Freiheit und Wahrheit
Sonntag, 5. Juli 2026 von Adelinde
Religion wird vom gemeinen Volk als wahr,
von den Weisen als falsch und
von den Herrschern als nützlich angesehen.
Seneca
Matthias Köpke
hat zum Thema „Freiheit und Wahrheit“ einiges zusammengestellt, was ein scharfes Licht auf die vorderasiatischen Religionen wirft, die ja übrigens ausschließlich von Männern für Männer ausgedacht wurden:
„Eine ECHTE FREIHEIT ist wesentlich das Vermögen, sich in andere Denkweisen versetzen zu können und mit ihnen unbefangen zu verkehren, statt nur an den eigenen Kreis gebannt zu bleiben.
Die tiefste Wurzel solches Verfahrens ist der Mangel eines umfassenden und er-höhenden Lebenszieles des ganzen Menschen, ist das Unvermögen, sich über den Streit der Menschen in eine sachliche Wahrheit zu versetzen und ihr über die Interessen des bloßen Menschen hinaus zu dienen.
Bei solchem Mangel ist ein gänzliches Zerfallen in Parteien unvermeidlich, alles Bemühen für eine Sozialsicherung kann dann ein Auseinandergehen der Men-schen nicht verhüten.“
Rudolf Eucken in „Der Sozialismus und seine Lebensgestaltung“ – 1920.
FREIHEIT, WAHRHEIT UND RECHT AUS BIBLISCHER SICHT
„… und weil du von Kind auf die Heiligen Schriften kennst, die Kraft haben, dich weise zu machen zur Rettung durch den Glauben, der in Jesus Christus ist, alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Strafe, zur Bes-serung, zur Züchtigung in der Gerechtig-keit, auf daß der Mensch Gottes (Jahwes) vollkommen sei, für jedes gute Werk völlig ausgerüstet.“ Tim. 3, 15-17; Hebr. 12, 4-11.
„Das Vatikanische Konzil lehrt feierlich, daß die heiligen Schriften ,unter Einfluß des Heiligen Geistes geschrieben, Gott (Jahwe) zum Urheber haben und als sol-che der Kirche überliefert worden sind‘.“ „Schönere Zukunft“ vom 24.12.1935.
Erklärung der evang.-theol. Fakultät in Bonn:
„Wir erkennen in der Heiligen Schrift die ,einzige Regel und Richtschnur des Glaubens‘. Die reformatorischen Be-kenntnisse … wollen aber nur so weit gelten, ,als sie mit der Heiligen Schrift übereinstimmen‘ …“ „Kölnische Zeitung“ vom 03.01.1936.
Diese Aussagen von röm.-katholischer als auch von evangelischer Seite sind zwar fast 90 Jahre alt, jedoch haben sie bis heute ihre Gültigkeit nicht verloren.
„Und das sollt ihr für das Erste wissen, daß keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigener Auslegung. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht; sondern die heiligen Menschen Gottes (Jahwes) haben geredet, getrieben von dem heiligen Geist.“ 2. Petrus 1, 20-21.
„Wie hätte überhaupt der Protestantismus des 16. und 17. Jahrhunderts duldsamer sein sollen, als Papst und Inquisition waren, da er als höchste und unbedingte Autorität, als das ,geoffenbarte Wort Gottesʻ die Bibel anerkannte und verehrte …?“ Johannes Scherr in „Menschliche Tragikomödie“ IV, „Ein Prophet“.
„Die Geistlichkeit war von jeher eine Stütze der königlichen Macht und mußte es sein. Ihre goldene Zeit fiel immer in die Gefangenschaft des menschlichen Geistes, und, wie jene, sehen wir sie vom Blödsinn und von der Sinnlichkeit ern-ten.“ Friedrich Schiller in „Abfall der Niederlande“
„Christliche Theologie und christliche Juristerei erfanden den Hexenprozeß, diese schnödeste Ausgeburt mensch-lichen Wahnwitzes.“ Johannes Scherr in „Deutsche Kultur- und Sittengeschichte“, II, 7.
„Es liegt aber in der Natur des Dogma-tismus, den Fortschritt nur solange zu wollen und zu fördern, bis der Sieg sei-ner Anschauungen entschieden ist. So-bald die Kulturarbeit darüber hinauszu-gehen sich anschickt, wird er ihr uner-bittlicher Gegner.
Diese traurige Wahrheit zeigt uns die Geschichte der Kirche; nicht etwa nur die der römisch-katholischen oder byzanti-nisch-griechischen, sondern ebenso sehr die der lutherischen.“ …
„Banden rasender Fanatiker brachen aus der Einsiedler- und Klosterwelt der the-baischen* Wüsteneien hervor und stürz-ten sich, bornierte Bischöfe an ihrer Spitze, auf die Schätze antiker Kunst und Wissenschaft.
*) thebaisch: https://de.wikipedia.org/wiki/Thebaische_Legion
Die edelsten Bauwerke und Gebilde der Kunst erlagen der Zertrümmerung durch stupide Mönche, die unschätzbaren Bibliotheken gingen durch diese Eiferer in Flammen auf, die herrlichsten Über-lieferungen poetischer Begeisterung und philosophischen Denkens wurden von den frommen Kirchenvätern mit dem Stempel der Sündhaftigkeit bezeichnet und als Werke des Satans verflucht.
Auf den Ruinen eines heiteren Lebens-dienstes erhob sich der Kultus des Todes und Moders …“ Johannes Scherr in „Allg. Gesch. der Literatur“ I., Stuttg. 1880.
Freiheit der Wissenschaft und die Wahrheit aus biblischer Sicht
„Weil die Wissenschaft eine Betätigung des menschlichen Geistes ist, so muß sie wie er selbst untertan sein der Wahrheit und untertan Gott. Wo immer die Wahr-heit der Wissenschaft entgegentritt, muß sie sich ehrfurchtsvoll vor ihr neigen.
Falls Gott Glauben verlangt, so muß auch der Wissenschaftler glauben. Eine eman-zipierte Freiheit der Wissenschaft kann es nicht geben.
Ist es ein unfehlbarer Glaubenssatz, der entgegensteht, so ist für den gläubig gesinnten Forscher der Konflikt bald gehoben. Er weiß dann, was er von seiner Hypothese zu halten hat, daß sie kein wahrer Fortschritt, sondern Verirrung ist.“ …
„Da es nun der ausgesprochene Grund-satz der liberalen Forschungs-freiheit ist, daß die Wissenschaft an keine äußeren Autoritäten gebunden sei, so folgt von selbst, daß sie nichts anderes ist als die prinzipielle Weigerung, der Autorität Gottes sich unterzuordnen, und somit auch die Weigerung, der Wahrheit sich zu unterwerfen, falls sie als Offenbarung an uns herantritt.
Denn entweder gibt man zu: Falls eine göttliche Offenbarung existiert, muß man ihr zustimmen, dann gibt man die libera-le Freiheit der Wissenschaft auf, oder man macht mit der liberalen Freiheit der Wissenschaft ernst, dann muß zugegeben werden, daß sie grundsätzlicher Abfall vom Christentum und von der Wahrheit ist.
Will man auf der einen Seite ein gläubiger Christ sein, auf der anderen Seite aber die liberale Freiheit der Wissen-schaft mitvertreten, so hat man sich niemals klar gemacht, was man will.“ Prof. Josef Donat (SJ) in „Die Freiheit der Wissen-schaft, ein Gang durch die moderne Freiheit des Gedankenlebens“ 1910, S. 5 und S. 94.
Prof. Donat hat m.E. ganz folgerichtig und im Sinne der Bibel gedacht:
„Ich (Jesus) bin der Weg, die Wahrheit und das Leben…“ (Joh. 14,6).
„Und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ (Joh. 8,32).
„Wenn nun der Sohn (Jesus) euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein“ (Joh. 8,36).
„Wer nicht mit mir (Jesus) ist, ist gegen mich …“ (Matt. 12,30; Luk. 11,23).
„Ich (Jesus) und der Vater (Jahwe) sind eins.“ (Joh. 10,30).
„Wer Gott (Jahwe, Jesus) nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner.“ (1. Joh. 5,10).
„Wer nun irgend ein Freund der (heidnischen) Welt sein will, stellt sich als FEeind Gottes dar.“ (Jak. 4,4).
„Petrus und die Apostel antworteten: Man muß Gott mehr gehorchen als Menschen.“ (Apg. 5,29).
Prof. Donats christliche Ansicht trifft m.E. auf alle Religionsgemeinschaften zu, die dem Dogma folgen, wie z.B. Judentum, Moham-medanismus/Islam, Freimaurerei, Buddhis-mus, Hinduismus u.a. Deshalb kann man m.E. auch folgende Bibelverse auf alle diese Religionsgemeinschaften anwenden:
„Die Opfer Gottes sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlage-nes Herz wirst du, Gott, nicht verachten“ (Ps. 51, 19).
„Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel.“ (Matth. 5, 3).
„Wenn einer unter euch für weise gilt in dieser Welt, der werde erst ein Tor, um weise zu werden. Denn die Weisheit der Welt ist Torheit bei Gott.“ (1. Korinther 3, 18-19).
„Seht zu, ob euch etwa jemand“ (dieses Glaubens) „berauben will durch die Weltweisheit“ (die Philosophie) „und leere Täuschung auf die Überlieferung der Menschen“ (nämlich) „auf die Naturmäch-te der Welt“ (die Naturwissenschaften) „und nicht auf Christus! Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Und ihr seid mit ihr erfüllt in ihm, der das Haupt jeder Gewalt und Macht ist“ (Kolos. 2, 8-10).
Der bereits o.g. Bibelvers Joh. 8,32 ist auch nicht zufällig der Leitspruch des US-amerika-nischen Geheimdienstes CIA.
Darf man zum Zweck der biblischen Wahrheit lügen und betrügen?
In der jüdischen Schrift Jalkut Rubeni f. 20, 2 heißt es:
„Es ist dem Gerechten erlaubt, betrüglich zu handeln, gleich wie Jakob (Israel) getan hat.“
Im Koran des Islam heißt es: Sure 3, Vers 54:
„Und sie schmiedeten Listen, und Allah (Jahweh) schmiedete Listen; und Allah ist der beste Listenschmied.“
Diese Sure findet m.E. ihr Gegenstück bei Jesaja 8, 13:
„Den Herrn der Heerscharen, den sollt ihr Verschwörer (Listenschmied) nennen! Er sei eure Furcht, und er sei euer Schrecken!“
Eine Spezialität des islamischen Wirkens nach außen ist „Taqiya“, bzw. „Iham“, die „Täu-schung der Ungläubigen“.
Muslimische Strategie der „Taqiya“, der „Verhüllung der Wahrheit“ durch Täuschung und Verstellung bis zur offenen Lüge:
„Taqiya ist angebracht, wenn es dem Wohle der Religion dienlich ist“ (Khomeini).
In der Bibel der Christen heißt es: Römer 3, 7:
„Denn so die Wahrheit Gottes (Jahwehs) durch meine Lüge herrlicher wird zu seinem Preis, warum sollte ich denn noch als ein Sünder gerichtet werden?“
Der Betrug an Ungläubigen ist erlaubt, wenn es dem Judentum/Christentum/Islam/der Freimaurerei dienlich ist. Da der Teufel und seine Kinder (die Heiden und Ungläubigen) ja sowieso Lügner sind, ist es auch nicht schlimm, diese zu belügen.
„Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang und ist in der Wahrheit nicht bestanden, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben“ (Joh. 8,44).
„Wer die Sünde tut, ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang. Hierzu ist der Sohn Gottes geoffenbart worden, auf daß er die Werke des Teufels vernichte“ (1. Joh. 3,8).
Der Teufel wird auch als Schlange bezeichnet:
„Und die Schlange sprach zu dem Weibe: Keineswegs werdet ihr sterben! Sondern Gott weiß, daß an dem Tag, an dem ihr davon eßt, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses“ (1. Mose 3,4-5).
Vertritt man denn die Wahrheit, wenn man den Teufel (die Lüge, die heidnische Welt, die Naturwissenschaften) belügt? Negation der Negation? Im Koran in Sure 3, 28 heißt es dann ganz folgerichtig:
„Die Gläubigen sollen sich nicht Ungläu-bige zu Freunden nehmen vor den Gläubigen – und wer das tut, hat nichts mit Allah –, es sei denn, daß ihr euch vorsichtig vor ihnen hütet. Allah warnt euch vor Seiner Strafe, und zu Allah ist die Heimkehr.“
Wie soll man denn da als „Heide“ ein Ver-trauensverhältnis zu den Mitgliedern dieser o. g. Religionsgemeinschaften aufbauen? M. E. kann die Einhaltung des von mir beanspruchten Esausegens ein Vertrauensverhältnis aufbauen.