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Rußland! 4. Teil

Fortsetzung mit dem 4. Teil der Abhandlung Rußland!

Thomas Engelhardt berichtet weiter:

1801   Mit einem Dekret des russischen Zaren wird das georgische Teil-Königreich Kartlien-Kachetien annektiert und das Königshaus ent-thront.

Die Regionen im Westen Georgiens blieben noch ein Jahrzehnt lang staatlich unabhängig.

1806   Beginn des Russisch-Türkischen Krie-ges (1806-1812)[1]. Der Krieg endet mit der Annexion Bessarabiens[2] beim Friedens-schluß 1812.

1806-1812   7. Russisch-Türkischer Krieg und Frieden von Bukarest 1812 (28. Mai 1812) – Die Grenze zwischen dem Osmani-schen und Russischen Reich verlief ab 1812 nicht mehr am Dnjestr (Dnister), sondern rund 100 km weiter westlich am Pruth. Für diesen Territorialgewinn verzichtete Rußland auf die osmanisch beherrschten Donaufür-stentümer Moldau (westlich des Pruth) und Walachei.

1804-1813  4. Russisch-Persischer Krieg um die Vorherrschaft im Kaukaus

1810  Rußland erobert und besetzt das geor-gische Königreich Imeretien.

1812  Besetzung und Annexion Bessarabi-ens[3] durch Rußland. Das Territorium, for-mal vom Fürstentum Moldau (osmanischer Vasallenstaat) abgetreten, wird als Gouverne-ment Bessarabien in das Russische Kaiser-reich eingegliedert. Rußland (unter der Regierung Alexander I.) verschiebt die bis 1812 am Dnjestr verlaufende Grenze zum Osmanischen Reich an den Pruth.

1812  Rußland annektiert infolge des Buka-rester Friedens das georgisch-grusinische Königreich Imeretien mit der Hauptstadt Kutaissi im Kaukasus (heute: Georgien/Grusinien).

1813   Frieden von Gulistan: Persien verlor alle seine Territorien nördlich des Flusses Aras mit Ausnahme der Khanate Eriwan und Nachitschewan und erkannte die Autorität Rußlands in diesem Gebiet an.[4] Persien verlor das Recht, mit seinen seinen Kriegs-schiffen auf dem Kaspischen Meer zu segeln und Rußland erhielt das Alleinrecht, eine Militärflotte auf dem Kaspischen Meer zu stationieren.  Die Georgier, Aserbaidschaner und Dagestaner wurden infolge dieses Ver-trages von Gulistan mit Gewalt ins russische Zarenreich integriert.[5]

1813   Einmarsch russischer Truppen und unter russischem Befehl stehender Kosaken-verbände im Rheinbundstaat Königreich Sachsen.[6] Nach der Völkerschlacht von Leipzig[7] verbleiben die Russen als Besat-zungstruppe in Sachsen, das als besiegte feindliche Macht behandelt wird.

Maßgeblich unter russischer Beteiligung wird ein Generalgouvernements Sachsen (1813- 1815) als Teil des sogenannten Zentralver-waltungsdepartements und Besatzungsgebiet gegründet.

Dieses „General-Gouvernement der Hohen Verbündeten Mächte“ wurde im Okt. 1813 gebildet und umfaßte das Territorium des sächsischen Staates sowie Sachsen-Alten-burg, die preußischen Territorien und beide Fürstentümer Schwarzburg.

Generalgouverneur war von Dez.1813 bis Nov. 1814 der russische Fürst Repnin-Wolkonski, danach besetzten Preußen dieses Amt (Staatsminister von der Beck, Minister Eberhard von der Recke als Zivilgouverneur, zuletzt Friedrich Wilhelm Leopold Freiherr von Gaudi).

Der preußische Generalmajor v. Gaudi wurde am 21.06.1815 vom preußischen König zum Präses der Teilungskommission in Dresden berufen. Im Januar 1815 wurden etwa zwei Fünftel des sächsischen Staatsgebietes abge-trennt und in einem neuen preußischen Herzogtum Sachsen zusammengefasst.[8]

Das Generalgouvernement wurde bereits am 06.06.1815 aufgelöst. Preußen annektierte mit Duldung Rußlands zwei Fünftel des Staatsgebietes von Sachsen (mit drei Fünftel der Bevölkerung) und bildete im Juni 1815 aus dem Herzogtum Sachsen eine neue preußische Provinz Sachsen, die bis 1944 bestand.

1817-1864   Kaukasuskriege Rußlands. In den Kaukasuskriegen unterwarf die russische Armee das nördliche Gebiet des Kaukasus und annektiert diese Gebiete.[9] Mehrere Kaukasusvölker werden unterworfen (Tscher-kessen, Adygen, Tschetschenen, Balkaren, Karatscheier, Abasinen, Abchasen, Dage-staner). [10]

Der Kaukasuskrieg endete mit der Vertrei-bung von mehreren hunderttausend Men-schen ins Osmanische Reich, die sich auf dem Territorium der heutigen Türkei, Syriens, Jordaniens, Israels, Ägyptens und anderer nahöstlicher Staaten ansiedelten.

1821  Rußland besetzt erneut die Donaufür-stentümer Moldau und Walachei, die, formal Vasallenstaaten des Osmanischen Reiches, seit dem Frieden von Kainardschi (1774) zunehmendem russischem Einfluß erliegen.

1826-1828   5. Russisch-Persischer Krieg[11]

1828   Russisch-Türkischen Krieges 1828–1829) – Während des Krieges (1828–1829) besetzten russische Truppen die Walachei und die Moldau.

1828   Friede von Turkmantschai: Rußland annektiert die persischen Khanate Jerewan (heute Armenien) und Nachitschewan (heute zu Aserbaidschan).[12]

1829   Frieden von Adrianopel (14.09.1829). Rußland gewinnt nahezu die gesamte Do-naumündung sowie große Teile Armeniens. Die Donaufürstentümer, Vasallenstaaten des Osmanischen Reiches, erlangen die vollstän-dige Autonomie.

Die Machtbefugnisse Rußlands werden zu-nehmend ausgebaut, während die Rechte der Pforte einschränkt und diejenigen der beiden Fürstentümer eliminiert werden. Im weiteren Verlauf werden die einheimischen Fürsten zu russischen Statthaltern degradiert, die für alle für inneren Verwaltungsangelegenheiten Befehle direkt aus Sankt Petersburg erhielten.

um 1850   Mit dem aggressiven Vordringen Rußlands im östlichen Sibirien gelangte auch die zum Kaiserreich China gehörende Mand-schurei in die Interessensphäre des Zaren-reichs.

1853- 1856  Krimkrieg. Der Krieg begann als neunter Russisch-Türkischer Krieg, in den die westeuropäischen Mächte eingriffen, um eine Gebietserweiterung Rußlands auf Kosten des geschwächten Osmanischen Reichs zu ver-hindern.[13]

1855   Vertrag von Shimoda zwischen Ruß-land und Japan v. 7. Febr. 1855. Der Vertrag legte den Verlauf der russisch-japanischen Grenze fest: Die Kurilen-Inseln nördlich von und einschließlich Urup wurden zu russi-schem Territorium, die Inseln südlich von und einschließlich Etorofu[14] zu japanischem Ge-biet erklärt. Die Insel Sachalin wurde gemeinsa-mer Besitz.

1858   Vertrag von Aigun v. 28. Mai 1858. Rußland nötigte China in diesem Vertrag das gesamte Gebiet nördlich des Amur ab. China wurde damit  gezwungen, mehr als 500.000 km² seines mandschurischen Territoriums an Ruß-land abzutreten.[15] Damit fällt die sog. Äußere Mandschurei[16] endgültig an Ruß-land.

1860  Pekinger Konvention u. Vertrag v. Peking v. 18. Oktober 1860[17] Rußland annektiert zusätzlich das Küstengebiet aus dem östlich vom Ussuri gelegenen nordöst-lichen Teil der chinesischen Provinz Jilin und den am unteren Amur gelegenen nördlichen Teil der chinesischen Provinz Heilongjiang.[18]

Noch im selben Jahr ließ Zar  Alexander II. im Süden des neu erworbenen Gebietes den rus-sischen Marinehafen Wladiwostok (=„Beherr-sche den Osten“) gründen.

1866   Beginn der Unterwerfung des usbeki-schen Emirats Buchara unter russische Herr-schaft. In der Schlacht von Irdschar v. 20. Mai 1866  wurde die Streitmacht des Emirats ver-nichtet.

1868   Nach der Unterwerfung der Kasak-Kirgisen (heute Kasachen) erfolgt die Grün-dung und Errichtung eines Generalgouver-nements Turkestan.[19] In der Auseinander-setzung mit China um Dominanz, Einfluß und Kontrolle Zentralasiens hatte Rußland die Expansion nach Süden beschlossen und voran gebracht.

1868-1873  Vollständige und endgültige Eroberung und Besetzung der usbekischen Staaten Emirat Buchara, Khanat Chiwa und Khanat Kokand.  Buchara und Chiwa bleiben formal selbständig, unterstehen als Protek-torate jedoch russischer Schutzherrschaft.[20] Kokand wird annektiert, Samarkand russisch besetzt.

1875   Vertrag von St. Petersburg. Erwerb von Sachalin durch Rußland. Der Vertrag von Sankt Petersburg wurde 1875 zwischen Japan und Rußland geschlossen. In diesem verzich-tete Japan auf die Insel Sachalin zugunsten der Kurilen bis zur Halbinsel Kamtschatka.

1876   Besetzung des heutigen Kirgisien (Kirgistan) und Eingliederung in das Gene-ralgouvernement Turkestan (Oblast Fergana u. Oblast Semiretschje)

1878   Frieden von San Stefano (3.03.1878)[21]

1878   Im Gefolge des Russisch-Türkischen Krieges annektiert Rußland Gebiete des Osmanischen Reiches: das Gebiet von Kars (Provinz Kars, Osmanisch-Armenien), die Provinz Ardahan und Batumi (Adscharien) (Friedensvertrag von San Stefano v. 3. März 1878).[22]

Fortsetzung folgt

______________

Anmerkungen

[1]Auslöser des 7. Russisch-Türkischen Krieges war die russische Besetzung der unter osmanischem Einfluss stehenden Fürstentümer Moldau und Walachei 1806. Konstantinopel erklärte daraufhin dem Russischen Reich am 24. Dezember 1806 den Krieg. 1812 war der russische Zar zur Vermeidung eines Zweifrontenkrieges zu einem raschen Frieden gezwungen, denn der Einmarsch Napoleons I. nach Rußland stand bevor.

[2]Besarabien (abgeleitet von Besarab, dem walachischen Fürstengeschlecht Basarab).

[3]Bis 1812 zum (rumänischen) Fürstentum Moldau (unter osmanischer Schutzherrschaft stehend) gehörig.

[4]Dieses Gebiet schloss ein: alle Städte und Dörfer von Dagestan, alle Städte und Dörfer von Georgien, die alle an der Küste des Schwarzen Meeres angesiedelten Städte und Dörfer einschlossen, namentlich in Mingrelien, Abchasien, Gurien, Imeretien; alle Städte und Dörfer des heutigen Aserbaidschan, einschließlich aller Orte an der Küste des Kaspischen Meeres, namentlich in den  Khanaten Baku, Quba, Derbent, Schirwa, Karabach, Gandscha, Scheki u. Talysch einschließlich der Festung Lenkoran sowie Mugan (etwa heutiger Rayon Biləsuvar).

[5]Der heutige Staat Iran betrachtete 2013 offiziell diesen Vertrag sowie den Frieden von Turkmantschai als die erniedrigendsten Verträge, die er je unterzeichnete.

[6]Sachsen war seit 1806 Mitgliedstaat der Rheinischen Konföderation.

[7]16.- 19.10.1813.

[8]Zeitgleich existierten infolgedessen zwei politische Territorien, die den Namen Sachsen für sich beanspruchten.
Das Königreich Sachsen (seit 1806 als Königreich in der Rheinbund-Föderation) sowie das preußische Herzogtum Sachsen (seit Jan. 1815).

[9]Im Krieg im Nordwestkaukasus wurden die Feldzüge Ort für Ort und Tal für Tal durchgeführt. Erst im Mai/Juni 1864 wurden die letzten Hochgebirgsregionen von der russischen Armee erobert. Der Krieg wurde insgesamt erbittert und grausam geführt. 1859–61 wurde der drittletzte Tscherkessen-Stamm der Abadsechen im Kaukasus erobert, wobei die eroberten Orte zerstört wurden. Seit Anfang 1862 ging die russische Armee dazu über, ausnahmslos alle noch zu erobernden Ortschaften niederzubrennen und abzureißen.  Am tragischsten waren die Kämpfe am Ende des Krieges im Mai/Juni 1864, als sich die Bewohner der Dörfer in vier Flusstälern vollständig bewaffneten – Männer, Frauen, Kinder und Alte – mit der Absicht, sich nicht zu ergeben, sondern bis zum Tod zu kämpfen, was den russischen Sieg zu einem Massaker machte. Dabei wurden vier ubychischen und sads-abchasischen Unterstämme der Pßchu, Achzipsou, Aibgo und Dschigit  (Tscherkessen und Abchasen) faktisch ausgelöscht. Bei aller Tragik dieses Massakers werden bis heute von Historikern verschiedene Meinungen vertreten,  inwieweit es sich um einen beabsichtigten Völkermord handelte.

[10]Die Tscherkessen sind ein Sammelname für eine Volksgruppe, die in mehrere kleine Völkerschaften und Stämme zersplittert ist. Die Dagestaner bilden keine in sich geschlossen Volksgruppe. Die größten Völkerschaften sind die Awaren und die Darginer.

[11]Die Briten versuchten zu dieser Zeit, Rußlands Expansion in Zentralasien zu behindern und übten Druck auf den Schah von Persien aus, der russischen Expansion militärisch zu begegnen.

[12]Persien anerkannte mit diesem Vertrag Kapitulationsrechte von russischen Staatsbürgern in Persien. Konkret bedeutete dies, dass es keinem persischen Staatsbediensteten erlaubt war, das Gebäude eines russischen Staatsbürgers in Persien zu betreten, ohne zuvor eine Genehmigung bei der russischen Botschaft eingeholt zu haben. Sämtliche rechtlichen Ansprüche an russische Staatsbürger unterlagen der russischen Rechtsprechung.

Nach Artikel 10 durfte Rußland Konsuln dorthin entsenden, wo es dies auf dem Territorium der Perser wünschte. Ferner wurde Persien auferlegt von Rußland konzipierte Wirtschaftsverträge zu schließen.

In der 1827 kampflos den Russen übergebenen Stadt Choy, die heute in der iranischen Provinz West-Aserbaidschan liegt, wurde nach Friedensschluss eine 3.000 Mann starke russische Garnison stationiert, um eine Garantie für die Zahlung der Kriegsentschädigung zu haben.

[13]Die westliche Bezeichnung „Krimkrieg“ – mit der Verortung nach seinem Haupt-Kriegsschauplatz der Halbinsel Krim – wird seiner weltumspannenden Ausmaße und seiner großen Bedeutung für Europa, Rußland und Orient nicht gerecht. Der in Rußland verwendete Name „Orientalischer Krieg“ verknüpft ihn zumindest mit der Orientalischen Frage, welche sich auf die Bereiche Balkan bis Jerusalem und Konstantinopel bis Kaukasus lokalisieren läßt. Der Zerfall des Osmanen-Reiches schuf internationale Probleme. Die Betitelung als ein weiterer „Türkisch-Russischer Krieg“, wie sie sich in vielen türkischen Quellen findet, berücksichtigt die massive Beteiligung des Westens nicht. Der Krimkrieg kann als Vorform des Ersten Weltkrieges angesehen werden. Kriegsschauplätze waren neben der Krim Transkaukasien, der Ferne Osten, der Ostseeraum, das Weiße Meer und die Barentsee.

[14]Jetzt: Iturup.

[15]Im Jahr1903, 45 Jahre nach dem Erwerb durch Rußland, gliederte sich die die Äußere Mandschurei in die beiden Regionen „Amurski Obwod“ und „Provincia Nadmorska“, jetzt:  Oblast Amur (330.00 km², 864.458 Einw.) am oberen und mittleren Amur u. Südhälfte der Region Chabarowsk (ca. 4000.000 km², ca. 1 Mill. Einw.)

(Region Chabarowsk heute insgesamt  790.000 km², 1.412.260 Einw., davon der größere Teil im Amur-Tal ansässig.

[16]Der Begriff Mandschurei wird heute nur noch auf das Territorium der früheren Inneren Mandschurei, d.h. den bei China verbleibenden Teil, angewendet.

[17]Die Pekinger Konvention setzte sich aus drei Einzelverträgen zusammen, die China als die sog. Ungleichen Verträge bezeichnet.  Die Volksrepublik China anerkennt die Gebietsabtretungen seitens des  Kaiserreichs China nicht an, ohne bis heute Rückgabeforderungen zu erheben.

[18]Jetzt: Region Primorje (164.700 km², 2.019.529 Einw.) mit  Wladiwostok.

[19]Das Generalgouvernement Turkestan bestand aus dem Oblast Syrdarja, dem Oblast Semiretschje, dem Emirat Buchara, dem Khanat Chiwa, (beide jetzt Usbekistan),  1899  wird der Oblast Transkaspien (heute Turkmenistan) angegliedert.

[20]Das Emirat Buchara wird im Jahr 1868 russisches Protektorat, das Khanat Chiwa 1873.

[21]Der Frieden von San Stefano (heute Yeşilköy am Marmarameer, im Westen Istanbuls) beendete am 19. Februar (jul.) / 3. März 1878 (greg.) den Russisch-Türkischen Krieg 1877–1878.  Eine Folge des Krieges war die Unabhängigkeit Bulgariens, das jedoch geteilt wurde. Nordbulgarien, unter russischem Einfluß, erlangte  ausgestattet mit einem Sonderstatus die formale Unabhängigkeit als bulgarischer Staat (Bulgarien), verbleibt jedoch gegenüber der Pforte tributpflichtig. Südbulgarien (= Rumelien) verbleibt als autonome Provinz Ostrumelien beim Osmanischen Reich.

[22]Kars und Ardhan fallen aufgrund des Vertrages von Kars (13.10.1921) an die Türkei zurück.

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Heinrich Seidelbast
Heinrich Seidelbast
1 Monat zuvor

„Alles Gewordene ist vergänglich. Vergänglich sind nicht nur Völker, Sprachen, Rassen, Kulturen. Es wird in wenigen Jahrhunderten keine westeuropäische Kultur, keinen Deutschen, Engländer, Franzosen mehr geben, wie es zurzeit Justinians keinen Römer mehr gab. Nicht die Folge menschlicher Generationen war erloschen; die innere Form eines Volkes, die eine Anzahl von ihnen zu einheitlicher Gebärde zusammengefaßt hatte, war nicht mehr da.“ — in: „Der Untergang des Abendlandes”

Das schrieb Oswald Spengler, —–gestorben 1936! (Die Russen waren ihm wohl damals nicht so wichtig) – er galt als Meisterdenker!

Welch mutige, schonungslose Weitsicht, damals schon, auch wenn die Aussicht darauf uns heute noch so schmerzt, wir hoffen und bangen — und träumen!
(starb er deshalb an einem Herzinfarkt)???

Die Totenglocken sind eingeläutet, wir hören sie, sehen sie und fühlen sie, nehmen sie wahr, als babylonisches Wirrwarr auf unseren Straßen, im täglichen Leben, es ist einfach nur noch abstoßend und täglich wird es schlimmer. Der hektische und schnelllebige Zeitgeist kennt keine Gnade!

Für unser Volk war da keine Zeit. Leider!!!
 
Mit dem heutigen Rußland, dem scheinbaren Gegengewicht zur sogenannten westlichen Wertegemeinschaft, verbindet uns nur das eine, nämlich, daß anders als in westlichen Vielvölkerstaaten wie der BRD und der USA, keine Integration mit den unterschiedlichen Volksgruppen, erwünscht ist.

Russischer Nationalismus ist als Staatsnationalismus zu verstehen, das unterscheidet ihn von seinen Gegnern, eint ihn aber auch mit seinen asiatischen Nachbarn.
______________
 
Nachtrag:
„In Wirklichkeit ist der echte Russe uns seelisch sehr fremd, so fremd wie der Inder und Chinese, bei dem man ebenfalls nie auf den Grund der Seele schaut“
Oswald Spengler

Gigi Lichtaubergh
Gigi Lichtaubergh
1 Monat zuvor

Oswald Arnold Gottfried Spengler

Der Sohn eines einfachen Postbeamten hat also gleich drei Vornamen. Wenn das keine rote Flagge ist?

Spengler beschreibt Symptome. Die Ursachen hat er leider nicht genannt, auch keine Lösung. Ein Arzt, der keine Medizin hat, darf auch die Krankheit nicht benennen!

Da ist es gleich gescheiter, der Patient weiß nicht Bescheid und lebt noch einmal intensiv, bevor er stirbt. Diese ganze destruktiv-pessimistische Schau will den Eindruck erwecken, es gibt keine Chance, keine Hoffnung?

Insgesamt leben wir in einer völlig abgestandenen Sülze aus KUNST, die seit 200 Jahren die gleiche ist, aus Ernährung, die nur mehr Füllmaterial ist, aus Bildung, die nur mehr abstrakt, theoretisch ist, keine Praxis, kein Naturbezug, nicht mal richtig, und was will man da als Ergebnis erwarten ????

Und in der Werbung plärren sich jungen Frauen, die aussehen wie Zombies, die Seele aus dem Leib, weil sie ein paar Altersflecken entdeckt haben – kein Wunder bei der Mangelernährung, die sie sich auferlegt haben, sie wollen ja schön sein, schön schlank, die Rippen müssen hervorstechen, nichts als Knie an den Knochen – und WAS WUNDER – L´oreal Paris hat die Lösung! Dabei wäre besser, die Mädels würden ein paar Brennessel zu sich nehmen, roh selbstverständlich.

So ist es auch im Geist. Die Lösung der Probleme ist so einfach, dass man sich auf den Kopf greift im Angesicht der Verzweiflung, die rund um uns ausbricht.

DAS ist NICHT das Leben, das ist eine Erfahrung und der Tod ist keine Gefahr, nur ein Dimensionswechsel, der uns Erleichterung und Weitblick schenkt. MIT der Hilfe der Wesenheit Todesengel, der uns dabei die Hauptarbeit abnimmt.

Also WO bitte ist das Problem? Nach dieser Krise ist es vorbei. Auf die eine oder andere Art und Weise. Andere Kulturen vor uns sind vergangen, neue sind entstanden. Was nicht mehr taugt, muss gehen. Chaos entsteht vor der Neuordnung.

Heinrich Seidelbast
Heinrich Seidelbast
1 Monat zuvor

@Liebe Gigi Lichtaubergh,
danke für die Replik!
 
Auch ich habe mehrere Vornamen, wie früher durchaus üblich, mein Vater war ein einfacher Fischer und dessen Vater wiederum einfacher Bauer.

Nur, was hat das mit dem Thema zu tun???

Ich fand es schon sehr mutig, von Oswald Spengler, wenn er gerade in der Blüte des nationalen Sozialismus auf das Werden und Vergehen von Kulturen hinweist. Daß der prägenden Kultur unseres Volkes nur so eine kurze Zeitspanne beschieden war, konnte aber selbst er nicht ahnen.

„Spengler beschreibt Symptome. Die Ursachen hat er leider nicht genannt, auch keine Lösung. Ein Arzt, der keine Medizin hat, darf auch die Krankheit nicht benennen!“

schreiben Sie, und ich frage: “Haben Sie denn eine Medizin? Aber bitte eine reale, kein Wunschdenken und keinen aufgesetzten Optimismus!

Gefühlt jeder zweite, hier, ist von einer anderen Art und die Jugend ist/wurde hoffnungslos degeneriert und ist teilweise verblödet, was soll sich da noch zum Guten wenden?
(Ich wünsche, ich täusche mich.)
 

Gigi Lichtaubergh
Gigi Lichtaubergh
1 Monat zuvor

Dank an @ Heinrich Seidelbast

Meine Medizin ist, daß wir Mitschöpfer sind. Der Fokus macht es aus. Wie ich schon beschrieb, war ich in ausweglosen Situationen und gab nicht auf. Der Erfolg gibt mir recht.

JAHRE DANACH sagte mir eine Astrologin, die ich aus Interesse fragte, was damals war. Sie wußte nichts und sagte mir, das wäre damals eine hoffnungslose Situation gewesen, und ich hätte keine Chance gehabt.

Da zählte ich ihr meine Ergebnisse auf. Sie nahm keinen Bezug dazu, sondern wiederholte immer wieder, daß es eine ausweglose Situation gewesen wäre!!!!

Dennoch hatte ich mehrfach die Sterne Lügen gestraft, indem ich Auswege fand in der auferlegten Passivität.

Eine ähnliche Situation wie sie uns als Volk betrifft. Einige meiner Nachbarkinder, die in den letzten Jahren geboren wurden, werden die Ureltern der neuen Kernrasse sein !!! Ich weiß es.

Ingo Neitzke
Ingo Neitzke
1 Monat zuvor

Für alle, die noch schneller als ich die Lesemotivation verlieren, wenn sie hier in den Kommentaren die Worte Astrologin und unsterblich sehen, etwas Filtermotivation zum letzten Wort.

Seit einigen Jahren geistert eine unsterbliche oder relativ unsterbliche Qualle durchs Internetz. Mit unterschiedlichen Namen und Unsterblichkeitsrelativierungen. Also x Stunden oder Wochen Überprüfungsarbeit für die Biologen, welche es genau wissen wollen. Ich habe dafür keine Zeit. Drei Einstiegsadressen, die zumindest nicht auf den ersten Blick nach Fälschung riechen:

ht tps://www.nationalgeographic.de/tiere/2022/09/vor-mallorcas-kueste-geheimnis-der-unsterblichen-quallen-gelueftet

ht tps://www.rekordtiere.de/wie-alt-werden-quallen/

ht tps://www.wmn.de/lifestyle/unsterbliche-tiere-qualle-und-co-verrueckte-tierwelt-lebewesen-n-r-id525677

Ingo Neitzke
Ingo Neitzke
1 Monat zuvor

Zu
“Sind diese biologischen Tatsachen für Sie so wenig bedeutend, daß Ihnen die Lesemotivation schwindet?”

Nein, eigentlich nicht, aber ich muß aus diversen Gründen meine Online-Zeit so schmerzhaft kurz halten, daß mich seit Jahren _ überall _ die Nichtbeantwortung folgender Frage streßt — besonders dort, wo Autoren, die meine Eltern sein könnten, mir gefühlt 3 Schritte voraus sind:

Welchen Informationseinstieg würden Sie einer Freundin empfehlen, die aus einem 100-jährigem Koma aufgewacht ist und nun nur 1 Stunde pro Tag Zeit zum Lesen und Hören hat?

Ich habe diese Frage hier noch nicht gestellt.

Also ein Crash-Kurs für Wahrheitssucher.

Danke, für Ihre Korrektur.

Gigi Lichtaubergh
Gigi Lichtaubergh
1 Monat zuvor

An @ Ingo Neitzke

Astrologen sind eines Ihrer Feindbilder? Phu…… mich interessieren in solchen Ebenen einfach vergangene Erlebnisse. DAS ist doch interessant, wie habe ich mich in dieser Situation geschlagen? Habe ich was ausgelassen, nicht genutzt, oder war ich sogar so gut, daß ich besser war, als möglich ?

Sehen Sie, ein echter, geistiger Krieger nutzt alles zu seiner weiteren Bildung.

Wegen Ihrer Frage der optimalen Betreuung Erwachender. Es gibt welche, die sagen, es ist alles vorbei, wenn die Leute die Finanzen begreifen. Ich bin überzeugt, es ist vorbei, wenn erkannt wird, was heute mit den Kindern gemacht wird. JEDER wird an einem anderen Ende wach, wie schon ADELINDE schrieb. Ich schone meine Energien im Bewußtsein, daß jeder selbst entscheidet, ob und wie er wach wird.

Gigi Lichtaubergh
Gigi Lichtaubergh
1 Monat zuvor

An @ Adelinde

“Doch ihre Keimzellen, die “potentiell unsterblichen” Einzeller, werden bei jeder Zeugung eines neuen Lebens weitergereicht, von Generation zu Generation”.

Womöglich hat dieser körperliche, stoffliche Aspekt nach dem Gesetz der Hermetik eine Entsprechung im Geistigen?

Heinrich Seidelbast
Heinrich Seidelbast
1 Monat zuvor

Liebe Adelinde ,
Sie haben ihren Senf dazugegeben (schmunzel) und danke dafür!

Sie wollen Hoffnung verbreiten, das ehrt Sie! Hoffnung ist das Gegenteil von Verzweiflung, von Hoffnungslosigkeit, Resignation, Depression oder auch Angst.
„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt man, und es ist wohl auch wahr.

Das Bewußtsein des Menschen ist Fluch und Segen zugleich, denn er kann sich (dadurch) mit seiner individuellen Vergänglichkeit nicht, oder nur schwerlich, abfinden und sucht so Antworten darauf, daß wenigstens ein Teil von ihm überleben möge, und sei es, wie Sie schreiben, in oder mit einer Zelle.

Wenn es tröstet, nur zu und Glaube versetzt ja bekanntlich Berge.

Ganz sicher gibt es Charaktereigenschaften und Fähigkeiten, die weitervererbt werden, die können aber nur in einer entsprechenden (Volks)-Gemeinschaft langfristig Früchte tragen.

Wir werden gerade in des Gegenteil entwickelt, und so igelt man sich ein, so gut man kann, und wartet auf die Dinge, die da noch kommen—sollen, in der Ex-DDR hat man das ja gelernt, nun also zum zweiten Mal, wieder in der Hoffnung, daß die Ökonomie es richten wird.

Ingo Neitzke
Ingo Neitzke
1 Monat zuvor

Da ich nicht den Waffenstudent-Bonus habe, bin ich sehr um Kürze bemüht und dadurch war ich mißverständlich.
Es geht mir um die ToDo-Kette

Wahrheit ermöglicht Gerechtigkeit ermöglicht Heilung der Welt und Rettung des deutschen Volkes u. aller anderen Völker. Und dies möglichst schnell, bevor der nukleare Winter kommt.

Dazu ist eine hochwertige, geistige Basis nötig und die findet man hier. Aber das reicht nicht.

“Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muß auch tun.”

― Johann Wolfgang von Goethe

Frank Kraemer und Partner beklagen ebenfalls fehlende konkrete Pläne und Macher für “wir müssen selbst den Karren aus dem Dreck ziehen”.

Was ich suche, aber noch nirgends in einer mich befriedigenden Klarheit fand:

Wieviel WIR sind wir noch? Wie und wo und mit welcher effizientesten UND effektivsten Priorität schließt man sich an? Seelenkunde, Völkerkunde und Geschichtsunterricht verändern nicht das Stadt- und Landschaftsbild.

Ich habe erst 30 Minuten von

https://www.derdritteblickwinkel.com/projekte/frank-kraemer-im-gesprch-mentale-triage-was-wirklich-zhlt-teil-2

geschafft und hoffe Klarheit in den anderen Minuten zu finden. Hier fand ich noch keine befriedigende Praxisantwort!

Bin aber weiterhin hoffend und dankbar für Hinweise.

redakteur
redakteur
1 Monat zuvor

Warum Hoffnung schadet – Gottcast 25
h ttps://alexandergottwald.com/3881/warum-hoffnung-schadet-gottcast-25/
GottWald ist Astrologe und illuminaten-Experte (auch durch seine ZusammenArbeit mit Henry Makow nwo-Experte) meine Empfehlung für Fortgeschrittene
WahrheitsSucher.

Geniales Video das man ansehen sollte
Wie Positiv Denken dir SCHADET | Wie RICHTIG POSITIV DENKEN? Positive Psychologie Vera F Birkenbihl
h ttps://www.youtube.com/watch?v=YtkPUOgzFHs

Ingo Neitzke
Ingo Neitzke
1 Monat zuvor

An @Gigi …

zu “… eines Ihrer Feindbilder? Phu…”

Sie wollen ein 1a geistiger Krieger sein oder werden, mit dem echten faustischen Geist, allseits quell- und ergebnisoffen und mutig wie Galileo Galilei, Kopernikus, Michael Ballweg, Sylvia Stolz, …

Sehr guter Vorsatz. Vorschläge zur Umsetzung:

x)
Auf Abwertungs- und Spaltsprache bei der Kommunikation mit Unbekannten dort verzichten, wo es dafür noch keinerlei Grund gibt.

Ein Lesefilter – nicht aufgrund emotionaler Voreingenommenheit, sondern aufgrund bisheriger Lebenserfahrung und Prioritätensetzung (das, was Adelinde das Unwesentliche nennt und ich das Unwesentlichere) ist kein (dämliches) Feindbild, sondern maximal ein Irrtum.

x)
Nicht anonymer Tastaturheld oder “Tastaturheld” sein, sondern mit der echten Identität veränderungs-, sieges- und SYSTEMRELEVANT werden.

x)
Wenn man bereits weiß, daß das Geldsystem der Dreh- und Angelpunkt auf dem Kampffeld ist, dann schadet es nicht, immer mal wieder an https://monneta.org zu erinnern, wenn man zu den echten Kämpfern gehört und nicht zu …

Viel Erfolg!

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