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Thomas Engelhardt

bringt zum Abschluß des Themas noch einen wichtigen 

Nachtrag:

Mit Israel und dem Diaspora-Judentum beschäftigt sich der Autor vorstehenden Beitrags seit seiner Jugend. Bis zum 22. Lebensjahr dominierte dabei unter dem Eindruck der israelfeindlichen Berichter-stattung in den DDR-Medien noch eine proisraelische Einstellung.

Das war jedoch eine Reaktion auf die ten-denzielle antiisraelische Politik des Ostblocks (nur Rumänien unterhielt diplomatische Beziehungen zu Israel) als wirklich eigener Erkenntnis geschuldet.

Während des Studiums in Freiberg (Sachsen) machten palästinensische Kommilitonen (von der PLO in die DDR zum Studium  delegiert) klar, daß die an den Tag gelegte proisraeli-sche Haltung angesichts des geschichtlichen Verlaufs vollkommen abwegig und gegen-standslos sei.

Das war der Zeitpunkt radikalen Umdenkens. Mitte der 1980er-Jahre kam es in Rumänien bei Reisen nach und durch Siebenbürgen zu Begegnungen mit dem zu dieser Zeit noch lebendigen osteuropäischen Judentum.

In Kronstadt (Brasov), Hermannstadt (Sibiu) und Schäßburg (Sighișoara) existierten noch – wenn auch kleine – jüdische Gemeinden (jiddischsprachige Ostjuden), in Hermann-stadt sogar mit jüdisch-orthodoxen Kaftan-juden.

Heute existieren diese jüdischen Gemeinden nicht mehr. 1988 (nach der Übersiedlung ins Bundesgebiet) wurde der Autor auf schmerz-liche Art und Weise mit der israelhörigen Politik der BRD konfrontiert. Und darüber hinaus mit der Überhöhung des heute Holo-caust genannten Vorgangs der Dissipation des mittel- und osteuropäischen Judentums.

Der Mehrheit der Bundesbürger ist die Tat-sache, daß bis 1938 zwei Drittel der deut-schen Juden, insgesamt etwa 300.000, und bis 1939 150.000 Juden aus dem Gebiet des ehemaligen Österreich vollkommen legal auswanderten. Diese auch von der zionisti-schen Bewegung geförderte Auswanderung der mitteleuropäischen Juden entsprach der Langzeitplanung, ein jüdisches Gemeinwesen in Palästina zu begründen.

Aus dem kollektiven Bewußtsein der Bundes-deutschen ist darüber hinaus auch die Tat-sache getilgt, daß die Gründung Israels eine direkte Folge des Zusammenbruchs Deutsch-lands im Mai 1945 war. Ohne die massive Einwanderung europäischer Juden nach Ende  des II. Weltkrieges hätte die Gründung des Judenstaats kaum erfolgen können. Hierzu sind die Zahlenangaben am Ende des vorste-henden Textbeitrages zu vergleichen (Anhang Zahlenangaben).

Richtig ist allerdings auch, daß, wäre der II. Weltkrieg anders ausgegangen, die im Nahen Osten lebenden Juden (damals etwa 500.000) unter deutschen Schutz gestellt worden wä-ren. Die Planungen sahen primär einen mit dem Deutschen Reich verbündeten arabi-schen Großstaat vor, der eine Revision des Sykes-Picot-Abkommens v. 16. Mai 1916 bedeutet hätte.

Unter deutschem Protektorat war die Errich-tung eines Jüdischen Autonomen Sonderge-bietes vorgesehen und nicht etwa – wie heute behauptet – die Auslöschung der nahöstli-chen Juden.

Die Kooperation der SS mit zionistischen Organisationen wird heute geflissentlich verschwiegen.

In den 1930er Jahren kooperierten die SS und zionistische Organisationen, um die Auswan-derung deutscher Juden nach Palästina zu organisieren. Die Zusammenarbeit basierte auf gegensätzlichen Interessen. Die Zionisten verfolgten primär das Ziel, materielle Grund-lagen für die Errichtung eines jüdischen Ge-meinwesens in Palästina zu schaffen.

Das 1933 unterzeichnete Haavara-Abkom-men zwischen der Zionistischen Weltorga-nisation und dem nationalsozialistischen Deutschland ermöglichte aus dem Deutschen Reich auswandernden Juden, einen Teil ihres Vermögens nach Palästina zu transferieren, indem sie es in Form von deutschen Export-waren dorthin mitnahmen.

 

Ehepaar von Mildenstein und Ehepaar Tuchler auf der Seereise nach Palästina (Bild: bpb)

Ebenfalls im Jahr 1933 unternahm Leopold von Mildenstein[1], Mitglied der SS, gemein-sam mit dem Zionisten Kurt Tuchler[2] eine Studienreise nach Palästina. Mildenstein veröffentlichte daraufhin in der Zeitung „Der Angriff“ eine mehrteilige Artikelserie mit dem Titel

„Ein Nazi fährt nach Palästina“.[3]

Und im Jahr 1937 fand ein Treffen des SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann (damals Angehöriger des SD im SS-Ober- abschnitt Donau) mit Feivel Polkes, einem Vertreter der in Palästina aktiven zionisti-schen Untergrundorganisation Haganah, statt.[4]

Die SS erhoffte sich durch den Informanten Informationen über geplante arabische Auf-stände. Die Zionisten dagegen versuchten, die illegale Einwanderung nach Palästina zu sichern. Das war (aus späterer israelischer Sicht) sicherlich auch einer der Gründe, den an sich subalternen Adolf Eichmann vor einem israelischen  Gericht anzuklagen.

Eichmann hatte nach 1938 allerdings in verantwortlicher Position die Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Wien aufgebaut, die die  Auswanderung der jüdischen Bevöl-kerung aus dem Gebiet des ehemaligen Österreich organisierte (bis Ende 1939 150.000 !).

Ende 1939/Anfang 1940 wurde Eichmann Geschäftsführer der zuvor von Hermann Göring eingerichteten Reichszentrale für jüdische Auswanderung in Berlin und wurde Leiter des Referats IV B 4 (Judenangele-genheiten). 

Im Juli 1941 wurde Eichmanns Referat dann im Zuge einer Umstrukturierung des RSHA[5] der Abteilung IV B als Referat 4 (Juden- und Räumungsangelegenheiten) angegliedert.

Als Referatsleiter war Adolf Eichmann fortan für die gesamte Organisation und Koordi-nation der Dissipation der deutschen Juden sowie der Juden in den besetzten Gebieten zuständig.

Der bereits genannte Feivel Polkes, Vertreter der Haganah, reiste im Jahr 1937 in offizieller Mission durch Europa und Nordamerika und warb um finanzielle Unterstützung und Waf-fenhilfe für die in Palästina im Untergrund aktive zionistische Militärorganisation (!).

Einer seiner Stationen war das nationalsozi-alistische Deutschland. Er erläuterte seiner-zeit bei seinen Gesprächen mit den deut-schen Stellen seinen eigenen Standpunkt als auch die anti-englische, anti-arabische und anti-kommunistische Einstellung und Aus-richtung der Haganah-Organisation.

Freilich aber stets unter der Prämisse einer schnellen und ordnungsgemäßen Auswan-derung der deutschen Juden nach Palästina, worin er (und die Haganah, die er vertrat) einen wichtigen Beitrag zur Errichtung eines unabhängigen jüdischen Staates sah.[6]

Politik ist nichts anderes als die Wahrneh-mung und die Durchsetzung eigener Inter-essen. Ein unter deutschem Protektorat stehendes jüdisches Gemeinwesen hätte, wäre der II. Weltkrieg anders geendet, theo-retisch also durchaus eine im Sinne des Deutschen Reiches förderliche Rolle und Funktion haben sollen. 

Heutige Darstellungen vermitteln dagegen ein per se judenfeindliches Handeln der Führungspersönlichkeiten des Deutschen Reiches. Ziel war aber lediglich die Zurück-drängung jüdischen Einflusses in Deutsch-land und Europa.

Anhang 2 Die Palästina-Reise des Leopold von Mildenstein[7]

Im April 1933 traten der Journalist Leopold von Mildenstein und der Berliner Zionist Kurt Tuchler gemeinsam mit ihren Gattinnen eine Reise nach Palästina an. Grund der Fahrt war die Absicht Tuchlers, Leopold von Milden-stein den Aufbau der „nationalen Heimstätte“ des jüdischen Volkes in Palästina zu zeigen.[8]

Tuchler wollte von Mildenstein überzeugen, daß die „Lösung der Judenfrage“ in der Aus-wanderung der deutschen Juden nach Palä-stina liegt. Welchen Eindruck diese Reise bei von Mildenstein hinterließ und inwiefern er danach in der Auswanderung der deutschen Juden eine Option sah, schilderte der spätere Leiter des „Judenreferats“ in des SD in der Artikelserie „Ein Nazi fährt nach Palästina“.[9]

Leopold von Mildenstein sollte durch seine Palästina-Reise drei grundsätzliche Fragen klären:

(1) Welche Zukunft hat dieses Land? 

(2) Welche Chancen hat der Zionismus im unruhigen Orient? 

(3) Ist hier die Lösung der Judenfrage gefunden?[10]

Den Bericht über seine Reise veröffentlichte von Mildenstein in der Zeitschrift „Der An-griff“. Zwischen dem 26. September und dem 9. Oktober 1934 erschien unter dem Pseudo-nym „Lim“ (die Anfangsbuchstaben seines Nachnamens in hebräischer Schreibweise von rechts nach links geschrieben) eine zwölftei-lige Artikelserie mit dem Titel „Ein Nazi fährt nach Palästina“.

Der Reisebericht wurde bereits im Vorfeld beworben. Das Parteiorgan der NSdAP, der „Völkische Beobachter“, veröffentlichte mehrere mit Bildern versehene Inserate, und „Der Angriff“ schenkte seinen Abonnenten anläßlich des Erscheinens der Beitragsfolge eine eigens dafür geprägte Medaille, die neben dem Titel der Artikelserie Hakenkreuz und Davidstern zeigte (sic.).

 

Medaille „Ein Nazi fährt nach Palästina und erzählt davon im Angriff“ (Bild: bpb)

Nach der Ankunft im Hafen von Haifa (Palä-stina) fuhren von Mildenstein, seine Frau und das Ehepaar Tuchler mit einem aus Deutsch-land mitgeführten Auto nach Tel Aviv, der ersten von zionistischen Siedlern in Palästina gegründeten Stadt.

„Hier wohnen nur Juden, hier arbeiten nur Juden, hier handeln, baden und tanzen nur Juden“,

schrieb von Mildenstein in einem seiner Artikel.[11]

Die Sprache der Stadt sei Hebräisch, eine antike Sprache, obwohl die Stadt mit ihren großzügigen Straßen und anziehenden Geschäften modern und westlich wirke. Überall sah er die Bautätigkeit, mit der auf die Bevölkerungsexplosion in Palästina infolge der jüdischen Einwanderung reagiert wurde.

Von Mildenstein gestand, daß die große Mehrheit der Juden in Palästina optimistische, hart arbeitende und idealistische Menschen seien, die die Absicht hätten, das Land mit ihrem eigenen Schweiß aufzubauen – das genaue Gegenteil des Stereotyps, das zu gleicher Zeit in Deutschland von den Juden gezeichnet wurde und Mittelpunkt der Propaganda war.

Immer wieder betonte von Mildenstein in seinen im „Angriff“ veröffentlichten Beiträgen den Fleiß und die Tatkraft der jüdischen Pioniere, obwohl Juden von Antisemiten generell ein Unwille zu körperlicher Arbeit unterstellt wurde.

In der Jesreel-Ebene etwa bewunderte von Mil-denstein die Leistung der Siedler, die innerhalb weniger Jahre die Sümpfe in fruchtbares Land verwandelt hatten. Der Leiter des Kibbuz Gewa, ein russischer Jude namens Ben Gurion[12], erläuterte, daß das gemeinschaftliche Leben im Kibbuz den Mitgliedern soziale Absicherung bot und die Arbeitsabläufe effizienter machte.

In der folgenden Diskussion kam von Mil-denstein auf das Thema Geld zu sprechen, das für ihn untrennbar mit dem antisemi-tischen Klischee des raffgierigen Juden verbunden war. Er fragte Ben Gurion, ob man nicht in der ständigen Versuchung sei, in die Städte zu gehen, um Geld zu verdienen.

Gurion gab ihm darauf eine Antwort, die ihn für von Mildenstein zum Prototyp des „neuen Juden“ werden ließ:

„Wir wissen, daß wir unser Vaterland bauen und daß es nur gebaut werden kann, wenn jeder mit dem Geringsten zufrieden ist. Wir kriegen unsere neue Heimat nicht geschenkt, wir müssen sie erarbeiten.“[13]

In Übereinstimmung mit der nationalsozia-listischen Weltanschauung, die eine Rasse als Produkt der Verbindung eines Volkes mit dem Boden, mit dem es historisch verwurzelt ist, definierte, entdeckte von Mildenstein in der Person Ben Gurions einen idealistischen und anspruchslosen Menschen, der im Gegensatz zum angeblich von Natur aus nomadischen Juden eng mit seinem Land verbunden war und mit seinen eigenen Händen hart arbeite-te, um sein Volk zu verändern:

„Die gedrungene Gestalt Gurions steht vor uns im Mondlicht. Er paßt zu diesem Boden. Der Boden hat ihn und seine Ge-fährten in einem Jahrzehnt neu gestaltet. Diese neuen Juden sind ein neues Volk.“[14]

Durch seine Artikelserie zog von Mildenstein die Aufmerksamkeit Reinhard Heydrichs auf sich, dem Chef der Sicherheitspolizei und des SD (Sicherheitsdienst der SS). Heydrich be-auftragte ihn 1935, die Abteilung II/112, das „Judenreferat“, beim SD aufzubauen.

Dies bot von Mildenstein die Möglichkeit, seine politischen Ziele mit größerem Nach-druck zu verfolgen. Kern dieser Politik war, die Ausbreitung des zionistischen Einflusses unter den deutschen Juden mit der Absicht zu unterstützen, die Ausreiseunwilligen von der Emigration nach Palästina zu überzeugen.

Nach nur zehn Monaten beim SD wechselte von Mildenstein allerdings als Referent in das Reichspropagandaministerium. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits Anzeichen, daß von Mildensteins Politik scheitern würde.

Die Zahl der jüdischen Emigranten nahm ab statt zu. Innerhalb des SD wurden erste Stimmen laut, die davor warnten, durch die Auswanderung würde ein mächtiger, Deutschland feindlich gesinnter, jüdischer Staat in Palästina entstehen. (!!!)

Auch von Mildensteins Palästina-Reise geriet in die Kritik. Denn das Bild, das er im „An-griff“ vom zionistischen Aufbau in Palästina gezeichnet hatte, war durchweg positiv. Beeindruckt vom Idealismus und Willen der jüdischen Siedler war er sich sicher, in der Auswanderung nach Palästina einen Weg gefunden zu haben,

„wie eine Jahrhunderte alte Wunde im Körper der Welt heilen könnte: das Judenproblem.“[15]

Die Hindernisse auf dem Weg zu dieser „Lösung“ – die restriktive Einwanderungs-politik der britischen Kolonialmacht und den Widerstand der arabischen Bevölkerung gegen die jüdischen Siedlungen – nahm von Mildenstein damals jedoch nur an der Oberfläche wahr.

1938, vier Jahre nach Erscheinen der Artikelserie, veröffentlichte Leopold von Mildenstein sein Buch „Rings um das brennende Land am Jordan“.[16]

Siehe dazu Adelinde über die jüdische Gruppe der Kna anim bei Ludendorff.

___________________

Anmerkungen

[1]Leopold von Mildenstein, * 30.11.1902 Prag, † 1968, SS-Angehöriger, im Sicherheitsdienst des Reichsführers SS (SD) tätig, bis 1937 Leiter der Abteilung II/112: Juden (SD-Hauptamt), ab 1938 im Propagandaministerium tätig, dort Leiter der Nahost-Abteilung. 1933 nahm der SS-Offizier und spätere Leiter des Judenreferats als Gast am 18. Zionistenkongress in Prag teil.

[2]Kurt Tuchler, * 11.12.1894 Stolp, Pommern, † 23.09.1978 Tel Aviv, Zionist, Mitglied d. Vorstandes der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Delegierter an mehreren Zionistenkongressen.

[3]In: Der Angriff, 26. September 1934,  29. September 1934, 29. September 1934, 4. Oktober 1934, 4. Oktober 1934. 1. Oktober 1934, 9. Oktober 1934.

[4]Feivel Polkes, der Vertreter der zionistischen Militärorganisation Haganah, traf Adolf Eichmann Ende Februar 1937 in Berlin, im Weinrestaurant „Traube“ am Zoo, und bot ihm an, nach Palästina zu kommen. Die Treffen fanden an mehreren Tagen fanden zwischen dem 26. Februar bis 2. März statt. Reinhard Heydrich, Leiter des SD-Hauptamts, genehmigte am 17. Juni 1937 den Vorschlag von Prof. Franz Alfred Six (Chef des Presseamtes im SD-Hauptamt), mit der jüdischen Haganah-Organisation in Palästina Kontakt aufzunehmen. Die Reise ging über Polen, Rumänien nach Constanța. Von dort mit dem rumänischen Dampfer „Romania“ über Piräus nach Haifa. Am 2. Oktober 1937 trafen Adolf und Eichmann und seine Begleiter, darunter sein Vorgesetzter Herbert Hagen (seit Frühjahr 1937 Leiter der Abteilung II/112 Juden im SD-Hauptamt) und Dr. Walter Gentz mit diesem Schiff „Romania“ in Haifa (Palästina) ein. Die britische Mandatsverwaltung ließ die Gruppe zunächst, wie auch viele Juden, nicht von Bord. Die Mandatsverwaltung hätte das vorgebliche Ziel von Eichmann, „die zionistische Arbeit in Palästina durch Besichtigungen persönlich kennenzulernen“, auch nicht akzeptiert. Eichmann und Hagen besuchten jedoch Haifa, wurden aber nach wenigen Tagen von der britischen Mandatspolizei nach Ägypten abgeschoben. Die Reisegruppe verabredete sich daraufhin mit dem Vertreter des Deutschen Nachrichtenbüros (DNB) in Jerusalem, Dr. Franz Reichert, und Feivel Polkes in Kairo. Die Treffen zwischen Herbert Hagen, Adolf Eichmann, Dr. Walter Gentz, Dr. Franz Reichert und Feivel Polkes fanden am 10. und 11. Oktober 1937 im Mena-Hotel bei den Pyramiden von Gizeh und im Kaffeehaus „Groppi“ in Kairo statt. Feivel Polkes erklärte damals: „Der in Berlin sitzende Pan-Islamische Weltkongress e. V. steht in direktem Kontakt mit den beiden sowjetfreundlich eingestellten Araber-Führern Emir Shakib Arslan und Amir Adil Arslan“. Damit waren die Fronten klar.

Qu.: Mahmud Abbas: The Other Side: the Secret Relationship Between Nazism and Zionism (Promotionsarbeit),

Moskau 1984 [Mahmud Abbas ist heute Chef der palästinensischen Selbstverwaltung im Westjordanland].

[5]Reichssicherheitshauptamt.

[6]Qu.: Francis R. Nicosia: Ein nützlicher Feind. Zionismus im nationalsozialistischen Deutschland 1933 – 1939.                In: Vierteljahresheffte für Zeitgeschichte, Bd. 37 (1989), Juli 1989, S. 367 – 400, hier S. 387 f.

[7]Leopold von Mildenstein, * 30.11.1902 Prag, † 1968, SS-Angehöriger, im Sicherheitsdienst des Reichsführers SS (SD) tätig, bis 1937 Leiter der Abteilung II/112: Juden (SD-Hauptamt), ab 1938 im Propagandaministerium tätig, dort Leiter der Nahost-Abteilung. Der SS-Offizier und spätere Leiter des SD-Judenreferats nahm 1933 als Gast am 18. Zionistenkongress in Prag teil.

[8]Am 2. November 1917 hatte der britische Außenminister Arthur James Balfour der zionistischen Bewegung die Unterstützung seiner Regierung für „die Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk“ zugesichert. Die Balfour-Deklaration wurde 1920 in den Friedensvertrag der Entente mit der Türkei aufgenommen. Am 24. Juli 1922 bestätigte der Völkerbund das britische Mandat für die Verwaltung Palästinas durch Groß-britannien.

[9]In: Der Angriff, 26. September 1934,  29. September 1934, 29. September 1934, 4. Oktober 1934, 4. Oktober 1934. 1. Oktober 1934, 9. Oktober 1934.

[10]In: Der Angriff, 26. September 1934.

[11]In: Der Angriff, 29. September 1934.

[12]David Ben Gurion, späterer israelischer Ministerpräsident, geboren als David Josef Grün, * 16.10.1886 in Płońsk, Kongresßpolen, Russisches Kaiserreich, † 1.12.1973 Ramat Gan, Israel) rief mit der Verkündung der israelischen Unabhängigkeitserklärung am 14. Mai 1948 den Staat Israel aus. Er war dessen erster Ministerpräsident und blieb bis 1963 in diesem Amt.

[13]In: Der Angriff, 4. Oktober 1934.

[14]Ebd.

[15]In: Der Angriff, 9. Oktober 1934.

[16]Leopold von Mildenstein: Rings um das brennende Land am Jordan. Eine Fahrt bis zu den Quellen des flüssigen Goldes. Berlin: Otto Stolberg, 1938.

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