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	<title>Kommentare zu: Johannes Brahms &#8211; 1. Teil</title>
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	<description>Was mich bewegt, bewegt vielleicht auch andere.</description>
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		<title>Von: Das Adelinde-Gespräch &#187; Blog Archive &#187; Robert Schumann (4)</title>
		<link>http://www.adelinde.net/2361/johannes-brahms-1-teil/comment-page-1/#comment-6135</link>
		<dc:creator>Das Adelinde-Gespräch &#187; Blog Archive &#187; Robert Schumann (4)</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 07:57:19 +0000</pubDate>
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		<description>[...] schrieb die berühmte Lobeshymne über den Neuankömmling in der Welt großer Musik mit dem Titel „Neue Bahnen“ in der Neuen Zeitschrift für Musik. Und: Das ist der, der kommen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] schrieb die berühmte Lobeshymne über den Neuankömmling in der Welt großer Musik mit dem Titel „Neue Bahnen“ in der Neuen Zeitschrift für Musik. Und: Das ist der, der kommen [...]</p>
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		<title>Von: Helmut Wild</title>
		<link>http://www.adelinde.net/2361/johannes-brahms-1-teil/comment-page-1/#comment-5514</link>
		<dc:creator>Helmut Wild</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 23:22:13 +0000</pubDate>
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		<description>Was fuer ein wundervoller Beitrag. Ich habe beide Teile mit Faszination gelesen. Da wird so vieles an &quot;empirischem Material&quot; geboten, was der heutigen Bewusstseinsforschung gewiss zur Anregung dienen kann. Ich bin begeistert von der Einfuehlsamkeit, mit der dieser Beitrag geschrieben und zusammengestellt ist. 

Ich moechte das Beispiel von Robert Schumanns Preislied auf den jungen Brahms herausgreifen. Beim ersten Blick ist sicherlich jeder beeindruckt von der Faehigkeit und Sicherheit dieses kongenialen Komponisten, die Begabung und die schoepferische Kraft des jungen Brahms zu erkennen. Und ueberdies die voellige Erhabenheit ueber primitives Konkurrenzdenken oder gar Begabungsneid. 

Meine beiden Toechter, die beide kuenstlerisch hochbegabt sind - (wer schon kann sich als Vater ein solches Urteil anmassen!!) - haben mir und meiner Frau oft ein Lied gesungen ueber solch erlebte seelische Niedertracht. Das zeichnet ein solch lebendiges Bild von dem schoepferischen Aufbruch, der sich damals in Deutschland vollzogen hat und der vom ersten Weltkrieg an einer systematischen kriegerischen und propagandistischen Vernichtung ausgesetzt ist. 

Immerhin, das Lobeslied von Robert Schumann hatte keine gute Wirkung auf Brahms selbst. Die Kuenstlerseele bedarf eben, wie die Philosophin Mathilde Ludendorff das einmal ausgedrueckt hat, einer ganz spezifischen Mischung aus Anerkennung und Verkennung. Die Weisheit dieser Aussage, die sich huetet, ein Rezept sein zu wollen, kommt in der Lebensbeschreibung von Brahms wunderbar zum Ausdruck - implizit gewissermassen.

Nochmals vielen herzlichen Dank.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was fuer ein wundervoller Beitrag. Ich habe beide Teile mit Faszination gelesen. Da wird so vieles an &#8220;empirischem Material&#8221; geboten, was der heutigen Bewusstseinsforschung gewiss zur Anregung dienen kann. Ich bin begeistert von der Einfuehlsamkeit, mit der dieser Beitrag geschrieben und zusammengestellt ist. </p>
<p>Ich moechte das Beispiel von Robert Schumanns Preislied auf den jungen Brahms herausgreifen. Beim ersten Blick ist sicherlich jeder beeindruckt von der Faehigkeit und Sicherheit dieses kongenialen Komponisten, die Begabung und die schoepferische Kraft des jungen Brahms zu erkennen. Und ueberdies die voellige Erhabenheit ueber primitives Konkurrenzdenken oder gar Begabungsneid. </p>
<p>Meine beiden Toechter, die beide kuenstlerisch hochbegabt sind &#8211; (wer schon kann sich als Vater ein solches Urteil anmassen!!) &#8211; haben mir und meiner Frau oft ein Lied gesungen ueber solch erlebte seelische Niedertracht. Das zeichnet ein solch lebendiges Bild von dem schoepferischen Aufbruch, der sich damals in Deutschland vollzogen hat und der vom ersten Weltkrieg an einer systematischen kriegerischen und propagandistischen Vernichtung ausgesetzt ist. </p>
<p>Immerhin, das Lobeslied von Robert Schumann hatte keine gute Wirkung auf Brahms selbst. Die Kuenstlerseele bedarf eben, wie die Philosophin Mathilde Ludendorff das einmal ausgedrueckt hat, einer ganz spezifischen Mischung aus Anerkennung und Verkennung. Die Weisheit dieser Aussage, die sich huetet, ein Rezept sein zu wollen, kommt in der Lebensbeschreibung von Brahms wunderbar zum Ausdruck &#8211; implizit gewissermassen.</p>
<p>Nochmals vielen herzlichen Dank.</p>
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		<title>Von: Adelinde</title>
		<link>http://www.adelinde.net/2361/johannes-brahms-1-teil/comment-page-1/#comment-5500</link>
		<dc:creator>Adelinde</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 18:06:02 +0000</pubDate>
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		<description>Mahler und Bartok sind noch nicht in den Kreis meiner Lieblingskomponisten gerückt.

Was Sie über Brahms schreiben, findet meine volle Zustimmung.

Über Clara Schumann gibt es die unterschiedlichsten Darstellungen von Nachgeborenen, die sie nicht selbst erlebt haben. Da wird alles geboten von höchster Bewunderung bis zu herbster Herabsetzung, ja Schuldzuweisung.

Heute kam ein lesenswerter Bericht in der Elbe-Jeetzel-Zeitung über Liebeslieder von Clara Schumann und Johannes Brahms, die von einer Sängerin und ihrer Begleiterin am Klavier in der &quot;Musikwoche Hitzacker&quot; wohl sehr einfühlsam in der ihnen eignen Gefühlszartheit vorgetragen worden sind.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mahler und Bartok sind noch nicht in den Kreis meiner Lieblingskomponisten gerückt.</p>
<p>Was Sie über Brahms schreiben, findet meine volle Zustimmung.</p>
<p>Über Clara Schumann gibt es die unterschiedlichsten Darstellungen von Nachgeborenen, die sie nicht selbst erlebt haben. Da wird alles geboten von höchster Bewunderung bis zu herbster Herabsetzung, ja Schuldzuweisung.</p>
<p>Heute kam ein lesenswerter Bericht in der Elbe-Jeetzel-Zeitung über Liebeslieder von Clara Schumann und Johannes Brahms, die von einer Sängerin und ihrer Begleiterin am Klavier in der &#8220;Musikwoche Hitzacker&#8221; wohl sehr einfühlsam in der ihnen eignen Gefühlszartheit vorgetragen worden sind.</p>
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		<title>Von: fritzen</title>
		<link>http://www.adelinde.net/2361/johannes-brahms-1-teil/comment-page-1/#comment-5499</link>
		<dc:creator>fritzen</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 16:08:27 +0000</pubDate>
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		<description>Brahms:  er ist für mich - trotz allen menschlichen Unzulänglichkeiten - der Komponist, der meinem seelischen Empfinden am nächsten kommt. Selbst unter Himmel-hoch-jauchzend verbirgt sich in seinen Werken eine abgrundtiefe Traurigkeit. 

Für mich das Schlüsselerlebnis - für das mein lieber Mann damals kaum Verständnis hatte - war Brahms&#039; 1. Sinfonie im Berliner Titania-Palast. Ich glaube unter Furtwängler. (J.F. war später ein ebenso begeisterter Brahms-Anhänger!) Ich sehe mich noch, im gemeinsamen Gespräch mit einem ganz jungen Freund, nach dem Konzert, heiss diskutieren. &quot;Empfindest Du denn nicht, was in dieser Sinfonie ausgedrückt wird,&quot; fragte ich beinahe empört. Aber wahrscheinlich empfanden wir &quot;anders.&quot; J. schwärmte damals für Strawinsky, Bartok, Hindemith und die moderneren Komponisten, die ich erst noch kennen lernen musste. Brahms&#039; Musik ist im Grunde eine tiefempfundene traurige Musik mit vielen elegischen Zügen.

Ich bin nicht Psychoanalytikerin, um den Ursachen nachzuspüren, aber letztlich war er wohl ein Leben lang &quot;unglücklich&quot; verliebt. Clara Schumann! Vielleicht unser und sein Glück, dass diese &quot;liaison&quot; das geblieben ist, was sie war. Die idealisierte Clara wird in Dieter Kühn &quot;Clara Schumann, Klavier - Ein Lebensbuch &quot;(Fischer-Verlag) einmal ganz anders beleuchtet. Auch lesenswert, aber ernüchternd.

Haben Sie sich schon mit Mahler oder Bartok so intensiv beschäftigt? Lohnt sich auch. Und ich werde mir jetzt Schubert-Lieder auflegen.
MF</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Brahms:  er ist für mich &#8211; trotz allen menschlichen Unzulänglichkeiten &#8211; der Komponist, der meinem seelischen Empfinden am nächsten kommt. Selbst unter Himmel-hoch-jauchzend verbirgt sich in seinen Werken eine abgrundtiefe Traurigkeit. </p>
<p>Für mich das Schlüsselerlebnis &#8211; für das mein lieber Mann damals kaum Verständnis hatte &#8211; war Brahms&#8217; 1. Sinfonie im Berliner Titania-Palast. Ich glaube unter Furtwängler. (J.F. war später ein ebenso begeisterter Brahms-Anhänger!) Ich sehe mich noch, im gemeinsamen Gespräch mit einem ganz jungen Freund, nach dem Konzert, heiss diskutieren. &#8220;Empfindest Du denn nicht, was in dieser Sinfonie ausgedrückt wird,&#8221; fragte ich beinahe empört. Aber wahrscheinlich empfanden wir &#8220;anders.&#8221; J. schwärmte damals für Strawinsky, Bartok, Hindemith und die moderneren Komponisten, die ich erst noch kennen lernen musste. Brahms&#8217; Musik ist im Grunde eine tiefempfundene traurige Musik mit vielen elegischen Zügen.</p>
<p>Ich bin nicht Psychoanalytikerin, um den Ursachen nachzuspüren, aber letztlich war er wohl ein Leben lang &#8220;unglücklich&#8221; verliebt. Clara Schumann! Vielleicht unser und sein Glück, dass diese &#8220;liaison&#8221; das geblieben ist, was sie war. Die idealisierte Clara wird in Dieter Kühn &#8220;Clara Schumann, Klavier &#8211; Ein Lebensbuch &#8220;(Fischer-Verlag) einmal ganz anders beleuchtet. Auch lesenswert, aber ernüchternd.</p>
<p>Haben Sie sich schon mit Mahler oder Bartok so intensiv beschäftigt? Lohnt sich auch. Und ich werde mir jetzt Schubert-Lieder auflegen.<br />
MF</p>
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