Als wir noch Herr im eigenen Land waren
Dienstag, 31. Januar 2023 von Adelinde |
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben,
wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.
Schiller, Wilhelm Tell
Rolf Winkler
schrieb den unten stehenden geschichtlichen Rück-blick auf eine einst preußisch-deutsche Zeit des auf-rechten Ganges, die aufbaute, worauf Deutschland ein Jahrhundert zu seinem und Europas Segen seine besten Kräfte entfaltete.
Starke Männer braucht das Land …
titelte er. Und in der Tat sollten wir uns der da-maligen hervorragenden Männer erinnern, die nach den Befreiungskriegen 1813-15 Preußen zu dem aufbauten, was es dann ein Jahrhundert lang war, ehe Neid und Mißgunst des „bösen Nachbarn“, dem ein starkes Deutschland „nicht gefiel“, Europa in den über 100-jährigen Krieg ab 1914 stürzte.
Nur sollte Rolf Winkler dabei nicht die – zwar noch in den Hintergrund gedrängten – Frauen übersehen, die alle zeigten, was deutscher Geist vermochte.
Verständlich, wenn in unserer Zeit der menschlichen Heruntergekommenheit besonders der vielen uner-träglichen weiblichen Käuflinge der Ruf nach starken Männern immer lauter wird. Nur eine Frage dazu: Sind die männlichen Käuflinge denn erträglicher?
Im 19. Jahrhundert galt Käuflichkeit bei uns in Deutschland als verachtenswert. Dennoch gab es schon damals die Käuflinge, die gehorsamen Knech-te überstaatlicher Führer aus dem geheimen Hinter-grund, die die Ideologie der Welteinheitsmensch-heit verfolgten und Völker von einer kulturellen Stärke wie das deutsche zu vernichten trachteten.
Die Freimaurerei hatte schon damals einen großen Teil der auf der Kariereleiter aufgestiegenen käuf-lichen Männer in der Zange.
Somit wäre die Überschrift vielleicht geeigneter:
Unabhängige starke Menschen braucht das Land!
Solche wie vor 210 Jahren:

Königin Luise 1798
Königin Luise von Preußen, die das ganze Volk seelisch einte und zum Kampf gegen den Feind – durch eigenes Vorbild – innerlich stark werden ließ, war 1810 gestorben (worden?). Sie hatte vom Willen, der das ganze preußisch-deutsche Volk vereinte, dem Willen, den Feind abzuwehren, sagen können:
Die Beweise der Hingebung und der Vater-landsliebe sind wahrhaft ergreifend und ge-ben Mut für die Zukunft.
Ihr schwacher Ehemann König Friedrich Wilhelm III. – auch bereits Logenbruder – hatte nun die starke Stütze an seiner Seite verloren.
Der Krieg gegen Napoleon bei Jena und Auerstedt 1806 war wegen der schwachen militärischen Führung, unter der der entschlossenste Kampfwille des Volkes ins Leere läuft, auf preußischer Seite für Preußen verloren.
Doch unter dem nach ihrem Tode noch immer lebendigen Geist Luises im Volk, nach der von ihr gepflegten Freundschaft mit Rußland gelang es, den Unhold Napoleon im Krieg 1813-15 auszuschalten. Frau von Berg bekundete 1814, also 4 Jahre nach Luises Tod:
… erhebend ist der Gedanke, daß noch jetzt jedes große Gefühl für das Vaterland, für deutsche Freiheit und Unabhängigkeit an das Andenken dieser geliebten Königin sich an-knüpft und gleichsam durch sie geheiligt wird.
So mächtig war also die Liebe der Preußen zu ihrer Königin …, daß, was selbst nach ihrem Dahinscheiden Bedeutendes, Großes und Er-habenes geschieht, sich an ihren Segen anknüpft …
Luises Geist war der der deutschen Volksseele, der im Volk damals so lebendig lebte.
Machet des Volkes Seele stark,
war deshalb auch die Forderung des Feldherrn Erich Ludendorff nach dem – aus dem Hintergrund ge-steuerten – Erschlaffen und Abfallen großer Volks-teile vom Willen, die Heimat mit vereinten Kräften zu verteidigen. Vom Zusammenhalt durch die Volks-seele hängt das Überleben des Volkes ab.
Und weil der seelische Zusammenhalt der Preußen-Deutschen auch noch nach Luises Tod bestand, da-rum konnte nun die große Zeit der preußischen Erneuerer kommen.
Rolf Winkler zeigt die Erinnerung an die damalige Geschichtsepoche 150 Jahre nach Beginn des Be-freiungskrieges gegen Napoleon mit Briefmarken der DDR.
Ähnliches Gedenken nunmehr 210 Jahre nach der Befreiungstat erwartet man in der sog. BRD ver-geblich. Alles nationale Selbstbefreien ist den heu-tigen Politmarionetten und ihren Drahtziehern ge-fährlich und zuwider.
Mit der Erinnerung an 1813 wird zugleich der großen Männer der Erneuerung gedacht, MÄNNER, denn Frauen wirkten unsichtbar in Hintergrund, war ihnen doch der Zugang zu Bildungseinrichtungen und Staatsämtern noch versagt.
Es wäre fatal, wenn das Bild, das die Mittäterinnen des heutigen Regimes in Deutschland abgeben, eine neue Frauenfeindlichkeit aufkommen ließe. Diese Frauen stehen wie ihre männlichen Mittäter dem Volke fremd, ja ablehnend gegenüber. Sie verfolgen, wer seine Heimat und sein Volk vor dem Untergang bewahren will, wollen sie als „Extremisten“, „Nazis“ ausgrenzen. Das Volk wendet sich mehr und mehr angewidert von denen ab.
Doch nun Rolf Winkler mit seiner Kurzdarstellung des preußischen Aufstiegs „aus tiefster Erniedri-gung“:

1963 DDR 150 Jahre Nationaler Befreiungs-kampf gegen die napoleonische Fremdherr-schaft – Die Generalfeldmarschaelle Graf Neidhardt von Gneisenau und Gebhard Leberecht von Bluecher
Des Preußischen Generalfeldmarschalls Neid-hardt von Gneisenaus (1760-1831) große Lebensleistung beruhte auf hervorragenden körperlichen und geistigen Stärken vereint mit höchsten charakterlich-militärischen Führungsqualitäten des Grafen.
Sein Name wurde im Volk bekannt, als er ge-meinsam mit dem Seefahrer und Volkshel-den Joachim Nettelbeck (1738-1824) die preußische Festung Kolberg – während des Vierten Koalitionskrieges gegen die franzö-sischen Truppen – im Jahr 1807 verteidigte. Er wandte eine neue Taktik an, indem er den Feind bereits im Vorfeld angriff.
Graf von Gneisenau gehört zu den bedeu-tendsten Patrioten, Militärführern und Mili-tärreformern der deutschen Geschichte. In einem wesentlichen Punkt seiner späteren Reformen wollte er
„… dem Genie, wo es sich immer befinde, eine Laufbahn öffnen, die Talente und Tugenden aufmuntern, von welchem Range und Stande sie auch sein mögen.“
Mit der epochalen Überwindung eines Stan-desdenkens und Standesdünkels floß höch-ster deutscher idealistischer Geist als Mittel in die Heeresreform der Preußischen Armee ein.
1953, DDR, Deutsche Patrioten 1813-1815, Blücher. – 140. Jahrestag der Befreiungskriege gegen Napoleon. Gebhard Leberecht von Blücher.
Unter militärischer Führung des verwegenen Haudegens Fürst Gebhard Leberecht von Blücher (1742-1819) erkämpfte Neidhardt von Gneisenau Seite an Seite mit Rußland, Preußen, Österreich, … den Sieg über Napoleon. Damit wurde die französische Fremdherrschaft über weite Teile Europas beendet.
1963 DDR – 150 Jahre Nationaler Befrei-ungskampf gegen die napoleonische Fremd-herrschaft. – Kosaken und Landwehr in Berlin: Lützows Freischar vor dem Kampf
Preußen, Russen und die Berliner Landwehr hatten es tatsächlich geschafft, Napoleon, der mit seinen Truppen nur wenige Kilometer vor Berlin stand, in der Schlacht von Großbeeren zu besiegen.
Doch noch war Napoleon nicht geschlagen. Der siegverwöhnte überhebliche Napoleon bezeichnete die Märkische Landwehr als „Canaille“. Letztendlich ebneten die wacke-ren Landwehrmänner in weiteren Kämpfen den Weg zur Völkerschlacht bei Leipzig.
Als die im Kampf noch unerprobten preu-ßischen Soldaten angesichts des Gemetzels begannen, den Mut zu verlieren, preschten plötzlich Kosaken heran, die auf der Burg Eisenhardt in Belzig einquartiert waren und nur nebenbei von der unweit tobenden Schlacht erfahren hatten.
Als nun gar die mit den Franzosen ver-bündeten Rheinbundtruppen, zu denen auch sächsische Bataillone gehörten, überliefen, war die Schlacht zugunsten der Preußen ent-schieden.
Zu den Feierlichkeiten 1913 anläßlich des 100-jährigen Jubiläums des Sieges, gedachte auch Kaiser Wilhelm II. von Preußen außer-ordentlich lobend per Telegraph der schwar-zen Landwehrmänner unter dem Befehl des königlich-preußischen Generalmajors Karl Friedrich von Hirschfeld.
1963 DDR 150 Jahre Nationaler Befrei-ungskampf gegen die napoleonische Fremd-herrschaft.- Ernst Moritz Arndt mit Freiherr vom und zum Stein
Ernst Moritz Arndt (1769-1860) war Dichter, Publizist und Historiker.
Im Jahre 1805 – nach Friedrich von Schillers Tod – wird Ernst Moritz Arndt in Jena gleichzeitig mit Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) zum ordentlichen Pro-fessor der Philosophie ernannt; mit Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) wird er zum Protagonisten der ersten Burschenschaft, die sich 1815 in Jena gründet.
Von 1806-1811 wird Ernst Moritz Arndt zum Professor in Greifswald berufen.
1818 erhält Ernst Moritz Arndt eine Berufung als ordentlicher Professor für Neuere Ge-schichte an der – im Geiste Wilhelms von Humboldt – neu gegründeten Preußischen Universität Bonn.
1848/49 war Ernst Moritz Arndt Abgeord-neter der Deutschen Nationalversammlung in Frankfurt am Main.
Große volkstümliche Bekanntheit hat sein Ge-dicht und Lied: „Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte“ erworben. Ebenso patriotisch und leidenschaftlich sind seine Schriften gegen die napoleonische Fremdherrschaft und für die nationale Einheit Deutschlands.
Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein (1757-1831) gilt als einer der bedeutendsten Staatsreformer in der deut-schen Geschichte. Seine Leistungen als Mini-ster in preußischen Diensten haben ganz wesentlich zur Integration der säkularisierten westfälischen Bistümer in den preußischen Staat, zur Überwindung der Niederlage gegen Napoleon im Jahr 1806 beigetragen.
Mit der Befreiung des Steuerprivilegs des Adels und der Befreiung aus der Erbunter-tänigkeit der Bauern, also der Abhängigkeit eines Bauern vom Gutsherrn, der Erneuerung der städtischen Selbstverwaltung hat Stein dem Gedanken der eigenverantwortlichen Teilhabe am wirtschaftlichen und gesell-schaftlichen Leben gegeben.
Darüber hinaus hat er sich gegen das abso-lutistische System einer Kabinettsregierung gewandt und damit die Entwicklung zu einer öffentlich kontrollierten und öffentlich ver-antwortlichen Regierung eingeleitet.
Mit dem Freikorps Lützower Jäger unter dem Kommandeur Major Freiherr von Lützow ritt der glühende Patriot Theodor Körner im Kampf gegen die napoleonischen Besatzer eine Attacke auf einen französischen Ver-sorgungszug. Dabei fiel er am 26. August 1813 mit weiteren Kameraden.
Am 23. September 1813 wäre der Dichter und Patriot Theodor Körner 22 Jahre alt ge-worden. Seinem Wunsch entsprechend wurde er unter Eichen von seinen Kameraden in Wöbbelin beigesetzt.
Zur Errichtung eines würdigen Grabdenkmals stellte Friedrich Franz der I., Großherzog von Mecklenburg dem Vater Christian Gottfried Körner das benötigte Grundstück und Bau-material unentgeltlich zur Verfügung. Auf das Postament setzte Vater Körner eine Leier mit Schwert in Anlehnung an den gleichnamigen Gedichtzyklus symbolisch für Theodors Schaffen als Dichter und Patriot, als Sänger und Held.
Friedrich Franz I. Großherzog von Mecklenburg, Gemälde von Rudolph Suhrlandt, 1817 (Bild: Wikipedia)
Auch seine Schwester, Eltern und Tante wählten den romantischen Ort unter Eichen als ihre letzte Ruhestätte.
Gerhard von Scharnhorst (1755-1813) war als Generalleutnant und Militärreformer einer der führenden Köpfe der preußischen Heeres.
Nach der Niederlage in der Schlacht bei Jena und Auerstedt von 1806 organisierte er mit Neidhardt von Gneisenau und Carl von Clausewitz das preußische Heer von Grund auf neu. Das einstige Söldnerheer wurde in eine richtige Armee des Volkes verwandelt. Er schaffte die Grundlagen für die preußische Landwehr.
Anfang 1813 bereitete er die preußische Er-hebung gegen Napoleon vor. Als Chef des Generalstabes setzte er sich für die Un-terzeichnung der Konvention von Kalisch vom 28. Februar 1813 zwischen Preußen und Rußland ein, die beide Seiten in einem Militärbündnis zusammenführte und das En-de der Herrschaft Napoleons einleitete.
Am 28. Juni 1813 starb er infolge einer un-genügend versorgten Schußverletzung.
1945, UdSSR, ´Feldmarschall M.I. Golenischew Kutusow-Smolenski´ – 1745-1945 Aus-gabe zum 200. Geburtstag.
Fürst Michail I. Kutusow-Smolenski (1745-1813) war Generalfeldmarschall der russischen Armee. Er galt als alter Haudegen, der wohl den größten Teil seines Lebens auf den Schlachtfeldern verbrachte. Zweimal wurde er schwer verletzt.
Nach Ansicht der Ärzte hätte er eigentlich nach dem erlittenen Kopfdurchschuß tot sein müssen. Nicht jede Schlacht hat er gewon-nen, aber alle Kriege. Und so hat er auch den Mythos der Unbesiegbarkeit Napoleons been-det.
Es war im Vaterländischen Krieg: Im Juni 1812 überschritt eine gewaltige Armee unter dem Oberbefehl von Napoleon Bonaparte die Grenze des russischen Zarenreiches. Nach dem katastrophalen Fiasko von Moskau zog sich das napoleonische Heer zurück.
Kutusows Truppen verfolgten die neu for-mierten Reste. Es begann der Feldzug zur Befreiung europäischer Staaten. Die russische Armee überquerte die Westgrenze. Ende Februar 1813 erreichte sie die Oder, im April 1813 die Elbe.
Kutusow litt an hohem Fieber. Der eiligst herbeigerufene königliche Leibarzt Hufeland konnte Kutusow nicht mehr helfen. Er starb am 28. April 1813 im niederschlesischen Bunzlau. Sein Leichnam wurde einbalsamiert und in seine Geburtsstadt St. Petersburg überführt.
In Erinnerung an den Oberbefehlshaber des russischen Heeres Fürst Kutusow und seine glorreichen Siege im Vaterländischen Krieg, erzielt auch mit den verbündeten preußischen Soldaten über die Armee Napoleons, wurde, auf Anweisung des Königs von Preußen Friedrich Wilhelm III., vor der Kathedrale in Bunzlau ein Denkmal für Kutusow vom Karl Friedrich Schinkel entworfen und von Johann Gottfried Schadow errichtet.
Einen schönen Nachsatz fügt Rolf Winkler an:
… und natürlich logischerweise braucht das Land auch starke Frauen. – Männer sind das Feuer und Frauen die Kohle.
Rolf Winkler
Dresden, den 28. Januar 2023


















