Gorleben-Impressionen
Samstag, 8. November 2008 von Adelinde
Castortransport 2008
Sonnabend in Gedelitz und Gorleben: Der Castor-Transport hat Frankreich wegen Behinderungen durch Kernkraftgegner noch nicht verlassen können. Die Demonstranten wandern von Gedelitz zur Kundgebung am “Nuklearen Entsorgungspark” bei Gorleben

Das X als Symbol für den Widerstand wird aufs Wägelchen montiert.

Der ideenreiche Heinrich Kranz,
der aus Brennnesseln Stoffe webt und in seinem Lüchower Stoffkontor als echte Nesselware verkauft, hat das Hüttendorf von einst nachempfunden und neu errichtet:

Kleine Hütten mit Wänden aus Brennnessel-Ballen werden umschlungen von einem Riesentransparent aus Brennnessel-Stoff, bemalt von den DemonstrantInnen.
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In einer der Hütten sind Bilder aus der Geschichte des Widerstands ausgestellt.
Das erste Hüttendorf vom Mai 1980 war auf der geplanten Bohrstelle 1004 bei Gorleben errichtet worden. Das Gebiet wurde zur
“Republik Freies Wendland” erklärt mit “Staatsinsignien” wie Fahne und Pässe, die bei einer “Paßstelle” ausgegeben wurden. Das alles wurde im Hüttendorf 2008 nachempfunden.

Die MarschiererInnen, darunter welche mit “Ausweis”:

Alles zieht friedlich des Weges, die Bäuerliche Notgemeinschaft wie immer mit ihren Treckern dabei. Die Stimmung entspricht dem schönen Wetter.

Die Polizei hat vorerst nichts zu tun:


Die vielen Polizistinnen
sind von ihren männlichen Kollegen kaum zu unterscheiden. Wie sie sich wohl im “Ernstfall” ausnehmen …

Um sie und ihre Zukunft, ja die von Tausenden von Generationen nach ihnen geht es.

Im Hintergrund das Zwischenlager, das nun mit weiteren Castoren bestückt werden soll, von Polizei bewacht, die immer gleiche Zeremonie:

Die Seelsorger braucht zur Zeit wohl niemand und wird sie hoffentlich auch in den nächsten Tagen nicht brauchen, wenn alles friedlich abgeht:
Es müßte doch auch ohne Gewalt einzusehen sein, daß es nicht geht – wie eine Lüchower Schulklasse so drastisch wie treffend formulierte: “Scheiße produzieren und kein Klo haben.”
Denn nach den abgesoffenen Prototypen Morsleben und Asse wird doch niemand ernsthaft behaupten können, der instabile Gorlebener Salzstock sei als Endlager für hochradioaktiven Atommüll geeignet. Wir müssen eine andere Lösung finden.
Auch ich bin überzeugt:
Yes, we can!

Tolle Fotos. Die Auftakt-Demo ist immer sehr fantasievoll und friedlich. Die hunderte Trecker waren unglaublich beeindruckend.