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Das Ende des US-Jahrhunderts

Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht,
werfen auch Zwerge lange Schatten.
Karl Kraus

In der Zeitschrift „Volk in Bewegung“ schreibt der verantwortliche Schriftleiter

Roland Wuttke

eine kurze Abhandlung über die Gründe für das bevorstehende

Ende des US-Jahrhunderts,

die hier abgedruckt sei:

Joachim Fernau kam am Ende seiner 1977 erschienenen Analyse „Halleluja – Die Geschichte der USA“ zu der Prophezeiung, wonach 150 Jahre US-Weltherrschaft die Menschheit zugrunde richten werde. Nach rund 100 Jahren dieser Herrschaft wachsen die Gegenkräfte.

Diejenigen, die in Nordamerika herrschen, haben sich einen religiösen Mantel umgeworfen und tun so, als ob Rauben, Plündern und Morden eine gottgefällige Sache sei. Dies geschieht im Namen von „Demokratie“, „Freiheit“ und „Menschenrechten“.

Die „regelbasierte Ordnung“ der „westlichen Wertegemeinschaft“ (sprich US-Hegemonie) besteht aus Subversion und Chaos. Beides ist die Voraussetzung für die amerikanische Herrschaft.

Die wichtigste Waffe ist die Propaganda, verwirklicht durch internationale Medien-konzerne, die danach trachtet, die Menschen in allen Winkeln der Welt einem unablässigen Trommelfeuer aus Konsumwerbung und Indoktrination auszusetzen.

Das aus vielen Völkerschaften bestehende amerikanische Staatsvolk ist grundsätzlich nicht kriegswillig und muß daher von den herrschenden Kreisen mit Hilfe schmutziger Tricks (Maine, Lusitania, Perl Harbor, 9/11) immer wieder zu den Kriegen überredet werden, die die internationale Hochfinanz so dringend braucht, wie ein Lebewesen die Luft zum Atmen.

Erstmals in der Geschichte des Monstrums ist es fraglich, ob die USA überhaupt als Staat wie bisher überleben kann. Sie ist bankrott. Die aktuelle Verschuldung der USA hat die Marke von 33,5 Billionen US-Dollar über-schritten. Die Zinsbelastung beträgt jährlich mehr als 640 Mrd. $ (vgl. BRD 42 Mrd. $), was nach dem Militäretat der größte Posten im Haushalt darstellt.

Das Dollar-System steht vor dem Ende. Rußland und China bauen ihre Dollarbestände ab. Erstmals existiert mit dem BRICS ein konkurrierender Wirtschaftsverbund mit alternativen Leitwährungen.

Außenpolitisch und militärisch sind die USA an ihre Grenzen gestoßen: Der Regimewech-sel in Syrien scheiterte, der asymmetrische Krieg in Afghanistan ging verloren, im Ukrainekrieg geht nichts voran. China bringt den Iran und Saudi Arabien an einen Tisch.

Die Hyperschallwaffen der Russen und Iraner stellen eine ernsthafte Bedrohung dar. Und das Wichtigste: Die Mainstream-Medien der „westlichen Wertegemeinschaft“ verlieren ihre Deutungshoheit! Auflagen und Einschaltquo-ten der Unterhaltungsindustrie sinken; ihre dröge Endlosschleife zieht immer weniger Betrachter in ihrem Bann.

Am amerikanischen Kapitalmarkt verdunkelt sich der Himmel. Es fehlen Käufer für die US-Schuldtitel. In den USA gibt es kein nennens-wertes inländisches Sparvermögen. Die Käufer der Staatsanleihen müssen im Ausland akquiriert werden.

Bisher war China ein verläßlicher Aufkäufer. In der Spitze hielten die Chinesen ein Viertel aller amerikanischen Staatsanleihen. Jetzt zieht sich China vom Rivalen zurück und hat seine Bestände an amerikanischen Staatsan-leihen im August um 21 Milliarden Dollar reduziert.

Ein solcher Rückgang ist seit vier Jahren nicht mehr vorgekommen. Der Riese steht auf tönernen Füßen. Die amerikanischen Städte verrotten. Der materialistische Glanz verblaßt.

Am Horizont tauchen geistige Gegenmodelle auf, die der Seele Halt geben: Der Islam für die Massen des Südens und der moderne Nationalismus für die Menschen des Nordens. Die Übergänge sind fließend.

Amerika wird am Zerfall des Dollars und an der militärischen Überspannung zugrunde gehen. Die Völker der Welt werden das feiern.

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