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Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt.
Die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
Thomas Jefferson

Die einstige Reichsreferentin für den Bund Deutscher Mädel (BDM) beim Reichsjugendfüh-rer, Dr. Jutta Rüdiger, hat mit ihrem Sachbuch über die Hit-lerjugend ein breites Panora-ma der Jugendarbeit in der angeblich dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte vor dem inneren Auge ihrer Le-serschaft ausgebreitet, aus dem sie sich ein Bild von der damaligen Zeit machen kann.

Wer die zwölf Jahre des Dritten Reiches nicht selbst miterlebt hat, ist einerseits auf die bösartige und verlogene „Greuelpropaganda“ der Sefton Delmer & Co. angewiesen oder läßt sich von den Miterle-benden aus der Zeit erzählen.

Heutzutage ist die „Greuelpropaganda“ der Sefton Delmer & Co. soweit erfolgreich gediehen, daß viele Deutsche bei sich einen „pawlowschen Reflex“ entwickelt haben, der sie bei objektiv positiver Beurteilung der angeblich „dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte“ zusammenzucken und den Beurteiler in der Schublade „Nazi“ verschwinden läßt.

Adelinde versucht dennoch, Licht in die „dunkelste Zeit“ zu bringen. Wie war es denn wirklich damals?

Ich selbst  – Jahrgang 1935 – konnte in die Hitler-Jugend nicht mehr aufgenommen werden, denn vor meinem 10. Geburtstag, dem Eintrittsalter für die Kinder in die NS-Jugendabteilungen, war der Krieg und damit das gesamte NS-System zu Ende. Meine Enttäuschung erklärt sich aus dem, was in den Jugendverbänden HJ und BDM geboten wurde an Geländespielen, Sport und Musik und für ein Kinder- und Jugendherz einfach herrlich war.

Man mag zum NS-System als Ganzem und seiner Zeit stehen, wie man will, doch eins muß klar blei-ben: Die Jugendführung war begeisternd und erfaßte fast alle Jugendlichen des Reiches. Sie gingen frei-willig zur Hitler-Jugend, niemand wurde gezwungen beizutreten. Daneben bestand – vielleicht mit Recht – die Sorge, daß die Hitler-Jugend den Eltern ihre Kinder entfremdete.

Beim Anblick des Buch-Umschlagbildes mit dem Antlitz des freudigen Vertrauens eines BDM-Mädels erlebt der Geschichskundige eine tiefe Sorge um dies junge Mädel, das, wie das aufgenähte Dreieck aus-weist, aus dem Ost-Wartheland stammt.

Was für ein Schicksal wartet auf sie in wenigen Jahren beim Einfall der aufgehetzten, vertierten Rotarmisten der Sowjetunion und auch der Polen und Tschechen nach dem 8. Mai 1945 in Ostdeutschland! In diesem Zeitabschnitt fand das wahre „dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte“ statt:

Die wehrlosen ostdeutschen Frauen und Mädchen erlitten in äußerster Grausamkeit Vergewaltigung, Mord, Totschlag, Vertreibung aus der Heimat. 

Hier kann man nur von Glück sagen, daß der Mensch seine Zukunft nicht im Voraus wissen kann. So bleibt ihm die Freiheit des augenblicklichen Erlebens.

Wer von uns belogenen Nachkriegsdeutschen weiß etwas Wahres über die Kultur, die Ideale, die die damalige deutsche Jugend beseelte!

Hochangesehene Künstler jener Zeit nahmen sich auch der Jugend an. Das ist als Tabu-Thema viel-leicht auch in Vergessenheit geraten bzw. werden die Kulturschaffenden mit dem Maßstab der Feinde Deutschlands verleumdet:

Die große ostpreußische Dichterin Agnes Miegel war begeistert dem BDM zugetan.

Die große Pianistin und Beethoven-Interpretin Elly Ney, die ich als junger Mensch in ihrer Güte und Zugewandtheit zu ihrem begeisterten, anhänglichen Publikum noch miterlebt habe, spielte lt. „Rheinische Geschichte“

… Zeit ih­res Le­bens mit un­ge­heu­rer En­er­gie wirk­lich über­all – und in fast al­len Le­bens­la­gen: für Ar­bei­ter, Ju­gend­kon­zer­te für Schü­ler, für die Wehr­macht, für ver­wun­de­te Sol­da­ten in La­za­ret­ten, selbst noch in Zei­ten häu­fi­ger Bom­ben­an­grif­fe, in de­nen Kon­zer­te durch Flie­ger­alarm und Zwi­schen­auf­ent­hal­te im Bun­ker un­ter­bro­chen wer­den mußten.

Nach 1945 spiel­te sie in Ge­fäng­nis­sen, im Durch­gangs­la­ger Fried­land für Kriegs­ge­fan­ge­ne und Ost­ver­trie­be­ne und auch für das Na­tio­na­le Olym­pi­sche Ko­mi­tee für Deutsch­land. 

Welche eine Wohltäterin! Eine Wohltäterin jedoch im Urteil der Nachkriegszeit an den falschen Menschen, an Deutschen und darunter solchen des NS-Systems:

Nach 1945 war Elly Ney wegen ihrer Rolle im Nationalsozialismus öffentlicher Kritik aus-gesetzt. Am 20.12.1948 und am 9.3.1949 beschloß die Stadtvertretung Bonn ein Auf-trittsverbot, das jedoch am 25.1.1952 wieder aufgehoben wurde.

Büste Elly Neys an der Brahmspromenade in Tutzing (Wikipedia)

Eine große Pianistin, die den Menschenseelen die Musik und namentlich die Beethovens nahegebracht hatte, durfte bei Regime-Wechsel plötzlich nach Meinung der neuen Machthaber nicht mehr geehrt werden. Wie kennzeichnet das doch das Nachkriegs-regime in Deutschland! Schämt euch!

Doch wird daran Charlotte Knobloch ihren gewich-tigen Anteil gehabt haben. Nach dem Tutzinger Jugendbeirat sagte Knobloch – weitab von künst-lerischem Schaffen, dafür umso rassistisch-poli-tischer:*

*) Quelle: Q1

Elly Ney war nicht nur Profiteurin des Nationalsozialismus, sie hat das braune Gedankengut auch aktiv vertreten.

Eine unverschämte Behauptung! Und: Das braune Gedankengut – was wird das sein? Knobloch nennt Ney

sozusagen eine Kulturpolitikerin der Nazis, die kein Geheimnis daraus machte, wie sehr sie darunter litt, im selben Umfeld mit jü-dischen Musikern wie Serkin aufzutreten.

Das geht Knobloch eigentlich nichts an. Mit wem und mit wem nicht eine großen Künstlerin wie Elly Ney auftreten mag oder nicht muß ihrem Empfinden überlassen bleiben, aber da es sich hier um Knob-lochs „Einen-der-Ihren“ handelt, wurde es hier zu einem der derzeit größtdenkbaren Verbrechen: Antisemitismus!

Elly Ney habe doch wahr und wahrhaftig lieber für die Hitlerjugend, den Bund Deutscher Mädel, die SA und SS gespielt, heißt es in dem Text.

Als Überlebende der Shoah empfinde ich es als Hohn, wenn eine überzeugte National-sozialistin wie Elly Ney weiterhin als Ehren-bürgerin von Tutzing gewürdigt wird.

Ist Tutzing ein jüdischer Ortsteil, so daß eine Jüdin da mitzureden hat? Aber der Tutzinger Gemeinderat unterwirft sich:

 

„Gedenktafel“ an der Elly-Ney-Büste in der Tutzinger Brahmsstraße

Jedenfalls können wir uns freuen, daß Elly Ney sich einst der Jugend zugewandt und ihr die Kultur unserer großen Musiker, besonders Beethovens, nahegebracht hat. Die Musikpflege spielte in der Hitler-Jugend überhaupt eine hervorragende Rolle. Wolfgang Stumme erklärt in der Schrift „Musik in Jugend und Volk“, 1935/36:

Die Musikarbeit hat sich zur besonderen Aufgabe gestellt, eine breite musikalische Volkskultur zu schaffen, die die einzig tragfeste Grundlage für jede aktive Musik-pflege, für jedes Kunstverständnis überhaupt abgeben kann.

Und in „Musikpolitik als Führungsaufgabe“ schreibt Stumme:

Eine verantwortliche Musikpolitik wird sich vor allen zeitbedingten Modeerscheinungen hüten. Sie wird auf die höchsten Werte zielen und das im Alltag Entstehende und Verge-hende nicht höher werten, als notwendig ist.

Dr. Jutta Rüdiger weist auf die damalige „Grundlage aller Musikarbeit“ hin,

das gemeinsame Singen, ohne das es keine Veranstaltung der Jugend gab, sei es Sport, Wandern, Heimabend, Fest oder Feier.

Darüber hinaus wurde das Instrumentalspiel gefördert.

Eine Werbeaktion „Lernt Instrumente spielen“ wurde von der Reichsjugendführung vom 15.-21.11.1937 veranlaßt. Viele Sendungen des Jugendfunks unterstützten diese Wer-bung. Namhafte Künstler förderten die Wer-beaktion durch Aufrufe. So unter anderen Hermann Abendroth, Paul Graener, Wilhelm Furtwängler, Eugen Jochum, Edwin Fischer, Elly Ney, Wilhelm Kempff, Peter Raabe, Karl Schuricht.

Nach heutiger Maßgabe also alles „Rechtsextre-misten“, „Nazis“! Das Ideal der Musikarbeit war etwas, was heute in den Untergang befördert wurde durch Adornos Beat, der allenthalben aus Häusern und Autos lärmt und mit der Musikindustrie er-staunlich große Schichten des einst hochgebildeten Deutschen Volkes erfaßt hat. Die Meisterkonzerte für die Hitler-Jugend hatten ein anderes Ethos:

Die Meisterkonzerte sollen als außeror-dentliche musikalische Ereignisse einen Einbruch in die Gleichgültigkeit und In-teressenlosigkeit gegenüber der musika-lischen Darbietung bewirken:

Sie sollen mit einer vollendeten Interpretation großer Musik den jungen Menschen, der we-nig oder vielleicht noch nie ein Konzert be-suchte, vor eine unantastbare künstlerische Leistung stellen und damit bisher brachlie-gende Erlebniskräfte in ihm ansprechen. – Dabei muß der Grundsatz der Freiwilligkeit gewahrt bleiben, Konzertbesuch darf nicht formationsweise befohlen werden.

Hier ein Beispiel des von der Hitler-Jugend Erarbeiteten und Gebotenen:

 

 

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Bettina
Bettina
2 Stunden zuvor

Herzlichen Dank für diese schönen Worte.

Hier in dem Artikel geht es ja vorderst um Musik und darüber, daß diese wunderschöne Ausdrucksweise der deutschen Kultur im Nationalsozialismus sehr gefördert wurde.

Neulich gab es ja hier auf dem Blog einen kleinen Disput über die eigene Schönheit von Negermusik, darüber hab ich mir viele Tage Gedanken gemacht…

Mir kam dabei in den Sinn, wie sehr doch unsere Vorväter neugierig waren auf die Seele von fremden Kulturen. Aber nicht so, wie es das Judentum gerne macht, also damit man dadurch das andere Volk verstehen und besser manipulieren kann, sondern um zu erforschen, wie die andere Seele schwingt, damit man es besser versteht. Sich dadurch auf Augenhöhe begegnen kann.

Vielleicht sollte man es Wohlwollen nennen? Also diese Neugierde, das Fremde zu verstehen, um es wahrlich zu spüren!

Ich glaube, diese Eigenschaft ist einzigartig uns nordischen Völkern gegeben und nur wenige Völker/Rassen, streben wirklich danach!

Vor einiger Zeit z.B. lief im Fernsehen auf Arte ein Violinkonzert von Mozarts 5. Symphonie mit dem Geiger Menuhin. Ich war kurz vorher eingeschlafen und wurde wach durch solch wunderschönem harmonischem Klang. Im Traume schwebte ich regelrecht, und die Klänge nahmen mich mit auf eine schöne Reise.

Am nächsten Morgen hab ich nachgesehen, wer dieser wundervolle Geiger ist, und war so sehr überrascht darüber, noch nie hatte ich jemanden Fremdstämmigen gehört, der so wunderschön die deutsche Seele von Mozart fühlen und interpretieren konnte.

In meinem Besitz sind die zwei Bände des „Der frohe Kreis“, herausgegeben von Elsbeth Göbels, in den Jahren 1938 und 1939, dort wird sehr viel über fremde Kulturen geschrieben und immer in solch großartiger respektvoller Art, da sollten wir uns heute eine Scheibe davon abschneiden!

Ein Buch für Mädchen, im Dritten Reich geschrieben und nicht dafür, daß die zukünftige Frau im Reich ihr Glück hinter dem Herd finden könne, sondern ein Buch, eher eine Einladung dafür, daß die jungen Mädchen ihren eigenen Weg in der Welt finden dürfen!

Und wenn wir nun wieder bei der Hitlerjugend sind, erinnere ich gerne an meinen ehemaligen Nachbarn Karl Außenhofer, der in hohem Alter seine Erinnerungen niedergeschrieben hat! Maria Lourdes vom Lupo-Blog hat meine Abschrift veröffentlicht.

Karls Bücher, die nicht verkauft- oder verschenkt wurden, hat sein Sohn, mitsamt aller sonstigen Auszeichnungen, Orden etc., in einen Abfallcontainer geworfen, er schämte sich so sehr für seinen Vater, der angeblich mal ein Nazi war!

Oh ja, der Karl durfte nach seiner Buchveröffentlichung in hohem Alter den Zeitgeist erfahren, er wurde z.B. als Grapscher betitelt (von der Nachbarin, die ihn sonst immer gerne mit ins Einkaufen nahm), oder von einer Dorfbewohnerin, die sich weigerte sein Buch zu lesen, aber haargenau wußte, daß der Karl ja schon immer gerne Frauen vergewaltigte!

Zitat aus seinem Buch:
„Das größte Erlebnis hatte ich bei der Herbstparade in Giebelstadt. Wir vom Karlstadter Jungvolk nahmen geschlossen daran teil. Wir fuhren mit der Bahn nach Ochsenfurt. In der Jugendherberge, das war in einem Stadtturm, wurde übernachtet. Am anderen Morgen in der Frühe um 4.00 Uhr standen wir auf und marschierten in Richtung Giebelstadt. Wir waren natürlich alle in Uniform. Es war ganz schön frisch, doch unser Eifer, den Führer Adolf Hitler zu sehen, beflügelte unseren Schritt. Wir hatten den Feldstehplatz Ost zugeteilt bekommen. Ein riesiges freies Feld war mit Pflöcken und einem dicken Stahlseil abgegrenzt. Davor standen noch SA- und SS-Männer, um das Ganze noch zusätzlich abzusichern.

Bis 10.00 Uhr Vormittag standen wir uns die Füße in den Bauch, bis diese Herbstparade 1937 losging. Inzwischen standen hinter uns die Menschen bereits in vielen Reihen. Plötzlich ertönte aus der Ferne ein „Heil, Heil, Heil“. Dieser Schrei wurde immer lauter. Und dann sahen wir das Auto, in dem Adolf Hitler stehend mit erhobener Hand die vielen Menschen grüßte. Der offene Mercedes fuhr ganz langsam an uns vorbei. Hinten im Auto, das konnten wir gut erkennen, saß Herman Göring und der Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall von Blomberg.

Pünktlich nach 10.00 Uhr begann die eigentliche Parade. Zuerst kam die Infanterie, die Königin aller Waffen. Natürlich immer voraus eine Musikkapelle. Im Stechschritt schwenkte jede Musikkapelle vor dem Führer genau gegenüber ein. Dann kamen die einzelnen Einheiten und zogen am Führer im Stechschritt vorbei. Die ganze Parade dauerte über 4 Stunden. Am Schluß der Veranstaltung kamen die Panzer und Kettenfahrzeuge. Eine Kapelle zu Pferd spielte die passenden Reitermärsche. Besonders beeindruckend der Kesselpauker. Auch die Pferde trabten einen Paradeschritt.

Wir waren alle bereits so müde, daß wir uns vor der Absperrung ins Gras setzten. Das Auto des „Führers“ konnte ich durch die Stiefel eines SA-Mannes knipsen. Einer meiner Kameraden hat sogar groß in die Hose gemacht. Es gab stundenlang keine Möglichkeit, aus diesem Gedränge heraus zu kommen.

Später, als sich die Menschen etwas verlaufen hatten, konnten wir endlich unsere Notdurft verrichten. Durch Zufall erfuhren wir Jungs, daß ganz in der Nähe an einem kleinen Bahnhof im Ochsenfurter Gau der Sonderzug von Adolf Hitler stehen soll. Wir machten uns sofort im Eilmarsch auf den Weg zu diesem Bahnhof. Es könnte Acholdshausen gewesen sein. Tatsächlich kamen wir noch rechtzeitig dort an. Der Sonderzug stand ca. 2 m von uns weg. Es waren nur zwei Salonwagen mit einer Dampflok davor. Wir standen an der Perronsperre und schrien im Chor: „Wir wollen unseren Führer sehen.“ Diesen Spruch wiederholten wir solange, bis tatsächlich Adolf Hitler am Fenster erschien. Er machte sogar das Fenster ganz herunter und lehnte sich heraus und lächelte uns mit erhobener Hand zu.

Inzwischen setzte sich der Zug in Bewegung, und wir Jungs liefen so lange wie nur möglich neben dem Zug her. Dieses Erlebnis hat sich so stark in mein Gedächtnis eingegraben, daß mir noch heute eine Gänsehaut über den Körper läuft, wenn ich an diesen Tag denke.“

Ich denke halt, keiner, kein Einziger unserer Generation, der diese Zeit wirklich leibhaftig miterlebt hat, kann sich erdreisten, etwas anderes zu behaupten!

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