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Betrifft den Adelinde-Eintrag von Hans-Jürgen Geese „Wie die Kirche ihren Gott verlor“

Adelinde

Dem Christentum und somit auch der Kirche kam es auf Wahrheit nicht an.

Erlösung von Jesu Christo

Die Psychiaterin und Philosophin Mathilde Ludendorff zeigt das in ihrem grundle-genden Buch „Erlösung von Jesu Christo“ als Wissenschaftlerin und erfahrene Nervenärztin auf.

Christen werden von vornherein ge-warnt, das Buch zu lesen, denn die gebotene Wahrheit und Klarheit könnte sie in ihrem Glauben verletzen. So sollen auch hier Gläubige gewarnt sein weiterzulesen. 

Daß die gründliche Klarheit vernichtend für das Christentum ausfällt, daran bin ich nicht schuld, wenn auch die in jüdischem Glau-benshaß getränkten Christen mir immer wieder „Haß gegen das Christentum“ andichten.

Sie werden erleben, daß keine einzige Tat des Hasses, kein einziges Morden auf all das grauenvolle Gemorde, mit dem sie das Chri-stentum unserem Volke aufzwangen und an der Macht als „Staatsreligion“ erhielten, von den Befreiten erfolgen wird.

Nur durch das klare Licht der Erkenntnis überwinden wir dieses Christentum. Freilich, auch das werden sie erleben, daß Terror, den sie üben, an diesem Schicksal nicht das al-lergeringste ändern, es nur beschleunigen kann …

Aber es ist sehr wahrscheinlich, daß da und dort die Denk- und Urteilskraft noch viel zu gelähmt ist, um den Wert der in den vier Evangelien gebotenen Lehre und vor allem auch das gebotene vorbildliche Leben des Jesus von Nazareth klar zu beurteilen.

Doch wenn selbst die Insel der Denk- und Urteilslähmung schon völlig geheilt wäre, so könnten doch noch ernste Erschwernisse der Einsicht in Gestalt der zahlreichen in das Gehirn gehämmerten Dauersuggestionen vorhanden sein.

Je weniger auffällig dieser Zustand des ver-meintlich Geheilten, des vom Christentum Freien, ihm und seiner Umgebung ist, umso mehr ist er geneigt, die noch vorhandenen Dauersuggestionen mit eigenen, gründlich überprüften Urteilen zu verwechseln…

Um vor dieser innerseelischen Erschwernis der klaren Urteilskraft zu schützen, wollen wir vor allem einige kurze Andeutungen über das Wesen von Suggestionen geben.

Als die Geheimorden vor wenigen Jahrzehn-ten zum erstenmal in der Weltgeschichte „die Torheit begingen“, dem Volke die unheimli-che Seelenlähmung durch Hypnose und Wachsuggestion durch Vorführung in öffent-lichen Versammlungen zu enthüllen, als die Menschen sahen, daß Freunde und Bekannte, die sich sonst vernünftig benahmen, auf hyp-notischen Befehl hin die törichtsten Dinge vollbrachten und alle ihre Seelenfähigkeiten völlig täuschen ließen mit sattem Behagen rohe Kartoffeln als saftige Äpfel aßen usw., da gingen sie entsetzt nach Hause.

Sie erschraken über die Einflußmöglichkeiten und Urteilslähmungen, Empfindungstäu-schungen usw., die der Hypnotiseur erreichen kann.

Niemand hörte in dieser Stunde die Toten-glocken des Christentums läuten, niemand ahnte, daß diese Enthüllung sich in ganz anderem Maße als Retter vor den Suggestiv-einflüssen des Christentums erweisen sollte als alle Tatsachen der Wissenschaft, die den Dogmenglauben stürzten.

… noch ahnte man wenig von der Möglichkeit einer dauernden Bewußtseinsschädigung durch Suggestivbehandlung. Die Forschung aber hatte von Stund an begonnen, mit ihrem klaren Licht die Zusammenhänge zu beleuchten …

Die Wissenschaft entdeckte die unheimliche Möglichkeit, die Menschen auch ohne Hyp-nose im Wachzustand durch möglichst früh in der Kindheit, beginnende und immer in der gleichen Weise wiederholte Suggestion, unter Zuhilfenahme des Angstaffektes, ihr ganzes Leben lang in ihrer Denk- und Urteilskraft auf dem Gebiete dieser Suggestion zu lähmen.

Kein Buch ist so verbreitet wie die Bibel. Abermillionen „Heiliger Schriften“ stehen in den Häusern allein der protestantischen Christen, und Millionen von ihnen lesen auch in der Bibel. Aber sie lesen sie mit geblende-ten Augen, d.h. mit durch langjährige Sugge-stivbehandlung gelähmter Urteilskraft.

So lesen sie den ganzen Lebensbericht des Jesus von Nazareth, den wir gemeinsam be-trachen werden, mit allen suggestiv befoh-lenen Gefühlen, Empfindungen und Urteilen. In ehrfurchtsvoller Bewunderung und tiefster Erschütterung lesen sie ihn, und wenn sie die Bibel schließen, steht in ihnen die Suggestion neu gefestigt:

„Das erhabenste Leben des größten Menschen und die gewaltigste Tat, die je geleistet ist.“

Die sicher weiterhin spannende Darstellung der „Technik“ des Suggerierens zu verfolgen, will ich dennoch hier unterbrechen mit dem Hinweis, das umfangreiche Werk der Aufklärung selbst zu lesen.

Jetzt folgen wir der Wissenschaftlerin in ihren Be-trachtungen von Bibeltexten. Sie schickt voraus:

Der Jesus der Evengelisten ist unter den „großen Religionsstiftern“ meinem Einblick nach der einzige, dem man mit Sicherheit nachweisen kann, daß er noch nicht einmal nach seiner eigenen Lehre lebte, sondern daß er in recht wesentlichen Punkten seiner Leh-re, auch nach seinem Amtsantritt, zuwider-handelte.

… So gebietet Jesus von Nazareth nach den Evangelien die Demut, sagt aber von sich selbst:

Johannes 10: 30. „Ich und der Vater sind eins.“

In gleich stark ausgeprägtem selbstbewußten Stolze sagt er nach Matthäus 12:6:

„Ich sage Euch aber, daß hie der ist, der auch größer ist, denn der Tempel.“

Wenn wir uns aber dieses stolze Selbstbe-wußtsein, diesen Widerspruch zu seiner Lehre von der Demut aus seiner Gottessohnschaft gerade erklären wollen, so trifft es uns wie ein Schlag, wenn sich derselbe Jesus von Na-zareth nun selbst nach dem gleichen Evange-listen wieder in seine Demutlehre einbezieht! So sagt er:

Matthäus 11:29: … denn ich bin  … von Herzen demütig.

Ja, wir finden sogar eine Stelle, die seine Worte „Ich und der Vater sind eins“ wieder völlig über den Haufen wirft, indem er sogar die Anrede „guter Meister“ als gänzlich un-angebracht zurückgewiesen haben soll.

Matthäus 19:17: Was heißest du mich gut, niemand ist gut denn der einige Gott.

Und wiederum im Widerspruch zu dieser Stelle hören wir dann Jesum von Nazareth fragen: 

Johannes 8:46. „Welcher unter euch kann mich der Sünde zeihen?

Obgleich Jesus die Anrede „gut“ abweist als ungültig für ihn, spricht er nach Lukas sogar seinen Jüngern Vollkommenheit zu, wenn sie ihm gleichen!

Lukas 6:40: … wenn der Jünger ist wie sein Meister, so ist er vollkommen.

Wir sehen, wir werden hin und her geschleu-dert, daß wir kaum wissen, wo uns der Kopf steht. Wie kann derselbe Mensch, der die Anrede „guter Meister“ zurückweist, da er selber nicht gut sei, an anderer Stelle sich als wesensgleich mit Gott bezeichnen?

Ebenso widerspricht Jesus im Leben aber auch seiner Lehre, wenn nicht die geringste Möglichkeit vorliegt, solch einen Widerspruch aus seiner Gottsohnschaft zu erklären. Jesus lehrt nach Matthäus:

Matthäus 5:44. Ich aber sage euch, liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen.

In der Todesstunde lebt er auch nach dieser Lehre und sagt in Übereinstimmung mit der Bitte des jüdischen Kaddischgebetes (s. Ge-bet) das Inderwort: 

Lukas 23:34: Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Hier handelt er getreu seiner Lehre.

Er schließt sich also ausdrücklich in der To-desstunde als Gottessohn nicht von diesem den Menschen gegebenen sittlichen Ideal aus. Trotzdem spricht er Matthäus 11, 20-24, und Lukas 10, 12-15, die schauerlichsten Verflu-chungen zu ewiger Verdammnis aus gegen alle Menschen und ganze Städte, die er nicht von der Wahrheit seiner Lehre durch Wunder-tun überzeugen konnte, die also ganz be-stimmt, „nicht wußten, was sie in ihrer Ablehnung taten.“

Diese wenigen Beispiele der Widersprüche zwischen Leben und Lehre des Jesus der Evangelisten mögen genügen. Wir werden sie alle noch kennen lernen. Doch ist es sehr wichtig, den Leser durch Herausgreifen sol-cher Beispiele etwas an das ganz Ungewöhn-liche zu gewöhnen, das er in den Evangelien kennen lernt.

Nach dieser Klarstellung kann man sich mit Recht fragen: Wo ist denn Gott, der Inbegriff des Guten, Wahren, Schönen, in der Kirche überhaupt? Werden hier nicht nur überschwengliche Lobpreisungen von etwas gegeben, das es gar nicht gibt und somit auch gar nicht verloren gehen konnte?

Das Verhalten der „Kirche“, d.h. der Führung dieser Institution in all den Jahrhunderten ihres Bestehens ist geeignet, in einem Verbrecheralbum festgehalten zu werden als schauerliches Abschreckungsmittel. Wer von uns Frauen vor allem hätte in den Zeiten der brennenden Scheiterhaufen leben mögen? Wer von den Wissenschaftlern, die zu anderen Ergebnissen über die Natur und ihre Gesetze durch ihre For-schungen gelangt sind, als die Bibel vorgibt!

Welch Heldentum bedeutete es, weiter zu forschen, nachdem einem die Folterkeller gezeigt waren! Was ist an einer Bibel wertvoll, die zu irrigen Annahmen über die Evolution und die Naturgesetze kam, denen nicht widersprochen werden durfte. Wer es dennoch wagte, konnte sicher sein, von der „Kirche“ verfolgt zu werden. Sie war bekanntlich Abkömmling des Judentums. Und so war die „hohe Geistlichkeit“ fein heraus: Die  machte es wie der Talmud, der

49 Deutungen des jüdischen Gesetzes im einen Sinne und 49 Deutungen im entge-gengesetzten Sinne

möglich macht. So

hat sich das Christentum nicht nur gerade mit Hilfe der Widersprüche in den Evangelien al-len Einsichten zum Trotz, sondern auch mit Hilfe einer vielfarbig schillernden Deutungs-kunst, geübt von Theologen, die von einer Wahrheitverpflichtung nichts mehr wußten, Jahrhunderte hindurch erhalten.

Die Geistesfreiheit litt Qualen. Die Irrtümer des Christentums und ihre fromm-fanatischen Ver-fechter drückten wache Menschen nieder. Und:

Jesus von Nazareth steht ganz klar und ein-deutig auf dem Standpunkt, daß der Glau-benskampf mit dem Schwert, ja der Mord an dem nächsten Angehörigen um des Glaubens willen sittliche Pflicht ist, und hat daher bei der Aussendung der Jünger und in Einzel-befehlen über deren Lehrweise gesagt:

„Matthäus 10:34. Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu sen-den auf Erden. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. 35. Denn ich bin kommen, den Men-schen zu erregen wider seinen Vater, und die Tochter wider ihre Mutter und die Schnur wider ihre Schwieger. 36. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37. Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist meiner nicht wert …“

Also, lieber Herr Geese, wo war jemals Gott, d. h. das reine Gute, Wahre und Schöne, etwas, was aus der Kirche verloren gehen konnte? Es brauchte nicht verloren zu gehen. Es war nie da.

Darum gut so: in Scharen treten heutzutage Christen aus der Kirche aus. Schon Erich Ludendorff forderte zur Heilung von der Geistesknebelung: „Nehmt ihnen die Kampfscharen!“

 

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