Bevölkerungsentwicklung – Teil 3
Mittwoch, 29. April 2026 von Adelinde
Thomas Engelhardt
fährt fort und bezieht sich auf die in Folge 2 gebrachten Zitate:
Treffender als durch diese belegbaren Zitate läßt sich der Zustand unseres Landes nicht beschreiben.
Das eigentliche demographische Problem Bundesdeutschlands liegt demzufolge also nicht in der viel beschworenen Überalterung der Gesellschaft als vielmehr in der seit Jahrzehnten ungebremsten Zuwanderung sowie des Kinderreichtums dieser Zuwande-rer begründet, während die Regierenden alles unterließen, um deutsche Familien zu unter-stützen und Familiengründungen zu fördern.
Aktuell sind knapp 50% der Bezieher des Bürgergeldes[1] Ausländer, Flüchtlinge und Migranten.[2] Aber auch diese Zahlen sind geschönt, geben keineswegs die tat-sächlichen Gegebenheiten wieder. Allein im Bundesland Hessen haben beispielsweise 76,4 % der Bürgergeld-Empfänger einen sog. „Migrationshintergrund“.[3]
Nicht vermittelt wird dem Leser solcher Nachrichten, daß die leistungstragende Mitte der deutschen Gesellschaft diese Summen erarbeiten muß, die als exobitant hohe Steuern und Abgaben an die Finanzämter abgeführt werden.
Für die Lösung der demographischen Pro-bleme Bundesdeutschlands erweisen sich neben den entsprechend notwendigen politischen Weichenstellungen drei Aspekte als besonders beachtenswert:
– Die Rückbesinnung auf die Bedeutung der klassischen Familie,
– die materielle und finanzielle Unterstützung junger Ehepaare, insbesondere auch indirekt durch Steuererleichterungen
– sowie die Erhöhung der Geburtenrate, notwendigerweise auch mittels finanziellen Anreizen (beispielsweise zinsfreie Ehe-standsdarlehen, deren Rückzahlung bei einer bestimmten Kinderzahl entfällt, und Gebur-tenprämien und Familienbeihilfen der verschiedensten Art).
Junge Menschen entscheiden sich für Ehe, Familie und Kinder, wenn die Vorausset-zungen gegeben sind. Wenn die eigene materielle Existenz abgesichert ist und die Zukunft sicher erscheint, werden Kinder geboren.
Diese Regel gilt in unserem Kulturkreis seit etwa fünf Generationen. Nach 1933 wurden im Zuge der Erneuerung Deutschlands meh-rere Maßnahmen zur Förderung junger Fa-milien ergriffen. Dazu gehörte die Gewährung von zinsfreien Ehestandsdarlehen, Familien-beihilfen, Zuschüssen zu Grundstückskäufen seitens der Städte und Gemeinden, kosten-lose Bereitstellung von Bauland, zinsfreie Hausbaukredite[4], Forcierung des Woh-nungsbaus in den Städten, Neubausiedlungen (Siedlungshäuser) in allen deutschen Großstädten usw.
Die Wirkung dieser sozialpolitischen Maß-nahmen setzte unmittelbar ein. Wurden im Jahr 1933 in Deutschland noch 971.000 Kinder geboren stieg diese Zahl 1934 bereits auf 1,19 Millionen, um 1939 schließlich 1,41 Millionen zu erreichen. Diese Zahlen müssen nicht kommentiert werden.
Mit der infolge des Zusammenbruchs und Zerfalls des polnischen Staates 1939 er-folgten Rückgewinnung der von Polen 1919/1920 annektierten deutschen Gebiete und der damit in Zusammenhang stehenden Bildung der neuen Reichsgaue Danzig-Westpreußen und Wartheland und weiterer Gebiete (beispielsweise Regierungsbezirk Zichenau, 1939 an Ostpreußen angegliedert) ergab sich die Notwendigkeit, diese Terri-torien neu aufzusiedeln und darüber hinaus einen Ausgleich der Bevölkerungszahlen zwischen den relativ dünn besiedelten preußischen Ostprovinzen und den west-lichen Territorien Preußens zu bewerkstel-ligen.
Langfristig sollte die Neusiedlung in den im Jahr 1939 gebildeten „Neuen deutschen Ost-gebieten“[5] mit Umsiedlern aus dem west-lichen Reichsgebiet erfolgen, da insbeson-dere Teile West- und Süddeutschlands als zu dicht besiedelt und übervölkert angesehen wurden.
Darüber hinaus war geplant, die Auslands-deutschen in Ost- und Südosteuropa rückzusiedeln.
Zu diesem Zweck wurden bilaterale Verein-barungen, Abkommen und Verträge über die Umsiedlung der volksdeutschen Minderhei-tengruppen mit Estland (15. Oktober 1939)[6], mit Lettland (30. Oktober 1939)[7], mit der Sowjetunion (3. Nov. 1939, 5. Sept.1940 u. 10. Jan.1941)[8], mit Rumänien (22. Oktober 1940)[9], mit Italien (1. Oktober 1941 in Kraft getreten)[10] sowie mit Bulgarien (23. Okt. 1943)[11] abgeschlossen bzw. entsprechende Regelungen und Übereinkommen vereinbart.
Bis Ende November 1944 registrierte die für die Erfassung der Umsiedler zuständige ,Einwandererzentralstelle‘ (EWZ) insgesamt über eine Million volksdeutsche Umsiedler.
Umgesiedelt wurden aufgrund zwischen-staatlicher Vereinbarungen und Verträge[12]:
64.000 Baltendeutsche (Lettland und Estland)
54.000 Galiziendeutsche (bis 1939 polnisches Ostgalizien)
74.000 Wolhyniendeutsche (Westwolhynien; bis 1939 Polnisch-Wolhynien)
11.900 Narewdeutsche (heutiges Ostpolen)
24.000 Cholmer und Lubliner Deutsche (bis 1939 zu Polen)
43.700 Bukowinadeutsche (sowjetische Nord-Bukowina)
93.500 Bessarabiendeutsche
14.500 Dobrudschadeutsche[13] (Rumänien)
53.000 Bukowinadeutsche[14] (rumänische Südbukowina)
51.000 Litauendeutsche[15]
44.600 Ost-Wolhyniendeutsche[16]
104.000 Weichsel-Warthe-Deutsche[17]
(Deutsche aus dem Territorium des 1939 gebildeten Generalgouvernement)
11.500 Gottscheer (Gottschee-Deutsche)[18]
Neben der Rücksiedlung dieser als Vertrags-umsiedler bezeichneten Volksdeutschen wurden ab Sommer 1941 aus den besetzten Gebieten der Sowjetunion 228.000 Volks-deutsche (vornehmlich Schwarzmeerdeutsche aus Transnistrien und der Südukraine sowie aus Ost-Wolhynien) als sog. Administrativ-umsiedler in das Deutsche Reich umgesiedelt.[19]
Neuansiedlung und Hereinnahme von aus-landsdeutschen Siedlergruppen scheidet als Lösungsansatz heute weitestgehend aus.
1. Die früheren deutschen Volksgruppen existieren nicht mehr.
2. Das heutige Deutschland (BRD) muß im Vergleich mit den Nachbarstaaaten Frank-reich und Polen bereits als übervölkert gelten.[20] Die Altbundesländer sind hoch verdichtete Gebiete.
3. Die in Übersee lebenden Abstammungs-deutschen (Vereinigte Staaten, Kanada, Brasilien, Argentinien) sind entweder bereits vollständig assimiliert oder (das betrifft die Deutschen in Brasilien, in Argentinien und Paraguay) zumindest kulturell assimiliert.
Die Verbindungen nach Deutschland sind abgerissen und die (auslands-)deutsche Identität ging in den vergangenen Jahr-zehnten verloren. Eine Verbundenheit zwischen heutigen Bundesdeutschen und diesen Auslandsdeutschen und ihren Nachkommen gibt es nicht mehr.
Der Gedanke einer Rücksiedlung insbe-sondere von in Übersee lebenden Aus-landsdeutschen mag heute zunächst einmal als Alternative interessant erscheinen, kann (bzw. könnte) im Gesamt-zusammenhang jedoch nur eine Teillösung darstellen, solan-ge kein deutscher Staat existiert und die „BRD“ als Selbstverwaltungsgebilde der bundesrepublikanischen Mischpopulation[21] unter der Kontrolle der Vereinigten Staaten steht.
Auch der Hinweis auf die Amischen[22] und die Hutterer[23], die man ggf. als potentiell infrage kommende Rücksiedler sehen will, scheint nur vordergründig interessant.
Zwei Aspekte werden außer Acht gelassen. Die Variante einer Rücksiedlung solcher Sondergruppen bietet keine Lösung des demographischen Problems in der BRD. Amische wie Hutterer sind primär auf die freie Ausübung ihrer Religion orientiert. Nationales Denken ist diesen Minderheiten völlig fremd.
Zwar sind ihnen ihre Wurzeln bewußt. Jedoch reflektieren sich diese Gruppen keineswegs als deutsch, auch nicht als deutschstämmig. Ihren Zusammenhalt definieren sie über die nur ihnen eigene Sonderkonfession und die Auslegung der Bibel.
Darüber hinaus muß berücksichtigt werden, daß die Sprache der Amische eine Sprach-variante des Deutschen darstellt, die dem modernen Hochdeutsch kaum noch ähnelt und schwer verständlich ist.
Als rückzusiedelnde Gruppen kommen ggf. aber mehrere andere Bevölkerungsgruppen in Betracht, in erster Linie die nordamerikani-schen Deutschen in Kanada und den Verei-nigten Staaten (in Kanada gelten etwa 600.000 als Deutsche, etwa 2 Million als (allerdings assimilierte) Deutschstämmige, in den Vereinigten Staaten leben etwa 1,6 Millionen Deutschsprachige), die Deutschen in Brasilien (1,5 Mill. Deutsche und 600.000 heute allerdings überwiegend portugie-sischsprachige Nachkommen von ab 1864 aus Rußland eingewanderten Wolgadeut-schen, darüber hinaus etwa (geschätzt) 3-5 Millionen Deutschstämmige[24] sowie in Argentinien (1936: 243.000 Deutsche, davon etwa 40.000 Wolgadeutsche).
Eine große als Zuwanderer infrage kommende Gruppe sind auch die etwa 350.000 Deutsch- und Niederländischstämmigen in der südafri-kanischen ehem. Kap-Provinz, die mit dem zu erwartenden Zusammenbruch des Staates eine Zufluchtsmöglichkeit suchen werden.
Fortsetzung folgt
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Anmerkungen
[1]Insgesamt erhalten 5,5 Mill. Menschen das sog. Bürgergeld.
[2]Gemäß der offiziellen Statistik beziehen 2,9 Mill. Deutsche (= 52,7 %) Bürgergeld. 47,3 % sind keine deutschen Staatsbürger. Qu.: Bürgergeld-Statistik: Wie viel Prozent der Beziehenden sind deutsche Staatsbürger? In: „Südkurier“, 17.05.2024 (https://www.suedkurier.de).
[3]Der Bergriff ist eine typische bundesdeutsche Wortschöpfung und suggeriert dem Leser, dass die illegale Einwanderung ein völlig normaler nicht abwendbarer Vorgang wäre.
[4]Die Höhe der Rückzahlung dieser Kredite hing von der Anzahl der in die Familie geborenen Kinder ab und entfiel bei einer Kinderzahl von mehr als drei Kindern. Das Ende des Krieges und die Etablierung einer anderen politischen Ordnung machte diese damaligen sozialpolitischen Neuerungen jedoch zunichte.
[5]Zu diesen im Zuge der Neuordnung des deutschen Ostens gebildeten „Neuen deutschen Ostgebieten“ zählten die beiden 1939 neu gebildeten Reichsgaue Danzig-Westpreußen und Posen (ab Oktober 1939 Reichsgau Wartheland) (beide durch Erlaß des Führers und Reichskanzlers v. 20. Okt. 1939 gebildet), der neu gebildete Regierungsbezirk Zichenau (an Ostpreußen angegliedert) sowie der bis September 1939 zu Polen gehörende Teil Oberschlesiens, der infolge des Versailler Diktats 1919/1920 an Polen fiel und darüber hinaus die neu gebildeten Kreise des bis 1939 zu Polnisch-Schlesien gehörenden Territoriums (Kreise Blachtstädt, Loben, Warthenau, Bendsburg, Ilkenau, Krenau, Teschen, Saybusch und Bielitz).
[6]Protokoll über die Umsiedlung der deutschen Volksgruppe Estlands in das Deutsche Reich vom 15. Oktober 1939. (Vereinbarung zwischen Deutschland und Estland über die Umsiedlung der in Estland ansässigen Deutschen) Wortlaut in: Monatshefte für Auswärtige Politik. Jg. 7, 1940, Heft 1, S. 24–27. Vgl.: „Umsiedlung der Deutsch-Balten“
https://de.wikipedia.org/wiki/Umsiedlung_der_Deutsch-Balten#Durchf%C3%BChrung_der_Umsiedlung
[7]Vertrag über die Umsiedlung lettischer Bürger deutscher Volkszugehörigkeit in das Deutsche Reich v. 30. Oktober 1939.
http://www.forost.ungarisches-institut.de/pdf/19391030-1.pdf
[8](1) Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion vom 3. November 1939. Am 3. November 1939 hatten das Deutsche Reich und die Sowjetunion einen Vertrag geschlossen, auf dessen Grundlage in den Wintermonaten 1939/40 137.000 Deutsche aus den sowjetisch besetzten Gebieten Ostpolens (West-Wolhynien bzw. Polnisch-Wolhynien, Ostgalizien, Narew-Gebiet) in das Deutsche Reich umgesiedelt wurden.
(2) Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion vom 5. September 1940 (Vereinbarung über die Umsiedlung der Bukowinadeutschen und Bessarabiendeutschen) [„Vereinbarung zwischen der Deutschen Reichsregierung und der Regierung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken über die Umsiedlung der deutschstämmigen Bevölkerung aus den Gebieten von Bessarabien und der nördlichen Bukowina in das Deutsche Reich“].
Nach dem Einmarsch der Roten Armee ins vormals russische, seit 1918 rumänische Bessarabien und in die Nordbukowina am 28. Juni 1940 wurden – gemäß der deutsch-sowjetischen Vereinbarung vom 5. September 1940 – im Herbst 1940 über 93.500 Deutsche aus Bessarabien und fast 44.000 Deutsche aus der Nordbukowina aus- und in das Deutsche Reich umgesiedelt.
(3) Vereinbarung mit der Sowjetunion vom 10. Januar 1941 über die Nachumsiedlung der 51.000 Litauendeutschen. Diese erfolgte im Frühjahr 1941 nach der sowjetischen Besetzung der baltischen Staaten im Sommer 1940 und der sich daran anschließenden Vereinbarung mit der Sowjetunion vom 10. Januar 1941.
[9]Deutsch-rumänische Umsiedlungsvereinbarung am 22. Oktober 1940 (Buwowinadeutsche in der rumänischen Südbukowina und der Dobrudscha).
[10]In einem Umsiedlungsvertrag zwischen Deutschland und Italien wurde die Umsiedlung der Gottscheer ins Großdeutsche Reich beschlossen. Die „Gottscheer Mannschaft“ mit ihrer in jedes Dorf reichenden Organisation übernahm die Aufgabe, die Umsiedlung flächendeckend umzusetzen. Die Gottschee war von der italienischen Armee besetzt worden und Teil der neu gebildeten italienischen Provinz Laibach.
Als neues Siedlungsgebiet der Gottscheer Deutschen wurde das „Ranner Dreieck“ an der Save, der Raum Gurkfeld/Krško, Rann/Brežice, Lichtenwald/Sevnica und Ratschach/Radeče in der Untersteiermark (unter deutscher Zivilverwaltung stehendes Territorium; CdZ-Gebiet Untersteiermark) festgelegt.
[11]Übereinkommen betreffend die Abwicklung der Umsiedlung Volksdeutscher aus Bulgarien
Qu.: Ungarisches Institut München, http://www.forost.ungarisches-institut.de
Die Umsiedlungen betrafen die Dobrudscha-Deutschen, die nach dem Vertrag von Craiova (Vertrag v.
September 1940 zwischen dem Zarentum Bulgarien und dem Königreich Rumänien) zum größeren Teil im rumänischen Teil der Dobrudscha verblieben, zum kleineren Teil im bulgarischen Teil.
[12]Qu.: https://ome-lexikon.uni-oldenburg.de/begriffe/umsiedlung
[13]Nach anderen Angaben 15.450 Dobrudschadeutsche
Qu.: ttps://ome-lexikon.uni-oldenburg.de/begriffe/umsiedlung
Die Volksgruppe bildete sich ab 1840, als deutschstämmige Siedler in das etwa 23.000 km² große Gebiet einwanderten. 1940 verließen sie es wieder bei ihrer Umsiedlung in das Deutsche Reich.
Es gab nur wenige Dörfer in der Dobrudscha, die ausschließlich von deutschstämmigen Siedlern bewohnt waren. Dagegen lebten sie innerhalb eines Dorfes geschlossen in einem Viertel. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es etwa 40 Ansiedlungen, in denen etwa 9000 deutschstämmige Bewohner lebten. Kurz vor der Umsiedlung 1940 gab es 67 von Dobrudschadeutschen bewohnte Orte, unter denen in 28 Orten ein deutsches Gemeindeleben und in 20 Orten deutschsprachiger Schulunterricht stattfand.
Die erste Ansiedlung deutscher Einwanderer fand 1842 im türkischen Dorf Akpunar statt. Die erste eigenständige Kolonie war Malkotsch, deren Gründer aus dem russischen Cherson kamen. Die zweitälteste deutsche Siedlung wurde 1848 Atmagea. Sie war ein wichtiges protestantisches Zentrum, das heute über Ciucurova (früher Tschukurowa) zu erreichen ist. Um 1850 entstanden die Siedlungen Kataloi und Ciucurova. Später ließen sich in Tultscha Arbeiter und Handwerker nieder, die in der Donauschifffahrt tätig waren.
Es erfolgten noch weitere Siedlungswellen, größtenteils aus Bessarabien.
Qu.: https://www.bessarabien.de/dobrudscha/geschichte.php
[14]Nach anderen Angaben 52.160 Dt. (Qu.: https://ome-lexikon.uni-oldenburg.de/begriffe/umsiedlung).
Die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen nennt die Zahl von 52.000 Deutschen.
(Qu.: Die Umsiedlung der zerstreuten Ostdeutschen Volksgruppen in die neu gegründete Reichsgaue. Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen).
[15]Nach anderen Angaben 47.000 Litauendeutsche (Qu.: Ebda., Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen).
[16] Von den Umsiedlungsabkommen, die 1939 bis 1941 zwischen der Sowjetunion und dem Deutschen Reich vereinbart wurden, wurden die 44.600 Volksdeutschen des sowjetischen Teils Wolhyniens (Ostwolhynien) ausgeschlossen. Sie wurden von Oktober 1943 bis Mai 1944 von deutschen Dienststellen (Volksdeutsche Mittelstelle) als sog. Administrativumsiedler zuerst nach Bjelostock, heute Białystok, und danach in den Warthegau (Reichsgau Wartheland) umgesiedelt.
[17]71.000 Deutsche aus dem Gebiet westlich der Weichsel, 33.000 Deutsche aus dem Gebiet östllich der Weichsel.
[18]Das deutsche Siedlungsgebiet Gottschee in Slowenien umfaßte 860 km² und zählte 117 Ortschaften. Vgl. Fußn. 38.
[19]Als Administrativumsiedler wurden die 228.000 Volksdeutschen bezeichnet, die nach einer Anordnung der Militär- und Zivilverwaltung des Dritten Reiches in den besetzten Gebieten der UdSSR (Reichskommissariat Ukraine, rumänisches Transnistrien) ohne einen zwischenstaatlichen Vertrag in den Jahren 1942-44 in den Warthegau oder ins Altreich umgesiedelt wurden. Fast alle von ihnen hatten bis Kriegsende die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen bekommen.
[20] Frankreich weist eine Fläche von 551.695 km² und eine Bevölkerung von 68 Mill. Einwohnern (2022) auf (105 Einw./km²).
Polen hat eine Fläche von 322.575 km² und 36,82 Mill. Einwohner (2022). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 123 Einw./km².
Im BRD-Staat (357.592 km²) leben 84 Mill. Menschen. Die Einwohnerdichte beträgt 237 Einw./km².
In West- und Südwestdeutschland liegt die Einwohnerdichte noch weit darüber.
In Nordrhein-Westfalen (34.100 km²) leben 18 Millionen Menschen; die Bevölkerungsdichte liegt bei 532 Einw. pro km². In Baden-Württemberg (35.750 km²), 11 Millionen Einw., liegt die Bevölkerungsdichte bei 316 Einw./km².
[21]»Organisationsform einer Modalität einer Fremdherrschaft«
[22]Amische: Deutschsprachige wiedertäuferische christliche Sekte (urspr. Mennoniten) mit den Hauptzentren in Ohio, Indiana und Pennsylvania (Vereinigte Staaten). Insgesamt etwa 300.000 Amische in den USA u. in Kanada.
[23]Hutterer: deutschsprachige wiedertäuferische Glaubensgemeinschaft in Kanada und in den Vereinigten Staaten, insges. etwa 50.000.
Im Jahr 2005 gab es etwa 465 Hutterer-Kolonien mit jeweils etwa 60 bis 150 Hutterern. Etwa drei Viertel lebten in Kanada (British Columbia, Alberta, Manitoba, Saskatchewan), ein Viertel in den US-Bundesstaaten Washington, Oregon, Montana, North Dakota, South Dakota und Minnesota. Fast alle von ihnen stammen von den 400 Hutterern ab, die nicht den Homestead Act von 1862 (Heimstättengesetz) in Anspruch genommen haben.
[24]https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschbrasilianer
