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Rassismus gegen das eigene Volk

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Achgut
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5. Juni 2026

Liebe Leserin, lieber Leser!

Es gibt seit einigen Jahren einen gutgeheißenen „Rassismus“ gegen Einheimische, der natürlich nicht so genannt werden darf. Denn er geht von einem Weltbild aus, das vom Staatsapparat und den Eliten des linken Establishments gemäß ihrem machtpolitischen Kalkül gefördert, von den Behörden, dem Kulturbetrieb und der „Zivilgesellschaft“ in vorauseilendem Gehorsam verlängert und von staatlich alimentierten Interessensgruppen darüber hinaus als moralistische Legende zu Unterdrückungszwecken mißbraucht wird. Minderheiten sollen dabei Privilegien verschafft werden, der antirassistische Aktivismus und seine Apologeten sollen überhöht und solche Gruppen ermächtigt werden, die das revolutionäre Potential dieser ideologischen Figur („Rassismus“) zur Doktrin und Religion machen. Das weiße Bürgertum soll sich unterwerfen, denn es ist der Adressat eines pauschalen Vorwurfs.

Dieses von linken Gruppen lancierte Narrativ torpediert in seiner penetranten Wiederkehr stereotyper Unterstellungen das Vertrauen in den Staat, es entstellt seine Funktion, es eliminiert Freiheitsrechte und Reputation, das Gleichheitsprinzip und Sicherheitsbedürfnis friedlicher Bürger. Das Narrativ diskreditiert den Ruf vieler Unschuldiger – soll es auch, denn es handelt sich um ein Werkzeug gesellschaftlicher Umerziehung. Letztendlich erzeugt die Obsession um Rassismus genau das, was sie zu verhindern vorgibt: Vorbehalte und Vorurteile gegen Minderheiten, deren Auftreten durchaus als Zumutung, Provokation und Gefahr gesehen werden kann, ohne daß dies frei im Sinne der Meinungsfreiheit benannt werden dürfte (weder in der U-Bahn, im Stadtbild noch im Parlament).

Wer sich in einer solchen Situation wiederfindet und sie benennt, muß damit rechnen, in Kritik und eigener Abwehr als Rassist gebrandmarkt zu werden, ja gar Schaden an Leib und Leben zu nehmen, wie ein aktueller Fall in Großbritannien zeigt. Zu einem doppelten Opfer obsessiven Antirassismus – der oft genug nichts anderes ist als autoimmuner Rassismus gegen die eigenen Landsleute – wurde im vergangenen Dezember der 18-jährige Henry Nowak, selbst Sohn polnischer Migranten. Er wurde tödlich verletzt, im Sterben wie ein schäbiger Täter behandelt und ohne Mitleid liegengelassen. Lebensrettende Nothilfe wurde unterlassen.

In die Schablone des „weißen Täters“ gepreßt

Der Staat in Person seiner Polizisten wurde zum Mittäter, zum moralischen Vollstrecker eines tödlichen Angriffs durch einen Migranten mit einem Messer. Das Opfer wurde mitleidlos seinem Sterben überlassen, weil er vom Täter als Rassist bezichtigt wurde und die Beamten nicht wagten, ihren Verstand und ihr Mitgefühl wirken zu lassen. Sie vollendeten die Täter-Opfer-Umkehr des Messermanns, der Henry Nowak tödlich attackiert hatte. Die Monstrosität dieser Tat entsteht in der Herabwürdigung des Gewaltopfers, dessen Tod wie eine folgerichtige Bestrafung für unmoralisches Verhalten akzeptiert wurde. Muß man nun daran erinnern, daß wir im 21. Jahrhundert leben?

Die Empörung über Nowaks Tod entzündete sich nicht nur am Mord selbst, sondern an einem Video, das den Staat in seiner ganzen moralischen Idiotie und Inkompetenz zeigt: Der 18-Jährige liegt nach Messerstichen am Boden, sagt, er sei erstochen worden, ruft wiederholt „I can’t breathe“ – und wird von Polizisten wie ein Verdächtiger behandelt, weil sein später verurteilter Mörder zuvor behauptet hatte, Nowak habe ihn rassistisch beleidigt. Reuters berichtete, diese falsche Behauptung habe dazu geführt, daß Nowak sterbend mit Handschellen fixiert wurde. Die örtliche Polizei entschuldigte sich, eine unabhängige Untersuchung wurde veranlaßt. Britische Medien bezeichnen die veröffentlichten Aufnahmen einer polizeilichen Körperkamera als Auslöser nationaler Erschütterung: ein Sterbender, der Hilfe braucht, aber mit staatlicher Hilfe rücksichtslos in die Schablone des „weißen Täters“ gepreßt wird.

Ebenfalls Teil des Geschehens: Hunderte demonstrierten in Southampton, die Stimmung kippte, elf Polizisten und ein Polizeihund wurden verletzt, Gegenstände flogen, Anwohner erlebten Angst und Verwüstung. Gleichzeitig bat Nowaks Vater darum, den Tod seines Sohnes nicht zur weiteren Spaltung zu instrumentalisieren. Genau darin liegt aber die Tragödie: Das Establishment verlangt Ruhe, nachdem es jahrelang die Voraussetzungen für geduldete Mißstände und Unruhe produziert hat. Es ruft zur „Besonnenheit“ auf, nachdem es die Besonnenen entrechtet und deren Diskreditierung zugelassen hat. Es predigt Vertrauen, nachdem es dem einzelnen Bürger die Erkenntnis aufgezwungen hat, daß sein Leben weniger zählt, sobald ein ideologisches Codewort seine Manifestation erlangt.

Buchführung über den Seelenzustand der Bürger

Der Begriff, der das „Phänomen“ passend bebildert, lautet: „positiver Rassismus“. Es klingt wie ein schlechter Witz über real existierende „Diversität“, die keine sein kann, weil sie von weißen Besserwissern vorgebetet wird. Es ist aber längst Verwaltungswirklichkeit: Gemeint ist nämlich die Sortierung der Menschen nach Herkunft, Hautfarbe, Opferstatus und symbolischem Nutzen – nicht mehr als rassistische Hierarchie von gestern, sondern als neomarxistisch lackierte, moralische Hierarchie von heute (Klassenkampf gegen weiße Bürger). In Großbritannien nimmt sie die Polizei, die Sozialarbeit, die Universitäten und die Politik in die Zange; in Deutschland heißen ihre Apparate „Antidiskriminierungsstelle“, „Demokratieförderung“, „zivilgesellschaftliche Partner“ oder „Meldestellen gegen Haß“. In beiden Ländern wird der Gleichheitsgrundsatz zwar nicht offen abgeschafft. Er wird aber therapeutisch umgedeutet zum Nutzen von Interessensgruppen: Gleichheit gilt nur noch, wenn sie dem gewünschten (machtideologischen) Ergebnis dient.

So entsteht ein postliberales Regime, das die Sprache des Liberalismus spricht und gleichzeitig dessen Inhalt entkernt. Es behauptet, Minderheiten zu schützen, und produziert dabei Kollektivverdacht gegen Mehrheiten. Es behauptet, Rassismus zu bekämpfen, und betreibt ethnische Buchführung über den Seelenzustand der Bürger. Es behauptet, „verletzliche Gruppen“ zu verteidigen, und macht die Verletzlichkeit zum Machtmittel. Der Bürger begegnet nicht mehr dem Gesetz, sondern einer politischen Liturgie: Wer ist Opfer? Wer darf Täter sein? Wer muß schweigen? Wer wird rehabilitiert, bevor er verurteilt ist? Wer wird verurteilt, bevor er überhaupt angehört wurde?

Das ist nichts anderes als die Umkehrung ethischer Grundannahmen: Früher galt noch, daß ein Mensch nicht dadurch weniger Rechte hat, weil er als moralisch unvollkommen erachtet wird. Heute gilt zusätzlich (aber nur für einige), daß ein Mensch dadurch mehr Rechte bekommt, weil er in das ideologisch gewollte historische Opferbild paßt. Früher mußte der Staat den Schwachen schützen, weil er schwach war. Heute schützt er den (positiv rassistisch und) politisch Ausgedeuteten, weil er verwertbar ist (für Politiker, NGOs, Zivilgesellschaft, Soziologen, Aktivisten).

Früher war Schuld individuell und belegbar. Heute macht sich Schuld atmosphärisch bemerkbar und wird häufig pauschal insinuiert: durch Weißsein, Mehrheitszugehörigkeit oder „Privileg“ – das alles genügt, um im entscheidenden Moment Empathie und Mitleid zu verweigern. Kaum deutlicher zeigt sich hier die Abkehr von Werten der Aufklärung zugunsten einer zynischen Bewegung, die ein Paradox von Menschenbild propagiert: Alle sollen sogenannte „Rassisten“ hassen, nur weil sie weiß und (angeblich) privilegiert sind. Dabei kommen die Haßerfüllten nicht auf die Idee, daß ein „Privileg“ auch als eine achtbar erarbeitete Leistung zu unterstellen ist. Häufig selbst weißer Hautfarbe, haßt man weiße Menschen, die sich Vorteile erarbeiten, wie es in einer liberalen Gesellschaftsordnung legitim und wünschenswert ist.

Weil die Wahrheit politisch unpraktisch ist

Nicht nur in Großbritannien gibt es zahlreiche Beispiele für das staatliche Unvermögen, Täter unabhängig von ihrer Herkunft zu behandeln – und zwar in umgekehrter Richtung: Der antrainierte „antirassistische Reflex“ behindert eher das Vorgehen der Behörden und Experten gegen auffällig aggressive, kriminelle oder psychotische Männer, weil man befürchten muß, dieser von Staats wegen zu veranlassende präventive Bevölkerungsschutz könne als struktureller Rassismus bewertet werden. So tritt bei Gerichtsverfahren immer wieder zutage, daß man potentielle Gefährder behördenseitig zwar erkannt aber aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit auf ein frühes Eingreifen verzichtet hat. Man setzt die Gesellschaft lieber der Gefahr aus – in absurder Umkehrung des staatlichen Auftrags. Solche Handlungsmotive zeigen einen verirrten Apparat, in dem ideologische Hemmungen bis in die Risikobewertungen hineinragen – mit Todesfolge.

Ist das nicht die moralische Kapitulation vor der Gewalt? Nicht weil jeder Täter ein Migrant wäre – das wäre barer Unsinn –, sondern weil der Staat dort, wo Täter aus Minderheitenmilieus kommen, oft nicht mehr nüchtern beschreibend „Täter“, „Verbrecher“, „Mörder“ sagen kann. Man verschweigt – so lang es geht – die Namen der Verdächtigen, um Rückschlüsse auf die Herkunft zu unterbinden, dabei wären das nur zusätzliche statistische Informationen, die ein Gesamtbild ergeben. Man spricht lieber verklausuliert pathologisch von „Traumata“, „Milieus“, „Kulturen“, „Gruppenzugehörigkeiten“, „Integrationshemmnissen“. Das schont den ideologischen Unterbau und legt das Leiden der Opfer ad acta, weil die Wahrheit politisch unpraktisch ist.

Aus deutscher Perspektive ist das also keine ferne Inselkrankheit. Wir kennen den Mechanismus. Auch hier wird der Bürger dazu erzogen, seiner Wahrnehmung zu Mißtrauen. Messergewalt heißt „Einzelfall“, importierter Antisemitismus heißt „Nahostkonflikt“, Clan-Kriminalität heißt „soziale Benachteiligung“, Kritik heißt „Hetze“. Und wenn ein Deutscher Opfer wird, interessiert zuerst, ob die Trauer um ihn anschlußfähig an die richtige Pädagogik ist. Der Staat tritt nicht mehr als Garant des Rechts auf, sondern als Moderator einer Gefühlspolitik, in der die Wut mancher, sogar ihr Hass, legitim und die Wut anderer sofort als Haß pathologisiert wird.

Und was folgt aus dieser Analyse? Es wäre ein Triumph des „positiven Rassismus“, wenn auch seine Gegner nun begännen, Menschen manisch nach Hautfarbe, Geschlecht, Kultur, Religion und Minoritäten-Status zu sortieren, um daraus ein Opfer-Ranking zu basteln. Genau das tut der woke, positive Rassismus. Die Antwort kann nur die Rückkehr zu einer alten, heute fast schon konterrevolutionären Idee sein: gleiche Rechte, gleiche Pflichten, gleiche Polizei, gleiche Härte gegen Täter, gleiche Empathie für Opfer. Keine Heiligen nach Hautfarbe. Keine Verdächtigen nach Mehrheitszugehörigkeit. Keine Behörden, die vor dem Wort „Rassismus“ schneller niederknien als vor dem Anblick eines verblutenden Jungen.

Menschen, die mit positivem Rassismus Karriere machen, sollten wir das Vertrauen entziehen. Die gefährlichsten Ideologen siegen heute nämlich durch Beförderungslogik, Kader und Bekenntniseifer. Hinzu kommen die NGO-Akteure, Fördergeldgeier und Beamte eines postliberalen Regimes, die genau wissen, was sie bekennen und was sie nicht sagen dürfen: die Opportunisten.

Es ist schon seltsam, auf was man alles zu sprechen kommt, wenn einem polnischstämmigen Briten, der von einem Messermann aufgeschlitzt wurde, im Todeskampf noch Handschellen angelegt, aber Mitleid und Hilfe versagt wurden. Das alles, weil er angeblich etwas Rassistisches geäußert haben soll. Armer Mensch, er ruhe in Frieden.

Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr
Fabian Nicolay
Herausgeber Achgut.com

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