Isländischer Genforscher hält alle deutschen Journalisten für “Aschlöcher”
Mittwoch, 26. Oktober 2011 von Adelinde |
Das ist mal ein erfrischendes, ja erlösendes Wort in unserem mediengegängelten Meinungsüberwachungsstaat!
Henryk M. Broder sprach mit
Kári Stefánsson,
nachzulesen bei welt online:
Man hört, Sie können deutsche Journalisten nicht ausstehen. Warum ist Ihnen unsere Truppe so unsympathisch?
(Bemerkenswert: Henryk M. Broder ist bekennender Jude und spricht in Bezug auf die deutschen Journalisten von unserer Truppe! Fühlt er sich dazugehörig?)
Kári Stefánsson:
Das liegt einfach daran, daß sie offensichtlich andere Anstandsregeln haben als die Journalisten im Rest der Welt. Deutsche Journalisten verstellen sich. Sie haben keine Skrupel zu täuschen und zu verschleiern, auf was sie in Wahrheit hinauswollen.
Wenn Sie mit einem angelsächsischen oder einem skandinavischen Journalisten sprechen, wird er Ihnen immer klar sagen, was er wissen will, worauf er hinauswill, was der Fokus seiner Geschichte ist. Deutsche Journalisten sind leider in kultureller Hinsicht ignorant.
Ich erinnere mich an einen Artikel, den einer Ihrer Kollegen über Island geschrieben hat. Er trug den Titel „Peepshow im Land der Wikinger“. Doch wo war die Peepshow? Die Leidenschaft der Isländer in Sachen Genealogie wurde kurzerhand dazu gemacht.
Island führt einen Stammbaum der ganzen Nation – dies wurde als Peepshow abqualifiziert. Aus der Tatsache, daß unsere Nation es in Ordnung findet zu wissen, wer mit wem verwandt ist, wurde eine exhibitionistische Zurschaustellung gemacht.
In meiner Erfahrung mit deutschen Journalisten gab es leider keine einzige Ausnahme. Ich habe mit Journalisten aller großen deutschen Tageszeitungen und fast aller Fernsehsender gesprochen. Und wirklich jeder einzelne von ihnen verhielt sich gleich.
Eine kranke Nation mit kranken Journalisten! Denn, wie Stefánsson formuliert:
“Adolf hat die Deutschen noch immer fest im Griff”
Das ist die deutsche Krankheit, die zwanghafte Zur-Schau-Stellung der eigenen “politischen Korrektheit”. Die tägliche Teufelsaustreibung namens “Vergangenheitsbewältigung” auf jedem Sender, in jeder Zeitschrift, in jedem Schulfach hat ihre tiefen Spuren in die Seelen dieses Landes eingegraben.
Wieviel Forschung wird dadurch verhindert, wieviele Themen sind tabuisiert! Und so konnte es nicht anders kommen, als es gekommen ist: Deutschland hat seine einstige führende Stellung im gesamten kulturellen Bereich verloren.
Die Wissenschaftssprache ist nicht mehr Deutsch wie einst, deutsche Wissenschaftler radebrechen in Englisch. Deutsche Kinder sind neudeutsch “Kids”, man kann um sie nur mit Anglizismen werben, Deutsch ist zu langweilig. Das saugen die “Kitz” nun sozusagen mit der Muttermilch ein.
Deutsch ist überhaupt minderwertig, man schämt sich, Deutscher zu sein. Man verleugnet sich somit selbst. Wer sich selbst nicht leiden kann, den können auch andere nicht leiden.
An diesem Selbsthaß haben die Journalisten in Deutschland in vorderster Linie mitgewirkt. Da freut es einen, wenn sie jetzt von einem kompetenten Kritiker mal so richtig den Marsch geblasen kriegen:
Stefánsson:
Ich will mir kein Urteil über das Fachwissen deutscher Journalisten erlauben. Ich möchte nur sagen, daß sie alle ohne Ausnahme Arschlöcher („pieces of shit“) sind. Vielleicht sind sie sehr gebildete Arschlöcher, aber das ist mir gleich …
Ich habe noch keinen anständigen deutschen Journalisten kennengelernt! Das ist wirklich seltsam.
Broder stellt m. E. die falsche Frage:
Könnte das etwas mit dem deutschen Nationalcharakter zu tun haben?
Und Stefánsson ringt um die richtige Antwort:
Es ist eigenartig. Wenn Sie die deutsche Kultur betrachten – wir haben ihr so viel zu verdanken. Wir haben ihr unsere Weltanschauung zu verdanken. Wenn wir die erste Hälfte des vergangenen Jahrhunderts betrachten – da gab es diese ungeheure Kreativität in den Wissenschaften.
Im Grunde haben die Deutschen unser heutiges Weltbild erschaffen. Ihnen haben wir einen großen Teil der musikalischen Werke zu verdanken und einiges an guter Literatur. Deutschland hat viel Gutes hervorgebracht.
Natürlich gab es auch einige weniger glückliche, von Arroganz und Selbstgerechtigkeit geprägte Beiträge zu unserer Kultur, einige Weltkriege zum Beispiel.
Mit der Arroganz hat er leider nicht unrecht. Die aber unterscheidet sich nur geringfügig von der anderer Nationen, besonders derer, die sich – im Gegensatz zu Deutschland – die halbe Erdkugel unter den Nagel gerissen haben und sich heute immer noch an vorderster Front an Angriffskriegen zur Ausbeutung anderer Länder und an der entsprechenden Lügenpropaganda beteiligen.
Und weiter versucht sich Stefánsson mit seiner Antwort:
Heute gibt es viel Positives in Deutschland. Die Kunstszene in Berlin. Berlin ist die Kunsthauptstadt der Welt geworden und hat damit New York und London abgelöst. Ihr seid also nicht ohne Vorzüge. Obwohl mir die Welt ohne euch besser gefallen würde …
Und nun kommt er auf den Punkt:
Wenn man sich eine Nation wie die Deutschen ansieht – eine sehr gebildete Nation relativ kluger Menschen –, so lebt sie immer noch im Schatten des Zweiten Weltkrieges.
Deshalb ist jeder so bemüht, sich politisch korrekt zu verhalten. Deswegen wirkt das Verhalten der Deutschen in vielerlei Hinsicht so unnatürlich. Sie sind katholischer als der Papst und ziemlich verklemmt.
Adolf hat sie immer noch fest im Griff.
Das muß dem Genetiker Stefánsson in seinem Wissenschaftszweig besonders aufgestoßen sein, das hat er wahrhaft “hautnah” miterlebt.
Stefánsson:
Eigentlich hat die Wissenschaft in Deutschland ihre Krise überwunden. Lange Zeit konnte gerade in meiner Disziplin, der Genetik, nicht gearbeitet werden, weil Genetik ein Schimpfwort war. Jahrelang haben die Deutschen Ethikkonferenzen abgehalten, die einzig und allein dazu dienten, mich einzuladen und dann mit faulen Eiern zu bewerfen.
Da waren diese Deutschen, die sich auf diese Weise hervortaten,
wie bei allen den “Aufständen der Anständigen”
weithin sichtbar “politisch ach so lobenswert korrekt”.
Das ist eigentlich merkwürdig, weil Humangenetik im Prinzip eine rein deskriptive Disziplin ist. Man verändert nichts, man beschreibt nur, wie der Mensch aufgebaut ist – basierend auf den Informationen, die im Genom enthalten sind.
Während man vor 14, 15 Jahren darüber stritt, ob man Populationsgenetik betreiben soll, haben wir einfach begonnen, auf diesem Gebiet zu forschen. Ich habe vorgeschlagen, Populationsgenetik in einer Großstudie zu erforschen. Das hat vorher außer uns noch keiner getan und seither auch nicht.
In Deutschland wäre das unmöglich gewesen, denn hier hätte es an hitlersche “Selektion” erinnert. Daher wohl auch die Frage von Broder:
Wie sieht es mit Designer-Babys aus?
Stefánsson:
Das ist ein extrem kompliziertes Thema, weil es hier um Selektion geht. Es geht um die Frage, ob es richtig ist, eine Meinung darüber zu haben, wie Menschen zu sein oder nicht zu sein haben. Der Gedanke, Erkenntnisse aus der Genforschung zur Verbesserung von Menschen einzusetzen, beunruhigt uns.
Der Begriff der Eugenik wurde von Galton geprägt, der ein Schüler Darwins war. Dann kam Herr Adolf daher und veränderte die Art und Weise, wie man diesen Begriff betrachtete.
Ich finde die „Zucht“ von Menschen geschmacklos. Und ich denke, daß es biologische Gründe dafür gibt, keine an die heutige Welt hervorragend angepaßte Herrenrasse zu züchten. Einmal angenommen, wir würden den perfekten Menschen definieren …
Broder:
… einen Allzweckmenschen, in Einheitsgröße …
Stefánsson:
Ja, das gab es schon.
Und zwar nicht bei Hitler allein, sondern in Menschenhirnen hauptsächlich der USA lange nach Hitler, diesmal aber ganz und gar nach dem nackten, seelenlosen darwinschen Nützlichkeitsprinzip entworfen:
Es ist klar, daß man den perfekten Menschen über die Umwelt, wie sie heute ist, definieren würde. Ein Mensch, der in der heutigen Umwelt funktionieren und überleben könnte.
Und dann würde es so einen Vulkanausbruch geben, der alles verändert. Wenn alle Menschen gleich wären, dann wären wir schlecht auf die nächste Katastrophe vorbereitet.
Der beste Weg, uns Menschen, unsere Spezies, auf das Überleben der nächsten Katastrophe vorzubereiten, ist, uns auf dem Globus zu verteilen. Uns so vielen verschiedenen Umweltbedingungen wie möglich auszusetzen. Der perfekte Mensch würde eine unglaublich langweilige Welt hervorbringen.
Hier äußert sich auch dieser Naturwissenschaftler wie die meisten seiner Kollegen als Materialist. Von der Seele, die Kultur hervorbringt, spricht er nicht. Er spricht von der funktionierenden Maschine “Mensch”. Er spricht nicht von Völkern, die in ihrer ganz eigenen Seelensprache das Wesen der Welt zum Ausdruck bringen und das Gesamtorchester der Menschheit mit ihrer Stimme bereichern.
Er spricht von Katastrophen-Bewältigern. Die allerdings denkt er sich individuell voneinander unterschieden, wohl eher wie eine amorphe, atomisierte Masse. Das kann wohl nicht die Zukunftsvision sein, die der Menschenseele guttut.
Der Mensch möchte sich unter seinesgleichen verstanden und aufgehoben wissen. So ist er nun einmal geartet. Aber dieser Gedanke und diese Wortwahl wird der lieben meinungsführenden Journalistengesellschaft schon wieder als zu “rechts” erscheinen. Eben:




