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	<title>Kommentare zu: „Humor, so heißt die Latsche schlicht, gleich Göttern hochgeboren …“ &#8211; Carl Spitzweg</title>
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	<description>Was mich bewegt, bewegt vielleicht auch andere.</description>
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		<title>Von: Udo Salzbrenner</title>
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		<dc:creator>Udo Salzbrenner</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 11:27:42 +0000</pubDate>
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		<description>Franz Xaver Pettenkofer, der königlich bayerische Hof- und Leibapotheker, war der Onkel von Max von Pettenkofer.</description>
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		<title>Von: Elke</title>
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		<dc:creator>Elke</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 08:50:07 +0000</pubDate>
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		<description>Ganz herzlichen Dank für diese liebenswürdige Erinnerung an einen typisch deutschen Maler mit seinem einmaligen Stil.

Man wird sich wieder der Schätze bewusst, die im Stillen gedeihen voller Herzenswärme. Und wie der Autor zeigt, ist Spitzweg durchaus wert, auch im 21. Jahrhundert betrachtet zu werden: Sein Humor, auch in den Gedichten, enthält Bleibendes: 

&quot;Humor, so heißt die Latsche schlicht, ... ershaschst Du sie im Gleiten nicht, dann Freund, bist Du verloren!&quot; Wie köstlich und wie wahr. Auch heutige schwer erträgliche Zeiten lassen sich am besten mit einer Portion Humor ertragen.

Frage an den Autor zur Identität von Spitzwegs Lehrherrn, dem Apotheker Pettenkofer: Ist bekannt, ob er mit dem Chemiker und Hygieniker Max von Pettenkofer, geb. am 03.12.1818, verwandt ist? Max von Pettenkofer war der, der die Ursachen von Cholera erforschte und 1855 in seinen Studien belegen konnte, dass die Cholera eine Folge der Grundwasservergiftung war, hervorgerufen durch die Praxis, alle Abfälle tierischer und menschlicher Natur einfach ungeklärt in Gruben zu kippen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz herzlichen Dank für diese liebenswürdige Erinnerung an einen typisch deutschen Maler mit seinem einmaligen Stil.</p>
<p>Man wird sich wieder der Schätze bewusst, die im Stillen gedeihen voller Herzenswärme. Und wie der Autor zeigt, ist Spitzweg durchaus wert, auch im 21. Jahrhundert betrachtet zu werden: Sein Humor, auch in den Gedichten, enthält Bleibendes: </p>
<p>&#8220;Humor, so heißt die Latsche schlicht, &#8230; ershaschst Du sie im Gleiten nicht, dann Freund, bist Du verloren!&#8221; Wie köstlich und wie wahr. Auch heutige schwer erträgliche Zeiten lassen sich am besten mit einer Portion Humor ertragen.</p>
<p>Frage an den Autor zur Identität von Spitzwegs Lehrherrn, dem Apotheker Pettenkofer: Ist bekannt, ob er mit dem Chemiker und Hygieniker Max von Pettenkofer, geb. am 03.12.1818, verwandt ist? Max von Pettenkofer war der, der die Ursachen von Cholera erforschte und 1855 in seinen Studien belegen konnte, dass die Cholera eine Folge der Grundwasservergiftung war, hervorgerufen durch die Praxis, alle Abfälle tierischer und menschlicher Natur einfach ungeklärt in Gruben zu kippen.</p>
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		<title>Von: Adelinde</title>
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		<dc:creator>Adelinde</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 16:28:01 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, so genügsam und in jeder Hinsicht &quot;abgehärtet&quot; waren wir einmal. Im Vergleich dazu ist das, was heute bei uns &quot;Armut&quot; genannt wird, Reichtum. Es kommt eben auch immer auf den gesellschaftlichen Kontext an: Sind alle arm, ist die eigene Armut leichter zu ertragen.
 
Wir waren damals froh, das Inferno des Krieges gegen unsere wehrlose Zivilbevölkerung überlebt zu haben. 

Und Sie haben sogar gute Erinnerungen an Ihre damalige Spitzweg-Situation. Wie schön!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, so genügsam und in jeder Hinsicht &#8220;abgehärtet&#8221; waren wir einmal. Im Vergleich dazu ist das, was heute bei uns &#8220;Armut&#8221; genannt wird, Reichtum. Es kommt eben auch immer auf den gesellschaftlichen Kontext an: Sind alle arm, ist die eigene Armut leichter zu ertragen.</p>
<p>Wir waren damals froh, das Inferno des Krieges gegen unsere wehrlose Zivilbevölkerung überlebt zu haben. </p>
<p>Und Sie haben sogar gute Erinnerungen an Ihre damalige Spitzweg-Situation. Wie schön!</p>
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		<title>Von: fritzen</title>
		<link>http://www.adelinde.net/2129/%e2%80%9ehumor-so-heist-die-latsche-schlicht-gleich-gottern-hochgeboren-%e2%80%a6%e2%80%9c-carl-spitzweg/comment-page-1/#comment-5254</link>
		<dc:creator>fritzen</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 14:55:48 +0000</pubDate>
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		<description>ach ja, der Spitzweg! Mein Lieblingsbild von ihm ist und bleibt &quot;Der arme Poet&quot;! So ähnlich könnte ich mir Joachim Fritzen vorstellen, als es im zerbombten Berlin des Winters 1945 so gut wie nichts gab. Gänsefeder in der Hand (mit der er übrigens lange noch schrieb!) in einer unausgebauten Mansarde unter den Dachziegeln, die mit Reif behangen waren. Allerdings besass er ein Bett und einen Spiegelschrank, die nicht der Brandbombe zum Opfer fielen.

In dieser Mansarde, ebenfalls bei Minustemperaturen, schliefen später noch wir und unser erstes Kind, mit Wollmützchen und Wollhandschuhen, fertig für &quot;den Nordpol&quot;. Es ist ihm hervorragend bekommen. Frische Bäckchen am Morgen, keine Erkältungen!! Und wir waren glücklich !</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ach ja, der Spitzweg! Mein Lieblingsbild von ihm ist und bleibt &#8220;Der arme Poet&#8221;! So ähnlich könnte ich mir Joachim Fritzen vorstellen, als es im zerbombten Berlin des Winters 1945 so gut wie nichts gab. Gänsefeder in der Hand (mit der er übrigens lange noch schrieb!) in einer unausgebauten Mansarde unter den Dachziegeln, die mit Reif behangen waren. Allerdings besass er ein Bett und einen Spiegelschrank, die nicht der Brandbombe zum Opfer fielen.</p>
<p>In dieser Mansarde, ebenfalls bei Minustemperaturen, schliefen später noch wir und unser erstes Kind, mit Wollmützchen und Wollhandschuhen, fertig für &#8220;den Nordpol&#8221;. Es ist ihm hervorragend bekommen. Frische Bäckchen am Morgen, keine Erkältungen!! Und wir waren glücklich !</p>
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		<title>Von: Helmut Wild</title>
		<link>http://www.adelinde.net/2129/%e2%80%9ehumor-so-heist-die-latsche-schlicht-gleich-gottern-hochgeboren-%e2%80%a6%e2%80%9c-carl-spitzweg/comment-page-1/#comment-5237</link>
		<dc:creator>Helmut Wild</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 02:34:02 +0000</pubDate>
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		<description>Der Beitrag ueber Spitzweg hat mir grosse Freude bereitet. Er hat suesse und bittere Erinnerungen in mir geweckt. Denn ich bin in Straubing aufgewachsen und habe als Kind oft mit Spielkameraden in diesen verwinkelten Gassen gespielt, von denen eine der &quot;Spitzwegwinkel&quot; heisst.

Mein engster Jugendfreund stammte aus der Familie, die die Loewenapotheke in Besitz hatte. Dort hat Spitzweg gearbeitet, als er in Straubing als Apotheker taetig war. An diesem wunderbar renouvierten Patrizierhaus, das im Zentrum des Straubinger Stadtplatzes steht, ist eine Marmortafel angebracht, auf der zu lesen ist: 

&quot;Erbaut im Jahre 1492&quot;, das Jahr, in dem Amerika von Christopher Columbus entdeckt wurde. Das erzaehle ich hier manchmal meinen amerikanischen Bekannten, um ihnen einen Begriff zu vermitteln, was wir Europaeer mit der Kultur von &quot;Old Europe&quot; meinen. 

Das Bittere? Mein Jugendfreund, der ganz ungewoenhlich begabt war, in Dichtung und Musik und Mathematik, entwickelte ziemlich ploetzlich im Alter von 25 oder 26 Jahren schizophrene Tendenzen, die sich zusehends verschlimmerten. Er starb im Jahre 1984, im Alter von 46 Jahren, im Irrenhaus Haar bei Muenchen waehrend einer Nierenoperation.

Natuerlich bin ich ein grosser Spitzwegverehrer geblieben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Beitrag ueber Spitzweg hat mir grosse Freude bereitet. Er hat suesse und bittere Erinnerungen in mir geweckt. Denn ich bin in Straubing aufgewachsen und habe als Kind oft mit Spielkameraden in diesen verwinkelten Gassen gespielt, von denen eine der &#8220;Spitzwegwinkel&#8221; heisst.</p>
<p>Mein engster Jugendfreund stammte aus der Familie, die die Loewenapotheke in Besitz hatte. Dort hat Spitzweg gearbeitet, als er in Straubing als Apotheker taetig war. An diesem wunderbar renouvierten Patrizierhaus, das im Zentrum des Straubinger Stadtplatzes steht, ist eine Marmortafel angebracht, auf der zu lesen ist: </p>
<p>&#8220;Erbaut im Jahre 1492&#8243;, das Jahr, in dem Amerika von Christopher Columbus entdeckt wurde. Das erzaehle ich hier manchmal meinen amerikanischen Bekannten, um ihnen einen Begriff zu vermitteln, was wir Europaeer mit der Kultur von &#8220;Old Europe&#8221; meinen. </p>
<p>Das Bittere? Mein Jugendfreund, der ganz ungewoenhlich begabt war, in Dichtung und Musik und Mathematik, entwickelte ziemlich ploetzlich im Alter von 25 oder 26 Jahren schizophrene Tendenzen, die sich zusehends verschlimmerten. Er starb im Jahre 1984, im Alter von 46 Jahren, im Irrenhaus Haar bei Muenchen waehrend einer Nierenoperation.</p>
<p>Natuerlich bin ich ein grosser Spitzwegverehrer geblieben.</p>
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