Hitlers „Überfall auf die Westerplatte“ – Wie war es wirklich?
Mittwoch, 3. Januar 2024 von Adelinde |
Auf dem Wege der Täuschung
sollst du Krieg führen.
Mossad-Offizier Victor Ostrovsky
Der Krieg gegen das Deutsche Volk ist seit späte-stens 1914 im Gange und wird bis heute „auf dem Wege der Täuschung“ geführt. So auch wird die Welt und wird das Deutsche Volk über die Ursachen und den Auslöser des Krieges getäuscht.
Hitler – so die „Legende“ – war der Kriegsverbrecher, der am 1.9.1939 in seiner Reichstagsrede ausgeru-fen hatte:
„Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen.“
Auch das „Zurückgeschossen“ sei allein schon eine Lüge, um seinen Überfall auf die Westerplatte und damit auf Polen als solchen zu verschleiern.
Ganz anders hört sich der Bericht an, den
Lupo cattivo
in einem Interview mit
Werner Herrmann
erfuhr, der zur Besatzung von U-96 gehörte und Oberleutnant zur See sowie Kommandant von U-2510 wurde.
U 96 war ein deutsches U-Boot vom Typ VII C, das im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Kriegsmarine eingesetzt wurde.
Es wurde durch den Roman „Das Boot“ und dessen Verfilmung aus dem Jahr 1981 be-kannt. Werner Herrmann war als Berater für den Film „Das Boot“ tätig.
Die deutschen U-Boote im Zweiten Weltkrieg waren der gefürchtete Gegner des auf Beherrschung der Weltmeere fußenden anglo-amerikanischen Imperialismus.
Trotz ihrer im Vergleich zur feindlichen Marinestärke von Beginn an stark unter-legenen Zahl brachten die Unterseeboote („Graue Wölfe“ genannt) der Kriegsmarine bei ihren Feindfahrten den Alliierten schwerste, im Höhepunkt teilweise existenzbedrohende Verluste bei.
Die Besatzungen („Ritter der Tiefe“ oder „Ritter der sieben Meere“) der deutschen U-Boote gehörten zu den tapfersten und opferbereitesten Männern während des fast sechsjährigen deutschen Verteidigungs-kampfes.
So Lupo Cattivo.
Hier das Gespräch in Kaiserslautern im Jahr 1988. Der Frager ist ein namentlich nicht genannter junger Mann („JM“):
JM: Vielen Dank, daß ich Ihnen ein paar Fragen stellen darf, Herr Herrmann. Ich habe gehört, daß Sie während des Krieges bei den U-Boot-Einheiten waren …
Waren Sie an Bord des Schiffes, als Polen angegriffen wurde? Können Sie beschreiben, was Sie darüber wußten und was geschah?
Werner: Ja, ich war an Bord, als wir das Feuer auf die Westerplatte eröffneten. Über all das ist wenig geschrieben worden …
Das Schiff sollte im August 1939 nach Danzig fahren. Wir wußten damals nicht, was uns bevorstand. Wir wurden darüber informiert, daß Polen illegal Verteidigungsanlagen auf der Westerplatte errichtet und das Gebiet mit Artillerie und Forts verstärkt hatte.
Wir erhielten sehr früh am Morgen den Befehl, das Feuer auf ihre Verteidigungs-anlagen zu eröffnen. Das kam für mich sehr überraschend. Die Medienberichte über die Spannungen mit Polen hatten in den letzten Monaten zugenommen.
Um das zu verstehen, müssen Sie die Geschichte der damaligen Zeit verstehen. Wenn Sie das nicht wissen, werde ich es Ihnen sagen:
Polen wurde sowohl von Deutschland als auch von Rußland geschützt und stand während des ersten Krieges ausschließlich unter deut-schem Schutz.
Nach dem Krieg wurde Polen viel deutsches Land gegeben, einschließlich der Bürger. Von ihnen wurde lediglich erwartet, daß sie sich den neuen Herrschern unterwerfen. Einige akzeptierten dies, andere nicht.
Weil es Spannungen gab, griffen die Polen 1919-1922 Teile Deutschlands an und so weiter. Das sorgte noch jahrelang für Unruhe und führte zu Grenzkonflikten und Kämpfen. Die Situation blieb bis 1939 so. Wir dachten immer, es würde eine Lösung geben, entweder friedlich oder militärisch.
Irgendetwas geschah 1939, als Tausende von Deutschen aus Polen zu fliehen begannen und schreckliche Geschichten über Angriffe und die Beschlagnahmung ihres Eigentums erzählten.
Ich weiß, daß Hitler versucht hatte, Preußen wieder mit dem Reich zu vereinen, und mit Polen darüber sprach, wie dies geschehen könnte. Die Engländer mischten sich jedoch ein und machten einen Frieden nicht möglich.
Aufgrund der Angriffe auf die deutsche Bevölkerung und der Provokationen wurde die Situation mit militärischer Gewalt entschieden.
Unsere Waffen eröffneten das Feuer und halfen den Bodentruppen, die Westerplatte einzunehmen. Sie hatten es schwer, denn die Polen hatten auf dem Gelände schwere Festungen errichtet, die die Einnahme erschwerten.
Die Stärke ihrer Verteidigungsanlagen wurde unterschätzt und die Schlacht zog sich länger hin als zunächst angenommen. Es gelang uns, sie zu durchbrechen und sie ergaben sich.
Nachdem die Schlacht vorbei war, konnte ich an Land gehen, um mir die Auswirkungen unseres Feuers anzusehen. Wir waren erstaunt über die Anlagen, die die Polen vor den Augen der vermeintlich neutralen Beobachter errichtet hatten.
JM: Wie haben Sie sich gefühlt, als Deutschland in den Krieg eingetreten ist?
Werner: Es war kein gutes Gefühl, mein Freund. Es ist schwer, Ihnen das zu erklären. Die Nachkriegsgeneration (nach dem 1. WK) ist mit dem Gefühl aufgewachsen, daß der Krieg für uns ungerecht zu Ende gegangen ist. Ich glaube, viele Deutsche hatten das nagende Gefühl, daß ein weiterer Konflikt unvermeidlich war.
All die Kämpfe, die Besatzung und die Reparationen der Nachkriegszeit machten die Deutschen wütend, und sie wollten einen Weg finden, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen.
Hitler sagte uns, daß er das tun würde und daß das verlorene Land zurückgegeben und die erdrückenden Reparationszahlungen gestoppt werden würden. Wir vertrauten Hitler, und er erfüllte jedes Versprechen, das er gab, und das alles in Frieden.
Ein Land nach dem anderen wurde uns zurückgegeben. Polen war der einzige Knackpunkt, und das nur, weil die Engländer beschlossen, diesen Weg zu stoppen.
Vielleicht werden eines Tages wahrheits-gemäßere Informationen darüber erzählt.
Ich war zwar traurig darüber, daß es wieder Krieg gab, aber ich glaube, für viele Deutsche war das eine Chance auf Erlösung und wurde erwartet.
Der Krieg geriet außer Kontrolle. Ich glaube nicht, daß Hitler jemals wollte, daß er so groß wird, wie er es wurde. Es geschahen Dinge, die ich nicht erklären kann, aber es war, als ob die Welt gegen Deutschland aufgebracht wurde, obwohl dies nicht nötig gewesen wäre.
Was wir für einen kleinen lokalen Krieg hielten, um ein kleines Endziel zu erreichen, wurde schließlich zum größten Krieg der Geschichte.
Ronald Reagan (1911-2004), 40. amerikanischer Präsident:
Den Deutschen ist ein Schuldgefühl aufgezwungen worden – und zu Unrecht auferlegt.*
*) Aus: Charles E. Silberman, A Certain People, 1985, S. 361.


