noch auf besonders grausame und PERVERSE Weise, und dazu noch die Vernichtung eines Weltkulturerbes.

Wer so etwas aus Bösartigkeit betreibt, für den ist selbst das Wort KULTURBARBAREN untertrieben. Churchill und Roosevelt waren TEUFEL, sie waren selber exakt wie die Nazis: Nämlich Rassisten, hasserfüllte Wahnsinnige und perverse Massenmörder. Churchill und Roosevelt waren nicht besser als Hitler, und wenn ein Dummkopf mit “Holocaust'” kommt, sage ich: Churchill’s und Roosevelt’s Tätervölker haben sehr viel grössere Völkermorde (Indianer, Australier, Afrikanische Sklaven etc.) zu verantworten. Fazit: Alliierte Kriegsverbrechen überstiegen die der Nazis um ein vielfaches, auch Rotterdam oder Guernica waren Verbrechen, aber DRESDEN, SWINEMÜNDE, NAGASAKI UND HIROSHIMA waren Ausdruck eines perversen Geistes, wie er in der Geschichte nicht mal bei den Bombenangriffen von Hitler zu finden war.

RUHET IN FRIEDEN, DRESDNER & SCHLESISCHE FLÜCHTLINGE, ICH BETE FÜR EUCH UND MEINE GUTEN WÜNSCHE BEGLEITEN EUCH.

Und Dir, Adelinde, danke ich von ganzem Herzen! Du bist auf dem rechten Weg, bitte weiter so!

Scotty Rhodes
11 Jahre zuvor

Wir brauchen keine BW in Afghanistan, gut, Kampferfahrung kann die Truppe da machen, aber gut finde ich das nicht. Während man in der Fremde ballert schreitet hier die Islamisierung ganzer Landstriche vorran – HIER wird die BW bald gebraucht werden – zu Landesverteidiung. Sollte man es schaffen einen nötigen Regimewechsel zu vollführen (gerne mit Hilfe aus Frustration putschender Soldaten und Polizisten), so wird die BW noch mehr gebraucht. DANN muss sie schleunigst aufgebaut, aufgerüstet und kriegsnah ausgebildet werden – denn! einen Regimewechsel in Deutschland würde das Ausland sicher nicht unbeantwortet lassen. Wichtiger als Afghanistanabenteuer im Dienste finsterer Mächte ist die Hochrüstung zu wirklicher Verteidigungsfähigkeit!

Rita V. Mathews
11 Jahre zuvor

„Lech Kaczynski wird uns auch in Deutschland fehlen“, sagte die Bundeskanzlerin. Ja aber sicher doch! Was für ein dümmliches Geschwafel! Ich krieg so nen Hals! Angesichts der dreisten Provokationen der letzten Monate und Jahre, die stets von Polen aus gingen, und die allzuoft die Handschrift des nun verunglückten poln. Präsidenten trugen, klingt das Gesülze des Hosenanzugs wie blanker Hohn am eigenen Volk. Aber das paßt gut zu ihrer Politik, die größtenteils nur Fremdinteressen kennt und diese willfährig bedient. IN MEINEM NAMEN SPRECHEN SIE NICHT, FRAU MERKEL!

18
0
Deine Gedanken interessieren mich, bitte teile diese mit!x