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	<title>Kommentare zu: Beethoven und seine &#8220;unsterbliche Geliebte&#8221;</title>
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		<title>Von: Das Adelinde-Gespräch &#187; Blog Archive &#187; Warmherziger Kommentar zu Klapproths Buch über &#8220;Beethoven&#8217;s Only Beloved Josephine&#8221;</title>
		<link>http://www.adelinde.net/791/beethoven-und-seine-unsterbliche-geliebte/comment-page-1/#comment-10187</link>
		<dc:creator>Das Adelinde-Gespräch &#187; Blog Archive &#187; Warmherziger Kommentar zu Klapproths Buch über &#8220;Beethoven&#8217;s Only Beloved Josephine&#8221;</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 08:49:25 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Galle, den ich &#8211; vor allem durch die Hinweise auf das epochemachende Vorgängerbuch von Marie-Elisabeth Tellenbach &#8211; so treffend finde, daß er auch hier bei Adelinde erscheinen soll: Lieber Herr Klapproth, [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Galle, den ich &#8211; vor allem durch die Hinweise auf das epochemachende Vorgängerbuch von Marie-Elisabeth Tellenbach &#8211; so treffend finde, daß er auch hier bei Adelinde erscheinen soll: Lieber Herr Klapproth, [...]</p>
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		<title>Von: John E Klapproth</title>
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		<dc:creator>John E Klapproth</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 20:57:31 +0000</pubDate>
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		<description>Das &quot;Klapproth-Buch&quot; ist nun da - zu kaufen bei https://www.createspace.com/3561406 (auch bei www.Amazon.com); zu lesen unter https://www.createspace.com/pub/community/give.review.do?id=1083775.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das &#8220;Klapproth-Buch&#8221; ist nun da &#8211; zu kaufen bei <a href="https://www.createspace.com/3561406">https://www.createspace.com/3561406</a> (auch bei <a href="http://www.Amazon.com">www.Amazon.com</a>); zu lesen unter <a href="https://www.createspace.com/pub/community/give.review.do?id=1083775.">https://www.createspace.com/pub/community/give.review.do?id=1083775.</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Dr. Leo Ensel</title>
		<link>http://www.adelinde.net/791/beethoven-und-seine-unsterbliche-geliebte/comment-page-1/#comment-8261</link>
		<dc:creator>Dr. Leo Ensel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 13:35:10 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Adelinde, liebe Fanny,

wenn ich mich in den Disput &quot;Tellenbach contra Solomon&quot; auch nochmals einmischen darf: Ich empfand das Buch von Frau Tellnbach als ich es vor über 15 Jahren erstmals las, als eine Erlösung gegenüber den unerträglichen hobbyanalytischen Thesen Solomons! Im Gegensatz zu letzterem hat sie empirisch gearbeitet und in den (osteuropäischen) Archiven sehr vieles über Josephine Brunswick und über ihr Leben entdeckt, was damals neu war. Natürlich konnte auch sie nicht ohne Hypothesen arbeiten, dafür war einfach die gesamte Quellenlage zu dünn! Jedenfalls kommt Frau Tellenbach das unbestreitbare Verdienst zu, die Josephine-Hypothese in vielen Punkten empirisch (also quellenfundiert!) untermauert zu haben. (Erstmals war diese These ja Anfang des vorigen Jahrhunderts von La Mara formuliert worden, dann wurde sie Anfang der Fünfziger Jahre von Kaznelson mit noch viel Phantasie - und noch ohne Kenntnis der kurze Zeit später aufgefundenen 13 Briefe Beethovens an Josephine, verwitwete Gräfin Deym!! - weiterentwickelt und Mitte der Siebziger Jahre von Harry Goldschmidt sehr ausgewogen gegen abwägend Solomon bekräftigt. - Goldschmidts Buch &quot;Um die Unsterbliche Geliebte&quot; ist m.E. nach wie vor ein lesenswerter Klassiker. Goldschmidt erweist sich in dieser Debatte als großer Synthetiker!) 

Ein weiteres Plus des Buches von Frau Tellenbach ist ihr großes Fingerspitzengefühl, ihr Einfühlungsvermögen, die Exaktheit und Datenfundiertheit ihrer Argumentation und nicht zuletzt ihr Verzicht auf peinliche, in der Regel auch noch pathologisierende (hobby)-psychoanalytische Interpretationen, wie Solomon sie ja so sehr liebt. Bezeichnend für die Sklerose der etablierten Beethovenforschung und beschämend für die gesamte Zunft ist, dass das Buch von Frau Tellenbach fast durchweg ignoriert wurde!

Ich bin also in dieser Kontroverse voll auf der Seite von Frau Tellenbach und hatte in dieser Angelegenheit vor 12 Jahren auch einen sehr freundlichen Briefwechsel mit ihr.

Nur.

Mittlerweile ist die Forschung - zum Glück! - doch weitergegangen. Und hier kommen die entscheidenden neuen Funde von der kanadisch-österreichischen Musikwissenschaftlerin Rita Steblin, die noch einmal unglaublich viele neue Informationen in den osteuropäischen Archiven, u.a. in Ungarn und der Slowakei, gefunden hat. Um das Wichtigste vorwegzunehmen: Die Funde von Frau Steblin widerlegen nicht die Josephinehypothese - sie unterstützen sie eher noch! - differenzieren aber vor allem das Josephine-Bild, das Frau Tellenbach noch gezeichnet hatte. Dafür muss man sich vor Augen halten, dass Frau Tellenbach, wie sie in ihrem Buch auch andeutet - sie hat es mir auch geschrieben - bei ihren Recherchen in den damals noch kommunistischen Ländern nur sehr begrenzt Zeit zur Verfügung stand. 

Dazu kommt - und damit möchte ich Frau Tellenbach nicht &quot;vorführen&quot;, denn das passiert allen Forschenden -, dass Frau Tellenbach sich auf dem Hintergrund ihres damaligen Wissensstandes ein sehr idealisierendes Wunschbild von Josephine konstruiert hatte. Jeder Forscher, jede Forscherin &quot;verliebt&quot; sich eben in seinen/ihren Gegenstand, und Liebe macht bekanntlich nicht selten blind. So ist es kein Wunder, dass die Josephine von Frau Tellenbach eine edle, hochkultivierte und hochanständige leidende Frau war - so wie sich Frau Tellenbach sehr wahrscheinlich &quot;ihre&quot; Josephine gewünscht hatte. Dadurch hat nun Frau Tellenbach einige Aspekte übersehen, die in dieses idealisierende Bild nicht hineingepasst haben. So z.B. war die Beziehung zu Andrehan keineswegs nur eine edle Verbindung im Geiste!

Vieles konnte Frau Tellenbach aber gar nicht rekonstruieren, weil ihr aufgrund der begrenzten Zeit die entscheidenden Dokumente noch nicht in die Hand gefallen waren. Und das hat nun Frau Steblin geleistet.

Wie gesagt: Frau Steblins Forschungen widerlegen nicht die Josephine-Hypothse, sondern bauen auf Tellenbachs Forschungen auf. Allerdings differenziert und revidiert der nüchterne und weniger idealisierende (und immer quellenfundierte!!) Blick Steblins eine Reihe von Aspekten des Tellenbachschen Josephine-Bildes. Dabei muss man m.E. nicht unbedingt so weit gehen wie Steblin und Josephine als eine &quot;Femme fatale&quot; bezeichnen. Aber die Tatsache, dass sie sich nach Beethoven definitiv auch noch mit Andrehan eingelassen hat, beweist m.E., dass Beethoven für sie nicht dieselbe Bedeutung gehabt haben kann wie sie für ihn! 

Somit kann es auch mit der späteren &quot;Liebe im Geiste&quot; zwischen Beethoven und Josephine, die Tellenbach noch für die Zeit nach 1812 vermutet, nicht allzu weit her gewesen sein. Ich persönlich halte es auch für nicht unwahrscheinlich, dass Beethoven im Herbst 1816 von der Geburt von Josephines achtem und letztem Kind, Emilie, erfahren hat und seine damalige starke Depression nicht zuletzt dadurch verursacht war. Dieses Ereignis musste ja zwangsläufig sein Bild von Josephine und ihrer gemeinsamen Beziehung nachhaltig erschüttern, wenn nicht zerstören! 

Man sieht: Die Rekonstruktion und Interpreation der Beziehung zwischen Beethoven und Josephine ist noch lange nicht abgeschlossen, sondern muss permanent aufgrund neuer Funde umgeschrieben und revidiert werden! (Ich habe vor zwei Jahren im Anschluss an die Lektüre des Aufsatzes von Rita Steblin in den &quot;Bonner Beethoven-Studien&quot; 2007 mir allein zehn Seiten von weiterführenden Fragen und Hypothesen notiert!) Ich bin sehr gespannt, was Frau Steblin - sie ist bienenfleißig und arbeitet weitestgehend auf eigene Kosten; ein Skandal, wenn man das mit dem hochsubventionierten Beethovenhaus vergleicht!!! - noch alles zutage fördern wird! 

Und damit wird interessanterweise kaum das Beethovenbild, wohl aber das von Josephine revidiert!

Liebe Adelinde, von dem Klapproth-Buch hatte ich noch nie etwas gehört. Wissen Sie, wann und wo es erscheint? Wollen Sie uns einige Neuigkeiten mitteilen? Oder sind Sie gar autorisiert, den Inhalt an Interessierte weiterzuleiten?

Herzliche Grüße!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Adelinde, liebe Fanny,</p>
<p>wenn ich mich in den Disput &#8220;Tellenbach contra Solomon&#8221; auch nochmals einmischen darf: Ich empfand das Buch von Frau Tellnbach als ich es vor über 15 Jahren erstmals las, als eine Erlösung gegenüber den unerträglichen hobbyanalytischen Thesen Solomons! Im Gegensatz zu letzterem hat sie empirisch gearbeitet und in den (osteuropäischen) Archiven sehr vieles über Josephine Brunswick und über ihr Leben entdeckt, was damals neu war. Natürlich konnte auch sie nicht ohne Hypothesen arbeiten, dafür war einfach die gesamte Quellenlage zu dünn! Jedenfalls kommt Frau Tellenbach das unbestreitbare Verdienst zu, die Josephine-Hypothese in vielen Punkten empirisch (also quellenfundiert!) untermauert zu haben. (Erstmals war diese These ja Anfang des vorigen Jahrhunderts von La Mara formuliert worden, dann wurde sie Anfang der Fünfziger Jahre von Kaznelson mit noch viel Phantasie &#8211; und noch ohne Kenntnis der kurze Zeit später aufgefundenen 13 Briefe Beethovens an Josephine, verwitwete Gräfin Deym!! &#8211; weiterentwickelt und Mitte der Siebziger Jahre von Harry Goldschmidt sehr ausgewogen gegen abwägend Solomon bekräftigt. &#8211; Goldschmidts Buch &#8220;Um die Unsterbliche Geliebte&#8221; ist m.E. nach wie vor ein lesenswerter Klassiker. Goldschmidt erweist sich in dieser Debatte als großer Synthetiker!) </p>
<p>Ein weiteres Plus des Buches von Frau Tellenbach ist ihr großes Fingerspitzengefühl, ihr Einfühlungsvermögen, die Exaktheit und Datenfundiertheit ihrer Argumentation und nicht zuletzt ihr Verzicht auf peinliche, in der Regel auch noch pathologisierende (hobby)-psychoanalytische Interpretationen, wie Solomon sie ja so sehr liebt. Bezeichnend für die Sklerose der etablierten Beethovenforschung und beschämend für die gesamte Zunft ist, dass das Buch von Frau Tellenbach fast durchweg ignoriert wurde!</p>
<p>Ich bin also in dieser Kontroverse voll auf der Seite von Frau Tellenbach und hatte in dieser Angelegenheit vor 12 Jahren auch einen sehr freundlichen Briefwechsel mit ihr.</p>
<p>Nur.</p>
<p>Mittlerweile ist die Forschung &#8211; zum Glück! &#8211; doch weitergegangen. Und hier kommen die entscheidenden neuen Funde von der kanadisch-österreichischen Musikwissenschaftlerin Rita Steblin, die noch einmal unglaublich viele neue Informationen in den osteuropäischen Archiven, u.a. in Ungarn und der Slowakei, gefunden hat. Um das Wichtigste vorwegzunehmen: Die Funde von Frau Steblin widerlegen nicht die Josephinehypothese &#8211; sie unterstützen sie eher noch! &#8211; differenzieren aber vor allem das Josephine-Bild, das Frau Tellenbach noch gezeichnet hatte. Dafür muss man sich vor Augen halten, dass Frau Tellenbach, wie sie in ihrem Buch auch andeutet &#8211; sie hat es mir auch geschrieben &#8211; bei ihren Recherchen in den damals noch kommunistischen Ländern nur sehr begrenzt Zeit zur Verfügung stand. </p>
<p>Dazu kommt &#8211; und damit möchte ich Frau Tellenbach nicht &#8220;vorführen&#8221;, denn das passiert allen Forschenden -, dass Frau Tellenbach sich auf dem Hintergrund ihres damaligen Wissensstandes ein sehr idealisierendes Wunschbild von Josephine konstruiert hatte. Jeder Forscher, jede Forscherin &#8220;verliebt&#8221; sich eben in seinen/ihren Gegenstand, und Liebe macht bekanntlich nicht selten blind. So ist es kein Wunder, dass die Josephine von Frau Tellenbach eine edle, hochkultivierte und hochanständige leidende Frau war &#8211; so wie sich Frau Tellenbach sehr wahrscheinlich &#8220;ihre&#8221; Josephine gewünscht hatte. Dadurch hat nun Frau Tellenbach einige Aspekte übersehen, die in dieses idealisierende Bild nicht hineingepasst haben. So z.B. war die Beziehung zu Andrehan keineswegs nur eine edle Verbindung im Geiste!</p>
<p>Vieles konnte Frau Tellenbach aber gar nicht rekonstruieren, weil ihr aufgrund der begrenzten Zeit die entscheidenden Dokumente noch nicht in die Hand gefallen waren. Und das hat nun Frau Steblin geleistet.</p>
<p>Wie gesagt: Frau Steblins Forschungen widerlegen nicht die Josephine-Hypothse, sondern bauen auf Tellenbachs Forschungen auf. Allerdings differenziert und revidiert der nüchterne und weniger idealisierende (und immer quellenfundierte!!) Blick Steblins eine Reihe von Aspekten des Tellenbachschen Josephine-Bildes. Dabei muss man m.E. nicht unbedingt so weit gehen wie Steblin und Josephine als eine &#8220;Femme fatale&#8221; bezeichnen. Aber die Tatsache, dass sie sich nach Beethoven definitiv auch noch mit Andrehan eingelassen hat, beweist m.E., dass Beethoven für sie nicht dieselbe Bedeutung gehabt haben kann wie sie für ihn! </p>
<p>Somit kann es auch mit der späteren &#8220;Liebe im Geiste&#8221; zwischen Beethoven und Josephine, die Tellenbach noch für die Zeit nach 1812 vermutet, nicht allzu weit her gewesen sein. Ich persönlich halte es auch für nicht unwahrscheinlich, dass Beethoven im Herbst 1816 von der Geburt von Josephines achtem und letztem Kind, Emilie, erfahren hat und seine damalige starke Depression nicht zuletzt dadurch verursacht war. Dieses Ereignis musste ja zwangsläufig sein Bild von Josephine und ihrer gemeinsamen Beziehung nachhaltig erschüttern, wenn nicht zerstören! </p>
<p>Man sieht: Die Rekonstruktion und Interpreation der Beziehung zwischen Beethoven und Josephine ist noch lange nicht abgeschlossen, sondern muss permanent aufgrund neuer Funde umgeschrieben und revidiert werden! (Ich habe vor zwei Jahren im Anschluss an die Lektüre des Aufsatzes von Rita Steblin in den &#8220;Bonner Beethoven-Studien&#8221; 2007 mir allein zehn Seiten von weiterführenden Fragen und Hypothesen notiert!) Ich bin sehr gespannt, was Frau Steblin &#8211; sie ist bienenfleißig und arbeitet weitestgehend auf eigene Kosten; ein Skandal, wenn man das mit dem hochsubventionierten Beethovenhaus vergleicht!!! &#8211; noch alles zutage fördern wird! </p>
<p>Und damit wird interessanterweise kaum das Beethovenbild, wohl aber das von Josephine revidiert!</p>
<p>Liebe Adelinde, von dem Klapproth-Buch hatte ich noch nie etwas gehört. Wissen Sie, wann und wo es erscheint? Wollen Sie uns einige Neuigkeiten mitteilen? Oder sind Sie gar autorisiert, den Inhalt an Interessierte weiterzuleiten?</p>
<p>Herzliche Grüße!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Adelinde</title>
		<link>http://www.adelinde.net/791/beethoven-und-seine-unsterbliche-geliebte/comment-page-1/#comment-7747</link>
		<dc:creator>Adelinde</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 20:52:30 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Fanny,

das Klapproth-Buch kommt demnächst heraus. Ich habe vom Autor mit E-Mail den Buchinhalt übermittelt bekommen.

Daß Josephine Beethoven nicht erst 1812 ihre Liebe gestand, zeigen mehrere Briefstellen aus den Jahren zuvor wie diese:

&quot;Meine ohnedieß für Sie enthousiastische Seele, noch ehe ich Sie persönlich kannte – erhielt durch Ihre Zuneigung Nahrung. Ein Gefühl, das tief in meiner Seele liegt und keines Ausdrucks fähig ist, machte mich Sie lieben; … die Güte ihres Charakters, ihre Zuneigung vermehrte es – dieser Vorzug, den Sie mir gewährten, das Vergnügen Ihres Umgangs, hätte der schönste Schmuck meines Lebens seyn können …&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Fanny,</p>
<p>das Klapproth-Buch kommt demnächst heraus. Ich habe vom Autor mit E-Mail den Buchinhalt übermittelt bekommen.</p>
<p>Daß Josephine Beethoven nicht erst 1812 ihre Liebe gestand, zeigen mehrere Briefstellen aus den Jahren zuvor wie diese:</p>
<p>&#8220;Meine ohnedieß für Sie enthousiastische Seele, noch ehe ich Sie persönlich kannte – erhielt durch Ihre Zuneigung Nahrung. Ein Gefühl, das tief in meiner Seele liegt und keines Ausdrucks fähig ist, machte mich Sie lieben; … die Güte ihres Charakters, ihre Zuneigung vermehrte es – dieser Vorzug, den Sie mir gewährten, das Vergnügen Ihres Umgangs, hätte der schönste Schmuck meines Lebens seyn können …&#8221;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: FannydelRio</title>
		<link>http://www.adelinde.net/791/beethoven-und-seine-unsterbliche-geliebte/comment-page-1/#comment-7744</link>
		<dc:creator>FannydelRio</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 09:36:51 +0000</pubDate>
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		<description>haben Sie nähere bibliographische Angaben zu dem Klapproth-Buch? Ich kann keine Titel eines solchen Autors finden.
Grüße
Fanny</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>haben Sie nähere bibliographische Angaben zu dem Klapproth-Buch? Ich kann keine Titel eines solchen Autors finden.<br />
Grüße<br />
Fanny</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: FannydelRio</title>
		<link>http://www.adelinde.net/791/beethoven-und-seine-unsterbliche-geliebte/comment-page-1/#comment-7742</link>
		<dc:creator>FannydelRio</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 09:05:48 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Adelinde,

mit &quot;hinreissen lassen&quot; möchte ich keinesfalls bei LvB eine nur flüchtige Neigung unterstellen, im Gegenteil, ich bin ebenso wie Sie von seiner innigsten Liebe zu J. überzeugt und gehöre mittlerweile auch zu den Josephinen-Theorie Anhängern.

Aber wieso sollte man sich nicht vorstellen, dass J. ihm erst 1812 ausdrücklich offenbarte, dass sie ihn liebe - schon immer geliebt habe, da es ihr um 1805 in Wien nicht erlaubt/möglich war und daher die Beziehung ersteinmal abgebrochen wurde.

Dann flammte sie bei der Begegnung neu auf und wurde intim, aber mittlerweile hatte J. noch ein vorehelich gezeugtes Kind von Stackelberg und ließ sich offenbar später auch noch mit dem Erzieher ihrer Kinder ein von dem sie laut Steblin auch nochmal schwanger wurde. 

Ob sie B. geliebt hat? Bestimmt - aber vielleicht nicht so treu und konsequent wie er sie. &quot;Allein ich spüre, daß mein Herz sich empört und meine Feder zurückhält; wir wollen die Besprechung dieser Fragen dem Gerechten überlassen, der nie strauchelte und nie selbst der Gnade bedurfte.&quot; JJRousseau

Das Buch Klapproth muss ich nachsehen. Klingt interessant.

Ein wundervolles Wochenende.
Fanny</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Adelinde,</p>
<p>mit &#8220;hinreissen lassen&#8221; möchte ich keinesfalls bei LvB eine nur flüchtige Neigung unterstellen, im Gegenteil, ich bin ebenso wie Sie von seiner innigsten Liebe zu J. überzeugt und gehöre mittlerweile auch zu den Josephinen-Theorie Anhängern.</p>
<p>Aber wieso sollte man sich nicht vorstellen, dass J. ihm erst 1812 ausdrücklich offenbarte, dass sie ihn liebe &#8211; schon immer geliebt habe, da es ihr um 1805 in Wien nicht erlaubt/möglich war und daher die Beziehung ersteinmal abgebrochen wurde.</p>
<p>Dann flammte sie bei der Begegnung neu auf und wurde intim, aber mittlerweile hatte J. noch ein vorehelich gezeugtes Kind von Stackelberg und ließ sich offenbar später auch noch mit dem Erzieher ihrer Kinder ein von dem sie laut Steblin auch nochmal schwanger wurde. </p>
<p>Ob sie B. geliebt hat? Bestimmt &#8211; aber vielleicht nicht so treu und konsequent wie er sie. &#8220;Allein ich spüre, daß mein Herz sich empört und meine Feder zurückhält; wir wollen die Besprechung dieser Fragen dem Gerechten überlassen, der nie strauchelte und nie selbst der Gnade bedurfte.&#8221; JJRousseau</p>
<p>Das Buch Klapproth muss ich nachsehen. Klingt interessant.</p>
<p>Ein wundervolles Wochenende.<br />
Fanny</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Adelinde</title>
		<link>http://www.adelinde.net/791/beethoven-und-seine-unsterbliche-geliebte/comment-page-1/#comment-7737</link>
		<dc:creator>Adelinde</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 18:41:14 +0000</pubDate>
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		<description>In Ihrem Vergleich Tellenbach-Solomon stimme ich mit Ihnen voll überein. Darüber hinaus befriedigt bei Tellenbach so sehr, daß sie sich reiner Vermutungen enthält. Fantasien vom &quot;Vorheulen&quot; in Prag kämen für Tellenbach nicht in Frage. Für mich auch nicht.

&quot;Ludwig&quot; hat sich auch ganz sicher nicht &quot;erweichen&quot; lassen. Dem widersprechen seine 3 Briefe ohne Jahresangabe, die von innigster Liebe und Sehnsucht nach der Geliebten zeugen und aller Wahrscheinlichkeit auf seiner Reise von Teplitz zu ihr nach Franzensbad geschrieben wurden.

Ein John Klapproth aus Neu Seeland hat nun ein Buch (in englischer Sprache) über Josephine geschrieben. Da er sich auch auf Tellenbach beruft, bin ich gespannt, es zu lesen. Vielleicht erfahren wir darin wirklich Brauchbares über jene Frau, die ganz klar und unzweifelhaft die &quot;Unsterbliche Geliebte&quot; Beethovens gewesen ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In Ihrem Vergleich Tellenbach-Solomon stimme ich mit Ihnen voll überein. Darüber hinaus befriedigt bei Tellenbach so sehr, daß sie sich reiner Vermutungen enthält. Fantasien vom &#8220;Vorheulen&#8221; in Prag kämen für Tellenbach nicht in Frage. Für mich auch nicht.</p>
<p>&#8220;Ludwig&#8221; hat sich auch ganz sicher nicht &#8220;erweichen&#8221; lassen. Dem widersprechen seine 3 Briefe ohne Jahresangabe, die von innigster Liebe und Sehnsucht nach der Geliebten zeugen und aller Wahrscheinlichkeit auf seiner Reise von Teplitz zu ihr nach Franzensbad geschrieben wurden.</p>
<p>Ein John Klapproth aus Neu Seeland hat nun ein Buch (in englischer Sprache) über Josephine geschrieben. Da er sich auch auf Tellenbach beruft, bin ich gespannt, es zu lesen. Vielleicht erfahren wir darin wirklich Brauchbares über jene Frau, die ganz klar und unzweifelhaft die &#8220;Unsterbliche Geliebte&#8221; Beethovens gewesen ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: FannydelRio</title>
		<link>http://www.adelinde.net/791/beethoven-und-seine-unsterbliche-geliebte/comment-page-1/#comment-7734</link>
		<dc:creator>FannydelRio</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 15:16:06 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Adelinde, 
s. Beitrag 5: &quot;Leider war im Leben Josephines nicht alles so romantisch und edel, wie Frau Tellenbach es sich begreiflicherweise noch gewünscht hatte!&quot;

Schaut wohl so aus. Trotzdem scheint mir Frau Tellenbachs Theorie immer noch die passendste zu sein, wenn auch in Details veränderte Erkenntnisse hinzukommen werden. 

Nach lesen der Briefausgabe, den Kh und zeitgenössischen Berichten ist LvBs Charakter für mich sehr nachvollziebar in dem Buch beschrieben.

Vielleicht hat Josephine nach einer unvorhergesehenen Begegnung mit Beethoven 1812 in Prag ihm was über ihre unglückliche Ehe mit Stackelberg vorgeheult, und Ludwig hat sich hinreissen lassen. 

Dass er sie geliebt haben könnte und auch gerne dazu gestanden hätte - und durch die Umstände litt, möchte ich gerne glauben. Aber 3 uneheliche Kinder wie Fr. Steblin recherchiert hat, zeugen bei Josephine leider nicht gerade von Charakterstärke. Ändert ja aber nichts daran, dass Beethoven besser von ihr dachte.

Das Beethoven Establishment erwähnt Frau Steblin in ihrem Aufsatz und meint damit wohl ältere Forscher, die eher der Antonie-Theorie zuneigen, verbunden mit der Tatsache, dass das Buch von Tellenbach bisher wenig ins allgemeine Bewusstsein gedrungen ist bzw. gewürdigt wird und sich Antonie hartnäckig vor Josephine hält.

Selbst wenn Ts Theorie nicht stimmen sollte, kann das Buch von Solomon hinsichtlich der Gründlichkeit der Recherche und wissenschaftlichen Vorgehensweise Ts schlicht einpacken, und ich kann mich da nur Frau Galle anschliessen.

Grüße
Fanny</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Adelinde,<br />
s. Beitrag 5: &#8220;Leider war im Leben Josephines nicht alles so romantisch und edel, wie Frau Tellenbach es sich begreiflicherweise noch gewünscht hatte!&#8221;</p>
<p>Schaut wohl so aus. Trotzdem scheint mir Frau Tellenbachs Theorie immer noch die passendste zu sein, wenn auch in Details veränderte Erkenntnisse hinzukommen werden. </p>
<p>Nach lesen der Briefausgabe, den Kh und zeitgenössischen Berichten ist LvBs Charakter für mich sehr nachvollziebar in dem Buch beschrieben.</p>
<p>Vielleicht hat Josephine nach einer unvorhergesehenen Begegnung mit Beethoven 1812 in Prag ihm was über ihre unglückliche Ehe mit Stackelberg vorgeheult, und Ludwig hat sich hinreissen lassen. </p>
<p>Dass er sie geliebt haben könnte und auch gerne dazu gestanden hätte &#8211; und durch die Umstände litt, möchte ich gerne glauben. Aber 3 uneheliche Kinder wie Fr. Steblin recherchiert hat, zeugen bei Josephine leider nicht gerade von Charakterstärke. Ändert ja aber nichts daran, dass Beethoven besser von ihr dachte.</p>
<p>Das Beethoven Establishment erwähnt Frau Steblin in ihrem Aufsatz und meint damit wohl ältere Forscher, die eher der Antonie-Theorie zuneigen, verbunden mit der Tatsache, dass das Buch von Tellenbach bisher wenig ins allgemeine Bewusstsein gedrungen ist bzw. gewürdigt wird und sich Antonie hartnäckig vor Josephine hält.</p>
<p>Selbst wenn Ts Theorie nicht stimmen sollte, kann das Buch von Solomon hinsichtlich der Gründlichkeit der Recherche und wissenschaftlichen Vorgehensweise Ts schlicht einpacken, und ich kann mich da nur Frau Galle anschliessen.</p>
<p>Grüße<br />
Fanny</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Adelinde</title>
		<link>http://www.adelinde.net/791/beethoven-und-seine-unsterbliche-geliebte/comment-page-1/#comment-7711</link>
		<dc:creator>Adelinde</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 05:19:47 +0000</pubDate>
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		<description>Das &quot;Beethoven-Establishment&quot;, das Frau Steblin (wer ist sie?) erwähnt, näher erklärt zu bekommen, wäre spannend, liebe Fanny.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das &#8220;Beethoven-Establishment&#8221;, das Frau Steblin (wer ist sie?) erwähnt, näher erklärt zu bekommen, wäre spannend, liebe Fanny.</p>
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		<title>Von: FannydelRio</title>
		<link>http://www.adelinde.net/791/beethoven-und-seine-unsterbliche-geliebte/comment-page-1/#comment-7699</link>
		<dc:creator>FannydelRio</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 08:50:17 +0000</pubDate>
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		<description>Guten Tag Adelinde,
Ich finde Tellenbachs Buch auch sehr plausibel und auf jeden Fall wissenschaftlicher belegt als die erzwungenen, im psychoanalytischen Nebel verschleierten Indizien von Salomon.
Merkwürdigerweise folgt selbst das relativ neue Beethoven-Lexikon tendenziell eher der Antonie Brentano Theorie anstatt beide zumindest gleichwertig dazustellen. Die Deym Theorie wird immernoch irgendwie despektierlich behandelt. Offenbar ist etwas dran an dem &quot;Beethoven-Establishment&quot;, das Frau Steblin erwähnt.
Grüße
Fanny</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Tag Adelinde,<br />
Ich finde Tellenbachs Buch auch sehr plausibel und auf jeden Fall wissenschaftlicher belegt als die erzwungenen, im psychoanalytischen Nebel verschleierten Indizien von Salomon.<br />
Merkwürdigerweise folgt selbst das relativ neue Beethoven-Lexikon tendenziell eher der Antonie Brentano Theorie anstatt beide zumindest gleichwertig dazustellen. Die Deym Theorie wird immernoch irgendwie despektierlich behandelt. Offenbar ist etwas dran an dem &#8220;Beethoven-Establishment&#8221;, das Frau Steblin erwähnt.<br />
Grüße<br />
Fanny</p>
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