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Der Mensch braucht eine Heimat

Laura ist Italienerin wie auch ihr Mann und natürlich auch ihre zwei Söhne. Sie wohnt bei uns in der Nachbarschaft und ist wie weitere 8 Familien, die ihre Neubauten zum Kauf anbieten, am Planen, wie sie Deutschland verlassen könnte, um woanders ein besseres Leben zu finden.

„Deutschland ist am Ende.“ „Deutschland gibt es nicht mehr …“

Wie kommt es, daß Deutschland anscheinend ver-schwindet? Und was tun diese Flüchtigen, um das Land zu halten? Sie waren gekommen, um hier ein „besseres“ Leben zu haben als in ihrer angestamm-ten Heimat. Sie haben sich damals ins von Deutschen gemachte Bett gelegt, um es darin kuschelig zu haben, ohne selbst etwas dazu beigetragen zu haben.

Wie die Nomaden verläßt man die abgeweidete Gegend und sucht neue Weidegründe, zu deren Fruchtbarkeit man selbst nichts getan hat. Welcher Nomade hat schon bäuerliches Blut in sich! Der Bauer baut auf und bleibt der Scholle treu. Wie altmodisch! Wie kann man da die Welt kennenlernen! Die berühmte „Freizügigkeit“ bringt „Bildung“. Keine Frage, und wie schön hört sich dies Wort an: Freizügigkeit!

Ebenso eine rußland-deutsche Familie, die gar nach Paraguai ziehen will, weil es zu gefährlich geworden sei, z.B. das nahe Stuttgart zu betreten. Die Messer-stecher könnten einen selbst oder seine Kinder erwischen!

Alles Zeichen von Heimatlosigkeit und Nomadentum. Wenn man bedenkt, wie unsere Soldaten im 1. und 2. Weltkrieg für den Erhalt der Heimat gekämpft haben, wie die guten Kräfte daheim die Jugend und die Erwachsenen zu gemeinschaftsfähigen, aufbauenden Menschen zu erziehen bemüht waren, und dann heute das sieht, wovor die führenden Köpfe unser Volk bewahren wollten.

Der Marxismus siegte. Er kennt nun nichts Wich-tigeres als den einstigen Aufbau und das Denken, das dazu führte, zu verteufeln. Er ist das satanische Prinzip der Vernichtung. Der heimatlose Mensch scheint ihm das für seine Zwecke dienliche „Ideal“ zu sein.

Und dennoch gibt es einen Bereich, der den Satanen unzugänglich ist. Das ist die menschliche Einzel-seele. Mit ihrer Liebesfähigkeit schafft sie Heimat in der familiären Gemeinschaft und im überschaubaren Ort.

Es gibt z.B. in unserem vielbefahrenen, vom vielen Autoverkehr unerträglich heimgesuchten Nachbar-ort, zwei Läden, in denen die Seele aufatmet, weil die Verkäuferinnen gütig, persönlich zugewandt auf einen eingehen und dein Wohlergehen im Blick haben. Mitten im dichten Straßenverkehr diese Oasen der Ruhe und Güte!

Sie geben Heimat. Wodurch denn? Durch ihre Menschenliebe, mit der sie dich umfangen.

Zu Hause kann es ebenfalls so gut oder noch besser sein, wenn eine gütige, liebende Freundesseele um dich ist.

Wie zerstörerisch wirkt dagegen ein Ehepartner, der – untreu – auswärts „fischt“, dem man nicht mehr trauen kann. Was geht da alles in die Brüche und nimmt die Heimat – sich und dem andern. In seinem Gedicht „An die Freude“ schreibt Schiller:

Wem der große Wurf gelungen,
Eines Freundes Freund zu sein;
Wer ein holdes Weib errungen,
Mische seinen Jubel ein!
Ja – wer auch nur eine Seele
Sein nennt auf dem Erdenrund!

Ja, hier ist Heimat, hier wollen wir bleiben.

Und wers nie gekonnt, der stehle
Weinend sich aus diesem Bund!

Marco sandte dankenswerterweise in einem Kom-mentar hier bei Adelinde eine Beurteilung des Kampfes unserer Soldaten im 1. Weltkrieg, die entschlossen waren, die Heimat zu verteidigen, die damals eben wirklich noch Heimat der Deutschen war.

In seltener Sprachmächtigkeit schildert der Front-kämpfer Adolf Hitler die Vorgänge im Krieg, die die deutsche Wehrmacht zu Fall bringen sollte, nicht in offenem Kampf mit der Waffe, sondern hinterrücks durch Verführung der dem Volke bereits durch den Marxismus entfremdeten antideutschen Arbeitermassen:

Adolf Hitler über den Zusammenbruch Rußlands im Dezember 1917, die darauffolgende Truppenver-legung an die Westfront und die daraufhin begin-nende deutsche Frühjahrsoffensive im März 1918 und dem totalen Versagen der Reichsregierung und der desaströsen Propaganda:

„Was Frankreich wieder im Frühjahr 1918, als der Angriff der deutschen Divisionen die Stel-lungen aus den Angeln zu heben schien, und der weitreichende Arm der schweren Fernkampf-batterien an Paris zu klopfen begann?

Wie war dort immer den zurückhastenden Regi-mentern die Siedehitze nationaler Leidenschaft in die Gesichter gepeitscht worden! Wie arbeiteten dann die Propaganda und geniale Massenbeeinflussung, um den Glauben an den endgültigen Sieg erst recht in die Herzen der gebrochenen Fronten wieder hineinzuhämmern!

Was geschah indessen bei uns? Nichts oder gar noch Schlechteres als dieses!

Damals stiegen mir oft Zorn und Empörung auf, wenn ich die neuesten Zeitungen zu lesen erhielt und man diesen psychologischen Massenmord, der da verbrochen wurde, zu Gesicht bekam …

Gegen Ende des Jahres 1917 schien der Tief-punkt der Niedergeschlagenheit des Heeres überwunden zu sein. Die ganze Armee schöpfte nach dem russischen Zusammenbruch wieder frische Hoffnung und frischen Mut. Die Über-zeugung, daß der Kampf nun dennoch mit einem Siege Deutschlands enden würde, begann die Truppe immer mehr zu erfassen. Man konnte wieder singen hören, und die Unglücksraben wurden seltener. Man glaubte wieder an die Zukunft des Vaterlandes.

Besonders der italienische Zusammenbruch des Herbstes 1917 hatte die wundervollste Wirkung ausgeübt; sah man doch in diesem Siege den Beweis für die Möglichkeit, auch abseits des russischen Kriegsschauplatzes die Front durch-brechen zu können.

Ein herrlicher Glaube strömte nun wieder in die Herzen der Millionen und ließ sie mit aufatmen-der Zuversicht dem Frühjahr 1918 entgegenhar-ren. Der Gegner aber war ersichtlich deprimiert. In diesem Winter blieb es etwas ruhiger als sonst. Es trat die Ruhe vor dem Sturme ein.

Doch während gerade die Front die letzten Vorbereitungen zur endlichen Beendigung des ewigen Kampfes vornahm, endlose Transporte an Menschen und Material an die Westfront rollten und die Truppe die Ausbildung zum großen Angriff erhielt, brach in Deutschland das größte Gaunerstück des ganzen Krieges aus.

Deutschland sollte nicht siegen: in letzter Stunde, da der Sieg sich schon an die deutschen Fahnen zu heften drohte, griff man zu einem Mittel, das geeignet erschien, mit einem Schlage den deutschen Angriff des Frühjahrs im Keime zu ersticken, den Sieg unmöglich zu machen:

Man organisierte den Munitionsstreik.

Wenn er gelang, mußte die deutsche Front zusammenbrechen und der Wunsch des „Vorwärts“, daß der Sieg sich dieses Mal nicht mehr an die deutschen Fahnen heften möge, in Erfüllung gehen. Die Front mußte unter dem Mangel an Munition in wenigen Wochen durchstoßen sein; die Offensive war damit verhindert, die Entente gerettet; das inter-nationale Kapital aber zum Herrn Deutschlands gemacht, das innere Ziel des marxistischen Völkerbetruges erreicht.

Zerbrechung der nationalen Wirtschaft zur Aufrichtung der Herrschaft des internationalen Kapitals – ein Ziel, das dank der Dummheit und Gutgläubigkeit der einen Seite und der boden-losen Feigheit der anderen ja auch erreicht ist.

Allerdings hatte der Munitionsstreik in bezug auf die Aushungerung der Front an Waffen nicht den letzten gehofften Erfolg: er brach zu früh-zeitig zusammen, als daß der Munitionsmangel als solcher – so wie der Plan vorhanden war – das Heer zum Untergange verdammt hätte. Allein um wieviel entsetzlicher war der morali-sche Schaden, der angerichtet war!

Erstens: Für was kämpfte das Heer noch, wenn die Heimat selber den Sieg gar nicht wollte? Für wen die ungeheuren Opfer und Entbehrungen? Der Soldat soll für den Sieg fechten, und die Heimat streikt dagegen?

Zweitens aber: Wie war die Wirkung auf den Feind?

Im Winter 1917/18 stiegen zum ersten Male trübe Wolken am Firmament der alliierten Welt auf. Fast vier Jahre lang war man gegen den deutschen Recken angerannt und konnte ihn nicht zum Sturze bringen; dabei war es aber nur der Schildarm, den dieser frei zur Abwehr hatte, während das Schwert bald im Osten, bald im Süden zum Hiebe ausholen mußte. Nun endlich war der Riese im Rücken frei. Ströme von Blut waren geflossen, bis es ihm gelang, den einen der Gegner endgültig niederzuschlagen. Jetzt sollte im Westen zum Schild das Schwert kom-men, und wenn es dem Feinde bisher nicht glückte, die Abwehr zu brechen, nun sollte der Angriff ihn selber treffen.

Man fürchtete ihn und bangte um den Sieg.

In London und Paris jagte eine Beratung die andere. Selbst die feindliche Propaganda tat sich schon schwer; es war nicht mehr so leicht, die Aussichtslosigkeit des deutschen Sieges nachzuweisen.

Das gleiche jedoch galt an den Fronten, an denen dösiges Schweigen herrschte, auch für die alliierten Truppen selber. Den Herrschaften war die Frechheit plötzlich vergangen. Auch ihnen begann langsam ein unheimliches Licht aufzu-gehen. Ihre innere Stellung zum deutschen Soldaten hatte sich jetzt geändert. Bisher mochte er ihnen als ein ja doch zur Niederlage bestimmter Narr gelten; nun aber stand vor ihnen der Vernichter des russischen Verbündeten.

Die aus der Not geborene Beschränkung der deutschen Offensiven auf den Osten erschien nunmehr als geniale Taktik. Drei Jahre waren diese Deutschen gegen Rußland angerannt, anfangs scheinbar ohne auch nur den geringsten Erfolg. Man lachte fast über dieses zwecklose Beginnen; denn endlich mußte ja doch der russische Riese in der Überzahl seiner Menschen Sieger bleiben, Deutschland aber an Verblutung niederbrechen. Die Wirklichkeit schien dieses Hoffen zu bestätigen.

Seit den Septembertagen 1914, da sich zum ersten Male die endlosen Haufen russischer Gefangener aus der Schlacht von Tannenberg auf Straßen und Bahnen nach Deutschland zu wälzen begannen, nahm dieser Strom kaum mehr ein Ende – allein für jede geschlagene und vernichtete Armee stand eine neue auf.

Unerschöpflich gab das Riesenreich dem Zaren immer neue Soldaten und dem Kriege seine neuen Opfer. Wie lange konnte Deutschland dieses Rennen mitmachen? Mußte nicht einmal der Tag kommen, an dem nach einem letzten deutschen Siege immer noch nicht die letzten russischen Armeen zur allerletzten Schlacht antreten würden? Und was dann? Nach mensch-lichem Ermessen konnte der Sieg Rußlands wohl hinausgeschoben werden, aber er mußte kommen.

Jetzt waren alle diese Hoffnungen zu Ende: der Verbündete, der die größten Blutopfer auf dem Altar der gemeinsamen Interessen niedergelegt hatte, war am Ende seiner Kraft und lag vor dem unerbittlichen Angreifer auf dem Boden. Furcht und Grauen schlichen in die Herzen der bisher blindgläubigen Soldaten ein. Man fürchtete das kommende Frühjahr. Denn wenn es bisher nicht gelang, den Deutschen zu besiegen, da er nur zum Teil sich auf der Westfront zu stellen ver-mochte, wie sollte man jetzt noch mit dem Siege rechnen, da die gesamte Kraft des unheimlichen Heldenstaates sich zum Angriff gegen den Westen zusammenzuballen schien?

Die Schatten der Südtiroler Berge legten sich beklemmend auf die Phantasie; bis in die flandrischen Nebel gaukelten die geschlagenen Heere Cadornas trübe Gesichte vor, und der Glaube an den Sieg wich der Furcht vor der kommenden Niederlage.

Da – als man aus den kühlen Nächten schon das gleichmäßige Rollen der anrückenden Sturm-armeen des deutschen Heeres zu vernehmen glaubte und in banger Sorge dem kommenden Gericht entgegenstarrte, da zuckte plötzlich ein grellrotes Licht aus Deutschland auf und warf den Schein bis in den letzten Granattrichter der feindlichen Front: im Augenblick, da die deut-schen Divisionen den letzten Unterricht zum großen Angriff erhielten, brach in Deutschland der Generalstreik aus.

Zunächst war die Welt sprachlos. Dann aber stürzte sich die feindliche Propaganda erlöst aufatmend auf diese Hilfe in zwölfter Stunde. Mit einem Schlage war das Mittel gefunden, die sinkende Zuversicht der alliierten Soldaten wieder zu heben, die Wahrscheinlichkeit des Sieges aufs neue als sicher hinstellen zu lassen und die bange Sorge vor den kommenden Ereignissen in entschlossene Zuversicht umzuverwandeln.

Nun durfte man den des deutschen Angriffs harrenden Regimentern die Überzeugung in die größte Schlacht aller Zeiten mitgeben, daß nicht der Verwegenheit des deutschen Sturmes die Entscheidung über das Ende dieses Krieges zukomme, sondern der Ausdauer seiner Abwehr. Mochten die Deutschen nun Siege erringen soviel sie noch wollten, in ihrer Heimat stand die Revolution vor dem Einzug und nicht die siegreiche Armee.

Diesen Glauben begannen englische, franzö-sische und amerikanische Zeitungen in die Herzen ihrer Leser zu pflanzen, während eine unendliche geschickte Propaganda die Truppen der Front emporriß.

„Deutschland vor der Revolution! Der Sieg der Alliierten unaufhaltbar!“ Dies war die beste Medizin, um dem schwankenden Poilu und Tommy auf die Beine zu helfen. Nun konnten Gewehre und Maschinengewehre noch einmal zum Feuern gebracht werden, und an Stelle einer in panischem Schrecken davonjagenden Flucht trat hoffnungsvoller Widerstand.

Dieses war das Ergebnis des Munitionstreiks. Er stärkte den Siegesglauben der feindlichen Völker und behob die lähmende Verzweiflung der alliierten Front – in der Folge hatten Tausende von deutschen Soldaten dies mit ihrem Blute zu bezahlen. Die Urheber dieses niederträchtigsten Schurkenstreiches aber waren die Anwärter auf die höchsten Staatsstellen des Deutschlands der Revolution…“

Die erleben wir heute. Es wäre zum Verzweifeln, wäre nicht die Liebesfähigkeit der Einzelnen so unangreifbar, wie sie eben ist, die alles Gute zusammenhält und Inseln der Heimatlichkeit bildet.

 

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