Was müßte die AfD bei sich selbst und in Deutschland ändern
Freitag, 7. März 2025 von Adelinde |
Betrachtungen über die AfD von
Thomas Engelhardt
am 27.07.2024:
Im Grundsatz ist der AfD nicht zuzutrauen, einen Beitrag zur Wiederherstellung Deutschlands zu leisten. Dieser Vorhalt wäre ausführlich zu begründen. Das soll hiermit nicht geschehen.
Aufgrund einer aktuellen Zusendung, die den Schluß nahe legt, die AfD könne uns alle als Volk aus der aussichtslos erscheinenden Lage herausführen, sollen aber einige kritische Gedanken vermittelt werden.
Sicherlich sind in der AfD tüchtige und auch zuverlässige Leute versammelt. In der Grund-tendenz bekennt sich diese Partei jedoch zur Bundesrepublik. Dieser Staat soll nach Willen der AfD aber lediglich reformiert werden. Das erscheint angesichts der Rahmenbedingun-gen aber nicht möglich.
Die Wiederherstellung Deutschlands erfordert vielmehr die Liquidierung des Besatzungsge-bildes „BRD“. Erst dann und wirklich nur und ausschließlich unter Zugrundelegung dieser Ausgangsbedingung könnte Deutschland wiedererstehen.
Würde die AfD sich hierzu bekennen, müßte sie als Partei sanktioniert bzw. ihre Tätigkeit in der „BRD“ suspendiert werden, was einem Verbot gleich käme. Das ist die eine Seite der Medaille.
Die andere ist die Tatsache, daß allein schon die Teilnahme an dem Wahl-Theater unge-eignet erscheint, in der AfD eine politische Kraft der Erneuerung und Befreiung Deutschlands aus den Fesseln der US-Amerikaner und der Ausplünderung und Knechtschaft durch das internationale Groß-kapital und die Hochfinanz zu sehen. Im AfD-Parteiprogramm findet sich zu diesen wichti-gen Themen kein Hinweis, kein Programm-punkt.
Darüber hinaus muß nach Sinn und Zweck einer politischen Partei in der herrschenden politischen Ordnung gefragt werden, der wir alle unterworfen sind.
Statt diese Schwatzbuden-Demokratie dem Inhalt nach anzugreifen und bloßzustellen, wird allein durch die Teilnahme an Wahlen die AfD ein Teil des Systems. Sie wird quasi insti-tutionalisiert.
Alleiniger Zweck ist Teilnahme an der (gelie-henen) Macht durch Erhalt ausreichender Wählerstimmen. Erreicht wird das mittels „Zirkus“, sprich durch Propaganda, Verkün-dung vorgeblicher (oder auch tatsächlicher) politischer Ziele, Parteiveranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit.
Parteien an sich sind jedoch absolut unge-eignet, innerhalb einer Nation konsensför-dernd zu wirken. Parteien wirken vielmehr spaltend, um nicht zu sagen zersetzend.
Ein mehr oder weniger großer Teil ihrer Akteure hat sehr oft nur das primäre Ziel, Ämter und Posten zu erlangen, um sich individuell abzusichern.
Idealisten und selbstlose Parteiaktivisten werden an den Rand gedrängt, politisch iso-liert, sehr oft parteiintern diskreditiert und aus der Partei gedrängt oder sogar ausge-schlossen.
In der AfD können mehrere Namen genannt werden. André Poggenburg, Andreas Kalbitz sind Beispiele. In jüngster Zeit erging es so dem honorigen Dr. Maximilian Krah.
In jeder Partei konkurrieren verschiedene Gruppen, Richtungen, Fraktionen um Macht, Einfluß und Ämterbesetzungen. In der AfD nicht anders als in anderen Parteien.
Die Eiertänze, die innerhalb der Partei im Zusammenhang mit den oben genannten Personalien geführt werden bzw. aktuell laufen, sind bekannt und müssen hier nicht wiederholt und kommentiert werden. Diese Vorgänge sind Beleg dafür, wie kompliziert innerparteiliche Auseinandersetzungen verlaufen.
Die Parteispitze und die untergeordneten Führungsgremien auch der AfD sind bereit, sich jederzeit dem herrschenden Zeitgeist zu beugen und den Kotau vor den sattsam be-kannten Sprechblasen zu vollziehen. Zumin-dest so weit, daß sich das Gros der eigenen Wählerschaft nicht abwendet.
Im „freiheitlich-demokratischen“ sog. Rechts-staat muß auch eine Partei wie die AfD also ständig eine Gratwanderung wagen und den Spagat üben, um sowohl eigene Wähler-schichten zu halten und ggf. neue an sich zu binden und andererseits nicht allzu große Systemferne zu offenbaren.
Was wäre die Alternative? Eine freie Volks-bewegung ohne jede Parteibindung.
Von der Entstehung einer solchen sind wir in diesem Land allerdings noch weit, sogar sehr weit entfernt. Das bedeutet aber zugleich nicht, auf alle politischen Aktivitäten zu ver-zichten. Ganz im Gegenteil.
Politisch betrachtet befinden sich die von Niedergang, Dekadenz, Verfall und Agonie gezeichneten Gesellschaften des sog. We-stens (einschl. der Gesellschaft der sog. Bundesrepublik) in einer vorrevolutionären Phase.
Solche vorrevolutionären Phasen erstrecken sich, das zeigt die Geschichte, sehr oft über viele Jahre und zum Teil über Jahrzehnte (die Große Französische Revolution von 1789, freimaurerisch inspiriert, beeinflußt und durchgeführt, wurde mehr als drei Jahrzehnte lang vorbereitet; die beiden Hauptakteure in der letzten Phase der Vorbereitung waren Maximilien de Robespierre und Georges Danton, Jahrgang 1758 der eine, Jahrgang 1759 der andere).
Die damalige Revolutionsbewegung agierte ohne eine Partei.
Spitzen sich die inneren Widersprüche in einer Gesellschaft so sehr zu, daß eine Lö-sung unausweichlich wird, geht die vorrevo-lutionäre Phase in eine revolutionäre Phase über. Der Schlußpunkt ist dann der allge-meine Volksaufstand.
(Demnach führen auf einem bestimmten Punkt der politischen Ereignisse rein quanti-tative Änderungen zu einem Umschlag der Qualität des sich verändernden Objekts. Umgekehrt hat eine qualitative Änderung Auswirkungen auf die quantitativen Merkmale des Objekts (= Gesetz von der Einheit und dem Kampf der Gegensätze = Dialektisches Grundgesetz).
Anders ausgedrückt: Auslöser einer Revo-lution ist der Zeitpunkt, in der sich die „offene Empörung unzufriedener Massen“ Bahn bricht und die bestehende Ordnung infrage stellt.
Wir sind hier und heute weit davon entfernt.
Die Supermärkte sind voll, die Ernährung- und Versorgungslage (scheinbar!) sicher, die Kraftstoff- und Brennstoffversorgung wei-testgehend abgesichert (obwohl die Bundes-deutschen zu 100 % von ausländischen Kon-zernen abhängig sind und versorgt werden), Behörden arbeiten mehr oder minder zuver-lässig, die allgemeine Sicherheitslage ist immer noch (obwohl sie sich infolge der seit Jahrzehnten gesteuerten Masseneinwande-rung raumfremder Asylanten und illegaler Einwanderer permanent verschlechtert) gegeben.
Nach wie vor sammeln die Bundesdeutschen (zumindest der Teil, dem es materiell/finan-ziell noch gut geht und der existentiell gut abgesichert ist) erhebliche Eigenkapital-reserven an, das Sparvermögen wächst von Jahr zu Jahr auf gigantische Summen.
Nach wie vor sind die Bundesdeutschen überaus reiselustig, die Flughäfen sind rappelvoll, die Lufthansa reaktiviert bereits wieder im Zuge der sog. Corona-Krise eingemottete Großflugzeuge.
Um einmal Zahlen konkret zu belegen: Zum Ende des Jahres 2023 beliefen sich die Spar-einlagen der privaten Haushalte in Deutsch-land auf eine Summe von rund 438,4 Milli-arden €.[1]
Zählt man Sparbücher, Tages- und Fest-geldkonten zusammen, verwalteten deutsche Banken im August 4.492 Milliarden Euro oder knapp 4,5 Billionen privates Spargeld. [2]
Mit stark steigender Tendenz sind fast 1,3 Billionen € in Festgeld angelegt, also Geld-anlagen, die den Banken für Monate oder auch wenige Jahre fest zur Verfügung stehen. Noch größere Beträge liegen auf stets ver-fügbaren Tagesgeldkonten. Mit leicht sin-kender Tendenz sind es aktuell knapp 2,8 Billionen €. Das zeigt, daß Anleger in wirt-schaftlich unsicheren Zeiten flexibel sein wollen.[3]
Laut einer Studie der Bundesbank verfügten die deutschen Haushalte über ein durch-schnittliches Nettovermögen von 316.500 €.[4]
Damit verzeichnet diese Umfrage einen neuen Höchststand. In den vergangenen zehn Jahren lag der Wert nie höher. Allein zwischen 2017 und 2021 erhöhten sich die durchschnittli-chen Vermögen um 36 % (sic.)
Während die Grenze zwischen Arm und Reich 2017 noch bei 70.800 € lag, stieg sie im Jahr 2021 auf 106.600 € an. Verglichen mit der ersten Umfrage im Jahr 2011 ist das ein An-stieg um mehr als 100 %. Damals lag der Median bei 51.400 €.[5]
Diese hier aufgezeigten Zahlen sind Beleg, daß es der Masse der Bundesdeutschen immer noch gutgeht. Teilweise sogar mehr als gut.
Aber es wird nicht erkannt, dass diese Kapitalvermögen in erster Linie Buchwerte sind. Jede Krise, jeder Finanzkollaps, jede globaler Wirtschaftszusammenbruch ließe dieses Gebäude einstürzen.
Der Wohlstand der Deutschen erscheint brüchig, er steht auf tönernen Füßen. Aber wer erkennt das in diesem angeblich wohl-habenden Land? (Bei Lichte besehen erweist sich diese „BRD“ selbst im Vergleich bei-spielsweise mit Frankreich als Habenichts; eine These, die ausführlich zu begründen wäre).
Die Nettovermögen und Sparguthaben sind zudem höchst ungleichmäßig verteilt. Etwa die Hälfte der Bundesbürger wohnen zur Miete mit den entsprechenden Mietzinsbe-lastungen (Anm.: Der Begriff Mietzins wurde so gut wie vollständig aus dem allgemeinen Sprachgebrauch getilgt; denn tatsächlich handelts es sich bei der sog. Miete um eine Zinszahlung!!!).
Rund 15 % der erwachsenen Deutschen besitzen gar keine Sparguthaben bzw. Nettovermögen. Die reichsten 10 % aber besaßen dagegen mehr als 275.000 Euro (Stand 2023).
Für das Jahr 2017 wurde noch ein durch-schnittliches individuelles Nettovermögen von 108.449 € berechnet. Der Median lag damals bei 26.260 Euro – rund viermal weniger als der Durchschnitt.
Während die Grenze zwischen Arm und Reich 2017 noch bei 70.800 Euro lag, stieg sie im Jahr 2021 auf 106.600 Euro an. Verglichen mit der ersten Umfrage im Jahr 2011 ist das ein Anstieg um mehr als 100 Prozent. Damals lag der Median bei 51.400 Euro.[6]
Aufgezeigt werden sollte, daß das Potential der AfD politisch wenig begründet erscheint.
Die Wähler der AfD wählen diese Partei nicht aus politischen Erwägungen, sondern über-wiegend nur aus Protest gegen die von den etablierten Parteien massiv geförderte illegale Masseneinwanderung und aktuell gegen die Politik der rot-grünen Verbrecherbande.
Die verheerende Lage und das rabenschwarze Loch, in der sich Volk, Staat und Nation be-finden, wird weder von der AfD thematisiert noch vom Gros der Bevölkerung erkannt.
Freilich wächst auf der Straße die Wut und die Unzufriedenheit. Aber hieraus erwachsen (noch) keine wirklich entscheidenden politi-schen Forderungen, die da heißen müßten:
Entmachtung der politischen Parteien (Suspendierung der Tätigkeit aller politischen Parteien)
Eliminierung der bundesdeutschen politischen Eliten und Führungs-schichten
Liquidierung des Staatsgebildes BRD
Einberufung einer gesamtdeutschen verfassungsgebenden Versammlung
Neukonstituierung eines deutschen Staates
Solange aber die Deutschen meinen, es ginge ihnen gut, sowohl existentiell als auch mate-riell/finanziell wird hier keine Situation ein-treten, in der die Masse eine Änderung der politischen Verhältnisse wünscht und bereit ist zu erzwingen.
Schlußfolgerungen:
– Die Wahlmänner-Demokratie muß abgeschafft werden.
– Eine freie Gesellschaft entsteht nur durch Dezentralisierung der Macht, Veränderung der Geldschöpfung und Kontrolle durch öffentliche Mitbestimmung.
– Die Grundsätze einer freien souveränen Gesellschaft müssen beinhalten:
Souveräne Erstellung eigener leistungsbasierter Währung des Volkes
Gemeinnützige Lehren, Gesetze und Handelsabkommen
Demokratie gegen Föderalismus und basisdemokratische Strukturen tauschen – (Schweizer Modell)
Abschaffung der Parteien und Ersatz durch basisdemokratische Strukturen (hierarchische Demokratie) (sowie: Volksabstimmungen, Volksbegehren, Volksbefragungen)
Finanzierung staatl. Dienstleistungen mittels kommunaler Absicherungen
Importzoll auf Einfuhr-Güter über den Wert lokaler Angebote
Waren-Kennzeichnung heimischen Arbeitskostanteils ähnl. Mwst. in %
Sozialkostenumlage auf Verkaufs-Preis reziprok zu heimischem Lohnanteil
Ehrenamtlich haftbare Politiker mit Aufwandsentschädigung
Nur private/individuelle ausländische Besitzanteile an deutschen Firmen und Immobilien
Eine freie Gesellschaft kann nur durch Dezentralisierung der Macht entstehen:
– Gemeinnutz, Gemeinwohl, Gemeinsinn müssen wieder an erster Stelle stehen
– Souveräne Erstellung einer eigenen leistungsbasierten deutschen Währung
– Gesetze und Handelsabkommen unter Zugrundelegung der Gemeinnützigkeit
– „Demokratie“ gegen Föderalismus tauschen (Schweizer Modell !)
– Abschaffung der Parteien (Suspendierung der Tätigkeit aller politischen Parteien); statt dessen Zulassung von Wahlvereinen und Einführung der hierarchischen Demokratie
– Etablierung basisdemokratischer Ent-scheidungsprozesse (u. a. Volksabstim-mungen, Volksbegehren, Volksbefragungen)
– Finanzierung staatlicher Dienstleistungen auf der Grundlage kommunaler Absicherungen
– Importzölle auf alle Einfuhr-Güter über den Wert lokaler Angebote
– Waren-Kennzeichnung heimischen Arbeitskostanteils ähnl. Mwst. in %
– Sozialkostenumlage auf Verkaufs-Preis reziprok zu heimischem Lohnanteil
– Ehrenamtlich haftbare Politiker mit Aufwandsentschädigung
– Nur privater ausländischer Besitz an deutschen Firmen, Unternehmen und Immobilien
– Öffentliche Dienste (Strom, Wasser, Post, Medien in kommunalen bzw. öffentlichen Besitz und unter staatliche Kontrolle
– Land (Ackerland, Wiesen, Wälder, Seen, Teiche) und Rohstoffe in gemeingesell-schaftlichem Eigentum (individuelle Nutzung mittels Pacht- und Nutzungsverträgen auf Lebenszeit)
– Verbot der Bodenspekulation mit Grund und Boden
– Enteignung insbesondere der ausländischen Agrar-Konzerne und Rückführung der Ackerböden in privaten Bauernbesitz
– Enteignung der beiden Großkirchen (die evanglische und die katholische Kirche sind die größten Grundbesitzer in der „BRD“)
– Natur-Raubbau ausbremsen durch werbefreie Medien ohne Konsum-Anreiz
– Arzthonorare nur solange Patient gesund ist – altchinesisches System.
– Anwalt- und sonstige Beraterhonorare nur bei Erfolg
– Autarkes Wirtschaftsmodell nach Friedrich List
– Ersetzung von Beamtenstatus durch haftbaren Mitarbeiterstatus
– Umwandlung von GmbHs und AGs in haftbare Personengesellschaften
– ggf. Abschaffung der doppelten Buchfüh-rung & Buchführungspflicht (gilt für definierte Betriebsgrößen)
– Steuerfreiheit auf alle Arbeitsleistungen – für Firmen und Personen
– Versteuerung aller Kapitaleinnahmen und Zinsleistungen
– Export nur von Überkapazitäten und bei Tauschbedarf
– Detaillierte Volksaufklärung über Geld und Wohlstandskreierung
Da wir in einer Demokratie leben, in der das Recht der freien Meinung gilt, sind wir für die Veröffentlichung unserer freien Meinung nicht haftbar!
Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung, dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen unge-hindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Infor-mationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten. (UN-Men-schenrechtserklärung vom 10.12.1948, Artikel 19)
Deutsches Grundgesetz Artikel 5, Abs.(1): Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu ver-breiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichter-stattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
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Anmerkungen
[1] Qu.: Tagesschau, 30.10.2023.
[2] Qu.: Bankenstatistiken der Deutschen Bundesbank.
[3] Qu.: Tagesschau, 30.10.2023.
[4] Qu: PHF-Studie: Studie der Bundesbank mit dem Titel „Private Haushalte und ihre Finanzen“ (PHF).
[5] Qu.: „Wirtschaftswoche“, 28.11.2023.
[6] Qu.: Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), SOEP-Daten= „Sozio-oekonomischen Panels“.