Ernst Cran – Bretzenheim-Gedenken zum Totensonntag
Montag, 31. August 2026 von Adelinde
Ernst Cran
zur Erinnerung an die Ansprachen beim Bretzenheim-Gedenken am 24. November 2024
Am Totensonntag besuchen die Lebenden die Toten. Die Lebenden besuchen die Toten – nicht umgekehrt! Nicht die Toten suchen die Lebenden heim – so wie wir das nun schon seit geraumen Jahren jeweils am 31. Oktober als elektrifizierten VS-amerikanischen Re-Import alt-europäischer huldvoller Ahnen-verehrung verabreicht bekommen – mit har-lekineskem Kürbis-Kult, Fratzenschmink-Wahn, Verkleidungs-Widerlichkeiten und jeder Menge Lebende wie Tote entstellender Horrorbild-Obsessionen.
Visuelles wie akustisches Gift in die Sinne, in die Herzen, in die Seelen. Aufgescheucht und verängstigt muß es sein, das bangende menschliche Wesen – und je schrecklicher, umso gelungener:
Seelenverwüstung im Gewand von Ekelge-walt und Verstümmelungsphantasien. Hirn-verkümmerung im Angesicht von inszenier-ten düsteren Klamauk-Geschehnissen, die ihre Echobahnen dann durch ein ganzes Lebensvolumen ziehen.
Schande den Eltern, die ihre Kinder solchem mentalen Gemetzel aussetzen oder sie gar noch dazu anstiften! Schande allen Erzie-hungsberechtigten und Erziehungsbeauftrag-ten, die ihre Schützlinge damit in seelischen Morast und in menschlichkeitsferne Abgründe ziehen.
Das Totenreich als Vernichtungs-Tsunami in einer Nacht wie ohne Ende und ohne Erlö-sung. „Hallo wen?“ „Süßes oder Saures?“ Nein: Wahrheit oder Lüge! Darum geht es! Darum geht es – und darum sind wir heute hier.
Wir besuchen heute am Totensonntag unsere Toten. Wie besuchen die Toten der Rheinwie-senlager – alle, die hier Tortur und Entmen-schung erlitten haben und ausgesetzt waren. Alle, die hier planmäßig verendeten – und alle, die hier innere wie äußere Wunden erlitten, welche ihr weiteres Dasein wie im permanent offenen Feuer verschmoren und verderben ließen.
Das „Feld des Jammers“ hier in Bretzenheim ist der Ort, an dem wir all diesen vergange-nen Gliedern unsers Volkes begegnen, indem wir ihrer gedenken und ihr Dasein damit in das Licht der Wahrheit rücken! Wir holen sie damit in’s Leben zurück.
Nicht ihr Leid, nicht ihre Qual wollen wir auf diese Weise aufleben lassen, doch sie selbst wollen wir als lebendige Glieder am Leib un-seres Volkes in unsere Mitte, in den Raum unserer Lebendigkeit nehmen. Es sind UNSERE Toten. Es sind UNSERE Ahnen. Es sind UNSERE Volksgeschwister.
Und wir? Wir sind die, die heute hierherge-kommen sind. Doch wir sind mehr: Wir sind alle, die heute nicht körperlich hier sein können, aber im Herzen und in der inneren Achtsamkeit dabei sind. Wir sind auch alle, die zwar nicht selbst hier das Wort ergreifen, aber doch Worte gefunden haben, die hier Gehör finden sollen.
Viele sind wir. Und wenn wir 100 wären, so stünde jeder davon für 1 Million unseres Volkes – dies nämlich ist die numerische Größe, die dem deutschen Volk ansteht und die es zutreffend beschreibt!
Jeder steht für 1 Million – und jeder steht für die mindestens 1 Million, die in den Rhein-wiesenverendungslagern zu Tode kamen. Die Stimmen aller sind es, die nun aus den Wor-ten jener sprechen, denen ich hier und jetzt meine Stimme leihe. Ich verlese die Wortmel-dungen jener, die heute nicht selbst hier sprechen können:
Erwin, Jahrgang 1946: Meine Gedanken sind bei Euch und den vielen unschuldigen Opfern!
Rüdiger, Jahrgang 1972: Danke, daß Ihr für uns gekämpft habt und daß Ihr für uns diese Leiden auf Euch genommen habt.
Roland, Jahrgang 1956: Wer wurde bis heute für das feige, absichtlich herbeigeführte, menschenverachtende und als Kriegsverbre-chen zu bezeichnende Massensterben von Kriegsgefangenen in den Rheinwiesen zur Verantwortung gezogen? Wie viele Ehemän-ner, Väter, Söhne, Brüder, Freunde und Kameraden (und auch Frauen) sind dabei umgekommen und haben schmerzhafte Lücken hinterlassen? Wer entschädigt die Hinterbliebenen, und wie viele „Schreibtisch-täter“ – die meisten sicher schon verstorben – müßten dann angeklagt werden? Dieses Unrecht muß von unabhängigen Historikern und – soweit möglich – juristisch aufgear-beitet werden! Bis dahin ist es notwendig, die Erinnerung wach zu halten – auch zur Mahnung für künftige Generationen.
Hans, Jahrgang 1959: Ich habe deutsche Soldatengräber in Rußland gesehen … und auch in der Normandie. Auch die der Ande-ren, jedweder Nation …, und ich ehre und achte sie, ob Freund oder Feind. JEDER hat einen Platz der Erinnerung gefunden! Doch wo sind all die Väter, Brüder und Söhne ent-lang der Wiesen des Rheines geblieben, wo sind deren Grä-ber, wo sind deren Namen? Verneige ich mich in Ehrfurcht vor den Gräbern der Anderen, so beuge ich mein Knie in Trauer und Zorn auf dem unschuldigen Wiesengrün am Rhein. Wohl wissend, daß jeder kleine Halm für einen teuren Toten steht, so begreife ich darin einen Grabstein der Natur für Millionen der Unseren!
Gabriele, Jahrgang 1960:
Erlebnisse meines Vaters, Karl Dahmen, geboren 07.08.1928
Mein Vater war Mitglied der Motor HJ. Er wuchs in einem Eifeldorf auf, Polch. Mit 16 Jahren wurden die Mitglieder der Motor HJ gezogen, und er geriet in Gefangenschaft der Amerikaner. Das Gefangenenlager befand sich im Hunsrück.
Mein Vater konnte Englisch, und er hat die Wachen belauscht. Dabei stellte er fest, daß sie am nächsten Tag nach Remagen in das Rheinwiesenlager verlegt werden. Er sagte seinem Kumpel aus dem Dorf Bescheid und erkannte, daß das die Chance zur Flucht war. Der Kumpel hatte Schiß und hat die Flucht nicht gewagt, mein Vater schon. Er hat sich dann durchgeschlagen, indem er gegen Kost und Logis den Bauern bei der Ernte geholfen hat und gelangte dann zurück nach Polch.
Sein Kumpel kam auch zurück ins Dorf. Zehn Jahre später und als gebrochener Mann.
In ehrendem Gedenken den Toten der Rheinwiesenlager! Wir haben euch nicht vergessen und ziehen euch zurück in die Familien, zu denen ihr gehört.
Thomas, Jahrgang 1964:
An meine Ahnen
Heut denk ich jeden Tag an Euch. Ihr werdet nie vergessen.
Ihr mußtet Todesqualen wehrlos über Euch ergehen lassen.
Ich frag‘ mich oft: Reicht mein Erinnern aus?
Da fühl‘ ich manchmal Schuld in mir – und dann genau kommt ihr und gebt mir heut‘ Erlösung.
Dieses Gefühl; ich frag mich oft: Gedenke ich eurer Leben – oder seid ihr‘s, die ihr mir mein Leben gebt?
Dies ist die Art Verbundenheit, die einzigartig mich zum Teil des deutschen Volkes macht.
Ihr seid nicht tot und vergessen!
Else, Jahrgang 1956:
Mein Herz weint, meine Augen sind traurig und meine Seele zerreißt es über das Wissen über den Schmerz, den Ihr hier getragen habt.
Getragen mit Anstand und Würde in Verantwortung für euer / unser Vaterland.
Geschunden und gepeinigt, schikaniert und gedemütigt!
Das alles hat euch die Hoffnung nicht ge-nommen, in eurem Kampf, hier gestanden zu haben – in Würde und zum Heil Euerer und unserer Ahnen und zukünftiger Generationen.
Ich verneige mich vor euch mit tiefer Dank-barkeit und Hochachtung, mit der gleichen Hoffnung, die euch innewohnte hier an diesem Ort.
Alles ertragen zum Heil und Segen für unser geliebtes deutsches Vaterland, mit seiner unvergleichlichen deutschen Muttersprache, die jeden Lug und Trug, jede Täuschung und Irreführung zu offenbaren vermag – bis auf den heutigen Tag und auch zukünftig!
Fabio, Jahrgang 1964:
Ich habe auf dem Feld des Jammers schon mehrmals auf die menschlichen Abgründe gentischer sowie epigenetischer Natur der Hintermänner der hier begangenen Taten hingewiesen.
Ich habe die Einflußnahme fremder Mächte auf die Entwicklung des Europas der letzten zweitausend Jahre aufgezeigt und die damit einhergehende Zerstörung unseres Nordisch-Germanisch-Heidnischen Ahnenerbes angeprangert.
Die Soldaten, die hier und in allen Rheinwie-senlagern auf abscheulichste Weise ermordet wurden, sind die Opfer der Monster gewor-den, welche all‘ dies zu verantworten haben und die zu benennen die Menschheit seit Jahrtausenden versäumt hat.
Diese Monster haben einen Namen, eine Herkunft und eine Geschichte. Wir kennen sie. Sie morden auch aktuell völlig unbe-helligt und von einer feigen und verach-tenswerten Menschheit gedeckt. Das Problem sind längst nicht mehr die mordenden Mon-ster, die ihre Taten stolz herausposaunen, sondern es ist die Feigheit der Menschen, die diesem Tun nichts entgegensetzen … .
Dieselbe Feigheit, die 1939 den Ausbruch des zweiten Weltkrieges ermöglichte, die Greuel-taten am Deutschen Volk deckte, und die noch immer verhindert, daß sich die Völker vom Joch dieser Monster befreien …
Der Mut, die Tapferkeit und die Ehrenhaf-tigkeit dieser Soldaten und des aufopfe-rungsvoll kämpfenden Deutschen Volkes verdienen diese Feigheit nicht. Sie verdienen unseren Kampf für die Wahrheit – trotz und gerade wegen der Feigheit der Massen, die sich nach wie vor weigern, den Tatsachen in die Augen zu sehen … .
Nicht Haß sollen wir fühlen, nicht Rache sollen wir nehmen und nicht Vergeltung sollen wir wünschen, aber Bewußtsein sollen wir erlan-gen und verbreiten. Denn werden wir uns erst bewußt, was und wer wir waren, und wer und warum man uns dies genommen hat, wird der Drang, die Schöpfung wieder geradezurücken, über die Feigheit siegen – und die Heilwerdung wird einsetzen, mit allen Konsequenzen für alle Beteiligten.
Meine besten Grüße und meine Hochachtung gelten allen anwesenden Volksgeschwistern. Mein Herz ist immer in Bretzenheim.
Maria, Jahrgang 1952:
Einige Sätze zu unseren von unseren Siegern gequälten Kameraden, die mit ihrem Opfer-tod unser ganzes Volk in eine Sphäre des Lichts, der Wahrheit und Gerechtigkeit hoben, das bisher verborgen im Schoß unserer Ur-mutter Erde, aber nun mit dem Drehen des weltpolitischen Windes in Erscheinung tritt.
Arthur Schopenhauer sprach bedeutende Worte lange vor diesem Geschehen an diesem heiligen Ort:
„Wer für sein Vaterland in den Tod geht, ist von der Täuschung frei geworden, welche das Dasein auf die eigene Person beschränkt; er dehnt sein eigenes Dasein auf seine Landsleute aus, in denen er fortlebt, ja auf die kommenden Ge-schlechter derselben, in denen er wirkt. Wobei er den Tod betrachtet wie ein Winken der Augen, das das Sehen nicht unterdrückt“.
Nun liegt es an uns – als das nachfolgende Geschlecht, daß wir unser Dasein ausdehnen mit unserem tatkräftigen, besonnenen Wir-ken, welches sich wiederum ausdehnt auf das kommende Geschlecht. Freiheit beginnt im Kopf und im Herzen und ist stärker als Angst.
Wenn wir sie überwunden haben – diese beklemmende Angst – ist der Schritt in die Eigenverantwortung leicht, sie fühlt sich wundersam beglückend an.
Mögen alle hier gesprochenen und gedachten Worte, alle empfundenen Regungen des Gei-stes, alle gespürten Empfindungen von Herz und Seele ihren Weg finden hinein in die qualvolle Tiefe dieses Ortes. Mögen sie dort – wie auch im Dasein von uns Lebenden – ihre heilende Wirkkraft entfalten. Heil uns allen – und unseren Toten!
