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Es liebt die Welt,
das Strahlende zu schwärzen
und das Erhab‘ne
in den Staub zu ziehn.
Schiller

Erich Ludendorff 

wurde heute vor 160 Jahren – am 9. April 1865 – in dem 60-Seelen-Dorf Kruszewnia bei Schwersenz in der preußischen Provinz Posen geboren.

Preußen als Ganzes (und damit die Provinz Posen) wurden erst 1866 ein Teil des Norddeutschen Bundes und 1871 des Deutschen Kaiserreiches.

Der Anteil der Polen mit ihrer Verwurzelung in der katholischen Kirche erzeugte in den evangelischen Deutschen in Posen ein deutlich abgrenzendes Selbstbewußtsein als Deutsche und die Bereitschaft, sich für das Preußentum einzusetzen. So auch bei den Eltern Ludendorffs, die er liebte und verehrte.

Warum ich eigentlich Offizier werden sollte, war an und für sich nicht ganz klar. Die Ludendorffs waren Kaufleute und Reeder gewesen. Sie waren seit Mitte des 17. Jahr-hunderts in Demmin und Stettin ansässig …

Durch die Mutter meines Vaters, eine Schwedin Ada Lovisa Leffler, und deren Vorfahren war einer meiner Ahnen König Gustav Wasa.

Dies berichtet Ludendorff schlicht. Darauf später angesprochen, als habe er von diesem König seine eigene seelische Größe geerbt, verwies er klar und deutlich darauf, daß seine seelische Kraft sein eigenes Werk sei.

Ludendorffs Eltern Wilhelm Ludendorff (1833–1905) und dessen Ehefrau Clara (1841–1914) geb. von Tempelhoff

führten ein glückliches Eheleben,

erzählt Ludendorff in seinem Werk „Mein militäri-scher Werdegang“. Sie hatten 6 Kinder, so wuchs Ludendorff inmitten einer Schar Geschwister auf. Sein Vater hatte als Kavallerieoffizier in den deut-schen Einigungskriegen (1866, 1870/1871) ge-kämpft und bestimmte schließlich Erich für die Offizierslaufbahn:

Mit 12 Jahren – im Jahre 1877 – kam ich nach Plön ins Kadettenkorps und trat damit aus solcher ländlichen Einsamkeit heraus, den ersten Schritt ins Leben … Ich denke gern an meine Kadettenzeit zurück, obschon sie aus den Kindern frühzeitig Erwachsene machte, die doch schließlich keine Erwachsenen waren …

Die Mutter Clara Ludendorff, geb. von Tempelhoff

Die Ferien waren das große Ereignis, schon die Reise von Plön nach Hinterpommern mit dem Übernachten bei dem alten Onkel meines Vaters, bei einem Reeder in Stettin … war schon Beson-deres. Dann kam die Freude meiner Mutter, wenn sie uns – ein älterer Bruder war gleichfalls in Plön – von der Bahn abholte.

Die Ferien waren Erholung, Genuß und Freude. Der Abschied allerdings war schwer. Namentlich nach den ersten großen Ferien kullerten nachts recht viel Tränen in das Bettzeug. Am Tage Heimweh zu zeigen, wäre unter der Würde eines Kadetten und der Soldatenuniform gewesen.

Dazu bemerkt Ludendorff in einer Anmerkung:

Das Hineinstecken von Kindern in Uniformen ist für die Jugend mit außerordentlichen Ge-fahren in seelischer, aber auch in sittlicher Beziehung verbunden, wenn die „Vorgesetz-ten“ ihr Amt nach irgendeiner Richtung miß-brauchen, sei es auch nur durch einseitige, politische oder religiöse Suggestionen. Wir waren im Kadettenkorps im wesentlichen davor geschützt, verloren indes frühzeitig unser Jungsein.

Mit 14 Jahren

1879 kam ich nach Groß-Lichterfelde in die Hauptkadettenanstalt. Hier waren wir ganze „Soldaten“, wurden mit Gewehr ausgebildet und nahmen an den großen Paraden … auf dem Tempelhofer Felde vor Kaiser Wilhelm I. teil. Das war unser großer Stolz.

Als 17-Jähriger nach bestandenen Examina wurde er „Kompanieführer“ der 1. Kompanie:

Der Name ist irreführend. Die Stellung ent-sprach mehr der eines „Feldwebels“. Ich hatte für Ordnung im Kompanierevier zu sorgen, die Kompanie antreten zu lassen und zu verschiedenen Dienstverrichtungen und zum Essen zu führen, Befehle des Kompaniechefs bekannt zu geben usw.

Bei meinen jungen Jahren stellte diese Stel-lung doch recht erheblich älteren Kadetten gegenüber sehr große Anforderungen an mich und machte mich frühzeitig schon sehr selbständig in meinem Auftreten und Handeln …

Hier hatte der junge Heranwachsende große seeli-sche Gefahren zu umschiffen. Er hätte frühreif, eitel, herrisch werden können. Er wurde es nicht. Ernst übernahm er Verantwortung.

Das war die Grundlage für sein gigantisches Lebens-werk als Feldherr des 1. Weltkrieges und danach als umfassend gründlicher Aufklärer über die Feinde der Völker. Furchtlos, einsam als „Fels in der Brandung“, wies er dem Volk den rettenden Weg.

Das von der Gegenpropaganda beeinflußte Volk dankte es ihm schlecht. Doch Ludendorff in seiner preußisch-deutschen Pflichtauffassung sagte sich schlicht und ohne jede Verbitterung: 

Das Leben lehrt auf Dank verzichten, aber es gebietet, die Schuldigkeit zu tun.

Die Hetze, die seitens des „Tiefen Staates“ und dessen Logen und biblisch-talmudischer Glaubens-richtungen samt der Romkirche gegen ihn (und seine Frau) entbrannte, die Lügen über ihn, die von der Masse der Nichtsahnenden geglaubt wurden, mach-ten ihn einsam, aber konnten ihn von seinem Weg der Erkenntnis über Zusammenhänge der Weltpolitik nicht abbringen.

Dennoch blieb er, wie seine Frau Mathilde später von ihm sagte, der „Herzensgroßmütige“ den einzelnen Menschen und seinem Deutschen Volk wie auch allen Völkern gegenüber (siehe auch den Adelinde-Eintrag vom letzten Jahr).

 

Ludendorff an seinem 70. Geburtstag in Tutzing, an seiner Seite Dr. Mathilde Ludendorff

Wie stolz könnten alle Deutschen auf ihn (und seine Frau, die große Weise) und voller Liebe zu ihm sein, wüßten sie nur genug von seinem Befreiungswerk.

Erich Ludendorff stellte schon im 1. Weltkrieg, dem Auftakt des bis heute währenden Vernichtungskrie-ges gegen das Deutsche Volk, ein Bollwerk zur Er-haltung des Volkes dar. 

Ein solches Bollwerk blieb er bis zu seinem – zu frühen Tod – am 20.12 1937.

 

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