Habsburger Monarchie – Warnung für Deutschland?
Samstag, 19. August 2023 von Adelinde |
Peter Haisenkos Netzsseite Anderwelt-Online.com
brachte am 19. August 2023 eine Betrachtung von
Hans-Jürgen Geese
über die Möglichkeiten Deutschlands, aus dem der-zeitigen staatlichen Elend herauszufinden.
Seine Vorschläge gehen jedoch an der Wirklichkeit der geheimen Hintergrundmächte vorbei und sind – vor allem auch im Hinblick auf esotherische Glaubenssätze, die eine Regel im Auf und Ab der „Zeiten“ sehen und als Naturgesetz verkünden – für Klardenkende nicht hinnehmbar.
Sehr lesenswert aber sind seine Ausführungen zum Schicksal der Österreichischen Monarchie. Daraus können wir Deutsche zwar keine Anweisungen für eine wahrhaft deutsche Politik herauslesen, wohl aber wichtige Seelengesetze im Völkergeschehen.
Als der österreichisch-ungarische Monarch Franz Joseph I. sich am 21. Oktober 1916 zum Sterben niederlegte, hatte er gute Gründe, sich mit mulmigen Gefühlen aus dieser Welt davonzustehlen. Denn er hatte sein Volk in Tod und Untergang geführt.
Er wußte das. Und genug Menschen hatten ihn gewarnt, um diese Katastrophe abzuwen-den, kluge, erfahrene Menschen, auf die er allerdings nicht hören wollte oder konnte. In diesem Sinne war der Mann eine tragische Gestalt.
… Ja, Franz Joseph war ein Mann der Vergangenheit, der die Zeichen der Zeit und die Zeichen der Zukunft nicht zu lesen ver-standen hatte, der auf klugen Rat keinen Wert legte und am Ende da landete, von wo er einst aufgebrochen war. Überholt von den Ereignissen einer neuen Zeit.
Und so brach über den hilflosen Mann eine Welt zusammen, deren Herrscher von Gottes Gnaden er doch eigentlich hätte sein sollen.
Es gibt wenige Gestalten in der Geschichte, die ein tragischeres Leben durchlebten als Franz Joseph. Er mußte einen hohen Preis zahlen: Hätte er seinen Geist geöffnet, dann hätten am 21. Oktober 1916 alle drei lieben Menschen, die ihm helfen wollten, die jetzt aber bereits in der Gruft lagen, noch leben können.
Auf Franz Joseph eingeredet hatten sie, ge-drängt hatten sie auf Erneuerung. Jetzt war alles zu spät. Und auch die Warnung von Franz Ferdinand, daß die österreichische Ar-mee zu den schlechtesten in Europa zählte, auch diese Warnung blieb unerhört.
So kam es, daß das riesige österreichische Heer zu Anfang des 1. Weltkrieges nicht einmal das kleine Serbien besiegen konnte. Und als die Russen an den Grenzen auf-tauchten, brachen die Verteidigungslinien schnell zusammen.
Nur die deutschen Truppen verhinderten die drohende Niederlage. Nur noch mit Hilfe der deutschen Truppen konnte Franz Joseph sein Reich regieren. Die Deutschen hatten daher die Führung aller militärischen Verbände im Lande reklamiert und erhalten.
Und obwohl Franz Joseph im Jahre 1916 einsah, daß er doch um Frieden bitten müßte, konnte er das nicht mehr tun. Die Regie-rungsfreiheit war ihm aus den Händen ge-nommen. Der einstige Kaiser von Gottes Gnaden konnte nichts weiter tun als zu sterben. Der Mann war überflüssig.
So wie viele Politiker heute im positiven Sinne völlig überflüssig sind. Bei düsterer Betrach-tungsweise kommt man allerdings zu viel grauenvolleren Schlußfolgerungen:
Unser überflüssiger Bundes-kanzler, Unteroffizier Scholz, ist eben weder Feldmarschall noch politisches Genie. Noch hat er Rückgrat. Wie man in Irland sagt:
„Wenn man einer Ziege Seide umhängt, ist sie immer noch eine Ziege.“
Und es versteht sich von selbst, daß so eine traurige Gestalt nicht in der Lage ist, die Zeichen der Zeit zu lesen. Nun, das braucht er auch nicht. Er muß nur gehorchen.
Wie alle Deutschen zur Zeit nur gehorchen müssen. Sie haben ihr Schicksal an andere Mächte übertragen. So wie einst Kaiser Franz Joseph. Und es scheint, wie einst in Österreich, nicht anders in die Zukunft zu gehen als durch den Umweg über die wahrlich schwierigen Zeiten, die demnächst anstehen werden …
Leben oder gelebt werden?
„Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“, verkünden die Engel im „Faust“. Der gute Goethe war wahrlich nicht auf den Kopf gefallen. Sie brauchen jetzt nichts weiter zu tun, als den Satz um-zukehren:
„Wer nimmer strebend sich bemüht…“
Genau da, in dieser Bredouille, befindet sich augenblicklich das erstarrte Deutschland. Von Streben und Bemühen ist nicht mehr viel zu sehen.
Reden Sie einmal mit Leuten, die kürzlich Deutschland besucht haben. Die berichten, daß die Infrastruktur den Deutschen im wahrsten Sinne unter dem A… wegbricht.
Brücken zu tausenden könnten in die Tiefe stürzen. Straßen wie zu Zeiten der DDR. Eine Bildungskatastrophe nach der anderen.
Und dann diese Bürokratie, diese unglaub-liche Verkomplizierung des Lebens, die den letzten Tropfen Lebenssaft aus der Gesell-schaft zu pressen droht.
Es scheint ein Bestreben zu geben, einen höchstmöglichen Anteil der Bevölkerung mit völlig sinnlosen Beschäftigungen auf die Ge-sellschaft loszulassen und durch diese sinn-losen Tätigkeiten den ganzen Laden in den Stillstand zu treiben.
Verkomplizierung und Verkomplexisierung gehen Hand in Hand. In seinem Streben nach sinnloser bürokratischer Perfektion erstarrt der Deutsche unserer Zeit vor den aktuellen Herausforderungen, beratschlagt sich in sei-ner Ängstlichkeit mit Heerscharen von An-wälten, mit Heerscharen von sogenannten Experten, so daß der ganze Trott dann summa summarum erst einmal in sich erstarrt, bevor nach Jahren endlich zur Tat geschritten wird.
Einstige Weisheiten wie „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ sind verpönt. Zögerlichkeiten wie „Brav die Kugel schieben“ und „Keinen Ärger bereiten“ sind gefragt. Was ist aus „zack, zack“ geworden?
… Die Deutschen waren einst bekannt, berühmt, berüchtigt geradezu dafür, daß sie gnadenlos, brutal ehrlich „Tacheles redeten“. „In your face“ wie die Engländer sagten, wenn sie die Deutschen beschrieben.
Das mußte vielleicht nicht sein. Aber zu-mindest wußte man dann, was Realität war, und man versteckte sich nicht vor un-angenehmen Tatsachen. Probleme lösen war dereinst eine deutsche Leidenschaft. Selbst wenn das nur in der Kneipe geschah. Denn ein Land wird doch in der Realität nicht vom Parlament aus regiert. Gott behüte!
Die simple Regel lautet: Man ist, was man ist,
und dazu sollte man auch stehen und sich nicht zu verbiegen versuchen. Wollen Sie eine Billigausgabe von einem Amerikaner werden? Warum sollten Sie?
Die Amerikaner haben nicht mal Kultur. Da ist nichts zu übernehmen, was irgendeinen Wert hätte. Oder fällt Ihnen was ein? Hollywood? Netnix? Die systematische Verblödung des Volkes? Die Definition von Hollywood: Schein über Sein. Die Definition von Amerika: Schein über Sein …




