Gedanken und Beobachtungen zu Neujahr
Freitag, 3. Januar 2025 von Adelinde |
Th. Engelhardt
erzählt von einem „Silvester“-Abend, den er im Kreise von älteren und jungen Leuten verlebt hat. Daran schließt er seine nachdenklichen, uns alle angehenden Zeilen an:
Wir wünschen uns in diesen Tagen alle ein gutes neues Jahr. Vielmals müssen diese Wünsche aber als hohle Floskel erscheinen. Denn die Wünschenden ahnen (oder wissen) zumeist, wie schlecht es heute um unser Land steht. Die gutgemeinten Wünsche drücken also in erster Linie Hoffnung aus.
Mindestens also das. Denn angesichts der Realitäten scheint es wenig wahrscheinlich, daß wir ein gutes Jahr haben werden.
Zu Silvester waren wir bei Bekannten, und deren Tochter mit Freund und eine Freundin (alle um die 30) waren auch mit von der Par-tie. Im Verlauf des Abends stellte ich die Fra-ge, ob sie Wünsche und Vorsätze für Neujahr hätten. Keine. Alles paletti.
Lediglich machte ich dann eine Bemerkung, daß ich selbst mich ausgesprochen unwohl fühle und für 2025 wenig Hoffnung auf Bes-serung der hiesigen Verhältnisse hätte. Das sollte ich dann erklären. Großes Unverständ-nis. Wenn es hier im Land so schlimm wäre, solle ich doch auswandern … Ich kommen-tierte das dann nicht weiter, weil mir Lena einen Tritt vor‘s Schienbein gab, um den Abend zu retten.
Meine Schwester bestätigte mir aber im Ge-spräch am Neujahrstag, daß sie sich mit ihren beiden Söhnen (auch um die 30) ebenfalls nicht mehr unterhalten könne. Die jungen Leute, gut ausgebildet und in gut bezahlten beruflichen Stellungen, nehmen ihre Umwelt und unsere Zeit anders wahr als wir „alten Säcke“.
Aber, nun ein großes Aber: Diese Junger-wachsenen leben in einer Scheinwelt, weil sie sich in einer Meinungs- und Denkblase be-finden und nicht gelernt haben, kritisch zu denken und die Wirklichkeit kritisch zu re-flektieren. Die verdummte Massengesell-schaft der Amis hat sich hier also auch breitgemacht. Das kann, ja, das muß man bedauern, ist aber nicht zu ändern.
In dreißig, vierzig Jahren werden diese heute 30jährigen schmerzlich erkennen, welchen Illusionen sie erlegen sind. Dann aber wird es zu spät sein.
Trotzdem noch einmal. Uns allen sei eine gute, noch mehr eine friedliche Zeit ge-wünscht! Aber gerade der Frieden scheint immer brüchiger.
Vor dreiundvierzig Jahren (1981/1982) war ich in der DDR-Friedensbewegung aktiv. Da-mals wollten wir die Stationierung sowjeti-scher SS-20-Mittelstreckenraketen auf DDR-Territorium verhindern helfen. Am Ende er-folgte die Stationierung aber doch (ja, wir waren naiv und für mich hatte mein Engage-ment die Konsequenz, daß ich exmatrikuliert und mit lebenslangem Studienverbot in der DDR belegt wurde:
„Thomas Engelhardt hat das Vertrauen der Arbeiterklasse mißbraucht und das Recht, an einer sozialistischen Hoch-schule zu studieren, verloren“).
Heute aber stehen russische Iskander-Ra-keten, ausgestattet mit Mehrfach-Spreng-köpfen, im 1945 annektierten Ostpreußen, und die Angehörigen der politischen Nomen-klatura Bundesdeutschlands zündeln perma-nent an der Lunte. Getreu dem Motto, sie wissen nicht, was sie tun.
„Schlafwandler“ wie 1914 …
Was also erwartet uns 2025?
– Nun, zunächst einmal wieder (was Wunder!) höhere Steuern und Abgaben. Als erstes folgt die Grundsteuererhöhung (dabei haben wir nach Belgien bereits die höchste Steuer- und Abgabequote im gesamten EU-Raum).
– Die CO2-Zwangsabgabe stößt bislang auf keinen Widerspruch, obwohl sie sich auf alle Dienstleistungen und Verkaufspreise auswir-ken wird, teilweise sogar drastisch. Viele mittelständische Transportunternehmen werden dem Vernehmen nach diese künstli-chen Preissteigerungen nicht mehr wegstek-ken können, zumal diese durchaus nicht 1 : 1 an Kunden weitergegeben werden können.
– Die Steigerung der Krankenkassen-Zusatz-beiträge nehmen die Bürger zur Kenntnis, aber mehr als neuer Unmut ist nicht die Folge (das Sonderkündigungsrecht erscheint in diesem Zusammenhang als riesengroße Veräppelung!!!).
– Die Erhöhung des Postportos erscheint ge-linde gesagt als Frechheit, wenn berücksich-tigt wird, daß das dem US-Konzern DHL [1*] gehörende Unternehmen „Deutsche Post“ (bei dem nur noch der Name deutsch ist!!!) keine Postgebäude mehr unterhält, bei den Mitar-beitern spart und man als Kunde heute mit angelernten Kräften konfrontiert ist. Lange Wartezeiten in den Postagenturen sind heute Normalität.
Meines Erachtens wird das Jahr 2025 kein gutes Jahr. Der weitere Abstieg dieses Ma-rionetten- und Suzeränstaates BRD ist ab-sehbar. Die Frage ist lediglich noch, in wel-chem Tempo dieser Niedergang weiterhin erfolgen wird. Langsam und stetig oder rasch an Fahrt aufnehmend und sich verstärkend?
In einem kürzlich veröffentlichten Beitrag schrieb ich kürzlich, daß wir 2025 ff. wohl 4-5 Millionen Arbeitslose zu erwarten haben. Manche meinten, diese Rechnung würde überzogen erscheinen. Warten wir‘s ab. Möglicherweise wird es sogar noch schlim-mer. Wir haben jetzt schon fast 3 Mill. Arbeitslose im Land (Ende November waren 2,79 Millionen Arbeitslose offiziell !!! registriert).
Aber diese Zahl ist zu relativieren, weil wei-tere 1,2 bis 1,5 Millionen Arbeitslose aus der Statistik herausgerechnet werden! Dabei handelt es sich zum einen um „versteckte Arbeitslosigkeit“ (beispielsweise Arbeitslose in Weiterbildungsmaßnahmen) und Personen in der sog. Stillen Reserve (bundesdeutsches Beamtendeutsch und Neusprech). Dazu kom-men noch Arbeitslose, die aus unterschied-lichen Gründen gar nicht mehr in der Statistik erscheinen (das betrifft schätzungsweise bis zu 1 Million Menschen).
In der hiesigen Provinzpresse war vor weni-gen Tagen ein randspaltiger kurzer Artikel abgedruckt. Wohlgemerkt auf Seite 6 Innen-teil:
„Mittelstand befürchtet rasante Talfahrt. Umfrage bei Betrieben zeichnet ein dü-steres Bild“:
Der Mittelstand befürchtet demnach 2025 eine rasante wirtschaftliche Talfahrt! Acht von zehn Mittelständlern erwarten ein beschleu-nigtes Schrumpfen der bundesdeutschen Wirtschaft.[1]
58 % der befragten Mittelständler rechnen mit wirtschaftlichem Abschwung in ihren Be-trieben und jeder Fünfte stellt sich bereits jetzt auf wirtschaftliche Depression im eigenen Betrieb ein!!! 40 % hatten bereits im Jahr 2024 wirtschaftliche Einbußen bei Umsatz und Gewinn zu verzeichnen.[2]
Das also steht hier in der Zeitung auf Seite 6, also unter »ferner liefen«.
Was kommt 2025 noch auf uns zu? Wahrscheinlich eine weitere Zuspitzung der innergesellschaftlichen Widersprüche, ein weiterer Abstieg der Wirtschaft. Keiner poli-tischen Partei ist die Fähigkeit zuzutrauen, die Verhältnisse in Deutschland auf Vorder-mann zu bringen. Dazu wäre eine „Große Staatsreform“ vonnöten, und diese müßte auf einen Totalumbau dieser BRD hinauslaufen.
Alles und jedes müßte auf den Prüfstand. Die innere Struktur, der Staatsaufbau (Abschaf-fung der von den Kriegssiegern 1945 den Deutschen aufoktoyierten Länderstruktur), Liquidierung aller 1945-1950 auf Geheiß der Siegermächte auferlegten Gesetze, die Län-der- und Bundesgesetze wurden, Liquidie-rung aller Medienunternehmen, die 1945-1947 Lizenzen für Verlags- und Zeitungsneugründungen erhielten (das sind faktisch alle), Auflösung der sog. „öffentlich- rechtlichen Sendeanstalten“, die mittels Zwangsgebühren die Bevölkerung systema-tisch indokrinieren, Nachrichten unterdrük-ken und Systempropaganda betreiben.
Im Grundsatz müßte das bedeuten, den Su-zeränstaat BRD faktisch zu beseitigen und an seiner Stelle einen neuen Staat zu gründen.
Zuerst müßte das sog. Grundgesetz ad acta gelegt werden (es heißt ja bis heute „Grund-gesetz FÜR die Bundesrepublik Deutschland“ und nicht etwa „Grundgesetz der Bundesre-publik Deutschland“ – ein feiner aber kein kleiner Unterschied!).
In einer einzuberufenden verfassunggeben-den Versammlung müßten die Deutschen dann also eine neue Verfassung annehmen. Aber bereits da beginnen die Schwierigkeiten. Denn wer ist Deutscher? Ein Paßdeutscher ist Deutscher gemäß bundesdeutscher Geset-zeslage.
Können und sollen ein Viertel der Bevölke-rung Bundesdeutschlands das Recht haben, über die Zusammensetzung einer verfas-sunggebenden Versammlung mit abzu-stimmen? Selbstverständlich nicht! In Israel haben Nichtjuden (Araber, Drusen, Tscher-kesessen, Maroniten, Alawiten, Armenier, Assyrer, Aramäer) auch nur ein einge-schränktes Bürgerrecht, sie sind gleichsam Staatsbürger 2. Klasse. Das wird hierzulande gemeinhin verschwiegen (allerdings sind Araber auch Abgeordnete der Knesseth).
Zur verfassungsgebenden Wahlversammlung könnten und müßten ausschließlich Abstam-mungsdeutsche berechtigt sein, die minde-stens einen deutschen (abstammungsdeut-schen!) Elternteil haben. Eingebürgerte Paß-deutsche könnten für die Wahl einer verfas-sunggebenden Versammlung, die über die Zukunft unseres Vaterlandes zu befinden hätte, nicht wahlberechtigt sein (deren Zahl liegt mittlerweile bei mehren Millionen). Werden diese Gegebenheiten, die für die Zukunft unseres Landes von entscheidender Bedeutung sind, hier und heute thematisiert und diskutiert? Mitnichten!
Es liegt mithin an den Deutschen selbst, sich von dem vormundschaftlichen Zwangsgebilde namens Bundesrepublik zu befreien.
zu [1*] DHL stellt eine Abkürzung dar. Ge-gründet wurde das Unternehmen 1969 in San Francisco von Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn. Deren Anfangsbuchstaben im Namen bilden „DHL“.
Die DHL stellt ein außerordentlich verschach-teltes Unternehmen mit einer intransparenten Unternehmensstruktur dar! Die Aktienantei-le der DHL Group gehören heute zu 80 % Finanzinvestoren (sog. Free Float-Aktien im Streubesitz, aufgrund des geltenden Aktien-rechts kaum zu benennen), davon 19 % Privatanleger (der überwiegende Rest sind sog. institutionelle Anleger von der US-Ostküste, die bekannten „Heuschrecken“, meistens in jüdischem Besitz befindlich).
17 % der Aktien hält die bundesdeutsche KfW Bankengruppe (Kreditanstalt für Wiederauf-bau).
Diesen aufgeblähten Konzern als „deutsches“ Unternehmen zu bezeichnen, nur weil es sei-nen operativen Sitz heute zum Schein in Bonn hat (die Entscheidungen werden anderswo getroffen!), ist gelinde gesagt eine Frechheit ohnegleichen, weil Kunden, Angestellte, Mitarbeiter genasführt werden. Kaum einer der im Dauerlauf die Post austragenden Mitarbeiter weiß heute, für wen er arbeitet und von wem er tagtäglich ausgebeutet wird. Die Postkunden interessiert es sowieso nicht. Genauso also wie der ganze „Staat“ BRD eliminiert werden muß, müßte auch dieses Unternehmen entschädigungslos enteignet und abgewickelt werden … Wenn, ja, wenn.
Bis zum 30. Juni 2023 trat der Konzern DHL Group als „Deutsche Post DHL Group“ (kurz DPDHL) in Erscheinung, bis 2015 noch als „Deutsche Post DHL“ und bis 2009 trat es als „Deutsche Post World Net“ (abgek. DPW) auf.
Das internationale Logistikgeschäft und das deutsche Paketgeschäft wird heute unter der Marke DHL geführt, das deutsche Postge-schäft unter „Deutsche Post“ und mit unver-ändertem Posthorn.
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Anmerkungen
[1] Qu.: Umfrage des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft BVMW.
[2] Qu.: Peiner Allgemeine Zeitung, 31.12.2024, S. 6.