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„Wir müssen uns überhaupt
aus jeder kriegerischen
Handlung heraushalten,“

Ludendorff 1937 zu Hitler.

„Ich denke nicht an Krieg,“
antwortete Hitler. Ludendorff darauf:
„Ich glaube Ihnen nicht, Herr Hitler“.

Der Gefreite wußte es dann doch besser als der Feldherr.

Hans-Jürgen Geese

auf der Netzseite Anderweltonline am 13.7.2025 schreibt dazu eine klärende Abhandlung, die mit freundlicher Genehmigung durch den Netzbetreiber Haisenko auch hier bei Adelinde veröffentlicht sei:

„Die Frage aller Fragen“,

… wenn Sie die großen, die wirklich wichtigen Antworten aus dem Verlauf der Ereignisse der Geschichte finden wollen, um die Zukunft zu verstehen, dann müssen Sie selbstverständ-lich besonders hier die wirklich ganz, ganz großen Fragen stellen.

Lassen wir uns sogleich auf solch eine wichtige Frage aus dem Zweiten Weltkrieg ein, die allerdings noch nicht die Frage aller Fragen ist. Diese erste Frage lautet:

Warum weigerte sich Adolf Hitler, Großbri-tannien zu vernichten? Er wußte doch genau so gut wie jeder andere mit Vernunft begabte Mensch damals, daß Deutschland unmöglich einen Zweifrontenkrieg gewinnen konnte. Siehe Erster Weltkrieg.

Trotzdem, mit den Briten im Rücken, mit deren verheerenden täglichen Luftangriffen, hatte er dann die Sowjetunion angegriffen. Warum um alles in der Welt würde er solch einen kapitalen Fehler begehen?

Ende Mai 1940 begann die berühmte Schlacht um Dünkirchen. Hitler erlaubte den geschla-genen Briten, sich auf ihre Inseln zurückzu-ziehen. Jeder militärisch versierte Mensch wird Ihnen wahrscheinlich den gleichen Kom-mentar geben: Das war ein riesengroßer Fehler. Er hätte die englische Armee total vernichten müssen. Auch seine Generäle drängten ihn dazu.

Und er hätte nicht nur die englischen Trup-pen vernichten müssen, sondern auch so-gleich einen totalen Luftangriff auf die britische Flotte und auf die Städte der bri-tischen Inseln entfesseln müssen. Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.

Die Briten standen bereits unter Schock. Die hätten höchstwahrscheinlich den Churchill in die Wüste gejagt und um Frieden gebeten. Und dann, erst dann hätte Hitler seinen ver-sprochenen Großmut gegenüber den Briten zeigen können.

Als die britische Armee sich nach ein paar Tagen wieder neu organisiert hatte, war es zu spät. Die Briten faßten neuen Mut. Sie hatten dazu auch allen Grund. Denn Großbritannien verfügte über die stärkste Wirtschaftskraft in Europa. Sie produzierten auch mehr Kampf-flugzeuge als Deutschland.

Churchills Vorgänger, Neville Chamberlain, hatte frühzeitig erkannt, daß im nächsten Krieg die Luftwaffe eine entscheidende Rolle spielen werde. Seit 1936 hatte er die Anzahl der Staffeln von 52 auf 123 erhöhen lassen. 90.000 Briten arbeiteten jetzt in der Flug-zeugindustrie.

Riesige Vorräte an Aluminium wurden an-gelegt. Zudem lieferte Amerika tausende von Flugzeugen, die über die nächsten Jahre die deutschen Städte und die deutschen Indu-strieanlagen bombardieren würden.

Wenn Deutschland Großbritannien besiegt hätte, dann wäre Deutschland in der Lage gewesen, sich alle notwendigen Rohstoffe aus der ganzen Welt übers Meer zu besorgen. So wie Großbritannien das konnte.

Hilfe für Großbritannien aus aller Welt. Für Deutschland gab es hingegen eine totale Seeblockade. Es war daher doch immer nur lediglich eine Frage der Zeit, bis den Deut-schen die wichtigsten Rohstoffe ausgehen würden. Und die Lebensmittel. Nein, mit solchen Nachteilen belastet kann man keinen langfristigen Krieg gewinnen. Unmöglich.

Die Kriegsbereitschaft Deutschlands

Frage: Wie lautete die Militärplanung Deutschlands? Ab wann, so das angestrebte Ziel, ab wann mußte die Wehrmacht kriegs-bereit sein? Laut Plan. Die Frage ist einfach zu beantworten, da sie aus vielen Quellen zugänglich ist:

Deutschland wollte ab 1943 kriegsbereit sein. Ab 1943! Nicht 1939! Aber warum begann Deutschland dann den Krieg im Jahre 1939? Das ist eine wirklich gute Frage.

Es ist eine Tatsache, daß die deutsche Armee, nach dem Feldzug gegen Polen, geradezu aus dem letzten Loch pfiff. Es gab kaum noch Munition, kaum noch Treibstoff, es mangelte vorne und hinten an Material. Was natürlich für die Generäle keine Überraschung war. Sie wußten: Der Krieg kam viel zu früh.

Nun, Hitler hatte erwartet, daß Großbritan-nien und Frankreich sich nicht auf einen richtigen Krieg einlassen würden. Wegen Polen? Nein, nicht wegen Polen. Und es sah ja zunächst auch nicht danach aus. Trotz der Kriegserklärungen. Aber dann kam es doch anders. Deutschland griff an. Blitzkrieg folgte auf Blitzkrieg.

Die deutsche Armee war eine Armee, die sich auf den Blitzkrieg spezialisiert hatte. Mit großem Erfolg. Nun ist es allerdings so, daß man auf relativ kleinem Raum hervorragend Blitzkrieg führen kann, zum Beispiel in Län-dern wie Polen oder Frankreich.

Man kann allerdings keinen Blitzkrieg in Ruß-land führen. In dem weiten Land wird sich der Blitzkrieg schließlich schnell erschöpfen.

Mit Pferden gen Moskau

Das ist solch eine simple Einsicht, daß ich Ihnen den Grund dafür in ein paar Worten nennen kann: Im Blitzkrieg muß die logi-stische Versorgung der Truppen so nah an der Front sein, daß die Armee dauernd in Bewegung bleiben kann.

Das kann man erreichen, wenn die Front hundert oder zweihundert Kilometer von der Heimat entfernt ist. Aber nicht, wenn die Kampfzone tausende von Kilometer von der Heimat entfernt ist. Das ist unmöglich. Unmöglich. Vor allem bei einer halbfertigen Armee, die erst 1943 auf Krieg vorbereitet sein mußte.

Daher kam es zu der Situation, daß die deutsche Armee in Rußland mit mehr als sechshunderttausend Pferden einfiel. Mit Pferden! Insgesamt wurden über 2 Millionen Pferde eingesetzt. Denn es gab nicht genü-gend Fahrzeuge. Nicht genügend Fahrzeuge! Was meinen Sie, wie viele Pferde die Amerika-ner einsetzten?

Die Logistik wurde schnell zum Hauptpro-blem. Tausende von Lokomotiven mußten gebaut werden. Für die Versorgung in Ruß-land. Auf Kosten von Panzern. Improvisieren, improvisieren, improvisieren! Mangel überall.

Trotzdem: Die Armee, die sich also auf den Blitzkrieg spezialisiert hatte, fiel in Rußland ein und rannte dann einfach immer weiter. Die wären wohl auch bis China weitergerannt. Bis sie einen Russen getroffen hätten, der sich dann im Namen von Mütterchen Rußland ergeben hätte. Oder bis sie alle tot waren.

Als der Angriff auf Moskau gescheitert war und die Russen zum Gegenangriff übergin-gen, da fanden sie in den deutschen Schüt-zengräben Hunderte von toten Soldaten, die keine Kugel getroffen hatte. Die waren schlicht und einfach erfroren.

Die deutsche Armee war nicht auf einen Winterkrieg eingestellt. Was die Armee-führung aber nicht zu beunruhigen schien. Der Krieg geriet zu einem Pokerspiel. Das Unternehmen Barbarossa geriet zu einem Wahnsinnsabenteuer.

Sun Tzu über den Krieg

Zitat von dem wohl größten Kriegsstrategen, der je auf Erden wandelte:

„Siegreiche Krieger gewinnen zuerst und ziehen erst dann, anschließend, in den Krieg. Wohingegen besiegte Krieger sogleich in den Krieg ziehen und dann versuchen, den Krieg zu gewinnen.“

Es war schlicht und einfach unmöglich, daß Deutschland diesen Krieg gewinnen würde. Es war unmöglich, daß Japan diesen Krieg gewinnen würde. Sie hatten einfach nicht die Mittel, die es brauchte, um diesen Krieg zu gewinnen.

Deutschland konnte in Westeuropa von dem leben, was Frankreich oder Belgien oder Dänemark oder die Niederlande liefern konnten. Und das war beachtlich. Die deut-sche Armee konnte von dem leben, was das Land hergab.

In Rußland war das nicht der Fall. Es herrschte das Gesetz der verbrannten Erde. Nichts sollte den Deutschen in die Hände fallen. Die Versorgungswege, die in West-europa kurz waren, verwandelten sich plötzlich in tausende von Kilometern.

Die Straßen waren eine Katastrophe. Schlammbäder. Und Partisanen gab es, die sich auf die Unterbrechung der Logistiklinien spezialisierten.

Bevor die deutsche Armee in Rußland einfiel, hatte Adolf Hitler ein Gespräch mit General Ernst-August Köstring, in Rußland geboren und dort aufgewachsen, der die Russen besser kannte als irgend jemand im Führer-hauptquartier.

Hitler wollte von Köstring wissen, was ge-schehen werde, sobald die Deutschen an-greifen. Köstring antwortete, daß es relativ einfach sein werde, die Gebiete in der Peri-pherie von Rußland zu erobern und auch die Unterstützung der Bevölkerung dort zu erhalten.

Aber sobald die deutsche Armee die Grenze zu Rußland selbst überschreite, werden die Russen um jeden Meter Boden kämpfen. Es wird ein ganz anderer Kampf sein. Ein wirk-licher Kampf um Leben und Tod. Ohne Gnade. So sprach General Köstring. Und er hatte recht. Genau so kam es.

Die Ukraine oder Rußland?

Wie General Köstring ausführte, konnte die deutsche Armee durchaus die Unterstützung der Ukrainer erwarten, die auf die Russen nicht gut zu sprechen waren. Schließlich hatte Stalin Millionen von ihnen verhungern lassen.

Warum hatte also Hitler im Jahre 1941 nicht die Wehrmacht in der Ukraine Halt machen lassen, um seine Positionen zu konsolidieren? Er hatte doch eigentlich sein Ziel bereits er-reicht, Lebensraum zu erobern, den besten Lebensraum, den er sich nur wünschen konnte.

Der Mann schien einer Fata Morgana nachzu-jagen, einer Fata Morgana mit Namen Kom-munismus oder sonst einer absurden Idee, die sich dann später ebenfalls tatsächlich als Luftspiegelung erwies. Hitler konnte diesen Krieg niemals gewinnen. Er lebte nicht in der Realität sondern irgendwo anders.

Adelinde: Hitler hatte sich dem Papst angeschlossen, siehe Ludendorff, Hitlers Verrat der Deutschen an den römischen Papst, 1931. Ludendorff:

Papsttum und Faschismus sind nicht voneinander zu trennen. Sie bilden das geeinte „Rom“ … wie oft Päpste unmittelbar Kriege, z. B. Papst Pius X. die Herbeiführung des letzten Weltkrieges, gefördert haben … Ihre Dogmen gebieten ihnen, sämtliche Menschen dem römischen Glauben zuzufüh-ren … Das bedeutet die Ausrottung jeder anderen Glaubensüberzeugung mit allen geistlichen, wirtschaftlichen und politischen Gewaltmitteln …

So stand Rom hinter Hitler und den Faschisten im Krieg gegen die Sowjetunion.

*) Ludendorff 1931, Weltkrieg droht auf Deutschem Boden

Doch weiter mit Hans-Jürgen Geese:

Der Eintritt der U.S.A. in den Krieg

Dann, Ende 1941, geschah Pearl Harbor. Die U.S.A. erklärten Japan den Krieg. Deutschland erklärte den U.S.A. den Krieg. Das war im Dezember 1941.

Es muß doch irgendjemanden in Berlin gegeben haben, der Hitler hätte erklären können, daß man unmöglich gegen die aktuellen Feinde plus die stärkste Wirt-schaftsmacht auf Erden plus deren Ver-bündete diesen Krieg gewinnen könne.

Unmöglich. Warum? Weil, wie Sun Tzu oben erklärte, es bereits am Anfang des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges feststand, wer die-sen Krieg gewinnen wird.

Passen Sie mal auf: Frage: Wie wird ein reicher Mann richtig reich? Wir können uns das Märchen von harter Arbeit ersparen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt können Sie gar nicht anders als immer reicher und reicher zu werden.

Und die ganz großen Spieler, die entschei-denden Spieler in diesem Spiel mit Namen Kapitalismus, die investieren nur in Unter-nehmen, bei denen der Erfolg garantiert ist (siehe Sun Tzu!). Garantiert. Nur dann lassen sie sich darauf ein.

Der Zweite Weltkrieg war solch ein Unter-nehmen. Wer hatte da investiert??? Mit dem Herrn Hitler als nützlichem Trottel. Und mit den Deutschen als nützlichen Idioten. Die sich auf einen Krieg eingelassen hatten, den sie unmöglich gewinnen konnten. Genau so wie es von Anfang an geplant war. Übrigens auch für Japan.

Hätte Hitler London dem Erdboden gleich-gemacht, hätte er die „City of London“ dem Erdboden gleichgemacht und das Land vereinnahmt, dann, dann hätte er das ganz große Spiel gewinnen können. Aber die Herrscher über Großbritannien wußten, daß er ganz vernarrt war in ihr Volk und von einer Freundschaft und gemeinsamen Plänen träumte. Und so träumte er. Der Hitler. Ein nützlicher Idiot.

Die Frage aller Fragen

Und somit hatte sich Großbritannien seines Konkurrenten entledigt. Und somit hatte sich Amerika seines Konkurrenten entledigt. Und dabei riesige Geschäfte gemacht. Durch ka-putt machen und Wiederaufbau. Billionen flossen in die Kassen.

Es war voll und ganz ein wirklich wunderbarer Krieg. Sie mögen allerdings in Ihrer Naivität die Fragen der Ethik und Menschlichkeit und ähnlicher Gefühlsduseleien aufwerfen. Reine Zeitverschwendung. Die Herrscher dieser Welt halten sich nicht mit solchen Banalitäten auf. Nur was man zählen kann, zählt für sie.

Ein Krieg ist also ein Geschäftsmodell. Ein Geschäftsmodell. Ein verdammtes, ein verfluchtes Geschäftsmodell. Es geht ums Geld. Einst und heute. Es geht nicht um irgendwelche Ideologien.

Adelinde: Leider doch, siehe oben. Aber die Führenden der Ideologien wissen die Habgierigen zu nutzen.

Oder um hehre Ziele. Es geht nicht um irgendwelche gefährlichen Männer oder um irgendwelche Gefahren. Das sind alles nur Inszenierungen, kontroverse, polare Kon-stellationen, die mit Emotionen gespeist, Ihnen durch die Medien vorgesetzt werden, um Sie bei der Stange zu halten. Damit Sie bei diesem Wahnsinn mitmachen oder ihn zumindest unterstützen.

Die Frage aller Fragen lautet: Wie konnte Hitler, im Angesicht des Widerspruchs zu seiner eigenen tiefen Erkenntnis, daß ein Zweifrontenkrieg für Deutschland unmöglich zu gewinnen sei, wie konnte er, in dieser Erkenntnis, trotzdem genau das tun, was er selbst für ein unmöglich erfolgreiches Un-terfangen gehalten hatte? Wer hatte ihn dazu überzeugt? War es jemand in Großbritannien?

Beantworten Sie mir bitte diese Frage.

(siehe oben Adelinde!)

Ich kann es nicht. Und dann noch: Warum sollte jemand einen Krieg weiterführen, der doch bereits im Dezember 1941 verloren war? Und damit das Land opfern, das ihm doch angeblich als so lieb und teuer galt? Er hätte doch 1942 aufgeben können. Nein, aufgeben müssen.

Die Ukraine wird geopfert

Das ganze erinnert mich ein wenig an Se-lenskyj und die Ukraine. Der Mann verfügt über eine gewisse Intelligenz, die ihm, so er es denn wissen wollte, verraten können hätte, daß die Ukraine unmöglich diesen Krieg gegen Rußland gewinnen wird.

Aber er macht immer weiter, opfert Millionen seiner Landsleute, wird von Verrückten im Westen auch noch in seinem Wahnsinn be-stärkt und angetrieben und wird so enden wie Hitler endete.

Und das Ganze wofür? Ja, Sie haben recht: Es ist ein gigantisches Geschäftsmodell. All die Milliarden verschwinden in den Taschen der Superreichen. Krieg ist das größte aller Ge-schäfte. Daher muß es immer Krieg geben. Immer.

Die Aussichten stehen gut. Schauen Sie sich auf der Welt um. Es gibt Krisenherde zuhauf. Wo könnte man nicht überall einen Krieg auslösen! Im Balkan, im Kaukasus, im Mitt-leren Osten, in Südamerika, irgendwo in Asien und so weiter.

Haben Sie gehört, daß in Amerika jetzt wieder die Männer und Frauen begeistert in die Ka-sernen strömen? Dank Trump. Sie wollen auch unbedingt dabei sein, wenn Amerika wieder einmal die Welt mit Demokratie beglücken und Freiheit unter die Völker verteilen wird. Nein, es herrscht auf Erden nie Mangel an Idioten.

In Rußland gelten die Deutschen jetzt wieder als „glawnie wrag“. Das bedeutet Hauptfeind. Die Bundesregierung hat es wahrlich weit gebracht. Allerdings kann man diese Damen und Herren nicht ernstnehmen. Eine einzige Lachnummer, der Laden in Berlin. Aufrüsten will man wieder.

Hier ist die Realität: Die jetzige Bundeswehr in eine Armee zu verwandeln würde minde-stens 20 Jahre dauern. 20 Jahre! Wer weiß, was in vier Jahren sein wird? Wie wäre es mit Diplomatie?

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