Nahum Goldmann kündigt 1915 an: „Was war, muß weg!“
Montag, 17. April 2023 von Adelinde |
Nach den Plänen von
„Jacob und Nehemiah Robinson“
wurden zwei absolut revolutionäre
Ideen entwickelt: das Nürnberger Gericht
und die deutsche Wiedergutmachung
… nach internationalem Recht
war es damals in der Tat unmöglich,
Militärs, die ihre Befehle
befolgt hatten, zu bestrafen.
Es war Jacob Robinson, der diese
ausgefallene, sensationelle Idee hatte …
Nahum Goldman, Das jüdische Paradox
Nahum Goldmann
war ein genialer, unwiderstehlicher und daher im Sinne seines Volkes ein erfolgreicher Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC) und einer der führenden Zionisten seiner Zeit.
Stolz führt er in seinem Buch „Das jüdische Paradox“ seine damals in Litauen ansessigen Volksgenossen Gebrüder Jacob und Nehemiah Robinson an, deren erfolgreich „entwickelte“ und umgesetzte Visionen er begeistert lobt als
zwei absolut revolutionäre Ideen …:
das Nürnberger Gericht und
die deutsche Wiedergutmachung
Dabei weist er darauf hin, daß
… nach internationalem Recht … es damals in der Tat unmöglich (war), Militärs, die ihre Befehle befolgt hatten, zu bestrafen. Es war Jacob Robinson, der diese ausgefallene, sen-sationelle Idee hatte …
Sehr sehr stolz weist er auf die Tatsache hin:
Stellen Sie sich vor, was geschehen würde, wenn alle Völker der Welt die Gebiete zu-rückverlangten, die ihnen zweitausend Jahre zuvor gehört hatten … Nun gibt es ein Volk, das die Kühnheit hatte, es zu tun, und die Welt hat es anerkannt! Aber wenn ich die Welt sage, meine ich nicht die Massen, nicht einmal die Diplomaten, sondern nur die großen Staatsmänner.
Und dieser Mann – man höre und staune – hatte die Genehmigung der deutschen Staatsführung, wäh-rend des 1. Weltkrieges die „jüdische Abteilung im deutschen Auswärtigen Amt“ zu leiten, von wo aus er seine bemerkenswerte Abhandlung „Der Geist des Militarismus“ schrieb. Darin bekundete er 1915!:
So besteht denn die erste Aufgabe unserer Zeit in der Zerstörung.
Somit zeigte er bereits 1915 – ganz ungeniert von der jüdischen Abteilung im deutschen Außenamt aus! – der Welt den Plan zu einer „neuen Welt-ordnung“, die darin bestehe, zunächst mal alles zu zerstören:
Man kann den Sinn und die historische Mis-sion unserer Zeit in einem zusammenfassen: Ihre Aufgabe ist es, die Kulturmenschheit neu zu ordnen, an die Stelle des bisher herr-schenden gesellschaftlichen Systems ein neues zu setzen. Alle Um- und Neuordnung besteht nun in zweierlei: In der
Zerstörung der alten Ordnung und im Neuaufbau der neuen.
Zunächst einmal müssen alle Grenzpfähle, Ordnungsschranken und Etikettierungen des bisherigen Systems beseitigt und alle Ele-mente des Systems, die neu geordnet werden sollen, als solche, gleichwertig untereinander auseinandergelegt werden. Sodann erst kann das zweite, die Neuordnung dieser Elemente, begonnen werden.
Sodann besteht denn die erste Aufgabe un-serer Zeit in der Zerstörung: Alle sozialen Schichtungen und gesellschaftlichen Formun-gen , die das alte System geschaffen hat, müssen vernichtet, die einzelnen Menschen müssen aus ihren angestammten Milieus herausgerissen werden; keine Tradition darf mehr als heilig gelten; das Alter gilt nur als Zeichen der Krankheit; die Parole heißt: was war, muß weg.
Die Kräfte, die diese negative Aufgabe un-serer Zeit ausführen, sind auf dem wirt-schaftlich sozialem Gebiet der Kapitalismus, auf dem politisch geistigen die Demokratie.
Wieviel sie bereits geleistet haben, wissen wir alle, aber wir wissen auch, daß ihr Werk noch nicht ganz vollbracht ist. Noch kämpft der Kapitalismus gegen die Formen der alten traditionellen Wirtschaft, noch führt die De-mokratie einen heißen Kampf gegen alle Kräfte der Reaktion.
Vollenden wird das Werk der militaristische Geist. Sein Uniformierungsprinzip wird die negative Aufgabe der Zeit restlos durch-führen: Wenn erst alle Glieder unseres Kul-turkreises als Soldaten unseres Kultursystems uniformiert sind, ist diese eine Aufgabe ge-löst.
Wer denkt da nicht an „Die Saat des Klaus Schwab“! Diese Auslese erfüllt, was 1915 als Plan aufgetischt worden ist.
Dann aber erst erhebt sich die andere, größere und schwierigere Aufgabe: Der Auf-bau der neuen Ordnung. Die Glieder, die nun aus ihren alten Verwurzelungen und Schichtungen herausgerissen sind und ungeordnet, anarchisch herumliegen, müssen zu neuen Formungen und Kategorien geschlossen werden.
Ein neues pyramidales System muß errichtet werden.
Die jüdische Abteilung wurde also geschaf-fen, und ich leitete sie bis Kriegsende. … Bis zum Auftauchen Hitlers, der die Abteilung sofort auflöste, hatte somit das deutsche Außenministerium als einziges eine jüdische Abteilung gehabt.
Richtig! Die Deutschen sind eben wie eh und je selbstvergessene „Meister“ der Politik zum Schaden ihres eigenes Landes!
Schön zu lesen auch diese nette Geschichte, die Goldmann erzählt von seiner Zeit als Präsident der „Conference of Jewish Material Claims against Germany“ (kurz: Claims Conference), einer Abtei-lung, offenbar angeregt als Folge der Idee Jacob Robinsons (s. o.).
Als ein solcher Präsident stellte Goldmann eine Vor-bedingung zu seinen Verhandlungen mit Adenauer, die auch (am 27.9.1951) erfüllt wurde:
Adenauer sollte im Bundestag eine feierliche Erklärung abgeben; er sollte darin sagen, daß dieses neue Deutschland zwar bestimmt nicht Auschwitz gewollt habe …, daß es aber stellvertretend die Verantwortung zu tragen und Wiedergutmachungsleistungen zu über-nehmen hätte; er sollte außerdem hinzu-fügen, daß die materielle Entschädigung nicht das den Juden von den Deutschen zugefügte Leid auslöschen könnte.
Ganz schön selbstsicher, könnte man meinen. Der Bundeskanzler schrieb nun einen Text, den er vor dem Bundestag verlesen „wollte“ – besser gesagt „sollte“ – und legte ihn wie ein braver Musterschüler seinem Herrn und Gebieter Goldmann vor. Und der – ganz Herr:
Ich brachte noch einige Korrekturen an …
Und er erzählt weiter:
Der gesamte Deutsche Bundestag erhob sich von den Plätzen und gedachte fünf Minuten stehend der jüdischen Opfer des Nationalso-zialismus.
Zufrieden bemerkt Goldmann:
Ohne die deutschen Wiedergutmachungs-leistungen, die in den ersten zehn Jahren nach der Gründung Israels einsetzten, besäße der Staat kaum über die Hälfte seiner heu-tigen Infrastruktur:
alle Züge, alle Schiffe, alle Elektrizitätswerke sowie ein Großteil der Industrie sind deut-schen Ursprungs … ganz zu schweigen von den individuellen Renten, die an die Über-lebenden gezahlt werden.
… In manchen Jahren überschritten die von Deutschland an Israel bezahlten Summen die vom internationalen Judentum gespendeten Beträge – mitunter um das Zwei- bis Drei-fache.
Woher nur nahmen die Deutschen, deren Land zer-stört war, das Geld? In einer der Unterredungen mit Goldmann schlug Adenauer vor, in Naturalien zu bezahlen „in Form von Elektrizitätswerken, Fabriken usw.“ Goldmann war einverstanden, sagte aber, Is-rael brauche Erdöl.
Aber, Herr Goldmann, es gibt doch in Deutschland kein Erdöl! (erwiderte Adenauer). Herr Bundeskanzler, ist es die Schuld der Juden, wenn der liebe Gott Kuweit und Saudiarabien Erdöl, Deutschland und Israel jedoch keines gegeben hat?
Es ist ganz einfach: die britischen Gesell-schaften haben welches. Kaufen Sie es ihnen ab und geben Sie es uns. Für mein Land geht es dabei um Leben oder Tod.
Auch die folgende Logik Goldmanns bezwang Aden-auer:
Sie erheben den Alleinvertretungsanspruch für ganz Deutschland und erkennen die DDR nicht an. Dann seien Sie auch konsequent und zahlen für sie!
Also, was regen wir uns über Scholz-Habek-Baerbock & Co. noch auf (oder schreiben gekonnte Satiren wie Reinhard Heuschneider). Sie sind die Nachfolger der großen, die Abrißbirne schwingenden Kanzlerin Merkel, die jetzt für den „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland“ ausgezeichnet werden soll. Reichelt meint auf seiner Sende-Seite „Achtung, Reichelt!“:
Merkel hat den Verdienstorden nicht verdient! Der ist die höchste Auszeichnung, die der Staat in unserem Land verleihen kann. Es ist ein kostbarer, fast heiliger Orden.
Nur zwei Deutschen wurde bisher diese Ehre zuteil: Die Altkanzler Konrad Adenauer und Helmut Kohl wurden so ausgezeichnet. Zu-recht, denn sie waren mutige Visionäre.




