Alt-Bundeskanzler Konrad Adenauer überstand die Zeiten – als Römling

Dr. Konrad Adenauer stand immer auf der Höhe der Zeit. (Karlheinz Deschner)

In seinem Werk „Mit Gott und den Faschisten“* überschreibt Karlheinz Deschner ein Kapitel mit

Der Katholik Adenauer

und beginnt mit Adenauers Ausspruch:

Sie, junger Mann, Sie müssen die Menschen noch verachten lernen. (1949 zu einem ((55-jährigen)) Mitglied des Parlamentarischen Rates)

 

Konrad Adenauer (Bild: welt.de)

Schon 1917, im schweren Ringen unseres Deutschen Heeres gegen eine zahlenmäßig weit überlegene Feindmacht, stand Adenauer „auf der Höhe seiner Zeit“. Deschner:

Im Oktober 1917 versicherte er als Ober-bürgermeister von Köln, die Stadt werde

„als untrennbar mit dem Deutschen Reich vereinigte Metropole der Rheinlande dessen immer eingedenk sein … und sich stets als Glied des deutschen Vaterlandes fühlen“.

Damals waren die Deutschen weit mehrheitlich vaterländisch-heimattreu eingestellt. Sie kämpften als Freiwillige an den Fronten und beteten und opferten in der Heimat für den Sieg unserer Heere, der ja auch errungen war, aber in Versailles vom Tisch gewischt wurde.

Wir sollten uns zur „Alleinkriegsschuld“ des Reiches bekennen und ungeheuren selbstmörderischen Re-parationskosten zustimmen, obwohl wir wohl eher die Allein-Nichtschuldigen waren.

Da paßte Adenauers Ausspruch über die Rolle der Stadt Köln im Deutschen Vaterlande haargenau. Ja, wie Deschner berichtet, beendete er seine schöne Rede vor dem Vertreter der preußischen Staats-regierung,

indem er sich feurig gegen „der Feinde Ansturm und die feindliche Eroberungsgier“ wandte und sagte:

„Wie können wir diese für Köln so be-deutungsvolle Stunde würdiger schließen als mit dem von heißer Dankbarkeit durchglühten Schwur zu Kaiser und Reich, dem Rufe: Seine Majestät, unser allergnädigster Kaiser und König, er lebe hoch, hoch, hoch.“

Als der Krieg dann „verloren“ war, das Deutsche Reich am Boden lag und der Hunger in Deutschen Landen regierte, sagte er am 1. Februar 1919:

Entweder wir kommen direkt oder als Pufferstaat zu Frankreich oder wir wer-den eine westdeutsche Republik, ein Drittes gibt es nicht.

Seine Fahne flatterte nun dem Feind des Deutschen Reiches voran. Adenauer, der das Vaterland noch vor 2 Jahren in heißer Liebe gepriesen hatte, war nun überzeugter Separatist, dem es nichts ausmachte, sein Vaterland zu zerstückeln und Teile davon Frankreich anzugliedern.

 

Karlheinz Deschner (Bild: Alchetron)

Doch – wie Deschner ausführt – gab es trotz obiger Ansage dennoch ein „Drittes“. 1934 – der Wind hatte sich nun ja schon wieder gedreht und Adenauer seine Fahne in ihm aufs Neue zum Flattern gebracht – schrieb er am 10. August an den national-sozialistischen Innenminister in Berlin:

„Die NSDAP habe ich immer durchaus korrekt behandelt und mich dadurch wiederholt in Gegensatz zu den damali-gen ministeriellen Anweisungen und auch zu den von der Zentrumsfraktion der Kölner Stadtverordnetenversamm-lung vertretenen Anschauung gesetzt.

So habe ich jahrelang entgegen der da-maligen Verfügung des Preußischen Innenministers der NSDAP die städti-schen Sportplätze zur Verfügung gestellt und ihr bei ihren Veranstaltungen auf diesen das Hissen der Hakenkreuzfahnen an den städtischen Flaggenmasten ge-stattet.

Ich beziehe mich auf die einschlägigen Akten der Stadt Köln und das Zeugnis des Beigeordneten i.R. Billstein.“

Eine lange Aufzählung folgt:

  • Er sei für eine nationalsozialistische Zeitung,

  • für nationalsozialistische Beamte eingetreten,

  • sei bei nationalsozialistischen Veranstaltungen entgegengekommen und betonte,

ausdrücklich und öffentlich im Winter 1932/33 erklärt zu haben,

„daß nach meiner Meinung eine so große Partei wie die NSDAP unbedingt führend in der Regierung vertreten sein müsse.“

Nur eines konnte er trotz mehrfachen Umhängens seiner Fahne nach dem Wind immer bleiben und mußte es nie verstecken:

Er war Katholik und hatte Rom hinter sich.

Wie kam aber Hitler zur Macht? Darüber können Sie im nächsten Adelinde-Eintrag lesen.

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Anmerkungen

*) siehe den vorhergehenden Adelinde-Eintrag über Alt-Bundespräsident Theodor Heuß