Schiller dachte völkisch
Freitag, 25. September 2026 von Adelinde
Unser ist durch tausendjährigen Besitz
Der Boden – und der fremde Herrenknecht
Soll kommen dürfen und Ketten schmieden
Und Schmach antun auf unsrer eigenen Erde?
Schiller, Wilhelm Tell
Adelinde:
Wir Deutsche haben in den beiden Teilen des großen Weltkrieges gegen unser Heimatland heldenhaft dagegen gekämpft, daß uns „der böse Nachbar“, dem es „nicht gefällt, daß wir im Frieden leben“ (Schiller) unser Land und unsere Freiheit antastete. Unsere Kräfte reichten nicht aus gegen die Über-macht der gegen uns von überstaatlichen Vernich-tungsgeilen gepeitschten Nachbarn. Als sie uns „besiegt“, sprich kleingekriegt hatten, jagten sie deutsche Volkstreue und Freiheitskämpfer in großem Stil (siehe Thomas Engelhardt bei Adelinde, „Die Such- und Fahndungslisten der ehemaligen Kriegsgegner“.
Ein Beispiel unverhohlener Gier durch Vernichtung der volkstreuen Kräfte des Deutschen Volkes!
Und Schiller verlangt für solch einen Fall von der Feindmacht:
Doch sie gestehe dann, daß sie die Macht
Allein, nicht die Gerechtigkeit geübt …
Und kleide nicht in heiliges Gewand
Der rohen Stärke blutiges Erkühnen.
Solch Gaukelspiel betrüge nicht die Welt!
Sie geb es auf, mit des Verbrechens Früchten
Den heilgen Schein der Tugend zu vereinen.
Doch genau das taten sie, die siegreichen Kriegs-verbrecher, darunter Churchill, der – von seinem niederen Standpunkt aus – verlangte, daß den Deutschen der Schillersche Geist ausgetrieben werde. Er wurde dafür nicht verachtet, sondern wurde in London geehrt und auf den Denkmalsockel gestellt, ja, erhielt von den volksentfremdeten deutschen Verrätern den Aachener Karlspreis!
Ihre entsprechende Propaganda ermöglichte es, ihre der Menschheit vorgegaukelte „Tugend“ ins Gegenteil zu verkehren:
Und was die ist, das wage sie zu scheinen! (Schiller)
Sie werden sich hüten. Im „Demetrius“, dem Werk, über dem Schiller gestorben wurde – was auf die Täter hinweist – heißt es denn auch:
Der Unterdrückte hat
Ein heilig Recht an jede edle Brust.
Wer aber soll gerecht sein auf der Erde,
Wenn es ein großes tapfres Volk nicht ist,
Das frei in höchster Machtvollkommenheit
Nur sich allein braucht Rechenschaft zu geben.
Es ist die große Sache aller Staaten
Und Thronen, daß gescheh‘, was Rechtens ist,
Und jedem auf der Welt das Seine werde;
Denn da, wo die Gerechtigkeit regiert,
Da freut sich jeder, sicher seines Erb’s,
Gerechtigkeit
heißt der kunstreiche Bau des Weltgebäudes,
Wo alles eines, eines alles hält,
Wo mit dem einen alles stürzt und fällt.
Von diesem Ideal sind die Völker heute nach über 2000jähriger Einwirkung überstaatlicher Ideologie-mächte meilenweit entfernt. Indes stellt Schiller für den – heute in weite Ferne gerückten – Rechtsstaat fest:
Des Volkes Wohlfahrt ist die höchste Pflicht.
Aber wir erinnern uns: Schiller fiel den Mordknech-ten der Überstaatlichen in jungen Jahren zum Opfer gerade wegen seiner Gedanken, die er in seinem nun unvollendet gebliebenen „Demetrius“ über das We-sen der damals erstrebten und heute verwirklichten „Demokratie“ geäußert hatte, die in Abstimmungen dem Willen der „Mehrheit“ stattgibt:
Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn,
Verstand ist stets bei wen’gen nur gewesen.
…
Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
der Staat muß untergehn, früh oder spät,
wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.
Siege einer Mehrheit werden – wie wir heute im Parteienstaat sehen – erreicht durch Mitglieder von Parteien und deren Zwang. Eine Minderheit von eigenständigen Persönlichkeiten kann sich gegen die Mehrheit der Mitläufer eben bei den Stimmenaus-zählungen nicht durchsetzen.
Heute wird von einer herrschenden Mehrheit der deutschen „Lämminge“ verfolgt, wer so denkt und sich äußert wie Schillers Schweizer auf dem Rütli, also „völkisch“, als einer, der in Völkern und deren Erhalt denkt und damit auch an den Erhalt seines eigenen Deutschen Volkes.
Gibt es außerhalb der deutschen Grenzen weitere Völker wie das deutsche, bei dem die Heiligspre-chung eines fremdartigen bekennenden Völker-feindes dessen Unantastbarkeit sichert, die Selbsterhaltung des eigenen Volk dadurch jedoch gefährdet, daß sein Erzfeind trotz seines aller Welt sichtbaren Völkermordes an einem Volk, das er verdrängen will, nicht beim Namen genannt werden darf, wenn man nicht eine bestimmte Wortkeule mit Strafverfolgung (!) an den Kopf geschlagen bekommen will?
Siehe die Entartungserscheinungen beim „Münchner Oktoberfest“, von Reinhard Heuschneider bei Adelinde beschrieben!
Ein einig Volk, seiner selbst bewußt, spricht wie Schiller im „Tell“:
Sie sollen kommen, uns ein Joch aufzwingen,
Das wir entschlossen sind nicht zu ertragen!
– O lerne fühlen, welches Stamms du bist!
Wirf nicht für eitlen Glanz und Flitterschein
Die echte Perle deines Wertes hin –
Das Haupt zu heißen eines freien Volks,
Das treulich zu dir steht in Kampf und Tod –
Das sei dein Stolz, des Adels rühme dich –
Die angebornen Bande knüpfe fest,
Ans Vaterland, ans teure, schließ dich an,
Das halte fest mit deinem ganzen Herzen!
Hier sind die starken Wurzeln deiner Kraft;
Dort in der fremden Welt stehst du allein,
Ein schwankes Rohr, das jeder Sturm zerknickt.
Da gruselt‘s unsere umerzogenen Mitmenschen. Was soll ihnen der Schiller? Oder vermag er in seiner herrlichen deutschen Sprache auch die Tiefschlafen-den wiederzuerwecken? Doch Schiller räumt ein:
Denn herrenlos ist auch der Frei‘ste nicht.
Ein Oberhaupt muß sein, ein höchster Richter,
Wo man das Recht mag schöpfen in dem Streit.
Dem Kaiser selbst versagten wir Gehorsam,
Als er das Recht zu Gunst der Pfaffen bog!
… Sollen wir
Des neuen Joches Schändlichkeit erdulden,
Erleiden von dem fremden Knecht, was uns
In seiner Macht kein Kaiser durfte bieten?
… Unser ist durch tausenjährigen Besitz
Der Boden – und der fremde Herrenknecht
Soll kommen dürfen und uns Ketten schmieden
Und Schmach antun auf unsrer eignen Erde?
Ist keine Hülfe gegen solchen Drang?
Nein! Eine Grenze hat Tyrannenmacht,
Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden,
Wenn unerträglich wird die Last – greift er
Hinaus getrosten Mutes in den Himmel
Und holt herunter seine ew‘gen Rechte,
Die droben hangen unveräußerlich
Und unzerbrechlich wie die Sterne selbst –
Der alte Urstand der Natur kehrt wieder,
Wo Mensch dem Menschen gegenübersteht –
Zum letzten Mittel, wenn kein andres mehr
Verfangen will, ist ihm das Schwert gegeben –
Der Güter höchstes dürfen wir verteid‘gen
Gegen Gewalt – Wir stehn für unser Land,
… Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
In keiner Not uns trennen und Gefahr.
– Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
Eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Johannes Scherr hielt diese Worte Schillers für
die deutsche Verkündigung der Menschenrechte,
im Gegensatz – so Walter Löhde in seinem Buch „Friedrich Schiller – ein deutscher Revolutionär“-
zu der freimaurerischen Verkündigung der französischen Revolution. Dieser „neue Bund“ wird nicht in dunklen Logen geschlossen, wie in der Freimaurerei, sondern unter freiem Himmel. Dieser Eid wird nicht durch Mord-drohungen gesichert, wie in den Geheimorden, sondern durch heilige Freiwilligkeit …
Es sind keine „unbekannten“ Ziele, zu denen die Vereidigten von „unbekannten Oberen“ gelenkt werden; es ist die Freiheit des Volkes, um die gekämpft wird. Es sind keine lächer-lich anmutenden Rituale, keine verblödenden Mysterien, mit denen dieser „neue Bund“ geschlossen und erhalten wird. …
Doch ihre Propaganda verwirrt das Volk. Das geht längst soweit, daß die dem Volk Wohlgesonnenen wie von den heutigen völlig entarteten „gutmensch-lichen“ Machern des Münchner „Oktoberfestes“ ausgeschlossen werden sollen, so daß das ehemals übliche Tragen von Trachten bei den verkommenen Machern verpönt und verboten ist!
Wenn das Schiller noch erleben müßte!
Die Deutsche Kulturnation entwickelt bis 1945
Die Deutsche Kulturnation, entwickelt bis 1945, war eine derart großartige alles umfassende Philosophie, daß diese trotz ihrer täglich praktizierten Ausrottung immer wieder an völlig unerwarteten Stellen neu auflebt. Natürlich reicht ein unvervögeltes und unversoffenes Resthirn nicht aus, um die Philosophie des deutschen Nationalsozialismus zu verstehen. Um hier ernsthaft mitreden zu können, muß man schon Schiller, Hölderlin und Nietzsche gründlich in deutscher Sprache gelesen haben.
Der kurze Weg vom undeutschen Faschismus zum deutschen Nationalsozialismus erschließt nie die Wahrheit. Ebenso kommt man vom deutschen Nationalsozialismus ausgehend nie zum Wahrheitsgehalt des undeutschen Faschismus. Hegel, auf den sich die oberflächlichen selbsternannten undeutschen Faschismusspezialisten immer beziehen, behandelt nämlich nur einen ganz kleinen Bogenabschnitt der philosophischen Grundlagen, welche zum ganzen Umkreis des deutschen Nationalsozialismus führen.
Ob Göring und die anderen Wichtigtuer, die nach 1933 meinten, Struktur und Richtung des zuvor eher im Stillen entwickelten Nationalsozialismus bestimmen zu sollen, wirklich verstanden haben, das wage ich zu bezweifeln. Hitler, Hess, Röhm, Göbbels, Strasser und Streicher hatten diese Ideologie sicher eher verinnerlicht, als fast der ganze übrige NS-Haufen, der hinter ihnen in Selbstgefälligkeit hertrabte.
@Waffenstudent
Wenn sie auch schockierend ist, so möchte ich dennoch an die handschriftliche Aussage von Julius Streicher an seinen Verteidiger Dr. Marx erinnern, der keine Verbrechen begangen hatte. Er hatte keinen Krieg angezettelt, keine Frauen vergewaltigt, keine Verbrechen gegen den Frieden oder die Menschlichkeit begangen. Er war ein Mitglied der NSDAP, der SA gewesen, und er war Hitler und Deutschland treu ergeben. Das allein genügte den satanischen Siegern, um ihn schrecklich zu foltern und in Nürnberg zum Tode zu verurteilen.
„In rasender Fahrt ging es über Reit im Winkel nach Berchtesgaden unter Verhöhnung vor den Journalisten, Gefängnis in Salzburg, meine Hände kamen in ein eisernes Schloß, starke Bewachung, kein Essen, am nächsten Tag über München nach Freising. Man hatte mir nur Hemd und Hose gelassen, ich fror fürchterlich. In Freising in einer Gefängniszelle nach Norden, das Fenster war herausgenommen worden, damit es noch kälter war. Zwei Neger entkleideten mich und zerrissen mein Hemd, nur die Unterhose behielt ich an. Da ich aber gefesselt war, konnte ich sie nicht mehr hochziehen, wenn sie auf den Boden fiel. So war ich nun nackt, 4 Tage lang! Mein Körper war so kalt, daß er empfindungslos war. Ich hörte nichts mehr. Alle 2-4 Stunden rund um die Uhr kamen die Neger und quälten mich. Brennende Zigaretten auf die Brustwarzen, Haare ausreißen, schlagen mit Lederpeitsche aufs Geschlechtsteil, Hoden stark angeschwollen, anspucken, Schläge mit Peitsche, blutunterlaufene geschwollene Stellen am ganzen Körper, werfen an die Wand, Faustschläge auf den Kopf, werfen auf den Boden, schwere Ketten auf den Rücken, Fußtritte, jeden Tag jüdische Presseleute, Verhöhnung, Aufnahmen nackt. Als ich mich weigerte, aus der Pißschale im Abort zu trinken, neue Prügel, Peinigungen, Schläge, brennen, anspeien. 4 Tage ohne Unterbrechung gefesselt, konnte keine Notdurft verrichten, ich gab keinen Schmerzenslaut von mir. Abtransport nach Wiesbaden, am 5. Tag nahm man mir die Fesseln ab, von den Gelenken lief Blut und Eiter, ich könnte die Hände nicht mehr bewegen. Am nächsten Tag Verhör durch 20 Juden, dann von Wiesbaden in das Lager Mondorf nach Luxemburg. Ende August nach Nürnberg.“
Streicher wurde in der Nacht vom 15.16. Oktober 1946 im Zuge eines Justizmordes hingerichtet.
(Aus meinem Artikel „Schauprozesse und Lynchjustiz 2. Teil“, Das handschriftliche Original dieses Berichts befindet sich im Besitz des Historikers Prof. Dr. Werner Maser)