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Der Freundschaft stolzes Siegel tragen viele,
die in der Prüfungsstunde treulos fliehn.
Friedrich Schiller

Die heutige Ausgabe des Südkuriers, den ich ge-wöhnlich nicht lese wegen der „woken“, deutsch-feindlichen Eingefärbtheit seiner Artikel, vereinigt aber heute am 7.11.2024 auf seiner Seite 13 ein scheinbares Sammelsurium von Themen.

Schaut man aber tiefer mit dem Wissen um die Krankheit des Wille-zur-Macht-Mann-„Welt“-Zeitalters (Adelinde) unserer Tage mit den weltwei-ten Zerstörungen des Lebens der Völker und ihrer Heimatländer, so erkennt man, was das Artikel-„Sammelsurium“ unbeabsichtigt verbindet.

 

Hans Thoma, Elternhaus in Bernau/Südschwarzwald 1866 (Bild: meisterdrucke.de)

Da springt uns als erstes der Bericht über den Maler Hans Thoma an, der vor 100 Jahren am 7.11.1924 gestorben ist. Gleich die Überschrift verrät schon die Krankheit der Mainstream-Gutmenschen:

Der umstrittene Heimat-Maler Hans Thoma.

Und warum ist er umstritten? Man lese und staune: Er hat seiner Liebe zu seiner Heimat in seinen Bildern Ausdruck verliehen, seiner Heimat im Südschwarz-wald

von Blumen und Honigduft erfülltes hochgelegenes Wiesental …

das ihn von

goldenem Glück

erfülle! Und der Schreiber des Südkurier enthüllt seinen eigenen Geist von Zeile zu Zeile weiter:

So viel Heimatlob? Das macht Thoma verdächtig …

Heimatlob macht verdächtig! Wie krank muß man sein, sowas zu Papier zu bringen. Doch es läßt sich steigern:

Umso mehr, als sein Werk von den Nationalsozialisten (Jahrzehnte später) vereinnahmt und verklärt wurde.

Du fragst dich: Geht‘s noch? So viel gutmenschlicher Unsinn ist nur noch zu bezeichnen als

krank!

Krank durch das Wille-zur-Macht-Mann-„Welt“-Zeitalter! Der alle Staaten übergreifende Wille zur (Welt-)Macht hat einen ihm verwandten, ihm den-noch nicht passenden Zweig vernichtet, den NS, und will ihn in der Vernichtung festhalten. Nur keine Sehnsucht nach Heimat aufkommen lassen, nach mütterlicher Geborgenheit, wie sie im vieltausend-jährigen „Mutterrecht-Zeitalter“ gegeben war.

Was wir heute erleben, ist das Töten aller heimatli-chen Bestrebungen in Wort und Tat – zur Zeit in der „Wehrhaftigkeit“ „unserer“ Demokratie von einer Frau an der Spitze des Wahrheits- und Gutmenschen-Ministeriums verbissen vorangetrieben. Diese Frau verkörpert und erstrebt in Lupenreinkultur das Wille-zur-Macht-Mann-„Welt“-Zeitalter – Welt im Sinne von schutzlosem „Außen“, „In-die-Welt-Geworfenseins“. Darin mag sie selbst sich unter Ihresgleichen „heimatlich-geborgen“ fühlen, einer unter vom Willen zur Macht Bestrebten unsicheren „Geborgenheit“. Da kannst du ganz schnell rausfliegen … siehe oben Schiller.

Anderweltonline macht sich über eine moderne Supermacht, die USA, eigene Gedanken:

Im Jahre 1898 allein vereinnahmte Amerika die Länder Kuba, Guam, Puerto Rico, die Philippinen und Hawaii. In einem einzigen Jahr! Amerika drehte durch. Und hat sich seitdem nicht wieder beruhigt.

Die nächste Gelegenheit für den ewigen Frieden kam am Ende des Ersten Weltkrieges 1918, als die Amerikaner, als die einzigen wahren Sieger, der Welt und sich selbst den Frieden hätten aufzwingen können. Aber der Friede von Versailles war nichts weiter als eine Aufforderung zum nächsten Krieg.

Damit kommen wir zu dem Jahre 1945. Amerika beherrschte die Welt, konnte sich aber immer noch nicht dazu durchringen, dieser Welt den ewigen Frieden zu bescheren. Der Kommunismus sei angeblich das Pro-blem. Nun gut.

Im Jahre 1990 hatte Amerika dann endlich auch den Kommunismus besiegt und damit sich selbst die letzte Ausrede aus dem Wege geräumt. Frieden jetzt?

Seitens der Weltmacht-Ergriffenheit dieser Art von „Siegern“?

Sie kennen den Rest der Geschichte. Die Amerikaner (wer sind DIE Amerikaner in Wirklichkeit?!) rüsteten weiter auf, da sie weiterhin die Welt beherrschen und ausbeu-ten wollten. Außerdem waren alle Industrien, die irgendwie mit Militär und Sicherheit zu tun hatten, die wichtigsten Arbeitgeber im Lande. Vor allem aber: Sie waren hoch pro-fitabel.

Die Chance, daß die Amerikaner über den guten Taizu von vor tausend Jahren lesen würden, daß sie von ihm lernen könnten, diese Chance verflüchtigte sich über die Jahre rasant. Vor allem aus einem einfachen Grun-de, auf den Sie nie kommen werden:

Immer mehr Amerikaner wollen immer weniger lesen. Aber es ist noch viel, viel schlimmer: Immer weniger Amerikaner können überhaupt noch lesen.

Das erinnert uns doch glatt an unser eigenes Volk und Land …

Aber siehe da, auf der Seite 13 des Südkurier v. 7.11.24 stehen weitere Meldungen, und zwar über Leute, die zeigen, daß sie sich weigern, sich in die Welt-des-Willens-zur-Macht einzugliedern bzw. die gegen diese Krankheit angehen. Sie sind – vielleicht unbewußt – Vertreter des untergegangenen Mütter-Zeitalters, so z.B. der jüdische Dirigent Daniel Barenboim (81). Der – so der Südkurier –

Daniel Barenboim (deutschegrammophon.com

findet es schwer, an-gesichts des Konflikts im Nahen Osten opti-mistisch zu bleiben. Doch trotz Schmerz, Trauer und Wut soll-ten sich Menschen nicht voneinander abschotten. Sie soll-ten

„sich immer wieder begegnen und in-tensiv austauschen“,

sagt er. Das von ihm und Edward Said ge-gründete West-Eastern-Divan-Orchestra, dem junge Menschen aus Israel und der arabischen Welt angehören, versuche, einen Dialog zu schaffen. Man musiziere gemein-sam, lade Referenten ein, habe Diskussi-onsrunden und sei füreinander da.

„Es ist möglich, einen anderen Weg als den von Krieg und Zerstörung zu gehen. Das gibt mir Kraft.“

Juliane Köhler (filmstarts.de)

Gleich neben diesem Bericht lesen wir den über die Schauspielerin Juliane Köhler, die findet:

„Roter Teppich ist anstrengend.“

Sie will nicht die Macht ergreifen als Berühmtheit, sie möchte in ihren Rollen aufgehen, sonst nichts:

Ich hab mich noch nie so feiern können, wie das manche Kollegen gerne machen … Ich will mich nicht als Juliane darstellen, sondern als die Figur, die ich spiele.

Auch dieses Wollen ist die Echtheit, die dem „Mütter-Zeitalter“ entspricht und somit Mutter Natur, in der das Göttliche waltet.

Frank Schätzing (Wikipedia)

Daneben wird der Bestseller-Autor Frank Schätzing vorgestellt, der sich

„vorstellen könnte, bisweilen in dieser Zeit (des Mittelalters) zu leben. Man wur-de nicht vom Wecker wach oder vorbei-fahrenden Autos, sondern weil der Vogel unterm Dach sang … Der Sekundenzeiger habe nicht die Verabredungen diktiert: vieles sei entspannter und der Mensch mit Natur stärker verbunden gewesen. Seit Beginn der Indu-strialisierung sei das Verhältnis Mensch-Natur eher antagonistisch (im Widerstreit miteinander).“

Auch er verweigert sich der Welt-des-Willens-zur-Macht und zeigt den Wunsch nach der Geborgenheit im Mütter-Zeitalter.

Carolin Kebekus (gala.de)

Die Komikerin Carolin Kebekus führt den Reigen der sich der Welt-des-Willens-zur-Macht-Verweigerern an. Sie

behandelt im aktuellen Bühnenprogramm und in neuen Folgen ihrer Fernsehshow ihre neue Rolle als Mutter und verbindet das mit Kritik an Gesellschaft und Kirche.

„Seit der Geburt meines Kindes denke ich mir, daß es kraß ist, was man als Frau da leistet, was Frauen alles schaffen und aushalten können.“

Umso erstaunlicher sei es, wie das Patri-archat, allen voran die katholische Kirche, es über die Jahrtausende geschafft habe, die Frau klein zu halten … In ihrem Programm thematisiert Kebekus beispielsweise sich Gott als Frau vorzustellen.

Da macht sie zwar den gleichen Fehler wie die Re-ligionsstifter, die sich Gott als Gestalt räumlicher und zeitlicher Ausdehnung vorstellen und als sol-chen den Menschen eingebläut haben, was sich bei genauem Hinsehen aber als längst überholte Vor-stellung erledigt hat.

Doch die Weiblichkeit der „Mutter Natur“ bzw. der mütterlichen Schöpferkraft, die das Weltall erschuf und weiterhin durchwaltet, wie es unsere Altvorde-ren im vorchristlichen Europa vom Norden bis rund ums Mittelmeer empfanden und ihr die Namen Isis, Holle u.a. gaben, ist nicht gegenständlich, sondern erschaute Schöpferkraft.

Kebekus jedenfalls bekam es mit den Vertretern des alten hart im Gegenständlichen verharrenden Mann-Zeitalters zu tun, wie die Künstlerin berichtet:

Und die Reaktionen, der Haß, den ich darauf bekomme, zeigt, wie frauenfeindlich die Gesellschaft zum Teil noch ist.

So vereint der Südkurier auf derselben Seite mit seinem Bericht über Hans Thoma, der sich wegen seiner Heimatliebe „verdächtig“ gemacht habe (!!), andere naturliebende Heimatsuchende. Er scheint nicht zu merken, wie er sich selbst widerspricht und mit dem Hinweis auf den NS „treulos flieht“, sobald „die Prüfungsstunde“ gekommen ist (Schiller s.o.).

 

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