Der MOSSAD in der „BRD“
Dienstag, 6. Januar 2026 von Adelinde |
Thomas Engelhardt
äußerte sich bereits vor zwei Jahren zum
Treiben eines feindlichen Geheimdienstes – des MOSSAD[1] in der sog. „BRD“.
2016 geisterten einige Meldungen durch die Regionalpresse, während sich die großen Leitmedien Bundesdeutschlands meist aus-schwiegen und das Thema offenbar fürch-teten wie der Teufel das Weihwasser. Eine Ausnahme machte erstaunlicherweise das linke Leitblatt „Süddeutsche Zeitung“.
Die Pressemeldungen vom 7.03.2016, 8.03.2016 und 9.03.2016[2] (siehe auch unten als Kopie):
„Mossad-Agenten in Schleswig-Holstein im Matsch stecken geblieben“[3]
„Warum Quarnbek dem israelischen Geheimdienst eine Rechnung schickt“[4]
„Warum Israel für einen Einsatz der Feuerwehr Quarnbek zahlt“[5]
Bezeichnend, daß über das Ereignis erst Monate später und überwiegend nur in der Regionalpresse berichtet wurde.
Ein Vorfall im Jahr 2015, kurz vor Weihnach-ten: Ein PKW fährt sich im Uferweg des Nord-Ostsee-Kanals im Schlamm fest.
Die Insassen ersuchen bei einer Anwohnerin um Hilfe. Diese alarmiert den Bürgermeister Klaus Langer in Quarnbeck (Kreis Rendsburg-Eckernförde).
Der stellt vor Ort Ungereimtheiten fest und verständigt die Polizei. Die kommt, durch-sucht den PKW und findet im Kofferraum zwei Maschinenpistolen. Daraufhin erklären die überprüften Personen, „Mitarbeiter“ (Agenten) des israelischen Geheimdienstes zu sein (die-se waren mit Diplomatenpässen ausgestat-tet!)
Eine Räuberpistole? Mitnichten! Realität im Schweinestaat „BRD“. Der Polizeibericht über den Vorfall datiert v. 17.12.2015. Die Presse brachte die Meldung mit erheblicher Verzö-gerung erst Anfang März 2016!
Das war eine Nachricht über den Vorfall kurz vor Weihnachten 2015 in der Ortslage Quarnbeck in Schleswig-Holstein, die überwiegend nur in der Regionalpresse in Schleswig-Holstein gemeldet wurde. Die bundesdeutschen Provinzzeitungen schwie-gen sich seinerzeit aus, ebenso selbstver-ständlich die großen sog. Leitblätter (FAZ, Spiegel usw.). Nur die Süddeutsche brachte eine Meldung (siehe nachstehend).
Dieser Vorfall der U-Boot-Überführung war den bundesdeutschen Medien 2016 nur eine untergeordnete Meldung wert. Nur relativ wenige Menschen erhielten Kenntnis. Das ist freilich gewünscht.
Der Mossad gilt den Bundesdeutschen nicht als feindlicher Geheimdienst! Er darf nicht als solcher gelten.
Kaum bekannt ist, daß der Mossad hierzu-lande etwa (geschätzt) 5.000 (Fünftausend!!!) sog. Residenten unterhält[6], also Agenten-führer, Agenten, freiwillige Mitarbeiter.[7]
Nachrichtendienstliche Aktivitäten von Mossad- Agenten bzw. von Agenten, die im Auftrag und für den Mossad tätig werden, dürfen in der Bundesrepublik strafrechtlich nicht verfolgt, die handelnden Personen (Agenten, Spione) nicht zur Verantwortung gezogen werden.
Die im Bundesgebiet tätig werdenden und aktiven israelischen Agenten genießen darüber hinaus diplomatischen Schutz.
In der Regel handhaben das jedoch alle Staaten so; im Ausland tätige Agentenchefs und Nachrichtendienstmitarbeiter arbeiten offiziell meist als Botschaftssekretäre oder stellvertretende Botschafter oder sind unter anderer Legendierung offiziell tätig, sehr oft z.B. als Kulturattaché. Soweit so gut (oder so schlecht!).
Die bundesdeutsche Spionageabwehr (die auch im BRD-Staat existiert) überwacht in der Regel (soweit überhaupt möglich) diese Akti-vitäten fremder Geheimdienste.
Bundesdeutsche Geheim- und Sicherheits-dienste konzentrieren sich dabei auf „feind-liche Nachrichtendienste“ etwa aus Rußland, dem Iran oder aus China, also gerade der Staaten, mit denen wir Deutschen freund-schaftliche Verbindungen neu knüpfen müßten.
Die tatsächlichen Feindorganisationen wie der Mossad[8] oder die siebzehn (sic.) hier in der Bundesrepublik tätigen US-amerikani-schen Nachrichtendienste dagegen genießen vollste Handlungsfreiheit und unterliegen keinerlei Beschränkungen!
Auch diese Tatsache ist ein Indiz (wenn nicht sogar Beweis) für die nach wie vor nur einge-schränkte Souveränität der sog. Bundesrepu-blik Deutschland (ein Thema, das ich bereits an anderer Stelle anhand von Indizien und Belegen ausreichend darstellte).[9]
Auch an diesem Beispiel wird wieder deut-lich, alles hat seinen Grund, alles steht miteinander im Zusammenhang. Leider erkennen diese Hintergründigkeiten (und Notwendigkeit einer Korrektur) bislang nur wenige Deutsche.
Nachtrag:
Die U-Boot-Lieferungen an Israel gelten immer noch als Teil einer notwendig abzu-leistenden Wiedergutmachung. Thematisiert werden diese Vorgänge jedoch hierzulande kaum.
Politiker wissen Bescheid, die betreffenden Firmen sind involviert.
Ansonsten herrscht Schweigen im Walde. Auch dies wieder ein Indiz für die außenpo-litische Situation Bundesdeutschlands.
Rüstungslieferungen in Krisengebiete sind an und für sich ausgeschlossen.
Die U-Boot-Lieferungen an Israel werden, wenn dazu überhaupt parlamentarische Anfragen erfolgen, von Angehörigen der bundesdeutschen politischen Klasse mit zwei Argumenten gerechtfertigt:
Notwendigkeit der Einhaltung abgeschlossener Verträge
Schaffung von Arbeitsplätzen auf den beteiligten Werften bzw. bei den Zulieferern
Diese Erklärungsversuche sind ebenso dümmlich wie die Fakten verschleiernd.
Bekannt ist, daß Israel in jedem einzelnen Fall erheblichen Druck auf die Verhandlungsfüh-rer und politischen Entscheidungsgremien ausübte, um entsprechende Vertragsab-schlüsse zu erreichen.
Kaum jemand stellt die sich aus der Situation eigentlich ergebenden Fragen.
Ein ausländischer Staat übernimmt auf deutschen Werften gebaute U-Boote mo-dernster Bauart (die die sog. Bundesmarine nicht besitzt oder nicht besitzen darf) und baut nach der Übernahme diese für die Stationierung von kernwaffentauglichen Trägersystemen um. Allen Beteiligten sind diese Fakten bekannt.
Ebenso bleibt die Frage unbeantwortet, weshalb modernste in der „BRD“ gebaute U- Boote ins Ausland verkauft werden, die eigene Marine solche Waffensysteme jedoch nicht in Dienst stellt.
Denn die sich ergebende Hauptfrage ist der Umgang bundesdeutscher Eliten mit einem fragwürdigen historischen Erbe. Joseph „Joschka“ Fischer brachte es auf den Punkt, als er fabulierte, der sog. Holocaust stelle das eigentliche Fundament der Bundesrepublik dar (wörtlich im Zitat: „war der Gründungs-mythos“).
Daß das so bleiben muß, reden uns bundes-deutsche Politiker ständig ein. Praktisch jeden Tag.
Nur in dem Sinne, daß die ständige Erinne-rung an einen historischen Vorgang, der im historischen Kontext rein quantitativ be-trachtet eine Fußnote der Geschichte darstellt zur neuen Zivilreligion in der deutschen Bun-desrepublik erwachsen konnte, macht einen Vorgang wie den geschilderten U-Boot-Deal bzw. sich daraus ergebende Folgehandlungen (wie die geheimdienstbegleitende Überfüh-rung durch den Nord- Ostsee- Kanal) über-haupt möglich.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dolphin-Klasse
https://de.sputniknews.com/politik/20110720259821908/
Anhang
aus: „Warum Quarnbek dem israelischen Geheimdienst eine Rechnung schickt“[10]
[Süddeutsche Zeitung, 7.03.2016].
Bei einer Operation am Nord-Ostsee-Kanal bleiben zwei Mossad-Agenten im Matsch stecken.
Lokale Behörden befreien sie – aber nur gegen Bezahlung.
In Quarnbek in Schleswig-Holstein leben 1739 Einwohner – und ziemlich viele von ihnen sind jetzt in Aufruhr. Das hat mit zwei Geheimagenten aus dem fernen Israel zu tun, mit deren Handfeuerwaffen – und mit einem U-Boot. Der NDR berichtete zuletzt, was sich Mitte Dezember in dem Dörfchen im Kreis Rendsburg-Eckernförde zutrug.
Israel hatte in Deutschland ein U-Boot be-stellt. Im nahen Kiel war es gebaut worden, in einer Werft von Thyssen Krupp. Durch den Nord-Ostsee-Kanal sollte es dann nach Israel überführt werden – und die Geheimagenten sollten ein Stück der Strecke von Land aus überwachen.
In einem Ford Focus fuhren die beiden auf die Uferfläche des Nord-Ostsee-Kanals bei Quarnbek. Das Schild mit der Aufschrift „Betreten verboten“ ignorierten sie, rollten einige Meter – und blieben dann im Morast stecken.
Als eine Frau die beiden zur Rede stellt, wiegeln sie ab: Sie erkundeten das Gelände für einen Segel-Wettbewerb. Weil der Kanal für so eine Regatta doch sehr schmal ist, wird die Frau stutzig, alarmiert den Bürgermeister Klaus Langer – und der die Polizei.
Ein Bauer hilft mit seinem Traktor
Als die Beamten am Ufer eintreffen, erklären die Geheimagenten die Lage, weisen sich aus und zeigen Berechtigungen, nach denen sie Waffen tragen dürfen. Dann rückt die Frei-willige Feuerwehr an. Aus dem Matsch schafft es der Mossad aber erst, als ein Landwirt mit seinem Traktor zu Hilfe kommt.
Doch damit ist der Schlamassel nicht ausge-standen, weder für die Quarnbeker noch für die Behörden. Die Menschen in seiner Ge-meinde seien sehr beunruhigt, sagte Bürger-meister Langer dem NDR.
„Die Anwohner fragen sich natürlich, wie es sein kann, daß hier junge Männer offenbar im Rahmen geheimdienstlicher Tätigkeit mit Feuerwaffen rumlaufen dürfen.“
Das Bundesinnenministerium gab auf NDR-Nachfrage an, es wisse nichts von dem Einsatz.
Für Israel hat es ein Nachspiel, das den Staat allerdings nicht groß jucken dürfte. Bürger-meister Langer hat die Rechnung für den Einsatz im Matsch an die israelische Botschaft in Berlin geschickt. Sie beläuft sich auf 1263 Euro und einen Cent.
_____________________
Anmerkungen
[1] Allgemeiner Nachrichten- und Sicherheitsdienst des Staates Israel (Mosad Merkazi leModi’in uLeTafkidimMejuchadim). Eigtl. „Institut für Aufklärung und besondere Aufgaben“ (haMosad leModi’in waLeTafkidim Mejuchadim), abgek. haMosad, „das Institut“ (MOSSAD).
[2] https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Mossad-im-Matsch-Feuerwehr-hilft-Israelis,mossad100.html
[3] Video: https://www.youtube.com/watch?v=x2lO9xlsfdM
[4] Süddeutsche Zeitung, 7.03.2016
[5] https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/politik/warum-israel-fuer-einen-einsatz-der-feuerwehr-quarnbek-zahlt-id12955696.html
[6] Es handelt sich um Schätzungen von Geheimdienstexperten sowie um Hochrechnungen aufgrund der Enttarnung (auch Selbstenttarnung) von Mossad- Agenten.
[7] Angeworbene Bundesdeutsche; es handelt sich dabei um ausgewählte Personen, Hochschullehrer, Publizisten, Journalisten, Polizeipräsidenten, Staatsanwälte, Politiker, Abgeordnete, Wirtschaftsführer, Unternehmer usw.).
[8] Vgl. Fußn. 1. Siehe auch: http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelgeschichte/d-132910039.html
[9] http://www.geheimdienste.org/usa.html https://de.wikipedia.org/wiki/ united_States_Intelligence_Community http://www.sueddeutsche.de/politik/geheimdienste-im-ueberblick-der-maechtige-graue-staat-der-usa-1.1820288-4
[10]Qu.: „Warum Quarnbek dem israelischen Geheimdienst eine Rechnung schickt“, Süddeutsche Zeitung, 7.03.2016] https://www.sueddeutsche.de/politik/geheimdienst-warum-quarnbek-dem-israelischen-geheimdienst-eine-rechnung-schickt-1.2896871