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Unsere noch nicht von orientalischen Ideologien überfallenen Voreltern waren genaue Beobachter des nächtlichen gestirnten Himmels. Sie kannten die Zeitpunkte der Sonnenwenden: im Sommer am 21.6., im Winter am 21.12.

Beide Jahrestage feierten sie, die Wintersonnen-wende aber mit weit größerer Freude als die Sommersonnenwende. Denn am 21.12. ist der Sonnenbogen am flachsten, der Tag der kürzeste des Jahres. Doch von nun an steigt die Sonne wieder, die Tage werden wieder länger: Welche Freude, welche Erlösung aus winterlicher Not und Lichtarmut!

Am 21.12. ist der Tag genau 7 Stunden und 37 Minuten lang. Erst am 24.12. wächst seine Länge um 1 Minute. Bis zum heutzutage gefeierten „Neujahrs“-Fest ist der Tag bereits 5 Minuten länger als am Tag der Wintersonnenwende.

Das Christentum – um sich bei den Nordleuten durchzusetzen, denen ihre von der Natur vorgegebenen Fest-Tage heilig waren – verein-nahmte die Feste, verfälschte ihre Bedeutung.

 

Altar in Sonthofen (Foto Inga Heckler)

Die Weihenächte waren nun die der Geburt Christi. Das Christkindlein hätte das Sinnzeichen für das junge, neue Jahr sein können, aber nein, da soll der „Heiland“ geboren worden sein.

Auf den Abbildungen erscheint es auf dem Schoß seiner Mutter zwar als kleiner Junge, aber sein Gesicht ist das eines Erwachsenen.

 

Västergarn Schweden (Foto Inga Heckler)

Was aber bedeuten die 4 Adventstage? Tage der Vorfreude auf die Ankunft des HErrn? O nein! Auch sie sind Sinnbilder für den Kreislauf des Jahres. Heimatforscher und Kosmologe Karlheinz Baumgartl sieht sie als Feiertage

… für die 4 Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter …

Karlheinz Baumgartl Wikipedia

Auch er sieht die „Weihenacht“ als Tag der längsten Nacht des Jahres.

„Die Wintersonnenwende ist der wirkliche Jahresbeginn.“

Wir sollten also unser schönstes Fest – Weihnachten – am 21. Dezember feiern. „Dezember“? Der 10. Monat? Auch hier schon wieder fremd aufgesetzte Bedeu-tung! Der „Dezember“ (von lat. decem zehn) ist nicht der 10., sondern der 12. Monat im Jahr, der Julmond. Baumgartl:

Eine Aufklärung über unseren verstaubten, römischen Kalender einschließlich der Religion wäre notwendig. Aber

„Aufklärung ist Ärgernis, wer die Welt erhellt, macht ihren Dreck deutlicher.“ Karlheinz Deschner

Mit Recht führt er Goethe an:

„Überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.“

Und so wird es nicht wenige Christen empören, wenn Baumgartl fortfährt, die üblich gewordenen Festtage zu hinterfragen:

Papst Silvester (deutschland-lese.de)

„Der Jahresbeginn zum 1. Januar ist kalendarischer Unsinn, der uns durch Rom ins Land gebracht wurde. Mit diesem irrigen Jahres-beginn vom 21. Dezember zum 1. Januar feiern die Leute (ohne sich dessen bewußt zu sein) den römischen Papst ,Silvester‘ und feiern mit Sekt und Raketen die ,Besatzungsmacht‘ Vatikan in unserem Land.“

Wenn die Leute in der Nacht vom 31.12. auf den 1. Januar (deutsch „Hartung) heutzutage

„ihr Neujahr“ feiern, dann ist das neue Jahr in Wirklichkeit schon 10 Tage alt. Baumgartl

Und der Verfasser kommt auf die Herkunft der sinnwidrigen Sinngebung für unsere Feste:

Die Gläubigen der drei großen Religionen aus dem Orient …, die uns heute politisch beherrschen, haben die natürlichen Rhythmen im Jahreslauf schon lange verlassen, weil sie die Natur nicht verstehen.

Sie haben dafür eine künstliche, naturwidrige Jahresgestaltung geschaffen, die ihrer volks-fremden Gesinnung entspricht, getrieben von einem hemmungslosen Konsumwahn. Diese alljährlich sich wiederholende, groteske Szene sollte uns zu denken geben …

Wir werden den alten, falschen, römischen Kalender und den religiösen Irrglauben nicht ändern, denn:

„Zäh hängt die Menschheit fest am alten Wahn,
wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen.
Der Irrtum findet immer offene Bahn.
Die Wahrheit aber muß erst Bahn sich brechen.“
(Goethe, Buch des Unmuts)

Die alteuropäische Kalenderordnung mit der Wintersonnenwende als Jahresbeginn ist durch die statistischen Arbeiten von Prof. Alexander Thom (Schottland) und Prof. Rolf Müller (Deutschland) erwiesen … Die erforschten 244 Steinsetzungen aus der Steinzeit sind praktisch alle direkt oder indirekt – auf diesen Zeitpunkt ausgerichtet. Es war das größte Fest des Jahres.

Alt-Europa hatte einst eine eigene Religion: die Sonnenreligion. Den Menschen war die Sonne nicht nur der Ursprung, aus dem alles gewachsen ist. Sie war ihnen nicht nur der Motor, der alle Kreisläufe in Bewegung hielt.

 

Sonnenbeobachtungsanlage Goseck (WELT)

Diesen Menschen war die Sonne der sichtbare Ausdruck einer Schöpferkraft, die ihnen alles gab, was sie zu ihrem Glück brauchten. Und sie gaben ihr dafür Ehrfurcht und Dank.

 

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