Warum so wenige Gute an die Macht kommen

Advokat Claus Plantiko

begründet das kurz und bündig mit einer Erkenntnis Hermann Oberths.

Wer war Hermann Oberth?

Dazu Wikipedia:

 

Hermann Oberth mit dem Bundesverdienstkreuz, 1961 (Bild: Wikipedia)

Hermann Julius Oberth (*25. Juni 1894 in Hermannstadt, Siebenbürgen, am 28. De-zember 1989 in Feucht war ein österreich-ungarisch-deutscher Physiker und Raketen-pionier. Er gilt als einer der Begründer der wissenschaftlichen Raketentechnik und Asto-nautik sowie als prophetischer Initiator der Raumfahrt und der Weltraummedizin.

Oberth war also „ein Mann der alten Schule“, die noch Hochbegabte und wahre Genies auf Grund von deren Wissen und Können in hohe und höchste Stellungen kommen ließ.

Zu dem elenden Niedergang unserer Tage wußte er Gründe, die Claus Plantiko in seiner Antwort an die

Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.1.2023 mit deren Schlagzeile „Keine Einigung zwischen Ampel und Union zu Wahlrecht“ erklärt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die 60 Mio. wahlberechtigten Bürger möchten natürlich Persönlichkeiten als Abgeordnete haben, die, was auch der Verfassung ent-spricht, Vertreter des ganzen Volkes sind, seine Wertvorstellungen teilen und nur von ihm unmittelbar ausgewählt werden können.

Das ist aber mit Verhältniswahl unmöglich, die Bewerber werden von den Parteien be-stimmt und innerhalb derselben findet der Aufstieg zum Kandidaten nach dem Oberth-schen Gesetz statt:

„Im Leben stehen einem anständigen Charakter so und so viele Wege offen, um vorwärtszukommen.

Einem Schuft stehen bei gleicher Intelli-genz und Tatkraft auf dem gleichen Platz diese Wege auch alle offen, daneben aber auch noch andere, die ein anständiger Kerl nicht geht.

Er (der Unanständige) hat daher mehr Chancen vorwärtszukommen, und infolge dieser negativen charakterlichen Auslese findet eine Anreicherung der höheren Gesellschaftsschichten mit Schurken statt.

Das ethische Durchschnittsniveau einer Gesellschaftsschicht wird umso schlech-ter, je besser und einflußreicher sie gestellt ist.

Nur dieser Umstand vermag die Tatsache zu erklären, warum die Welt nicht schon seit mindestens fünftausend Jahren ein Paradies ist.“*

Wenn die so an die Macht Gelangten eine Wahlrechtsreform beschließen, kann sie nur zur Lageverschlechterung für den Bürger führen und ist ein weiterer Schritt in den Un-tergang des senkrecht und waagerecht ge-spaltenen Staatsgebildes.  

MfG CP  

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Anmerkung

*) „Oberthsches Gesetz“ aus Oberth, H.: Wählerfibel für ein Weltparlament, Feucht 1983, S. 52