Boden- und Bewußtseinsbildung
Dienstag, 2. Dezember 2025 von Adelinde |
Aus der Zeitschrift „Volk in Bewegung“ entnehmen wir aus der Abteilung „Mensch und Heimat“ die Abhandlung von
Karl-Ernst Osthaus
Boden- und Bewußtseinsbildung,
die im Jahre 2000 in der von Ursula Haverbeck u.a. gegründeten Zeitschrift „Stimme des Gewissens“ erschienen war:
MoraI- und Sittenverfall, Depressionen, Aggressionen, Willenlosigkeit, Manipulier-barkeit, Kraftlosigkeit, Müdigkeit …, all dieses sind Erscheinungen der modernen lndustriegesellschaften.
In dieser Hinsicht gibt es aufschlußreiche Parallelerscheinungen, und diese sind der Humusschwund und die Bodendegeneration rund um den Erdball. So ist es naheliegend und ganz natürlich zu denken, daß es hier Zusammenhänge gibt.
In den vergangenen Jahren gab es, zunächst zaghaft, Untersuchungen, die durchaus Anlaß geben, belegen zu können, daß ein solcher Zusammenhang von Bodengesundheit und Gesundheit von Pflanzen, Tieren und Men-schen besteht, bis hin zu Bewußtseinsverän-derungen beziehungsweise Bewußtseinsblok-kaden.
Man kennt die auffällige Übereinstimmung des pH- Wertes von 7 bis 7,2 im gesunden menschlichen Blut und ebenso in einem gesunden Boden. Unsere Böden allerdings übersäuern.
Es stellt sich die Frage, was geschieht, wenn die Nahrungsmittel überwiegend von sauren, also degenerierten Böden stammen?
Der Gesundheitszustand des Menschen wird maßgeblich von der QuaIität bestimmter Eiweißmoleküle, den DNS (DNA), bestehend aus Nukleinsäuren, beeinflußt. Die DNS steuern auch die immunbiologischen Funk-tionen der Zellen.
Das Protoplasmaeiweiß ist die lebensspen-dende, das Wachstum regulierende und die Gesundheit erhaltende Substanz unserer Zellen. Eiweiß und Plasma sind Träger von Lebensvorgängen.
Durch die starken Bodenschädigungen heute, zu einem großen Teil verursacht durch die chemischen Methoden der heutigen Land-wirtschaft, entsteht bereits keine vollwertige Eiweißqualität mehr, d. h. die DNS werden bereits von degenerierten Lebensmitteln und ihren eingeschränkten und somit fehlinfor-mierenden Wirkungen im Organismus ge-schädigt.
Die vielfältigen Zellgifte, wie und wo sie auch Eingang in den menschlichen Organismus finden, schädigen nicht nur den Menschen, sondern ebenso Pflanze und Tier, von denen wir uns ernähren, so daß sich vermehrt Stoff-wechsel- und Mangelkrankheiten einstellen, verbunden mit zunehmender Immunschwä-che.
Beim Studium der Bodenvorgänge fällt wie-derum auf, daß im Wurzelbereich der Pflan-zen sich bestimmte Milchsäurebakterien befinden, und zwar dieselben Arten, die wir auch im menschlichen Verdauungssystem vorfinden.
Also auch hier eine gewisse Übereinstimmung dort, wo Umsetzungsprozesse stattfinden, sowohl im humosen Boden aIs auch im Ver-dauungstrakt des Menschen.
Schwindet das Bodenleben im Humusbereich oder ist der Boden bereits derart degeneriert, daß er nur noch als kunstgedüngtes Substrat für solcherart künstlich hochgepäppelte Pflanzen dient, hat das – mit gesundem Menschenverstand folgernd – auch Aus-wirkungen von Mangelerscheinungen der darauf wachsenden Pflanzen, die Grundlage für die Nahrung von Tier und Mensch sind.
Das bleibt nicht ohne Wirkung auf die kör-perliche und geistige Konstitution des Men-schen. Gesundheit und Krankheit sind eine Frage des Milieus: Welche Bedingungen herrschen im Organismus vor? Von daher sind auch die immer mehr sich ausbreitenden Mykoseerkrankungen zu verstehen.
Neuere Forschungen haben gezeigt (Popp), daß jede Zelle (Eiweiß) Lichtstrahlungen (ultraschwache Zellstrahlung) verschiedener Intensität abgibt, mit deren Hilfe bereits Qualitätsbestimmungen möglich sind.
Durch diese Lichtsignale werden im Zellen-system bestimmte Ordnungen hergestellt. Dieses sind kosmische Ordnungssysteme im Einklang mit der Schöpfung, also Naturge-setze, die sowohl einem lebendigen Boden/Humus zugrundeliegen als auch in Pflanzen Tieren und Menschen wirksam sind.
Aber was geschieht, wenn durch menschliche Eingriffe Eiweißstrukturen geschädigt wer-den?
Die Lichtsignale verändern sich, das ganze vom Kosmos vorgegebene Ordnungssy-stem verändert sich. So haben im Boden durch menschliche Eingriffe ungeheure Verände-rungen stattgefunden, so schwerwiegende, daß man vom Boden als einem Ordnungssy-stem nicht mehr sprechen kann.
Diese hervorgerufene Boden-Unordnung setzt sich ins Pflanzenwachstum hinein fort, und das meßbar.
So ist z.B. der Silicium-Gehalt in den letzten 50 Jahren um 40 % gesunken, so daß eine heutige Pflanze nicht mehr vergleichbar ist mit einer Pflanze ihrer Art vor 50 Jahren.
Anderweitige Veränderungen kommen hinzu, wie die degenerierten Eiweißformen, die sich in Tier und Mensch fortsetzen. Hier wäre auch hinzuweisen auf die destruierenden Wirkungen, die ausgehen von technisch er-zeugten Strahlungen aus der Atomindustrie, von Radar-, Funk- und Fernsehstrahlungen u.a.
Man kann vereinfacht sagen, Eiweiße werden vom Licht strukturiert, wobei den sogenann-ten Enzyroen, die Phosphorverbindungen enthalten, eine kreative Aufgabe zukommt.
Aber Eiweiß wird wiederum auch durch solche Enzyme aufgelöst, so daß das Licht im Körper wieder frei wird. Dieses Licht im Körper ist die Energie für das Leben; diese lichte Le-bensenergie wird eingetragen in die Nerven-substanz, in die Gehirnsubstanz und dient dort den Bewußtseinsvorgängen.
Durch die degenerierten Böden, durch die dort eingetragenen Mineral- und Stickstoff-salze, durch Züchtung auf Quantität statt auf Qualitäten entstehen minderwertige Eiweiße, deren Aminosäuren nicht mehr im Gleich-gewicht sind.
So tritt bei der Verdauung ein Lichtmangel auf. Dieser Lichtmangel wirkt sich dann aus bis in die Bewußtseinsvorgänge hinein, wo-raus sich die vielen abnormen Schäden bei der Zersetzung von Eiweißstoffen unter an-äroben Bedingungen erklären. Es entsteht u. a. Schwefelwasserstoff, ein schweres Ner-vengift.
Durch die Ausbreitung der Fäulnisproduktion, die schon im Pansen der Kuh beginnt, be-dingt durch die modernen Fütterungsme-thoden (Silage, Kraftfutter) ist es ein direkter Weg zu den zunehmenden Geisteskrank-heiten.
Bereits der französische Grünlandforscher Professor Voisin wies auf diesen Zusam-menhang hin. So sind durch Bodenzerstörung und schleichende Vergiftung die Auswirkun-gen auf die geistige Gesundheit unüberseh-bar geworden. Depressionen, Aggressivität und viele andere Erkrankungen haben im Aufgezeigten ihre Urache.
Ebenso zu verstehen ist die Vorherrschaft eines geistentleerten Intellekts, der rein materiell fixiert ist und solcherart seinen geistigen Gegenpol eingebüßt hat. Die heutige Landwirtschaftspraxis trägt ein übriges zu dieser Degeneration und De-struktion bei.
So findet durch die heutige Bodenbearbeitung und Düngewirtschaft eine großflächige Fäul-nisproduktion statt. Fäulnis entsteht im Ur-sachenbereich von mehreren anderweitigen Mitverursachern.
Neue Wege der Bodengesundung sind be-kannt und erprobt, sie müßten staatlicher-seits mit allen Mitteln gefördert werden. Aber was geschieht?
Durch die Rahmenrichtlinien der EU wird be-wußt die Großlandwirtschaft gefördert und werden damit die jetzigen Zustände festge-schrieben.
