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	<title>Kommentare zu: Polen und Deutsche: &#8220;Flucht &#8211; Vertreibung &#8211; Versöhnung&#8221;</title>
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	<description>Was mich bewegt, bewegt vielleicht auch andere.</description>
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		<title>Von: Stephan</title>
		<link>http://www.adelinde.net/1417/polen-und-deutsche-flucht-vertreibung-versohnung/comment-page-1/#comment-6556</link>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 19:27:51 +0000</pubDate>
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		<description>An einem Krieg sind immer alle Beteiligten schuld!
Es ist müßig darüber zu debattieren wer der größere Verbrecher war. Das führt nur zu neuen Ressentiments und zu Unfrieden. Ebenso sind Grenzen immer(!) willkürlich und damit ungerecht. Freuen wir uns lieber, dass wir uns wenigstens in Westeuropa (EU) frei bewegen und auch siedeln können. Jeder der es möchte kann sich im heutigen Polen oder sonst wo für eine Hand voll Euro ein Stück „Reichsgebiet“ zurückkaufen. Selbst wenn  es  ungerecht ist, dass die Vertriebenen ihr Eigentum nicht zurückerhalten, so ist das allemal die billigere Lösung. Viel billiger als ein neuer Krieg. 
Ich kann das Gezeter nicht wirklich nachvollziehen. Wir haben doch den letzten (kalten) Krieg eindeutig gewonnen. Deutschland ist wirtschaftlich die stärkste Macht in Europa. Wir haben direkte Leitungen zu den Öl - und Gasfeldern in Sibirien und die benötigten Rohstoffe werden uns freiwillig geliefert gegen ein bisschen bedrucktes Altpapier.
Also, Leute, nehmt endlich die Scheuklappen ab und freut euch des Lebens. Wir brauchen heute keine Panzer mehr um Lebensraum im Osten zu erobern, wir kaufen einfach – fertig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>An einem Krieg sind immer alle Beteiligten schuld!<br />
Es ist müßig darüber zu debattieren wer der größere Verbrecher war. Das führt nur zu neuen Ressentiments und zu Unfrieden. Ebenso sind Grenzen immer(!) willkürlich und damit ungerecht. Freuen wir uns lieber, dass wir uns wenigstens in Westeuropa (EU) frei bewegen und auch siedeln können. Jeder der es möchte kann sich im heutigen Polen oder sonst wo für eine Hand voll Euro ein Stück „Reichsgebiet“ zurückkaufen. Selbst wenn  es  ungerecht ist, dass die Vertriebenen ihr Eigentum nicht zurückerhalten, so ist das allemal die billigere Lösung. Viel billiger als ein neuer Krieg.<br />
Ich kann das Gezeter nicht wirklich nachvollziehen. Wir haben doch den letzten (kalten) Krieg eindeutig gewonnen. Deutschland ist wirtschaftlich die stärkste Macht in Europa. Wir haben direkte Leitungen zu den Öl &#8211; und Gasfeldern in Sibirien und die benötigten Rohstoffe werden uns freiwillig geliefert gegen ein bisschen bedrucktes Altpapier.<br />
Also, Leute, nehmt endlich die Scheuklappen ab und freut euch des Lebens. Wir brauchen heute keine Panzer mehr um Lebensraum im Osten zu erobern, wir kaufen einfach – fertig.</p>
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		<title>Von: Hape</title>
		<link>http://www.adelinde.net/1417/polen-und-deutsche-flucht-vertreibung-versohnung/comment-page-1/#comment-4475</link>
		<dc:creator>Hape</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 08:16:38 +0000</pubDate>
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		<description>Eine sehr zurückhaltende Formulierung: die &quot;Schlichtheit der Rechtsauffassung&quot;!

Es ist die Geschichtslüge, auf die sich die Siegermächte - und das sind alle, die vom Kuchen Niederlage des Deutschen Volkes möglichst viel abgreifen wollten (und auch dauernd erhalten) - geeinigt haben. 

Erste Voraussetzung für eine sich dem Völkerrecht wenigstens nähernden Betrachtung ist die völlige Ausplünderung unseres Volkes, solange bis wirklich nichts mehr zu holen ist. Noch nicht einmal von den Verbrecherbanden, die in den Polizeiberichten als Personen mit osteuropäischem Akzent sprechend bezeichnet werden. 

Und das kann noch dauern. Außerdem ist es wirklich nur eine Voraussetzung.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg für Ihre aufklärerische Tätigkeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine sehr zurückhaltende Formulierung: die &#8220;Schlichtheit der Rechtsauffassung&#8221;!</p>
<p>Es ist die Geschichtslüge, auf die sich die Siegermächte &#8211; und das sind alle, die vom Kuchen Niederlage des Deutschen Volkes möglichst viel abgreifen wollten (und auch dauernd erhalten) &#8211; geeinigt haben. </p>
<p>Erste Voraussetzung für eine sich dem Völkerrecht wenigstens nähernden Betrachtung ist die völlige Ausplünderung unseres Volkes, solange bis wirklich nichts mehr zu holen ist. Noch nicht einmal von den Verbrecherbanden, die in den Polizeiberichten als Personen mit osteuropäischem Akzent sprechend bezeichnet werden. </p>
<p>Und das kann noch dauern. Außerdem ist es wirklich nur eine Voraussetzung.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg für Ihre aufklärerische Tätigkeit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Horst Schmidt</title>
		<link>http://www.adelinde.net/1417/polen-und-deutsche-flucht-vertreibung-versohnung/comment-page-1/#comment-4470</link>
		<dc:creator>Horst Schmidt</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 15:19:25 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist noch nicht lange her, da warf Guido Westerwelle Frau Steinbach schon einmal vor: „Hätten Sie seinerzeit gemeinsam mit der Regierung Kohl/Genscher für die Anerkennung der deutsch-polnischen Grenze gestimmt, dann würde es heute nicht die Vorbehalte in Polen geben.“ Eine Forderung, die jedem Vertriebenen, der Haus, Grundbesitz und Heimat verloren hat, einen Stich in seine Seele versetzt. 

Weiterhin entsteht die Frage: Um was geht es hier eigentlich? Geht es hier um eine internationale oder eine deutsche Gedenkstätte, für Millionen deutscher Heimatvertriebener? Hier herrscht wieder „Unterton“: Allein die Deutschen waren die Schuldigen.

Im geplanten Stiftungsrat mit 17 Personen sind nur 3 Vertreter der Vertriebenen-Verbände vorgesehen. Die werden, wie wir es so oft erleben dürfen, als Minderheit überstimmt werden! Was soll also diese Manipulation mit der Überschrift: „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“? 

Herr Schily, damals Innenminister, ermahnte Frau Steinbach schon vor Jahren sinngemäß: Sie sollte die Heimatvertriebenen-Interessen nicht übertreiben, denn „er könnte auch anders“. Sie sollte daran denken, die Vertriebenen wurden ja bisher von der Regierung unterstützt. Was für ein Gepoker – für die miterlebenden Bürger! 

Nicht begreifbar ist auch: Bei der Kundgebung in Berlin zum Tag der Heimat unter dem Leitwort: „Wahrheit und Gerechtigkeit“ zeichnete die BdV-Präsidentin Erika Steinbach (CDU) vor 600 geladenen Gästen den Herrn Schily (SPD) für seine Verdienste mit der Ehrenplakette des BdV aus, eine der höchsten Ehrungen, die die deutschen Vertriebenen zu vergeben haben. Da bleibt dem einfachen Bürger der Mund offen stehen. 

In diese Politik passen dann auch die Worte des Herrn Westerwelle für Frau Steinbach: “Da haben persönliche Interessen zurückzustehen, und das wird auch Frau Steinbach wissen!“ Ist das Politik für Deutschland? Für oder gegen oder mit Frau Steinbach, gegen das ganze Volk, mit Basta-Reflexen. 

Wir brauchen uns nicht zu wundern, wenn in fremden Ländern über Deutschland gelacht wird. 

Nehmen wir nur mal als Beispiel die Benesch-Dekrete. In einer EU-Sonderklausel wird daran festgehalten. Die aufgrund der Benesch-Dekrete begangenen Verbrechen, die bis zum 28.Okt.1945 an den deutschen Vertriebenen begangen wurden, werden dadurch nicht nur für straffrei, sondern für rechtmäßig erklärt! 

Es geht also nicht nur für oder gegen Frau Steinbach, nein, hier werden Millionen Heimatvertriebene – selbst nach ihrem Tode – nachträglich diskriminiert. Basta! „Wahrheit und Gerechtigkeit“ – wo seid ihr geblieben?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist noch nicht lange her, da warf Guido Westerwelle Frau Steinbach schon einmal vor: „Hätten Sie seinerzeit gemeinsam mit der Regierung Kohl/Genscher für die Anerkennung der deutsch-polnischen Grenze gestimmt, dann würde es heute nicht die Vorbehalte in Polen geben.“ Eine Forderung, die jedem Vertriebenen, der Haus, Grundbesitz und Heimat verloren hat, einen Stich in seine Seele versetzt. </p>
<p>Weiterhin entsteht die Frage: Um was geht es hier eigentlich? Geht es hier um eine internationale oder eine deutsche Gedenkstätte, für Millionen deutscher Heimatvertriebener? Hier herrscht wieder „Unterton“: Allein die Deutschen waren die Schuldigen.</p>
<p>Im geplanten Stiftungsrat mit 17 Personen sind nur 3 Vertreter der Vertriebenen-Verbände vorgesehen. Die werden, wie wir es so oft erleben dürfen, als Minderheit überstimmt werden! Was soll also diese Manipulation mit der Überschrift: „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“? </p>
<p>Herr Schily, damals Innenminister, ermahnte Frau Steinbach schon vor Jahren sinngemäß: Sie sollte die Heimatvertriebenen-Interessen nicht übertreiben, denn „er könnte auch anders“. Sie sollte daran denken, die Vertriebenen wurden ja bisher von der Regierung unterstützt. Was für ein Gepoker – für die miterlebenden Bürger! </p>
<p>Nicht begreifbar ist auch: Bei der Kundgebung in Berlin zum Tag der Heimat unter dem Leitwort: „Wahrheit und Gerechtigkeit“ zeichnete die BdV-Präsidentin Erika Steinbach (CDU) vor 600 geladenen Gästen den Herrn Schily (SPD) für seine Verdienste mit der Ehrenplakette des BdV aus, eine der höchsten Ehrungen, die die deutschen Vertriebenen zu vergeben haben. Da bleibt dem einfachen Bürger der Mund offen stehen. </p>
<p>In diese Politik passen dann auch die Worte des Herrn Westerwelle für Frau Steinbach: “Da haben persönliche Interessen zurückzustehen, und das wird auch Frau Steinbach wissen!“ Ist das Politik für Deutschland? Für oder gegen oder mit Frau Steinbach, gegen das ganze Volk, mit Basta-Reflexen. </p>
<p>Wir brauchen uns nicht zu wundern, wenn in fremden Ländern über Deutschland gelacht wird. </p>
<p>Nehmen wir nur mal als Beispiel die Benesch-Dekrete. In einer EU-Sonderklausel wird daran festgehalten. Die aufgrund der Benesch-Dekrete begangenen Verbrechen, die bis zum 28.Okt.1945 an den deutschen Vertriebenen begangen wurden, werden dadurch nicht nur für straffrei, sondern für rechtmäßig erklärt! </p>
<p>Es geht also nicht nur für oder gegen Frau Steinbach, nein, hier werden Millionen Heimatvertriebene – selbst nach ihrem Tode – nachträglich diskriminiert. Basta! „Wahrheit und Gerechtigkeit“ – wo seid ihr geblieben?</p>
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	<item>
		<title>Von: Helmut Wild</title>
		<link>http://www.adelinde.net/1417/polen-und-deutsche-flucht-vertreibung-versohnung/comment-page-1/#comment-4469</link>
		<dc:creator>Helmut Wild</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 02:43:38 +0000</pubDate>
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		<description>Ein ausgezeichneter Bericht. Auch die Stellungnahme von Mithus habe ich mit grossem Interesse gelesen.

Solange ich in Deutschland gelebt habe, bin ich immer wieder mit Faschismus-Analysen in Beruehrung gekommen, denen stets die These zugrunde lag, es handle sich dabei um eine deutsche Einzigartigkeit, die noch keineswegs ueberwunden sei. Es blieb mir zwar immer unklar, wo diese faschistischen Monster eigentlich verborgen waren, denn in meinem Alltagsleben in Deutschland sind sie mir nie begegnet.

Wie man aus dem Bericht entnehmen kann, waren die Polen sowie auch die Briten voll auf Kriegsluesternheit programmiert, genauso wie deren politischen Eliten. Die Deutschen des Jahres 1939 waren mit Sicherheit nicht kriegsluestern. Sie haben den erneuten Kriegsausbruch mit ziemlichem Schrecken erlebt.

Hier in den USA bietet sich mir endloses empirisch beobachtbares &quot;Material&quot;, faschistische Geisteshaltungen zu beobachten. So ist die inzwischen eingekehrte Kriegsmuedigkeit der Amerikaner keineswegs auf den Ausbruch humanitaerer Gefuehle zurueckzufuehren. Es ist vielmehr die Enttaeuschung ueber das Ausbleiben der Siege, die frustrierten faschistischen Hoffnungen, die den Unwillen gegen die erfolglosen Kriegspraesidenten bestimmen.

Eine Analyse des britischen Kolonialfaschismus steht an. Eine historisch orientierte Analyse des polnischen Faschimus - geschichtlich und gegenwaertig - steht an. Ebenso eine Analyse des gegenwaertigen amerikanischen Superpower-Faschismus.
Und zum Kontrast: eine Analyse deutscher Gutglaeubigkeit, Gutmuetigkeit und politischer Naivitaet koennte auch nicht schaden.

Nochmals vielen Dank fuer die hervorragenden Beitraege.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein ausgezeichneter Bericht. Auch die Stellungnahme von Mithus habe ich mit grossem Interesse gelesen.</p>
<p>Solange ich in Deutschland gelebt habe, bin ich immer wieder mit Faschismus-Analysen in Beruehrung gekommen, denen stets die These zugrunde lag, es handle sich dabei um eine deutsche Einzigartigkeit, die noch keineswegs ueberwunden sei. Es blieb mir zwar immer unklar, wo diese faschistischen Monster eigentlich verborgen waren, denn in meinem Alltagsleben in Deutschland sind sie mir nie begegnet.</p>
<p>Wie man aus dem Bericht entnehmen kann, waren die Polen sowie auch die Briten voll auf Kriegsluesternheit programmiert, genauso wie deren politischen Eliten. Die Deutschen des Jahres 1939 waren mit Sicherheit nicht kriegsluestern. Sie haben den erneuten Kriegsausbruch mit ziemlichem Schrecken erlebt.</p>
<p>Hier in den USA bietet sich mir endloses empirisch beobachtbares &#8220;Material&#8221;, faschistische Geisteshaltungen zu beobachten. So ist die inzwischen eingekehrte Kriegsmuedigkeit der Amerikaner keineswegs auf den Ausbruch humanitaerer Gefuehle zurueckzufuehren. Es ist vielmehr die Enttaeuschung ueber das Ausbleiben der Siege, die frustrierten faschistischen Hoffnungen, die den Unwillen gegen die erfolglosen Kriegspraesidenten bestimmen.</p>
<p>Eine Analyse des britischen Kolonialfaschismus steht an. Eine historisch orientierte Analyse des polnischen Faschimus &#8211; geschichtlich und gegenwaertig &#8211; steht an. Ebenso eine Analyse des gegenwaertigen amerikanischen Superpower-Faschismus.<br />
Und zum Kontrast: eine Analyse deutscher Gutglaeubigkeit, Gutmuetigkeit und politischer Naivitaet koennte auch nicht schaden.</p>
<p>Nochmals vielen Dank fuer die hervorragenden Beitraege.</p>
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	<item>
		<title>Von: Mithus</title>
		<link>http://www.adelinde.net/1417/polen-und-deutsche-flucht-vertreibung-versohnung/comment-page-1/#comment-4468</link>
		<dc:creator>Mithus</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 17:51:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.adelinde.net/?p=1417#comment-4468</guid>
		<description>Der Bericht war für mich sehr spannend zu lesen, und er ruft noch einmal in Erinnerung, was alle objektiv und geschichtswissenschaftlich besser Informierten trotz aller Medienverfälschungen schon seit der Zeit der Mobilmachung Polens im März 1939 wissen und wußten: 

Polen ist kein Freund des deutschen Nachbarn, bis heute nicht. Es ist ja auch kein Geheimnis mehr, dass die Ursachen für den 2. Weltkrieg weit weit vor Hitler liegen und dass die Polen einen sehr unrühmlichen Anteil am Ausbruch des 2. Weltkrieges hatten. 

Ihre Sehnsucht, über Deutschland herzufallen, ist gut dokumentiert. Die gütliche Regelung der Korridor- und Danzigfrage wäre doch für ein Butterbrot und Ei zu haben gewesen, vergleicht man es mit den Folgen des nachfolgenden, von Polen mit heraufbeschworenen und herbeigesehnten Krieges. Sie sollten heute endlich einmal von ihrem stark übertriebenen Nationalismus ablassen. Der ist geistig im übrigen Europa längst überholt. Ex oriente lux oder crux?

Zur Versöhnung gehört die Respektierung der nachbarlichen Souveränität, und Herr Westerwelle sollte aufhören, den polnischen Innenminister zu mimen. Das wirkt einfach ekelhaft. Denn zur Versöhnung gehört auch das Zulassen historischer Wahrheit, weil nur darauf die völkerverständigende Gerechtigkeit ruht. Würde man Deutschland und seine historischen Gegebenheiten auf Dauer unterdrücken, sollte man sich nicht wundern, dass sich dieser Druck auf unerwartete Weise Raum verschaffen könnte. Das kann keiner wollen. Das heutige Deutschland beherbergt kein Tätervolk mehr!

Ich frage mich immer wieder, woher der Hass der Polen auf Deutschland kommt, den es ja unbestritten längst vor dem 2. Weltkrieg gab. Liegt es am Gegensatz Katholizismus/Protestantismus? Immerhin hatten wir auch auf der Westseite unserer Grenze mal einen katholischen Erzfeind, der aber durch den starken Laizismus dort schon eher zur Versöhnung bereit war. 

Man könnte der Frage nachgehen, inwieweit die hierarchische, feudalistische Verfasstheit des heutigen polnischen Katholizismus eine Öffnung hin zum demokratisch offenen Miteinander der Völker verhindert. 

Ich glaube, es ist die polnische Unreife, befördert natürlich durch lange Unterdrückungen und Teilungen, durch weitgehende Vernichtung der Intelligenz und des Bildungsbürgertums in den vergangenen drei Jahrhunderten, die die geistige Entwicklung in der Breite des polnischen Volkes aufhielt. Also müssen wir noch mindestens 100 Jahre Geduld haben, aber auch Rückgrat dort, wo es dem Frieden zu Liebe notwendig ist.

Aus Respekt vor dem Anliegen, den deutschen, den polnischen und allen anderen Opfern der Vertreibungen ein Denkmal zu setzen, gehört es sich nicht, gegen die Präsidentin des demokratisch verfassten Vertriebenenverbandes in öffentlicher, dümmlicher Hetze Front zu machen. Daraus wird nämlich deutlich, wo das Defizit der Polen liegt: Es handelt politisch unprofessionell und provinziell kleingeistig. Es wird so unfreiwillig eine Schwäche sichtbar, die der Nationalismus wettmachen soll. Das wird nichts Gutes.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bericht war für mich sehr spannend zu lesen, und er ruft noch einmal in Erinnerung, was alle objektiv und geschichtswissenschaftlich besser Informierten trotz aller Medienverfälschungen schon seit der Zeit der Mobilmachung Polens im März 1939 wissen und wußten: </p>
<p>Polen ist kein Freund des deutschen Nachbarn, bis heute nicht. Es ist ja auch kein Geheimnis mehr, dass die Ursachen für den 2. Weltkrieg weit weit vor Hitler liegen und dass die Polen einen sehr unrühmlichen Anteil am Ausbruch des 2. Weltkrieges hatten. </p>
<p>Ihre Sehnsucht, über Deutschland herzufallen, ist gut dokumentiert. Die gütliche Regelung der Korridor- und Danzigfrage wäre doch für ein Butterbrot und Ei zu haben gewesen, vergleicht man es mit den Folgen des nachfolgenden, von Polen mit heraufbeschworenen und herbeigesehnten Krieges. Sie sollten heute endlich einmal von ihrem stark übertriebenen Nationalismus ablassen. Der ist geistig im übrigen Europa längst überholt. Ex oriente lux oder crux?</p>
<p>Zur Versöhnung gehört die Respektierung der nachbarlichen Souveränität, und Herr Westerwelle sollte aufhören, den polnischen Innenminister zu mimen. Das wirkt einfach ekelhaft. Denn zur Versöhnung gehört auch das Zulassen historischer Wahrheit, weil nur darauf die völkerverständigende Gerechtigkeit ruht. Würde man Deutschland und seine historischen Gegebenheiten auf Dauer unterdrücken, sollte man sich nicht wundern, dass sich dieser Druck auf unerwartete Weise Raum verschaffen könnte. Das kann keiner wollen. Das heutige Deutschland beherbergt kein Tätervolk mehr!</p>
<p>Ich frage mich immer wieder, woher der Hass der Polen auf Deutschland kommt, den es ja unbestritten längst vor dem 2. Weltkrieg gab. Liegt es am Gegensatz Katholizismus/Protestantismus? Immerhin hatten wir auch auf der Westseite unserer Grenze mal einen katholischen Erzfeind, der aber durch den starken Laizismus dort schon eher zur Versöhnung bereit war. </p>
<p>Man könnte der Frage nachgehen, inwieweit die hierarchische, feudalistische Verfasstheit des heutigen polnischen Katholizismus eine Öffnung hin zum demokratisch offenen Miteinander der Völker verhindert. </p>
<p>Ich glaube, es ist die polnische Unreife, befördert natürlich durch lange Unterdrückungen und Teilungen, durch weitgehende Vernichtung der Intelligenz und des Bildungsbürgertums in den vergangenen drei Jahrhunderten, die die geistige Entwicklung in der Breite des polnischen Volkes aufhielt. Also müssen wir noch mindestens 100 Jahre Geduld haben, aber auch Rückgrat dort, wo es dem Frieden zu Liebe notwendig ist.</p>
<p>Aus Respekt vor dem Anliegen, den deutschen, den polnischen und allen anderen Opfern der Vertreibungen ein Denkmal zu setzen, gehört es sich nicht, gegen die Präsidentin des demokratisch verfassten Vertriebenenverbandes in öffentlicher, dümmlicher Hetze Front zu machen. Daraus wird nämlich deutlich, wo das Defizit der Polen liegt: Es handelt politisch unprofessionell und provinziell kleingeistig. Es wird so unfreiwillig eine Schwäche sichtbar, die der Nationalismus wettmachen soll. Das wird nichts Gutes.</p>
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