Wer verhindert Europas Einigkeit?

Michael Wiesemann

meldet sich in einem Leserbrief an die Elbe-Jeetzel-Zeitung zu einem Bericht in der Ausgabe vom 22. Juni 2013 über die neuesten Entwicklungen in Griechenland zu Wort, wobei er den Blick auf den wahren Hintergrund des griechischen und damit des europäischen Elends richtet:

“Immerhin … keine Neuwahlen“. Ist damit Schlimmeres in Griechenland vermieden worden? Keineswegs! Die Ursachen für das Problem Griechenland werden nur von den Medien verschwiegen: Im östlichen Mittelmeer spielt sich für das zukünftige Europa ein heimlicher Krieg ab, den unsere Politiker nicht wahrnehmen und

an dessen Ende die vollständige amerikanisch-israelische (Energie-)Hoheit über Europa

und im Mittelmeer stehen wird (zitiert nach D. Müller in “Show-down”, Der Kampf um Europa und unser Geld, S. 74).

Griechenland besitzt vor Kreta und in der Ägäis riesige Gasvorkommen, die jenen Libyens entsprechen. Würde man Griechenland in die Lage versetzen, diese Ressourcen selbst zu vermarkten, wäre es alle Schulden bald los. Es würde zu einem Norwegen werden. Aber es sind Kräfte am Werk, die dies nicht wollen (s. Quellenangabe).

Die Hochfinanz in den Vereinigten Staaten ist seit je bestrebt, den Wirtschafts-Konkurrenten Europa zu behindern und letztlich auch durch Überdehnung der Eurozone (Stichwort: Türkei) scheitern zu lassen. Man will kein starkes Europa und tut alles, um Zwietracht in Europa zu säen. Geld geht da immer vor Partnerschaft, die Wirtschaftskriege des 20. Jahrhunderts sind keineswegs zu Ende!

Fragen wir uns aber weiter, ob es Europa zu verwehren ist – wie dies jüngst bei der Privatisierung der Wasserressourcen versucht wurde –, unsere europäischen Rohstofflager zum Wohle der eigenen Bevölkerung selbst zu verwerten, indem wir die Förderrechte nicht länger an US-Großkonzerne unter politisch durch die Troika herbeigeführten Zwang – zu Billigstkonditionen abtreten? Halten wir uns doch vor Augen:

Griechenland durchlebt derzeit genau das, was wir 1931 in der Weimarer Republik als „Spirale in den Abgrund“ erlebt haben: Durch Reparationen herbeigeführter Geldmangel des Staates, Sparzwang und Steuererhöhung durch die Brüningschen Notverordnungen, in dessen Folge Arbeitslosigkeit, daraus erwachsend weiterer Sparzwang, weitere Steuererhöhungen und Arbeitslosigkeit, dies alles bei sinkender Binnenmarktnachfrage und Deflation usw. usw., immer wieder neu im Kreise. (Auch Brüning stellte wie Merkel diesen Weg als „alternativlos“ dar! Das bleibt aber barer volkswirtschaftlicher Unsinn).

Und nun lassen wir mal den einfachen Bürger fragen: Hätten nicht die Milliarden, die zur Rettung der Gläubiger maroder Banken dienten und in Griechenland nie ankamen, für den Aufbau einer eigenen Öl- und Gasindustrie in Griechenland genutzt werden können? Natürlich! Und hier liegt der Hase begraben. Der Wirtschaftskrieg der USA in Gemeinschaft mit der Troika redet genau dieses Konzept klein und die griechische Finanzschwäche groß, um sich in den Besitz der Gas- und Ölfelder des östlichen Mittelmeers zu bringen. Gelingt das, hat man Europa in der Hand, weil die Energie-Vorräte mindestens so groß wie jene im Persischen Golf sind.

(Erwähnt sei noch, daß dieser Wirtschaftskrimi über die Geheimdienste und Korruption gesteuert wird, was hier nicht weiter ausgeführt werden kann).

Wache endlich auf, uneiniges Europa!