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Adelinde

In einer Zeit des allgemeinen Niedergangs mensch-licher Gesellungen kommt einem die Schrift von Dr. med. Henning Fikentscher „Die Huld“ wie gerufen in die Hände.

Ein Freund sandte mir dankenswerterweise die PDF-Ausgabe der Schrift, die Henning Fikentscher vor Jahren von seinem Buch „Die Huld“ vom Druckhaus A. Fromm in Osnabrück hat anfertigen lassen.

„Die Huld – ein vergessenes Band menschli-cher Gemeinschaft und die sittliche Grund-lage der Naturpflege“.

Gleich einleitend stellt der Autor über „Menschliche Gesellungsformen“ fest:

Wenn man von allen geschlechtsbedingten Gesellungen wie Ehe, Sippe, Clan und Stamm absieht, so scheint es nur noch drei Möglich-keiten geordneter Gesellung zu geben:

1. die Willkürherrschaft oder Sklaverei – als die gestufte Übereinanderordnung verschie-den Mächtiger unter Zwang, List, Furcht und Gewöhnung; 

2. die Genossenschaft – als Nebeneinan-derordnung Gleichmächtiger unter gegen-seitiger Anerkennung zu bestimmten nützlichen Zwecken;

3. die Huldschaft – als freiwillige Überein-anderordnung verschieden Mächtiger in Vertrauen, Treue und gegenseitiger Hilfsbereitschaft.

In der Verfolgung der Ausführungen des Autors sehen wir, in was für einer Gesellung wir heute – nicht nur in unserem Deutschland, sondern weltweit – leben und wie es dazu kam. Der Autor macht gleich zu Anfang seiner Ausführungen darauf aufmerksam:

Die drei Gesellungsformen sind in ihren An-sätzen und Vorstufen nicht von Menschen erfunden worden, sondern lassen sich schon im Tierreich nachweisen.

Was aber bei den Tieren auf erblich vorge-zeichneten, festgelegten Verhaltensweisen beruht, ist bei den Menschen nächst erblicher Eignung ein gepflegtes Gesittungsgut, das in seinen Auswirkungen die Gruppen einheitli-cher erscheinen läßt, als es der Vielheit der Anlagen innerhalb der Gruppen entspricht.

Mehr als das Tier kann sich der Mensch so, aber auch anders verhalten. Die zufällige oder absichtliche Prägung vermag seine Triebanlagen umzulenken – zu verstärken, abzuschwächen, zu verdecken, zu verwirren, ja zu zerstören.

So sei die Willkürherrschaft z. B. die scheinbare Nachfolgerin der tierischen Hackordnung. Die letzten Adelinde-Beiträge über das Kriegsende 1945 haben den Abgrund jener Triebanlagen vor Augen geführt, wie er schlimmer nicht verwirklicht werden kann. Bestialische Gewaltorgien gegen Deutsche zeigten den Seelenzustand der sog. Siegermächte aus Ost und West. Eine überbot die andere an men-schenverachtender Grausamkeit gegenüber den besiegten wehrlosen Deutschen.

Diese – zwar entartete – „Hackordnung“ entstammt einem Denken, wie wir sie hauptsächlich in wüsten-ländischen Gesittungen vorfinden, die jedoch im Laufe der Jahrhunderte mehr und mehr Macht auch in Europa und weltweit erlangte und die hier gelebte „Huldschaft – als freiwillige Übereinanderordnung verschieden Mächtiger in Vertrauen, Treue und gegenseitiger Hilfsbereitschaft“ (s.o. Fikentscher) verdrängte.

Immer wieder schlagen ernste Beobachter der heu-tigen Politik in Deutschland die Hände über dem Kopf zusammen über die „Leichtgläubigkeit, Ver-trauensseligkeit, Unterordnungsbereitschaft“ der Deutschen.

Sie ist jedoch ein germanischer Wesenszug der oben genannten Verhaltensweisen, die sowohl in Zeiten des Friedens wie auch in Notzeiten wie Kriegen sich bewährt und dem Volk seine Kraft verliehen haben.

Fikentscher führt einige Beispiele vor Augen und setzt seine Gedanken voran:

Der ursprüngliche Huldbegriff, für den die Germanen in der Übergangszeit nach der Bekehrung verschiedene Ausdrücke besaßen, umfaßte:
1. den Machtunterschied der Beteiligten;
2. die gegenseitige Achtung, das Vertrauen und die Wahrung der Ehre;
3. die Freiwilligkeit der Bindung;
4. die Ausdauer der Bindung, Bewährung in Treue.

Ohne Machtunterschied, ohne gegenseitiges Vertrauen, Hochachtung und Ehrenwahrung, ohne Freiwilligkeit, Bewährung und Treue gab es keine Huld.

Dies festumrissene Bündel von Vorbedin-gungen ist schon anderen Denkern aufge-fallen, von denen hier zwei bedeutende aus ganz verschiedenen Lagern anhörenswert sind, und zwar der jüdische Reichsaufbau-minister Walther Rathenau und der Dom-propst Prof. Dr. Konrad Algermissen.

Rathenau, Reflexionen 22:

„Freilich kennen auch Starke die Ab-hängigkeit, die aber nicht Knechtschaft der Furcht, sondern Gefolgschaft der Treue ist. Hier führen Achtung und Neigung, Überzeugung und Pflicht zu einem edlen Verhältnis, das nicht ein-seitige Rechte gestattet.

So entsteht als vornehmste Form des Menschendienstes die Königstreue ger-manischer Völker, die im Gegensatz zur Proskynese* des Orients auf freier und selbstbewußter Schätzung eigener und fremder Kraft beruht.“

*)Wikipedia: Die Proskynese beinhaltete oft, daß sich der Untertan dem Herrscher zu Füßen warf, das heißt mindestens auf die Knie ging und den Kopf zu Boden neigte, manchmal auch sich mit dem Gesicht nach unten flach auf den Boden legte …

Algermissen, Germanentum und Christen-tum: 

Aus nordischer Heldenhaftigkeit und arischer Geistigkeit wurde eine Ein-richtung, die für die heidnischen Ger-manen besonders charakteristisch ist und zum Edelsten gehört, was sie geschaffen haben. –

Alle Tapferkeit, alle Hingabefähigkeit, aller Glaube und alle Treue, aller Stark-mut und alle Liebe, deren die germani-sche Seele fähig ist, spricht sich hierin aus, bei ausgeprägter individueller Selbständigkeit sich durch freiwillige Unterordnung unter den wirklich und wahrhaft Tüchtigsten, nicht im Verhältnis des Sklaven zum Herrn, sondern in wechselseitigem Verhältnis der Treue zur Treue, dem gemeinsam Wohl einordnen, das ist der Sinn des Gefolgschaftswe-sens, das ist echt germanisch empfunden und gedacht. –

Es liegt im altgermanischen Gefolg-schaftswesen ein starker sozialer Sinn und ein Altruismus, wie er selten bei einem Naturvolk zu finden ist.“

Wer erkennt hierin nicht die Deutschen von heute, auf die so viel geschimpft wird, weil man das Ver-halten in seiner ursprünglichen Sinnhaftigkeit nicht richtig deuten kann. Andererseits scheint es den vernichtenden Haß von Orientalen zu erregen, denen nichts anderes einfällt, als dieses Volk mitsamt der weißen „Rasse“ zu vernichten und vom Planeten Erde zu tilgen.

Umgekehrt vermag, wie Fikentscher schreibt,

Huld … nicht nur die größten Rassenunter-schiede zu überbrücken, sondern auch die Scheide zwischen Mensch und Tier. So wie sich die Festigkeit der Huldbindung bei den Schwarzen Lettow-Vorbecks zeigte, die nach drei Jahren schwerer Kämpfe, Entbehrungen und Ausfälle zu ihm sagen konnten:

„Wir bleiben bei euch – bis wir alle fallen.“

Annette v. Droste-Hülshoff habe die Huldbindung zwischen Mensch und Tier

bis über den Tod hinaus richtig erkannt und ihrem Gedicht „Instinkt“ und anderenorts treffend geschildert.

Die huldhafte Haltung befähigte die englische Zoologin Jane Goodall-van Lawick, (allein und) unbewaffnet unter die wilden Schimpan-sen im Urwald von Kenia zu gehen, die ihren Mut und ihr Vertrauen mit Vertrauen und Achtung erwiderten.

Ihr Urteil faßte sie in die Worte zusammen:

„Wild chimpanzees are gentle“ –

aber nur solange sie in voller Freiheit leben können und nicht hinter Gitterstäben ge-zwungen sind, menschliche Verstandesmacht grollend anerkennen zu müssen.

Fikentscher faßt zusammen:

Huld und Willkürherrschaft entstammen derselben alttierischen Hackordnung. Beiden ist die strenge Schichtung der Machtstellung gemeinsam. Diese beiden Gesellungsformen trennt nur eine schmale, aber unübersteiglich hohe Scheide: Gitterstäbe.

In der altgermanischen Gefolgschaft gibt es keine „Gitterstäbe“ und keine Unterwerfungsgesten wie in den orientalischen Gesittungen. Kommen diese je-doch über den Germanen, ist er ihnen nicht gewachsen.

Die häufig anzutreffende Hochintelligenz der Orientalen ist eine Tatsache, mit der der Germane beeindruckt wird und sich selbst verlieren kann. List und Tücke sind ihm artfremd, ihnen gegenüber ist er in seiner inneren Wahrhaftigkeit scheinbar hilflos ausgeliefert. Fikentscher:

„Auf der anderen Seite verbürgte aber auch die höchste verstandliche Begabung noch keine huldhafte Führung. Dazu bedurfte es eben der Anlage zur Selbstsicht, als Fähig-keit, die eigenen Antriebe, Leidenschaften und Hemmnungen kühl und nüchtern wie von außen zu sehen und einordnen zu können.

… der Huldträger ist dadurch befähigt, un-abhängig von seinen Gefühlen und Antrieben sein Handeln und die Belange anderer Ge-schöpfe sinnvoll zusammenzuordnen, andere Rechte neidlos, unbegehrlich und achtungs-voll anzuerkennen.

Dies ist die erste Vorbedingung huldhaften Verhaltens. Um es im Leben zu bewähren, muß der Betreffende auch tapfer sein. Wer sich um die Erhaltung seines Daseins, ja nur um einen Lustgewinn ängstigt, ist zur Huldführung untauglich.

Damit ist der Mut zur Wahrheit untrennbar verbunden. Wer den Weg des geringsten Widerstandes sucht, kann weder Huldherr noch Huldner sein. Lüge und falscher Schein sind mit Huld unvereinbar, sowohl für den Huldherrn wie für den Huldner.“

Fikentscher führt als Beispiele höchster Intelligenz

die Erfinder und Entwickler der Kernkraft-waffen und neuzeitlichen Physik (an), wie Albert Einstein, Robert Oppenheimer, Edvard Teller, Emrico Fermi, Bruno Pontevorvo, David Lilienthal, Alexander Weißberg, Georg Placzek, Niels Bohr, Otto Hahn, Denker wie Pasqual Jordan, Martin Buber und Karl Jaspers, Politiker wie Ilja Ehrenburg und Sefton Delmer, Propheten bzw. Futurologen wie Herman Kahn …

Wer würde von ihnen verlangen, allein und unbewaffnet unter die wilden Schimpansen zu gehen (wie Jane Goodall) oder ohne Zu-schauer mit einem Bären von 500 Pfund in der kanadischen Wildnis Freundschaft zu schließen und zu halten wie Robert Franklin Leslie?

… Warum war unter ihnen kein John Maynard? Warum eine Liese Meitner, aber keine Mania Skladowska (Marie Curie), keine Florence Nightingal, keine Elsa Brandström?

Die Verstandesgrößen des Atomzeitalters waren und sind dazu nicht veranlagt. Das hat mit äußerem Zwang und zufälligem Schicksal nichts zu tun. Warum konnten sie nicht sein, was ein Fridtjof Nansen, ein Francis Galton oder ein Erich Ludendorff war? …

Diese furchtlosen, eigenständig denkenden, ein-satzbereiten Männer mit höchsten huldhaften Füh-rungsfähigkeiten brachten ihren Einsatz zugunsten der Förderung und Rettung der Menschen bzw. des ihnen anvertrauten Volkes im Weltkrieg wie Erich Ludendorff, der das Deutsche Volk vor feindlicher Zermalmung bewahrte, ehe das Unrechts-Diktat von Versailles – frei von irgendwelchen Huldbestrebun-gen – das Deutsche Volk in seinem Lebensnerv treffen sollte.

Den Verantwortlichen von „Versailles“ dagegen fehlte es nicht nur an Weisheit, sondern auch an Wahrhaf-tigkeit und huldhaftem Verantwortungsbewußtsein. Sie erstrebten auf der einen Seite Vernichtung des Huldsystems, auf der anderen Seite rücksichtslose Selbstbereicherung. Fikentscher:

Nansen besaß, was jenen fehlte. Er durch-querte Grönland als erster lebender Mensch zu Fuß. Er fuhr gen Pol. Er rettete sein Va-terland vor dem Bruderkrieg mit Schweden; er rettete achtzigtausend Angehörige der Wran-gel-Armee vor dem Untergang, vierhundert-tausend Deutsche aus den Gefangenenlagern in Sibirien, achthunderttausend Griechen vor der Vernichtung nach der Austreibung aus der Türkei, sechzehn Millionen russen und Ukrainer vom Hungertode. –

Nansen war der größte Wohltäter aller geschichtlich bekannten Zeiten. Er hatte keine staatliche Machtstellung, keine Titel, hatte keine Kirche, keine Partei, keine Frei-maurerloge oder irgendeine Wirtschaftsmacht hinter sich als Rückendeckung, aber er war der Huldherr, wie ihn Erik Werenskiöld nach seinem Tode beschrieb:

„Er besaß in vollem Maße die Eigen-schaften, die wir mit Helden verbinden: Mut, Ehrlichkeit, Gerechtigkeitsgefühl, ein warmes Herz, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Selbstbeherrschung und ein sicheres Taktgefühl. Keine per-sönliche Eitelkeit, keine Rücksicht auf eigenen Vorteil trübte jemals sein Urteil.“

Als Gegenbeispiel bringt Fikentscher die huld-unfähigen Päpste Gregor VIII. und Pius XII.: Dieser

… hat zwar nicht – wie sein Amtsvorgänger Gregor VIII. 1572 – eine Denkmünze auf eine Bartholomäusnacht schlagen lassen, aber stillgeschwiegen, als die röm.-katholischen Bischöfe und Franziskanermönche der Kroa-ten im Verein mit den kroatischen Faschisten vierhunderttausend griechisch-orthodoxe Jugoslawen abschlachten, um die Kinder der Ermordeten zur Umerziehung in die Klöster zu verbringen.

Der Autor schlußfolgert:

Diese wenigen Beispiele dürften genügen, um verständlich zu machen, daß hoher Verstand zwar zu Willkürherrschaft und Ausbeutung, ja zu Verbrechen größten Ausmaßes befähigt, aber ohne Huld nicht zu Vernunft und Weis-heit im Umgang mit weltbestimmenden Kräften ausreicht.

Das Wort „Huld“ ist heute ein selten gebrauchter Begriff. Er ist verwandt bzw. abgeleitet von Frau Holle, der Hulda, Bertha, der gottnahen Wohltäterin der Menschheit.

Huldhaftes Verhalten ist die gütige Zugewandtheit des Menschen zum Menschen oder zum Tier. Man trifft sie indes heute noch immer an in unserem deutschen Volk, dessen Wesensart nun jedoch willentlich von der völkervernichtenden orientali-schen Hintergrundmacht durch Rassenmischung verwässert und beinahe unlebbar gemacht werden soll. So erkennt auch Fikentscher:

Unter der Führung huldunfähiger Verstandes-menschen wird heute alle Heimat zerstört und werden die Heranwachsenden heimatun-fähig gemacht.

Dies trifft alle Völker der Erde, die sich aus dem verderblichen Einfluß größenwahnhafter Massenverführer nicht heraushalten können, am schwersten die urtümlich gebliebenen Völker, die heute in größenwahnhafter Über-heblichkeit die „unterentwickelten“ genannt werden. 

Heimat ist nichts, in das man genießend hineingeboren wird. Heimat muß erarbeitet, erlebt, erwirkt, erlitten, erkämpft und be-standen werden. Wer seine Heimat willentlich verraten hat, findet sie nicht wieder.

Herz und Heimat schlagen nach dem nämlichen Alles-oder-nichts-Gesetz. Für Menschen ohne Heimat gibt es keine Huld. Sie werden zu Unholden der Welt.

„Wir werden die Umwelt so verändern, daß sich die Menschen selbst nicht mehr kennen“,

fühlte sich der huldunfähige überstaatlich hetzende Einpeitscher von Gewalt gegen die Deutschen Ilja Ehrenburg bemüßigt zu verkünden. Das sagt alles über die, die heute mittels Medien und Geld die Menschen beeinflussen und eiskalt, ohne einen Hauch von Mitgefühl, über sie herrschen. 

Gut zu wissen, was diesen Armseligen fehlt! Ihr vordringliches Ziel bei der Vernichtung unseres Deutschen Volkes war die Beseitigung des deutsch-geistigen Preußen, wie es nach dem 30-jährigen Krieg und den Verwüstungen durch die Pest vom Großen Kurfürst, dann nachfolgend von Friedrich Wilhelm I. und Friedrich dem Großen wiederauf-gebaut wurde.

Es war der Geist, der die Menschenwürde eines jeden Volksangehörigen anerkannte und berücksichtigte,

so daß der alte Huldgedanke der zweiseitigen Treueverpflichtung zwischen Mächtig und Unmächtig, Hoch und Nieder bei bedin-gungsloser Anerkennung der Machtschichtung sich immer klarer abzeichnete.

Königin Luise … verkörperte diesen preußi-schen Grundgedanken überwältigend rein. Sie entzündete damit die Volksmassen ebenso wie hochbegabte Adlige und Führernaturen.

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