Was mit Barak Obama siegte
Donnerstag, 6. November 2008 von Adelinde |
Noch waren es nur die Fernsehbilder,
mit denen Barak Obama siegte. Noch sind es nicht seine Taten für eine bessere Welt, können es nicht sein. Die Zukunft hält sie noch gefangen.
Doch was – wie ich fand – siegte, war das Einheitserleben der Menschen, das Erleben des verbindenden Gleichen der Menschenseele. Die Unterschiede konnten nicht mehr trennen.
Die Tränen der Schwarzen zeigten die tiefe Erlösung ihrer Seelen aus der Verbannung der Rassendiskriminierung: Einer von ihnen steht heute an der Spitze der Weltmacht USA! Das ist das wahrhaft Historische am Ereignis Obama.
Hoffnung siegte. Hoffnung auf einen Menschen, der zuhören, der Brücken bauen kann. Wir werden sehen, was auf dem schweren Weg aus dem Tal, in das George W. Bush – mitsamt seinen Beratern und Lobbyisten – die Welt gestürzt hat, tatsächlich verwirklicht werden kann und wird.
Ein allmächtiger Gott ist Barak Obama jedenfalls nicht.
Eine Vergöttlichung tut niemandem gut. Verherrlichungen von Menschen sollten der Vergangenheit angehören. Sie führen zu religiösen Ideologien, zu Dogmen und ihren machtgierigen Hütern, den Priestern, führen geradeswegs in geistige Unfreiheit, Stillstand und Elend.
Dazu paßt das Gedicht, das der Adelinde-Gesprächsfreund Mithus einsandte:
Carola Moosbach, “Unerhörte Gottesworte”
Ich verabscheue eure Heiligen Kriege
eure Kreuzzüge ekeln mich an
tut bloß nicht so als tötet ihr mir zuliebe
als wolle ich Vergewaltigung und MordIch hasse es wie ihr das Geld anbetet
euren Fortschrittswahn kann ich nicht ausstehen
tut bloß nicht so als gäbe es keine Opfer
auf euren Altären von Börse und AutobahnIch lache über euer frommes Getue
eure leeren Worte will ich nicht hören
tut bloß nicht so als gehöre ich euch
sorgt lieber dafür dass meine Liebe strömen kann
zu jedem Punkt der Erde
Einheitserleben – Abscheu vor dem hochgeschaukelten Trennenden, das Machtgruppen dient, aber menschliche Gemeinschaften zerstört!
Möge das Einheitserleben der Menschen über die Obama-Wahlnacht hinaus anhalten! Möge sich jede Menschenseele angesprochen fühlen:
Yes, we can!