Hitlers Friedensbemühungen – 2. Teil
Samstag, 24. Januar 2026 von Adelinde
Dr. Friedrich Stieve
fährt fort:
Jetzt konnte kein Zweifel mehr darüber be-stehen, daß die Westmächte die alten Pfade zur kriegerischen Auseinandersetzung beschritten und zielbewußt einen neuen Schlag gegen Deutschland vorbereiteten.
Dabei war Adolf Hitlers ganzes Sinnen und Trachten darauf gerichtet, gerade den West-mächten zu beweisen, daß er mit ihnen im besten Einverständnis bleiben wollte. Zahl-reiche Schritte in dieser Richtung hatte er im Laufe der Jahre unternommen, von denen wir wenigstens einige anführen wollen.
Mit England vereinbarte er das Flotten-Abkommen vom 18. Juni 1935, auf Grund dessen die deutsche Flotte nur 35 vom Hundert der britischen Flotte betragen sollte. Dadurch wollte er nach seinen eigenen Worten dartun, daß das Reich
„weder die Absicht, noch die Notwendig-keit, noch das Vermögen“ habe, „in ir-gendeine neue Flottenrivalität einzutre-ten“,
die sein Verhältnis zu Großbritannien be-kanntlich vor dem Weltkrieg so verhäng-nisvoll getrübt hatte.
Frankreich versicherte er bei jeder sich bie-tenden Gelegenheit seines Wunsches, mit ihm in Frieden zu leben. Er sprach wiederholt den ausdrücklichen Verzicht auf Elsaß-Lothringen unumwunden aus. Als das Saargebiet durch die Abstimmung seiner Bevölkerung in das Reich zurückkehrte, erklärte er am 1. März 1935:
„Wir hoffen, daß durch diesen Akt einer ausgleichenden Gerechtigkeit, der Wie-dereinsetzung natürlicher Vernunft, wir hoffen, daß durch diesen Akt das Ver-hältnis zwischen Deutschland und Frank-reich sich endgültig bessert. So, wie wir den Frieden wollen, müssen wir hoffen, daß auch das große Nachbarvolk gewillt und bereit ist, diesen Frieden mit uns zu suchen. Es muß möglich sein, daß zwei große Völker sich die Hand geben, um in gemeinsamer Arbeit den Nöten entge-genzutreten, die Europa unter sich zu begraben drohen.“
Ja, sogar mit Polen, dem östlichen Verbün-deten der Westmächte, strebte er ein besse-res Übereinkommen an, obwohl sich dieses Land 1919 Millionen von Deutschen wider-rechtlich einverleibt hatte und sie seitdem dauernd aufs Schlimmste unterdrückte. Am 26. Januar 1934 schloß er mit ihm einen Nichtangriffspakt, in dem die beiden Regierungen vereinbarten,
„sich in den ihre gegenseitigen Beziehungen betreffenden Fragen, welcher Art sie auch sein mögen, unmittelbar zu verständigen“.
So stemmte er nach allen Seiten seinen entschlossenen Friedenswillen den feind-lichen Plänen entgegen und bemühte sich, dadurch Deutschland zu schützen.
Als er nun aber sah, daß man sich in London und Paris zum Angriff rüstete, mußte er abermals zu neuen Abwehrtaten greifen. Das Lager der Gegner war, wie wir oben sahen, durch das Bündnis zwischen Frankreich und Rußland ungeheuer ausgedehnt worden.
Dazu kam noch, daß sich die [10] beiden Mächte eine Verbindungslinie im Süden des Reiches geschaffen hatten, indem die bereits mit Frankreich verbündete Tschecho-Slowa-kei ebenfalls einen Vertrag mit Rußland ab-schloß, der sie nun zur Brücke zwischen dem Osten und Westen machte.
Die Tschecho-Slowakei aber beherrschte das Hochland Böhmens und Mährens, das Bismarck bekanntlich die Zitadelle Europas genannt hat. Und diese Zitadelle schob sich tief in den deutschen Raum hinein. Die Bedrohung Deutschlands nahm also wahrhaft überwältigende Formen an.
Adolf Hitler wußte ihr in genialer Weise zu begegnen. Die durch den Terror der Schusch-nigg-Regierung in Deutsch-Österreich auf den Bürgerkrieg hintreibenden Zustände gaben ihm die Gelegenheit, dort rettend einzugreifen und das Brudervolk im Südo-sten, das durch den Zwang der Siegermächte 1919 zum Dasein eines hoffnungslos dahinsiechenden „Freistaates“ verurteilt worden war, ins Reich zurückzuführen.
Nachdem er so bereits neben der erwähnten Verbindungslinie zwischen Frankreich und Rußland Fuß gefaßt hatte, setzte in dem künstlich aus den verschiedensten Nationali-täten zusammengewürfelten Mischstaate der Tschecho-Slowakei der Auflösungsprozeß ein, bis nach der Befreiung des Sudetenlan-des und der Absonderung der Slowakei die Tschechen selbst um den Schutz des Deutschen Reiches baten.
Damit gelangte die Brücke der Gegner in Adolf Hitlers Hand. Zugleich war die direkte Verbindung zu dem seit längerer Zeit als Freund gewonnenen Italien hergestellt.
Während der Erringung dieses strategischen Erfolges zur Sicherung seines Landes hat Adolf Hitler sich wiederum mit großem Eifer um ein friedliches Auskommen mit den Westmächten bemüht. In München, unmittel-bar nach der von England, Frankreich und Italien gebilligten Befreiung der Sudetendeut-schen traf er eine Verabredung mit dem britischen Ministerpräsidenten N. Chamberlain, deren Wortlaut der folgende war:
„Wir haben heute eine weitere Bespre-chung gehabt und sind uns in der Erkenntnis einig, daß die Frage der deutsch-englischen Beziehungen von allererster Bedeutung für beide Länder und für Europa ist.
Wir sehen das gestern abend unter-zeichnete Abkommen und das deutsch-englische Flottenabkommen als symbo-lisch für den Wunsch unserer beiden Völker an, niemals wieder gegeneinander Krieg zu führen.
Wir sind entschlossen, auch andere Fra-gen, die unsere beiden Länder angehen, nach der Methode der Konsultation zu behandeln und uns weiter zu bemühen, etwaige Ursachen von Meinungsver-schiedenheiten aus dem Wege zu räu-men, um auf diese Weise zur Sicherung des Friedens Europas beizutragen.
September 1938. Adolf Hitler, Neville Chamberlain.“
[11] Zwei Monate später vereinbarte auf Hitlers Veranlassung Reichsaußenminister von Ribbentrop die nachstehende Überein-kunft mit Frankreich:
„Der deutsche Reichsminister des Aus-wärtigen, Herr Joachim von Ribbentrop, und der französische Minister für Aus-wärtige Angelegenheiten, Herr Georges Bonnet, haben bei ihrer Zusammenkunft in Paris am 6. Dezember 1938 im Namen und im Auftrag ihrer Regierungen fol-gendes vereinbart:
Die deutsche Regierung und die fran-zösische Regierung sind übereinstim-mend der Überzeugung, daß friedliche und gutnachbarliche Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich eines der wesentlichsten Elemente der Konsolidierung der Verhältnisse in Europa und der Aufrechterhaltung des allgemeinen Friedens darstellen. Beide Regierungen werden deshalb alle ihre Kräfte dafür einsetzen, daß eine solche Gestaltung der Beziehungen zwischen ihren Ländern sichergestellt wird.
Beide Regierungen stellen fest, daß zwischen ihren Ländern keine Fragen territorialer Art mehr schweben, und erkennen feierlich die Grenze zwischen ihren Ländern, wie sie gegenwärtig verläuft, als endgültig an.
Beide Regierungen sind entschlossen, vorbehaltlich ihrer besonderen Bezie-hungen zu dritten Mächten, in allen ihre beiden Länder angehenden Fragen in Fühlung miteinander zu bleiben und in eine Beratung einzutreten, wenn die künftige Entwicklung dieser Fragen zu internationalen Schwierigkeiten führen sollte.
Zu Urkund dessen haben die Vertreter der beiden Regierungen diese Erklärung, die sofort in Kraft tritt, unterzeichnet.
Ausgefertigt in doppelter Urschrift in deutscher und französischer Sprache in Paris am 6. Dezember 1938.
Joachim von Ribbentrop,
Reichsminister des AuswärtigenGeorges Bonnet,
Minister für auswärtige Angelegenheiten.“Nach menschlicher Berechnung hätte man nun annehmen können, daß die Bahn für einen gemeinsamen Aufbau durch alle führenden Mächte frei sei und daß den Friedensbestrebungen des deutschen Führers endlich Erfolg beschieden sein werde.
Aber das Gegenteil trat ein. Kaum war Chamberlain von München nach Hause zurückgekehrt, als er dort zur Aufrüstung im [12] weitesten Umfang aufrief und eine neue ganz gewaltige Einkreisung Deutschlands in die Wege leitete.
An Stelle von Frankreich übernahm jetzt England die Führung in der weiteren Um-zingelung des Reiches, um so einen viel-fachen Ersatz für die verlorengegangene Tschecho-Slowakei zu gewinnen. Es eröffnete Verhandlungen mit Rußland, es schloß Garantie-Verträge mit Polen, Rumänien, Griechenland und der Türkei ab. Das waren Alarmsignale höchster Stärke.
Adolf Hitler war gerade damit beschäftigt gewesen, die störenden Rei-bungen mit Polen für immer aus der Welt zu schaffen. Er hatte zu diesem Zweck einen ungemein ent-gegenkommenden Vorschlag gemacht, durch das die rein deutsche Freistadt Danzig zum Reiche zurückkehren und eine schmale Straße durch den polnischen Korridor, der das deutsche Gebiet im Nordosten seit 1919 in unerträglicher Weise zerriß, die Verbindung zwischen den getrennten Strecken herstellen sollte.
Dieser Vorschlag, der Polen überdies einen 25jährigen Nichtangriffspakt und andere Vorteile in Aussicht stellte, wurde jedoch in Warschau abgelehnt, weil man dort, in dem Bewußtsein, einen Hauptpfeiler der gegen Deutschland von London aus aufgestellten Front zu bilden, jegliches auch noch so kleine Zugeständnis ablehnen zu können glaubte. Ja, noch mehr! In dem gleichen Bewußtsein ging Polen alsbald aggressiv vor, bedrohte seinerseits Danzig und schickte sich an, die Waffen gegen Deutschland zu erheben.
Damit stand die Stunde des Losschlagens der gegen das Reich in ein System gebrachten Länder unmittelbar bevor. Adolf Hitler rettete mit letzter, äußerster Anstrengung für den Frieden, was er nur retten konnte.
Am 23. August gelang es Ribbentrop, in Moskau mit Rußland einen Nichtangriffspakt zustande zu bringen. Zwei Tage später machte der deutsche Führer selbst ein letztes, wahrhaft erstaunliches Angebot an England, indem er sich bereit erklärte,
„… mit England Abkommen zu treffen, die … nicht nur die Existenz des briti-schen Weltreiches unter allen Umständen deutscherseits garantieren würden, son-dern auch, wenn es nötig wäre, dem Bri-tischen Reich die deutsche Hilfe sicher-ten, ganz gleich, wo immer eine solche Hilfe erforderlich sein sollte“.
Zugleich war er bereit, eine vernünftige Begrenzung der Rüstungen zu akzeptieren, die der
„neuen politischen Lage entsprachen und wirtschaftlich tragbar wären“.
Endlich versicherte er erneut, daß er an den westlichen Problemen nicht interessiert sei, und daß
„eine Grenzkorrektur im Westen außerhalb jeder Erwägung stehe“.
Die Antwort hierauf war ein am selben Tage unterzeichneter Beistandspakt zwischen Großbritannien und Polen, der den Ausbruch des Krieges unvermeidbar machte. Denn nunmehr entschloß man sich in Warschau alsbald zur allgemeinen Mobilmachung gegen Deutschland und begann mit tätlichen Über-fällen nicht nur auf die Deutschen in Polen, die schon längst in furchtbarer Weise massa-kriert wurden, sondern direkt auf reichsdeut-sches Gebiet.
[13] Aber selbst als England und Frankreich den Krieg, den sie wollten, erklärt hatten und als Deutschland durch einen ruhmreichen Feldzug ohnegleichen der polnischen Gefahr im Osten Herr geworden war, selbst dann erhob Adolf Hitler noch einmal seine Stimme im Namen des Friedens.
Er tat es, obwohl er nun die Hände frei hatte, um gegen den feindlichen Westen loszu-schlagen. Er tat es, obwohl in London und Paris der Kampf gerade gegen ihn persönlich in maßlosem Haß als Kreuzzug gepredigt wurde.
In diesem Augenblick besaß er die über-legene Selbstbeherrschung, in seiner Rede vom 6. Oktober 1939 der Weltöffentlichkeit einen neuen Plan zur Befriedung Europas zu unterbreiten. Dieser Plan lautete folgendermaßen:
„Die in meinen Augen weitaus wichtigste Aufgabe ist aber die Herstellung nicht nur der Überzeugung, sondern auch des Gefühls einer europäischen Sicherheit.
Dazu ist es notwendig, daß eine unbe-dingte Klarheit über die Ziele der Außenpolitik der europäischen Staaten eintritt. Insoweit es sich um Deutsch-land handelt, ist die Reichsregierung bereit, eine restlose und volle Klarheit über ihre außenpolitischen Absichten zu geben. Sie stellt dabei an die Spitze dieser Erklärung die Feststellung, daß der Versailler Vertrag für sie als nicht mehr bestehend angesehen wird, bzw. daß die deutsche Reichsregierung und mit ihr das ganze deutsche Volk keine Ursache und keinen Anlaß für irgend-eine weitere Revision erblicken, außer der Forderung nach einem dem Reich gebührenden und entsprechenden kolonialen Besitz, in erster Linie also auf Rückgabe der deutschen Kolo-nien. Diese Forderung nach Kolonien ist begründet nicht nur im historischen Rechtsanspruch auf die deutschen Kolonien, sondern vor allem in dem elementaren Rechtsanspruch auf die deutschen Kolonien [als] Rohstoff-quellen der Erde. Diese Forderung ist keine ultimative, und sie ist keine Forderung, hinter der die Gewalt steht, sondern eine Forderung der politischen Gerechtigkeit und der wirtschaftlichen allgemeinen Vernunft.
Die Forderung nach einem wirklichen Aufblühen der internationalen Wirt-schaft in Verbindung mit der Steigerung des Handels und des Verkehrs setzt die Inordnungbringung der Binnenwirt-schaften bzw. der Produktionen inner-halb der einzelnen Staaten voraus. Zur Erleichterung des Austausches dieser Produktionen aber muß man zu einer Neuordnung der Märkte kommen und zu einer endgültigen Regelung der Währungen, um so die Hindernisse für einen freien Handel allmählich abzubauen.
[14] 3. Die wichtigste Voraussetzung aber für ein wirkliches Aufblühen der europäischen und auch außereuro-päischen Wirtschaft ist die Herstellung eines unbedingt garantierten Friedens und eines Gefühls der Sicherheit der einzelnen Völker. Diese Sicherheit wird nicht nur ermöglicht durch die endgül-tige Sanktionierung des europäischen Status, sondern vor allem durch das Zurückführen der Rüstungen auf ein vernünftiges und auch wirtschaftlich tragbares Ausmaß. Zu diesem notwen-digen Gefühl der Sicherheit gehört vor allem aber eine Klärung der Anwendbar-keit und des Verwendungsbereichs gewisser moderner Waffen, die in ihrer Wirkung geeignet sind, jederzeit in das Herz eines jeden einzelnen Volkes vorzustoßen und die damit ein dauerndes Gefühl der Unsicherheit zurücklassen werden. Ich habe schon in meinen früheren Reichstagsreden in dieser Richtung Vorschläge gemacht. Sie sind damals – wohl schon, weil sie von mir ausgingen – der Ablehnung verfallen.
Ich glaube aber, daß das Gefühl einer nationalen Sicherheit in Europa erst dann einkehren wird, wenn auf diesem Gebiet durch klare internationale und gültige Verpflichtungen eine umfassende Fixie-rung des Begriffes erlaubter und uner-laubter Waffenanwendung stattfindet.
So wie die Genfer Konvention einst es fertig brachte, wenigstens bei den zivi-lisierten Staaten die Tötung Verwundeter, die Mißhandlung Gefangener, den Kampf gegen Nichtkriegsteilnehmer usw. zu verbieten, und so, wie es gelang, diesem Verbot im Laufe der Zeit zu einer allge-meinen Respektierung zu verhelfen, so muß es gelingen, den Einsatz der Luft-waffe, die Anwendung von Gas usw., des U-Bootes, aber auch die Begriffe der Konterbande so festzulegen, daß der Krieg des furchtbaren Charakters eines Kampfes gegen Frauen und Kinder und überhaupt gegen Nichtkriegsteilnehmer entkleidet wird. Die Perhorreszierung bestimmter Verfahren wird von selbst zur Beseitigung der dann überflüssig gewor-denen Waffen führen.
Ich habe mich bemüht, schon in diesem Kriege mit Polen die Luftwaffe nur auf sogenannte militärisch wichtige Objekte anzuwenden bzw. nur dann in Erschei-nung treten zu lassen, wenn ein aktiver Widerstand an einer Stelle geleistet wur-de. Es muß aber möglich sein, in Anleh-nung an das Rote Kreuz eine grund-sätzliche, allgemeingültige internatio-nale Regelung zu finden. Nur unter sol-chen Voraussetzungen wird besonders in unserem dicht besiedelten Kontinent ein Friede einkehren können, der dann be-freit von Mißtrauen und von Angst die Voraussetzung für eine wirkliche Blüte auch des wirtschaftlichen Lebens geben kann. Ich glaube, es gibt keinen verant-wortlichen europäischen Staatsmann, der nicht im tiefsten Grunde seines Herzens die Blüte seines Volkes wünscht. Eine Realisierung dieses Wunsches ist aber nur denkbar im Rahmen einer allgemei-nen Zusammenarbeit der Nationen dieses Kontinents. Diese Zusammenarbeit sicherzustellen, kann daher nur das Ziel jedes [15] einzelnen wirklich um die Zukunft auch seines eigenen Volkes ringenden Mannes sein.
Um dieses große Ziel zu erreichen, wer-den doch einmal die großen Nationen in diesem Kontinent zusammentreten müssen, um in einer umfassenden Regelung ein Statut auszuarbeiten, anzunehmen und zu garantieren, das ihnen allen das Gefühl der Sicherheit, der Ruhe und damit des Friedens gibt.
Es ist unmöglich, daß eine solche Konferenz zusammentritt ohne die gründlichste Vorarbeit, d. h. ohne die Klärung der einzelnen Punkte und vor allem ohne eine vorbereitende Arbeit. Es ist aber ebenso unmöglich, daß eine solche Konferenz, die das Schicksal gerade dieses Kontinents auf Jahrzehnte hinaus bestimmen soll, tätig ist unter dem Dröhnen der Kanonen oder auch nur unter dem Druck mobilisierter Armeen. Wenn aber früher oder später diese Probleme doch gelöst werden müssen, dann wäre es vernünftiger, an diese Lösung heranzugehen, ehe noch erst Millionen an Menschen zwecklos ver-bluten und Milliarden an Werten zerstört sind.
Die Aufrechterhaltung des jetzigen Zustandes im Westen ist undenkbar. Jeder Tag wird bald steigende Opfer fordern. Einmal wird dann vielleicht Frankreich zum erstenmal Saarbrücken beschießen und demolieren. Die deut-sche Artillerie wird ihrerseits als Rache Mülhausen zertrümmern. Frankreich wird dann selbst wieder als Rache Karlsruhe unter das Feuer der Kanonen nehmen und Deutschland wieder Straßburg. Dann wird die französische Artillerie nach Freiburg schießen und die deutsche nach Kolmar oder Schlettstadt. Man wird dann weiterreichende Geschütze aufstellen, und nach beiden Seiten wird die Zerstö-rung immer tiefer um sich greifen, und was endlich von den Ferngeschützen nicht mehr zu erreichen ist, werden die Flieger vernichten. Und es wird sehr interessant sein für einen gewissen internationalen Journalismus und sehr nützlich für die Fabrikanten der Flug-zeuge, der Waffen, der Munition usw., aber grauenhaft für die Opfer. Und dieser Kampf der Vernichtung wird sich nicht nur auf das Festland beschränken. Nein, er wird weit hinausgreifen über die See. Es gibt heute keine Inseln mehr.
Und das europäische Volksvermögen wird in Granaten zerbersten, und die Volkskraft wird auf den Schlachtfeldern verbluten. Eines Tages wird aber zwi-schen Deutschland und Frankreich doch wieder eine Grenze sein, nur werden sich an ihr dann statt blühender Städte Ruinenfelder und endlose Friedhöfe ausdehnen.“
Das Schicksal dieses Aufrufes war das gleiche wie das aller früheren Appelle Adolf Hitlers im Namen der Vernunft, im Namen eines wahren europäischen Aufbaus. Die Gegner versagten ihm die Beachtung. Jede Antwort von ihrer Seite blieb auch diesmal aus. Sie hielten starr an der Haltung fest, die sie von Anfang an eingenommen hatten.
[16] Bedarf es angesichts dieser Reihe von geschichtlichen Tatsachen noch näherer Ausführungen über die Frage, warum sie das taten? Sie hatten Versailles geschaffen, und als Versailles in Stücke zu gehen drohte, wollten sie den Krieg, um ein noch viel schlimmeres Versailles folgen zu lassen.
Genau die Vorwürfe, die sie heute gegen Adolf Hitler und Deutschland erheben, fallen einzig und allein auf sie zurück und kenn-zeichnen ihr Handeln. Sie sind die Friedens-störer, sie sinnen auf gewaltsame Unter-drückung anderer Völker, sie trachten da-nach, Europa in Verwüstung und Unheil zu stürzen.
Wäre dem nicht so, dann hätten sie längst die ihnen hingestreckte Hand ergriffen oder we-nigstens ganz zuletzt eingeschlagen, um ehrlich an einer Neuordnung mitzuarbeiten und dadurch den Völkern „Blut, Tränen und Schweiß“ im Übermaß zu ersparen.
Die Weltgeschichte ist das Weltgericht. Und sie wird hier wie immer in ihren ganz großen Entscheidungen ein gerechtes Urteil fällen.
Deutschland begann nach international dokumentierten polnischen Masakern an der deutschen Urbevölkerung als letzen Ausweg einen Präventivkrieg. Darüber wird seit der Wehrmachtkapitulation offiziell geschwiegen. Aber nun führt Rußland ebenfalls einen Präventivkrieg gegen die Ukraine. Und damit ist das Thema wieder in Erinnerung.
Liebe Frau Beißwenger,
ich wußte früher nicht das, was ich heute weiß! Ich habe es mir deshalb schon lange abgewöhnt, mir über Hitler ein Bild zu machen, wenn mir dazu jegliche Kenntnisse fehlten. Wie ein Sprung in der Schellackplatte: Wenn endlich alle Wahrheiten über Hitler ans Tageslicht kommen, erst dann bin ich bereit, mir ein Bild über Hitler zu machen!
Warum wurden und werden für 154 Jahre von 1945 – 2099 sämtliche Wahrheiten über Nachforschungen zu Hitler auf dieses Jahre 2099 verlegt, warum wohl?
Wie das alles mit der Industrialisierung und der Reichsgründung ab 1871 mit Deutschland geschah und England seine Weltmachtstellung zu verlieren drohte, daraus der WK I geboren wurde, in den meisten europäischen Ländern die Monarchien gestürzt wurden, auch in Deutschland und daraus zwei Weltkriege entstanden, das wissen wir alle hier!
In diesem Zusammenhang muß ich immer wieder darauf hinweisen, daß das Deutsche Volk gar nicht so verblödet ist, wie es immer heißt! Immer wieder, auch bei jungen Menschen, erleben wir es mit meiner Frau zusammen, wie gut man doch über die Verhältnisse zurückliegend Bescheid weiß. Und die Gegenwart genau so realistisch sieht, wie wir das tun!
Leider traut sich die AfD nicht an dieses Thema – vielleicht noch nicht – ich nehme sie mit ins Cc! Hier bedarf es einer gründlichen Aufarbeitung der Geschichte, und wer weiß – oder vielleicht sogar ganz sicher – wird eine Geschichtsrevision erfolgen müssen. Aber das paßt derzeit gewissen Interessengruppen überhaupt nicht ins Bild! Deshalb können die Geschichtslügen weiterhin so belassen werden – wie lange noch…….?
ja, die AfD schwimmt da in Bezug auf die Hitlerzeit ganz erbärmlich. Viele haben Angst, als Nazi verschrien zu werden. Aber ich bin zuverstichtlich, daß sich da ein Wissenszuwachs ergeben wird.
Sich über Hitler ein Bild zu machen, ist in der Tat nicht leicht. Zu viele von den Alliierten erbeutete Akten sind nicht einsehbar. Aber man kann sich mit bereits veröffentlichten Tatsachen allmählich ein Bild zusammensetzen. Was Hitler bei aller Hochbegabung fehlte, war die philosophische Ader. Wie konnte er so leichtsinnig sein, sich Rom anzuschmeißen, die jesuitische Hierarchie zu bewundern!