Ernst Cran – 7 Fragen zum „Tag der Deutschen Einheit“
Montag, 3. Oktober 2022 von Adelinde |
Ernst Cran
03. Oktober 2022 – gesetzlicher Feier-Tag der „Deutschen Einheit“.
Landauf landab wird heute diesem Datum und den ihm zugrunde liegenden Gescheh-nissen vor 33 Jahren gehuldigt.
Statt mich dem so zelebrierten BRD-Huld-Kult anzuschließen, stelle ich Fragen zu diesem Datum. Ich verzichte dabei bewußt auf die Herleitung meiner Gedankengänge auf Quellenangaben und/oder weitere Be-gründungen. All das kann sich der inter-essierte Hörer ohne viel Aufwand selbst erschließen.
Ich belasse es also bei den Fragen – und selbst dies ist nicht ohne Risiko im „besten Deutschland, das es jemals gegeben hat“. „Fragen kostet nichts“? Naja – manchmal kostet es die Freiheit.
Doch die folgenden 7 Fragen müssen gestellt werden – egal, von wem.
Frage 1: „Deutsche Einheit“? Was wurde denn da geeint im Einigungsvertrag von 1990? Waren das 2 deutsche Staaten auf deutschem Boden – oder doch nur 2 besetzte Wirtschaftsgebiete?
Aus dem „besetzten Wirtschaftsgebiet Ost“ sind die Besatzer jedenfalls verschwunden, im „besetzten Wirtschaftsgebiet West“ sind sie geblieben und haben sich auch noch in den anderen Teil hinein ausgedehnt – bis über die durch Görlitz fließende „Friedensgrenze“ hinweg!
Frage 2: „Wiedervereinigung“? Wie kann man von „wieder“ sprechen, wenn die deutschen Ostgebiete doch nach wie vor unter unterschiedlicher ausländischer Verwaltung stehen und ihre Einbeziehung in das Eini-gungsgeschehen von Seiten der „alten BRD“ sogar ausdrücklich abgelehnt wurde?
Frage 3: „Wiedervereinigung“? Wie kann man von „wieder“ sprechen angesichts des von den „alliierten Siegermächten“ erlassenen Vereinigungsverbotes zweiter jahrhunderte-lang verbundener und zeitweise ja auch vereinter Staaten – nämlich Deutschland und Österreich?
Frage 4: „Vereinigung“ – oder doch lieber „Beitritt“? Die eine Größe geht in der anderen auf. Die Volkskammer der DDR erklärte den Beitritt der DDR zum – mit Datum des Beitritts gestrichenen – Geltungsbereich des Grundgesetzes. Das klingt nach Übernahme!
Was bleibt von den Übernommenen? Auf jeden Fall ein Pfeil. Der ist bezeichnen-derweise grün – und zeigt auch noch nach rechts …
Frage 5: Wer hat hier wen übernommen? Die BRD die DDR – oder doch umgekehrt? Signifikante Kennzeichen der sozialistischen Spitzel- und Mangelwirtschaft jedenfalls lassen sich neuerdings auch in der BRD-Wirklichkeit problemlos feststellen:
Schier lückenlose Constellis-Überwachungs- und Kontrolldichte, von der die böse alte Stasi nur hätte träumen können. Und: Leere Regale – und Schlangen vor Geschäften und in der „Tafel“, bald womöglich auch vor gefüllten Müllcontainern.
Frage 6: Wie also heißt das nun unter der „Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft“ vereinte Wirtschaftsgebilde zutreffenderweise? Am besten wohl „Deut-sche Demokratische Bundesrepublik“ – oder noch besser: „Deutsche Dämonkratische Bunte Republik“.
03. Oktober – gesetzlicher Feier-Tag der „Deutschen Einheit“. 03. Oktober – war da nicht noch was?
Der 03. Oktober ist auch ein Todestag. Am 03. Oktober 1988 starb in Regensburg der AntiBolschewismus-Bolide Franz Joseph Strauß. Damit räumte er fristgerecht ein Jahr vor der „Wende“ das politische Feld, oder – und damit bin ich bei
Frage 7 zum 03. Oktober und der „deutschen Einheit“ – oder wurde dieser politikprägende Koloß gar aus dem Feld geräumt? Mit Franz Joseph Strauß in der politischen Arena jedenfalls hätte es schwerlich eine „Wieder-vereinigung“ in der dann vollzogenen Art und Weise gegeben.
Die „deutsche Einheit“, die „Wiedervereini-gung“ – angesichts der hier gestellten Fragen steht sie weiterhin aus. Das hier jedenfalls, die „Deutsche Dämonkratische Bunte Repu-blik“, braucht kein Mensch.
Dennoch aber wird heute frohlockt – wozu auch immer. Irgendwann – und hoffentlich bald – werden wir indes wirklich Grund zur Freude haben und zum Feiern:
Dann feiern wir Einigkeit, Recht und Freiheit des deutschen Volkes und Landes.
In diesem Sinne also schon heute einen frohen Feier-Tag!