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Wenn die alten Familiengründer wüßten …

was ihre Nachfahren mit ihrer Jagd nach Aktiengewinnen aus ihren Firmen gemacht haben, sie würden sich im Grabe umdrehen,

meint Landschaftsgärtner-Meister Peter Horstmann –

Peter Horstmann

hier zu sehen bei der Neuanlage eines Steingartens.

Dem mühelosen Erwerb auf Kosten anderer

kann der Firmenchef der traditionsreichen Kunst- und Handelsgärtnerei August Horstmann in Gartow nichts abgewinnen. Er legt selbst Hand an wie seine Eltern, seine Vorväter und -mütter, die mit ihrer Hände Arbeit und unermüdlichem Fleiß das Unternehmen aufgebaut, durch das Auf und Ab der Zeiten geführt und aufrechterhalten haben.

 

Peter Horstmann hat als intelligenter, umsichtiger, einsatzfreudiger Jungunternehmer seinen Betrieb in den letzten Jahren modernisiert: neue, die Arbeit der Landschaftsgärtnerei erleichternde und verbessernde Geräte wurden angeschafft,

Mauerbau am Haus 018

das Ausstellungsgelände wurde – mit klarem Blick auf Rationalität, gepaart mit sicherem Schönheitssinn – umgestaltet, so daß es für KundInnen mehr denn je zu einem unwiderstehlichen Anziehungspunkt Gartows geworden ist.

2008 war Einweihung des neugestalteten Firmen-Geländes:

 

Eingangsbereich

Der Eingangsbereich

Laden innen

Der Blumenladen von innen

Geschäftsgelände

Das Ausstellungsgelände außen

Ausstelungsfläche

Ausstellungsgelände mit Gerätehaus-Neubau (Fachwerk)

Kinderspielplatz

auch an die Kinder ist gedacht: die eigenen und die der einkaufenden Mütter und Väter

Doch nicht allein die Schönheit zieht an, es ist

die menschliche Ausstrahlung von Freudigkeit, Humor und Herzlichkeit der gesamten Familie,

2. Frau Horstmann
Hannelore Horstmann

die einen Besuch in der Gärtnerei Horstmann ausnahmslos zu einem aufbauenden Erlebnis werden läßt:

Mutter Hannelore Horstmann hat in den Betrieb eingeheiratet. Sie leitet das Ladengeschäft und hat “nebenher” ihre zwei Kinder großgezogen – Peter und Katrin, beide inzwischen gestandene, verheiratete Erwachsene, Katrin ist Lehrerin (in Essen) und hat selbst schon zwei kleine Kinder. Hannelore Horstmann hat bei allem Trubel stets weise den Überblick behalten und Turbulenzen ausgeglichen. Bewundernswert!

Herr Horstmann

August Horstmann

Ihr Mann, August – “Gustel” – Horstmann teilt sich mit Peter die Firmenleitung, wobei er Peter den Außenbereich der Gartengestaltung überläßt und selbst den Bereich der Pflanzenanzucht in den Gewächshäusern bearbeitet – eine weise Arbeitsteilung, bei der keiner dem andern ins Gehege kommt und jeder selbstbestimmt schaffen kann. Auch in die Erziehung der Kinder als Vater und jetzt als Großvater hat sich August Horstmann mit vollem Herzen eingebracht.

Charlotte

Charlotte Horstmann

Die kleine Charlotte ist schon heute eine nicht zu übersehende Persönlichkeit, von allen geliebt und geachtet, in der Erziehung sicher geführt, ohne verzogen zu werden.

Peter mit Charlotte

 

Das Familienglück war vollständig geworden, als Peter auf seine Julia traf. Sofort erkannten beide, daß sie füreinander die “Richtigen” seien.

Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Optikerin Julia Horstmann steht in ihrer warmherzigen, unkomplizierten Art der übrigen Familie, in die sie einheiratete, in nichts nach. Ein Segen für das Haus!

Auf meine Frage, wie sie sich in der Großfamilie Horstmann fühle, sagte sie nur ein Wort:

Wohl!

 

Peter und Julia

Julia und Peter Horstmann

Abseits des globalen Geldraffens,

mit der eigenen Hände Arbeit, maßvollem Leben, Achtung vor der Würde und der Leistung des anderen wird hier mit der Freudigkeit selbständigen Arbeitens im eigenen Familienbetrieb auf eigenem Grund und Boden menschliches Glück verwirklicht, wie es wohl schöner kaum denkbar ist.

Ein Familienbetrieb wie der der Gärtnerei Horstmann hat alle Voraussetzungen, um selbst einer Weltwirtschaftskrise wie der jetzigen die Stirn bieten zu können.

Gratulation zu der Lebenskunst und Dank dafür, ein wenig – als Kundin und alte Bekannte – daran teilhaben und ein Stück Heimat erleben zu dürfen!

 

Gewächshaus

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7 Comments
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Bedri
13 Jahre zuvor

So etwas hört man ja nicht mehr alle Tage, ein Familienbetrieb, wo sich keiner gegenseitig ins Gehege kommt. Da kann man nur gratulieren und der Familie und dem Betrieb alles Gute wünschen. Hoffentlich übernimmt auch später einmal aus der Familie jemand das Geschäft und führt es weiter. Sonst wäre es echt schade, denn immerhin ist doch schon eine gewisse Tradition hier vorhanden.

Helmut Wild
Helmut Wild
13 Jahre zuvor

Ich gratuliere zu dieser wunderbaren Komposition von Bild und Wort. Diese Botschaft von Schoenheit und menschlichem Gestaltungsglueck ist ansteckend: sie macht gluecklich, auch wenn man nicht dabei ist.

Brigitte
13 Jahre zuvor

Liebe Adelinde,

was für ein schöner, informativer Bericht. Und auch ein Hinweis auf “Werte”. Es gibt sie schon noch, diese Betriebe, in denen so gearbeitet wird, in Familienhand. Doch auch sehr beneidenswert, denn hier sieht man noch ein Ergebnis, wenn man gearbeitet hat. Auch hier in Schwaben sind sie noch vorhanden. Sie haben es mit Sicherheit nicht so leicht. Ich freue mich, dass ich Ihre Seite gefunden habe, sie ist es wirklich wert, dass hier Zeit verbringe beim Lesen.

Ihnen einen lieben Gruss aus der Gegend bei Ulm, Brigitte

trackback

[…] So läßt sich am Beispiel Altenburg eigentlich recht zuversichtlich in die Zukunft blicken. Denn in ganz Deutschland gibt es ja ähnliche Bestrebungen zu überschaubaren Verhältnissen und Schaffung von Möglichkeiten zu eigenständiger Lebensgestaltung. Und es gibt sie noch, die alten Familienbetriebe, siehe u. a. den Adelinde-Bericht über die Gärtnerei Horstmann in Gartow. […]

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